„Das neue Berlin“ – Ich kann es nicht mehr hören

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Beim ersten Mal horchte ich noch ganz neugierig auf. Es dürfte etwa zehn Jahre zurückliegen, da wurde in einigen Medien ziemlich aufgeregt mitgeteilt, dass die deutsche Hauptstadt ihre besten Zeiten hinter sich habe. Maler, Musiker und das übrige hippe Volk seien längst von Berlin aus unterwegs nach Leipzig. Bald würden ihnen auch die übrigen Mitläufer folgen. In „das neue Berlin“ eben. Weiter lesen

Berlins verwunschenste Ecke

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Wenn man zur richtigen Zeit hierher kommt, dann ist man fast alleine und kann sich fast ein wenig wie die preußischen Könige vergangener Jahrhunderte fühlen. Denn die haben einige Zeit lang die verwunschene Pfaueninsel im Südwesten Berlins besucht, wenn sie mal ein paar Tage lang mit ihrer Familie oder engsten Freunden ungestört sein wollten. Ungestört hieß natürlich nicht, dass nicht wenigstens eine Köchin, ein Leibbursche und einige andere Angestellte dabei gewesen wären.
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Der „Nürnberger Werther“: 1200 mal gestorben, kein Ende in Sicht

Es begann vor fast zwei Jahrzehnten in einem Klassenzimmer des Nürnberger Dürer-Gymasiums – und es wurde ein internationaler Erfolg. Das kann man von der „Werther“-Inszenierung des Schauspielers Philipp Hochmair und des Regisseurs Nicolas Stemann getrost behaupten, ohne den Mund zu voll zu nehmen. Sie wurde unter anderem in Paris, im Kaukasus, am Wiener Burgtheater und in Serbien aufgeführt. Nun hat der Monolog um Liebesleid und Selbstmord des jungen Rechtspraktikanten Werther auch die bekannteste Bühne Deutschlands erreicht. Weiter lesen

Wenn die Berliner „mit viel Knusper“ essen

Die Sache mit den Bratwürsten gestaltete sich etwas schwierig. Vor der Eröffnung des Berliner Bratwursthäusle, die jetzt eineinhalb Jahre zurückliegt, hatte man sich gerade vom namensgebenden Gericht des Gasthauses viel versprochen. Das müsste doch bei den Hauptstädtern gut ankommen, lautete die Vermutung. Besonders dann, wenn die Würste auf einem verglasten Showgrill mitten im Gastraum brutzeln.

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Der Nürnberger bleibt gern daheim

Die gebürtigen Berliner sind in ihrer Stadt schon lange nicht mehr die Hausherren. Sie stellen nur noch knapp die Hälfte der 3,6 Millionen Einwohner. Der Rest sind Zuwanderer aus Deutschland und aus dem Rest der Welt. Das erklärt auch, warum der Berliner Dialekt gar nicht mehr so oft zu hören ist. Weiter lesen

Psssssst! Hier geht es um Spione.

Versteht sich von selbst: neugierige Blicke am Eingang des Spy-Museums

Eigentlich dürfte es so etwas gar nicht geben. Spionen ist es am liebsten, wenn niemand über sie redet und wenn sie niemand sieht. Da ist es schon ein gewisser Widerspruch, dass in Berlin ein Spy-Museum eröffnet hat. Es hat sich ganz und gar der Geschichte und dem Alltag der Spionage verschrieben – eine höchst verschwiegenen Tätigkeit. Weiter lesen

Schlange stehen oder nicht, das ist hier die Frage: „Is There a Line At Berghain?“

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Für viele jüngere Berlin-Touristen gibt es nur zwei Fragen: Komme ich rein? Und wie lange muss ich warten? Es geht um das Berghain, den bekanntesten Club der Stadt.

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Ich nehme mein Auto in Zukunft mit in die Wohnung

Bloß nicht zu lange parken und Wurzeln schlagen!

Bloß nicht zu lange parken und Wurzeln schlagen!

Es ist ein ziemlicher Schock, wenn man von einer kurzen Flug- oder Bahnreise nach Hause zurückkehrt und sein am Straßenrand geparktes Auto nicht mehr findet. Das ist mir vor kurzem passiert. Die ersten Gedanken: Hat jemand das Auto gestohlen? Bist du jetzt schon so vergesslich, dass du nicht mehr weißt, wo du geparkt hast? Alles falsch. Es lag an etwas anderem. Weiter lesen