50/52: Leider geil

An solchen Abenden kann man nur scheitern. Iserlohn an einem Dienstagabend, der aktuelle Text für die Tageszeitung schreibt sich beinahe von alleine, mit Schlusspfiff fertig zu sein, ist da schon lange keine Herausforderung mehr. Doch dann dreht dieses Spiel in den letzten fünf Minuten durch, man versucht zu retten, was nicht mehr zu retten ist. Beim Verlassen des Pressebereichs hört man einen Fan mit großen Augen sagen: „Was für ein geiles Spiel.“ Nicht erst da erkennt man, dass der Zeitungsleser nicht wird nachfühlen können, warum dieses lange Zeit sehr, sehr durchschnittliche 5:4 vielleicht tatsächlich ganz geil war. Gut, dass man hier noch ein bisschen nachjustieren kann. Weiter lesen

13/52: Schimm, das ist alles so schimm

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Neue Idee für einen Motto-Spieltag: Die Beach Party vor einem oder zwischen zwei Handballspielen. Die passenden Trikots lägen bereit, gesucht wird das beste Strand-Outfit und Willi Schimm darf in den Drittelpausen die Cocktails servieren. Ja, kuschelig warm war diese Red Night, vielen Dank noch einmal für den wunderbaren, ja, märchenhaften Handball-Boom in Erlangen, ähm, Nürnberg, Erlangen, whatever. Erstaunlich, dass dabei noch ein vernünftiges Eishockey-Spiel rausgekommen ist. Weiter lesen

Spiel sechs: Frohe Ostern!

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Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! (Den ultra-emotionalen Einstieg habe ich mir für den Sportteil der Nürnberger Nachrichten aufgehoben – deshalb: dringende Kaufempfehlung am Dienstag) Weiter lesen

Spiel fünf: Dann eben wie 2007

Das lange Warten nach dem schnellen Tor: Die Spannung schien sich mit jeder Minute zu potenzieren. Spannung hoch zwei hoch 59 (wer hier einen Mathe-Blog erwartet hat, weiß spätestens jetzt, dass er sich verklickt hat), oder so. Umso befreiender war der Jubel, als tatsächlich klar war, dass es tatsächlich Scott Kings eher zufälliger Treffer war, der den Ice Tigers zum zweiten Mal seit 1999 den Weg ins Finale geebnet hatte. Das 1:0 vom Karsamstag 2007 war vielleicht das spannendste Ice Tigers-Spiel in der Arena. Und wann findet Spiel sechs in der Viertelfinalserie gegen Iserlohn statt? Genau. Weiter lesen

Spiel vier: Sergio wer?

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Eigentlich haben am Eingang heute die Jungs gefehlt, die sich so furchtbar hart finden, dass sie Vodka aus Flaschen trinken. Die, die die Baseballcaps mit dem Schirm seitlich auf den Kopf setzen, die, die die XXL-Footballtrikots tragen, die Hosen in der Größe von Günter Strack und obendrein verkehrt herum, die, die einen Arm aus dem Ärmel hängen lassen, die, die die nicht gehen, sondern Schlendern und sofort die Fäuste sprechen lassen, wenn man es wagt, den Blick in den ihrer Freundin zu richten. Ja, genau, die Jungs eben, die wir alle kennen von den Autoscootern dieser Welt, die Rächer aller Schulabbrecher, die das Gymnasiastenblut fließen lassen. Die Arena am Kurt-Leucht-Weg, sie war heute ein Autoscooter, einer, in dem es alle paar Sekunden krachte und schepperte. Aber es waren keine lächerlichen Plastikwagen mit Gummilippen, es waren große, starke, Thomas Sabo Ice Tigers, die aus Iserlohn nach zehn Minuten bereits jeglichen Mut herausgecrashed hatten, als kämen sie vom Seilersee-Gymnasium und hätten nicht nur in die Richtung der Frauen Oblinger, Segal, Steckel geblickt, sondern es gewagt, ihnen auf den Hintern zu starren. Das Ergebnis dieser 60 Minuten Kirmeshockey war verheerend für die Gäste: 7:1 (2:0, 2:0, 3:1) – und Iserlohn steht bereits am Abgrund des Playoff-Berges. (Ein gemeinsames Blogwerk von Christoph Benesch und Sebastian Böhm) Weiter lesen

Spiel drei: Mit Schimm am schönen Seilersee

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Jarkko-, Lemay- und Brüggemann-Trikots. Fanclubs, die sich Sauerländer Bauerntölpel nennen oder Sitzplatzkanacken. Eine Fallblattanzeigetafel. Zuschauer direkt hinter der Bande. Es war ein schöner, ein sentimentaler Trip in die Eishockey-Vergangenheit, dieser Sonntagsausflug an den Seilersee. Und wie schon nach dem Playoff-Qualifikationsspiel im Berliner Wellblechpalast vor einem Jahr war da plötzlich wieder diese Sehnsucht nach dem Linde-Stadion. Eine unerklärliche Sehnsucht, die wohl erst vergehen wird, wenn in der Arena Nürnberger Versicherung mal wieder ein echter Playoff-Erfolg gefeiert werden kann. Eine Aussicht, die nach dem 4:1 in der wunderbaren Atmosphäre in der Eishalle am Seilersee plötzlich wieder realistisch zu sein scheint. Weiter lesen

Spiel zwei: Fünf Dellen in der Bande

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Dafür spielen sie das ganze Jahr, sagen sie. Aber wer denkt an Roman Horlamus, der sich dieses ganze Jahr durch die Republik tickert? Wer denkt an die Fanreporter, die dem Pressesprecher in Kleinstwagen hinterherfahren? Und wer denkt an die Fans, die das ganze Jahr über ihre seltsame Sportart mit ihrem seltsamen Modus und ihren seltsamen Riten gegenüber Freunden, Verwandten und Kollegen verteidigen müssen? Playoffs, dafür geben sie ihr Geld aus, dafür arbeiten, leben und leiden sie alle. Playoffs, das ist ihre Zeit im Jahr. Nur dann nimmt das Fußballland Notiz von ihrer Sportart, nur dann macht dieser ganze Blödsinn endlich Sinn. Das 4:2 geht immerhin als kleine Entschädigung durch. Playoffs aber sollten so viel mehr sein als 60 Minuten hartes Eishockey. Achja, die sieben Blogger sind tot (und leben nur in der URL weiter). Es leben die Männer, die auf Tiger starren.

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Spiel zwei: Punchingball und die DKF

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Püschelbärchen33 war es nicht. ryanCALDWELLforever war es nicht. 77_27_12_26_87 auch nicht. Und sämtliche sehr süßen Passwörter des Kollegen @chribenesch ebenfalls nicht. Welchen Blödsinn ich mir einst habe einfallen lassen und über den Sommer wieder vergessen habe, werde ich nie erfahren, soeben habe ich mir von WordPress mein Passwort zurücksetzen lassen. Meine Schuld, meine große Schuld, liebe Blogosphäre. Nachdem unzählige Leser (also, wenn man nur bis drei zählen kann) bereits verwundert nachgefragt hatten, soll es jetzt 48 Stunden nach Spiel zwei endlich losgehen. Weiter lesen

Spiel 40: Ein Punkt zu wenig (für Iserlohn)

Ach, großartiger Devid Striesow, warum haben Sie sich nur an diese Ignoranten vom Saarländischen Rundfunk verkauft. Was für ein Klamauk. Wie, hier geht’s gar nicht um den Tatort? Eishockey? Mit den Ice Tigers? Ach, nee… Weiter lesen

Klassentreffen nach 20 Jahren

In Bad Tölz scheint wieder die Sonne und der Berichterstatter der Nürnberger Nachrichten sitzt längst wieder im Büro. Eine Geschichte aber hatte er noch im Block. Und weil Klaus und Chris so nett um mehr gebeten haben, hat er sie an dieser Stelle niedergeschrieben. Weiter lesen