VF5: 60 Minuten Hoffnung

Grundsätzliches vorweg: Wer die Thomas Sabo Ice Tigers bereits zu Grabe tragen will, wer sich in die entlegenste Ecke des Internets verirrt hat, um sich unter gleichgesinnten Franken im Frust zu suhlen, wer es immer besser gewusst haben will und ohnehin schon immer drei bis drölf Argumente parat hatte, warum Wilson, Mebus, Jiranek und Reimer eh niemals Deutscher Meister werden, der sollte nicht auf weiter lesen klicken. Noch hat diese Mannschaft mindestens 60 Minuten Eishockey vor sich, um diese Saison doch noch zu retten. Für berechtigte Kritik und undifferenzierte Anklagen wäre danach noch genug Zeit. Weiter lesen

39/52: Unfinished Business

Foto: Zink/Matthias Winter

[Euphoriemodus_an] Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey! Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey! Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey! Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey! Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey! Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey! Und was ist die mögliche Belohnung dafür? Ein Viertelfinale gegen Bremerhaven. [Euphoriemodus_aus] Weiter lesen

37/52: „Geschwindigkeit. Passen. Schuss.“

Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Gut, dass Rick Adduono wieder da ist. Der Trainer des Krefelder EV sagte Folgendes über das 0:5 bei den Thomas Sabo Ice Tigers: „Heute Abend war Nürnberg die beste Mannschaft: Geschwindigkeit, Passen, Schuss. Für ich hoffen, machen Playoff.“ Gut. Vielleicht gibt es doch noch ein bisschen mehr zu schreiben. Weiter lesen

Das Zeugnis, die Nachlese

Wie immer gilt, allzu ernst sollte man das nicht nehmen. Und: Spaß macht es trotzdem. Vielen Dank allen, die sich beteiligt haben, es ist jedes Jahr ein Fest, diese liebevollen Texte zu lesen. Zumindest aus der DEL kenne ich das kein zweites Mal. Wer klickt, weiß, wie die Fans die Thomas Sabo Ice Tigers nach der Hälfte der Saison beurteilen. Weiter lesen

20/52: Noch eine Auftragsarbeit

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Steffen Adam hatte Tränen in den Augen. Gut, das mag übertrieben sein. Dieser große Mann aber wirkte angefasst, naja, mindestens wehmütig. Stunden, ja, Tage hatte er in diesem Raum selbst bei Pressekonferenzen gesprochen. Und als er versonnen über die an diesem Abend nicht gebrauchte Sponsorenwand strich, da hätte man meinen können, er bedauere, den HC Erlangen verlassen zu haben. Dieses kurzweilige 5:6 bei den Ice Tigers wird der Geschäftsführer der Düsseldorfer EG hingegen schnell vergessen haben. Das galt auch für Rob Wilson und seine Mannschaft. Weiter lesen

19/52: Guter Grizzly, böser Grizzly

Foto: Steffen Oliver Riese

Foto: Steffen Oliver Riese

Da ist also dieser namenlose Gegner, der erfolgreich ist, aber nicht ernst genommen wird, so lange er nicht aus das letzte Spiel der Saison gewinnt und der es sich derweil zur Aufgabe gemacht hat, einen bestimmten Gegner zu demoralisieren; der immer an der Grenze des Erlaubten agiert und so oft auch darüber hinaus, dass er Schiedsrichter beeinflusst, ja, manipuliert; der in den wirklich wichtigen Spielen unbesiegbar ist; und der sich auf drei, vier Personen reduzieren lässt. Lange Zeit war das Mannheim für die Ice Tigers, doch in den letzten Jahren ist der EHC Wolfsburg an diese Stelle getreten und mit Pavel Gross, Tyler Haskins und Jeff Likens. Für die Fans mag diese Rivalität schmerzhaft sein, für den Klub ist sie langfristig ein Gewinn – für neutrale Beobachter ist sie es auch kurzfristig schon. Intensiver als dieses 4:2 geht es im November kaum.  Weiter lesen

11/52: Eine Ehrenrunde für alle

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Am 21. Oktober, um 21:47 Uhr, da konnten sie zum ersten Mal in dieser DEL-Saison alle zufrieden sein: die Ice Tigers- und die Eishockey-Fans, die Erfolgs- und die Objektivfans, die Aumüllerraus- und die Blinder-dou-Fans, die Syvret- und die Mebus-Fans, der Cheftrainer und der Mann, der tatsächlich Thomas Sabo heißt (an diesem Abend aber nicht in der Arena weilte). Selbst Jochen Reimer dürfte nach dem 5:2 bester Stimmung gewesen sein, über ein Eigentor kann dieser humorbegabte Mensch nur lächeln. Und auch die Männer, die auf Tiger starren, wollen nicht klagen, weil es immer angenehmer ist, über Heimsiege zu schreiben als über Spiele, die zu Heimsiegen hätten werden müssen. Weiter lesen

8/52: Frust

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Eishockey ist teuer, heißt es. Eishockey ist eigentlich nicht bezahlen. Die Fixkosten sind zu hoch, die Einnahmen zu gering. Eishockey ist teuer. Nur wird damit nie die andere Seite berücksichtigt. Eishockey ist schließlich zunächst einmal für all jene teuer, die in eine Stehplatzkarte, zwei Bier und Drei im Weckla 30 Euro investieren. Und das öfter als 26 Mal im Jahr. Natürlich erwirbt niemand dadurch den Anspruch auf ein spektakuläres Spiel, aber jene 3583 Menschen, die nicht nur gegen Mannheim kommen, sondern eben auch gegen Fischtown, die durften sich an diesem späten Sonntagabend durchaus veralbert fühlen. (Und trotzdem bin ich mir ziemlich sicher, dass man an dieses peinliche 2:3 im Februar nicht mehr erinnern wird.) Weiter lesen