VF6: Die Wiedergeburt

Foto: Zink/Matthias Winter

Rob Wilson war noch immer verwundert. Dieser große Kanadier, der seine Sätze immer mit „you know what?“ einleitet und dessen Stimme dabei stets klingt, wie Lemmy Kilmisters Stimme an schlechten Tagen, war der Meinung, am Freitag ein dominantes Playoff-Spiel seiner Mannschaft gesehen zu haben – bis ihm Fans und Edelfans direkt und indirekt erklärten, wie schlecht seine Ice Tigers doch eigentlich gespielt hatten. Und so stand er immer noch kopfschüttelnd vor dem Curt-Frenzel-Stadion, kurz nachdem er dieser ständig an seiner Eishockey-Mannschaft zweifelnden Stadt mit seiner famosen Mannschaft ein einzigartiges Erlebnis geschenkt hatte. Aber vielleicht war die Lehre aus Spiel sechs für alle Motzer und Nörgler, für alle Schwarzseher und Playoff-Fans, vor allem aber für alle, die das Spiel lieben, die an ihre Mannschaft glauben, bis irgendwo ein Dame beträchtlichen Umfangs das Singen anfängt, und die seit Jahren unter dieser Negativstimmung leiden, die die Playoffs der Ice Tigers seit jeher prägt, vielleicht war diese Lehre wichtiger als das Geschenk, am Dienstag erstmals ein Spiel sieben erleben zu dürfen. Wobei, liebe Freunde: Spiel sieben! Wie geil, bitte verzeiht mir das, ist das denn? Weiter lesen