Spiel 34: Die Schuldfrage

Foto: Thomas Hahn/Zink

Eishockey ist nicht der geilste Sport der Welt. Genau so wenig ist Nürnberg die geilste Stadt der Welt. Und dass es Überraschungen, spektakuläre Spielverläufe und Spannung nur im Eishockey/Fußball/Badminton/Mölkky gibt, ist natürlich auch Blödsinn. Ich will aber behaupten, dass Eishockey der geilste Sport ist, den ich bislang ausgeübt habe. Ich will es behaupten und kann es auch begründen: Weil Eishockey sich selbst auf dem niedrigsten Niveau, auf dem es gerade noch als Eishockey zu erkennen ist, rasant anfühlt, hart und endcool. Ich hatte heute das Vergnügen, vor dem Spiel der Ice Tigers gegen Ingolstadt mit den Nürnberg Islanders aufs Eis zu gehen. Die Islanders sind eine junge Hobbymannschaft, die auf Social Media bislang erfolgreicher ist als auf dem Eis, die in der NEHL kurz vor dem ersten Torerfolg und sicher dann auch bald vor dem ersten Punktgewinn steht, die von Menschen gegründet und mit prallem Leben gefüllt wird, die Eishockey lieben. Von außen hat das, nunja, nicht besonders aufregend ausgesehen, @fetzi6 wird das bestätigen können, aber angefühlt hat es sich wie das Finale der U20-WM. Das war der schöne Teil des heutigen Blog-Eintrags.

Warm-up

  • Wir werden das hier heute ein bisschen anders aufziehen. Im Warm-up geht es um Nebensächlichkeiten, die mit der desaströsen Form der Ice Tigers nur am Rande zu tun hat. Zum Beispiel: Jim O‘Brien dürfte wieder Eishockey spielen, also Profi-Eishockey mit Schiedsrichter und echten Checks und so. Weil Jim O‘Brien aber seit sehr langer Zeit nicht mehr richtig Eishockey spielen hat können, sehr lange Zeit hat er sich nicht einmal richtig bewegen können, wird man den Kanadier wohl auch am kommenden Wochenende noch nicht im Trikot der Ice Tigers sehen können. Auf das Happy-end einer ganz erstaunlichen Comeback-Geschichte wird man noch etwas länger warten müssen.
  • Kurt Kleinendorst hat keinen Anruf von Lars Brüggemann, Gernot Tripcke oder Jörg von Ameln bekommen. Kleinendorst wird nach seiner wohltemperierten Kritik nach dem 4:5 gegen Iserlohn (hier noch einmal nachzulesen) keinen Teil seines Gehalts an die Deutsche Eishockey Liga überweisen müssen. Er wird die Defizite in der Spielleitung und vor allem im Umgang und der Bewertung von Schiedsrichterleistungen auch nicht noch einmal thematisieren. Brüggemann, Tripcke und von Ameln aber wäre zu raten, dass sie doch noch den Austausch mit Kleinendorst suchen. Und dass schreibe ich nicht nur, weil Kleinendorst nach dem 1:3 gegen Ingolstadt über ein Problem der DEL gesprochen hat, das auch hier schon des öfteren thematisiert wurde.
  • In der Beurteilung von Strafen, Sperren und Fouls wird zu selten über die Verursacher und zu viel über den Disziplinarausschuss und die Schiedsrichter gesprochen. Das hat nicht Kleinendorst gesagt. Das schreibe ich. Dass es Spieler gibt, die noch immer kein Problem damit haben, die Gesundheit ihrer Kontrahenten/Kollegen zu gefährden, obwohl inzwischen jeder weiß, welche fatale Folgen Checks gegen den Kopf haben können. Wenn sich eine Sportart schneller, dynamischer und zugleich gefährlicher wird, obwohl Faustkämpfe weniger werden, dann liegt das nicht allein in der Verantwortung von Schiedsrichtern und Funktionären. Dann ist da ein generelles Umdenken nötig.
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  • Was Kleinendorst in diesem Zusammenhang gesagt hat: „Die Spieler machen es den Schiedsrichtern wirklich schwer. Das erkenne ich an und auch, dass wir alle ein bisschen dafür verantwortlich sind. Es geht also nicht so sehr um die Schiedsrichter, sondern es geht darum, wie die Liga, wie wir alle ihnen helfen können. Unterstützen wir sie angemessen? Bieten wir genug Beratung? Ist die Video-Analyse ausreichend? Können wir das Embellishment (das Verkaufen von Fouls) besser kontrollieren?“ Es war kein Zufall, dass Kleinendorst das nach diesem Spiel angesprochen hat. Anders als Rob Wilson aber muss er bei diesem Thema vorsichtig sein, weil in Nürnberg nach langer Zeit wieder Spieler angestellt sind, die dazu neigen, Schiedsrichter durch beeindruckende schauspielerische Leistungen dazu zu animieren, auf jeden Fall den Arm zu heben. Heute sehr überzeugend: Maury Edwards, der nach dem Schubser von Chad Bassen noch vor dem Aufprall auf dem Eis zum Schiedsrichter geblickt und danach sehr gut verkauft hat, wie sehr ihm das gerade wehgetan hat. In jedem normalen Fußballspiel wird das längst als völlig normal angesehen. Soweit darf es im Eishockey nie kommen. Die Ironie, dass Bassen zuvor genauso gefoult worden war – ohne dass der Ingolstädter (Höfflin) darüber nachdenken musste, soll hier nur erwähnt werden. Denn Schiedsrichterleistungen sind derzeit das geringste Problem der Ice Tigers.
  • Angeblich soll der ERC Ingolstadt defensiv anfällig sein. Davon habe ich heute nur wenig gesehen. Stellvertretend zwei bemerkenswerte Individualleistungen: Simon Schütz gegen Brandon Buck (15. Minute) und Sean Sullivan gegen Chris Brown (45.). Die 20 Schüsse aber, die Jochen Reimer hätte parieren müssen, sind weniger der Verdienst der Panther als ein Problem der Ice Tigers.

Die Fakten

24 Punkte hätten die Ice Tigers in den jüngsten acht Spielen holen können. Tatsächlich geholt haben sie einen Punkt.

Das 1:3 gegen Ingolstadt war die achte Niederlage in Folge und zugleich die sechste Heimniederlage in Folge.

In den letzten 120 Minuten haben die Ice Tigers zwei Tore erzielt. In den letzten sechs Heimspielen haben sie lediglich 13 Mal getroffen.

Die besten Scorer der Ice Tigers in den letzten acht Spielen:
1. Dupuis 1 Tor/8 Assists/9 Punkte
2. Fischbuch 2/4/6
3. Brown 0/5/5
4. Buck 3/1/4
5. Bender 2/2/4
6. Gilbert 2/0/2
7. Reimer 0/2/2 (7 Spiele)
8. Eder 1/1/2
9. Weber 0/2/2
10. Festerling 0/1/1
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16. Acton 0/1/1

Die meisten Schüsse in den letzten acht Spielen:
1. Dupuis 25
2. Fischbuch 22
3. Brown 17
4. Buck 17
5. Reimer 15 (7 Spiele)
6. Summers 14
7. Alanov 13
8. Eder 13
9. Schwartz 12
10. Schulze 12
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13. Acton 8

Eiszeit pro Spiel in den letzten acht Partien:
1. Summers 21:57 Minuten
2. Bender 21:10
3. Schulze 20:59
4. Fischbuch 18:59
5. Brown 18:50
6. Mebus 18:39
7. Buck 18:36
8. Dupuis 18:18
9. Acton 17:29
10. Reimer 17:25

Nürnberg ist punktgleich mit dem Zehnten Augsburg.

Die Gründe

Fans verlangen nach Schuldigen, nach Namen, die sie heute selbst geschrien haben, nach Bestätigung und nach Antworten. Nur ist es im Leistungssport nicht immer so einfach. Auch nach nach der achten Niederlage sollte man differenzieren, einordnen, erklären oder es zumindest versuchen. Kleinendorst hat heute wiederholt, dass er nichts anders machen würde. Sein enges Verhältnis zu seinem „irish twin“ Scot hatte er bereits nach dem Iserlohn-Spiel beschrieben. Heute hat er aber erstmals davon gesprochen, dass er schon vor der Nachricht vom schrecklichen Unfall seines Bruders gespürt hatte, dass die Ice Tigers abrutschen. Er konnte das Abrutschen nur nicht bremsen, weil er nicht da war. Das soll wohl keine Kritik an Manuel Kofler sein, dessen Arbeit er ja gefragt und ungefragt mehrmals gelobt hatte. Dass er das noch einmal erklärt, ist eher Ausdruck seines Selbstbewusstseins.

Nach der Pressekonferenz haben wir noch 14:28 Minuten mit Kleinendorst gesprochen, zu keiner Sekunde hat er dabei den Eindruck eines rat- und hilflosen Coaches hinterlassen. An selber Stelle haben wir Berichterstatter das schon ganz anders erlebt. Bislang hatte Kleinendorst kaum Gelegenheit, das zu ändern. Ganz einfach, weil die Ice Tigers in diesen Tagen öfter spielen als trainieren. Jetzt folgt die erste reguläre Trainingswoche seit einem Monat.

Bis auf den weiterhin erstaunlichen Daniel Fischbuch und den weitgehend unerschütterlichen Chris Summers spielt derzeit jeder Ice Tiger weit unter seinen Möglichkeiten. Es gibt Spieler, deren Abtauchen in der Krise nicht überraschend ist (Acton, Buck, dazu zählt auch – bei aller Bewunderung: Reimer). Es gibt Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen, in dieser Rolle aber (noch) überfordert sind (Bender, Schulze, Alanov, Eder). Es gibt Spieler, deren Leistungen lange tadellos waren, die aber tatsächlich außer Form sind (Treutle, Brown). Es gibt Spieler, denen man gewünscht hätte, dass sie inmitten einer funktionierenden Mannschaft in die Saison finden (Grosse, Bernhardt, Kislinger). Und es gibt Spieler, deren körperliche Probleme sich negativ auf ihr Spiel ausgewirkt haben (Festerling, Mebus). Bis auf Fischbuch ist ihnen allen gemein, dass sie während der Niederlagenserie mittlerweile auch den letzten Rest an Selbstbewusstsein eingebüßt haben.

Kann man auch nur einem dieser Spieler unterstellen, dass er es nicht versucht, dass er nicht gewinnen will, dass er nicht alles für die Mannschaft gibt? Okay, vielleicht einem. Aber mehr als einem? Sicher nicht. Jüngstes Beispiel: Chris Brown. Hat der Texaner den Puck absichtlich mit der Rückhand blind die Bande entlang auf Jerry D‘Amigo gespielt und damit den Konter eingeleitet, den Wayne Simpson abgeschlossen hat? Ist er absichtlich zu spät gekommen, um den pichenden Tim Bender abzusichern, ist er absichtlich daran gescheitert, die Scheibe gleich zweimal aus dem Drittel zu bringen? Wer ihn nach dem 0:2 dabei beobachtet hat, wie demütig und schuldbewusst er zur Band gefahren ist, wird ihm das kaum unterstellen. Und erst recht nicht, wer ihn im zweiten Drittel bei dem Versuch erlebt hat, sich und die Ice Tigers zurück ins Spiel zu checken.

Die Ice Tigers spielen ein System, für das sie lange gelobt worden sind. Ein System, in dem Verteidiger sich nicht ins Offensivspiel einschalten sollen, sondern in dem sie sich einschalten müssen. Ein System, das hervorragend funktioniert, wenn er konzentriert daran teilnehmen. Aber eben auch ein System, das selbst an guten Abenden fehleranfällig ist. Dann war stets Niklas Treutle zur Stelle. Mittlerweile aber liefert Treutle, so wie gegen Ingolstadt, ordentliche Spiele ab, lässt sich dann aber den Puck im Nachschuss über die Linie stochern. Natürlich kann man dann erzürnt seinen Namen brüllen, immer wieder, so wie es ein Fan neben der Pressetribüne gemacht hat. Aber ist das fair?

Ich tue mir schwer damit, die Schuldigen für diese Krise zu benennen. Ich kann nur Erklärungen anbieten, die für manche vielleicht ein Gesamtbild ergeben, das ihnen plausibel erscheint. Und natürlich darf in diesem Gesamtbild nicht fehlen, dass die Ice Tigers den Großteil der Saison ohne zwei, drei, vier Importspieler auskommen mussten. Derzeit sind es wieder fünf verletzte Spieler. Das hat sich erstaunlich lange nicht auf das Tabellenbild ausgewirkt. Derzeit trägt es sicher dazu bei.

Three Stars

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Kann es nicht geben. Das 1:3 gegen Ingolstadt war nicht so ernüchternd wie das 1:5 in Bremerhaven, im zweiten Drittel hat es sogar so ausgesehen, als würde sich die Mannschaft allmählich wieder finden. Aber außer Daniel Fischbuch muss man wohl niemanden herausheben. Der Topscorer ist der einzige Offensivspieler, der konstant torgefährlich ist, dessen Aktionen nicht überhastet wirken, der nicht in jedem Angriff den Puck freiwillig abgibt. Derzeit gebührte ihm der MVP-Award.

Und sonst?

Kann ich nur noch den aktuellen Podcast der Spittin Chiclets und da im Speziellen das 30-minütige Interview mit Brian Burke.

Was Chris Brown zur Krise der Ice Tigers sagt, kann man in der Dienstagausgabe der Nürnberger Nachrichten nachlesen.

Am Mittwoch hoffe ich dann zu erfahren, was Niklas Treutle bis Anpfiff am vergangenen Freitag vom Michigan/Lacrosse/Dubé-Goal gehalten hat und was er seit dem Abpfiff am Freitag davon hält.

22 Kommentare in “Spiel 34: Die Schuldfrage

22 Comments
  1. Hey Sebastian, auch wenn wir leider nicht per du sind finde ich trotzdem, dass du einen genialen Artikel geschrieben hast.

    Ich denke schon auch, dass es schwierig ist, hier ein Urteil über einzelne Spieler abzugeben. Ich denke viele von uns Fans stört es einfach, dass nicht alle Spieler der Mannschaft, bzw. was davon übrig ist, den Eindruck vermitteln, alles gegen die Misere zu tun. Jeder der Fans würde sich da einfach eine Arbeitermannschaft wünschen. Aber solange vor dem Körperkontakt mit dem Gegner nur gebremst wird, der eigene Slot eine Zone der Narrenfreiheit für den Gegner ist und ein schweigender Trainer hinter der Bande steht, ist halt auch der geneigte Fan mehr als verunsichert. Dazu kommen noch die Aussagen über den neuen Weg, aber wo sind sie denn, die jungen Spieler? Und dann kommen natürlich noch die nichtssagenden Interviews eines Geschäftsführers hinzu, die man so und so deuten kann.

    Also meine Hoffnung hat unser Geschäftsführer nicht unbedingt mit der Aussage gesteigert, dass man im Mai Unterlagen für die Lizenz einreichen wird. Meines Wissens macht das Frankfurt auch jedes Jahr. Wir alle wissen, dass man eine Saison spätestens im Dezember plant und einige Spieler wirken momentan doch schon mehr als nur gehemmt. Naja soviel mal dazu. Aber die Interviews von Gastner werden eigentlich immer nichtssagender. Es fühlt sich einfach wie hinhalten an und dann lässt man die Bombe platzen. Aber wie gesagt, dass ist nur ein Gefühl.

    Ich kann mich auch daran erinnern, dass er mal so etwas gesagt hat, dass man noch nachverpflichten könnte. Falls ich mich da nicht täusche, wäre der Zeitpunkt fast schon überfällig.

    Momentan ist es definitiv nehr als frustrierend sich dieses Gestopsel anzusehen. Soll ich noch irgendwas zu Acton schreiben? Nein, ich denke er passt momentan ganz gut ins Kollektiv.

  2. Vorweg möchte ich feststellen, das scheinbar nicht nur mich der Zustand der Icetiger in einen unregelmäßigen Schlafmodus versetzt 😉 – schöne Grüße an Michl!
    Das die Rubrik „Three Stars“ unter den momentanen Umständen verwaist bleiben muss erklärt sich nach den letzten Spielen/ Ergebnissen fast von selbst und doch will ich drei meiner persönlichen Stars des gestrigen Tages nennen: Es waren Caspar, Melchior und Balthasar bzw. die drei Mädchen (8, 9 und 13 Jahre alt) die sich gestern bei mäßigen Wetter in den Dienst der guten Sache gestellt haben und auch so manchen Fehlern während ihrer Sternsingertätigkeit getrotzt haben!
    Auch solche Nebenschauplätze sollten mal erwähnt werden und zugleich als Hinweis gesehen werden weshalb ich nicht in der Arena dabei war.
    Und genau auf diesen Punkt möchte ich in meinem Beitrag hinaus: aus der Ferne habe ich den Eindruck das nicht nur die Zuschauerzahlen (4500 gegen Wolfsburg, volles Haus gegen München, 5500 gegen Iserlohn und nun knapp über 6000 gegen Ingolstadt- dazu die 650 Fans die im Sonderzug nach Berlin sind) – also von Seiten der Fans aller Colours ist derzeit kein Liebesentzug zu erkennen!
    Wenn ich mich recht erinnere waren gegen Iserlohn nahezu alle Fans die letzten fünf Minuten gestanden und auch gestern hatte ich via Magenta TV den Eindruck, das die Halle bis zur letzten Sekunde die Mannschaft getragen hat!?!
    Da ich eigentlich ein grundpositiver Mensch bin, erhoffe ich mir aus der Konstellation von fünf Tagen ohne Spiel und dem nächsten Gegner Krefeld einen guten Zeitpunkt für eine kleine Trendwende!
    Zumal ich auch den Eindruck habe, das es der Mannschaft momentan an vielen fehlt, nicht aber an der Bereitschaft ordentliches Eishockey anzubieten.
    Wie schnell ein Spiel, eine Tendenz kippen kann durften wir ja alle gestern Abend beim U20 WM Finale sehen! Das ein Team aus einem fast aussichtslosen 1-3 noch einen Sieg macht und wie sehr solche sportlichen Wendungen auch mit dem Zufall/ dem Glücksmomenten zusammenhängen (es wird wohl zur Legende dieses Finals gehören, das eine TV Kamera urplötzlich zum Teil der Bande erklärt wurde und dadurch auch diesen Sieg ermöglich hat) zeigt welches Potential an wundersamen Geschichten in diesem geilen Sport stecken!

  3. Taktisch geschickt wird der Blog mit der „Schuldfrage“ tituliert. Natürlich ist uns allen klar, dass kein Verantwortlicher und kein Spieler freiwillig verliert. Unter Eishockeyspielern gilt dann doch – glücklicherweise – ein Berufsethos, nämlich dass man sich immer wieder einsetzt für die eigene Mannschaft. Dennoch. Es wird unterschwellig dann doch wieder, eine für mich typische Nürnberger-Sport- Mentalität, bemüht: mehr Verletzungspech als andere Mannschaften, fragliche Schiedsrichterentscheidungen, keine vernünftige Trainingswoche (hat Aussicht, es in mein Ice Tigers Bullshit Bingo zu schaffen), Verniedlichungen der Verantwortlichen (Kleinigkeiten die fehlen, abrutschen anstelle freier Fall) Ist es fair, wenn man es sich so einfach macht?

    Zu diskutieren wäre schon darüber (auch wenn ich keine Ahnung habe, ob das zu besseren Ergebnissen geführt hätte):
    – Das Embellishment von Daniel Fischbuch, sprich seine Schwalbe die zu einer Strafzeit geführt hat, war Auftakt der letztlich erfolglosen Aufholjagd gegen Iserlohn. War das fair gegenüber Iserlohn und den Schiedsrichtern?
    – Es mutet grotesk an, wenn gerade der Trainer einer im freien Fall befindlichen Mannschaft die Schiedsrichter kritisiert. Was sollte das bringen? Druck von der Mannschaft nehmen?
    – Treutle hat man verheizt. Traurig, ihm nun zuzusehen. Alle anderen Mannschaften haben auch auf ihre „Ersatz“-Torhüter gesetzt – freiwillig und unfreiwillig. Nein, bei uns musste Treutle nahezu alle Spiele machen, selbst gegen Mannheim musste er alle 7 Gegentore hinnehmen. Man könnte meinen, er wird nach Einsatzminuten gezahlt.
    – Gefühlt sind wir die Mannschaft mit den meisten Strafzeiten durch zu viele Spieler auf dem Eis.
    – Dass wir nun so wenige Verteidiger haben? Naja, wir mussten ja ebenfalls unbedingt von Beginn an nur mit 6 Verteidigern spielen, wollte der Trainer ja so. Den Moritz Wirth hat man deswegen? verjagt, laut Spielbericht hat er gestern für Mannheim sogar im Sturm gespielt. Bspw. hat sich die DEG mit nur 4 Verteidigern aus der letzten Krise herausgearbeitet.
    – Andere Mannschaften hätten womöglich für ihren Trainer, der sich in einer persönlichen sehr schwierigen Lage befindet, „gespielt“ und ihn mit wenigstens dem ein oder anderen Sieg moralisch unterstützt.
    – Letztlich müsste man ehrlicherweise eine Trainerdiskussion beginnen, auch wenn das keiner hören, sehen und darüber sprechen will (mir kommt hier das Bild der 3 Affen in den Sinn).

    Wir stehen gemäß unserem realistischen Leistungsniveau schon zu recht auf Platz 11 in der Tabelle. Im Herbst haben wir wohl etwas über unsere Verhältnisse gespielt. Im Grunde sind wir die einzige Mannschaft, die in den letzten Wochen radikal schlechter geworden ist. Die meisten haben sich leistungsmäßig verbessert bzw. stabilisiert (Wolfsburg, Köln, DEG, Berlin, selbst Schwenningen). Realistisch bleibt uns der Kampf um Platz 10 (schon wieder).

  4. Es mag ja sein, dass die Mannschaft manchmal müde wirkt, manchmal körperlich nicht präsentiert wirkt oder manchmal Spieler so wirken, dass sie nicht alles versuchen. Das alles kann aber keine Erklärung für diese lange Niederlagenserie sein.

    Kleinendorst hatte am Anfang der Saison gesagt (den genauen Wortlaut weiß ich jetzt nicht mehr), dass es schwierig ist in der Liga Spiele mit nur 7 Ausländern zu gewinnen und noch schwieriger mit 6 Ausländern zu gewinnen. Diese Aussage hat sich nun bewahrheitet.

    Die Ice Tigers haben diese Saison maximal 2-3 Spiele mit 7 Ausländern gespielt, den Rest mit 5 oder 6. Dazu kamen noch verletzte deutsche Stammspieler. Lange Zeit konnte man das alles kompensieren. Irgendwann setzt sich diese fehlende Qualität dann aber durch. Es wäre an der Zeit der Mannschaft mit Nachverpflichtungen im Sturm und in der Verteidigung zu helfen. Geld müsste ja da sein, da diese Saison eine der wirtschaftlichen erfolgreichsten der Ice Tigers ist (gemäß Herrn Gastner im Ice Tigers Magazin).

  5. Gesundes Neues zusammen!

    Freitag, 29.11.2019. Die Ice Tigers besiegen Augsburg mit 5:4 nach Penaltyschießen, stehen mit 37 Punkten punktgleich mit dem Tabellenvierten Berlin auf Platz 5. Meister Mannheim ist zu diesem Zeitpunkt auf Platz 3 mit vier Punkten mehr noch in Reichweite und hat übrigens zwei Gegentore mehr kassiert als Nürnberg.
    Seit diesem Zeitpunkt haben die Ice Tigers noch kümmerliche 6 Pünktchen gesammelt, sind zur Schießbude der Liga mutiert, wurden auf Rang 11 durchgereicht und haben es lediglich dem grottig schlechten letzten Drittel der DEL zu verdanken, dass Platz 10 noch nicht außer Sichtweite geraten ist.
    Diese erschreckende Entwicklung wirft natürlich eine Menge Fragen auf. Und es ist nicht verwunderlich, dass in Anbetracht der wiederholt katastrophalen Außendarstellung eines in seltsamer Lethargie befindlichen Klubs der geneigte Fan und interessierte Beobachter das Nürnberger Eishockeys ins Grübeln kommt, was da hinter den Kulissen so alles passiert ist.
    Es bleibt spannend. Mein Gefühl ist aber ein ähnliches wie das von Michl. Wenn es überhaupt noch darum geht, die aktuelle Saison zu retten, müssen jetzt Verstärkungen her.

  6. Wäre interessant zu erfahren, inwieweit die offensichtlich unklare Situation, was die Zukunft des Standortes betrifft, für diese Krise eine Rolle spielt. Aber es dürfte wohl niemanden im Umfeld der Ice Tigers geben, der das in einen Zusammenhang bringen, bzw. offen darüber reden würde. Zumindest im Unterbewusstsein einiger Spieler dürfte das aber sicher auch eine Rolle spielen.
    Man sollte tatsächlich niemandem unterstellen, dass absichtlich solche individuellen Fehler produziert werden, wie sie mittlerweile in jedem Spiel viel zu häufig passieren. Aber wie lässt sich das sonst erklären?

  7. Erstmal danke, Sebastian, für deine Worte am Anfang, war spaßig mit dir mal wieder am Eis zu stehen.

    Zum Spiel: eigentlich wird es von Sebastian perfekt beschrieben. In den Drittelpausen sind es aber dann gerade die, die derzeit probieren das Ruder rum zu reißen, am meisten kritisiert werden.
    Das Team konnte in seiner Hochphase noch die Verletzten gut weg stecken, da die Saison da noch „jung“ war. Ab Dezember kommt die heiße Phase und damit werden auch die Spiele fordernder und da kann ich mir durchaus vorstellen, dass das jetzige Resultat aufgrund eben der Verletzungen zu Stande kommt.
    Es war gestern ja auch nicht alles schlecht: der Einsatz und der Wille waren im Vergleich zum Auswärtsspiel an der Küste vorhanden. Jedoch vermiss ich wirklich, dass da mal ein aufbauendes Signal aus dem Team kommt um sich gegenseitig wieder zu pushen. Mit Brandon Segal ging leider ein Spieler, der sowas konnte. Hier ein Check, da ein Check und eine gute Aktion und das Team war da. Das vermisse ich komplett derzeit. Mit Brown wäre zwar so ein Spieler da jedoch erinnert er mich derzeit eher an einen Reimer in den Playoffs. Der mit aller Gewalt es erzwingen will und dann verkrampft und Fehler macht.

    Kleinendorst kann ich derzeit eigentlich nur als Kritik anheften, dass er Treutle keine längere Pause gibt und so Langmann Chancen gibt. Ansonsten hoffe ich, dass das Duo Kleinendorst/Kofler auch nächste Saison im Jahr 1 nach Sabo noch mitgestalten dürfen. Lange Zeit rief man ,von Fanseite aus gesehen, nach einem Trainer seiner Marke und nun sollte er auch die Chance bekommen hier die „neuen“ Ice Tigers mit aufzubauen. Was seine Worte im Punkt auf die Liga und ihre Refs bezieht kann man übrigens voll zustimmen, nicht nur nach gestern – siehe Bassen.

    Three Stars:

    – Offensivverteidiger Böhm – schönes Tor
    – das iostonische Getränk nach der Eiszeit
    – die Spieler, die Verantwortung übernehmen

  8. Mal ein paar Gedanken zu den Ice Tigers, in loser Reihenfolge und ohne Garantie, dass da was sinnvolles dabei ist:

    – Ich habe selten eine Mannschaft gesehen, die so verunsichert, so frei von jedem Selbstvertrauen auftritt wie die Ice Tigers zu Beginn des Jahres 2020

    – Ich halte Kurt Kleinendorst für einen sehr guten Trainer und ein sehr angenehmer Mensch ist er sowieso. Sein System aber überzeugt mich nicht. Das lebt meines Erachtens davon, dass eine selbstbewusste, läuferisch und spielerisch starke Mannschaft über drei Drittel hinweg dominant auftritt und ihre Torchancen ziemlich eiskalt verwertet. Dann gewinnt man zwar immer noch eher 5:4 als 1:0 – zum Beispiel, weil man bei Kontern recht anfällig ist – aber man gewinnt. Ich glaube, der aktuelle Jahrgang der Ice Tigers hat einfach nicht genug Qualität dafür, ein solches System dauerhaft erfolgreich umzusetzen.

    – Es war bewundernswert, wie die Mannschaft im Herbst ihre vielen Verletzten kompensiert hat. Dass sowas aber nicht über eine ganze Saison hinweg machbar ist, sollte niemanden überraschen.

    – Die Tatsache, dass öffentlich weiter nichts über die Zukunft oder Nicht-Zukunft des DEL-Standorts Nürnberg bekannt ist, trägt sicher nicht dazu bei, die Konzentration der Spieler hochzuhalten. Viele dürften sich in Verhandlungen mit anderen Clubs befinden. Bei den Fans wächst die Verunsicherung ebenfalls täglich. Die Gegenwart trist, die Zukunft unsicher – das kann nicht gut gehen.

    – Es ist bemerkenswert, dass der Zuschauerzuspruch trotz der gruseligen Leistungen weiterhin so groß ist.

    – Niklas Treutle ist überspielt, weichgeschossen und vermutlich auch frustriert. Man hätte ihn öfter schonen und bei hohen Niederlagen auch mal vorzeitig vom Eis nehmen müssen.

    – Ich halte weiterhin nichts davon, Verteidiger zu verpflichten, die nicht einmal 70 Kilo wiegen.

    – Dass die Mannschaft um Platz zehn kämpft, schockiert mich nicht. Dass ist im Rahmen dessen, was mit dem diesjährigen Kader zu erwarten war. Schockierend ist allein die Entwicklung der vergangenen Wochen.

    – Brown, Summers, Festerling – das ist die erschreckend überschaubare Liste der Ice Tigers, die in der Lage sind, Checks zu fahren, an die sich der Gegenspieler auch ein paar Minuten später noch erinnert. Die meisten anderen sind schon genug damit beschäftigt, körperlich überhaupt mitzuhalten.

    – Die Mannschaft ist sehr brav. Für meinen Geschmack zu brav.

    – Kurt Kleinendorst hat völlig recht mit seiner Kritik an den Schiedsrichtern. Ob es allerdings klug war, diese Kritik mitten in einer Niederlagenserie der eigenen Mannschaft zu äußern, steht auf einem anderen Blatt.

  9. Ich sehe es auch so, dass man der überwiegenden Mehrzahl der Spieler (ich spreche hier nicht von #41!) das Wollen nicht absprechen kann.

    Auch die Fans sind ob des Ausmaßes der Krise für mein Empfinden erstaunlich positiv und in überraschend großer Zahl bei der Stange! Ich war selbst in 4 der letzten 5 Heimspiele in der Arena, Respekt wie trotz der negativen Ergebnisse angefeuert wurde. Ist denke ich momentan auch nicht „Selbstverständlich“!?

    Was mir etwas fehlt ist, – ich will es wegen der Verdienste nicht als Fakt oder gar Forderung, besser als Bitte, formulieren -:

    Es ist m.E. heuer sehr ruhig um Herrn Thomas Sabo geworden. Sicher hat er seinen Teilrückzug zu Saisonende angekündigt. Aber wenn ich das richtig interpretiere habe, mit der Zusage, auch weiter dem Nürnberger DEL-Eishockey helfen zu wollen? Vielleicht wäre seine Präsenz in der Krise oder ein kleines Interview in dieser Situation für Spieler, Fans aber auch potentielle Sponsoren hilfreich?

    Ich hoffe inständig für alle denen die Ice Tigers am Herzen liegen, dass genau darin nicht der eigentliche Kern des Problems liegt ?

  10. Als ich nach spielende heimgekommen bin habe ich noch ein bisschen verärgert folgendes geschrieben:
    Trotz toller Kulisse in den letzten Spielen ist die Mannschaft nicht bereit das letzte für einen Sieg zu geben. Man spult sein Pensum routiniert und leidenschaftslos runter. Ich habe den Eindruck viele sehnen das Ende der Saison herbei. Bin gespannt wie die Diskussion im Blog ausfällt. Aber vielleicht geschieht noch ein Wunder und wir schaffen die Playoffs, es wäre eines.
    Die Schuldfrage?
    Ich frage mich ob nicht die gesamte Situation im Verein dazu beiträgt das die Mannschaft nicht mehr funktioniert. Das sich Spieler in der jetzigen Situation nicht verletzten wollen ist für mich Nachvollziehbar. Viele Spieler wissen dass sie keine Zukunft im Verein haben, die besseren werden Gehälter ausrufen die der Verein sofern er noch in der DEL noch spielen wird nicht leisten kann. Es ist Januar 2020 und in der Zeit werden Verträge mit Spielern die man halten will verlängert nur hört man dazu Garnichts seitens der Geschäftsführung. Auch ein Bekenntnis zum Trainergespann sollte man abgeben und diese in die Planungen für die Saison 20/21 einbinden. Auch hier Fehlanzeige. Ich persönlich glaube nicht das Herr Kleinendorst und Herr Kofler noch nächste Saison hinter der Bande stehen werden. Aber es ist nur meine Sichtweise. Noch ein Wort zum Thema Schiedsrichter, es sind Menschen die ein Spiel leiten und denen unterlaufen Fehler die uns Menschen ein Leben lang begleiten und sei es noch so ärgerlich und manchmal auch subjektiv betrachtet sehr ungerecht. Und auch die Spieler die sich noch theatralischer fallen lassen wie im Fußball werden auf lange Sicht den Sport kaputtmachen. Ahndet Checks gegen den Kopf oder Stockschläge auf die Hände mit Verletzungsfolge mit drastischen Strafen und lasst um Himmelswillen einen Zweikampf unter den Spielern zu die selten länger als 30 Sekunden dauern. Ich habe hier meine Sichtweise (als Zuschauer) der Situation darzustellen versucht und nehme für mich nicht in Anspruch dass diese richtig sein kann und muss. Zu einzelnen Spielern will ich mich zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern.

  11. Hallo,

    das Spiel war sicher besser als der Auftritt in BHV, aber auch nur im 2. Drittel und, mit abstrichen, im 3. bis zum 1:3.

    Dass kein (Profi)Sportler mit dem Willen zu verlieren aufs Eis geht, ist logisch.
    Dass aber ein unbedingter Wille da ist, zu gewinnen, das sehe ich aktuell nicht. Vor allem in BHV war das nie zu sehen.

    Das schnelles Umschalten und präzises, schnelles Passspiel waren der Schlüssel zum Erfolg bis Dezember. Davon ist nichts mehr zu sehen. Einzelaktionen gegen 3 bis 5 verteidigende Spieler wirken verzweifelt und planlos. Ein überspielter Treutle ist sicher ein Faktor, formschwache Stürmer (Buck, Brown, Reimer, Tbc..) und Defender (Bender, Schulze) ein anderer. Da es ja kaum schlimmer geht, frage ich mich warum Coach Kleinendorst kein Zeichen setzt und e.g. Acton mal auf die Tribüne nimmt.

    Sportliche Krisen hat jeder in einer Saison, außer evtl. die finanziell enteilten Dosen und SAP.
    Kritisch für die Tigers ist es, dass es wichtig wäre in diesem Jahr die aktuellen Zuschauerzahlen zu halten. Das ist mit solchen Leistungen aber nicht vorstellbar. Selbst mit Dauerkarte überlegen wir, ob wir die 4 h am Freitag noch mal investieren. Einige tun das bereits nicht mehr. Das ist das wahre Problem an der aktuellen Situation. Zum Ausstieg Sabos wird so ein erneuter Einbruch der Dauerkartenverkäufe kommen wenn das Team nicht sehr schnell den Hebel wieder umlegen kann.

    Herzlicher Gruß
    Stefan

  12. Hallo,

    ich bin der Meinung, dass schon lange kein Spielsystem mehr erkennbar ist, Für das System, das Kleinendorst spielen möchte haben wir nicht die läuferisch starken Spieler.

    Natürlich ist die Verletztenliste ein Faktor, die Frage ist aber auch warum so viele verletzt sind, ob da nicht auch Fehler bei den Transfers gemacht wurden ( zb Ramoser)

    Wie Acton übers Eis fährt wieder mich nur noch an, da wäre auch als Zeichen ein Tribünenplatz mal angebracht!!! Warum der bei jeder Special Situation auch noch Eiszeit bekommt verstehe ich nicht!

    Uns fahlen einfach ein paar junge willige Spieler, der angebliche Weg wird nicht umgesetzt siehe Wirth!

    Und wie die Vorschreiber schon sagten Treutle ist völlig verheizt, aber da es noch andere schlechte Mannschaften gibt ist der PrePlayOff Zug noch nicht abgefahren

    Sportliche Grüße

  13. Also ganz ehrlich: Jetzt einen Moritz Wirth als „Heilsbringer“ zu verkaufen ist lächerlich. Auch mit ihm hätte die Mannschaft KEINE EINZIGES Spiel mehr gewonnen. Der wollte nicht hierbleiben, mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

    Ich bin sogar eher der Meinung, dass man gestern, vor allem im zweiten Drittel erste Anzeichen einer Besserung sehen konnte. Die Mannschaft war galliger, hat sich gewehrt, das werte ich als positiv. Wenn gestern das 2-2 fällt, was durchaus möglich war, den reden wir heute über die Trendwende.

    Jede Mannschaft hat im Lauf einer Saison eine Phase, in der es nicht so läuft (ich erinnere da an die Mannheimer zum Beginn der Saison, als es sogar schon die ersten „Pavel raus“ Rufe gegeben hat). Leider ist der Zeitpunkt kritisch, weil einfach jeden zweiten Tag gespielt wird. Und inklusive Reisezeiten bleiben da nicht allzu viele Möglichkeiten, Fehler zu korrigieren. Ich bin überzeugt, dass wir am Freitag eine andere Mannschaft sehen werden.

    Btw, heute vor einem Jahr waren wir auf Platz 11 mit elf (!) Punkten Rückstand, aber das haben viele scheinbar schon wieder vergessen.
    Ich will jetzt auch nichts schön reden, aber die Saison ist noch lange nicht vorbei und die Mannschaft wird sich auch wieder fangen, ich habe da vollstes Vertrauen ins Trainer Team.

  14. Kleinendorst hatte vor der Saison gesagt, dass es sehr schwer ist mit 7 Ausländern Spiele zu gewinnen und mit 6 noch viel schwerer. Wir haben diese Saison maximal 2-3 Spiele mit 7 Ausländern gespielt, in der Regel hatten wir nur 5 bis 6 Ausländer zur Verfügung. Lange Zeit konnte man das kompensieren, obwohl wir zusätzlich auch noch verletzte deutsche Spieler hatten. Jetzt ist halt das eingetreten was Kleinendorst gesagt hat.

    Die sportliche Leitung muss reagieren und der Mannschaft mit der Nachverpflichtung von 2 Ausländern helfen. Geld düfte ja da sein. Laut Gastner ist diese Saison eine der wirtschaftlich erfolgreichsten der Ice Tigers.

  15. Vollstes Vertrauen ins Trainerteam hätte ich, wenn:

    A,) wieder vermehrt die jungen Leute ran dürften. Sie machen Fehler ja, aber dürfen sie in diesem „Lernjahr“ auch! Und schlimmer als mit dem aktuellen „Veteranen“ kann es auch nicht werden.

    UND

    B.) Auf der Torhüterposition vermehrt gewechselt wird. Die alten Hasen werden jetzt sicherlich entgegnen, dass es früher gang und gäbe war , dass immer der gleiche Goalie zwischen den Pfosten stand. Dem würde aber entgegnen, dass Goalies früher im Spiel deutlich weniger beschäftigt wurden als heutzutage, wo es eigentlich in jeder Liga deutlich schneller zugeht und deshalb auch weitaus mehr Paraden gemacht werden müssen.

    PS:
    Ach, Nürnberg Islanders! Zum 1sten Mal in „Dump & Chase“ über diese Truppe gelesen, ganz stark. Und ein Traum von einem Logo die diese Hobbymannschaft ihr Eigen nennen darf!!!

  16. Danke an S. Böhm für den prima Artikel zu Game #34, hat auch mir gut gefallen, gerade nach der gestrigen erneuten live Enttäuschung, die auch in der Magenta Nachschau nicht weniger schmerzhaft wurde. Dem Kommentator Klaus kann ich aus vollem Herzen nur zustimmen. Es ist noch lange nicht Abend, trotz der für alle frustigen letzten acht Spiele.

    Die Ice Tigers sind psychisch nicht im „flow“, was ganz offensichtlich ist, aber sie sind sachlich, mathematisch von weit von einem „point of no return“ weg. Natürlich rückt das Team mit jeder Niederlage näher an das mentale Problem der „erlernten Hilflosigkeit“ (Martin Seligmann) mit seinen desaströsen Auswirkungen auf Motivation (Anstrengungen bleiben aus), Emotion (Depression und Angst) und Kognition (kein Erkennen von Handlungsoptionen). Den Kreislauf der Zuversicht/Hoffnung (sog. „Hope Circuit“ nach Seligmann) muss man stärken und regenerieren. Aus mein Sicht ist also psychische Regeneration gefragt. Wie Kommentator Klaus und auch S. Böhm, halte ich Trainerteam und Mannschaft dafür gegenwärtig für gut in der Lage.
    Der Freitag mit dem Spiel gegen den Tabellennachbarn Krefeld ist deshalb ein wichtiger Meilenstein, um Hoffnung zu schöpfen. Man wird schnell, einfach und stocksicher spielen müssen, Fähigkeiten, die das Team in dieser Saison ja auch schon gezeigt hat, sprich die Kompetenz wäre vorhanden.

    Schade nur, dass mit Cangelossi und Ramoser zwei Wirbelwinde fehlen werden, die die gegnerische Defense immer um zwei Meter in Richtung eigenes Drittel gezwungen hatten, was dem restlichen Team mehr Zeit, Luft und Spielräume ermöglichte. Außerdem war es deshalb bei weitem nicht so einfach die NIT im eigenen Drittel gefangen zu halten, so wie in den letzten Spielen (auch gestern) schmerzlich gesehen. Aber auch hier gilt: Prinzip Hoffnung.

    Take care!

  17. Aus der Ferne ist es immer schwer zu beurteilen. Ausser magenta bleibt nicht viel für Eindrücke, daher halte ich mich hierzu mal zurück.
    Aber ich frage mich immer wieder, warum nicht mehr auf den videobeweis zurück gegriffen wird. Ist das international durch iihf usw verboten? Würde das die CHL abwerten (wobei, was bringt die CHL den Verein n außer Kosten und reisestrapazen,?)

    Wenn die Vereine alle am selben Strang zögen, wären schwere Fouls mit Verletzung wohl ebenso Ausnahme wie Schauspielerei, denke ich zumindest. Und es braucht sich kein Schiedsrichter schämen, auf den videobeweis zurück zu greifen. Selbst beim lahmen Fußball ist das Gang und gäbe mittlerweile.
    Also liebe offizielle aller vereine:zieht an einem Strang, einigt euch, bewertet schief is sinnvoll und macht daraus Profis mit Vergütung je Einsatz…. Dann wird das zu öffentlich auch was mit den schiri Leistungen, wenn 20 „pfeifen“ um 14 Startplätze kämpfen müssen 😉
    Man muss auch mal was gutes vom rasensport adaptieren können.

  18. Zum Spiel gegen Ingolstadt braucht man sich nur die Schusstatistiken ansehen, und dann ist klar, dass es ein gutes 2. Drittel war. 4-16, 11-5 und 5-13. Aber ein Drittel reicht nicht, selbst gegen einen Gegner der uns in dieser Saison liegt (vorher 3 Siege). Ich bin mir auch nicht sicher, ob dies ein wirkliches Aufbäumen war. Ein Fischbuch mit starker Leistung (bis auf die Schwalbe) netzt in Überzahl eben einen ein. Großchancen habe ich sonst nicht viele gesehen. Mehr war nicht drin. Spielaufbau habe ich in Summe keinen vernünftigen gesehen.

    Um die aktuelle Situation zu bewerten, müsste man wissen, wie fit die Spieler (Verletzungen?) sind, wie müde sie sich nach den vielen Spielen mit dezimiertem Kader fühlen, wie es es um die Zukunft steht (und was da von Vereinsführung wirklich kommuniziert wurde) und was dem Einzelnen so im Kopf rumspukt. Es ist wirklich schwer die aktuelle Situation zu bewerten. Ich versuche trotzdem das zu schildern, was mir auffällt (was Sebastian nicht schon völlig korrekt erwähnt hat).

    Ich glaube, dass mit dem Spiel in Bremerhaven am 01.12. eine Wende kam. Nach dem starken Beginn und der Führung wurde das Spiel sehr pomadig, nachlässig und teilweise etwas überheblich geführt. Vielleicht war die Siegesserie vorher etwas zuviel für den Kopf („bekommen wir schon hin“), oder die Müdigkeit machte sich ab dem Zeitpunkt bemerkbar. Bis zu diesem Spiel war immer 100% und der Wille, das Spiel zu gewinnen, zu sehen. Ab diesem Spiel nicht mehr oft. Bis zu diesem Spiel war das Team mit die beste Mannschaft in Unterzahl (in meiner Statistik über 88%). Ab diesem Spiel in BHV bis zum gestrigen Spiel gegen ING das schlechteste Team (unter 74%). Viele Gegentore und das, obwohl NIT sehr fair spielt und wenig Strafen kassiert. Mangelnde Konsequenz in der Verteidigung? Zu müde um zu verteidigen? Oder der (leider) überspielte Treutle nicht mehr der überragende Rückhalt? (übrigens gebe ich Treutle wenig Schuld an Gegentoren – für mich ist er schon lange „überspielt“)
    Was ebenfalls auffällt, ist das Spiel 5vs5. Bis zu diesem Spiel hatte NIT eine 5to5 F-A Ratio von 1,3 (man schießt bei 5vs5 1,3 Tore während der Gegner nur 1 Tor schießt). Inzwischen ist dies auf 0,8 gesunken. Die letzten 10 Spiele beträgt dies 0,49, die letzten 5 Spiele 0,3 (!). Bei 5vs5 sind wir zu weit vom Gegner weg oder klären die Situation nicht konsequent. Was auffällig ist: Wenn wir den Puck im eigenen Drittel haben und der Gegner viel Druck macht, wird er inzwischen sehr oft vertändelt, was zu vielen Torchancen und Toren des Gegners führt. Was wir irgendwie gar nicht können (aber schon die ganze Saison), ist den Puck über die (gegenüberliegende) Bande hinausbringen und die Situation zu klären, ohne ein Icing zu kassieren. Spielaufbau aus der Bedrängnis ist gut, aber nur dann wenn es funktioniert. Wenn das Spielsystem inzwischen überfordert, wäre es an der Zeit etwas anzupassen…
    Aus meiner Sicht geht es nicht nur um die letzten acht Spiele, sondern um die letzten 12, denn die Spiele bei den Panthern und SWW im Dezember wurden zwar gewonnen, waren aber auch nicht wirklich gut. Unterschied zu den Spielen davor: Kofler hatte der 4. Reihe mehr Eiszeit gegeben. Danach wurde die Eiszeit für die Spieler wieder geringer. Und deswegen fragen wir uns die ganze Zeit: wenn man so viele Verletzte hat, warum setzt man einen Lillich und Grosse nicht öfter mal ein? Bekommen diese Spieler keine Spielpraxis, wird „nie etwas aus ihnen“. Und viel schlechter als müde Spieler können sie es auch nicht machen.

    Einzelne Spieler verantwortlich machen ist immer schwierig. Denn keiner will verlieren, das haben die Kommentatoren vorher zurecht bemerkt. Dennoch ist es so, dass eine Reihe nicht mehr gut funktioniert, wenn nur ein Spieler darin deutlich nachlässt. Es war zwar schön für Buck und uns Fans, dass er in ING das Spiel entschieden hat. Doch aus dem Buck, der Schüsse blockt, ordentlich nach hinten arbeitet, ist wieder der Schönspieler geworden, was schon so oft an ihm kritisiert wurde. Darunter leidet die erste Reihe ziemlich. Ich dachte nach 20 Spielen unter Kleinendorst, dass das vorbei wäre. Aktuell nein.
    Unter dem System Kleinendorst waren die Leistungen von Acton eine Zeit lang gar nicht so schlecht. Mal gut, mal weniger gut. Extrem negativ ist er lange nicht aufgefallen. Inzwischen indiskutabel. Man muss nur mal beobachten, wie orientierungslos er beim Backcheck durch die Gegend kurvt (teilweise die Mitspieler behindert). Offensiv-Skills sind kaum erkennbar. Mit einem formschwächeren Reimer ist die Reihe damit ein echtes Problem (man schaue auf die Anzahl der Gegentore, wenn die Reihe auf dem Eis ist.)
    Auch wenn Dupuis versucht der Mannschaft nach der langen Pause zu helfen (Scoring passt, aber leider mit zu vielen unnötigen Fouls), hat mir Eder als Center besser gefallen. Der ist leider seit Dups Rückkehr etwas von der Rolle.
    Da auch einige Verteidiger im Zweikampfverhalten und Spielaufbau (vor allem Passgenauigkeit) schwächeln, bekommt man einfach viel zu viele Gegentore (4,5 Gegentore im Schnitt in den letzten 10 Spielen).

    Es wird wohl ein Zweikampf mit Augsburg um Platz 10. Denn selbst wenn der ein oder andere Spieler nach der Verletzung zurück kehrt, wird der nicht Wunder vollbringen können. Vielleicht hilft etwas mehr Regeneration zwischen den Spielen, vielleicht mehr Ruhe um Fehler anzusprechen und an der Defensivarbeit zu feilen. Ich setze immer noch darauf, dass die Trainer das Team aus der Krise rausführen.

    Am Freitag Abend wissen wir mehr. Vermutlich vor eher kleinerer Kulisse, denn bei den Spielen über Weihnachten waren doch einige Gelegenheitszuschauer vor Ort. Auch den Fanzuspruch werden wir am Freitag dann erkennen können. Hoffen wir auf 3 Punkte vor den nächsten schweren Gegnern dann…

    • Mir wird in den Kommentaren generell zu wenig differenziert. Frank Strubes Beiträge sind dafür eigentlich nicht bekannt, aber gerade jetzt ist es mir aufgefallen, weshalb ich auf diesen Text antworte. Hier ist mehrmals von jungen Spielern die Rede, die zu wenig Eiszeit/Verantwortung bekommen. Welche Spieler sind da gemeint? Grosse war lange verletzt, sollte in Bayreuth erst einmal wieder Spiele in die Beine bekommen, ein völlig normaler und nachvollziehbarer Vorgang. Die Situation in der Verteidigung hat sich schließlich auch erst in den letzten zehn Tagen verschärft. Bernhardt war ebenfalls lange verletzt, ihm würden Spiele in der DEL2 auch nicht schaden. Noch dazu weil er da vielleicht eine offensivere Rolle einnehmen könnte, die ihm weit mehr passt. Und sonst? Lillich und andere Bayreuther sind in der DEL2 schon ganz gut aufgehoben. Mal abgesehen davon, dass eine Kooperation nicht allein darin besteht, Spieler anzufordern. Es geht darum, Spieler zu fördern, ohne dass es dem Kooperationsverein schadet. Und in Bayreuth hat man schließlich ganze eigene Probleme. In der DEL, nicht international, gelten Fischbuch, Eder, Bender, Alanov und Ramoser als junge Spieler und die bekommen in Nürnberg mehr als genug Eiszeit. Nicht immer wird das von den Fans positiv bewertet.

      Noch ist es zu früh, das neue Konzept der Ice Tigers zu bewerten. Im Hintergrund liefen allerdings bereits ein paar Dinge, die nicht zu den Worten passen. In der nächsten Saison wird sich schon zeigen müssen, wie ernst man es meint mit einer jungen, im besten regional verwurzelten Mannschaft. Noch dazu in einer so bedeutenden Saison.

  19. Jetzt schreib ich doch nochmal etwas dazu und zwar zu Kleinendorst und unserem Sportdirektor. Ich denke, dass vieles bei uns schon auch etwas jausgemacht ist. Vor der Saison sprach man immer von dem „Neuen Weg“ den man gehen wollte. Junge Spieler langfristig an den Verein binden usw. Und inder Vorbereitung sah das Ganze ja auch ganz nett aus. Viele junge Spieler aus Bayreuth standrn auf dem Eis. Ein Wirth, Lillich usw. zeigten erstaunlich solide Leistungen auf dem Eis. Dann kam der Ligaalltag und der Spielbetrieb begann. Und plötzlich waren die jungen Spieler abgemeldet. Eiszeit gab es bei uns kaum noch und falls sie es überhaupt in das Lineup geschafft haben, saßen Sie fast ausschließlich auf der Bank. Wenn man sich in der Ligs umschaut, schaffen es doch einige Vereine regelmäßig junge Talente einzusetzen, die weit weniger Verletzte haben als wir. München schöpft hier natürlich aus einem brutalen Nachwuchsbereich ab, aber auch hier bleibt festzuhalten, man gubt den Spielern das Vertrauen. Und da bin ich jetzt an dem Punkt. Bayreuth ist mit Sicherheit kein optimaler Kooperationspartner, in der Liga selbst ganz weit hinten und vier Reihen bekommen sie selbst kaum auf das Eis. Unser eigener Nachwuchs ist einfach zu weit weg. Ergo man hat zu wenig Förderlizenzen und dazu einen Trainer, der den Spielern kein Vertrauen schenkt. Wie es besser geht, zeigt uns eigentlich fast jeder Verein in der DEL.

    Und mal ganz ehrlich. Ich würde mir wirklich oft wünschen, dass man für unsere 41/9 usw. einen jungen Spieler auf das Eis dchickt, der wenigstens alles aus sich herausholt und nicht mit feinstem Alibieishockey über das Eis läuft. Aber auch hier seh ich Kritik am Trainer. Denn auch hier könnte man Anderen Spirlern eine Chance geben. Ich finde es immer wieder erschreckend mit welcher Sturheit unsere Specialteams auf das Eis geschickt werden. Ich würde behaupten, dass unser Standpowerplay jeder Spieler problemlos spielen kann, genauso wie das körperlose Viereck in Unterzahl.

    Ich weiß, der Schicksalsschlag von Kleinendorst ist richtig beschissen, aber frei von Kritik sollte er deshalb nicht sein. Und nein es sind nicht nur Kleinigkeiten die bei uns falsch laufen.

    Aber das schlimmste ist für mich diese viele heiße Luft, die vor der Saison erzeugt wurde und bei manchen Interviews habe ich das Gefühl, dass sich einer einfach nur gerne reden hört.

  20. @ michl
    du hast sehr vieles richtig beschrieben!!!
    das eine problem ist das bayreuth kein idealer kooperationspartner ist aber genauso muss man festhalten, dass die u20 des ehc in der division 3 der dnl spielt und nicht wie andere clubs ( zb mannheim oder köln) in division 1. dadurch kommt leider auch nichts von unten aus der eigenen jugned nach

  21. Noch eine Anmerkung zu Sebastians Kommentar vom 8.1.:
    Das Konzept „Junge Spieler, idealerweise auch noch aus der Region“ dürfte von vielen Fans befürwortet werden. Von mir auch.
    Eine schnelle Umsetzung ist aus verschiedenen Gründen aber nicht realistisch, Sebastian hat einige genannt.
    Ein Problem ist mMn auch die diesbezüglich hohe Erwartungshaltung, die nicht zuletzt von den Verantwortlichen selbst geschürt wurde. Der Gewinn der U15(!)-Meisterschaft hat da wohl einige zu sehr euphorisiert, und es hat ja auch zu den neuen Umständen gepasst (Etatkürzung, Sabo-Rückzug). Da wurde gleich vom „Nürnberger Weg“ gesprochen, den es zu unterstützen gelte. Dass dieser Weg im Idealfall erst in Jahren zum Ziel führt, auch in Ermangelung an erstklassigen Nachwuchsmannschaften bei den älteren Jahrgängen, wurde „übersehen“. Die Worte passen nicht so richtig zu den Taten, wie Sebastian richtig feststellt. Der schnelle Abgang des unzufriedenen Wirth -die „Schuld“ daran sehe ich in erster Linie nicht bei den Ice Tigers- war da natürlich auch ein heftiger Schlag ins Kontor und untergräbt die Glaubwürdigkeit. Wo ist denn der Unterschied zu den Vorjahren, könnte man fragen.
    Dass aber jetzt, wenn die Möglichkeit da ist, jüngere Spieler wie Bernhardt regelmäßig auch in der DEL dazu lernen sollten, wäre mMn richtig und wichtig. Der Leistungsunterschied zu den eigentlichen Leistungsträgern ist im Moment nicht so groß…

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