HF5: Bis Freitag!

Schönen Sommer sagt niemand nach einem solchen Eishockeyspiel. Bis Freitag, sagen sie alle, die Ordner, die Statistiker, die Betreuer, die Kollegen von der NZ, von den Eishockey News, vom BR und Thomas Häberlein, der Nürnberger vom Sportinformationsdienst. Bis Freitag, das klänge stark, selbstbewusst und siegessicher – hätte man es nicht schon 2016 und 2014 gehört, ohne dass man sich am Freitag/Dienstag/Sonntag wieder in Nürnberg oder Wolfsburg gesehen hat. Auf einen Sieg in Spiel fünf folgten ein 3:8 und ein 1:3. Soll heißen: Die größte Herausforderung stellt sich den Ice Tigers erst am Dienstag um 19 Uhr. Dieses 4:1 hat aber auch gezeigt: Die Mannschaft ist stark, selbstbewusst und siegessicher genug, um diese Herausforderung zu bewältigen. Weiter lesen

40/52: „A very likeable hockey team“

Der Stadionsprecher stand alleine in der offenen Bandenrundung und wartete auf Valentin Busch. Christian Rupp hielt einen handelsüblichen Puck mit leichten Gebrauchsspuren in der Hand, einen Puck aber, der im zweiten Drittel dieses 4:1 gegen Wolfsburg im Einsatz war und deshalb für den jungen Mann mit den langen Haaren und den staunenden Augen ganz besonders. Niemand hatte Rupp den Auftrag erteilt, dem 19-Jährigen eine Freude zu machen – für ihn war das selbstverständlich. Letztlich hatte die Mannschaft ihr jüngstes Mitglied bereits mit einer an diesem Tag malträtierten Hartgummischeibe versorgt. Aber die kleine Episode zeigt, dass eine Mannschaft nicht nur aus Torhütern, Verteidigern und Stürmern besteht. Die Mannschaft der Ice Tigers ist groß. Und sie wird, auch wenn das die enttäuschende Zuschauerzahl an diesem Sonntag diesen Eindruck nicht bestätigt, immer größer. Weiter lesen

Spiel vier: Sieh mal, Tyler, da liegt der Puck

Sportfoto Zink/Matthias Winter

Sportfoto Zink/Matthias Winter

Ein Stehplatz in einem Playoff-Heimspiel in Nürnberg: 18 Euro. Ein Stehplatz in einem Playoff-Heimspiel in Wolfsburg: 21 Euro. Zu sehen, wie David Steckel in all seiner Liebenswürdigkeit dem kurze Zeit etwas verloren wirkenden Tyler Haskins zeigt, wo genau der Puck liegt, nachdem ihn Sasa Martinovic zum 5:4 ins Tor des EHC Wolfsburg geschossen hat: unbezahlbar. Weiter lesen

Spiel 32: Pavel Gross hat immer recht

War ja klar. Eishockey am Tag vor Heiligabend und Nürnberg, das hat noch nie zusammengepasst. Wer erinnert sich nicht an das verkrampfte 0:1 vor 16 Jahren gegen den EV Landshut, dessen einziger Höhepunkt der Faustkampf zwischen Greg Evtushevski Dean Evason und Johnny Craighead war? Ich. Allerdings nutze ich in meinem jetzigen Zustand (Spätfolgen einer angemessen fiesen Redaktionsweihnachtsfeier) jeden fremden Gedanken für eine sinnfreie Hinführung zu einem Text, der erklären soll, warum diese Ice Tigers diesem EHC Wolfsburg so derart unterlegen sind (und der daran grandios scheitern wird). Weiter lesen

Spiel drei: Good luck, we believe in you – oder: #nurnoch11

Tray Tuomie schlägt zurück

Tray Tuomie schlägt zurück

Wir haben diesmal den Aufzug bis ins Erdgeschoss geschickt. Haben den Dienstwagen nicht im Parkhaus geparkt, sondern diesmal vor der Tür. Das Radio war diesmal ausgeschaltet. Wir sind diesmal links, links und dann zweimal rechts gefahren. Wir haben diesmal die Arena durch den Haupteingang betreten. Wir haben diesmal Nudeln gegessen, aus dem Fanverkauf. Es war uns diesmal übel vor dem Spiel. Wir haben diesmal in der ersten Drittelpause zugehört, als der ältere Kollege von seinen Enkeln erzählte. Wir haben wie immer in der zweiten Drittelpause gemusst (dringend gemusst!), sind aber diesmal nicht gegangen. Die Qualen haben sich gelohnt: Die Thomas Sabo Ice Tigers sind zurück. Es sind #nurnoch11 bis zum Ziel.

Die Fakten: In Nürnberg haben die Play-offs begonnen. Wolfsburg führt mit 2:1 Siegen, braucht immer noch einen weniger als die Ice Tigers, um ins Halbfinale einzuziehen. Dieses 5:2 aber dient 6797 Zuschauer als Blaupause, um sich selbst noch einmal und all jenen, die nicht dabei waren, zu erklären, wie genau sich diese Play-offs anfühlen. Wir haben uns jedenfalls ziemlich gut amüsiert. Thomas Sabo offensichtlich auch. Zwischen dem 2:0 und dem 3:0 ist er aufgestanden, hat geklatscht und jene, die noch um ihn herumsaßen, dazu animiert, es ihm gleichzutun. Das hat man so auch noch nicht so oft gesehen. Und ein letzter Fakt: Lars Brüggemann ist der beste Schiedsrichter in 20 Jahren DEL (dazu später nicht viel mehr)..

Spruchreif, eins: „Unsere Jungs, die zum ersten Mal dabei sind, haben heute das erste Mal gespürt, um was es in den Play-offs geht. Wir sind sehr stolz auf diese Jungs. Nur müssen wir das jetzt auch in Wolfsburg zeigen. Aber wenn wir uns diese Einstellung bewahren, dann wird es schwer sein, uns zu schlagen.“ (Ryan Caldwell, in Funktionsunterwäsche)

Die Wende: Wir haben diesmal den Aufzug bis ins Erdgeschoss geschickt. Haben den Dienstwagen nicht im Parkhaus geparkt, sondern diesmal vor der Tür. Das Radio war diesmal… – die Wende, soll das bedeuten, hatte heute viele Gesichter. Sie fand an vielen verschiedenen Orten statt. Und ganz verschiedene Menschen haben sie auf ihre Weise erzwungen.
Ihr schönstes und lautestes Gesicht zeigte die Wende vor dem Spiel, hinter beiden Toren. Dort, wo die Trommeln hängen, wo die Fahnen wehen, wo die Klatschpappen fliegen und die Pappbecher, hin und wieder auch lauwarme Pommes; wo man nach Toren wildfremden Frauen ungeniert um den Hals fällt und manchmal vor lauter Glück Küsse auf fremde Bärte drückt.
„Die Fans waren heute unglaublich. Es war geniale Stimmung, genau das brauchen wir“, sagte Tray Tuomie begeistert. Er lobte eine großartige Geste des Publikums, nach zwei ziemlich enttäuschenden Auftritten, nach 1:8 Toren und einem ernüchternden 0:2 in der Play-off-Serie, sich von den Sitzen zu erheben, bevor der Referee den Puck erstmals fallen ließ („Steht auf, wenn ihr Tigers seid“). Der Mannschaft wurde so Willen und Selbstbewusstsein injiziert wie eine Dosis Insulin ins Bauchfett kurz vor Spielbeginn. Sie wurde angestachelt, dann getragen, später umarmt aber nie, nie allein gelassen.
„Das Publikum war großartig, ich bin froh, dass wir ihnen diesen Sieg schenken konnten. Es gab ja länger schon kein Viertelfinale mehr in Nürnberg“, fand Evan Kaufmann. „Wir brauchen die Fans. Beide müssen wir genau so weitermachen – sie da oben und wir auf dem Eis.“
Dass man neuerdings 60 Minuten durchwegs singt, ist wunderbar, aber auch neu in Nürnbergs Arena. So ist es zu verstehen, dass irgendwann die Lieder ausgehen mussten. Die Melodie blieb, die Texte konnte am Ende des Abends jeder: „Vogl ist nervös“ (auch wenn er alles nur das nicht war) oder „alle auf die 10“. Egal, es war trotzdem ein Erlebnis und eine begeisternde Stimmung. Und, ganz ehrlich, Haskins hätte es auch verdient.

Spruchreif, zwei: „Es war großartig, dass wir heute, egal welche fünf auf dem Eis standen, miteinander gekämpft haben. Nicht einer hier, einer dort – sondern alle gemeinsam, immer wieder, nach jedem Wechsel. So muss es sein, auch am Sonntag in Wolfsburg. Dann sind wir schwer zu besiegen.“ (Evan Kaufmann, in Badelatschen)

The Good: Brett Festerling teilt einen Cross-Check aus, noch einen und noch einen und, weil es so schön war, nagelt er noch einen Wolfsburger an die Latte des Nürnberger Tors. Eine typische Szene für dieses Spiel. Auf beiden Seiten wurde hart gecheckt, gefoult, nachgeschlagen – ein schlechter Schiedsrichter hätte vermeintlich konsequent durchgegriffen, 68 Strafminuten verteilt und das Spiel zerstört. Brüggemann hingegen hat Festerling zu sich gewunken, ihm offensichtlich erklärt, dass er das nächste Mal versuchen sollte, die Lendenwirbelprobleme seines Gegenspielers vielleicht mit dem ersten Cross-Check zu lösen. Und das war nur eine von vielen Szenen. Brüggemann behandelt die Spieler mit Respekt und wird deshalb ebenfalls mit Respekt behandelt. „Mit Lars Brüggemann kann man reden“, sagte Tray Tuomie. Und: „Die waren gut heute, beide.“ Moment, beide? Da war noch ein zweiter Schiedsrichter auf dem Eis?

The Better: Stay focused. Stay positive. Stay in the game. Weißschowasichmein. Das erzählt Tray Tuomie seinen Spieler seit dem 1. August. Und bleibt sich damit selbst treu. Journalisten und Fans verstehen nicht, warum Ryan Caldwell nicht endlich eine Dauerkarte für Block 123 bekommt? Whatever. Reimer und Reinprecht spielen 120 Minuten weit unter ihrem Niveau? Das wird schon noch. Ausgerechnet Yan Stastny ragt in den ersten beiden Spielen heraus? Geben wir ihm eine Pause. Tuomie hat den launenhaften US-Amerikaner tatsächlich geschont. „Meiner Meinung nach hat Stastny unglaublich gekämpft in den ersten beiden Spielen. In Wolfsburg war er unser bester Mann“, sagte Tuomie. „Aber der Tank war einfach leer.“ Einen Trainer, der seinen bislang auffälligsten Stürmer in Spiel drei auf die Tribüne setzt, um ihn für den Rest der Serie zu schonen, den darf man ruhig abgebrüht nennen.

Spruchreif, drei:
„Wir sind Mannschaften, die sich so ähnlich sind. Es ist eine großartige Serie. Darum geht es in den Play-offs: Du musst in einer kurzen Zeit lernen, mit Niederlagen umzugehen. Und du musst lernen, mit Siegen umzugehen.“ (Ryan Caldwell)

The Best: Nürnberg hat 26 mehr oder minder gesunde Spieler zur Verfügung, genau diesen Vorteil nutzt der Coach konsequent. Und schafft es, dass einstige Topscorer wie Matt Hussey nicht beleidigt reagieren, sondern mit einer engagierten Leistung. Marco Pfleger hat 2014 gefühlt noch gar nicht gespielt und gibt sein Comeback in der zweiten Reihe. Tyler Weiman sitzt seit Wochen noch nicht einmal mehr auf der Bank, aber macht keinen Ärger, sondern zeigt eine solide Leistung. Dass die Stimmung in der Kabine sensationell ist und jeder jeden total dufte findet, das haben  Eishockey-Profis dieses Jahr wahrscheinlich auch in Straubing, Düsseldorf und Augsburg erzählt, schon klar. Aber wenn man in Nürnberg diesbezüglich nicht einiges richtig gemacht hätte, würden solche heiklen Wechselspielchen nicht funktionieren.

The Bad: „Die rufen ja sogar Sachen wie ‚Polaczek, du alte Drecksau'“, steckte uns ein Wolfsburger Kollege entsetzt im Flüsterton, während er munter Wiener Würstchen verdrückte. Er fände das ganz furchtbar, wenn Spieler sich gegenseitig beleidigen, „ist doch nur Sport“. Tja. Offensichtlich war dieser Kollege noch nicht oft beim Eishockey, wenn Aleksander Polaczek mitspielt. In jeder Unterbrechung sucht der Ex-Nürnberger den Trash-Talk, nach jedem Pfiff stößt er sein Schlägerende noch in die Rippen des Gegners, nach jeder provozierten Strafzeit setzt er sein Einlaufkindgesicht auf. Aleksander Polaczek ist, anders gesagt, nur geboren worden, um Play-offs zu spielen. Er lebt die Play-offs, er genießt die Play-offs, er atmet die Play-offs, er isst die Play-offs, er schläft wahrscheinlich auch mit den Play-offs. Genau deshalb müssen wir sie ihm wegnehmen.

And the Ugly: Jeff Likens ist einst in Nürnberg vor allem durch sehr sinnfreie Zweikämpfe aufgefallen, mit denen er seine Mannschaft in den ungünstigsten Momenten zu schwächen wusste. Ja, er erinnert an meine Mitspieler vom musischen Gymnasium bei den Schulstadtmeisterschaften im Fußball, wenn man ohnehin nur elf Jungs in einem Jahrgang war – zwei davon ineinander verliebt, fünf sehnten sich nach ihrem Geigenunterricht bei diesem ach so furchtbaren Nieselwetter, zwei waren betrunken und der einzige, der halbwegs Fußballspielen konnte, wurde wegen einer unnötigen Tätlichkeit nach fünf Minuten vom Feld gestellt.
Es schien bislang in dieser Serie so, als habe dieser Jeff Likens langsam begriffen, was er damit anrichtet.
Als er jetzt aber im zweiten Drittel ohne Schläger Patrick Reimer an der Bande wüst bearbeitete, kam der Nürnberger, der Schüler des musischen Gymnasiums, Jeff Likens zum Vorschein. Er nahm auf der Strafbank Platz, konnte vom Geigenunterricht träumen – und Yasin Ehliz das 1:0 erzielen. Wir sagen: Danke, Jeff Likens!

Spruchreif, drei: „Ich habe gesehen, wie frustriert der Paddy Reimer war, schon im ersten Drittel. Aber unser game-plan war: stay focused, stay positive, stay in the game. Weißschowasichmein. Ich hab ihm gesagt: Paddy bleib dabei, du kriegst noch eine Chance. Und tatsächlich schießt er noch zwei Tore. Das hat er gebraucht. Unsere Mannschaft auch.“ (Tray Tuomie, in elegantem schwarzen Hemd und schwarzer Hose)

Unsung three stars:

Steven Regier hat eine hübsche Frau und ein süßes Kind. Sie sitzen immer direkt über dem Gang, der in die Kabine der Ice Tigers führt. Steven Regier sieht manchmal hoch und winkt, bevor er das Eis betritt. Das Kind schaut dann hübsch und die Frau süß, oder anders herum. In Spiel eins musste Regier nicht nach oben blicken, um sie zu sehen, er musste den Kopf nach rechts drehen, gar nicht weit. Denn er saß neben Tyler Weiman in Block 123, als „überzähliger Ausländer“, wie es auf ein Kommunalwahlplakat der „Bürgerinitiative Ausländerstopp“  passen würde. Jetzt kehrte Steven Regier zurück aufs Eis, er sollte anstelle des kompromisslosen David Printz verteidigen. Das tat der gelernte Angreifer dann auch. Er checkte hart, er stocherte erfolgreich, er erlief die tief gespielten Pucks, er gewann die Duelle an der Bande. Was nicht wirklich überraschte, war ein mal wieder sehr starker Verteidiger Steven Regier. Was überraschte war die Abgeklärtheit und Ruhe, die Selbstverständlichkeit, mit der der Kanadier hinten aufräumte und nie etwas anbrennen ließ. Als er vom Eis ging winkte er wieder – nach oben. „Vielleicht liegt es daran, dass es eine neue Aufgabe ist. Bei einer neuer Aufgabe musst du dich konzentrieren. Das macht er richtig gut“, sagte Tray Tuomie.

Wie viel Eiszeit wird Marco Pfleger in diesem Spiel gehabt haben? Acht Minuten, vielleicht zehn. Und trotzdem war es auch ihm zu verdanken, dass die Sorgenkinder Evan Kaufmann und Connor James beinahe so wirkungsvoll gespielt haben, wie man das bis zum Beginn dieses Jahres von ihnen gewohnt war. Pfleger hatte schon im Herbst zuweilen dieses Duo begleiten dürfen. Danach versuchte es Tuomie mit Yan Stastny und Matt Hussey, mit Spielern also, die den Puck fordern und auch nicht so schnell wieder hergeben. Mit Pfleger an ihrer Seite konnten Kaufmann und James wieder machen, was sie am besten können: laufen, arbeiten, Pucks klauen, sich die Pucks gegenseitig auflegen. Pfleger sorgte derweil für Räume, fügte sich still und bescheiden ein. Tuomie: „Natürlich haben wir Pfleger die Chance gegeben. Er kann passen, das Spiel lesen und hat in dieser Reihe ziemlich gut funktioniert.“ Richtig. Bei den wichtigsten Aktionen von James Kaufmann war er aber nicht beteiligt: Als James in Unterzahl alleine zehn Sekunden von der Uhr nahm. Und als Kaufmann sich auf dem Weg zum Wolfsburger Tor vornahm, nicht den selben Fehler wie Reinprecht und Reimer zu machen. Und trotzdem wären sie ohne seine Vorarbeit vielleicht nicht möglich gewesen.

Der unbekannte Mann mit drei bis vier Kindern im Auto: Es war ein lauer Abend, also sind Tray Tuomie und Maurizio Mansi einfach mal spazieren gegangen. Zum ersten Mal in dieser Saison. Vor ihrem wichtigsten Spiel als Angestellte der Thomas Sabo Ice Tigers GmbH. Wäre es schiefgegangen, hätte man ihnen diesen Ausflug auch anders auslegen können. Nach dem 5:2 aber bleibt nur noch übrig, was der Cheftrainer seiner Mannschaft von diesem Spaziergang mitgebracht hat – eine Geschichte, wiedergegeben von Ryan Caldwell: „Tray hat uns in der Kabine erzählt, wie er vor dem Spiel vor der Arena spazieren gegangen und an einem Auto vorbeigekommen ist, in dem ein Mann und vier Kinder saßen. Der Mann hat das Fenster heruntergekurbelt und auf Englisch gesagt: Viel Glück. Wir glauben an euch. Und dann kamen wir aus der Kabine und alle Fans haben genau so reagiert wie dieser Mann. Das erste Spiel zu Hause lief nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Diesmal wollten wir unseren Fans einen Grund geben, stolz auf uns zu sein.“ In der Erinnerung von Tuomie waren es nur drei Kinder und der Mann war schon etwas älter. Und wenn die Ice Tigers in diesen Play-offs 2014 noch elf weitere Spiele gewinnen sollten (#nurnoch11), dann könnte es sein, dass aus ihm ein greiser, weiser Schulbusfahrer geworden ist. Nach dem ersten Play-off-Sieg 2014 aber trifft es Tuomies Würdigung ganz gut: „Ich weiß nicht, wer er war. Ich kannte ihn nicht. Aber was er gesagt hat, das hat uns gut getan.“

Spruchreif, vier: „Bis gleich.“ (Tray Tuomie verabschiedet sich von Pavel Gross, in ein paar Stunden sehen sie sich wieder)

Und sonst?

Tray Tuomie: „Diese Stimmung, das brauchen wir wieder am Dienstag.“

Kollege Jennemann: „Ähm, am Sonntag.“

Tuomie: „7000 Nürnberger in Wolfsburg, warum nicht?“

In diesem Zusammenhang: Ein Freizeittipp für den Sonntag.

Von Christoph Benesch und Sebastian Böhm