Viertelfinale, Spiel zwei: Ausgleich

Wir sind wieder zu Hause, Mama. Ja, der Florian ist vorsichtig gefahren. Und, ja, schön war es in Augsburg, das Wetter war spitze, das Curt-Frenzel-Stadion auch, die Leute waren sehr freundlich zu uns. Was zu essen hat es auch gegeben, die Nürnberger Fans haben sich sehr gefreut. Ach, und, diese Playoffs könnten nun doch wieder ein wenig länger dauern.

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40/52: „A very likeable hockey team“

Der Stadionsprecher stand alleine in der offenen Bandenrundung und wartete auf Valentin Busch. Christian Rupp hielt einen handelsüblichen Puck mit leichten Gebrauchsspuren in der Hand, einen Puck aber, der im zweiten Drittel dieses 4:1 gegen Wolfsburg im Einsatz war und deshalb für den jungen Mann mit den langen Haaren und den staunenden Augen ganz besonders. Niemand hatte Rupp den Auftrag erteilt, dem 19-Jährigen eine Freude zu machen – für ihn war das selbstverständlich. Letztlich hatte die Mannschaft ihr jüngstes Mitglied bereits mit einer an diesem Tag malträtierten Hartgummischeibe versorgt. Aber die kleine Episode zeigt, dass eine Mannschaft nicht nur aus Torhütern, Verteidigern und Stürmern besteht. Die Mannschaft der Ice Tigers ist groß. Und sie wird, auch wenn das die enttäuschende Zuschauerzahl an diesem Sonntag diesen Eindruck nicht bestätigt, immer größer. Weiter lesen

29/52: Lasst uns lauter sein!

Foto: Zink

So, das muss jetzt schnell gehen. Da warten noch zwölf Weihnachtsgeschenke (postfaktisch für: fünf) für meine Frau darauf, eingepackt zu werden. Verzichten wir also auf das Geschwafel. Let’s talk hockey. Oder lasst es uns zumindest versuchen. Und wenn es nicht klappt, lasst uns wenigstens Kristian Peters-Lach zuhören. Weiter lesen

Das Zeugnis, die Nachlese

Wie immer gilt, allzu ernst sollte man das nicht nehmen. Und: Spaß macht es trotzdem. Vielen Dank allen, die sich beteiligt haben, es ist jedes Jahr ein Fest, diese liebevollen Texte zu lesen. Zumindest aus der DEL kenne ich das kein zweites Mal. Wer klickt, weiß, wie die Fans die Thomas Sabo Ice Tigers nach der Hälfte der Saison beurteilen. Weiter lesen

22/52: Fucking awesome

Foto: Steffen Oliver Riese

Foto: Steffen Oliver Riese

Dieser Text hätte wieder einmal mit der vollkommen zutreffenden Feststellung beginnen können, dass wir Eishockey genauso wegen solcher Spiele lieben. Ehrlich aber wäre das nicht gewesen, ich zumindest brauche solch überbordende Spiele nicht, um diesen Sport zu lieben. Deshalb soll dieser Text mit dem Leuchten in Thomas Sabos Augen beginnen, mit der kindlichen Freude, die dieser Mann danach ausstrahlte. Man braucht diese Spiele nicht, um sich seiner Liebe zu vergewissern. Als Dauerkartenbesitzer aber braucht man solche Spiele vielleicht, um sich mal wieder darüber klar zu werden, warum man so viel Geld investiert. Und nach solchen Spielen sind die Fans, die Hunderte von Euros investieren, den Fans, die Millionen von Euro investieren, ganz nah. Dieses 6:5 hat keine Meisterschaft entschieden, es hat Menschen glücklich gemacht. Dieses 6:5 ist mit Worten nicht zu beschreiben, packen wir es an. Weiter lesen

20/52: Noch eine Auftragsarbeit

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Steffen Adam hatte Tränen in den Augen. Gut, das mag übertrieben sein. Dieser große Mann aber wirkte angefasst, naja, mindestens wehmütig. Stunden, ja, Tage hatte er in diesem Raum selbst bei Pressekonferenzen gesprochen. Und als er versonnen über die an diesem Abend nicht gebrauchte Sponsorenwand strich, da hätte man meinen können, er bedauere, den HC Erlangen verlassen zu haben. Dieses kurzweilige 5:6 bei den Ice Tigers wird der Geschäftsführer der Düsseldorfer EG hingegen schnell vergessen haben. Das galt auch für Rob Wilson und seine Mannschaft. Weiter lesen

11/52: Eine Ehrenrunde für alle

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Am 21. Oktober, um 21:47 Uhr, da konnten sie zum ersten Mal in dieser DEL-Saison alle zufrieden sein: die Ice Tigers- und die Eishockey-Fans, die Erfolgs- und die Objektivfans, die Aumüllerraus- und die Blinder-dou-Fans, die Syvret- und die Mebus-Fans, der Cheftrainer und der Mann, der tatsächlich Thomas Sabo heißt (an diesem Abend aber nicht in der Arena weilte). Selbst Jochen Reimer dürfte nach dem 5:2 bester Stimmung gewesen sein, über ein Eigentor kann dieser humorbegabte Mensch nur lächeln. Und auch die Männer, die auf Tiger starren, wollen nicht klagen, weil es immer angenehmer ist, über Heimsiege zu schreiben als über Spiele, die zu Heimsiegen hätten werden müssen. Weiter lesen

10/52: Wir kaufen noch ein „e“

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Da kommen 85 Hamburger vorbei – und plötzlich war Stimmung in der Bude. Nein, mal ehrlich, das hat großen Spaß gemacht an diesem Nachmittag. Ich kann mich nicht erinnern, Mitte Oktober schon einmal ein solch rundes Spiel erlebt zu haben (wenn man von korrekter Defensivarbeit mal absieht). Das lag womöglich auch am Spiel selbst. Eishockey, Nürnberg, Mannheim – das war auch zum 119. Mal eine unterhaltsame Kombination. Weiter lesen

Spiel sechs: Frohe Ostern!

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Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! (Den ultra-emotionalen Einstieg habe ich mir für den Sportteil der Nürnberger Nachrichten aufgehoben – deshalb: dringende Kaufempfehlung am Dienstag) Weiter lesen

Spiel zwei: Fünf Dellen in der Bande

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Dafür spielen sie das ganze Jahr, sagen sie. Aber wer denkt an Roman Horlamus, der sich dieses ganze Jahr durch die Republik tickert? Wer denkt an die Fanreporter, die dem Pressesprecher in Kleinstwagen hinterherfahren? Und wer denkt an die Fans, die das ganze Jahr über ihre seltsame Sportart mit ihrem seltsamen Modus und ihren seltsamen Riten gegenüber Freunden, Verwandten und Kollegen verteidigen müssen? Playoffs, dafür geben sie ihr Geld aus, dafür arbeiten, leben und leiden sie alle. Playoffs, das ist ihre Zeit im Jahr. Nur dann nimmt das Fußballland Notiz von ihrer Sportart, nur dann macht dieser ganze Blödsinn endlich Sinn. Das 4:2 geht immerhin als kleine Entschädigung durch. Playoffs aber sollten so viel mehr sein als 60 Minuten hartes Eishockey. Achja, die sieben Blogger sind tot (und leben nur in der URL weiter). Es leben die Männer, die auf Tiger starren.

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