Real ist ein Depp. Nicht der Club.
Der Club ist ein Depp – ein legendärer Satz, der gerne aus dem Zitatenschatz hervorgeholt wird, wenn der Ruhmreiche mal wieder eine hoffnungsvolle Ausgangssituation nicht zu nutzen gewusst hat. Also ziemlich oft. Ich hatte den Satz nach dem 3:2-Anschlusstreffer durch den Leverkusener-Stürmer Helmes am vergangenen Sonntag auch schon auf den Lippen. Nach dem Ausgleich hätte ich ihn rausgelassen – und mich in bester Gesellschaft befunden.
So weit kam es – dem lieben (Fußball-)Gott sei Dank – nicht.
Aber unser Club hat schon Talent, immer wieder Dinge zu vermasseln, die anderen Vereinen erspart bleiben. Etwa nach dem Pokalsieg abzusteigen. Oder nach dem ...weiter lesen
Nach dem Club-Sieg Zwangspause am Feuchter Bahnsteig
Es ist mal wieder an der Zeit über unsere Freunde von der Deutschen Bahn zu schreiben: Für uns Club-Fans, die wir von außerhalb kommen, ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln an der Tagseordnung, auch wenn ich mich ab und an des Eindrucks nicht erwehren kann, dass das Unternehmen bzw. eine seiner (Nahverkehrs-)Töchter alles tut, um für den Individualverkehr zu werben. Letztmals kamen mir solche verwerflichen und völlig abseitigen Gedanken am vergangenen Sonntag.
Wo? Am Bahnhof in Feucht, bei eisiger Kälte. Wann? Als der Regionalexpresse, der von Nürnberg München via Neumarkt mit vollem Tempo am Gleis 1 um ca. 18.45 vorbeirauschte. Irgendwie hatte ich – ...weiter lesen
Traurig, aber wahr: Brenos Abschied im Club-Dress
40.400 Menschen durften Brenos letztes Spiel im Club-Dress verfolgen – denn die schlimme Diagnose, die während der Halbzeit schon im Stadion die Runde machte, hat sich leider bestätigt: Bänderriss. Und fünf Monate Pause. Wenn alles gut läuft. Das heißt: Wiedereinstieg in den Trainingsbetrieb frühestens ab Juli/August. Dann läuft die Vorbereitung für die Spielzeit 2010/11.
Der Club darf sich dann hoffentlich für eine weitere Bundesliga-Spielzeit präparieren, wird – diesen erfreulichen Verlauf der Restsaison vorausgesetzt – dies aber sicherlich nicht mit Breno tun dürfen. Denn der brasilianische Bayern-Verteidiger hat in seinen Partien, die er für den Club ...weiter lesen
Club beendet Leverkusens Siegesserie, oder: Warum es doch lohnt, Club-Fan zu sein
Allem Unmut zum Trotz: Das Spiel gegen Leverkusen hat mal wieder eindrucksvoll untermauert, warum es dennoch lohnt, ein Club-Fan zu sein. War vor dem Spiel ein Unentschieden das mit Abstand meist gehandelte Wunschresultat (stets mit dem Zusatz versehen, dass es sich um ein 0:0 handeln müsse, denn ein Tor könne in dieser Club-Elf, die ohne Bunjaku antreten hat müssen, ohnehin keiner erzielen), fielen binnen 55 Minuten drei Treffer für den Ruhmreichen.
Zugegeben, Bayer war grottenschlecht in die Partie gestartet und man hatte den Eindruck, die Alt-Herren-Elf des Werksklub sei nach Nürnberg entsandt worden, weil Deutschlands bis dato einziges und somit letztes noch unbesiegtes Profiteam ...weiter lesen
Empörung bei den Club-Fans
Munter wird diskutiert in den einschlägigen Foren der FCN-Anhänger. Ultras wehren sich gegen Pauschalverurteilung, andere Gruppen wettern gegen Ultras, die einen finden die vom Verein verhängten Sanktionen gut, die anderen halten davon nichts.
Ich meine: Es ist gut, dass endlich die Mauer des Schweigens durchbrochen worden ist. Dass es dazu eines schrecklichen Zwischenfalls wie in Bochum bedurft hat, ist traurig genug. Aber jetzt wird endlich mal diskutiert. Was dabei rauskommt, vermag ich nicht zu beurteilen, aber auf jeden Fall ist zu begrüßen, dass das Wegschauen bei Gewalttaten bzw. kriminellen Vorgängen endlich ein Ende zu haben scheint. Jahrelang wurde nämlich weggeschaut ...weiter lesen
Null Toleranz: Club greift gegen die eigenen Fans durch
Klartext von Club-Vize Ralf Woy: Die Vorgänge in Bochum verbucht er als “kriminellenVorfall”. Das ist richtig und wichtig. Und so deutlich hat das noch kein Club-Verantwortlicher gesagt.
Es sei dahingestellt, wieviel von dieser Aussage Kalkül war – schließlich will der Club vor einer Bestrafung durch den DFB möglichst seine Hausaufgaben erledigt haben -, letztlich ist die Abkehr vom bisherigen Schmusekurs mit den angeblichen Anhängern, die mit ihren bengalische Feuern wohl am liebsten einen Flächenbrand entfachen würden, die einzig mögliche Konsequenz. Erinnert sei hier daran, dass – so Woy – immer noch ein Brandopfer im Klinikum liegt.
Und ...weiter lesen
Typisch Club: Offenbarungseid in Sachen Stürmer
Die von mir dieser Tage scherzhaft gestellte Frage, ob ein sonntäglicher Ausflug ins Frankenstadion lohnt, angesichts der Sturmflaute des Ruhmreichen, ist beantwortet. Zumindest indirekt. Club-Trainer Hecking konstatiert “fehlende Torgeilheit” bei den Seinigen. Das ist ungefähr so, wenn ich einem Priester fehlenden Glauben attestiere. Na ja, so ist halt unser FCN. Und ich bleibe besser zu Hause.
Lassen wir die traurige Lage nochmals Revue passieren: Unser einziger torgefährlicher Stürmer, Albert Bunjaku, darf am Sonntag nicht spielen. Die Nummer zwei – mit ganzen zwei Toren im Saisonverlauf – Christian Eigler kann nicht. Bleiben Eric Maxim Choupo-Moting, ...weiter lesen
Ultras: Fluch oder Segen?
Nach allem, was in den vergangenen Tagen zu lesen und hören war, spitzt sich die Diskussion rund um die bengalischen Feuer, die in Bochum zu schweren Verletzungen einzlener Club-Anhänger geführt haben, auf die Ultras zu. Nun steht es mir nicht zu, deren Beteiligung an derartigen Aktivitäten zu bewerten. Aber die Frage, ob diese größte Fan-Gruppierung Fluch oder Segen ist, sollte diskutiert werden.
Grundsätzlich ist es zu begrüßen, wenn Fans sich organisieren. Das ist wie bei den Briefmarkensammlern. Der Austausch über das gemeinsame Hobby macht schließlich Spaß. Schwierig wird es aus meiner Sicht, wenn die Spielregeln einer solchen Organisation nicht klar definiert sind. ...weiter lesen
Ultra-doof: Brandstifter im Club-Fanblock
Auch nach zwei Nächten, die seit der Bochum-Partie vergangen sind, wollen mir die Bilder aus dem FCN-Block im Ruhrstadion nicht aus dem Kopf gehen: Bengalische Feuer und Menschen, die nicht mehr rechtzeitig weggekommen sind. Mindestens zwei Personen liegen immer noch im Krankenhaus. Damit nicht genug: Auf dem Nachhauseweg haben sich Menschen, die unter dem Deckmantel des FCN-Anhänger unterwegs waren, auf einem Autobahnrasthof mit Bremer Fans geprüggelt. Sachschaden: Rund 100.000 Euro.
Das kann nicht ohne Folgen bleiben! Sollte man meinen. Aber passieren wird, das prophezeie ich jetzt schon, wieder viel zu wenig. Warum? Weil, so fürchte ich, niemand den Mut haben wird, die Randalierer ...weiter lesen

Berlin ist für den Club ein Reise wert
Was für ein Spiel, was für ein Ergebnis – und jetzt spreche auch ich von einer Serie. Zwei Siege in Folge, der unerwartete gegen Leverkusen und der eminent wichtige in Berlin. Zuvor zwei Mal Unentschieden – der Ruhmreiche schickt sich, dem Abstieg noch von der Schippe zu springen. Dazu bedarf es zwar noch einiger Punkte, doch es darf wieder gehofft werden im Frankenland. Zumindest die Hertha sollten wir am Saisonende hinter uns lassen.
Als Augenzeuge in Berlin hätte ich allerdings zur Halbzeit keinen Pfifferling auf den FCN gewettet. Es war alleine dem Unvermögen der Berliner Stürmer sowie einiger Weltklasseparaden von Club-Keeper Schäfer zu verdanken, dass es bei ...weiter lesen