HF3: Die Rückkehr des Biests

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Was haben uns diese 76 Minuten 42 Sekunden ein weiteres Mal gelehrt? Welch großartiger Sport dieses Eishockey ist. Und sonst? Tiefen Respekt vor jedem einzelnen Spieler. Also auch vor Brandon Prust. Und auch vor Tyler Haskins. Das Schauspiel, das uns diese Männer alle zwei, drei Tage bieten, ist in seiner emotionalen Wucht durch nichts zu übertreffen. Für solche Spiele braucht es Hilfsbegriffe wie „Krimi“ und „Thriller“ – und doch ist keines dieser Worte stark genug, um auszudrücken, welche Kraft 76 Minuten und 42 Sekunden Eishockey haben können. „Liebe“ ist noch so ein oftmals vorschnell verwendeter und im Sport noch dazu unpassender Begriff. Doch wie soll man nennen, was am Ende immer bleibt für dieses Spiel? (Keine Sorge, nach dem Klick wird es weniger schwülstig) Weiter lesen

Spiel eins: Playoff-Pause

stecks

Es sind wohl noch immer Playoffs. Zumindest behauptet das die Deutsche Eishockey-Liga. Es fühlt sich aber nicht mehr an wie Playoffs. Stimmung wie einst beim Wurmbergpokal und eine Nürnberger Mannschaft, die schon irgendwie wollte, aber wohl nicht mehr konnte, die auf auf dieses 2:6 aber immerhin völlig unbeeindruckt reagierte. Der Höhepunkt des Tages verrät alles über diesen unerfreulichen Ausflug nach Wolfsburg: Wir waren in Pissen. Weiter lesen

Spiel zwei: Fünf Dellen in der Bande

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Dafür spielen sie das ganze Jahr, sagen sie. Aber wer denkt an Roman Horlamus, der sich dieses ganze Jahr durch die Republik tickert? Wer denkt an die Fanreporter, die dem Pressesprecher in Kleinstwagen hinterherfahren? Und wer denkt an die Fans, die das ganze Jahr über ihre seltsame Sportart mit ihrem seltsamen Modus und ihren seltsamen Riten gegenüber Freunden, Verwandten und Kollegen verteidigen müssen? Playoffs, dafür geben sie ihr Geld aus, dafür arbeiten, leben und leiden sie alle. Playoffs, das ist ihre Zeit im Jahr. Nur dann nimmt das Fußballland Notiz von ihrer Sportart, nur dann macht dieser ganze Blödsinn endlich Sinn. Das 4:2 geht immerhin als kleine Entschädigung durch. Playoffs aber sollten so viel mehr sein als 60 Minuten hartes Eishockey. Achja, die sieben Blogger sind tot (und leben nur in der URL weiter). Es leben die Männer, die auf Tiger starren.

Weiter lesen