VF7: Neue Idole für Nürnberg

 

Ignorieren wir kurz, dass auch dieses Blog den Anspruch hat, eine journalistische Distanz zu den Tigern, den Panthern und dem ganzen Rest zu wahren: Diese Mannschaft ist ein Geschenk für Nürnberg. Und wer in dieser Stadt nach neuen Helden sucht, weil es dem Lieblingsclub nicht gelingen mag, Pinola und Mintal vergessen zu machen, der kann die Suche jetzt endgültig einstellen. Yasin Ehliz, die Reimer-Brüder, Marius Möchel, Brandon Prust und all die anderen, die zum inneren Kreis dieser täglich größer werdenden Ice Tigers-Familie zählen, kämpfen bis zum letzten Blutstropfen für Nürnberg. Und Rob Wilson beweist in diesen Tagen eindrucksvoll, dass er vollkommen zu Recht zum Trainer des Jahres gewählt worden ist. Aber genug der salbungsvollen Worte. Es gibt nach diesem würdigen Serienfinale noch einiges zu tun. Welch ein Glück. Weiter lesen

22/52: Fucking awesome

Foto: Steffen Oliver Riese

Foto: Steffen Oliver Riese

Dieser Text hätte wieder einmal mit der vollkommen zutreffenden Feststellung beginnen können, dass wir Eishockey genauso wegen solcher Spiele lieben. Ehrlich aber wäre das nicht gewesen, ich zumindest brauche solch überbordende Spiele nicht, um diesen Sport zu lieben. Deshalb soll dieser Text mit dem Leuchten in Thomas Sabos Augen beginnen, mit der kindlichen Freude, die dieser Mann danach ausstrahlte. Man braucht diese Spiele nicht, um sich seiner Liebe zu vergewissern. Als Dauerkartenbesitzer aber braucht man solche Spiele vielleicht, um sich mal wieder darüber klar zu werden, warum man so viel Geld investiert. Und nach solchen Spielen sind die Fans, die Hunderte von Euros investieren, den Fans, die Millionen von Euro investieren, ganz nah. Dieses 6:5 hat keine Meisterschaft entschieden, es hat Menschen glücklich gemacht. Dieses 6:5 ist mit Worten nicht zu beschreiben, packen wir es an. Weiter lesen

19/52: Guter Grizzly, böser Grizzly

Foto: Steffen Oliver Riese

Foto: Steffen Oliver Riese

Da ist also dieser namenlose Gegner, der erfolgreich ist, aber nicht ernst genommen wird, so lange er nicht aus das letzte Spiel der Saison gewinnt und der es sich derweil zur Aufgabe gemacht hat, einen bestimmten Gegner zu demoralisieren; der immer an der Grenze des Erlaubten agiert und so oft auch darüber hinaus, dass er Schiedsrichter beeinflusst, ja, manipuliert; der in den wirklich wichtigen Spielen unbesiegbar ist; und der sich auf drei, vier Personen reduzieren lässt. Lange Zeit war das Mannheim für die Ice Tigers, doch in den letzten Jahren ist der EHC Wolfsburg an diese Stelle getreten und mit Pavel Gross, Tyler Haskins und Jeff Likens. Für die Fans mag diese Rivalität schmerzhaft sein, für den Klub ist sie langfristig ein Gewinn – für neutrale Beobachter ist sie es auch kurzfristig schon. Intensiver als dieses 4:2 geht es im November kaum.  Weiter lesen

Spiel zwei: Das Pech des Tüchtigen

Foto: Roland Fengler

Foto: Roland Fengler

Casey Borer wurde in Viertelfinalspiel fünf durch einen late hit von Denis Schevyrin aus dem Spiel genommen. Seitdem hat er 195 Minuten Eishockey verpasst. Gerrit Fauser blutete das Ohr nachdem er Patrick Reimer geschubst hat. Seitdem hat er keine Minute Eishockey verpasst. Schevyrin bekam keine Strafe, Reimer fünf Minuten plus Spieldauer. Merkst du was, Deutsche Eishockey-Liga? Merkst du, dass es an der Zeit ist, die Interpretation von Regel 143 II und 143 III zu überdenken? Aber, widmen wir uns Erfreulicherem zu: Die Thomas Sabo Ice Tigers brauchen nach dem 1:3 weiterhin nur vier Siege, um wieder einmal ins Finale einzuziehen. Weiter lesen

Spiel 42: Die Tränen des Marius Möchel (sowie meine und Deine)

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Vor einer Stunde hat der letzte Kollege den Pressekonferenzraum verlassen. In der Nebenhalle knallen noch immer Pucks an die Plexiglasscheibe, weil in dieser Arena immer irgendwo Pucks auf Plexiglas knallen. Und auch in der leeren Arena brennt noch Licht, gerade so viel, um zu erkennen, dass da ein Mann in Leder gedankenverloren durch den Mittelkreis übers Eis schlendert. Gut, tatsächlich stützt sich da ein überforderter Hobby-Eishockeyspieler erschöpft auf seinen Schläger. Aber das Bild des alleine übers Eis franzelnden Thomas Sabo hätte eben so gut zu diesem historischen 6:3 gegen Mannheim gepasst. Weitgehend fantasielose Anmerkungen gibt es hingegen nach dem Klick. Weiter lesen

Spiel 20: Eishockey, nur Eishockey

tsit_websVier Einstiege habe ich soeben wieder gelöscht, drei hatten sich mit Paris, Söder und Polizeipräsenz beschäftigt, einer mit der Definition des Begriffs Affront. Es ist gut, dass sie niemand lesen musste. Das ist ein Eishockey-Blog (vielleicht trägt er demnächst auch den Namen eines Eishockey-Blogs), nach dem Sprung geht es allein um Eishockey, noch dazu um ansehnliches Eishockey. Weiter lesen

Spiel 10: Eishockey ist hart

Foto: Matthias Winter/Sportfoto Zink

Foto: Matthias Winter/Sportfoto Zink

Schon wieder Ice Tigers herzen ihre Kinder? Ja, schon wieder, das geht aber auch nicht anders, wenn sich ein Hüne wie Steckel, ungefähr 2,80 Meter auf Schlittschuhen, zu seiner kleinen Rotz und Wasser heulenden Tochter hinunterbeugt, ihr über die nasse Wange streichelt, ihr gut zuredet, sich hinkniet, sie küsst – und sie trotzdem nicht beruhigen kann. Zumindest Steckel hatte abseits des Eises größere Probleme als auf dem Eis mit den Münchnern, die auch nicht viel größer aussahen als seine Tochter und in der zweiten Drittelpause wahrscheinlich auch Rotz und Wasser geheult haben. Weiter lesen

Das Jahreszeugnis der Ice Tigers

taftBegeistert sind wir von all den Reaktionen, vom Lob, vom Dank für unsere Arbeit. Ja, wir sind auch deshalb sehr traurig, dass diese Eishockey-Saison am Freitagabend in Mnnhm zu Ende ging. Aber wir wollen auch etwas zurückgeben von all den warmen Worten und Euch, liebe Leser, miteinbeziehen in unsere Berichterstattung. Mehr noch, Ihr dürft mit uns Lehrer spielen.
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Spiel 40: Instant Karma

Jetzt ist schon wieder was passiert. Das hätte schon am Freitag hier stehen sollen, hat es aber nicht, weil große Themen, aber kleines Hirn. Und zu mehr als zwei Sätzen im Wolf Haas-Stil reicht es jetzt auch nicht mehr. Zu viel Eishockey an diesem Wochenende. Zwei sehr erfreuliche Spiel, ein erstaunlich blutleeres Winter Game, das aber hier keine Rolle spielen soll. Hier soll es nur um DAS TOR VON DAVID PRINTZ gehen (und um das 5:4 gegen Rasenball München und um zwei, drei weitere erfreuliche Entwicklungen). Weiter lesen

Spiel 38: Danke, Mnnhm!

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Wir 4, die 0 – echt jetzt? (Foto: Tina Fengler)

 

Eishockey ist dieses allumfassende, immer wieder überraschende Spiel, das wir auch deshalb lieben, weil es anders ist, rasanter, härter, unbarmherziger. Nur hatte man das alles in Nürnberg zuletzt schon mal vergessen können. Erst dieses wunderbare 4:0 hat uns wieder daran erinnert. Warum immer erst die Adler Mnnhm in die Stadt kommen müssen, um die Thomas Sabo Ice Tigers zu einer solch ungeahnten Leistung zu motivieren, diese Frage zählt weiterhin zu den großen Mysterien dieser schönsten aller Sportarten. Und das ist, vielen Dank, Wowi, gut so. Weiter lesen