Posts Tagged ‘Vitalij Aab’

März 24th, 2013

3,52 (Play-offs: 3,30)

Ach, war das schön im Vorjahr, als wir uns die letzten Wochen einer miesen Saison mit dem Benoten von Spielern verschönert haben. Dazu war diesmal keine Zeit, wobei mich die Differenzen diesmal weit mehr interessiert hätten. Deshalb bitte ich euch, die Kommentarfunktion (unter den Texten vom NZ-Kollegen Jennemann und mir) trotzdem noch zum Bewerten zu nutzen. Die Regeln: 1 bis 6, benotet werden nur Spieler, die die Hälfte der Saison absolviert haben und sollte sich die Kurz-Play-off-Leistung stark von den Leistungen in der regulären Saison unterscheiden, so ist das bitte in Klammern festzuhalten. Vielen Dank.

Februar 24th, 2013

Spiel 47: Spiel zwei nach der Wende?

Es ist die letzte Chance, diese Saison doch noch versöhnlich zu beenden. Und die Ice Tigers scheinen dies wirklich kapiert zu haben. Zugegeben: Wie denke ich alle anderen Nürnberger waren auch wir Journalisten heute skeptisch: Ja, klar, tolle Leistung in Düsseldorf. Aber wie oft haben wir in dieser Saison schon gedacht: Jetzt ist der Knoten geplatzt? Und als die ersten zehn Minuten vorüber waren, die Ice Tigers noch keinen Schlittschuh ins Wolfsburger Drittel gesetzt, dafür schon drei Strafzeiten kassiert hatten – da waren auch wir wieder enttäuscht und sahen uns bestätigt, dass diese Mannschaft so viel kann, es aber nicht kann, das kontinuierlich aufs Eis zu bringen. Doch was dann ab dem Tor zum 1:0 – dem ersten Torschuss – folgte, war eine höchst beeindruckende Vorstellung der Ice Tigers, die ratlos macht. Ratlos deshalb, weil man gar nicht darüber nachdenken möchte, wo diese Mannschaft stehen könnte, wenn sie schon die gesamte Saison auf diesem Niveau spielen würde. Ein Fiasko ist, dass sich mit Yasin Ehliz nach Marco Nowak schon der zweite Spieler verletzt hat, der zu den wenigen Lichtblicken dieser Saison zählte. Es bleibt zu hoffen, dass die Verletzung nicht so schlimm ist, wie man nach Pressesprecher Roman Horlamus`Aussage (“Es knackt irgendwas im Brustkorb”) zu befürchten hat. Sind wir lieber so optimistisch wie Oberoptimist Bengt Ake Gustafsson: “Yasin war nicht mehr bei 100 Prozent, also konnte er nicht mehr aufs Eis. Ich weiß nicht, wie schlimm die Verletzung ist, aber so wie ich das bewerte, ist das nichts Schlimmes.”

Die Fakten: Die Thomas Sabo Ice Tigers (47 Spiele, 68 Punkte, 144:145 Tore, Platz 8 ) haben mit dem 4:0 (2:0, 1:0, 1:0) gegen die Grizzly Adams Wolfsburg (48 Spiele, 65 Punkte, 128:141 Tore, Platz 11) ein überaus erfolgreiches Sechs-Punkte-Wochenende abgeschlossen und sich – zumindest bis Montag – auf Platz 8 vorgearbeitet. Die Pre-Playoffs sind wieder greifbar! Nicht nur zwei Siege standen nach diesen zwei Spielen in Düsseldorf und zu Hause gegen Wolfsburg zu Buche, sondern es wurde auch gehörig etwas fürs Torverhältnis getan: 11:1 Treffer, Tyler Weiman hielt in 120 Minuten Eishockey 65 von 66 Schüssen – eine Quote von 98,5 Prozent. Dem 7:1-Sieg gegen Düsseldorf folgte Weimans erster Shut-Out dieser Saison – fünf Spieltage vor Rundenschluss hat auch der Goalie mit seiner besten Leistung der Saison gezeigt, wozu er eigentlich fähig ist.

Zitierfähig, Teil eins: “Oh yeah, it had a long time in the coming. But now its just a very special day for me.” (Tyler Weiman, angesprochen auf seinen ersten Shut-Out der Saison im 47. Spiel)

Die Statistik: Selten kann man anhand der Statistik eines Spieles so eindrucksvoll sehen, dass nichts so sehr über ein Ergebnis hinwegtäuscht wie eine Statistik. Beispiele gefällig? Schüsse: Wolfsburg 33, Nürnberg 25; Minuten in Überzahl (zirka): Wolfsburg 14:30, Nürnberg 5; Überzahlsituationen: Wolfsburg 9 (kein Tor), Nürnberg 4 (kein Tor); Strafzeiten insgesamt: Wolfsburg 12, Nürnberg 22. Tore: Wolfsburg 0, Nürnberg 4, Punkte: Wolfsburg 0, Nürnberg 3. Fans (geschätzt): Wolfsburg 3, Nürnberg 3600.

Fotomotiv, Teil 1: Die Journalisten möchten gern in die Mixed Zone, müssen aber noch vor einer Glastür warten. Der Grund: Die Ice Crew nimmt gerade Position ein, die hübschen Mädels lächeln, zeigen ihre langen Beine und wuscheln mit ihren silbernen Hand-Wuscheln in die Kamera. Vor ihnen, strahlend und auf den Knien: Daniel Piechaczek, Carsten Lenhart, Benjamin Hoppe und Christoffer Hurtig – die Schiedsrichter.

Die Wende: Fand bereits vor dem Düsseldorfspiel statt. “Wir haben uns zusammengesetzt und besprochen, dass es so nicht weitergehen kann. Wir wollten endlich wieder einfacher spielen, hart arbeiten, wollten weniger Chancen zulassen, weniger Fehler machen”, sagte Bengt Ake Gustafsson nach der Pressekonferenz. Fast wortgleich erzählte Tyler Weiman nur Minuten vorher von dem ernsten Gespräch unter Männern, davor wiederum Kapitän Patrick Reimer. Vielleicht war es die entscheidende Wende der Saison – was Gustafsson so nicht stehen lassen mag: “Es ist zu bald um zu sagen, dass das die Wende war. Das Gespräch hat uns aufs richtige Gleis gebracht, jetzt geht es darum, weiter darauf zu bleiben. Es bringt nichts, wenn wir uns jetzt zurücklehnen und sagen: Mensch, waren wir gut. Sondern wir müssen hart arbeiten, nicht nach hinten, sondern nur nach vorne schauen. Da kommen jetzt weitere sehr schwierige Spiele auf uns zu.”

Zitierfähig, Teil zwei: „Ich würde nicht sagen: Der Knoten ist geplatzt. Ich würde sagen: Wir haben jetzt endlich die richtige Auffassung, wie wir in Spiele gehen müssen um zu gewinnen. Wir dürfen uns jetzt nicht wieder damit zufrieden geben, dass wir zweimal gut gespielt und gewonnen haben. Wir müssen so weitermachen, dann können wir denke ich noch ein gutes Wörtchen mitreden in dieser Saison.” (Patrick Reimer auf die Frage, ob jetzt der Knoten geplatzt ist)

Fotomotiv, Teil II: Kaum ist das Spiel aus, muss Pucki vor der Ice Tigers-Kabine ein kleines Baby entgegen nehmen und hochhalten. Das Baby schaut skeptisch in das Plüschgesicht. Man erkennt, zu wem es gehört, an dem weißen Eisbären-Mützchen, dass es schon bei der Wintergame-Ehrenrunde auf dem Arm von Papa Aab aufhatte.  Jetzt laufen zwei weitere junge Mädchen zu Pucki, stellen sich daneben – und strahlen. Einige Meter entfernt, mit Kamera: Mama Aab, die einen Schnappschuss fürs Familienalbum macht.

Guter Stil: …oder besser: Guter Tanzstil: Was Tyler Weiman samt Schoner und Schlittschuhen mit Pucki zu “Gangnam Style” aufs Eis zauberte, war allererste Sahne. So ausgelassen feiern hat man den Goalie bislang nur nach dem Winter Game gesehen. Vielleicht wird das der Rote Faden der Playoffs – ein tanzender Weiman, nach jedem Sieg?

Schlechter Stil: Was Daniar Dshunussow anstellte, als Dusan Frosch zwischen seinem Tor und der Bande auf dem Bauch lag, hatte mit Eishockey wenig zu tun. Der Wolfsburger Torhüter stürzte sich auf den Ice Tiger, nahm all seinen Frust von vier Gegentoren zusammen – und trat zu, mit den Schlittschuhen. Was Kollege Böhm sogleich per SMS schickte: “Gerade nachgesehen: jüngstes del-strafmaß bei schlittschuh-tritt – zwei spiele sperre”.

Zitierfähig, Teil drei: “Es war jedem bewusst, was auf dem Spiel steht. Wir haben immer an uns geglaubt, auch wenn wir gewusst haben, dass vor diesem Wochenende nicht alles gut gelaufen ist. Einiges war sogar richtig schlecht. Da wollten wir heute das Spiel angehen wie ein Playoff-Spiel und man hat denke ich gesehen, dass die Mannschaft Charakter hat. Das war die richtige Reaktion auf diese Wochen, die richtige Antwort auf viel Kritik.” (Patrick Reimer)

Unsung hero: Für mich: Brett Festerling und Sven Butenschön, gerade weil sie diesmal nicht herausstachen mit ihrer starken Defensivarbeit – einfach, weil endlich auch die anderen um sie herum starke Defensivarbeit leisteten. Sie sind aber die Heros, weil sie sich schon immer in die Schüsse schmeißen, harte Checks auspacken und auch einstecken können.

Dezember 30th, 2012

Spiel 32: Ciao Cherno…

Vielen Dank auch, Herr Chernomaz. Weil die sympathisch-unsympathische Axt von Manitoba seine letzte Rede auf die Probleme eines DEL-Trainers im Allgemeinen und die Probleme eines Trainer des ERC Ingolstadt im Speziellen ein wenig länger hinauszog, hat der Blogger jetzt den Anfang des Münchner Tatorts verpasst. Dafür war das Spiel ziemlich, nunja, geil.

Juni 13th, 2012

Man reiche mir den Kotzeimer!

Wenn man sich nur noch unter Schmerzen auf die Kloschüssel setzen kann, in einer Konferenz einschläft und allein in den Augenlidern keinen Muskelkater hat (vielen Dank, werter Roman, für diesen Gag), dann dämmert einem allmählich, dass es keine gute Idee war, mal auszutesten, wie hart Eishockey-Profis tatsächlich im Sommer trainieren.

März 12th, 2012

Setzen, sechs!

Wir schreiben den 12. März 2012. Es ist, einen Moment noch, 20.27 Uhr. Und das erste Produkt unserer kleinen Blog-Gemeinschaft ist layoutiert, geschrieben, korrigiert, abgesegnet und für den Druck freigegeben. Unter der unmissverständlichen Überschrift “Das Klassenziel klar verfehlt” erscheint morgen auf der letzten Seite der Nürnberger Nachrichten das Jahreszeugnis für die Thomas Sabo Ice Tigers. Recht herzlichen Dank schonmal an alle Beteiligten. Eure Durchschnittsnoten und ein bisschen mehr gibt es nach dem Sprung.

Februar 24th, 2012

Spiel 46: Nabend sammen! (Update)

Ausnahmsweise direkt nach dem Spiel: der erweiterte Spielbericht. Mittlerweile angereichert durch ein Bild und ein, zwei wirre Gedanken zum deutschen Schiedsrichterwesen. Bester Grund allerdings, um auf “weiter lesen” zu klicken: Benoit Laporte erklärt, warum er aller Wahrscheinlichkeit nach nicht neuer Trainer der Thomas Sabo Ice Tigers wird.

Februar 24th, 2012

Das ZEUGNIS: Sturm oder laues Lüftchen, Teil eins?

Jetzt greifen wir an. Zur Benotung steht bereit: der Sturm der Thomas Sabo Ice Tigers, der so oft nur ein laues Lüftchen war. Insgesamt kann die Note kaum wohlwollend ausfallen, dazu reicht ein Blick auf die Tabelle. Aber wie sieht das im Einzelfall aus, wie bewertet Ihr die Leistungen von Ryan Bayda, Alexander Oblinger, Eric Chouinard, Vitalij Aab und Chris Collins?

August 31st, 2011

Frosch fast vermöbelt oder: Neues vom Ice Tiger

Fast durchweg seriöse Neuigkeiten von den Thomas Sabo Ice Tigers sind hier nachzulesen. Die neuesten subjektiven Eindrücken eines der sieben Blogger sollen den Fan im Folgenden erfreuen – sofern er sich zufällig mal wieder auf diese zuletzt mal wieder selten aktualisierte Seite verklickt hat (wir geloben Besserung, auch Berichterstatter sehnen den Saisonstart herbei):