Spiel 1: Unendlicher Spaß

Ein Mannheimer lässt sich in Nürnberg feiern als Foto für den ersten Blog-Eintrag… ernsthaft, Böhm? Ja, ernsthaft, wenn man beim möglicherweise ersten großen Auftritt eines zukünftigen NHL-Profis dabei sein darf, muss man diesen Moment feiern. Als Eishockey-Fan.
Foto: Thomas Hahn/Sportfoto Zink

Ganz ruhig jetzt. Es war nur ein Spiel. Mindestens 51 Spiele werden noch folgen. Es gibt keinen Grund zu Überreaktionen. Aber, gute Güte, war das ein geiles Spiel: das Gefühl Tim Stützles, der Stolz Kevin Schulzes, die Saves von Dennis Endras, die verzweifelten Schlagschüsse Patrick Reimers, die Ruhe von Jan-Mikael Järvinen, die Überlegenheit von Oliver Mebus, der Speed – von allen; und die Ansprachen zweier starker Trainerpersönlichkeiten nach dem Spiel. In 20 Spielen hatte ich in der Saison zuvor nicht so viel Spaß wie an diesem ersten Spieltag. So, jetzt aber Schluss mit der Euphorie, auf „Weiter lesen“ klicken, es gilt zu erklären, warum ein 1:4 so viel Hoffnung auf eine unterhaltsame Saison machen kann. 

Warm-up

  • Wieder saß ein Scout auf der Pressetribüne (das letzte Mal, dass da nur einer von den Calgary Flames abhängen wird) und wieder hat ein junger Moritz eine sehr abgeklärte Leistung gezeigt. Viel hat sich also gar nicht verändert seit dem letzten Viertelfinalspiel zwischen Nürnberg und Mannheim. Nur hieß dieser Mo nicht Seider, sondern Wirth. Beeindruckend selbstbewusst ist der Franke da heute aufgetreten. Aber man muss schon zugeben, dass die Hauptrolle ein anderer junger Deutscher gespielt hat.
  • Vor dem Spiel war mir das alles schon ein bisschen zu viel. Natürlich hatte ich Tim Stützle in der CHL im Power-Play brillieren sehen. Aber der NHL Draft 2020 geizt nicht an herausragenden Angreifern: Lafreniere, Holtz, Raymond, Byfield, Perfetti, der Finne Lundell. Ich hielt es für ausgeschlossen, dass Stützle in diesen Kreis vorstoßen könnte. Nach dem 1:4 der Ice Tigers gegen die Adler Mannheim bin ich mir da nicht mehr so sicher. Natürlich war sein 0:1 vor allem ein vorzeitiges Geschenk der Ice Tigers zur Volljährigkeit (tatsächlich wird er noch bis zum 15. Januar 2020 mit Gitter spielen müssen). Aber in seiner Geschichte wird immer stehen, dass Stützle in seinem zweiten Shift mit seinem ersten Schuss sein erstes DEL-Tor erzielt hat. Ganz große Karrieren haben so begonnen (Hustmario, HustLemieux).
  • Danach ist er immer mal wieder aufgefallen, durch seine Übersicht, durch sein Stickhandling, seine mit Leichtigkeit gechippten Rückhandpässe, durch sein langes Zuspiel unter Bedrängnis aus dem eigenen Drittel an die blaue Linie der Ice Tigers, durch die Selbstverständlichkeit, mit der er sich als 17-Jähriger unter gestandenen Männern bewegt hat. Dabei wussten die Nürnberger genau, mit wem sie es zu tun hatten. Chris Summers hieß Stützle gleich nach dem ersten Bully (tatsächlich dachte ich da noch, dass Kurt Kleinendorst seinen Verteidiger extra neben Stützle gestellt hatte – falsch gedacht) hässlich in der DEL willkommen. Später wurde Stützle immer wieder abseits des Pucks zumindest geschubst. Mo Wirth bedachte Stützle immer wieder mit sicher nicht allzu freundlichen Worten. Wirklich beeindruckt zeigte sich Stützle nicht.
  • Bei der Pressekonferenz fragte ich Pavel Gross, ob Stützle ein Typ sei, den man nach diesem Saisonauftakt erden müsse. Das ist seine Antwort: „Das ist gar nicht nötig. Wir arbeiten und reden mit dem Tim fast jeden Tag. Letztes Jahr hatten wir die Situation mit dem Mo Seider, das kann man schon vergleichen, auch ein 17-jähriger Junge, der für sein Alter schon ziemlich abgeklärt war. Wir wissen, dass Tim manchmal Sachen macht, für die die Mitspieler noch nicht bereit sind. Er ist schon relativ weit. Aber der bleibt auf dem Boden, dafür werden wir sorgen, auf jeden Fall. Es gibt auch keine Gefahr, dass der irgendwie abhebt. Das ist ein ganz netter Kerl, der sich verbessern und empfehlen will. Und dabei werden wir Trainer ihn auf jeden Fall unterstützen.“
  • So, aber jetzt zu den Ice Tigers, zu den neuen Ice Tigers, zu den Ice Tigers, die wieder an ein System glauben, schon allein, weil es wieder ein System gibt. Mit einem halben Jahr Abstand äußern sich mittlerweile auch die Spieler immer mal wieder über diese verunglückte Saison 2018/2019. Tim Bender hatte das unter der Woche gemacht. Nach dem 1:4 machte es Chris Brown: „Wir fühlen uns besser, das gilt für alle, mit denen ich in der Kabine geredet habe. Wir haben gesehen, dass wir mit den anderen mithalten können. Und das haben wir letztes Jahr nicht gemacht. Das ist eines der besten Skating-Teams in der Liga. Wenn wir das weiter so machen, werden wir ein gutes Jahr haben.“
  • In meinem aktuellen Spielbericht schrieb ich: „Für die Erfolgsgeschichte des tapferen Außenseiters aber vergaben die Ice Tigers zu viele Chancen.“ Zweieinhalb Stunden später würde ich das nicht mehr schreiben. Die Ice Tigers traten in diesem Spiel nicht wie Außenseiter auf. Allenfalls im Schlussdrittel, als ihnen das 1:3 den Zug zum Tor genommen hatte.
  • (Noch vor dem ersten Bully geschrieben): Prognosen sind albern, werden sofort vergessen, machen aber trotzdem Spaß. Selten aber war es so mühsam, den Ausgang einer DEL-Saison vorherzusehen – zumindest ab Platz zwei. Mannheim wird Meister, München (zumindest in der Punkterunde) Zweiter. Danach kann alles passieren, die Hockey-Buddies haben das hier schon einmal wunderbar erzählt. Trotzdem noch einmal kurz in meinen Worten: Köln und Düsseldorf kommen wohl irgendwie in die Playoffs, dahinter halte ich es bei jeder Mannschaft für vorstellbar, dass sie Dritter wird oder aus den Playoff-Rängen rutscht. Und wenn da „jede Mannschaft“ steht, dann meine ich auch jede Mannschaft. Ja, natürlich schließt das auch die Ice Tigers ein. Bis auf Mannchen und Münheim wird kaum eine Mannschaft längere Ausfälle von Leistungsträgern kompensieren können. Und ein solcher Leistungsträger wäre Jim O’Brien sicherlich gewesen. Es wäre sehr bedauerlich, wenn man den Kanadier nie in Nürnberg spielen sehen würde.
  • Okay, viel Prognose war da jetzt nicht. Und sehr viel mehr kommt auch nicht, weil es auf dem Bildschirm so scheint, als hätten viele Klubs vieles richtig gemacht. Die bedauernswerten Krefelder hätten es zuletzt in die erste Playoff-Runde geschafft, wenn sie wenigstens einen Torhüter im Aufgebot gehabt hätten. Jetzt haben sie einen. Derzeit sehe ich keine Mannschaft auf dieser Position besorgniserregend schlecht besetzt. Und, ja, mir ist bewusst, dass Berlin mit einem Dänen und Franzreb und Cüpper in die Saison geht. Wie so oft wird eine Mannschaft überraschen (meine Kandidaten: Wolfsburg, Krefeld, Nürnberg) und wie so oft wird eine Mannschaft von der falschen Seite auf den Strich blicken müssen, die damit nicht gerechnet hat (Augsburg, Bremerhaven, Nürnberg). Unbefriedigend? Ich weiß, aber konkreter wird es in diesem Jahr nicht.
  • (Nach dem Spiel geschrieben) Gut, dass ich weder Ingolstadt noch Schwenningen erwähnt habe (zu diesem Spiel später noch ein bisschen mehr).

Das Spiel

Die Szene eignete sich auch für die nächste Rubrik, sie erzählt aber auch etwas über dieses rasante Spiel. Mit viel Geschwindigkeit hatte Joachim Ramoser einen Mannheimer überlaufen. Es schien fast so, als sei ihm aber der Pass auf den langen Pfosten missglückt, der Pass in die Mitte war ohnehin noch besser, weil Chris Summers aufgerückt war. Summers verzog. Das Bemerkenswerte aber war, dass Summers den Puck auch noch einmal hätte querlegen können – auf Brett Festerling. Ramoser hatte also zwei Anspielstationen, einen Verteidiger und noch einen Verteidiger. Und es war nicht die einzige Situation, in der Verteidiger zum Abschluss kamen oder tief im Mannheimer Drittel gute Aktionen hatten. Das 1:1 fiel, weil Tim Bender alleine über die blaue Linie fuhr, während seine Kollegen wechselten und weil er auf Oliver Mebus zurücklegte, der Chris Brown perfekt im Slot freispielte. Es folgten noch viele spektakuläre Szenen: als Austin Cangelosi nicht nur das net gecrasht hat, sondern vor allem in Cody Lampl gecrasht ist; Brandon Bucks Chance in Unterzahl; als Patrick Reimer Lampl hat stehen lassen; der Schlagschuss von Daniel Fischbuch im Power-Play; ein mehr als zweiminütiges Power-Play, das seinen Namen wirklich verdient hat; und; und; und. Gegen eine theoretisch derart überlegene Mannheimer Mannschaft muss man eine, zwei, drei dieser Chancen nutzen. Nürnberg aber nutzte keine und erlaubte sich drei Fehler. Vor Stützles 0:1 waren sie gedanklich schon im Mitteldrittel; der Laufweg von David Wolf, übrigens von David „so unauffällig wie ein Porsche Cayenne im E-Scooter-Fachhandel“ Wolf, war ihnen vor dessen 1:2 entgangen; und dass ein erfahrener Spieler wie Will Acton den Puck in Unterzahl nicht einfach achtlos vors Tor schmeißen, sondern hinter dem Tor sichern sollte, rächte Mark Katic mit einem weiteren Hochpräzisionsschuss zum 1:3. Dazu kam, dass die Gross-Mannschaft wie so oft geschickter foulte. Mannheim, der Meister, der erneute Favorit, war nicht besser. Mannheim war cleverer.

Der Moment

Daniel Fischbuch war unglücklich in Berlin. Und so ganz hatte nicht verstehen können, was da in der Hauptstadt passiert ist, wer Fischbuch noch im Playoff-Halbfinale 2018 über das Eis hatte rasen sehen. Die Eisbären wollten ihn nicht mehr mitspielen lassen und weil er nun auch schon länger nicht mehr unter 23 war, wurde er aussortiert. Ein halbes Jahr später orgnisiert er das Power-Play der Ice Tigers. Er, der immer als schnell wahrgenommen wurde, aber eben nur als schnell. Vielleicht wird Fischbuch nicht die ganze Saison über den point man geben, Tom Gilbert trainiert schließlich wieder mit der Mannschaft. Aber die Entwicklung Fischbuchs vom Viert-Reihen-Stürmer zum vielseitigen Verantwortungsträger ist vielleicht DIE Geschichte der Vorbereitung der Ice Tigers. Immer wieder passte er den Puck in diesem bemerkenswerten Power-Play Mitte des zweiten Drittels auf Patrick Reimer, immer wieder zog Reimer direkt ab und immer wieder wehrte Dennis Endras ab (warum da nur ein Torschuss für ihn notiert wurde, kann vielleicht jemand in den Kommentaren erklären). Das Power-Play hat aber sehr gut ausgesehen. Und das lag auch an Daniel Fischbuch.

Der Trainer

…über Daniel Fischbuch: „Ich habe die gesamte Vorbereitung herumexperimentiert. Reims hat an der blauen Linie gespielt, Chris Summers auch… Fisch macht einen großartigen Job da hinten. Tom Gilbert wird da vielleicht hineinrutschen, aber Fischi macht das hervorragend. Er ist smart, er trifft gute Entscheidungen. Man lernt seine Spieler kennen. Diese Art von Power-Play funktioniert über diese Position, funktioniert über Fischi. Er hat einen guten Instinkt. Und ich liebe Reims über alles. Diese Halbposition links ist sein Baby. Ich wollte ihn trotzdem zentral an der blauen Linie ausprobieren. Aber da hat er sich nicht so wohlgefühlt. Und Fischbuch hat sich da sofort wohlgefühlt. Das hat man sofort gesehen.“

…über das 10:4 des ERC Ingolstadt in Schwenningen: „Das waren gute Nachrichten. Und wir wussten ja alle, dass sie sicher keine schlechte Mannschaft haben. Aber nur so viel: Ich spiele lieber gegen sie, nachdem sie 10:4 gewonnen haben, als gegen sie, nachdem sie 4:10 verloren haben.“

…auf die Frage, ob man diese Euphorie noch mindestens 51 Mal sehen wird: „Ja, so spielen wir. Wir werden uns verbessern. Ich bin enttäuscht, wenn wir am Sonntag nicht besser sind als heute Abend. Und dann werde ich enttäuscht sein, wenn wir am kommenden Donnerstag nicht wieder besser sind.“

…über die Schiedsrichterleistung: „Wir haben uns zu viele Strafen geleistet. Haben wir die Pfiffe alle verdient? Das ist eine ganz andere Geschichte. Ich habe nicht alles verstanden, aber so haben sie das Spiel eben gepfiffen. Festis Strafe? Are you seriously kidding me? Eine Strafe für das? Und das war ein wichtiger Zeitpunkt, aber was willst du machen? Es war ein perfekt sauberer Check, nicht annähernd eine Strafe. Und das hat das Spiel gedreht. Aber auch daran müssen wir als Gruppe arbeiten. So etwas müssen wir schlucken, da musst du weitermachen, weiter marschieren. Manchmal ist es so, dass diese Pfiffe sich einem guten Eishockey-Spiel in den Weg stellen. Und ich denke, das war heute so, was schade ist. Ich schiebe es nicht auf die Schiedsrichter. Mir hat einfach nicht gefallen, wie sie das Spiel geleitet haben. Für uns ist nur wichtig: Was war die Lektion dieser Niederlage? Zu viele Strafen.“

Three Stars

Im ersten Drittel hat mir Oliver Mebus überhaupt nicht gefallen. Und trotzdem hatte er auch da am Ende schon mehr gute als schlechte Szenen. Da dies ein Tag für Überreaktionen ist: Mir fallen derzeit keine fünf Verteidiger in der DEL ein, die ähnlich komplette Verteidiger sind. Und, ja, mir ist bewusst, wie dämlich eine solche Aussage nach den ersten 60 Minuten ist.

Generell werden hier Verteidiger weitaus öfter auftauchen, ganz einfach, weil sie im neuen System viel mehr auffallen. Für Moritz Wirth wäre das nicht gut gewesen. Eigentlich. Kleinendorst wollte, dass er einfach spielt, sicher, unaufgeregt. Das letzte hätte er ihm kaum sagen müssen. Wirth scheißt sich ohnehin nichts, egal, ob er gerade bedrängt wird oder ob Brent Raedeke sich an ihn dranhängen will (und dafür eine Strafe kassiert). Sehr starkes Debüt. Auffällig im besten Sinn.

Und noch ein Abwehrspieler: Seine erste Aktion missglückte vollkommen. Dann aber ist Kevin Schulze Samuel Soramies hinterhergespurtet, um ihn rechtzeitig sauber vom Puck zu trennen. Danach kam Schulze von Shift zu Shift besser ins Spiel. Seine Schüsse waren nicht hart, aber beinahe alle gefährlich, Schulze war immer präsent – auch im Unterzahlspiel, trotz seiner 69 Kilogramm. Und damit das hier auch einmal geschrieben wird: Ich wäre enttäuscht, wenn sich nicht 3000 Fans an die Stirn langen würden, wenn Schulze sein erstes Tor erzielt. SCHULZ!

Foto: Thomas Hahn/Sportfoto Zink

Und sonst?

Aus Gründen habe ich mich kürzlich mit einem Bundesliga-Spiel aus den frühen 90ern beschäftigt. EV Landshut gegen BSC Preussen Berlin, was für ein Spiel, was für ein Irrsinn und was für ein Fernsehbeitrag. Und wer alle ehemaligen und aktuellen Nürnberger aufzählen kann, die bei dieser legendären Partie beteiligt waren, bekommt einen Premium-Zugang versprochen (sollten wir doch irgendwann für dieses Blog Geld verlangen):

11 Kommentare in “Spiel 1: Unendlicher Spaß

  1. Über Spiel und möglichen Saisonverlauf sollen und dürfen die schreiben, die es weit besser können als ich. Mir bleibt vor allem ein „Danke“ zu sagen.
    Aus gut unterrichteten Kreisen (:-) )weiß ich das Mittwoch Abend die Zukunft des Tiger-Blog noch nicht klar war (und vielleicht auch jetzt noch nicht 100%ig gesichert ist ).
    Aber das es Bericht Nr. 1 freut mich und bestimmt viele andere riesig!

  2. War gut gestern, interessant zu sehen, dass Pavel Gross Schwierigkeiten hatte, sein System an den super aggressiven Auftritt anzupassen. Am Ende waren es dann die individuelle Klasse der Mannheimer und die mangelnde Chancenverwertung der IceTigers, die das Spiel entschieden haben.
    Spektakulär nach vorne, hinten aber noch ziemlich anfällig für 2-1 und 2-0 Situationen. Vor allem bei Leuten wie Festerling bemerkt man schon noch die Anpassungsprobleme an das neue System. Bin gestern trotzdem ziemlich zufrieden nach Hause gegangen.

    Mich würde interessieren, wie so ein System gegen eine Rob Wilson Mannschaft funktioniert.

  3. Hallo,

    gutes, schnelles und strukturiertes Spiel. Überraschend: nicht nur von Mnhm.
    Die Tigers waren im ersten Drittel auf Augenhöhe, im zweiten Drittel besser.

    Man mag es clever oder geschickter nennen, aber wenn die beiden Revs gestern mit gleichem Maß bewertet hätten, wären mehr Adler auf der Strafbank gesessen. Festerlings „Bandencheck“ – 2 Min. Reul checkt vs. Mebus – nix. Brown verteidigt Treutle – 2 Min. Plachta verteidigt Endras – nix.
    Hätte das Spiel vermutlich nicht entscheiden, geht mir aber grundsätzlich auf den Zeiger.

    Die drei Aktionen mit dem Stock, welche das Spiel dann zum Ende des dritten Drittels entschieden haben, waren dagegen eindeutig.

    Ich bin erstaunt, wie viel Kleinendorst schon sichtbar im Team steckt und bin gespannt, wie wir Sonntag und vor allem Donnerstag spielen. Mit einer Leistung wie gegen die Adler sollten in beiden Spielen Punkte möglich sein.

    Herzlicher Gruß
    Stefan

  4. Hallo zusammen,

    das war trotz der Niederlage ein Abend, an dem die Fans der Ice Tigers einigermaßen zufrieden nach Hause gehen konnten.
    Man bedenke: Bestenfalls eine Handvoll Ice Tigers würden es in den Mannheimer Kader schaffen, einen Kader mit beeindruckender Qualität und Tiefe, dazu dieser Trainer, usw.
    Ich würde nicht sagen, dass die Adler am Ende nur cleverer waren. Meiner Meinung nach haben sie ab etwa der Häfte der Partie das Geschehen immer besser in den Griff bekommen. Und ab da waren sie dann auch klar das bessere Team, wobei ihnen die Tore auch zu einfach ermöglicht wurden.
    Die Ice Tigers haben hervorragend dagegen gehalten, so lange eben die Kräfte reichten. Schade, dass sie da ihre hochkarätigen Chancen nicht verwerten konnten. Das hätte vermutlich zusätzliche Kräfte frei gesetzt und das Ganze hätte dann auch anders ausgehen können.
    Zu recht angemerkt: Auch die Schiris waren in entscheidenden Momenten nicht ganz unbeteiligt…Finde ich übrigens gut, dass das vom Trainer auch mal klar angesprochen wird!
    Bin jetzt insbesondere auf die nächsten beiden Partien gespannt, danach kann man vielleicht schon etwas klarer sehen, wo das Team steht, wobei es dann natürlich immer noch zu früh ist, um eine Prognose zu erstellen, wo man am Ende der Hauptrunde stehen könnte.
    Bedenken habe ich dahingehend, dass der Kader für das kräftemäßig doch ziemlich anspruchsvolle System des Trainers richtig zusammengestellt ist. Es sind mMn schon etliche Spieler im Kader, denen das nicht unbedingt entgegen kommt.

    PS: Schön, dass die Männer (und Frauen) wieder auf Tiger starren dürfen.

  5. Hallo an alle Schreibelinge. So ganz kann ich die Euphorie Herr Böhm noch nicht mittragen, es freut mich außerordentlich mit welcher Begeisterung sie das Geschehen rund um das erste! Spiel beschreiben. Es war die erstem 30 Minuten ein Spiel auf Augenhöhe mit guten Chancen für uns das Spiel über 60 Minuten offen zu halten, leider fielen die Tore gegen uns immer zu Unzeit (auch bedingt durch merkwürdige Schiedsrichter Entscheidungen) nach dem 1:3 war die Luft leider ein bisschen raus. Es wird sich in den nächsten Spielen ein bisschen herauskristallisieren wohin die Reise geht, im Moment würde ich mir noch kein gefestigtes Urteil über das Leistungsvermögen des Teams erlauben wollen. Ingolstadt wird ein kleiner Fingerzeig werden.

  6. 1990/91, wow, das war vor meiner Eishockey-Zeit und damit deutlich bevor ich im Lindestadion hin und wieder diesen Typen besucht habe, der im Gästeblock stand und in den Drittelpausen ein Buch gelesen hat. Aber aus dieser Zeit habe ich doch einige der Spieler aus dem Bericht gern live gesehen.

    Ehemalige Icetigers bzw. Achzger entdeckt: Bernie Englbrecht, Jürgen Rumrich, Stefan Steinbock (!), Klaus Birk.

    Dazu der heutige Physio Thomas Schinko.

    Stephan Eder und Thomas Mühlbauer habe ich erst in der nachträglichen Recherche gefunden, im im TV-Bericht aber nicht gesehen.

  7. Ich habe bis dato nur das 2. Spiel in Ingolstadt gesehen und kann die Euphorie teilweise nachvollziehen. Ich weiß nicht, ob das Team im ersten oder um zweiten Spiel besser war.

    Gestern Abend in Ingolstadt habe ich eine Mannschaft gesehen, die nicht viel braucht, um gefährlich zu sein, aber hinten auch nicht sattelfest sitzt. Treutle war in Ingolstadt richtig stark! Trotzdem könnte eine solche Leistung auch mal genauso gut zu einem 4:3 für die Gegner ausschlagen.

    Was mich aber richtig freut ist die positive Resonanz, die man von jeder Seite um das Team aktuell bekommt. Wir sind immer noch in Franken und diese Einstellung ist nicht selbstverständlich. Wäre jetzt wirklich wichtig, dass dieser Hype auch ein wenig am Leben bleibt 🙂

    Zuletzt möchte ich mich sehr bei Sebastian und allen Helfern dieses Blocks bedanken. Es gehört mittlerweile (für mich persönlich) einfach dazu, dass ich nach einem Heimspiel den entsprechenden Blogeintrag lese. Wenn ich in der Arena war, dann wird das Erlebte dadurch nochmal erweitert und teilweise nochmal gedanklich erlebt und wenn ich es nicht geschafft habe das Spiel anzusehen, dann habe ich nach der Lektüre immer den Eindruck dabei gewesen zu sein. Wirklich toll!

  8. Für den Anfang nicht schlecht. Und das bei der angespannten Personalsituation. Wäre schön wenn das System unseres Coaches weitergegeben Früchte trägt.
    Der Blöd wie immer Klasse.

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