Igitt, Touristen! Igitt, Parkett!
Das Wahlprogramm der Grünen in Friedrichshain-Kreuzberg hat inzwischen bundesweit für einiges Aufsehen gesorgt. Besonders zwei Passagen (unten die Screenshots) sind bemerkenswert. Erstens der Plan, das Parkettverlegen in Mietwohnungen zu verhindern – mit aktiver Bürgerbeteiligung. Die Parkettverleger sollen dem Amt gemeldet werden! Zweitens die Einschränkung der Hotel- bzw. Hostel-Bauten im Bezirk. Und das in einer Stadt, die wie kaum eine andere in Deutschland vom Tourismus lebt. Gleichzeitig ist man sich aber offensichtlich nicht ganz sicher, was man von den Urlaubern will, denn es ist auch an eine finanzielle Abgabe von ihrer Seite gedacht. Die kann aber nur bezahlen, wer überhaupt kommt – und ein Hotel findet.
2 Kommentare
Was in aller Welt kann man gegen ein schönes Parkett oder einen abgeschliffenen Dielenboden haben. Das hat doch Nichts mit Luxussanierung zu tun. Ich wette Herr Ströbele hat auch einen Dielenboden oder Parkett.
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Herr Ströbele hat mit der Schnüffelei kein Problem. Der taz sagte er zur “Parkett-Passage” des Wahlprogramms:
“Da steht ja nicht, dass irgendwelche BewohnerInnen gleich zum Bezirksamt rennen sollen, nur weil es oben klopft”, sagte er. Es ginge vielmehr darum, dass sich die von Sanierung betroffenen MieterInnen gegen Luxussanierungen und die damit verbundenen Mieterhöhungen wehren, indem sie die Ankündigung solcher Maßnahmen durch den Vermieter den Behörden melden”, so Ströbele weiter.
Tja, wenn es der höheren (grünen) Moral dient, darf sogar zur Denunziation aufgerufen werden.
Der ganze Artikel steht hier:
http://www.taz.de/Wahlkampfthema-Gentrifizierung/!76534/
Kleine Anregung an die Grünen: Man sollte den Behörden auch melden, wenn der Nachbar seine alten Glühbirnen noch nicht gegen Energiesparlampen ausgetauscht hat.