Berlins verwunschenste Ecke

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Wenn man zur richtigen Zeit hierher kommt, dann ist man fast alleine und kann sich fast ein wenig wie die preußischen Könige vergangener Jahrhunderte fühlen. Denn die haben einige Zeit lang die verwunschene Pfaueninsel im Südwesten Berlins besucht, wenn sie mal ein paar Tage lang mit ihrer Familie oder engsten Freunden ungestört sein wollten. Ungestört hieß natürlich nicht, dass nicht wenigstens eine Köchin, ein Leibbursche und einige andere Angestellte dabei gewesen wären.
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Psssssst! Hier geht es um Spione.

Versteht sich von selbst: neugierige Blicke am Eingang des Spy-Museums

Eigentlich dürfte es so etwas gar nicht geben. Spionen ist es am liebsten, wenn niemand über sie redet und wenn sie niemand sieht. Da ist es schon ein gewisser Widerspruch, dass in Berlin ein Spy-Museum eröffnet hat. Es hat sich ganz und gar der Geschichte und dem Alltag der Spionage verschrieben – eine höchst verschwiegenen Tätigkeit. Weiter lesen

Was haben 40 Flugzeuge, ein Stein vom Mond und eine Jahrmarktorgel miteinander zu tun?

Das mit dem Rosinenbomber war eine geniale Idee. Das Flugzeug hängt – von weitem sichtbar – vom Dach des Deutschen Technikmuseums herab, so als ob es jeden Moment landen wollte. Und es ist in der heiß umkämpften Berliner Museumslandschaft eine unbezahlbare Werbung.

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Mitten in einer Millionenstadt und trotzdem auf dem Lande. Wie geht das denn?

Man glaubt es eigentlich bis zuletzt nicht. Die Gegend sieht nicht besonders erbaulich aus hier: Ausfallstraßen, Wohnblöcke, Tankstellen, Brachflächen, Gewerbe. Doch dann reicht es – berlintypisch – aus, um eine Ecke zu biegen und schon wähnt man sich in einer anderen Stadt. Oder richtiger: gar nicht mehr in der Stadt, sondern auf dem Lande.

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Wir dürfen den Abgeordneten wieder nach Lust und Laune auf´s Dach steigen

 

Es war in den vergangenen eineinhalb Jahren nicht erlaubt, als Tourist in Berlin spontan die Reichstagskuppel zu besuchen. Großes Glück für Kurzentschlossene: Das ist ab 26. Juni 2012 wieder möglich.

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Der Berliner ist ein Wasserlebewesen

Ob man unter Kapitänen auch von einem „Stau“ spricht, wenn die Schiffe wegen zu großen Verkehrs nicht mehr vorankommen und warten müssen? Ich weiß es  nicht. Eines allerdings weiß ich: Der Schiffsbetrieb auf Spree und Landwehrkanal hat in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugenommen. Wenn man an der Spree entlang spaziert, dann sieht man an sonnigen Tagen manchmal fünf, sechs Schiffe hintereinander vor einer Brückendurchfahrt warten. Die erfolgreichste Gesellschaft in Berlin ist die Stern- und Kreisschifffahrt. Sie beförderte im Jahr 2011 (laut Berliner Zeitung) 1,2 Millionen Passagiere. Nur Zoo und Fernsehturm brachten  es auf mehr Besucher.

Längst gibt es nicht mehr nur die „normalen“ Fahrten auf der Spree, sondern auch eine „Weltkulturerbefahrt“ in Richtung Potsdam und eine Tour für Blinde und Sehbehinderte, bei der die Teilnehmer besonders viel ertasten und riechen dürfen. Wer sich für die Programme der Berliner Reedereien interessiert, hier die Links: Stern- und Kreisschifffahrt, Reederei Riedel, Reederei Winkler, Reederei Kutzker und Reederei Triebler.  Und wem das immer noch nicht reicht, der kann anschließend auf einem der dauerhaft vor Anker gegangenen Restaurantschiffe  (zum Beispiel auf dem „Patio“)  speisen oder auf dem Badeschiff schwimmend seine Bahnen ziehen.

 

WEITERE BLOG-BEITRÄGE ZUM VERKEHR IN BERLIN:


DIE STADT DER WIRREN UND ÜBERFLÜSSIGEN VERKEHRSZEICHEN

ADIEU KUSCHELFLUGHAFEN

EINE STADT MIT SECHS KASTANIENWEGEN IST DER WAHNSINN

WIE UNS DIE U-BAHN BEIM VERLIEBEN HILFT

HITPARADE DER BERLINER VERKEHRSSÜNDER

HILFE, ICH WERDE VON KLEINEN GRAUEN MÄNNCHEN VERFOLGT

FILMSTARS, AUF DEM MITTELSTREIFEN AUSGESETZT

WENN DIE KANZLERIN SCHIFFE ZÄHLT

Warum der Berliner nicht in Urlaub fahren muss

41 Minuten Fahrtzeit, sagt mein Routenplaner. Dann beginnt für mich der Urlaub. So lange brauche ich mit dem Auto von der Wohnung in Berlin-Mitte zum Großen Müggelsee. Das ist auch noch Berlin, nämlich der Bezirk Treptow-Köpenick. 7,4 Quadratkilometer Wasserfläche, ein großzügiges Strandbad, Bootsverleih, Restaurants und Biergärten rings um den See, ein Netz idyllischer Kanäle, das sich Neu Venedig nennt.

Besser als Theodor Fontane vor rund 150 Jahren in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ kann man es nicht beschreiben:

„Es freut das Herz, so an der Müggel zu sitzen und, die leise Musik von Wald und Wasser um sich her, die Stunden zu verträumen. Die Sonne sinkt, und das Bild, das beim ersten Anblick, aller eigentümlichen Schönheit unerachtet, eine gewisse Monotonie zeigte, gewinnt mehr und mehr Gewalt über uns und spinnt uns in den alten Müggelzauber ein.“

“ Die Spree, sobald sie sich angesicht der Müggelberge befindet, bildet oder durchfließt ein weites Wasserbecken: die Müggel oder den Müggelsee, der mit zu den größten und schönsten unter den märkischen Seen zählt.“


Glückwunsch! Deutschlands berühmteste Straße hat Geburtstag.

Ja, es gibt sie noch – die Ecken in Deutschland, in denen man diamantenbesetzte Uhren für 50.000 Euro trägt, ernsthaft über die Anschaffung eines Dritthandys nachdenkt und mindestens einen Sportwagen fährt, dessen Name mit „P“ oder „F“ beginnt. Wer den Berliner Kurfürstendamm, die wohl bekannteste Straße Deutschlands, entlang spaziert, der kann das alles sehen. Etwa auf der Höhe der Schlüter- und der Bleibtreustraße befindet sich ein Nest von Luxusläden, das sonst nur noch in Düsseldorf, Hamburg, München und der Berliner Friedrichstraße in ähnlicher Form existiert. Natürlich ist das nicht der ganze Ku´damm. Die 3500 Meter lange Straße besteht auch aus Boulevardtheatern, aus der angesehenen Schaubühne, Kneipen, Restaurants und vergleichsweise normalen Geschäften wie einem Teeladen oder einer Drogerie. Heuer feiert der Kurfürstendamm seinen 125. Geburtstag. Wir gratulieren!