Spiel 19: Manus Mo

Foto: Thomas Hahn/Zink

Dem Eishockey wohnt ein Konservatismus inne, der sich nicht immer dadurch äußern muss, dass Don Cherry die Wolken anschreit. Dieser alte Geist im Eishockey zeigt sich auch im Movember, wenn Spieler wie Brown, Summers oder Fischbuch wie einst Lanny McDonald übers Eis fahren. Den beeindruckendsten Oberlippenbart stellte bei diesem 4:1 gegen Schwenningen allerdings der Co-Trainer der Ice Tigers zur Schau. Nachdem an diesem Wochenende fünf Punkte eingefahren waren, konnte man sich diese Bürste genauer anschauen. 

  • Eine interessante Geschichte, über die bisher nicht nur hier wenig bis gar nichts geschrieben wurde, ist die des Co-Trainers Manuel Kofler. Bereits in seinem ersten Interview als Cheftrainer der Ice Tigers schwärmte Kurt Kleinendorst von einem Assistenten. In vielen Gesprächen danach sprach er immer wieder davon, dass Kofler alles mitbringe, was ein moderner Coach mitbringen müsse.
  • Am Mittwoch erzählte Kleinendorst sogar, dass ihm sein Berater einen anderen Co-Trainer „empfohlen“ hatte, er sich aber nach ersten Gesprächen mit Kofler für Kofler entschieden habe, sich also den üblichen Mechanismen des Geschäfts widersetzt hatte. Dass er sich richtig entschieden hatte, beweise Kofler seitdem in der täglichen Zusammenarbeit. Der eigentlich vorgesehene Co-Trainer hingegen hat immer noch keinen Job.
  • Und weil ihm Kleinendorst nicht nur alle Breakout-Varianten und die Geheimnisse des Power-Plays beibringen will, schickt er Kofler neuerdings auch zu Pressekonferenzen, um für die Ice Tigers zu sprechen. So machte er das in Iserlohn, in München und am Sonntag auch zum ersten Mal nach einem Heimspiel. Kofler aber ist kein Rookie, der ehemalige DEL-Profi (349 Spiele für Iserlohn, München, Hamburg und Augsburg) war in Rosenheim bereits Cheftrainer und somit an einem Standort angestellt, an dem Eishockey gelebt wird, wichtig ist. Zudem ist Kofler ein kommunikativer Typ, sofern man seinem Oberbairisch folgen kann. Trotzdem wohnte diesmal André Dietzsch als stiller Gast der Pressekonferenz bei. Der Sportdirektor war aber nicht wegen Kofler gekommen. Sondern wegen mir.
  • Treue Leser dieses Blogs wissen, dass man beim Lesen dieser Texte immer mitdenken muss. Nicht weil sie intellektuell außergewöhnlich fordernd verfasst sind, sondern weil eigentlich immer mindestens ein Wort fehlt (wenn der Autor Sebastian Böhm heißt). Leider passiert das ab und zu auch bei Texten, die auf Hunderttausende Zeitungsseiten gedruckt werden. Zum Beispiel am Donnerstag, als es dem Satz „Und trotzdem werden sich die Ice Tigers nicht mehr auf Niklas Treutle verlassen können.“ am nicht unbedeutenden Wörtchen „nur“ mangelte. Für den Fehler hatte ich mich bereits mehrfach entschuldigt, während des Spiels bei den Ice Tigers-Fans unter meinen Twitter-Followern, nach dem Spiel auch bei Niklas Treutle selbst. Und nach der Pressekonferenz eben auch noch beim irritierten Sportdirektor. Sportjournalist ist immer noch der beste Job der Welt, mitunter aber unangenehm, wenn man selbst nicht alle dafür erforderlichen Qualitäten mitbringt.
  • Zum Eishockey und zum seltsam kuriosen Nürnberger 4:3 in München, das die Ice Tigers nach 60 Minuten sowohl klar verlieren, aber eben auch verdient gewinnen hätten können: Im ersten Drittel hielt allein Niklas Treutle seine Mannschaft im Spiel. Im zweiten Drittel fand Nürnberg dann zu seinem Spiel, musste den irregulären Ausgleich durch Philip Gogulla hinnehmen (zumindest einem der vier Schiedsrichter ist wohl nicht entgangen, dass Patrick Hager zuvor im Abseits stand, nur konnten sie die Tor-Entscheidung nicht mehr zurücknehmen – wohin es führte, würde man den Videobeweis durch die Abseitsregel erweitern, kann man angewidert in Nordamerika beobachten), durfte sich beim glücklichen 2:1 durch Joachim Ramoser aber vom Karma begünstigt fühlen. Dann fährt Eugen Alanov (nach Pass vom starken Patrick Reimer) im Rennen mit der Spieluhr auf Danny aus den Birken zu und trifft nicht. Und in der Verlängerung machen die Schiedsrichter alles richtig, indem sie nach dem Foul an Brandon Buck nicht abpfeifen, sondern Tim Bender die Möglichkeit geben das Spiel zu entscheiden. Aufregend und genau das, was sich die Ice Tigers zum Neustart erhofft hatten.
  • Zum Neustart hatten sie eigentlich in Sollstärke antreten wollen, in München (siehe: 1:0) und in Schwenningen aber musste Marcus Weber erneut als Stürmer antreten, weil sich Austin Cangelosi wieder verletzt hatte. Kofler glaubt aber, dass der Stürmer am Donnerstag vielleicht schon wieder dabei sein könne. Philippe Dupuis sei schon „sehr nah“, womit der Co-Trainer jedoch nicht sagen wollte, dass der Mittelstürmer sicher in Krefeld auflaufen könne. Pascal Grosse hatte unter der Woche ebenfalls wieder mit der Mannschaft trainiert. Weil Kleinendorst aber will, dass junge Verteidiger spielen (siehe Wirth, Moritz) und nicht als siebter Mann auf der Bank sitzen, wird Grosse wohl erst einmal nur in Bayreuth zu sehen sein.
  • Aggressivität ist in der DNS dieses Sports hinterlegt (Grüße an Bernd Schwickerath) und ich bin der Meinung, dass man Faustkämpfe in dieser Sportart ablehnen und trotzdem als Teil des Spiels akzeptieren kann (noch mehr Grüße). Zwei Szenen vom Freitag aber lassen mich fassungslos zurück. Diese:
  • Und der Check von Brett Findlay an Fabio Wagner und die vollkommen übertriebene Vergeltung von Jerry D’Amigo, der Findlay erst niederstreckte und dann mit Faustschlägen eindeckte. Außer durch eine Gehirnerschütterung (Ferndiagnose, am Sonntag in Berlin war er nicht dabei) wurde Findlay gar nicht bestraft, D’Amigo kam mit zwei plus zehn Minuten davon und die DEL darf sich über zwei Spieltage ohne Acolatse freuen. Dass im Eishockey-Lexikon unter Wiederholungstäter ein Foto von Acolatse zu finden ist und dass er in dieser Saison nur durch Tore (2), Assists (7) und sein liebevolles Betragen aufgefallen, soll hier gar keine Rolle spielen. Eine solch gefährliche Aktion (dazu gehört auch der Stockschlag zuvor und die willkürliche Auswahl seiner „Gegner“), lediglich mit zwei Spielen Sperre zu bestrafen, ist ein leider ein weiteres Zeichen dafür, dass der Disziplinarausschuss der DEL weiterhin nicht nur potenzielle Opfer schützt. Das ganze auch noch „Faustkampf“ (ja, ja, der Regel wegen, schon klar) zu nennen, würde Don Cherry sicherlich gefallen.
  • Wer sich in diesem Zusammenhang fragt, was einst zwischen Andreas Eder und Kai Herpich in München vorgefallen sein muss, wird enttäuscht. Wohl eher nichts. Nach der kleinen Faustkampfeinlage zwinkerte Eder dem Schwenninger auf dem Weg auf die Strafbank schon wieder zu. Eder, da war doch was? Stimmt. Am Freitag haben Christian Winkler und André Dietzsch sich sicher auch über dessen Zukunft ausgetauscht. Die Ice Tigers hatten sich zuletzt stark darum bemüht, den vorerst nur bis zum 30. November ausgeliehenen Eder bis zum Ende der Saison binden zu können. Noch gibt es dazu allerdings keine neuen Informationen.

Das Spiel

Foto: Thomas Hahn/Zink

Oliver Mebus kann diesen kurzen Pass auf einen Kollegen, um kritische Situationen im Gewühl vor dem oder hinter dem Tor aufzulösen. Immer mal wieder unterläuft ihm dabei aber ein kleiner Lapsus. Ein solcher hätte beinahe das Spiel gegen Schwenningen auf den Kopf gestellt. Bis in die 22. Minute hinein hatten die Gäste zwar Andeutungen von Chancen aber keine Chance. Zu druckvoll war das laufintensive Spiel der Ice Tigers. Gerade die erste Reihe war von den Wild Wings nie zu kontrollieren, beeindruckend vor allem, wie Buck, Fischbuch und Brown mit zwei, drei langen Pässen zum Abschluss kamen. Das 1:0 durch den Texaner war nicht schön, aber hochverdient. Dann servierte Mebus den Puck für Alexander Weiß. Niklas Treutle war nicht zufrieden mit seiner Leistung am Freitag (später mehr), in dieser Sekunde hatte er die Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Seine Parade leitete den Gegenangriff ein. Dass den Patrick Reimer abschloss, darf man ebenfalls als späte Belohnung für einen großen Auftritt am Freitag in München ansehen. In Bedrängnis kamen die Ice Tigers trotz Christopher Fischers Hammer zum 2:1 nicht mehr, dass sie ihre Überlegenheit nicht in Tore umsetzen konnte, das war nicht zum ersten Mal in dieser Saison zu beobachten. „Wir sind keine Mannschaft, die ihre Spiele 9:1 gewinnt“, hatte Kurt Kleinendorst am Mittwoch gesagt. „Noch nicht.“ Letztlich waren die Schwenninger Wild Wings viel zu schwach, um ernsthaft mit einem Sieg liebäugeln zu dürfen. Die 800 Fans aus dem Schwarzwald reagierten emotionaler auf das 1:4 (und den schnellen Abgang einiger Spieler nach dem Schlusspfiff). Womit die Unart, volle Bierbecher zu schmeißen, keineswegs entschuldigt werden darf. Der Blick in die hasserfüllten Gesichter junger Männer ist ein Blick in eine Welt, die ich nie verstehen werde.

Der Moment

Mag sein, dass das hier auch schon zwei bis zwölfmal erwähnt wurde: Es ist immer wieder erfrischend, wie uneitel Niklas Treutle über seine eigene Leistung spricht. Ein kurzes Interview mit dem Torhüter:

Wie beurteilst du das Spiel am Freitag in München, das die Ice Tigers nach einem kuriosen Spielverlauf und kuriosen bis irregulären Toren und einer 3:1-Führung doch noch in der Verlängerung gewonnen haben?
Niklas Treutle: Ich bin ein sehr ehrgeiziger und selbstkritischer Mensch und habe natürlich über mich selbst geärgert, weil ich da den zweiten Gegentreffer schon hätte verhindern sollen. Und auch die Chance nicht nutzen kann, meinen Fehler mit einem gehaltenen Penalty wiedergutzumachen. Da war ich schon angefressen. Aber man muss einfach sehen, dass die daheim ungeschlagen waren und wir als erste Mannschaft dort gewonnen haben, dadurch war ich extra angespornt, es heute noch besser zu machen.

War es heute schwierig, nach einem großen Sieg dem Erwartungsdruck zu haben, den Tabellenletzten klar schlagen zu müssen?
Treutle: Klar, das war die Herausforderung heute, bei der Sache zu bleiben, und nicht darüber nachzudenken, dass der Tabellenletzte kommt. Aber diese Schwierigkeit haben wir perfekt gelöst.

Foto: Thomas Hahn/Zink

Three Stars

Gab es heute eigentlich nicht. Der Kollege Meyer von den Eishockey News hatte schon größte Mühe (und wenig Unterstützung), den besten Spieler herauszusuchen (seine Wahl fiel auf Chris Brown). Den Uvex-Helm durfte Max Kislinger tragen, weil er sich nach einem Check an Tom Gilbert sofort für seinen routinierten Kollegen eingesetzt hatte, so etwas gefällt Eishockeyspielern und -trainern. Aber generell hat Kislinger nicht mehr zum Spiel beigetragen als jeder andere in dieser gut aufeinander abgestimmten Mannschaft. Alle vier Reihen haben getroffen, aber weil man es sich mit einem Pauschallob zu einfach macht, sollen hier trotzdem drei Ice Tigers herausgehoben werden.

Julian Kornelli hat sich noch einmal umgeblickt, um vielleicht an den Rücklichtern zu erkennen, welcher Zug ihn da gerade überfahren hat. Der Schwenninger blickte aber nur in das unbewegte Gesicht von Chris Summers. Immer mal wieder fährt der Movember-Veteran solche Checks, aber eben nur, wenn er sie für sinnvoll erachtet. Wie kaum ein Europa-Neuling vor ihm wahrt Summers die Balance zwischen Aggressivität und Cleverness. Summers ist nicht der angekündigte Zwei-Wege-Verteidiger, aber ein oftmals übersehener Grund für den ordentlichen Saisonstart der Ice Tigers.

Er hat bereits beim Deutschland Cup auf einem vermeintlich höheren Niveau nachgewiesen, dass seine Punktbilanz kein Zufall ist. In der Liga macht Daniel Fischbuch auch ohne Pause da weiter, wo er vor seinen ersten Länderspieleinsätzen aufgehört hatte. Gegen Schwenningen zunächst mit klugen Pässen, von denen erst Chris Brown einen nutzen konnte, im Schlussdrittel dann mit einem egoistischeren Spiel. Um Fischbuch muss man sich keine Sorgen machen.

Foto: Thomas Hahn/Zink

Und zum Abschluss noch: Kevin Schulze. Zum einen, weil man Kevin Schulze eigentlich immer nennen kann und sollte. Und zum anderen, weil er in der 3-4-Unterzahl einmal grandios reagiert hat (dass kurz darauf der einzige Schwenninger Treffer fiel, soll hier verschwiegen werden).

Und sonst?

Kauft „Eiszeit“ Warum Eishockey der geilste Sport der Welt ist“. Aus Gründen, die hier irgendwann vielleicht auch noch erörtert werden, habe ich das Buch noch nicht gelesen. Aber jeder, mit dem ich bislang darüber geredet habe, war begeistert. Wie großartig wäre es zudem, wenn ein Buch über unsere seltsame Sportart die Bestsellerliste des Spiegel anführen würde?

11 Kommentare in “Spiel 19: Manus Mo

11 Comments
    • Eigentlich nehme ich mir jedes Mal vor, weniger zu schreiben. Vielleicht klappt das ja irgendwann noch einmal. Diesmal fehlen noch Gedanken und Zahlen zum Power-Play, aber ich gehe davon aus, dass die Ice Tigers diese Baustelle auch in der kommenden Woche nicht werden schließen können.

  1. Ingsesamt macht diese Ice Tigers Mannschaft sehr viel Freude (oft auch bei/trotz Niederlagen).
    Meist war es in der letzten Saison ein vogelwilder Haufen, der hin und wieder durch die individuelle Klasse einzelner Spieler Spiele gewinnen konnte. Diese Saison erkennt man durchwegs ein System, dass von der 1. bis zur 60. Minute durchgezogen wird. Wenn nun noch das Verletzungspech Pause macht sehe ich (was ich nicht für möglich hielt im August) gute Chancen auf eine Top6 Platzierung nach 52 Spieltagen.

    Was mich momentan etwas nervös macht ist das Ausbleiben von Sponsorenmeldungen. Wäre schön wenn sich Gastner zur Lage/Zukunft mal äußern würde.

    • Hat er bereits in den Nürnberger Nachrichten, macht in der morgigen Ausgabe der Eishockey News: „Mir ist klar: Wir spielen nächstes Jahr Eishockey und wir spielen in der DEL.“ Aus der dazugehörigen dpa-Meldung: „Ich muss sagen, dass ich kein einziges schlechtes Gespräch mit Sponsoren hatte, alle waren positiv“, berichtete er. Die aktuelle Erfolgsphase der Mannschaft von Trainer Kurt Kleinendorst, die auf Tabellenplatz sieben und damit einem Playoff-Rang steht, hilft den Vereinsverantwortlichen. „Das ist extrem wichtig, denn es macht die Ice Tigers attraktiv. Erfolg macht sexy und wenn man mit Sponsoren spricht, ist es schon so, dass die eine Hälfte auch Sponsor einer erfolgreichen Mannschaft sein will. Für die andere Hälfte ist es die Liebe zum Eishockey und dessen Strahlkraft im Sportsponsoring. Insofern ist der Erfolg ein ganz wichtiger Baustein.“

  2. Ach es ist wieder schön nach einem Spiel der Mannschaft deines Vertrauens einen Blog deines Vertrauens zu lesen und
    @Sebastian Böhm: der kann nicht lang genug sein! Ein Hockeyspiel soll doch auch nicht schon nach 30 Minuten zu Ende sein 😉
    und danke für die Aufklärung „nur“ – das hat doch (nicht nur) bei mir für etwas Verwirrung gesorgt – da hat man so manchen Stein plumpsen hören hier im Frankenland…

  3. Hallo zusammen,

    verdienter Sieg, und durch den doch etwas überraschenden Erfolg in München natürlich ein perfekter Start nach der D-Cup-Pause. Hat über weite Phasen wieder an die Spiele vom Saisonauftakt erinnert, als die Ice Tigers schnell und druckvoll agiert hatten. Das ist uns vor der Pause aus den bekannten Gründen doch etwas abhanden gekommen. Und der Blog auch wieder in gewohnter Qualität online. Sehr erfreulich!
    Die bisher nicht gerade optimale Chancenverwertung war in der Tat schon häufiger zu sehen. Da fehlt uns momentan ein echter Knipser. Ich hoffe, dass Austin Cangelosi nach überstandener Verletzung für Abhilfe sorgen kann. Eigentlich sollte er so ein Spielertyp sein. Braucht natürlich auch die Mitspieler, die ihn entsprechend in Szene setzen können (Dupuis?).
    Bin sowieso gespannt, wie die Sturmreihen zusammen gesetzt werden, wenn Cangelosi und Dupuis tatsächlich wieder einsatzbereit sein sollten. Fix dürften mMn nur Buck-Brown- Fischbuch sein.

    Vielleicht noch eine kleine Ergänzung zu den jüngsten Ausführungen von Wolfgang Gastner in den EHN (in den NN war zu dem Thema schon einige Zeit nichts mehr zu lesen, wenn ich nichts übersehen habe): Der Etat soll im Vergleich zur laufenden Saison nicht weiter reduziert werden.
    Wenn es so kommt, durchaus eine erfreuliche Nachricht. Wäre schön, wenn die Fans zeitnah mehr Konkretes erfahren könnten (spätestens so um Weihnachten rum wäre doch ganz nett…).

    • Der fitte Cangelosi hätte neben Ramoser und Cangelosi den Rechtsaußen gegeben. Im Training wurde Dupuis immer wieder in die Alanov/Acton/Reimer-Reihe rotiert.

  4. Ich persönlich fand Schwenningen jetzt gar nicht so schlecht. Da waren im 1. und 2. Drittel Chancen dabei, die ein Team einnetzt wenn es läuft. Auch die Torschüsse waren aus gar nicht so schlechten Positionen. Aber bei den Wild Wings läuft es eben nicht…
    Nach dem 3:1 hat man einen Bruch erlebt. Und im 3. Drittel waren die Ice Tigers ganz klar überlegen. Das Spiel hätte auch anders laufen können. Aber Treutle ist einfach überragend zur Zeit (selbst wenn er in München nicht ganz zufrieden mit sich war – ich denke nur an das 1. Drittel dort – ich war es).

    Ich bin gespannt, wann Acton in den Top 3 auftaucht. Natürlich haben wir uns alle den überragenden Scorer erhofft und auch erwartet. Das ist er leider nicht.
    Im „System Kleinendorst“ liefert er jedoch ordentliche Leistungen. Am Anfang der Saison noch recht holprig. Doch inzwischen von Woche zu Woche besser. Da sind nicht nur tolle Pässe, wie auf Reimer beim 2:0, sondern auch verbessertes Zweikampfverhalten, verbesserte Defensivleistung, Einsatz für die Mannschaft (er rempelt und nimmt auch einen Faustkampf wenn es sein muss) und eine ordentlicher Überblick im Spiel (z. B. gute Aufbaupässe auch in Bedrängnis). Auch eine Bully-Quote von 56,4% ist ja wirklich gut.
    Ja, das geht sicher noch besser. Für mich ist da ein deutlicher Aufwärtstrend und mehr Konstanz erkennbar. Wie ein Fremdkörper wirkt er jedenfalls nicht mehr.

    Ich versuche ein paar Zahlen zum Powerplay zu liefern:
    Das PP hatte wirklich gut begonnen. In den ersten 4 Spielen wurden 6 Tore erzielt. Dann gab es eine kleine Flaute von 3 Spielen ohne PP-Tor. In den anschließenden 5 Spielen wurden wieder 5 Tore erzielt. Doch seit nun 7 Spieltagen sind die Ice Tigers ohne Tor im PP. Das sind 21 Situationen ohne Tor (5 Spiele davon allerdings auswärts).

    Somit beträgt die Quote in den letzten 10 Spielen 8,3% (in den letzten 5 Spielen natürlich 0%)

    Wie in jedem Jahr ist die PP-Quote noch sehr unterschiedlich was die Spiele auswärts und zuhause betrifft. Insgesamt 11 Tore in 70 Situationen (15,71%)
    Zuhause: 20% (7 Tore in 35 PP-Situationen)
    Auswärts: 11,4% (4 Tore in 35 Situationen)

    Ich kann leider keine Grafik in einen Kommentar hier im Blog einfügen – oder weiß ich nur nicht wie das geht? Dann bitte einfach eine Info wie man das macht. Sonst veröffentliche ich da mal ein Bild auf Twitter.

    Vielleicht gelingt ja am Donnerstag in Krefeld wieder ein PP-Tor. Die Pinguine haben ein recht schwaches Penalty-Killing. Da sollte mal wieder was gehen…
    Jedenfalls viel Vorfreude auf das nächste Spiel.

  5. Was ich noch vergessen habe zum PP und was überrascht:
    Ice Tigers hatten in dieser Saison noch kein 5vs3 Überzahl.
    In Unterzahl kam dies bereits 4x vor. 2 Gegentore dabei

  6. „Dann fährt Eugen Alanov (nach Pass vom starken Patrick Reimer) im Rennen mit der Spieluhr auf Danny aus den Birken zu unter trifft nicht“ 🙂 Und wieder hat er zugeschlagen

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