Geheime Orte in Berlin (8): Wenn eine 120 Jahre alte Dame wachgeküsst wird
Ein Besuch in der Arminius-Markthalle im Berliner Stadtteil Moabit ist nicht ohne Risiken. Denn wer einmal dort eingekauft hat, dem fällt es schwer, sich später wieder in genormten Einkaufszentren und Supermärkten aufzuhalten. Unter einer großzügigen, 120 Jahre alten Dachkonstruktion mit viel verschnörkeltem Eisen, Backstein und Holz stellt sich eben ein anderes, eher französisches Einkaufsgefühl ein. Man spaziert auf der breiten Promenade, zweigt zwischendrin in die engeren Seitengänge ab, wo man Kartoffelpuffer mit Apfelmus für 1,50 Euro ebenso kaufen kann wie deutlich teurere Rotweine. Fast an jeder Ecke kann sich der Besucher hinsetzen und einen Kaffee trinken, was die Einkaufszeit natürlich erheblich verlängert.
Bis in die jüngste Vergangenheit schien es so, als ob die Arminiushalle keine große Zukunft haben würde. Es gab neben einer Drogeriekette nur ein paar Lebensmittelhändler und vor allem Trödler, die mit Gebrauchtwaren handelten. Letztes Jahr übernahmen neue Pächter das denkmalgeschützte Objekt, benannten es in “Zunfthalle” um und sorgten für eine Grundreinigung. Nun siedeln sich nach und nach attraktivere Läden an. Ein Manufakturenkaufhaus mit Porzellan, Kaffee, Seifen, Möbeln und originellen Moabit-Souvenirs gibt es jetzt bereits. Es
Weitere geheime Orte in dieser Serie:
das Zuckermuseum in Wedding,
Freddy Leck sein Waschsalon,
der Bärenzwinger am Köllnischen Park,
der Englische Garten,
der Strand im Industriegebiet,
der Devotionalienladen Ave Maria,
das Georg-Kolbe-Museum mit Cafe und Garten.
2 Kommentare
Frank hatte wohl einen schlechten Tag gehabt. Ich stehe noch ganz unter dem Eindruck einer schönen Woche in der Hauptstadt und werde mir die Arminiushalle beim nächsten Mal ansehen. Noch zu Mauerzeiten bin ich mal zufällig in die Halle in der Kreuzberger Eisenbahnstr. gestolpert, hatte mir auch gefallen damals, jetzt steht das Ding halb leer, wirkt nicht so wirklich einladend. Aber wie eben eine kurze Suche im www ergab, soll sich das in nächster Zeit zum Guten wandeln. Eine Anregung an den Blogger mal zu berichten – und am Hin- oder Rückweg einen Abstecher ins Cafe am Engelbecken!
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Ich frage bei diesem Beitrag wirklich nach dem Nutzen für die Leser. Was will der Verfasser vermitteln? War er wirklich in der ZUNFTHALLE oder hatte er ein paar Fotos und hat von den Meldungen der Zunft AG partizipiert?
Der Informationsgehalt ist dürftig wenn nicht mangelhaft.
Da wird ein Beitrag generiert nur um einen Beitrag zu generieren. Warum sollte ich nach dessen Lektüre in diese Markthalle gehen. Weil ich Kartoffelpuffer für 1,50 essen will oder am Imbiss stehen möchte?
Und was ist denn jetzt das Manufakturenkaufhaus, was macht es besonders, was wird dort angeboten was ich nicht in jedem Center oder auch im KDW kaufen könnte. Den Bericht über den Gebetomat konnte ich in fast allen Zeitungen lesen. Doch deswegen locke ich doch keinen Franken nach Moabit, in diese Halle.
Ich lade Herrn Baumer gerne zu einem wirklich guten Kaffee in die Zunfthalle ein. Und vielleicht erfährt der Leser dieses Blogs an dieser Stelle anschließend mehr über das Wesentliche, über das Neue dieses Konzeptes und warum es sich wieder lohnt in die Arminiushalle zu kommen.
Mit Bestem Gruß
Frank