VF7: Neue Idole für Nürnberg

 

Ignorieren wir kurz, dass auch dieses Blog den Anspruch hat, eine journalistische Distanz zu den Tigern, den Panthern und dem ganzen Rest zu wahren: Diese Mannschaft ist ein Geschenk für Nürnberg. Und wer in dieser Stadt nach neuen Helden sucht, weil es dem Lieblingsclub nicht gelingen mag, Pinola und Mintal vergessen zu machen, der kann die Suche jetzt endgültig einstellen. Yasin Ehliz, die Reimer-Brüder, Marius Möchel, Brandon Prust und all die anderen, die zum inneren Kreis dieser täglich größer werdenden Ice Tigers-Familie zählen, kämpfen bis zum letzten Blutstropfen für Nürnberg. Und Rob Wilson beweist in diesen Tagen eindrucksvoll, dass er vollkommen zu Recht zum Trainer des Jahres gewählt worden ist. Aber genug der salbungsvollen Worte. Es gibt nach diesem würdigen Serienfinale noch einiges zu tun. Welch ein Glück. Weiter lesen

VF2: Ausgleich

Wir sind wieder zu Hause, Mama. Ja, der Florian ist vorsichtig gefahren. Und, ja, schön war es in Augsburg, das Wetter war spitze, das Curt-Frenzel-Stadion auch, die Leute waren sehr freundlich zu uns. Was zu essen hat es auch gegeben, die Nürnberger Fans haben sich sehr gefreut. Ach, und, diese Playoffs könnten nun doch wieder ein wenig länger dauern.

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43/52: Wounded Cheek

Foto: Zink/Matthias Winter

Auf dem Index der Sportredaktion der Nürnberger Nachrichten stehen zum Beispiel folgende Wörter: Sahnehäubchen, Doppelpack, i-Tüpfelchen, mitgereiste (Fans), Truppe. Oder mit Pleite und Krise zwei Wörter, die einem in der jüngsten Betrachtung der Thomas Sabo Ice Tigers schon in den Sinn hätten kommen können. Das 2:4 in Köln war keine Pleite, das 4:8 in Straubing schon. Und wie soll man jene 80 Minuten, nunja, Eishockey beschreiben, die sie zwischen Dienstag und Freitag auf Köln und Straubing verteilt hatten? Die Vier-Drittel-Krise traf es ganz gut, vor allem, weil man sich nach dem 6:1 gegen Berlin und vor dem Rückspiel um den Leberkäsegipfel ziemlich sicher sein kann, dass sie vorbei ist. Lehrreich war diese Eskalation trotzdem – hoffentlich nicht nur für die Mannschaft. Weiter lesen

Das Zeugnis, die Nachlese

Wie immer gilt, allzu ernst sollte man das nicht nehmen. Und: Spaß macht es trotzdem. Vielen Dank allen, die sich beteiligt haben, es ist jedes Jahr ein Fest, diese liebevollen Texte zu lesen. Zumindest aus der DEL kenne ich das kein zweites Mal. Wer klickt, weiß, wie die Fans die Thomas Sabo Ice Tigers nach der Hälfte der Saison beurteilen. Weiter lesen

Spiel sechs: Meister der Schmerzen

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Und doch, diese Ice Tigers haben Geschichte geschrieben: Das 7:1 gegen Iserlohn war wahrscheinlich das dominanteste Eishockey-Spiel, das diese Arena je gesehen hat (mal abgesehen vom 1:10 von Check Noris gegen die Kampfkarpfen Fürth). Die Schilderung des 5:4 gegen Wolfsburg wird mindestens eine Generation von Enkeln nerven. Wahrlich unglaublich war aber nur, was passierte, als alles vorbei war. Ein weiterer zum Scheitern verurteilter Versuch, den Playoff-Wahnsinn in Nürnberg und dessen abruptes Ende zu beschreiben. Weiter lesen

Spiel vier: Sergio wer?

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Eigentlich haben am Eingang heute die Jungs gefehlt, die sich so furchtbar hart finden, dass sie Vodka aus Flaschen trinken. Die, die die Baseballcaps mit dem Schirm seitlich auf den Kopf setzen, die, die die XXL-Footballtrikots tragen, die Hosen in der Größe von Günter Strack und obendrein verkehrt herum, die, die einen Arm aus dem Ärmel hängen lassen, die, die die nicht gehen, sondern Schlendern und sofort die Fäuste sprechen lassen, wenn man es wagt, den Blick in den ihrer Freundin zu richten. Ja, genau, die Jungs eben, die wir alle kennen von den Autoscootern dieser Welt, die Rächer aller Schulabbrecher, die das Gymnasiastenblut fließen lassen. Die Arena am Kurt-Leucht-Weg, sie war heute ein Autoscooter, einer, in dem es alle paar Sekunden krachte und schepperte. Aber es waren keine lächerlichen Plastikwagen mit Gummilippen, es waren große, starke, Thomas Sabo Ice Tigers, die aus Iserlohn nach zehn Minuten bereits jeglichen Mut herausgecrashed hatten, als kämen sie vom Seilersee-Gymnasium und hätten nicht nur in die Richtung der Frauen Oblinger, Segal, Steckel geblickt, sondern es gewagt, ihnen auf den Hintern zu starren. Das Ergebnis dieser 60 Minuten Kirmeshockey war verheerend für die Gäste: 7:1 (2:0, 2:0, 3:1) – und Iserlohn steht bereits am Abgrund des Playoff-Berges. (Ein gemeinsames Blogwerk von Christoph Benesch und Sebastian Böhm) Weiter lesen

Spiel drei: Mit Schimm am schönen Seilersee

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Jarkko-, Lemay- und Brüggemann-Trikots. Fanclubs, die sich Sauerländer Bauerntölpel nennen oder Sitzplatzkanacken. Eine Fallblattanzeigetafel. Zuschauer direkt hinter der Bande. Es war ein schöner, ein sentimentaler Trip in die Eishockey-Vergangenheit, dieser Sonntagsausflug an den Seilersee. Und wie schon nach dem Playoff-Qualifikationsspiel im Berliner Wellblechpalast vor einem Jahr war da plötzlich wieder diese Sehnsucht nach dem Linde-Stadion. Eine unerklärliche Sehnsucht, die wohl erst vergehen wird, wenn in der Arena Nürnberger Versicherung mal wieder ein echter Playoff-Erfolg gefeiert werden kann. Eine Aussicht, die nach dem 4:1 in der wunderbaren Atmosphäre in der Eishalle am Seilersee plötzlich wieder realistisch zu sein scheint. Weiter lesen

Spiel 49: Noch darf sich das Pferd schonen

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Ist es jetzt bedauerlich Gimli, Sohn von Gloin, den noch immer endlässigen Sascha Goc oder, ja, warum denn nicht, auch Matt Pelech nicht mehr sehen zu dürfen? Oder muss man sich mit den Thomas Sabo Ice Tigers freuen, dass sie sowohl in der greisen Punkterunde als auch in der schönsten Zeit des Jahres nicht mehr gegen die Schwenninger Wild Wings spielen müssen? Egal. Wichtig an diesem 4:2 war ja ohnehin nur, dass der Joker wieder aus voller Überzeugung grinsen kann. Weiter lesen

Spiel 42: Die Tränen des Marius Möchel (sowie meine und Deine)

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Vor einer Stunde hat der letzte Kollege den Pressekonferenzraum verlassen. In der Nebenhalle knallen noch immer Pucks an die Plexiglasscheibe, weil in dieser Arena immer irgendwo Pucks auf Plexiglas knallen. Und auch in der leeren Arena brennt noch Licht, gerade so viel, um zu erkennen, dass da ein Mann in Leder gedankenverloren durch den Mittelkreis übers Eis schlendert. Gut, tatsächlich stützt sich da ein überforderter Hobby-Eishockeyspieler erschöpft auf seinen Schläger. Aber das Bild des alleine übers Eis franzelnden Thomas Sabo hätte eben so gut zu diesem historischen 6:3 gegen Mannheim gepasst. Weitgehend fantasielose Anmerkungen gibt es hingegen nach dem Klick. Weiter lesen

Spiel 34: Alles ist gut (bis Freitag)

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Und die wollen Deutscher Meister werden? Nee, ernsthaft jetzt, als Erstes muss der Trainer weg, kein System, kein Plan, keine Ansprache in den Werbepausen. Dann muss einer her, der den Herren Kanadiern Feuer unterm Hintern macht, am besten gleich der Alpenvulkan. Hans Zach wäre jetzt genau der richtige. Jawohl. So kann es doch nicht weitergehen, da muss gehandelt werden, sofort, bevor es zu spät ist. Herr Hopp, jetzt ist es an Ihnen, die Saison in Mannheim zu retten.

Weitere wie immer wohlformulierte Thesen zum 5:3 der Thomas Sabo gegen die Adler nach dem Klick auf „Weiter lesen“. Weiter lesen