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	<title>7 Blogger müsst ihr sein</title>
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	<description>Es ist eine Ehre, für diesen Blog, diese Zeitung und ihre Leser zu schreiben</description>
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		<title>3,52 (Play-offs: 3,30)</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Mar 2013 15:34:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>7blogger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ach, war das schön im Vorjahr, als wir uns die letzten Wochen einer miesen Saison mit dem Benoten von Spielern verschönert haben. Dazu war diesmal keine Zeit, wobei mich die Differenzen diesmal weit mehr interessiert hätten. Deshalb bitte ich euch, die Kommentarfunktion (unter den Texten vom NZ-Kollegen Jennemann und mir) trotzdem noch zum Bewerten zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.nn-online.de/7blogger/files/2013/03/chouiraus.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1418" src="http://blog.nn-online.de/7blogger/files/2013/03/chouiraus-300x192.jpg" alt="" width="300" height="192" /></a>Ach, war das schön im Vorjahr, als wir uns die letzten Wochen einer miesen Saison mit dem Benoten von Spielern verschönert haben. Dazu war diesmal keine Zeit, wobei mich die Differenzen diesmal weit mehr interessiert hätten. Deshalb bitte ich euch, die Kommentarfunktion (unter den Texten vom <em>NZ</em>-Kollegen Jennemann und mir) trotzdem noch zum Bewerten zu nutzen. Die Regeln: 1 bis 6, benotet werden nur Spieler, die die Hälfte der Saison absolviert haben und sollte sich die Kurz-Play-off-Leistung stark von den Leistungen in der regulären Saison unterscheiden, so ist das bitte in Klammern festzuhalten. Vielen Dank.<span id="more-1409"></span></p>
<h4 style="text-align: center">Dürfen/müssen bleiben:</h4>
<p><em>#30 Tyler Weiman</em><br />
Sein Tag war der 5. Januar 2013. Im Winter Game gegen die Eisbären Berlin zeigte der Keeper eine herausragende Leistung. Immer war das nicht so, Weiman spielte durchwachsen. In Partie Nummer 48 gegen Wolfsburg blieb er beim 4:0-Sieg nur einmal ohne Gegentor, zwei Partien später ließ er sich bei einem Schuss von Hannovers Sascha Goc aus der neutralen Zone zum 1:2-Endstand düpieren.</p>
<p>44 Spiele, 21 Siege, 22 Niederlagen, 2,95 Gegentorschnitt, 90,6 %</p>
<p><strong>Note 4</strong></p>
<p><em>#29 Andreas Jenike</em><br />
Bankdrücker, Vorbild, Hoffnungsträger. Ein wildes Jahr für den Tölzer „Saupreiß’n“, das ihn äußerlich allerdings wie immer völlig kaltgelassen hat. Jenike wird seinen Weg konsequent bis zum Ende gehen, ganz sicher.</p>
<p>13 Spiele, 3 Siege, 6 Niederlagen, 2,36 Gegentorschnitt, 92,7 %</p>
<p><strong>Note 3</strong></p>
<p><em>#2 Brett Festerling</em><br />
Von Spiel zu Spiel steigerte sich der Deutschkanadier nach einem verhaltenen Beginn. So schwang er sich bis zum Ende der Hauptrunde zum vielleicht stabilsten Verteidiger auf und nahm damit bis zur Qualifikation gegen Wolfsburg die entgegengesetzte Entwicklung zu Casey Borer. In den drei Spielen gegen die Niedersachsen schlicht und einfach stark, was für die nächste Saison hoffen lässt.</p>
<p>41 Spiele, 1 Tor, 8 Vorlagen, 50 Strafminuten, minus 5</p>
<p><strong>Note 3 (Play-offs: 2)</strong></p>
<p><em>#8 Jame Pollock</em><br />
In der Hauptrunde probierte er viel, gelingen wollte ihm wenig. Fehlpässe, Stellungsfehler, dumme Fouls, Unsicherheiten — ein Schwachpunkt. In den Pre-Play-offs erinnerte Pollock plötzlich an den Pollock, den viele von früher in Erinnerung hatten. So wie mit seinem Hammer zum 3:5-Endstand im letzten Spiel der Saison. Da suchten ihn die Mitspieler in Überzahl, in den meisten Spielen davor, taten sie es nicht.</p>
<p>46 Spiele, 8 Tore, 18 Vorlagen, 82 Strafminuten, plus 4</p>
<p><strong>Note 4 (Play-offs: 2)</strong></p>
<p><em>#10 Marco Nowak</em><br />
Zwei Play-off-Spiele hat er absolviert, voller Einsatz und Hingabe — an der Seite von Radioreporter Andreas Lindner. Dass er dort saß, mit seinem Arm in einer Schlinge, und sich für die Fans den Mund fusselig quatschte, sagt viel aus über diesen talentierten Verteidiger, der sowohl für die Ice Tigers als auch für die Nationalmannschaft die Zukunft darstellt.</p>
<p>44 Spiele, 4 Tore, 13 Vorlagen, 24 Strafminuten, plus 4</p>
<p><strong>Note 2</strong></p>
<p><em>#26 Peter Lindlbauer</em><br />
Von einem jungen Offensivverteidiger sollte man in seiner ersten kompletten DEL-Saison nicht zu viel erwarten. Lindlbauer spielte beständig, nie richtig überragend und auch nie katastrophal.</p>
<p>31 Spiele, 1 Tor, 7 Vorlagen, 10 Strafminuten, minus 4</p>
<p><strong>Note 4</strong></p>
<p><em>#27 Tim Schüle</em><br />
Jeff Tomlinson gilt als Trainer, der junge Spieler entwickelt, fördert und dabei den richtigen Ton trifft, Bengt-Ake Gustafsson gilt als das Gegenteil. Die Entwicklung von Tim Schüle widerlegt beide Behauptungen. Nach dem Trainerwechsel stabilisierte sich das Spiel des dynamischen Verteidigers. Gut, dass er in Nürnberg bleibt.</p>
<p>39 Spiele, 5 Tore, 1 Vorlage, 10 Strafminuten, plus 7</p>
<p><strong>Note 4</strong></p>
<p><em>#9 Evan Kaufmann</em><br />
Ein lädiertes Handgelenk machte dem giftigen Angreifer einen Strich  durch eine Saison, in der er unheimlich wichtig gewesen wäre und  eigentlich werden sollte. So aber musste er den Saisonverlauf der Ice  Tigers, das Abstürzen, das Winter Game, das Aufbäumen aus Nordamerika  als Unbeteiligter verfolgen, ohne eingreifen zu können. Kam spät zurück,  zu spät.</p>
<p>16 Spiele, 4 Tore, 7 Vorlagen, 12 Strafminuten, minus 4</p>
<p><em>#15 Steven Rupprich</em><br />
Solider Kämpfer, mit Einsatz. Damit ist fast alles gesagt. Verstand es,  dem Gegner unter die Haut zu gehen, verstand es aber wie fast die  komplette vierte Sturmreihe nach seinem Tor im ersten Spiel gegen  Wolfsburg nicht, sich darauf zu konzentrieren.</p>
<p>43 Spiele, 3 Tore, 2 Vorlagen, 12 Strafminuten, minus 6</p>
<p><strong>Note 4</strong></p>
<p><em>#17 Patrick Reimer</em><br />
Versuchte das Team zu führen, gerade in der kritischen Phase der Saison.  Wollte, kämpfte und schoss mit 21 die meisten Tore der Nürnberger in  der Hauptrunde, legte gegen Wolfsburg aber keinen Treffer nach und  keinen vor. Wirkte gerade im letzten Spiel im Abschluss gehemmt.</p>
<p>52 Spiele, 21 Tore, 24 Vorlagen, 46 Strafminuten, plus 5</p>
<p><strong>Note 3 (Play-offs: 5)</strong></p>
<p><em>#19 Jason Jaspers</em><br />
Das „Radio“ lief nicht störungsfrei: Klagte nicht über diverse  Blessuren, obwohl er Grund genug dazu gehabt hätte, wurde dadurch aber  gebremst. Mehr als seine sieben Tore hatten sich die Ice Tigers dennoch  von ihm versprochen. Brachte seine kraftraubende Spielweise so auch  gegen Wolfsburg nicht wirkungsvoll genug ein.</p>
<p>52 Spiele, 7 Tore, 24 Vorlagen, 30 Strafminuten, minus 1</p>
<p><strong>Note 4</strong></p>
<p><em>#20 Connor James</em><br />
Bester Forechecker der DEL, der perfekte Spieler, wenn Jeff Tomlinson  hinter der Bande steht. Unter Gustafsson immer noch verlässlich, hatte  aber oft unter wechselnden und lethargischen Nebenleuten zu leiden.</p>
<p>52 Spiele, 17 Tore, 23 Vorlagen, 24 Strafminuten, minus 1</p>
<p><strong>Note 3</strong></p>
<p><em>#21 Patrick Buzas</em><br />
Sollte dem Gegner im vierten Angriff in erster Linie wehtun, verspürte  jedoch lange selber den Schmerz. Schulter verletzt, lange Zwangspause,  spätes Comeback, ähnlich wie bei Kaufmann.</p>
<p>18 Spiele, 2 Tore, 3 Vorlagen, 4 Strafminuten, plus 4</p>
<p><em>#22 Yan Stastny</em><br />
Die Frage, wie die Saison der Ice Tigers und speziell die Saison ihres  potenziell besten und wichtigsten Spielers verlaufen wäre, wenn sich  Paul Stastny nicht in München, sondern in Nürnberg auf den verspäteten  Start der NHL vorbereitet hätte, ist unzulässig. Von einem Spieler wie  Yan Stastny muss man erwarten können, dass er auch ohne seinen Bruder  sein hervorragendes Potenzial konstant abruft. Stattdessen hat er seine  Unlust inszeniert. Erst in den Play-offs drehte er wieder auf. Da war es  jedoch schon zu spät. Enttäuschend.</p>
<p>42 Spiele, 16 Tore, 17 Vorlagen, 83 Strafminuten, plus 5</p>
<p><strong>Note 5 (Play-offs: 3)</strong></p>
<p><em>#42 Yasin Ehliz</em><br />
War in den schlimmsten Phasen stets der beste Ice Tiger, weil er Unruhe  und Unsicherheit widerstand wie man das von einem 600-Spiele-NHL–Veteran  erwarten darf. In den Play-offs offenbarte sich dann aber doch, dass  Ehliz ein 20 Jahre junger Draufgänger ist, der noch viel zu lernen hat.  Zum Beispiel, dass man sich von kantigen, harten Spielern wie dem  Wolfsburger Benedikt Schopper nicht provozieren lassen sollte.</p>
<p>47 Spiele, 13 Tore, 12 Vorlagen, 43 Strafminuten, plus 6</p>
<p><strong>Note 2</strong></p>
<p><em>#93 Leo Pföderl</em><br />
„Übt auch noch einen ,richtigen‘ Beruf aus. In der Baufirma seines   Vaters von Montag bis Freitag&#8230;“ so beginnt der Text aus dem   Zwischenzeugnis und eigentlich hätte man den hier so stehen lassen   können. Weil Pföderl einen richtigen Beruf hat und unter der Woche nicht   in Nürnberg trainieren konnte, setzte Bengt-Ake Gustafsson den   furchtlosen Tölzer kaum noch ein. Das wird sich sicher ändern.</p>
<p>23 Spiele, 3 Tore, 1 Vorlage, 6 Strafminuten, plus 1</p>
<p><strong>Note 3</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<h4 style="text-align: center">Muss sich eine Wohnung in Hohenschönhausen suchen:</h4>
<p><em>#55 Casey Borer</em><br />
Einst gab es einen Verteidiger in Nürnberg, der zunächst überraschte mit seinem Offensivdrang, seinen Führungsqualitäten, seinen technischen Fähigkeiten, der dann jedoch bei einem anderen Team unterschrieb und sich mit unverschämt schlechten Leistungen in den Play-offs verabschiedete. 2008 war das Sean Brown. 2013 ist das der Neu-Berliner Borer.</p>
<p>49 Spiele, 11 Tore, 18 Vorlagen, 61 Strafminuten, plus 1</p>
<p><strong>Note 2 (5)</strong></p>
<h4 style="text-align: center">Hat bereits eine Wohnung in Hohenschönhausen:</h4>
<p>#65 Daniel Weiß<br />
Berlins Leihgabe wehrte sich, zeigte Zweikampfhärte, jedoch auch, dass  sein Spiel limitiert ist. Kam als Kaderergänzung als letzter Profi zu  den Ice Tigers und bleib bei dieser Rolle.</p>
<p>34 Spiele, 2 Tore, 5 Vorlagen, 30 Strafminuten, minus 2</p>
<p><strong>Note 4</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 style="text-align: center">Spaltet künftig die Fanbasis der Iserlohn Roosters:</h4>
<p><em>#81 Dusan Frosch</em><br />
Genießt nicht das beste Standing beim Publikum, lieferte aber Futter für die Kollegen. 28 Vorlagen sind der zweitbeste Wert. Frosch war der Stürmer, der am ehesten an den besser postierten Mitspieler als an den eigenen Abschluss dachte. Mit seinem mannschaftsdienlichen Spiel als viertbester Scorer absolut im Soll.</p>
<p>52 Spiele, 6 Tore, 28 Vorlagen, 22 Strafminuten, plus 3</p>
<p><strong>Note 3</strong></p>
<h4 style="text-align: center">Entscheiden selbst, ob sie bleiben wollen:</h4>
<p><em>#5 Rob Leask</em><br />
Nein, dieser 41 Jahre alte Mann scheint auch nach 921  DEL-Partien immer noch nicht genug Eishockey gespielt zu haben. Anders  ist diese Leistungssteigerung gegen Saisonende nicht zu erklären. Hätten  alle Ice Tigers so viel Herz, Leidenschaft und Stolz gezeigt, würde  dieses Zeugnis erst in sechs Wochen erscheinen — nach der  Meisterschaftsfeier.</p>
<p>50 Spiele, 0 Tore, 6 Vorlagen, 66 Strafminuten, plus 5</p>
<p><strong>Note 4 (2)</strong></p>
<p><em>#52 Sven Butenschön</em><br />
Oft arg unterschätzt, obwohl er die kleinen Dinge in den meisten Fällen  mit simplem Spiel löste. Gegen Wolfsburg über die gesamte Serie  vielleicht der beste aller Ice Tigers. Riss im zweiten Spiel die  Führungsrolle an sich, opferte sich auf und schoss in Niedersachsen im  zweiten Spiel den wichtigen, aber bedeutungslosen 2:4-Anschluss in  beeindruckender Manier.</p>
<p>50 Spiele, 2 Tore, 1 Vorlage, 64 Strafminuten, minus 8</p>
<p><strong>Note 3 (2)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 style="text-align: center">Müssen gehen/dürfen bleiben:</h4>
<p><em>#11 Ryan Bayda</em><br />
In seiner Zeit als NHL-Spieler war er ein verlässlicher, unauffälliger  Arbeiter, hatte dabei aber seine „Wow, war das wirklich der  Bayda?“-Momente. In der DEL hat sich das eigentlich nicht geändert — nur  ist der Anspruch ein anderer. Mit netten und verlässlichen Spielern  werden sich die Ice Tigers nicht weiterentwickeln.</p>
<p>50 Spiele, 9 Tore, 22 Vorlagen, 36 Strafminuten, plus 8</p>
<p><strong>Note 4</strong></p>
<p><em>#28 Steven Reinprecht</em><br />
Stieß erst nach Saisonbeginn ohne Vorbereitung zum Team, begann stark,   fiel dann in ein Loch und ließ ebenso stark nach. Zum Saisonende ging  es  aufwärts, gegen Wolfsburg zeigte der einstige Stanley-Cup-Sieger  gute  Leistungen.</p>
<p>33 Spiele, 9 Tore, 19 Vorlagen, 10 Strafminuten, plus 6</p>
<p><strong>Note 4 (2) </strong></p>
<h4 style="text-align: center">Müssen gehen:</h4>
<p><em>#16 Eric Chouinard</em><br />
Jeder Eishockey-Spieler, der einst in der ersten Runde der Talentziehung  der NHL ausgewählt wurde, jetzt aber im Bus eines DEL-Klubs auf dem Weg  nach Iserburg oder Wolfslohn sitzt, muss sich fragen, wie es soweit  kommen konnte. Man muss davon ausgehen, dass sich der Franko-Kanadier  diese Frage nie ernsthaft gestellt hat. Eishockey ist ein  Mannschaftssport, trotzdem war allein der Topscorer der Ice Tigers Teil  des Problems der Ice Tigers.</p>
<p>52 Spiele, 16 Tore, 31 Vorlagen, 20 Strafminuten, plus 3</p>
<p><strong>Note 4 (Play-offs: 5)</strong></p>
<p><em>#18 Vitalij Aab</em><br />
Kein Körperspiel, ein 1,90 Meter großes Phlegma, aber eben auch  nimmermüden Einsatz und stets mehr als zehn Tore pro Saison — das hat  man von Vitalij Aab verlässlich bekommen. Bis zu dieser Saison. Nach  seiner Schulterverletzung musste Aab checken, rennen und checken — das  entspricht weder seinem Charakter noch seinem Stil, das hat er odentlich  gelöst. Mehr allerdings auch nicht.</p>
<p>27 Spiele, 1 Tor, 0 Vorlagen, 10 Strafminuten, minus 5</p>
<p><strong>Note 4</strong></p>
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		<title>The Good, the Bad and the Ugly</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Mar 2013 10:26:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Böhm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich will es gleich zugeben, ich habe derzeit keine Ahnung, wer für die Neubesetzung der relevanten Posten bei den Ice Tigers in Frage kommt. Sundblad, Gross, Jackson, Ollila, Tichonov &#8211; selbst nach einigen Telefonaten weiß ich noch nicht einmal, ob es realistisch ist, dass Thomas Sabo Trainer und Sportdirektor aus Verträgen herauskaufen will. Seriöse Informationen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich will es gleich zugeben, ich habe derzeit keine Ahnung, wer für die Neubesetzung der relevanten Posten bei den Ice Tigers in Frage kommt. Sundblad, Gross, Jackson, Ollila, Tichonov &#8211; selbst nach einigen Telefonaten weiß ich noch nicht einmal, ob es realistisch ist, dass Thomas Sabo Trainer und Sportdirektor aus Verträgen herauskaufen will. Seriöse Informationen sind gerade während laufender Play-offs Glückssache und meine Verbindung zum Klub selbst war auch schon mal besser. Bloggen (und damit hoffentlich eine Diskussion eröffnen) kann ich ja trotzdem.<span id="more-1421"></span>Der Trainermarkt ist in Bewegung, selbst wenn man davon ausgehen muss, dass in München und Berlin längst Entscheidungen getroffen worden sind, wer dort in der kommenden Saison an der Bande steht. Ohne irgendwie bestätigte Namen kann man allerdings nur darüber spekulieren, <del>welche Art Trainer sich die Spieler der Ice Tigers aussuchen dürfen,</del> wer für die Ice Tigers in Frage kommt.</p>
<p><strong>The Good: </strong>Ein Spielerversteher, der Profi-Flüsterer, blablabla. Den weichen Eishockey-Trainer gibt es nicht, jeder Coach, der seine Zeit als Spieler in stinkenden Kabinen verbracht hat (also: alle), weiß, dass er stark sein muss und zuweilen auch laut. Trotzdem gibt es Trainer, die auf das Gespräch setzen, die dafür sorgen wollen, dass es ihren Spielern gut geht, die wissen, ob die Kinder endlich durchschlafen, ob sich die Frau wohlfühlt in der Stadt. Diese verständnisvolle Art wird Trainer gerne als Schwäche ausgelegt, wenn es nicht mehr läuft. Einen Trainer mit einem solchen Ruf werden in Nürnberg so schnell nicht mehr erleben (so wie es aussieht, noch nicht einmal beim EHC 80).</p>
<p><strong>The Bad: </strong>Die Ice Tigers hätten im Dezember keinen Übungsleiter gebraucht, der Schwächeanfälle vortäuscht, aber einer, der mal eine Wasserflasche irgendwo dagegendonnert (hätte ja keine Windschutzscheibe von Opa Steidls Bus sein müssen) wäre wahrscheinlich nicht schlecht gewesen. Mit Stewart oder Chernomaz (die an ihren Arbeitsstellen zum Teil immer noch einen hervorragenden Ruf genießen &#8211; wenn man all die irrsinnigen Geschichten ertragen hat) bin ich mir sicher, hätte man kurzfristig mehr Erfolg gehabt. Unter Lorenz Funk wäre eine solche Entscheidung allerdings zu Recht unmöglich gewesen. Unter Wemauchimmer kann derzeit niemand ausschließen, dass tatsächlich mal ein harter Hund nach Nürnberg kommt. Wobei man nicht den Fehler machen sollte, beispielsweise Jeff Tomlinson diesbezüglich zu unterschätzen.</p>
<p><strong>The Ugly: </strong>In Nordamerika gibt man Trainerneulingen gerne einen Rat mit auf den Weg: Wenn Du Taktik oder Spielformen an die Tafel malst, mach&#8217; nie kleine Kreise, führ&#8217; den Stift nie zögerlich &#8211; mal&#8217; große Kreise, schreibe überzeugt! Den Spielern soll das zeigen, dass der Mann da vorne an der Bande überzeugt ist von seiner Idee, dass er keine Selbstzweifel hat. Selbst unter den Trainern, die nach außen souverän wirken, die sich gut verkaufen können, gibt es welche, die kleine Kreise ziehen, die vor einer Ansammlung von jungen Männern, die dafür bezahlt werden, nicht zu arbeiten, nicht mit der nötigen Selbstverständlichkeit reden können (The Ugly ist vielleicht ein wenig hart, aber ich habe ja keine Namen genannt).</p>
<p>So weit, so nutzlos: Letztlich zählt nur, wie erfolgreich mögliche Trainerkandidaten bisher gearbeitet haben. Neulinge kommen in dieser Situation nicht in Frage.</p>
<p>Eine interessante Aussage von Thomas Sabo direkt nach dem Aus in der ersten Play-off-Runde: &#8220;Wir haben ein gutes Gerippe.&#8221; Stimmt, ein Gerippe, das der viel gescholtene Manager Lorenz Funk nach Nürnberg geholt hat. Sein Nachfolger und TheGoodTheBadoderTheUgly dürfen sich tatsächlich freuen. Tyler Weiman (mit der Option auf einen deutschen Pass) und Andreas Jenike bilden ein potenziell hervorragendes Torhüter-Duo. Junge Verteidiger wie Tim Schüle, Marco Nowak und Peter Lindlbauer können nur wenige DEL-Klubs bieten. Patrick Buzas, Yasin Ehliz, Patrick Reimer und Evan Kaufmann sind junge bis angemessen erfahrene deutsche Profis. Mit ein bisschen Glück und den für die Ausländersuche nötigen Kontakten (die man Funk an den digitalen Stammtischen fälschlicherweise immer abgesprochen hat), sind das ideale Startbedingungen.</p>
<p>Der mittelfristige Erfolg sowohl des neuen Sportdirektors als auch des neuen Trainers wird mittelfristig allerdings nicht davon abhängen, welcher Neuzugang wann einschlägt. Es geht nur darum, wie sich die beiden in diesem komplizierten Umfeld positionieren.</p>
<p>Ein Traum wäre ein Trainer-Sportdirektor-Gespann, das eben nicht nur von Spiel zu Spiel denkt (und an langfristigem Denken auch nicht gehindert wird); das Meister werden will, aber nicht zu jedem Preis; das erkannt hat, dass man den Nachwuchs vor Ort fördern muss. Meine Meinung zu Lorenz Funk und dieser Entlassung dürfte bekannt sein &#8211; aber dass er es in vier Jahren nicht geschafft hat, konstruktiv  auf die Beziehung zum Stammverein einzuwirken, das kann man ihm aber tatsächlich vorwerfen. Wäre wünschenswert, wenn sich das ändern würde (träumen darf man ja).</p>
<p><strong>Noch etwas ganz anderes:</strong> Wer doch noch ein bisschen Play-off-Atmosphäre in Nürnberg genießen will, sollte am Karsamstag den Nürnberger Basketballclub unterstützen. Die Chancen auf eine nette Viertelfinalserie sind derzeit zwar gering, die Heimspiele aber waren zuletzt spektakulär. Das 91:82 gegen Gotha war sogar beste Unterhaltung.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Spiel 3 (55): Unser einziger Freund, das Ende (J. Morrison)</title>
		<link>http://blog.nn-online.de/7blogger/2013/03/17/spiel-3-55-unser-einziger-freund-das-ende-j-morrison/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Mar 2013 22:45:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Böhm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brett Festerling]]></category>
		<category><![CDATA[EHC Wolfsburg]]></category>
		<category><![CDATA[Eishockey]]></category>
		<category><![CDATA[Ice Tigers]]></category>
		<category><![CDATA[Jason Jaspers]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Reimer]]></category>
		<category><![CDATA[Sven Butenschön]]></category>
		<category><![CDATA[The same procedure as every year]]></category>

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		<description><![CDATA[Immer wieder habe ich an diese Mannschaft geglaubt, im Sommer, nach dem 6:3 gegen Köln, nach dem Winter Game, nach dem ersten Spiel gegen Wolfsburg. Aber so ist das mit den Play-offs in Nürnberg, am Ende sehen immer all jene, die hoffen und glauben, aus wie Schwachköpfe. Die Fakten: In Nürnberg hat direkt nach dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder habe ich an diese Mannschaft geglaubt, im Sommer, nach dem 6:3 gegen Köln, nach dem Winter Game, nach dem ersten Spiel gegen Wolfsburg. Aber so ist das mit den Play-offs in Nürnberg, am Ende sehen immer all jene, die hoffen und glauben, aus wie Schwachköpfe.<span id="more-1393"></span></p>
<p><strong>Die Fakten:</strong> In Nürnberg hat direkt nach dem 3:5 (1:0, 0:3, 2:2) gegen den EHC Wolfsburg der Sommer begonnen.</p>
<p><strong>Zitate</strong> finden sich <a href="http://www.nordbayern.de/nuernberger-nachrichten/nn-sport/die-ice-tigers-verabschieden-sich-mit-einem-ratsel-1.2760888">hier</a>. Interessanter wurde es an diesem Sonntag nicht.</p>
<p><strong>Die Statistik: </strong>Jaspers 0, Reimer 0, Chouinard 0, Bayda 0, Power-Play 0. Noch Fragen? Ah, eine hätte ich da noch an unsere Statistiker: Hat Wolfsburg im letzten Drittel tatsächlich mit nur zwei Schüssen zwei Tore erzielt? Wobei, eigentlich bestehen daran keine Zweifel &#8211; genau so gehen in Nürnberg Eishockey-Spielzeiten zu Ende.</p>
<p><strong>Die Wende:</strong> Ein Spielabschnitt im Eishockey dauert 20 Minuten. Hätte er am Freitagabend nur einmal 22 Minuten gedauert, dürften wir uns jetzt alle über eine echte Play-off-Serie gegen Köln freuen. Die Ice Tigers haben in Wolfsburg begonnen, als ginge es um den Gäubodenvolksfestpokal und nicht um die Qualifikation für das Play-off-Viertelfinale. Im zweiten Drittel aber kämpfte/spielte/rannte Nürnberg seine Gastgeber müde. Angetrieben von einem überragenden Sven Butenschön (das ist kein Fehler) schienen die Ice Tigers das Spiel drehen zu können &#8211; dann aber ging ihnen nach den Treffern von Butenschön und Reinprecht die Zeit aus. Wolfsburg konnte sich sammeln, regenerieren, bekam das Spiel im Schlussabschnitt wieder unter Kontrolle. Spiel drei in Nürnberg musste enscheiden und für entscheidende Spiele ist diese Mannschaft offensichtlich zu sensibel, zu zerrissen, zu schwach. Stellungsfehler, ein übersehenes Foul, ein dummes Foul und Wolfsburg war im Viertelfinale. Erstaunlich, wie einfach Eishockey sein kann.</p>
<p><strong>Guter Stil:</strong> Das mag einige jetzt vielleicht langweilen, aber es ist ja bald vorbei. Sven Butenschön war überragend, es war eine Freude, ihm zuzusehen und es wäre eine Schande, wenn das seine letzten Spiele als Eishockey-Profi gewesen sein sollen. Ebenso beeindruckend: Die Arbeitsaufassung von Brett Festerling (ein Grund, sich schon jetzt auf die kommende Saison zu freuen). Der Wille des 41 Jahre jungen Rob Leask. Und Jame Pollocks Leistungssteigerung in den Play-offs. Abgesehen von Steven Reinprecht und Connor James hätten wir damit die besten vier Nürnberger aufgezählt. Auch das ist ein Grund für das Ende am 17. März.</p>
<p><strong>Schlechter Stil:</strong> Wo soll man da anfangen? Bei Eric Chouinard &#8211; eine Karikatur eines Vorrunden-Topscorers (warum ihn Coach Gustafsson wieder an die blaue Linie gestellt hat, ist mir nicht einsichtig); weiter zu Casey Borer &#8211; hat fatal an Sean Brown 2008 erinnert, zu lange an der Scheibe, mieses Stellungsspiel, kein Körperspiel (wer war nochmal dieser Schwachkopf, der ihm schon nach vier Spieltagen den Beinamen Eishockey-Gott verliehen hat?); zu Yasin Ehliz &#8211; tadellos in der Vorrunde, aber Benedikt Schopper hat offenbart, dass der junge Tölzer ein Disziplinproblem hat (Ehliz und Schopper haben es sich in jedem Wolfsburg-Spiel, das ich gesehen habe, richtig hart gegeben, Schopper hat dreckig gespielt, Ehliz auch &#8211; entscheidend war aber nur Ehliz&#8217; Foul vor dem 1:3); und zu den Schiedsrichtern &#8211; Piechaczek und Brüggemann haben das Spiel nicht entschieden, aber beeinflusst, Strafen für das Beinstellen gegen Chouinard und den Faustschlag gegen Frosch hätten der Partie eine andere Richtung gegeben. Egal.</p>
<p><strong>Ausblick:</strong> Gustafsson bleibt. 14 Spieler bleiben (es sei denn, Sabo kündigt Vertragsauflösungen als &#8220;Überraschung&#8221; an). Der Rest ist Spekulation, also los: Butenschön beendet seine Karriere (hat er im Interview zwar nicht gesagt, seine Mimik hat aber trotz Einschmeicheln meinerseits aber leider auch nicht das Gegenteil verraten), Leask auch &#8211; allerdings nicht in Nürnberg. Der (schwedische) Verteidiger, der ab Montag ein Ice Tiger ist (sofern nicht doch noch ein KHL-Klub dazwischenFunkt) ist offensiv weitaus stärker als Casey Borer. Noch ein bisschen wenig, ich weiß. Immerhin: Der Blogger wird auch in der kommenden Saison ein Schwachkopf bleiben &#8211; ich freu&#8217; mich darauf.</p>
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		<title>Spiel 1 (53): Leeeeaaaask!</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Mar 2013 23:33:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Böhm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Keine langen Vorreden: Es sind Play-offs, Baby! Die Fakten: Die Thomas Sabo Ice Tigers haben sich mit 3:2 (1:0, 0:1, 2:1) gegen den EHC Wolfsburg die Chance erspielt/erkämpft/ercheckt, bereits am Freitagabend in das Play-off-Viertelfinale einzuziehen. Zitierfähig, Teil eins: &#8220;Play-offs, da startet die Saison neu. Das ist wirklich etwas sehr, sehr Besonderes. Es ist eine andere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.nn-online.de/7blogger/files/2013/03/Leeeaaask1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1391" src="http://blog.nn-online.de/7blogger/files/2013/03/Leeeaaask1-300x136.jpg" alt="" width="300" height="136" /></a>Keine langen Vorreden: Es sind Play-offs, Baby!<span id="more-1384"></span></p>
<p><strong>Die Fakten:</strong> Die Thomas Sabo Ice Tigers haben sich mit 3:2 (1:0, 0:1, 2:1) gegen den EHC Wolfsburg die Chance erspielt/erkämpft/ercheckt, bereits am Freitagabend in das Play-off-Viertelfinale einzuziehen.</p>
<p><strong>Zitierfähig, Teil eins:</strong> &#8220;Play-offs, da startet die Saison neu. Das ist wirklich etwas sehr, sehr Besonderes. Es ist eine andere Art von Eishockey, diese Intensität, diese vielen kleinen Kriege, die gegeneinander geführt werden, die sich hochschaukeln, wenn man sich in kurzer Zeit immer wieder gegenübersteht. Man ist ganz anders fokussiert. Das ist immer wieder etwas Besonderes.&#8221; (Bengt-Ake Gustafsson auf die Frage, ob er vor einem Pre-Play-off-Spiel in der DEL noch nervös ist. Man kann das noch ergänzen: Play-offs, da befinden sich alle Beteiligten in einem permanenten Erregungszustand, dieses kollektive Stöhnen bei ausgelassenen Chancen, bei Fehlern, diese ewige Hoffnung, wenn ein Spieler Geschwindigkeit aufnimmt, diese immer wieder aufs Neue überraschende Erkenntnis, dass diese trotz einer zuweilen ermüdenden regulären Saison doch zumeist wunderbare Sportart, noch intensiver, schöner sein kann; Play-offs, das ist, wenn der kompetente Kollege neben mir in einem Moment entsetzt &#8220;Leeeeaaaask!&#8221; schreit und sich im nächsten Moment, nachdem Leask das Spiel entschieden hat, fassungslos in die Haare greift &#8211; Play-offs, das ist die schönste Zeit des Jahres)</p>
<p><strong>Die Statistik:</strong> Eigentlich sollte man diese Zahlen als Journalist im Kopf haben, Rob Leask spielt aber schon so lange Eishockey, dass es besser war, auf Nummer sicher zu gehen, also habe ich ihn einfach gefragt, ob er schon einmal eine Saison ohne Tor geblieben ist. &#8220;Ja&#8221;, sagt dieser abseits der Eisfläche derart zurückhaltende Mann, dass man es nicht glauben mag, wie böse er auf dem Eis werden kann (&#8220;you don&#8217;t have to be an asshole off the ice to be an asshole on the ice&#8221; &#8211; Benoit Laporte über Christian Laflamme), &#8220;das ist mir einmal passiert.&#8221; Leask war da noch süße 38 Jahre jung und erlöste sich selbst mit einem Treffer (für die Hamburg Freezers) in den Play-offs. Vier Jahre später wiederholt sich die Geschichte. Leask blieb 50 Spiele ohne Torerfolg und erlöste sich selbst, seine Kollegen und 4078 Zuschauer (abzüglich der vom NZ-Kollegen Florian Jennemann handgezählten 15 Wolfsburger) mit seinem &#8220;Sonntagsschuss&#8221; (Wolfsburgs Trainer Pavel Gross). Wen kümmerte es da noch, dass er zuvor eine, nunja, eher unglückliche Rolle spielte.</p>
<p><strong>Zitierfähig, Teil zwei:</strong> &#8220;Die Erleichterung ist groß, dass das Tor zu einem Sieg geführt hat. In den Play-offs ist es natürlich noch schöner Tore zu schießen.&#8221; (Gut, die Möglichkeit, dass Leask auf die Frage &#8220;Hat sie dieses Tor auch selbst erleichtert?&#8221; antwortet: &#8220;Erleichtert? Ich widme dieses Tor meiner Frau, meinen Kindern, Pucki, Franziskus I., Nick Tschiller und allen Zuschauern des ZDF-Fernsehgartens. Ich bin so glücklich und dankbar, dass bei der nun sehr wahrscheinlichen Meisterfeier auf dem Hauptmarkt ein Abba-Medley zum Besten geben werde&#8221; war nicht sehr groß)</p>
<p><strong>Die Wende(n):</strong> Jedes einzelne Führungstor war der Beweis, dass die Ice Tigers der nervlichen Belastung in den Play-offs gewachsen sind. Mit Steven Rupprichs sehr schönem 1:0 verschwand der letzte Rest Nervosität. Evan Kaufmanns 2:1 war die Antwort auf ein sehr unglückliches zweites Drittel, das mit dem Zwischenstand von 1:1 allerdings eher glücklich endete. Und Leasks 3:2 konterkarierte seine Leistung zuvor &#8211; dass die beim 2:2 sehr pomadig agierende zweite Reihe die Vorarbeit geleistet hatte, zeigt ebenso, dass die Mannschaft bereit ist, die eigenen Fehler auszubügeln.</p>
<p><strong>Zitierfähig, Teil drei:</strong> &#8220;In den Play-offs musst Du mental stark sein, musst Fehler und Gegentore vergessen und weiterspielen, -kämpfen und -arbeiten bis zum Schluss. Das haben wir heute gemacht.&#8221; (Ein aus durchaus nachvollziehbaren Gründen sehr gut gelaunter Evan Kaufmann formuliert Phrasen, die man im Oktober nicht mehr hören will, in den Play-offs aber mit heiligem Ernst unter eifrigem Nicken in seinen Block schreibt)</p>
<p><strong>Guter Stil:</strong> Gute, weil nachvollziehbare Schiedsrichterentscheidungen, ein angenehmes Level an Aggressivität und Provokation, gute Stimmung in einer nur zur Hälfte gefüllten Halle &#8211; vieles eignete sich, um an dieser Stelle aufgezählt zu werden. Wirklich beeindruckend aber ist, wie locker und entspannt, Bengt-Ake Gustafsson in solch einem Spiel wirkt. Gustaffson lächelt oft, grinst zuweilen, manchmal wirkt es, als würde er seinem Co-Trainer einen Witz erzählt hat. Diese Art wurde in diesem Blog schon kritisiert, in den Play-offs aber scheint Gustafsson beruhigend auf seine sensible Mannschaft zu wirken.</p>
<p><strong>Zitierfähig, Teil vier:</strong> &#8220;Enjoy the ride!&#8221; (Machen wir, Coach, machen wir doch)</p>
<p><strong>Schlechter Stil:</strong> Viel zu oft schon habe ich die Stimmung in der Arena kritisiert, obwohl ich selbst als Dauerkarteninhaber (=Jugendlicher, dessen Vater die Dauerkarte finanziert hat) nie mehr als &#8220;Jaaa!&#8221; oder &#8220;Hey!&#8221; zur Stimmung beigetragen habe. Die Atmosphäre heute war großartig. Warum aber eine Handvoll Nordkurvenfans die Ice Tigers nach dem 2:2 kämpfen sehen wollten, ist mir nicht einsichtig.</p>
<p><strong>Zitierfähig, Teil fünf:</strong> &#8220;Wir sehen uns am Sonntag.&#8221; (Eine Steilvorlage von Pavel Gross für Play-off-Trash-Talk &#8211; die Möglichkeit, dass er recht hat, aber macht diese Zeit so wunderbar)</p>
<p><strong>Unsung three stars:</strong> Joachim Meyer von den Eishockey News, weil er den Mut hatte, den unerschrockenen, zumeist sehr clever agierenden Patrick Buzas zum 1st star zu wählen &#8211; stellvertretend für Steven Rupprich und Daniel Weiß, die allesamt bestätigt haben, dass Gustafssons Entscheidung, den viertbesten Ice Tigers-Scorer auf der Bank sitzen zu lassen, richtig war. Andreas Jenike, der erneut so cool wirkte, als würde Trockeneis durch seine Adern rauschen. Und Jason Jaspers, der, jawohl, kein Tor gemacht hat und nicht so dominant war wie zuletzt in der Punkterunde, der sich aber wie immer aufopfernd in den Dienst der Mannschaft gestellt hat (kein weiteres Wort über Verletzungen).</p>
<p><strong>Das Wunder:</strong> Jame Pollock war fehlerlos, stets gefährlich, der beste Ice Tiger, wieder der Jame Pollock aus der Saison 2006/2007.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Spiel 51: Nur noch zwölf</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Mar 2013 23:43:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Böhm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Augsburg, Straubing, Hannover, München oder Wolfsburg. Klar ist, dass das weiterhin nicht klar ist, welche dieser Mannschaften am kommenden Mittwoch in der Arena auflaufen wird. Solange die Ice Tigers so spielen wie gerade eben, wird der Name des Gegners aber auch keine Rolle spielen. Womit der Versuch gescheitert ist, im Gegensatz zu meinem Zeitungsartikel zumindest [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Augsburg, Straubing, Hannover, München oder Wolfsburg. Klar ist, dass das weiterhin nicht klar ist, welche dieser Mannschaften am kommenden Mittwoch in der Arena auflaufen wird. Solange die Ice Tigers so spielen wie gerade eben, wird der Name des Gegners aber auch keine Rolle spielen. Womit der Versuch gescheitert ist, im Gegensatz zu meinem Zeitungsartikel zumindest in diesem Blog-Eintrag zu einem unaufgeregteren Ton zu finden. Nur noch zwölf solcher Leistungen bis zur Meisterschaft!<span id="more-1371"></span><!--more--><!--more--></p>
<p><strong>Die Fakten:</strong> Die Thomas Sabo Ice Tigers (51 Spiele, 77 Punkte, 155:153 Tore) haben sich mit dem, Pardon, sehr geilen 2:0 (0:0, 1:0, 1:0) gegen den Mannheimer ERC (51 Spiele, 96 Punkte, 160:123 Tore) Platz sieben und damit Heimrecht für die am Mittwochabend (19.30 Uhr) in Nürnberg beginnende Play-off-Qualifikationsrunde (nach Pre-, Vor- und erste Play-off-Runde eine neue Variante) gesichert.</p>
<p><strong>Zitierfähig, Teil eins:</strong> &#8220;Dass wir kein Tor geschossen haben, ist seltsam.&#8221; (Mannheims Trainer Harold Kreis wird den Namen Andreas Jenike nie mehr vergessen)</p>
<p><strong>Die Statistik:</strong> 34 Schüsse, kein Tor. Interessant, wie der Respekt vor dem Torhüter während des Spiels die Seiten gewechselt hat. Zunächst waren es die Ice Tigers, die es gegen Dennis Endras besonders gut machen wollten, immer noch ein bisschen länger gewartet haben, statt zu schießen, um eine Bewegung, Abpraller und neue Spielsituationen zu provozieren. Connor James hat es dann per Penalty perfekt gemacht und spätestens nach Jason Jaspers&#8217; 2:0 konnte man den Mannheimer Schützen beim Nachdenken zusehen. F..k, warum bewegt sich dieser&#8230; , F..k, wie heißt er denn eigentlich? Andreas Jenike hatte nur einen spektakulären Save (Fanghand, gegen Ende des Spiels, Name des Mannheimer bitte hier eintragen:              ), das macht den Shutout nur noch wertvoller. Jenike hat spektakuläre Saves nicht nötig, weil sein Stellungspiel und seine Ruhe überragend sind. Natürlich werden schlechte Spiele kommen, er selbst hat das angekündigt. Jenike scheint aber die mentale Stärke (und die Play-off-Erfahrung) zu haben, mit jeder erdenklichen Situation umzugehen. Auf der Torhüterposition sind die Ice Tigers nach der (angeblich nun doch nicht Saison-beendenden) Verletzung jedenfalls nicht entscheidend schlechter besetzt, als jene neun Teams, die ab Mittwoch ebenfalls um die deutsche Meisterschaft spielen dürfen.</p>
<p><strong>Zitierfähig, Teil zwei: </strong>&#8220;Morgen früh mach&#8217; ich mir mein Frühstück trotzdem noch selbst. Na, gut, vielleicht macht es morgen früh auch mal meine Freundin.&#8221; (Andreas Jenike antwortet auf die Frage, wie groß jetzt die Gefahr sei, nach einer Rolle vor dem Nürnberger Publikum abzuheben)</p>
<p><strong>Die Wende:</strong> Schon vor Connor James Penalty entwickelten die Ice Tigers in der Offensive mehr Selbstbewusstsein, setzten sich an der Bande öfter durch, hielten bei harten Checks dagegen, waren präsenter. &#8220;Die ersten zehn Minuten war Mannheim klar stärker&#8221;, gab auch Bengt-Ake Gustafsson gerne zu. &#8220;Aber dann haben wir das Tempo aufgenommen und uns dem Niveau angeglichen.&#8221; Und das erste Ausrufezeichen dahinter setzte Jason Jaspers in der 29. Minute. Sein beherztes, dynamisches Solo zeigte Mannheim, dass die Ice Tigers ihr Glück diesmal erzwingen wollten. Vor allem trat dabei mal wieder jener Jason Jaspers aus der Play-off-Finalserie 2007 auf  (die große Jaspers-Preisung aber spare ich mir noch ein wenig auf und überlasse dem Kollegen von der Eishockey News zunächst einmal den Vortritt).</p>
<p><strong>Zitierfähig, Teil drei:</strong> &#8220;Wir haben defensiv so stark gespielt (did such a great job defensively), dass wir sie damit offensichtlich frustriert haben. Das hat eindeutig den Ton für ein Wiedersehen in den Play-offs vorgegeben.&#8221; (Jason Jaspers über die Mannheimer Provokationen und Fouls &#8211; wobei er selbst am besten weiß, wie harmlos diese Mannheimer Mannschaft im Vergleich mit früheren Jahrgängen ist).</p>
<p><strong>Guter Stil:</strong> Tatsächlich ist allein Yannic Seidenberg negativ aufgefallen (hat Marcus Kink eigentlich auch mitgespielt?). Und dementsprechend folgt jetzt ein Satz, den man sich als Nürnberger Berichterstatter eigentlich nicht erlauben sollte: Mnnhm hat mich trotz der Niederlage beeindruckt, im Allgemeinen durch eine kompakte Mannschaftsleistung, durch physische, aber nicht auffällig unfaire Spielweise, durch herrliche Checks und im Speziellen durch Shawn Belle, Dennis Reul, Jamie Sifers und, auch wenn das keine wirkliche Überraschung ist, Dennis Endras.</p>
<p><strong>Schlechter Stil:</strong> Nein, es geht nicht schon wieder um eine Schiedsrichterleistung. Es geht um ein Foul, das nicht geahndet wurde, weil sich Yan Stastny nicht weinend auf dem Eis gewälzt hat und sich dabei die Backe aufgekratzt hat. Stastny hatte den Puck verloren, weil ihn ein Mannheimer mit dem Stock im Gesicht behandelt hat. Würde Stastny zu schnellem Nasebluten neigen, hätte der Mannheimer duschen gehen können. so gab es nicht einmal zwei Minuten. Stastny selbst musste wegen einer solchen Situation in Hannover zuletzt schon in der ersten Minute vom Eis. Lieber Herr von Ameln, diese schwachsinnige Regel MUSS überdacht werden.</p>
<p><strong>Zitierfähig, Teil vier:</strong> &#8220;Wir wollten uns selbst beweisen, dass wir diese Teams schlagen können. Und den Teams zeigen, dass es verdammt hart wird, uns zu schlagen.&#8221; (Für Bengt-Ake Gustafsson haben die Play-offs auch bereits am Freitagabend begonnen)</p>
<p><strong>Unsung 3 stars: </strong>Wie schwierig die Beurteilung einzelner Spieler in dieser Saison ist, zeigte dieses 2:0 gegen Mannheim exemplarisch. Wenn das Team funktioniert, wenn keiner ausschert, wenn sich jeder für den anderen opfert, dann fallen ehrliche Abwehrspieler wie Rob Leask und Sven Butenschön sowie in jeglicher Hinsicht auffällige Verteidiger wie Tim Schüle und Jame Pollock kein bisschen negativ auf. Pollock war im ersten Drittel der einzige torgefährliche Nürnberger, Schüle hat seine Fehler minimiert und sich in kurzer Zeit doch noch zu einem stabilen, trotzdem offensiv präsenten DEL-Verteidger entwickelt. Und Butenschön und Leask waren nicht nur gemessen an ihrem biblischen Alter sehr solide.</p>
<p><strong>In eigener Sache: </strong>Stick tap to Christoph Benesch. Keine Ahnung, wie er das gemacht hat, aber irgendwie hat er mit seinem Smartphone ein stabiles kabelloses Netzwerk erschaffen (Yedi?), das es mir doch noch möglich gemacht hat, meinen Text in die Redaktion zu schicken. Danke. Und @den anderen Statistiker: Ich habe so getan, als hätte ich Deinen Witz verstanden (war es überhaupt ein Witz?), habe wissend gelacht. An dieser Stelle aber will ich gestehen, dass ich noch immer nicht verstehe, was Du mir sagen wolltest. Sorry.</p>
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		<title>Spiel 47: Spiel zwei nach der Wende?</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Feb 2013 23:10:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Benesch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist die letzte Chance, diese Saison doch noch versöhnlich zu beenden. Und die Ice Tigers scheinen dies wirklich kapiert zu haben. Zugegeben: Wie denke ich alle anderen Nürnberger waren auch wir Journalisten heute skeptisch: Ja, klar, tolle Leistung in Düsseldorf. Aber wie oft haben wir in dieser Saison schon gedacht: Jetzt ist der Knoten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist die letzte Chance, diese Saison doch noch versöhnlich zu beenden. Und die Ice Tigers scheinen dies wirklich kapiert zu haben. Zugegeben: Wie denke ich alle anderen Nürnberger waren auch wir Journalisten heute skeptisch: Ja, klar, tolle Leistung in Düsseldorf. Aber wie oft haben wir in dieser Saison schon gedacht: Jetzt ist der Knoten geplatzt? Und als die ersten zehn Minuten vorüber waren, die Ice Tigers noch keinen Schlittschuh ins Wolfsburger Drittel gesetzt, dafür schon drei Strafzeiten kassiert hatten &#8211; da waren auch wir wieder enttäuscht und sahen uns bestätigt, dass diese Mannschaft so viel kann, es aber nicht kann, das kontinuierlich aufs Eis zu bringen. Doch was dann ab dem Tor zum 1:0 &#8211; dem ersten Torschuss &#8211; folgte, war eine höchst beeindruckende Vorstellung der Ice Tigers, die ratlos macht. Ratlos deshalb, weil man gar nicht darüber nachdenken möchte, wo diese Mannschaft stehen könnte, wenn sie schon die gesamte Saison auf diesem Niveau spielen würde. <img src="http://blog.nn-online.de/7blogger/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" />Ein Fiasko ist, dass sich mit Yasin Ehliz nach Marco Nowak schon der zweite Spieler verletzt hat, der zu den wenigen Lichtblicken dieser Saison zählte. Es bleibt zu hoffen, dass die Verletzung nicht so schlimm ist, wie man nach Pressesprecher Roman Horlamus`Aussage (&#8220;Es knackt irgendwas im Brustkorb&#8221;) zu befürchten hat. Sind wir lieber so optimistisch wie Oberoptimist Bengt Ake Gustafsson: &#8220;Yasin war nicht mehr bei 100 Prozent, also konnte er nicht mehr aufs Eis. Ich weiß nicht, wie schlimm die Verletzung ist, aber so wie ich das bewerte, ist das nichts Schlimmes.&#8221;</p>
<p><strong>Die Fakten:</strong> Die Thomas Sabo Ice Tigers (47 Spiele, 68 Punkte, 144:145 Tore, Platz 8 ) haben mit dem 4:0 (2:0, 1:0, 1:0) gegen die Grizzly Adams Wolfsburg (48 Spiele, 65 Punkte, 128:141 Tore, Platz 11) ein überaus erfolgreiches Sechs-Punkte-Wochenende abgeschlossen und sich &#8211; zumindest bis Montag &#8211; auf Platz 8 vorgearbeitet. Die Pre-Playoffs sind wieder greifbar! Nicht nur zwei Siege standen nach diesen zwei Spielen in Düsseldorf und zu Hause gegen Wolfsburg zu Buche, sondern es wurde auch gehörig etwas fürs Torverhältnis getan: 11:1 Treffer, Tyler Weiman hielt in 120 Minuten Eishockey 65 von 66 Schüssen &#8211; eine Quote von 98,5 Prozent. Dem 7:1-Sieg gegen Düsseldorf folgte Weimans erster Shut-Out dieser Saison &#8211; fünf Spieltage vor Rundenschluss hat auch der Goalie mit seiner besten Leistung der Saison gezeigt, wozu er eigentlich fähig ist.</p>
<p><strong>Zitierfähig, Teil eins:</strong> &#8220;Oh yeah, it had a long time in the coming. But now its just a very special day for me.&#8221; (Tyler Weiman, angesprochen auf seinen ersten Shut-Out der Saison im 47. Spiel)</p>
<p><strong>Die Statistik:</strong> Selten kann man anhand der Statistik eines Spieles so eindrucksvoll sehen, dass nichts so sehr über ein Ergebnis hinwegtäuscht wie eine Statistik. Beispiele gefällig? Schüsse: Wolfsburg 33, Nürnberg 25; Minuten in Überzahl (zirka): Wolfsburg 14:30, Nürnberg 5; Überzahlsituationen: Wolfsburg 9 (kein Tor), Nürnberg 4 (kein Tor); Strafzeiten insgesamt: Wolfsburg 12, Nürnberg 22. Tore: Wolfsburg 0, Nürnberg 4, Punkte: Wolfsburg 0, Nürnberg 3. Fans (geschätzt): Wolfsburg 3, Nürnberg 3600.</p>
<p><strong>Fotomotiv, Teil 1: </strong>Die Journalisten möchten gern in die Mixed Zone, müssen aber noch vor einer Glastür warten. Der Grund: Die Ice Crew nimmt gerade Position ein, die hübschen Mädels lächeln, zeigen ihre langen Beine und wuscheln mit ihren silbernen Hand-Wuscheln in die Kamera. Vor ihnen, strahlend und auf den Knien: Daniel Piechaczek, Carsten Lenhart, Benjamin Hoppe und Christoffer Hurtig &#8211; die Schiedsrichter.</p>
<p><strong>Die Wende: </strong>Fand bereits vor dem Düsseldorfspiel statt. &#8220;Wir haben uns zusammengesetzt und besprochen, dass es so nicht weitergehen kann. Wir wollten endlich wieder einfacher spielen, hart arbeiten, wollten weniger Chancen zulassen, weniger Fehler machen&#8221;, sagte Bengt Ake Gustafsson nach der Pressekonferenz. Fast wortgleich erzählte Tyler Weiman nur Minuten vorher von dem ernsten Gespräch unter Männern, davor wiederum Kapitän Patrick Reimer. Vielleicht war es die entscheidende Wende der Saison &#8211; was Gustafsson so nicht stehen lassen mag: &#8220;Es ist zu bald um zu sagen, dass das die Wende war. Das Gespräch hat uns aufs richtige Gleis gebracht, jetzt geht es darum, weiter darauf zu bleiben. Es bringt nichts, wenn wir uns jetzt zurücklehnen und sagen: Mensch, waren wir gut. Sondern wir müssen hart arbeiten, nicht nach hinten, sondern nur nach vorne schauen. Da kommen jetzt weitere sehr schwierige Spiele auf uns zu.&#8221;</p>
<p><strong>Zitierfähig, Teil zwei:</strong> „Ich würde nicht sagen: Der Knoten ist geplatzt. Ich würde sagen: Wir haben jetzt endlich die richtige Auffassung, wie wir in Spiele gehen müssen um zu gewinnen. Wir dürfen uns jetzt nicht wieder damit zufrieden geben, dass wir zweimal gut gespielt und gewonnen haben. Wir müssen so weitermachen, dann können wir denke ich noch ein gutes Wörtchen mitreden in dieser Saison.&#8221; (Patrick Reimer auf die Frage, ob jetzt der Knoten geplatzt ist)</p>
<p><strong>Fotomotiv, Teil II: </strong>Kaum ist das Spiel aus, muss Pucki vor der Ice Tigers-Kabine ein kleines Baby entgegen nehmen und hochhalten. Das Baby schaut skeptisch in das Plüschgesicht. Man erkennt, zu wem es gehört, an dem weißen Eisbären-Mützchen, dass es schon bei der Wintergame-Ehrenrunde auf dem Arm von Papa Aab aufhatte.  Jetzt laufen zwei weitere junge Mädchen zu Pucki, stellen sich daneben &#8211; und strahlen. Einige Meter entfernt, mit Kamera: Mama Aab, die einen Schnappschuss fürs Familienalbum macht.</p>
<p><strong>Guter Stil:</strong> &#8230;oder besser: Guter Tanzstil: Was Tyler Weiman samt Schoner und Schlittschuhen mit Pucki zu &#8220;Gangnam Style&#8221; aufs Eis zauberte, war allererste Sahne. So ausgelassen feiern hat man den Goalie bislang nur nach dem Winter Game gesehen. Vielleicht wird das der Rote Faden der Playoffs &#8211; ein tanzender Weiman, nach jedem Sieg?</p>
<p><strong>Schlechter Stil:</strong> Was Daniar Dshunussow anstellte, als Dusan Frosch zwischen seinem Tor und der Bande auf dem Bauch lag, hatte mit Eishockey wenig zu tun. Der Wolfsburger Torhüter stürzte sich auf den Ice Tiger, nahm all seinen Frust von vier Gegentoren zusammen &#8211; und trat zu, mit den Schlittschuhen. Was Kollege Böhm sogleich per SMS schickte: &#8220;Gerade nachgesehen: jüngstes del-strafmaß bei schlittschuh-tritt &#8211; zwei spiele sperre&#8221;.</p>
<p><strong>Zitierfähig, Teil drei:</strong> &#8220;Es war jedem bewusst, was auf dem Spiel steht. Wir haben immer an uns geglaubt, auch wenn wir gewusst haben, dass vor diesem Wochenende nicht alles gut gelaufen ist. Einiges war sogar richtig schlecht. Da wollten wir heute das Spiel angehen wie ein Playoff-Spiel und man hat denke ich gesehen, dass die Mannschaft Charakter hat. Das war die richtige Reaktion auf diese Wochen, die richtige Antwort auf viel Kritik.&#8221; (Patrick Reimer)</p>
<p><strong>Unsung hero:</strong> Für mich: Brett Festerling und Sven Butenschön, gerade weil sie diesmal nicht herausstachen mit ihrer starken Defensivarbeit &#8211; einfach, weil endlich auch die anderen um sie herum starke Defensivarbeit leisteten. Sie sind aber die Heros, weil sie sich schon immer in die Schüsse schmeißen, harte Checks auspacken und auch einstecken können.</p>
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		<title>Spiel 44: Golf statt geil</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Feb 2013 20:42:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Böhm</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die einleitenden Worte habe ich mir für den Schluss aufgehoben: Mein Sohn hat gerade seinen Schnuller aus dem Gitterbett geschmissen, gerade soweit, dass er nicht mehr hingekommen ist. Das rückt einen solchen Abend natürlich in eine ganz andere Perspektive. Es gibt Schlimmeres als demotivierte Eishockey-Spieler, die in den Golfclubs von Florida, British Columbia, Mallorca und Ontario wahrscheinlich längst ihr Kommen für Mitte März angekündigt haben.<span id="more-1355"></span><img src="http://blog.nn-online.de/7blogger/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<p><strong>Die Fakten:</strong> Die Thomas Sabo Ice Tigers (44 Spiele, 62 Punkte, 131:138 Tore, Platz 9) haben mit dem 1:4 (0:2, 1:2, 0:0)  gegen den Krefelder EV (45 Spiele, 76 Punkte, 142:124 Tore, Platz 3) bewiesen, was man aufgrund des Sechs-Punkte-Wochenendes gegen sehr schwache Gegner kurzzeitig verdrängt hatte: Auch wenn das niemals niemand zugeben würde, die Mannschaft hat diese Saison tief im Inneren längst aufgegeben. Und die sportliche Führung wohl auch &#8211; einen oder zwei Spieler, die vom Renommee in diese potenziell hochkarätige Mannschaft gepasst hätten, die gab der europäische Markt nach der Lockout-Verzerrung wohl wirklich nicht her, einen ehrlich arbeitendenden Spieler, der für ein bisschen Konkurrenz und Sicherheit (wie Krefelds Kevin Clark) hätte sorgen können, hätte man aber wohl bekommen. Aber vielleicht wollte man sich das Geld sparen &#8211; diese Entscheidung wäre durchaus nachvollziehbar.</p>
<p><strong>Zitierfähig, Teil eins:</strong> „Sehrdscho, Sehrdscho Momessooo, ohoo, Serrdscho, Serrdscho Momessoo.&#8221; (Beste Fanreaktion seit, nunja, seit dem Umzug vom Lindestadion in die Arena.)</p>
<p><strong>Die Statistik:</strong> Ich könnte jetzt noch einmal heraussuchen, wie lange Eric Chouinard schon nicht mehr getroffen hat (28. Januar?) oder noch einmal die Bilanzen der beiden Trainer gegenüberstellen (werde ich am Montag für einen Print-Kommentar noch einmal machen müssen). Das erspar ich uns aber, stattdessen folgt die DEL-Tabelle im neuen Jahr: 1. Köln 26 Punkte, 2. Mannheim 24, 3. Wolfsburg und Ingolstadt je 23, 5. Iserlohn 19, 6. Düsseldorf, Augsburg, Hannover und Straubing je 18, 10. Berlin 17, 11. <strong>Krefeld</strong> und Hamburg je 15, 13. München 14, 14. <strong>Nürnberg</strong> 13. Erste nicht sehr überraschende Erkenntnis: Den Trainerwechsel hätte man sich komplett sparen können. Die zweite Erkenntnis: Im Kampf um einen Platz in den Vor-Play-offs ist nicht der EHC München gefährlich, sondern der Grizzly Adams aus Wolfsburg. Und die dritte Erkenntnis/Vermutung: Die Krefelder sitzen wahrscheinlich gerade im Bus und fragen sich, warum das gerade gar so einfach war, drei Punkte aus Nürnberg mitzunehmen.</p>
<p><strong>Die Wende:</strong> Zum Abschluss einer Drangphase trifft Marco Nowak den Außenpfosten, Kevin Clark im Gegenzug nicht einmal das Nürnberger Tor. Weil aber weder Rob Leask noch Nowak den (unglücklichen) Abpraller abräumen, trifft Horst Schimanski auch ohne seine beigefarbene Feldjacke zum 2:0. Danach war das Spiel aus Nürnberger Sicht vorbei.</p>
<p><strong>Zitierfähig, Teil zwei:</strong> „Wir haben hart gearbeitet.&#8221; (Bei allem Respekt vor diesem Welttrainer, aber meint Bengt-Ake Gustafsson das wirklich ernst?)</p>
<p><strong>Guter Stil:</strong> Serrdscho Mommessoo. Mehr will mir da heute nicht einfallen. Wobei, die Ice Crew kann an solchen Abenden auch ein wenig Trost spenden. #Aufschrei.</p>
<p><strong>Schlechter Stil:</strong> Eine Frage: Was hat Andreas Jenike angestellt, dass man so mit ihm umspringt? Trainer und Manager preisen seine Einstellung, seine Trainingsleistungen &#8211; warum darf er dann nur spielen, wenn Tyler Weimans Unfähigkeit seiner Mannschaft in jedem Spiel, eine Chance auf den Sieg zu geben? Noch eine Frage: Warum muss Rob Leask noch immer Power-Play spielen? Warum dilettiert Steven Reinprecht bei numerischer Überlegenheit noch immer an der blauen Linie? Patrick Reimer hat bei der Olympia-Nicht-Quali durch Entscheidungsschnelligkeit, Passsicherheit und einen harten Schuss geglänzt, warum probiert King Gus das nicht in Nürnberg aus?</p>
<p><strong>Unsung hero:</strong> 19 bis 20 Krefelder fielen mir sofort ein, aber irgendwie kein Nürnberger. Hmm.</p>
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		<title>Spiel 41: Nummer 28 checkt</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Feb 2013 23:35:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Böhm</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Augsburger EV]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn man wirklich gar nichts mehr von einer seltsamen Eishockey-Saison erwartet, dann wird es plötzlich total verrückt: Steven Reinprecht hat einen Check zu Ende gefahren. Das Spiel vor und nach diesem Wunder war auch recht aussagekräftig – in jeglicher Hinsicht. Die Fakten: Die Thomas Sabo Ice Tigers (41 Spiele, 59 Punkte, 124:129 Tore, Platz 9) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man wirklich gar nichts mehr von einer seltsamen Eishockey-Saison erwartet, dann wird es plötzlich total verrückt: Steven Reinprecht hat einen Check zu Ende gefahren. Das Spiel vor und nach diesem Wunder war auch recht aussagekräftig – in jeglicher Hinsicht.<span id="more-1353"></span></p>
<p><strong>Die Fakten:</strong> Die Thomas Sabo Ice Tigers (41 Spiele, 59 Punkte, 124:129 Tore, Platz 9) haben mit dem 6:4 (3:0, 2:1, 1:3) gegen den Augsburger EV (42 Spiele, 61 Punkte, 111:129 Tore, Platz <img src='http://blog.nn-online.de/7blogger/wp-includes/images/smilies/icon_cool.gif' alt='8)' class='wp-smiley' /> den Rückstand auf eine direkte Play-off-Qualifikation auf fünf Punkte verkürzt und den Vorsprung auf Platz elf von einem auf einen Punkt vergrößert (soll heißen: schön war&#8217;s, aber der Weg in die Play-offs wird noch verdammt hart).</p>
<p><strong>Zitierfähig, Teil eins:</strong> „Ich habe seit Wochen nicht auf die Tabelle geschaut.“ (Patrick Reimer direkt nach dem Spiel, und, nein, er war trotzdem nicht überrascht, dass seine Ice Tigers in der Tabelle nicht ganz oben zu finden sind)</p>
<p><strong>Die Statistik:</strong> 17:3 Schüsse, noch einmal, siebzehn zu drei Schüsse. In 20 Minuten. Für Augsburg. Nürnberg hat wirklich alles dafür getan, die ersten sehr souveränen 40 Minuten im Schlussdrittel zu konterkarieren. So ermutigend die ersten zwei Drittel waren, so entmutigend waren die dritten 20 Minuten. „Zu passiv“ nennen das Eishockey-Trainer, egal, aus welchem Herkunftsland. Erstaunlich, finde ich, passt eher zu der Art, wie die Ice Tigers plötzlich den Fokus verloren haben. Die Gier auf Tor, der Hunger, alles war verschwunden. Bis auf ein paar Ausnahmen, die ob des unruhigen Saisonverlaufs auch Gründe dafür haben (zum Beispiel: Reinprecht), machen die Spieler nicht den Eindruck, nicht ausreichend fit zu sein. Ein mentales Problem wäre für die (Pre-)Play-offs aber nicht weniger besorgniserregend.</p>
<p><strong>Die Wende:</strong> Reimer höchstpersönlich gab die Richtung vor – mit einem Check nach wenigen Sekunden. Mir kam es so vor, als wäre das erste Check seit dem Heimspiel gegen Mannheim gewesen. „Unser erster Sturm hat uns die Richtung gewiesen“, befand Bengt-Ake Gustafsson später. Mit dieser Aggressivität gaben erstmals seit langer Zeit die Ice Tigers die Härte vor, Augsburg konnte später nur noch kontern, da waren die Nürnberger vorbereitet.</p>
<p><strong>Zitierfähig, Teil zwei:</strong> „Wir waren hungrig auf diesen Sieg. Wir haben zuletzt auch schon gut genug gespielt, um zu gewinnen. Diesmal wollten wir uns belohnen.“ (Brett Festerling lachte danach noch breiter als alle anderen. Nach einem durch hartnäckige Leistenprobleme erschwerten Start in seine Europa-Karriere und weiterer Verletzungen hat der Deutschkanadier endlich zu seinem Spiel gefunden. Dass er nach vielen guten Chancen endlich sein erstes Tor geschossen hat, ließ ihn aus dem Nürnberger Gaudiwurm noch herausstechen)</p>
<p><strong>Guter Stil:</strong> Marian Rohatsch hat mir den Glauben an bessere Zeiten zurückgegeben. Was Lars Brüggemann kann, wusste man schon vorher. Aber auch sein Nebenmann, ebenfalls ein ehemaliger (Halb-)profi überzeugte mit einer souveränen, stets nachvollziehbaren Spielleitung. Wenn dieses Wir-machen-durchschnittliche-Spieler-zu-guten-Schiedsrichtern-Programm weiterhin solch gute Ergebnisse hervorbringt, darf man hoffen, dass solch gute Leistungen in Zukunft zur Regel werden.</p>
<p><strong>Schlechter Stil:</strong> Eigentlich muss man Daryl Boyle dankbar sein. Wenigstens einer, der ein bisschen Gift in dieses Derby gebracht hat. Den Schiedsrichtern gebührt weiteres Lob, dass sie nach seinem Ausraster nicht (wie es wahrscheinlich viele ihrer erfahrenen Kollegen es getan hätten) auch Reimer noch hinausschickten. (Das Sprachniveau dieses Blog-Eintrags passt leider auch in diese Kategorie)</p>
<p><strong>Zitierfähig, Teil drei:</strong> „Manchmal muss ein Trainer über den nächsten Wechsel, das nächste Spiel hinausdenken. Patrick ist unser wichtigster Spieler. Ich dachte, dass es für uns und für ihn im Kampf um einen Play-off-Platz besser ist, wenn ich ihn drinlasse. Während eines Spiels muss ein Trainer viele solcher Entscheidungen treffen. Im Nachhinein denke ich, dass es eine gute Entscheidung war.“ (Augsburgs Coach Larry Mitchell auf die Frage, warum er Patrick Ehelechner nicht wie in Krefeld nach drei Gegentoren vom Eis genommen hat)</p>
<p><strong>Unsung hero:</strong> Nach dem Iserlohn-Spiel habe ich an dieser Stelle die Leistung von Brett Festerling gepriesen. Ich gehe allerdings nicht davon aus, dass nun Sven Butenschön am Sonntag in Straubing ein Tor schießen wird. Seine Leistung gegen Augsburg aber war tadellos. Butenschön spielte stets hart an der Grenze, konsequent und konzentriert. Butenschön war nie das Problem dieser Ice Tigers. Schade, dass das nicht jeder sieht.</p>
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		<title>Spiel 40: Ein Punkt zu wenig (für Iserlohn)</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Jan 2013 21:03:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Böhm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ach, großartiger Devid Striesow, warum haben Sie sich nur an diese Ignoranten vom Saarländischen Rundfunk verkauft. Was für ein Klamauk. Wie, hier geht&#8217;s gar nicht um den Tatort? Eishockey? Mit den Ice Tigers? Ach, nee&#8230; Die Fakten: Das 1:2 (0:0, 1:0, 0:1, 0:0, 0:1) der Thomas Sabo Ice Tigers  (Platz 10, 40 Spiele, 56 Punkte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ach, großartiger Devid Striesow, warum haben Sie sich nur an diese Ignoranten vom Saarländischen Rundfunk verkauft. Was für ein Klamauk. Wie, hier geht&#8217;s gar nicht um den Tatort? Eishockey? Mit den Ice Tigers? Ach, nee&#8230;<span id="more-1344"></span></p>
<p><strong>Die Fakten: </strong>Das 1:2 (0:0, 1:0, 0:1, 0:0, 0:1) der Thomas Sabo Ice Tigers  (Platz 10, 40 Spiele, 56 Punkte, 118:125 Tore) gegen die Iserlohn Roosters (Platz 12, 40 Spiele, 55 Punkte, 107:122 Tore) nach Penalty-Schießen war die fünfte Niederlage in Folge. Bengt-Ake Gustafssons Punkteschnitt (1,4 pro Spiel) nähert sich damit dramatisch dem von Jeff Tomlinson (1,36) an. Vom Toreschnitt und von der Power-Play-Quote will ich gar nicht erst wieder schreiben müssen.</p>
<p><strong>Zitierfähig, Teil eins von einem:</strong> &#8220;Mit nur einem Tor ist es schwierig zu gewinnen.&#8221; (Wie oft hat Bengt-Ake Gustafsson diesen Satz jetzt schon sagen müssen. Ich habe erstmals seit zehn Jahren den gemütlichen Teil der Pressekonferenz geschwänzt, weil ich es nicht ertragen konnte, wie sich dieser honorige Fachmann weitere Durchhalteparolen einfallen lassen muss. Der Schwede ist ein großartiger Trainer, aber in Nürnberg der falsche Mann zum falschen Zeitpunkt. Weitere Zitate gibt es heute nicht, auch weil die aufschlussreichen Gespräche bei den Ice Tigers derzeit nur unter Voraussetzung geführt werden, dass daraus eben nichts an die Öffentlichkeit kommt.)</p>
<p><strong>Die Statistik:</strong> Patrick Reimer hat seit dem 11. Januar nicht mehr getroffen, Connor James und Jason Jaspers seit dem Winter Game, Steven Reinprecht seit dem 30. Dezember des Vorjahres, Eric Chouinard seit dem 28. Dezember und JamePollock seit dem 21. Dezember nicht mehr (so ähnlich steht das auch in der Montagsausgabe der NN, Pardon). So viel Talent in dieser Mannschaft, so wenig Tore &#8211; bei fünf dieser Spieler liegt das nicht an mangelndem Engagement.</p>
<p><strong>Die Wende:</strong> Was ist da in der zweiten Drittelpause passiert? Iserlohn kam heiß aus der Kabine, Nürnberg tiefgekühlt. Fünf Minuten mussten die Roosters ein wenig auf das Tempo drücken, das reichte zum Ausgleich. Letztendlich haben die Gäste mit zwei Punkten einen zu wenig geholt. Nach einem starken zweiten Drittel genügte ein Rückschlag, um die Ice Tigers auszuknocken. Hätte Iserlohn da nachlegen können, wäre uns allen diese (von Reimers Alleingang mal abgesehen) grotesk ereignislose Verlängerung erspart geblieben.</p>
<p><strong>Guter Stil:</strong> Kein schlechtes Wort über diese Schiedsrichter, vielleicht lag es daran, dass ein Gast aus der Schweiz auf dem Eis war.</p>
<p><strong>Schlechter Stil:</strong> Eric Chouinards Talent, in 65 Minuten niemanden berühren zu müssen. Gustafsson wiederholt eigenartige Entscheidung, Reimer Penalty schießen zu lassen (ein Torjäger, ein tadelloser Sportsmann, natürlich, aber gegen seine Bruder? Nachdem er kurz zuvor einen Alleingang ziemlich kläglich vergeben hat?). Steven Reinprechts Leistung. Jame Pollocks Aufbaupässe. Egal, suchen Sie was Unschönes aus.</p>
<p><strong>Unsung hero:</strong> Brett Festerling war nicht weniger als saustark. Gute Schüsse, sichere Pässe, starkes Stellungsspiel, ein schöner Check gegen den Schweizer Schiedsrichter. Wenigstens ein Lichtblick an diesem düsteren Abend.</p>
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		<title>Spiel 37: Immer nur Ehliz</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jan 2013 23:25:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Böhm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich hätte man es ahnen können: Was soll denn nach einem Arbeitstag, an dem man sich ausschließlich mit einem Soziopathen wie Lance Armstrong beschäftigen musste, groß rauskommen? Eishockeykunst? Nein, zu meinem persönlichen 18. Januar 2013 hat dieses 1:3 perfekt gepasst. Aber dass mich Fans danach für meine angeblich viel zu positive Berichterstattung kritisieren, sich aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich hätte man es ahnen können: Was soll denn nach einem Arbeitstag, an dem man sich ausschließlich mit einem Soziopathen wie Lance Armstrong beschäftigen musste, groß rauskommen? Eishockeykunst? Nein, zu meinem persönlichen 18. Januar 2013 hat dieses 1:3 perfekt gepasst. Aber dass mich Fans danach für meine angeblich viel zu positive Berichterstattung kritisieren, sich aber nach eigentlich ganz vernünftigen Gesprächen als Leser der Nürnberger Zeitung herausstellen – das hat mir den Rest gegeben.<span id="more-1339"></span></p>
<p><strong>Die Fakten:</strong> Die Thomas Sabo Ice Tigers (37 Spiele, 55 Punkte, 114:115 Tore, Platz neun) haben mit dem 1:3 (1:0, 0:1, 0:2) auch das dritte Saisonspiel gegen die Hannover Scorpions (39 Spiele, 56 Punkte, 98:113 Tore, Platz acht) verloren – und das an einem Abend, an dem ihre direkten Konkurrenten gepunktet haben. Aber genau das ist ja das Problem dieser Ice Tigers: Hannover, Iserlohn, Augsburg und München wollen sie als Konkurrenten kaum anerkennen.</p>
<p><strong>Zitierfähig, Teil eins:</strong> „Schade. Scheisse. Wie kann das passieren?“ (Patrick Reimers Kumpel Campino fragt sich dem Spiel, was sich viele fragen – ein- bis viermal, fünfmal kann das einer hochkarätig besetzten Mannschaft in einer langen DEL-Saison schon passieren, aber nicht so oft wie den Ice Tigers 2012/2013)</p>
<p><strong>Die Statistik:</strong> Yasin Ehliz immer wieder als besten Spieler zu bezeichnen, nur um damit auszudrücken, wie enttäuschend die Leistung der anderen Ice Tigers ist, das kann man sich mittlerweile sparen. Dieser Vergleich wird Ehliz nicht gerecht. Ehliz ragt Woche für Woche aus dieser Mannschaft heraus, weil er härter arbeitet als seine namhaften Kollegen, weil er als einziger das gegnerische Tor hart attackiert, weil er keine Angst kennt und mit Leidenschaft Eishockey spielt. Fünf Punkte hat er in den letzten sieben Spielen gemacht. Gefühlt ist er seit dem Winter Game der einzige torgefährliche Nürnberger. (Sehr seltsam: Wie Eric Chouinard bei Ehliz&#8217; 1:0 zu einem Assist kam, weiß wohl nur dieses hinreißend komische Schiedsrichterduo)</p>
<p><strong>Zitierfähig, Teil zwei:</strong> „Wir haben einfach die richtige Taktik gewählt.“ (Ohne es zu wollen, brüskiert Igor Pawlow den Olympiasieger und Weltmeister rechts neben sich, Hannovers Trainer erklärte den Ice Tigers dann noch, wie man in dieser DEL zu Erfolgen kommt: „Unsere Stürmer müssen über die Zweikämpfe ins Spiel kommen, in die Ecken gehen. So haben wir über 60 Minuten mehr vom Spiel gehabt.“)</p>
<p><strong>Die Wende:</strong> Steven Rupprich legt überflüssigerweise noch mal auf Brett Festerling ab und all die anderen oft schon im Ansatz leichtfertig vergebenen Chancen (Gusstafsson: „Die Verteidiger lagen schon auf dem Boden und wir trotzdem noch versucht, durch sie durchzupassen.“). Jeder einzelne grauenvolle Fehlpass. Jede einzelne Situation, in der die Ice Tigers ihren Gegnern den Puck mehrmals auflegten. Man kann es sich aussuchen. Dieses Spiel nahm an keinem bestimmten Punkt eine andere Richtung. Dieses Spiel war von vorneherein verkorkst – genauso wie mitterlweile auch diese gesamte Saison von vorneherein verkorkst zu sein scheint.</p>
<p><strong>Guter Stil:</strong> Das Bemühen der Fans, dem miesen Spiel zu trotzen, den Restschwung aus dem Winter Game zu nutzen und Stimmung zu machen. Nicht nur mir ist das aufgefallen. Mehr will mir für diese Rubrik nicht einfallen.</p>
<p><strong>Schlechter Stil:</strong> Steven Reinprecht war grauenvoll, das wollte selbst der sehr vorsichtige Gustafsson eingestehen („sein schlechtestes Spiel seitdem ich hier bin“). Er verkörpert die Totalverweigerung der Ice Tigers für den Erfolg Schmerzen in Kauf zu nehmen. Ein totales Rätsel ist mir Jame Pollock: Wie kann ein Verteidiger, der stets den Kopf oben hat, der sich andauernd orientiert und dabei so wirkt, als hätte er das Spiel unter Kontrolle, derart viele verheerende Fehlpässe spielen? An einer ungeklärten Vertragssituation, die ihn belastet, kann das jedenfalls nicht liegen. Und ein Gag zu den vier Komikern in Streifen will mir jetzt auch nicht mehr einfallen. Morgen geht es zum All-Star-Spiel einer Liga, die sich Beko-BBL nennt. Mal sehen, ob dieses Wochenende tatsächlich noch einmal besser wird.</p>
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