Spiel 52: Das Basty zum Schluss?

Foto: Thomas Hahn/Sportfoto Zink

Mittwoch, 19.30 Uhr, in Bremerhaven; Freitag, 19.30 Uhr, in Nürnberg; Sonntag möglicherweise wieder in Bremerhaven. Mehr ist über den Ablauf der ersten Playoff-Runde zwischen den Pinguins [sic!] aus Fischtown [even sicker] und den Ice Tigers aus Thomas Sabo noch nicht bekannt. Wohl in der Hoffnung auf sieben bis neunzehn weitere Zuschauer der Magenta-Streams am Sonntag behält man es sich vor, die möglichen dritten Spiele der ersten Playoff-Runde erst nach den zweiten Spielen zu terminieren. Frühestens am Freitag um 22 Uhr wissen die Fans der Ice Tigers also, wann oder ob sie am Sonntag überhaupt zum möglicherweise letzten Spiel ihres Teams fahren. Ganz ehrlich, eine Liga, die glaubt, so schäbig mit ihren besten Kunden umgehen zu können, hat ein größeres Problem als unzureichende Sendezeit im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Nach dem Klick: noch mehr Systemkritik, ein Interview mit Uncle Gilby und sogar ein bisschen Text zu diesem Penalty-Sieg gegen Schwenningen.

Warm-up

  • 65 Punkte: Seit der ersten Finalteilnahme 1999 haben die Ice Tigers nur 2012 eine Saison schlechter beendet, nur zweimal hatte ein Zehntplatzierter weniger Punkte (Bremerhaven 2016 und Krefeld 2003). Nur einmal hatte ein Nürnberger Topscorer weniger Punkte als Philippe Dupuis 2019 (Yan Stastny 2012).
  • Krefeld war Mitte Januar zweimal die keineswegs schlechtere Mannschaft, hat letztlich aber beide Spiele gegen die Ice Tigers verloren. Letztlich waren es jene sechs Punkte, die den Pinguinen nun die Playoff-Teilnahme gekostet hat. Mit einem Krefelder Torhüter mit einer Fangquote über 90 Prozent hätten die Ice Tigers keine Chance auf Platz zehn gehabt. Zusammen hatten Pätzold, Klein und Proskuryakov eine Fangquote von 87,93 Prozent – schlechter war keine Mannschaft in der DEL.
  • These: Bringen die Fischtown Pinguins 100 Prozent, sind die siebtbeste Mannschaft in der DEL und zumindest zu Hause in der Lage, jede andere Mannschaft zu besiegen. Bei 98 Prozent Leistung verlieren sie selbst in Nürnberg 2:6. Was die Ice Tigers beunruhigen sollte: Mal abgesehen von Pavels Adlern kommt keine Mannschaft den 100 Prozent so nahe wie Popieschs Pinguins.
  • Dazu passt auch die Aussage von Leo Pföderl nach dem Spiel, der Bremerhaven auch im dritten Jahr noch nicht verstanden hat. „Aber etzert sann Playoffs, da is wieda a ganz a anders Eishocki g’fragt.“ Klingt nach dem Rückkehr des Playoff-Monsters. Auch wenn man dazu derzeit viel Phantasie braucht. Pföderl zählte mit Acton, Buck und Lalonde zuletzt zu den an den Endergebnissen eher uninteressierten Ice Tigers.
  • Martin Jiranek erwähnt immer mal wieder, welcher Spieler seiner Ansicht ein Gegentor zu verantworten hatte. Manchmal lässt er durch seine Umschreibung darüber keinen Zweifel. An diesem Sonntag sprach er den Namen Daniel Weiß im Bezug auf das dritte Gegentor offen aus. Ich glaube nicht, dass das ein Zufall ist.
  • Brandon Buck hat ein Tor geschossen und zwei vorbereitet – in den jüngsten 15 Spielen.
  • Ja, Tino Boos hatte es versäumt, Chris Rumble, Brent Raedeke und manch andere zu sperren. Ja, manche seiner Aussagen danach waren zweifelhaft, andere aber auch erhellend konsequent. Erst seitdem die Liga (wohl nicht zuletzt nach den Aussagen von Stefan Ustorf und dem bisschen öffentlichen Druck, der in der Eishockey-Blase möglich ist) eine korrigierte Linie vorgegeben hat, sperrt der Disziplinarauschuss endlich konsequenter. Und selbst für den Fall, dass sich Jan Urbas seine Gehirnerschütterung erst beim Aufprall auf den Schlittschuh seines Kollegen zugezogen haben, sind zwei Spiele für Martin Stajnoch eine vollkommen angemessene Sperre. Der Slowake ist mit voller Geschwindigkeit in den Torraum gerauscht und hat im letzten Moment noch den Oberarm ausgestellt. Stajnoch kann am Freitag wieder dabei sein. Bremerhavens bester Spieler wohl nicht. Gute Besserung.
  • Der beste ist nicht der einzige Spieler, der den Pinguins fehlen wird, auch der großartige Mauermann, Rumble (Karma ist ein Miststück) oder Moore werden wohl nicht dabei sein. Die Ice Tigers wissen das natürlich. Besser wäre, sie wüssten es nicht.
  • Chris Brown, Oliver Mebus und Taylor Aronson sollen hingegen dabei sein. Für Brett Festerling reicht es in der ersten Playoff-Runde wohl nicht mehr.
  • Auf diesem Blog findet man nach jedem Heimspiel der Ice Tigers einen ausführlichen Eintrag sowie nach jedem Playoff-Spiel, an dem die Ice Tigers mitwirken dürfen. Am Mittwoch wird sich das erstmals ändern. Wir werden in Bremerhaven nicht vertreten sein. Sebastian Gloser urlaubt wohlverdient, Michael Fischer hat einen wichtigen Termin und meine Kinder müssten sich am Donnerstag selbst das Frühstück machen und zusehen, wie sie in Hort und Kindergarten kommen. Es ist unbefriedigend, dass die Nürnberger Nachrichten bei diesem Playoff-Spiel nicht vor Ort sein werden, aber es lässt sich leider nicht ändern. Pardon.
  • Jiranek hatte von seiner Mannschaft verlangt, dieses 52. Saisonspiel „als Sprungbrett für die Playoffs“ zu nutzen. Er äußerte sich nach dem 4:3 (0:0, 2:1, 1:2, 0:0, 1:0) zufrieden. Ich habe die Ice Tigers hingegen auf dem Sprungbrett ausrutschen und mit einem Bauchplatscher auf der Wasseroberfläche aufkommen sehen.

Das Spiel

War nicht der Rede wert.

Okay, ihr habt mehr als das verdient. Ihr hattet aber auch mehr verdient als eine weitere nicht mal lauwarme Leistung gegen den Tabellenletzten. Meine Hochachtung, die selbst bei solch einer Darbietung das letzte Drittel durchgetrommelt, -geklatscht und -gesungen haben. Die Erwartungen können nach den 51 Spielen zuvor nicht mehr besonders hoch gewesen sein. Noch dazu sollte man an das letzte Heimspiel vor den Playoffs („Die Arena muss bäeeebän!“) ohnehin keine hohen Erwartungen haben. Die Ice Tigers haben aber selbst diese niedrig liegende Latte noch gerissen. Martin Jiranek wusste, wie auch dieses Spiel wieder ausgesehen hatte. Trotzdem erzählte er danach, dass er zufrieden gewesen sei, er sprach von dem zuvor erwähnten Sprungbrett, von dem System, von den Reihen, die er betonieren wollte (zum Beispiel: Alanov als Platzhalter für Brown neben Buck/Bast) und von dem unglaublichen Chancen, von denen er meinte, dass sie sich hinter der Schussstatistik verbergen. 53:15, natürlich klang das eindeutig. Es hat aber gar nicht so ausgesehen. Die Ice Tigers (namentlich: Lalonde, Acton, Pföderl, zu Beginn auch Bassen) spielten schlampig, unpräzise, desinteressiert. Auffällig waren erneut nur Reimer und Bast, Alanov hatte erstmals wieder gute Szenen, Bender sah im Power-Play sehr gut aus (im eigenen Drittel eher nicht, ihn regelmäßig mit Lalonde aufs Eis zu lassen, ist für mich immer noch vollkommen unverständlich), immerhin solide: Gilbert, Weber. Für eine Leistung, die für Vorfreude auf die Playoffs sorgen könnte, reichte das natürlich nicht. Es reichte noch nicht einmal, die schwächste Mannschaft der DEL (mit nur neun Stürmern, zwei Rookies und dem Ersatztorhüter) nach 60 Minuten zu bezwingen. Überhaupt nicht. Mehr fällt mir zu einem Spiel, das man aus Rücksicht auf die Zuschauer spätestens nach zwei Dritteln hätte abpfeifen müssen, das stattdessen aber erst mit dem 14. Penalty entschieden wurde.

Das Interview

Die Ice Tigers müssen am Dienstag nach Bremerhaven fahren und am Mittwochabend dort antreten, Herr Gilbert. Was fällt Ihnen dazu ein?
Tom Gilbert: Es ist eigentlich egal, gegen wen wir spielen, um ehrlich zu sein. Gut, dass die Anfahrt ein bisschen länger ist, ist offensichtlich. Aber so ist es nun einmal. Dafür sind wir selbst verantwortlich. Wir hätten uns gerne höher platziert, wir hätten gerne auf diese erste Playoff-Runde verzichtet. Aber noch einmal: So ist es nun einmal. Jetzt freuen wir uns auf Bremerhaven.

Die Ice Tigers haben bereits im Januar Playoff-Eishockey gespielt. Was ist dann im Februar passiert?
Gilbert: Gute Frage. Wenn Sie die Antwort kennen, sagen Sie es mir bitte. Wir haben irgendwie unsere Identität verloren. Die mussten wir erst wieder aufbauen. Gegen Ende haben wir wieder besseres Eishockey gezeigt, hoffentlich können wir das auch in den Playoffs zeigen.

Bremerhaven ist als „Fleisch-und-Kartoffeln“-Mannschaft bekannt, als Mannschaft, die im Blaumann Eishockey spielt. Eigentlich liegen den Ice Tigers solche Gegner nicht. Was macht Sie optimistisch, dass sich das ab Mittwoch ändert?
Gilbert: Uns erwartet eine toughe Eishalle, sie werden schnell und hart kommen. Aber für uns geht es nur darum, genauso intensiv zu spielen wie sie. Das wird uns im Spiel halten und uns eine gute Chance geben, das Spiel in Bremerhaven zu gewinnen.

Foto: Thomas Hahn/Sportfoto Zink

Der Moment

Der hier bestens bekannte Stefan Eitel hat es als Erster auf Twitter kritisiert. Zu Recht. Hier folgt jedenfalls keine durch Fakten untermauerte Rechtfertigung der Playoff-Preispolitik. Es lässt sich nur schwer ausrechnen, was den Ice Tigers ein kleiner Shitstorm wert ist – schon alleine, weil mir nicht bekannt ist, wie viele all-inclusive-Dauerkarten, die Ice Tigers verkauft haben. Einen Top-Zuschlag für das vielleicht einzige Playoff-Spiel dieser Saison zu verlangen, ist allerdings auch davon unabhängig tatsächlich nichts anderes als unverschämt. Warum machen sie es trotzdem? Weil sie auf die Mehreinnahmen nicht verzichten können? Weil sie glauben, dass sich ihre treuen Fans ohnehin keine Karten mehr kaufen müssen? Weil es Kunden, die sich erst im März daran erinnern, dass es in Nürnberg erstklassiges Eishockey zu sehen gibt, nicht anders verdient haben – und den Aufschlag ohnehin nicht bemerken werden? Warum auch immer, es ist ein Fehler. Auf jeglichen Zuschlag zu verzichten und das offensiv zu bewerben, wäre so viel cleverer gewesen.

Three Stars

Foto: Thomas Hahn/Zink

Marcus Weber setzte erstmals wieder seinen herausragenden läuferischen Fähigkeiten ein.

Jason Bast wirkte auch in diesem Spiel wieder wie ein Spieler, der den Fischtown Pinguins kämpferisch gewachsen ist. Warum wohl? Sein Vater erklärte Tor/Assist/Game-Winner per Penalty danach auf Twitter zum Basty-Hattrick. Schade, dass er jetzt Ärger mit der DEL bekommt – so wieder einzelne, der mit dazu beitragen will, dass diese Liga ein wenig populärer wird.

Und sonst sah Patrick Reimer wie ein Kapitän aus, der erstmals locker und gelöst in eine Playoff-Serie starten könnte. 16 Punkte in 20 Spielen 2019 – und das trotz einer ausgiebigen Flaute zu Beginn des Jahres. Reimer ist heiß – und das trotz eiskalter Kollegen in seiner Reihe.

13 Kommentare in “Spiel 52: Das Basty zum Schluss?

13 Comments
  1. Zum Spiel braucht man nicht viel sagen, außer dass es selbst gegen den dezimierten Tabellenletzten nicht zu drei Punkten reichte.
    Auch die Aussagen von Martin Jiranek („bin zufrieden“) sind kaum der Rede wert, genauso die Preispolitik bei den Playoffs. Das alles passt doch wunderbar zu dieser völlig verkorksten Saison.
    Möge es bald vorbei sein!

  2. Zum Spiel sei so viel gesagt: wir haben im dritten Drittel, im Block stehend, lieber Ingolstadt gegen Straubing am Handy angesehen als unser gegurke.

    Spielt Bremerhaven nur annähernd das Hockey, zu dem sie in der Lage sind, ist Freitag Abend die Saison vorbei. Je früher desto besser, bleibt mehr Zeit zum Scouten, wenn es dafür nicht schon zu spät ist.

    Bremerhaven ist mir, trotz der Entfernung, der liebste Gegner gewesen. Besser gehen wir gegen Fishtown raus, als gegen Straubing oder Ingolstadt. Diese Schmach hätte uns wieder lange begleitet.

  3. Wissen sie bei den dargebotenen Leistungen des Teams bekommt man eine richtige Schreibblockade. Sie beschreiben es trefflich das Spiel ist nicht der Rede wert. Genauso enttäuschend wie die gesamte Saison. Und egal wie diese Saison ausgeht, man wird viel Geld in die handnehmen müssen um bestehende Verträge aufzulösen um einen wirklichen Neustart zu wagen. Dazu steht im Wege der Fluch der langen Verträge, dass die Sache noch einmal teuer macht. Mit diesem Team das sich in Auflösung befindet werden wir in der nächste Saison gegen den Abstieg spielen. Wir haben 15 Spieler unter Vertrag, davon 5 AL wo da die Wende zum Guten kommen soll ist mir ein Rätsel. Auch das Geschäftsgebaren bei der Preisgestaltung für die Playoffs (vielleicht nur 1 Heimspiel) ist vorsichtig ausgedrückt nicht ohne. Zu einzelnen Spielern vermag ich mich noch nicht äußern, dazu bleibt nach Saisonende genug Zeit. Zum jetzigen Zeitpunkt nur so viel, es wird nicht viel Positives zum Schreiben geben. Die Entwicklung dieses Jahr war und ist Desaströs. Zum Schluss nur noch eines, vielleicht erleben wir noch ein Miracle on Ice im Jahre 2019.

  4. Zum Spiel braucht man eigentlich nichts sagen.

    Über Martin Jiranek muss man etwas sagen. Er war gestern zufrieden? Okay, wenn das der Anspruch ist, meinen persönlichen Glückwunsch! Auch seine namentliche Kritik an Weiß hätte er sich sparen können. Bzw. hätte ich mir gewünscht, dass er dann alle Spieler gleich behandelt. Denn was könnte man öffentlich einen Lalonde, einen Buck und einen Acton kritisieren? Aber die zwei wunderschönen Vorlagen die Acton in Bremerhaven geliefert hat, wurden stillschweigend ignoriert.

    Für mich hat der ehemals gute Spieler Jiranek sein „Denkmal“ selbstständig zerstört und die Glaubwürdigkeit verloren. Nach dieser Saison muss eigentlich Schluss sein und zwar in allen Bereichen.

  5. Wie bereits mehrfach geschrieben, das Spiel war nicht der Rede wert. Das war aber schon vorher abzusehen gewesen. Bin daher trotz Dauerkarte daheim geblieben hab es mir bei Magenta angesehen und bin dann lieber zum Badminton spielen gefahren.

    Was die Preispolitik angeht, verstehe ich das allgemeine Unverständnis vollkommen. Ich hätte es nachvollziehbar gefunden wenn man gesagt hätte „Leute, wir haben eine Mist-Saison gespielt, in der 1. PO-Runde gibt es dafür keinen Top-Zuschlag“. Allerdings hat man sich dieses Vorgehen auch irgendwo selbst aufoktroyiert, indem man die Dauerkarten unter anderem damit bewirbt, dass hier keine Top-Zuschläge in den Play-Offs fällig werden, mit Einzelkarten eben schon. Dazu kann man stehen wie man will, außer Acht lassen sollte man es aber bei aller Verärgerung nicht.

    Was Bremerhaven angeht, sicher geographisch kein Traum, aber in meinen Augen eine Mannschaft die man schlagen kann wenn man sich am Riemen reißt. Allerdings waren die letzten Wochen nach der Pause was den Glauben daran angeht eher dürftig. Aber es kamen dann in dieser Saison auch immer mal wieder Phasen in denen die Mannschaft dann plötzlich einen rausgehauen hat. Das kann in einer Best-of-Three-Serie schon reichen.

    Mit Blick auf die kommende Saison würde ich trotz der bestehenden Verträge nicht schwarz malen. Erst einmal wird es wichtig sein wer Trainer werden wird. Ich glaube schon, dass ein guter Mann hinter der Bande in der Lage ist aus manchen Spielern mehr rauszuholen als es momentan der Fall ist. Hier bleibe ich nach wie vor dabei, dass uns momentan ein richtiger Trainer fehlt. Da würde ich gerne erst einmal abwarten wie der Plan ist, bevor ich mir ein Urteil zur kommenden Saison erlaube.

  6. Also ich möchte hier unter den ganzen „Nicht der Rede Wert“-Stimmen mal eine etwas andere Stimme sein.

    Sicher war das Spiel kein heißumkämpfter, hochklassiger Fight. Aber dass die Ice Tigers eine niedrig liegende Latte gerissen hätten oder nicht mal lauwarmes Eishockey gezeigt hätten, kann ich nicht so nachempfinden.

    Gerade im Kontext der aktuellen Saison habe ich mich bei diesem Spiel ausreichend unterhalten gefühlt. Schlampige Pässe hier und da waren für mich zu verkraften, es war ein Spiel mit wenigen Unterbrechungen und vielen Chancen für die Ice Tigers. Und ich behaupte, dass es mit etwas mehr Glück eben schon hätte 6:1 vor dem letzten Drittel stehen können. Die ganzen Toschüsse waren nicht alles nur „Wurschtsemmeln“. Und mindestens ein Pfostenschuss war auch dabei. Auch waren die Ice Tigers meiner Meinung nach fast die gesamte Zeit überlegen (nicht nur der Powerplays wegen). Wölfl hatte auch nicht unbedingt seinen schlechtesten Tag.
    Vor allem aber ist uns die Disziplin im Kopf geblieben. Im gesamten Spiel gab es nur eine einzige Strafe gegen die Ice Tigers. Sicher liegt das auch daran, dass es kein wichtiges Spiel war, man musste nicht um jeden Zentimeter Eis kämpfen und man hat gegen den Tabellenletzten gespielt. Aber trotzdem hat es in diesem Bereich gestimmt.

    Ich kann jede Stimme verstehen, die sagt, dass das kein glorreiches Spiel war. Aber ich habe diese Saison schon so viele viel schlechtere Spiele gesehen. Und in Anbetracht dessen, dass die Playoffs vor der Tür stehen, das Spiel überhaupt keine Wichtigkeit mehr hatte und in den Köpfen der Spieler sicher einiges vor sich geht, betrachte ich das Spiel als zumindest gelungen.
    Ich kann daher auch Jiranek verstehen, der sagt, dass er zufrieden sei. Immerhin sagt er ja nicht, dass er total aus dem Häuschen sei.

    Für die Playoffs sehe ich gegen Fischtown auch eher dunkelweiß. Mir wäre ein Gegner aus Straubing auch lieber gewesen. Allerdings stimmt das schon, dass es aus Fansicht weniger „Druck“ gibt, gegen Fischtown zu spielen. Ich hoffe einfach mal auf einen „Oulu“-Moment oder einen „Reinprecht-Ehliz-München“-Moment in der Arena. Dann ist auch Bremerhaven gut zu schlagen.

    So, das wars jetzt aber von mir.

    (PS: Das Tor von Rech zum 1:2 war wunderschön anzuschauen. Das darf man ja auch mal erwähnen 😉 )

  7. Es ist wie immer vieles geschrieben worden was absolut richtig ist, deswegen braucht es nicht noch einen weiteren Kommentar in diese Richtung, ich kann mich überall größtenteils nur anschließen!
    Genötigt fühle ich mich trotzdem hier noch das eine oder andere anzumerken.
    Ich habe gestern erfahren das die PPO Tickets so teuer sind (hat mich bisher auch nicht wirklich beschäftigt, da ich mir seit Jahren mal wieder eine DK-All inclusive gekauft hatte…was mir nächste Saison definintiv nicht mehr passieren wird..!!!!!), da hab ich nur eine Bemerkung dafür übrig! Schämt Euch! Eine solche Saison noch mit einem Aufschlag zu „überbieten“ …da fehlen mir die Worte! Ich wage zu behaupten das es in der DEL fast keinen Verein gibt, mit solchen geduldigen Fans! Aufgrund der gezeigten Leistungen i.d. Saison würde ich behaupten, an einem anderen Standort hätte da die Luft noch ganz anders gebrannt! Hier musste man sich auch noch Kritik anhören, das die Halle nicht da war um zu helfen (richtig Hr.TS?)!
    Die Aussage hat mich ehrlich gesagt richtig beleidigt! Wenn die Mannschaft denn mal geliefert hat (….ich versuch mich zu erinnern wann das war.., außer Oulu u München bei der #28 Zeremonie..) war das Publikum sofort da…und auch darüber hinaus! Wann wurde denn mal ausgiebig gepfiffen??
    Die PO´s sind mir ehrlich gesagt wirklich egal.., ich hab mich so maßlos geärgert über dieses Saison, da können mich die PO´s höchstens mit dem Meistertitel trösten (wie reell das ist, wissen wir alle glaube ich nach dieser Saison).
    Gespannt bin ich auf die neue Saison, bzw. was man vorhat hier wieder einen Schritt in die richtige Richtung zu machen, nachdem man diese Saison, die jahrelange, gute Vorarbeit mit dem Allerwertesten eingerissen hat! Dazu gehört auch wie man mit den Fans umgehen will, ein Top-Zuschlag für PPO ist jedenfalls meiner Meinung nach nicht der Ansatz die Fans zurückzugewinnen die man sich vergrault hat!
    Da war ich doch glatt kurz davor mich in Rage zu tippen…aber ganz kurz!
    Im übrigen, vielen Dank für diese Plattform hier.., einmalig!!

  8. Tja, wirklich viel fällt mir auch nicht ein – weder zu dem gelangweilten Auftritt gestern noch zur gesamten bisherigen Saison. Trotzdem ein paar Anmerkungen.

    – Das Spiel gegen Schwenningen hat hinsichtlich der Serie gegen Bremerhaven keinerlei Aussagekraft. Ein weit besserer Indikator ist da die Gesamtheit der 51 Saisonspiele zuvor. Das macht es für die Ice Tigers allerdings nicht besser.

    – Bremerhaven hat einige prominente Ausfälle zu verkraften und war die letzten Spiele nicht überzeugend. Trotzdem wird das Team mit Unterstützung der euphorisierten Fans mit allen Mitteln um den Einzug ins Viertelfinale kämpfen. Ob die Ice Tigers unter diesen Bedingungen in der Lage sind in der Hölle des Nordens ein Auswärtsspiel zu gewinnen, wird sich zeigen.

    – Es sind in der Tat nur sehr wenige Spieler, die man nach dieser Saison positiv hervorheben kann. Und eigentlich sind die im Blog auch schon alle erwähnt – bis auf einen: Max Kislinger. Er hat eine sehr solide Rookie-Saison gespielt, obwohl ihm die Mannschaft sein erstes DEL-Jahr nicht gerade leicht gemacht hat. Mir hat gestern auch gut gefallen, dass er nach dem hohen Stock Anthony Rechs gegen Will Acton das Zwiegespräch mit dem Schwenniger gesucht hat.

    – Offenbar hat meine Vier im Zwischenzeugnis Patrick Reimer angestachelt. In der zweiten Saisonhälfte kann man Reimer nichts, aber auch gar nichts vorwerfen. Die GmbH kann sehr froh sein, einen solchen Spieler in ihren Reihen zu wissen.

    – Der Zuschlag für das womöglich einzige Play-Off-Heimspiel dieser Saison ist auch für mich völlig unverständlich. Überhaupt wären die Ice Tigers gut beraten ihre Fans, die ihnen während dieser tristen Saison erstaunlich treu geblieben sind, besser zu behandeln. Da hat es, wie einige Vorredner zurecht angemerkt haben, bisweilen an Wertschätzung gemangelt.

    – Warum Martin Jiranek nur Daniel Weiß öffentlich kritisiert, nicht aber die konstant schwachen Darbietungen von Will Acton oder Brandon Buck, bleibt sein Geheimnis. Fair ist das nicht.

  9. Hallo,

    nur kurz: als erstem ist der Topzuschlag @PPeppinho75 aufgefallen. Ehre, wem Ehre gebührt. 😉

    Gruß
    Stefan

    PS: Das Gassi – Orakel (als mein Hund) sagt übrigens einen KLAREN Sweep der Icetigers vs. Bremerhaven voraus. Man darf gespannt sein.

  10. PPS: Die Öffentlichkeitsarbeit der DEL abreitet ähnlich souverän bezüglich Verbreitung von Bildmaterial wie der Disziplinarausschuss beim ahnden von Checks gegen den Kopf.
    Oder ist diese Linie (die keine Gerade ist…) auch von den Eigentümern vorgegeben?

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