Spiel 50: Danke, Mannheim

Foto: Thomas Hahn/Sportfoto Zink

Es ist 20.23 Uhr. Die ersten Ausgaben der Nürnberger Nachrichten werden gedruckt, einen der beiden langen Texte über die Ice Tigers sollte ich noch einmal Korrektur lesen. Es ging gerade etwas hektisch zu in der Sportredaktion. Stattdessen gehe ich in die Nachtkantine, um meine ausgewogene Ernährung an diesem Sonntag (ein Marmeladenbrötchen, ein Honigbrötchen, eine Grapefruit, zwei Semmeln, zwei Wienerle, Senf, ein Stück Käsekuchen, ein überzuckertes Fruchtjoghurt) durch eine kleine Packung Saure Pommes zu veredeln. Langweilig? Fürwahr. Aber lasst uns trotzdem noch schnell über dieses irgendwie gar nicht so schlimme 1:4 gegen Mannheim reden. Ich will nicht noch einmal in die Nachtkantine. Ich will ins Bett.

Warm-up

  • 112 Punkte. Das ist ein Rekord. In der Deutschen Eishockey Liga ist es noch keiner Mannschaft gelungen, in 52 Saisonspielen 112 Punkte zu sammeln. Allerdings war nicht jede DEL-Punkterunde nach 52 Spieltagen beendet. Die Eisbären Berlin hatten 2009/2010 in 56 Partien 123 Punkte geholt (um im Viertelfinale gegen die achtplatzierten Panther aus Augsburg auszuscheiden), im Schnitt (2,20) ist das noch ein bisschen besser. Die Adler haben allerdings auch noch mindestens 120 Minuten Zeit, sich auch diesen Rekord zu holen. Mit nur einem weiteren Sieg am kommenden Wochenende sind sie auch in der Pro-Spiel-Wertung das erfolgreichste Team in der Geschichte der DEL.
  • Das ist in etwa so überraschend wie der letzte Platz von Schwenningen. Seit einem dreiviertel Jahr erzähle ich jedem, der nicht danach gefragt hat, dass alles andere als ein Meistertitel für diese Mannschaft mit diesem Trainer als Enttäuschung angesehen werden muss. Dieses 1:4 hat das nur bestätigt. Mit einer der besten Saisonleistungen hat es diese qualitativ vermeintlich so hochwertige Nürnberger Mannschaft allenfalls geschafft, die Adler kurz zu irritieren. Das sagt etwas über Mannheim aus, aber viel mehr noch über die Saison der Ice Tigers.
  • Dabei ist auch für diese Ice Tigers noch ein Rekord möglich. Bei zwei Niederlagen in Bremerhaven am Freitag und am Sonntag zu Hause gegen Schwenningen lassen sie sich als schlechtester Zehnter der DEL-Geschichte eintragen: Bremerhaven hat sich 2017 mit 64 Punkten für die Pre-Playoffs qualifiziert, 2004 hatte Krefeld als amtierender Meister ebenfalls nur 64 Zähler geholt, damals gab es jedoch noch keine Playoffs vor den Playoffs. Nürnberg hat derzeit 63 Punkte.
  • Wolfgang Gastner gab in der ersten Drittelpause Sascha Bandermann ein Interview. Wenn man nur ein bisschen mehr weiß als man schreiben kann, versteht man, warum der Geschäftsführer dabei nicht ganz so souverän wirkte, wie man das von ihm gewöhnt ist. Anders als das viele Fans befürchten, haben diese Ice Tigers schon einen Plan. Einen Plan, der mindestens interessant klingt. Aber eben auch einen Plan, über den selbst ein eigentlich auskunftsfreudiger Geschäftsführer nicht öffentlich reden kann.
  • Gastner sprach dafür Offensichtliches aus: „Es gibt ein paar Spieler, die sich zurückhalten. Und es gibt ein paar Spieler, die vielleicht nur um Punkte spielen.“ Er meinte, die Scorerpunkte der Spieler, nicht die Punkte für die Mannschaft.
  • Zum Spiel: Selten zuvor habe ich einen Sieg der Ice Tigers derart verrissen wie dieses 3:2 gegen die Düsseldorfer EG. Zwei Tage später geht es wieder ins andere Extrem. Zwei Spielberichte zum 1:4 gegen Mannheim, einer für www.nordbayern.de, einer für die großartigen Nürnberger Nachrichten, beide wohlwollend – trotz der klaren Niederlage.
  • Embellishment, also theatralische Einlagen, um Schiedsrichter davon zu überzeugen, dass sie soeben ein böses Foul hätten verpassen können, ist eine Beleidigung für die Idee dieses Spiels, embellishment ist Gift für das Eishockey. Davon bin ich auch noch überzeugt, nachdem ich mir Dutzende von Wiederholungen des vermeintlichen Checks gegen den David Wolfs Kopf angesehen habe. Spieler, die wie von Scott Stevens überfahren zu Boden gehen, sich den Helm halten, sich vom Eis führen lassen und im nächsten Wechsel wieder auf dem Eis stehen, kann ich nicht ernst nehmen (siehe Wolf, David und Weiß, Daniel). Aber mein erster und zweiter Eindruck, dass da keine Berührung von Wolfs Kopf zu erkennen sei, muss ich revidieren. Zwei plus zehn war wohl die korrekte Strafe für dieses Foul.
  • Was ich allerdings noch immer nicht nachvollziehen kann, ist, wie man Denis Reuls Behinderung nach 40 Sekunden nicht ahnden kann. Sein Check gegen Brandon Buck war die Mutter aller Behinderungen. Und auch da kann man durchaus eine Berührung des Kopfes erkennen.
  • Patrick Reimers schöne Serie ist an diesem Sonntag zu Ende gegangen. Neun Tore und sechs Vorlagen in elf Spielen sind ein beeindruckendes Zeichen dafür, dass Reimer nicht nur Vorbild, Spielmacher und Zwei-Wege-Stürmer, sondern auch noch immer Scorer sein kann. Ähnlich beeindruckend war allerdings auch die schöne Serie des Kapitäns vor der Serie. Reimer war neun Spiele in Folge ohne Punkt geblieben.
  • Letztlich muss man Mannheim danken, dass sie die Ice Tigers wieder einmal zu einer Leistung motiviert haben, die nach Eishockey aussah, zwischendurch sogar nach Playoff-Eishockey.

Das Spiel

Wie war ein Spiel? Wie hat es sich angefühlt? Was hat es ausgelöst? Dazu gibt es 6696 Antworten. Und noch sehr viele mehr. Der Kollege von Eiszeit.fm hatte zum Beispiel befürchtet, dass die Adler Mannheim nach einem möglichen Viertelfinale gegen diese Ice Tigers nicht mehr in voller Mannschaftsstärke zum Halbfinale antreten werden können. Und Rick Goldmann stellte schon nach fünf Minuten fest, dass diese Ice Tigers ja seit Jahren für ihr hartes Spiel bekannt seien, dass sich das Eishockey in dieser Zeit aber weiterentwickelt habe. Interessant – und das nicht nur, weil ich von diesem vermeintlichen weiterentwickelten Eishockey in der DEL zuletzt nicht so viel gesehen habe. Aber auch das ist wohl eine Frage der Perspektive. In Nürnberg waren diese aktuellen Ice Tigers bis zu diesem Sonntagnachmittag jedenfalls eher dafür bekannt, dass sie nicht hart genug spielen, nicht hart genug urteilen und sich nicht hart genug kritisieren. Es war also durchaus eine Erleichterung, diese Mannschaft endlich mal wieder öfter als einmal (und das meist nur zufällig) checken zu sehen. Die Ice Tigers wollten den Adlern unter die Haut gehen, sie wollten ihnen weh tun, das ist legitim. Aber überhart war das nicht. Es war nur nicht immer besonders clever. Ausgesprochen unclever war es, das Tor in Unterzahl aus der Verankerung zu reißen (Lalonde), Garrett Festerling von hinten zu bespringen (Fox), Cody Lampl über den Haufen zu fahren und ihm dabei auch noch den Helm herunterzureißen (Stajnoch). Nürnberg hat dumme Strafen genommen, die Mannheim geduldig und konsequent in Power-Play-Tore verwandelt hat. Bei leeren Strafbänken war Nürnberg nicht ebenbürtig, aber doch konkurrenzfähig. Mannheim wirkte stets gefährlicher, die Adler aber mussten die Bemühungen der Ice Tigers respektieren. Das Spiel haben sie in Unterzahl verloren, letztlich aber auch, weil es Brandon Buck, Will Acton und Leo Pföderl erneut ziemlich gut gelang, ihre Begabungen zu verbergen. Als Reihenkollegen hatten Acton und Buck nur eine gute Szene (20. Minute, als Festerling den abschließenden Schuss von Lalonde mit dem Bauch blockte). Mit vermeintlichen Leistungsträgern in dieser Verfassung wird selbst eine motivierte und halbwegs strukturierte Nürnberger Mannschaft in einem möglichen Viertelfinale kein einziges Spiel gegen Mannheim gewinnen. Das zeigte sich vor allem nach David Wolfs 1:3, mit dem der zwischendurch beinahe sympathisch wirkende Silberheld von Pyeongchang die Stimmung und die Hoffnung in der Arena ausknipste. Eine Minute Druck entwickelten die Ice Tigers danach noch einmal (über Reimer und Weiß). Im Gegenzug traf Chad Kolarik zum 1:4. Mannheim hat verdient gewonnen, weil es in jeglicher Hinsicht besser war. Zumindest dazu gibt es wohl keine zwei Meinungen.

Foto: Thomas Hahn/Sportfoto Zink

Der Moment

Ich habe generell keine besonders hohe Meinung von meiner Branche. Das gilt für den Journalismus im Allgemeinen und für den Sportjournalistmus im Speziellen. Ein eher unbedeutendes Beispiel: Unerträglich sind die beleidigten Beiträge von Fans/Journalisten nach Niederlagen, noch unerträglicher als jubelnde, klatschende Fans/Journalisten auf der Pressetribüne. Zuletzt hatte man mir genau das vorwerfen können. In der Einordnung dieser 7:21 Tore in München, Iserlohn und Köln könnte mir die Souveränität abhanden gekommen sein. Das hat mir niemand gesagt, viele echte Fans äußerten sich auf Twitter und im wahren Leben eher zustimmend. Ich selbst aber habe lange darüber nachgedacht, aus welcher Perspektive ich diese Texte geschrieben hatte – bis zu diesem Sonntagabend. Dann haben mir die Kollegen Meyer (Eishockey News) und Rupp (kicker) erzählt, dass sie sich vor dem Pressebereich eines älteren Fans der Ice Tigers erwehren mussten – obwohl er doch eigentlich nur mich beleidigen, angreifen, würgen, wasauchimmer wollte. Vor vielen Jahren wurde in einem Forum angekündigt, dass man mich auf der Pressetribüne besuchen wolle, um mir mal nachhaltig klarzumachen, wie man über die Ice Tigers zu schreiben habe. Offenbar hat der Mann nun etwas länger gebraucht, bis er die Pressetribüne gefunden hatte. Wir schreiben viele Artikel über die Ice Tigers, nicht jeder davon ist gut, im Erfolgsfall sollen sie nicht hymnisch sein, im Misserfolgsfall nicht beleidigt klingen. Nicht immer gelingt das. Aber wenn einem Fans auf die Schulter klopfen und andere dir am selben Tag eine Schell’n geben wollen, dann kann das insgesamt so falsch nicht sein.

Das Interview

Um ehrlich zu sein: Das hat heute nach dem besten Spiel der Ice Tigers seit Wochen ausgesehen. Ist es nicht besonders frustrierend, dass es die Mannschaft trotzdem klar verloren hat?
Dane Fox: Mannheim gilt nicht ohne Grund als beste Mannschaft der Liga, gut strukturiert. Eine Mannschaft, gegen die du dir nicht mal kleine Fehler leisten darfst. Das rächt sich.

Es hat so ausgesehen, als hätten gerade Sie heute großen Spaß auf dem Eis.
Fox: Klar. Es war ein großes Spiel, gegen eine gute Mannschaft. Da heißt es, sich zu zeigen. Ich glaube schon, dass wir heute hart gespielt haben, das wir gekämpft haben, physisch gespielt haben. Die Jungs sind in die Schlacht gezogen. Nur das Ergebnis hat nicht gestimmt.

Was haben Sie David Wolf heute alles erzählt?
Fox: Ich habe ihm nur gesagt, dass er ein gutes Spiel spielt, und dass er sehr fokussiert auf Eishockey ist.

Ich glaube Ihnen kein Wort.
Fox: (grinst)

Was auf dem Eis gesprochen wird, bleibt auf dem Eis?
Fox: Ja. Nach dem Spiel schütteln wir uns die Hand, zeigen uns gegenseitig Respekt. Aber während des Spiels fallen da Worte, die später nicht wiederholt werden sollten.

Haben Sie nach dem Spiel noch einmal mit ihm geredet?
Fox: Nein, man gibt sich die Hand, wünscht sich Glück, sagt, bleib‘ gesund. Er ist ein Wettkämpfer. Ich auch. Abseits des Eises respektieren wir uns.

Sie heute getroffen, zum ersten Mal seit 13 Spielen ohne Torerfolg. Wie hat es sich angefühlt, den Affen vom Rücken zu schütteln?
Fox: Das kann man sagen. Es hat eine Zeit gedauert. Am Ende des Tages geht es nur darum, hart zu arbeiten, dann werden gute Dinge dabei rauskommen.

Wie hat sich dieses Wochenende angefühlt? Wie ein Schritt in die richtige Richtung?
Fox: Fünf-gegen-Fünf spielen wir schon wieder richtig gut. Wir müssen nur dem System vertrauen und hart arbeiten, will niemand in der Liga gerne gegen uns spielen, weil wir groß und physisch sind. Das ist der Schlüssel.

Sie wissen, dass sie David Wolf möglicherweise schon in drei Wochen im Viertelfinale wiedersehen könnten?
Fox: Das klingt nach Spaß, nach einer guten Serie. Aber zunächst geht es nur darum, sich auf die letzten zwei ausstehenden Spiele zu konzentrieren.

Foto: Thomas Hahn/Sportfoto Zink

Three Stars

Daniel Weiß ist offensichtlich kein Kandidat mehr für ein weiteres Jahr in Nürnberg. Shawn Lalonde auch nicht. Leonhard Pföderl spielt auch nicht, als wollte er den Fans den Abschied allzu schwer machen. Bleiben Taylor Aronson und Jason Bast. Die Übermotivation des US-amerikanischen Verteidigers ist schwer einzuschätzen. Der kanadische Stürmer aber wirkt, als würde er gerne hier bleiben wollen. Sein Puckgewinn und sein Pass inmitten eines überforderten Power-Plays hatten Fox‘ 1:2 erst möglich gemacht. Bast war viel unterwegs, meist aufmerksam. Das reicht bei den Ice Tigers derzeit schon aus, um positiv aufzufallen.

Dane Fox war unerträglich, großartig, lächerlich, gefährlich und dabei stets unterhaltsam. Fox provozierte Wolf, hätte sich Wolf auch gestellt. Nur wollte Wolf nicht, vielleicht durfte er auch nicht. Fox hat sich wie so oft ein dämliches Foul geleistet. Fox hat getroffen (was ihm zuvor in 13 Spielen nicht mehr gelungen war). Fox hat beim Bully direkt danach Matthias Plachta vollgelabert – und den Puck in der nächsten Szene an Matthias Plachta verloren. Eine funktionierende Mannschaft mit einem souveränen Trainer kann sich einen solchen Fox leisten. Diese Ice Tigers können wiederum eigentlich nicht darauf hoffen, dass Fox‘ gute Einlagen am Ende seine schlechten Einlagen übertreffen. Als Fox nach Deutschland kam, machte er viele Dinge instinktiv richtig. Mittlerweile denkt er zu oft darüber nach, was richtig und was falsch sein könnte. Es gibt sicher ein paar wenige Spieler, die beeinträchtigt es nicht, wenn sie ein bisschen über ihr Spiel nachdenken. Fox zählt leider nicht dazu. An diesem Sonntagnachmittag aber es hat es alles in allem wieder einmal Spaß gemacht, Fox beim Arbeiten zuzusehen.

Und Niklas Treutle ist auch weiterhin der einzige Grund, warum es den Ice Tiger natürlich zuzutrauen ist, die weitaus kampfstärkere Mannschaft aus Fischtown oder die in jeglicher Hinsicht besseren Straubing Tigers in einer Mini-Playoff-Serie auszuschalten (ja, Ingolstadt ist auch weiterhin noch ein möglicher Gegner). Das hat der Torhüter gegen Mannheim nur bestätigt.

Und sonst?

Ist es jetzt 22.58 Uhr. Gute Nacht.

22 Kommentare in “Spiel 50: Danke, Mannheim

  1. Das Spiel war nach den vorherigen Spielen mal wieder recht ordentlich und konnte sogar zwei Drittel lang relativ offen gestaltet werden. Warum das so ist?! Das weiß wohl keiner.
    Eishockey weiterentwickelt? Interessant, was Rick Goldmann da so sagt. Warten wir mal die ersten PO-Spiele ab, dann wird wieder von Härte geschwärmt.
    Die Ice Tigers waren körperlich zwar großteils da, jedoch schaffte man es nur, bei Akdag und Wolf bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Der Rest der Adler wirkte eher unbeeindruckt anders als die beiden, die zeitweilig sehr genervt wirkten. Jedoch gehe ich nach gestern davon aus, sollte es eine Serie gegen diese Adler geben, dass es kein Sweep wird für die Adler. Dazu muss man aber erstmal abwarten, wer auf diesen Jahrgang der Ice Tigers in den PPO wartet – von Köln über Bremerhaven bis zu einem bayrischen Verein ist ja eine gute Mischung dabei.

    Ansonsten wird Segal trotz des Zahns der Zeit nächstes Jahr fehlen, nicht nur in der Kabine sondern auch die Wege, die er freiblockt u.a. für Dupuis. Fox bleibt nach gestern weiterhin ein Streitfall für mich. Mal Klasse und dann mal wieder einfach ohne Kopf. Ein zweites Jahr mit einem richtigen Coach wäre interessant gewesen. Aber nachdem er und Jiranek heuer nicht die besten Freunde waren riecht es wohl nach Abgang. Ein Beispiel hierzu noch: ich glaube, dass Fox nach der Lalonde-Strafe gestern wegen Torverschieben wieder gesesssen wäre.

    @Sebastian: die Artikel letzte Woche waren eigentlich genau richtig, sowas darf auch ruhig mal sein. Wird eigentlich der Fan mal grob von diesen Plänen erfahren? Sowas könnte ja ggf. wieder zum DK-Kauf animieren ;). Das Interview werd ich mir aber sicherlich noch anschauen.

  2. Hallo erstmal, ich für meinen Teil bin bei der Berichterstattung absolut bei Ihnen Herr Böhm. Ich würde Sie Sogar auch auf der Pressetribüne besuchen, allerdings eher für ein gutes Gespräch.

    Zum Spiel selbst steht eigentlich wirklich alles in dem Artikel. Alanov nicht spielen zu lassen ist für mich absolut unverständlich (wenn er fit gewesen ist). Wenn es die Verantwortlichen der Icetigers tatsächlich bemerkt haben sollten, dass hier einige nur etwas „verhalten“ spielen ist das herausnehmen umso unverständlicher.
    Aber das ist ja mittlerweile ein bekannter Hut unter Martin Jiranek. Genau aus diesen Gründen entscheiden sich auch junge Deutsche Spieler gegen uns, da ihnen einfach kein Vertrauen geschenkt wird. Natürlich haben Spieler wie Acton, Buck, Weiß und Pföderl die bessere Vita, aber wenn sie keinen Bock haben, sollte man lieber die spielen lassen die auch wollen. Für mich absolut unverständlich so zu handeln.

    Buck und Acton bereiten mir wirklich im Hinblick auf nächste Saison Bauchschmerzen. Buck findet langsam aber sicher wieder dahin zurück, warum man ihn in Ingolstadt nicht mehr haben wollte und wofür er bei den Fans sehr unbeliebt war. Und Acton spielt für mich persönlich nur „Alibieishockey“ und lässt die anderen die Drecksarbeit machen. Wie man in so einem Spiel gefühlt ohne Zweikampf in die Kabine gehen kann ist absolut unverständlich. Und wenn man seine Punkte genau betrachtet ist es meistens nur der Pass zurück an die blaue Linie den er spielt, den dann irgendwer (meistens Lalonde) dorthin spielt, wo ein anderer ein Tor schießt. Diesen in der Regel absolut unbedrängten Pass, kann eigentlich jeder spielen. Und dass sind die Punkte eines Will Acton.

    Aber ich bin ja schon glücklich, wenn die Verantwortlichen so etwas bemerken. Dass sie nicht handeln verstehe ich nicht.

    Wenn man so wie gestern spielt und vielleicht die dummen Strafen abstellt, ist tatsächlich an ein Ausscheiden im Viertelfinale zu denken. An ein weiterkommen glaubt ja sogar der Trainer nicht, wie er gestern in der Pressekonferenz mitgeteilt hat.

    Und dann greife ich gerne nochmal Wolfgang Gastner auf und hoffe wirklich, dass die Icetigers einen Plan haben, vor allem für nächste Saison.

    Denn alle mit denen ich zu tun habe, haben ein sehr komisches Bauchgefühl und jeder sagt, irgendetwas stimmt da gar nicht. Aber das ist wie so oft nur subjektiv. Hoffen wir das Beste.

  3. Tach Herr Böhm,

    ich finde Ihre Artikel auch stets passend. Wenn ich mir da so die Artikel von Haimspiel durchlese, ist da schon häufiger die KEC-Brille bei den Verfassern auf, wodurch sie sich meiner Meinung nach nicht selten lächerlich machen. Hier im Blog gibts eine sehr gute Mischung aus Lob, Enttäuschung, Kritik, Freude und Engagement. Alles dabei – weitermachen!

    Mich hat W. Gastner`s Interview auch etwas verunsichert. Nach außen versucht er souverän zu wirken, als hätten die Ice Tigers alles unter Kontrolle, wenn man ihn und seine Interviews aber schon länger kennt, merkt man, dass da irgendwas nicht stimmt.

    Als Mebus gestern den Puck über die Bande befördert hat – was war das eigentlich für eine dämliche Aktion von Pickard, der im Tor hämisch applaudiert? Oder wollte Pickard nur seine Handschuhe lüften? Wo ist da der Fuchs?

    Was gibts denn eigentlich über Jenike zu berichten?
    Man munkelt ja von einem Abgang nach MUC. Ist das realistisch?
    Und gibt es Gerüchte über neue deutsche Spieler, die ihre Schlittschuhe nächstes Jahr für Nürnberg schnüren?

    • Pickard hatte ich unbedingt erwähnen wollen, zumal sein Applaus nicht die einzige Aktion in dieser Richtung war. Hab ich dann aber vergessen. Danke fürs Nachtragen.

  4. Ich kann der Einschätzung von Rick Goldmann mehr abgewinnen. Das Schwelgen in Erinnerungen hat in Nürnberg und seinem Anhang ja durchaus Tradition. Da werden dann wieder einmal harte Typen, die den Gegnern unter die Haut gehen können, gefördert. Und an all die “großen“ Namen der Vergangenheit erinnert. Vielleicht habe ich vergessen, dass es Punkte dafür geben soll, dass man den Gegner genervt oder gecheckt hat. Ich nehme auch nicht wahr, dass die Mannschaften in der oberen Tabellenhälfte deswegen dort stehen, weil sie ach so hart spielen. Auch kein Geheimnis, dass in der NHL ebenfalls auf überfallartiges, dynamisches Spiel mit jungen Spielern gesetzt wird. Insoweit sind Spielertypen wie Buck und Acton grundsätzlich die richtigen, nur müssten sie halt ihre Leistung bringen. Jetzt wieder auf harte Typen zu setzen, mag zwar mal ein „hey“ mit Szenenapplaus in der Arena provozieren, bringt aber keine Punkte, auch weiterhin nicht.

  5. Die Mannschaft hat sich gestern zumindest in kämpferischer Hinsicht akzeptabel präsendiert, was man aufgrund der letzten Spiele ja auch nicht als selbstverständlich voraussetzen konnte.
    Es gab allerdings auch wieder Ausnahmen. Von unseren sog. Topverpflichtungen Buck und Acton muss man gerade in so einem Spiel eigentlich (und immernoch, obwohl die Saison fast gelaufen ist – an manche Sachen gewöhnt man sich einfach nie) weitaus mehr erwarten, als nur ein bisschen mitspielen. Nämlich, dass auch mal Akzente gesetzt werden, dass man der sehr guten Mannheimer Mannschaft etwas Gleichwertiges entgegensetzen möchte. Diesbezüglich einmal mehr absolute Fehlanzeige. Und Leo Pföderl? Der große Zweikämpfer war er ja noch nie, aber mittlerweile macht er in beinahe jeder Szene eine mitleiderregende Figur. Da macht er den Eindruck, als ob ein U18-Junior gerade seine ersten, noch etwas hilflosen Gehversuche bei den Großen macht. Flasche leer!

    Ansonsten natürlich ein hochverdienter Sieg für die Mannheimer, die nur sehr selten die Kontrolle über das Geschehen verloren hatten und im Prinzip in jeder Beziehung überlegen waren. Die schnelle Antwort auf den Anschlusstreffer hat ihnen dabei zusätzlich in die Karten gespielt. Auffallend auch wieder, dass die Ice Tigers scheinbar ohne Plan in der Offensive agieren. Hier bleibt das Meiste dem Zufall überlassen.

    Nun bin ich auch auf den Plan für die nächste Saison gespannt und hoffe auf eine zeitnahe Kommunikation. Spielt für mich bei der Frage Dauerkarte ja oder nein diesmal schon eine Rolle, welches Konzept präsendiert wird. Herr Gastner hat im Interview ja angedeutet, dass die Saison grünlich aufgearbeitet werden soll. Hoffentlich zieht man die entsprechenden Rückschlüsse. Eine nicht gerade einfache Situation, da man in Sachen neuer Spieler nur eingeschränkt handlungsfähig ist (14 schon mit Vertrag).

    Sebastian, die Berichterstattung der letzten Wochen war absolut korrekt – weiter so!

  6. Für mich war das gestern ein starkes Spiel, genau so musst du gegen Mannheim und München auftreten. Rein über die spielerische Komponente hast du gegen solche Teams keine Chance, dafür sind sie einfach zu stark besetzt, sowohl was den Kader, als auch die Trainerposition anbelangt. Du musst sie durch Härte und Leidenschaft von ihrem Spiel abhalten und dann eben vorne effizient die Chancen nutzen und daran ist es gestern gescheitert, Chancen waren definitiv da (Torschüsse im 2ten Dritte 12:12 ). Klar war Mannheim insgesamt die bessere Manschaft, aber überragend war deren Leistung gestern auch bei Weitem nicht. Insgesamt wäre es einfach mal schön zu sehen, wenn nur einmal diese Saison endlich mal alle Spieler ihre Leistungsmaximum abrufen und zeitgleich taktisch genauso auftreten wie gestern. Vielleicht ist es ja in den Playoffs so weit…

    Dane Fox fand ich persönlich gestern überragend. Ich hatte zwischenzeitlich ein Dauergrinsen im Gesicht, als er auf dem Eis war. Ich bewerte den Jungen sicherlich etwas subjektiv, aber ich mag Spielertypen wie ihn einfach. Er bringt Unterhaltung in eine leider doch immer steriler/langweiliger werdende Eishockeywelt. Und gestern hat man gesehen, wie viel er wert sein kann, wenn man ihn „von der Leine lässt“. Wenn jetzt auch langsam wieder das Selbstbewusstsein der letzten Saison zurückkommt, ist er für mich weiterhin ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann.

  7. Zum gestrigen Spiel nur so viel, die Mannschaft war bemüht aber gegen Mannheim chancenlos. Herr Böhm lassen sie sich nicht verbiegen in ihrer Berichterstattung, dafür werden sie geachtet und geschätzt und die Nähe zu einem Verein ist kein Verbrechen. Ihre Analyse des Spiels ist absolut zutreffend deswegen könnte ich dieser nicht viel Substanzielles hinzufügen. Ich habe mir das Interview mit Herrn Gastner noch einmal angeschaut, für einen Fernsehmann war das nicht sehr souverän und lies mehr Fragen offen als Antworten im Ansatz. Lustlose Spieler im Team haben wir genug das können die Zuschauer seit Monaten beobachten. Das wir schon 15 Spieler unter Vertrag haben, davon 5 AL wird die Sache mit dem Umbruch sicherlich nicht leichter machen außer Auflösungen? Ob man Geld dafür übrig hat darf bezweifelt werden.
    @ Stefan W. Ich hatte immer ein Faible für Spieler wie Momesso-Garvey- Printz-Teubert und Prust und es wird sich nicht mehr ändern. Ein fairer Faustkampf der keine Minute dauert ist mir tausend Mal lieber als die dämlichen Stockfouls auf die Hände der Gegenspieler oder idiotische Checks gegen den Kopf.

  8. Lieber Sebastian, Liebe Männer und Frauen, die auf Tiger starren,

    ich denke, dass man zu dem Spiel nicht viel sagen muss. Die Mannschaft wirkte stabiler, als die letzten Spiele und trotzdem ist das Ergebnis von 1:4 absolut verdient auf beiden Seiten. In der diesjährigen Hauptrunde sind Mannschaften wie München (mit einer Ausnahme unter besonderen Vorzeichen) und Mannheim einfach eine Nummer zu groß. Ich schreibe bewusst Hauptrunde, da ich nach wie vor hoffe, dass sich jeder einzelne Spieler in den PalyOffs besinnt und seine mögliche Topleistung abruft. Das bedeutet noch lange nicht, dass man in einem möglichen VF weiter kommt und ganz nebenbei wird es auch extrem schwierig dieses zu erreichen, aber es ist meiner Meinung nach immer noch möglich. Genauso gut möglich ist aber auch ein sauberes 0:2 in den PPOs oder ein 0:4 im VF.

    Viel interessanter finde ich die folgenden beiden Punkte:
    1) Wolfgang Gastner wirkte auf mich nicht planlos. Wir alle kennen ihn und sein Auftreten in vergangenen Tagen im IceTigers Magazin und seine herrliche (teilweise übertriebene Art), wenn es darum geht schöne Phrasen zu dreschen: „Cooles Eis, Coole Fans, Coole Tigers“ könnte so oder so ähnlich hundertfach gefallen sein und war in dieser Funktion auch (genau) passend. Als GF einer GmbH ist seine primäre Aufgabe aber nicht mehr die öffentliche Kommunikation. Natürlich gehören Gespräche wie gestern in der Drittelpause dazu, aber das ist nicht die Aufgabe, an welcher ein WG ab sofort gemessen werden sollte.
    Gemessen wird er an Zahlen. Und in erster Linie nicht an den sportlichen, sondern an den finanziellen Statistiken.

    Wenn ich all dies zusammen fasse, so wirkte Wolfgang Gastner auf mich gestern nicht planlos, sondern einfach nur unerfahren in der Kommunikation von noch nicht abgeschlossenen Verträgen. Ein etwas erfahrenerer Mann hätte es vielleicht wie folgt auf den Punkt gebracht:
    1. TS macht weiter
    2. Wir versuchen uns aber breiter aufzustellen
    3. Wir werden sportlich nach der Saison jeden Stein umdrehen und wollen wieder oben angreifen
    4. Wir hoffen auf baldige Unterschrift eines Trainerkandidaten
    und vielleicht noch 5. Wir sind mit einigen Spielern überhaupt nicht zufrieden

    Das war es doch, was er eigentlich gesagt hat. Nur mit einigen ähms und jooaaas dazwischen. Wenn man sich diese 4-5 Aussagen durchliest, dann wirkt das nicht so, als würde man einen so krassen Schnitt im Budget hinnehmen müssen, dass man in Zukunft immer um Platz 8-10 spielt, sondern eher um Platz 6.

    2) Und dieser Punkt ist mir viel wichtiger:
    Nürnberg hat in dieser Seuchen-Saison einen Zuschauerschnitt von 5170 (ohne PlayOffs!)
    Blickt man ein wenig weiter in die Vergangenheit, so entspricht dies wohl in etwa der Saison 2013/14, als man die Hauptrunde als 3. abschloss.
    Die Saison 2012/13 ist aufgrund des WinterGames nicht repräsentativ und in der Saison 2010/11 hatte man als 10. einen Schnitt von 4745 Zuschauern.
    Das sind also insgesamt 11.050 verkaufte Tickets mehr, als vor 9 Jahren. Bei einem (wohl niedrig kalkulierten) Durchschnittspreis von 25 Euro pro Ticket, sind das immerhin 276250 Euro mehr Umsatz. Das ist wohl ein guter DEL-Spieler. Unabhängig von den Finanzen zeigt das aber, dass Nürnberg Eishockey annimmt und, dass sich seit Sabo etwas entwickelt hat.

    Sollte man in Zukunft mehr auf Jugend setzen und das Budget etwas kürzen. Ich bin mir sicher, dass auch die Nürnberger einen Schnitt von 5500 schaffen, wenn man die richtige Kommunikation (der Ziele und der Möglichkeiten) fährt und um Platz 6 spielt.
    Das wäre vor 5-10 Jahren nicht denkbar gewesen. Es geht dem Eishockey in Nürnberg also nicht so schlecht, wie man immer vermutet und dabei habe ich die positive Entwicklung der EHC80 – Nachwuchsteams noch gar nicht mit einbezogen.

    Es gibt trotzdem natürlich viel zu tun, aber des wird schon 😉

    Viele Grüße an alle!

    #14togo

  9. Ein paar Gedanken zum gestrigen Spiel:

    – Ja, Ergebnisse sind wichtig, schließlich bewegen wir uns im Profisport. Und trotzdem: Ich hatte diese Saison bei keinem Spiel so viel Spaß wie bei der 1:4 – Niederlage gegen die Adler.

    – Kader und Trainerstab der Mannheimer lassen kein anderes Saisonziel als den Meistertitel zu. Es wäre eine Überraschung, würden die Adler dieses Ziel nicht erreichen.

    – Mir hat gefallen, wie die Mannschaft gestern aufgetreten ist. Mit Biss, Einsatz, Leidenschaft und Körperspiel. Auch wenn weiterhin einige Spieler ihre Qualität nicht abrufen können (Jurcina, Pföderl) oder wollen (Buck, Acton) – mit dieser Leistung ist es zumindest möglich, die erste Playoff-Runde zu überstehen.

    – Um eine Best of Seven-Serie gegen Mannheim zu gewinnen, braucht dieser Jahrgang der Ice Tigers trotzdem ein mittleres Eishockeywunder. Spätestens im Viertelfinale wird also Schluss sein.

    – Ich kenne den Plan der Ice Tigers für die nächste Saison nicht. Die Tatsache, dass der Kollege Böhm diesen Plan zumindest „interessant“ findet, stimmt mich aber einigermaßen positiv.

    – Die Ice Tigers spielen – nicht nur an den teils überzogenen Erwartungen im Umfeld gemessen – eine grauenhafte Saison. Da spricht es für die Fans, dass sie trotzdem immer recht zahlreich an den Kurt-Leucht-Weg pilgern. An guten Tagen ist die Stimmung in der Arena meistertauglich – die Mannschaft leider nicht.

    – Personalie Fox: Wenn er so spielt wie gestern, dann ist Dane Fox für jede Mannschaft wertvoll. Engagiert, bisweilen torgefährlich, immer aggressiv und unangenehm. Aus meiner Sicht ist dann auch die ein oder andere dumme Strafzeit zu verkraften. Ich glaube, dass Dane Fox ein Spieler ist, den man führen muss. Fox braucht einen Trainer, der ihm Wertschätzung zukommen lässt und der ihn sein aggressives Spiel spielen lässt. Fox braucht aber auch einem Trainer, der ihm den Unterschied zwischen Aggressivität und Wahnsinn vermitteln kann. Martin Jiranek ist für diese Aufgaben wohl nicht der richtige Mann. Verpflichten die Ice Tigers aber einen Trainer, der Fox‘ Aggressivität sinnvoll kanalisieren kann, wäre eine Vertragsverlängerung eine Option.

    – Ja, Eishockey hat sich verändert. Weniger Härte, dafür mehr Technik und Geschwindigkeit. Ich finde das bedauerlich, weil dem Spiel dadurch ein wichtiges Element verloren geht. Außerdem wird die Verletzungsgefahr (Stichwort: Gehirnerschütterung) dadurch nicht geringer. Und ich finde auch, dass eine Liga, die spielerisch nun wahrlich nicht zu den Besten gehört, ein wenig mehr Härte gut täte.

    – Im Fall von Will Acton plädiere ich inzwischen übrigens für eine – wohl sehr teure – Vertragsauflösung.

    Schöne Woche euch allen 🙂

  10. Lieber Sebastian Böhm,
    bitte schreiben Sie weiter in der gewohnten Form. Ihre Beiträge sind für mich immer eine besondere Freude und von ausgezeichnetem Fachwissen gekennzeichnet. Diejenigen die Ihnen eine Schelln verpassen wollen sollten besser an sich selber herummeckern. Aber seine denken diese Type ja leider nicht..
    Ich freuen mich heute schon auf den nächsten Beitrag.

    Viele Grüße

  11. Lieber Sebastian,

    wie du über unsere IceTigers schreibt, ist genau richtig! Wenn ich z.B. an die Artikel von Haimspiel denke, hebt sich deine zuweilen kritische Art wohltuend ab, danke dafür!

    Hartes Eishockey heißt für mich, Fouls ohne Ende, massig Boxeinlagen, Checks ohne Sinn und Verstand. Braucht man das wirklich?
    Ich finde, da hat sich in der DEL doch einiges zum positiven entwickelt.

    PS: Diese Saison ist schon so krass viel um diesen Verein passiert, da lohnt sich fast eine aktualisierte Ausgabe deines tollen Buches 🙂

  12. Für einen Verein, der eigentlich um die Meisterschaft spielen will und dann Platz 10 erreicht, ist die Stimmung ja ziemlich gut. In den letzten 5 Spielen 3 glückliche Punkte und 25 Gegentore, wirklich super wie man sich diesen 10.Platz erkämpft hat.
    Das Interview von Herrn Gastner zeigt das Problem der Icetigers auf, es fehlt an Kompetenz an allen Ecken. Thomas Sabo und Wolfgang Gastner sind Eishockeyfans und keine Fachleute, sie benötigen Berater, Sachkompetenz von aussen. Am besten ein Team aus sportlichem Leiter und Trainerstab die einen Plan für die nächsten 3 Jahre umsetzen.
    Der Nachwuchs bleibt weiter die große Baustelle. Wir haben weiterhin keine DNL 1 Mannschaft, keine Senioren. Die Talente müssen weiterhin spätestens mit 16 nach Köln, Mannheim, Krefeld usw wechseln. In der Kölner DEL Mannschaft spielen momentan 8 Spieler , die auch in der Kölner DNL gespielt haben.
    Zu der Seuchensaison. Eine Seuche oder gar höhere Gewalt war hier nicht am Werk, nur reines Unvermögen und Starrsinn von Jiranek. Der schlechteste sportliche Leiter, der das meiste Geld zur Verfügung hatte. Gab es eigentlich noch einen Trainer der weniger Punkte holte in der Hauptrunde ?

  13. @dirtyharry: Dein letzter Absatz ist ja mal völliger bulls***….
    Das Jiranek vllt nicht ein überragender Trainer ist, darüber kann man reden, aber die Funktion des Sportdirektor hat er bisher gut ausgeführt. Zähl doch mal Bitte seine Fehler auf, ausser die dieser Saison?
    Da wurde die letzten Jahre in Mannheim und Köln wesentlich mehr Kohle verbraten.

    Sabo braucht Fachkompetenz von aussen als Sponsor,der ja auch ein eigenes erfolgreiches Unternehmen aufgebaut hat?
    Zu Gastner sage ich nur gebt dem Mann doch erstmal eine Chance sich zu beweisen, als GF ist er nicht für die Spielergebnisse verantwortlich, sondern für die Zukunft des Vereins.

  14. Hallo zusammen,

    ich war bis dato stets stiller Mitleser, aber ich habe mich nun entschlossen auch hier ab und an mit zu diskutieren.

    Zum Spiel wurde bereits alles gesagt.

    Ich sehe es auch so, dass an diesem Wochenende das drumherum viel interessanter war.
    Zunächst, ich habe das Interview von Wolfgang Gastner nicht gesehen, aber das halte ich auch nicht für entscheidend. Als GF muss er kein Eishockey-Fachmann sein. Ob er dann bei einem Interview um den heißen Brei herumeiert oder nicht finde ich jetzt erst einmal nicht so schlimm. Er wird seine Gründe haben, wir werden sie früh genug erfahren. Natürlich würde ich auch gerne wissen was die „interessanten“ Pläne sind, aber das Gras wächst nicht schneller wenn man dran zieht.
    Von daher interpretiere ich die Aussage von Herrn Böhm erst einmal als es geht weiter. Diesbezüglich hatte ich zum ersten Mal in der Ära Thomas Sabo Sorgen.

    Zu Jiranek: Er ist kein Trainer, warum er es trotzdem macht liegt auf der Hand für mich. Er ist verantwortlich für den Fehlgriff Gaudet. Da war er für mich zu blauäugig. Ich weiß wie ein Gaudet arbeitet, ich sehe das Durchschnittsalter von Bietigheim, das ist sein Fehler. Die Suppe löffelt er jetzt aus, was sicher auch finanzielle Gründe hat.
    Aber ansonsten sehe ich nicht so viele Fehler. Soll heißen, hinterher bin ich immer schlauer. Von den Verpflichtungen her, hätte ich alles auch so unterschrieben mit meinem Wissen und Verständnis. Lediglich bei Bassen habe ich mich gefragt was das soll. Ergebnis ist bekannt. Aber ein Acton oder ein Buck waren für mich erklärbar. Nicht ohne Risiko, aber so eine Verpflichtung gibt es nunmal nicht.
    Gut über Vertragslaufzeiten kann man streiten, aber wer weiß ob man diese Spieler dann überhaupt bekommen hätte. Aus diesem Grund würde ich den Sportdirektor Jiranek zwar nicht unkritisch sehen, sehe aber keinen Anlass ihn in der Luft zu zerreißen. Der einzige Fehler den ich ihm ankreiden würde, was er hätte vorher wissen können, ist wie gesagt Gaudet.

  15. @Eistiger: du hast mit dem Sportdirektor Jiranek nicht ganz unrecht. Was ich aber nicht verstehe: er ist bereit seinen Fehler mit Gaudet auszubügeln, was durchschnittlich hinhaut. Aber als Trainer ist nicht bereit mal gewisse Spieler, die wir alle wissen, nicht mal ein anzufassen. Die werden sogar z.B. mit dem „A“ belohnt wenn der eigentliche „A“ ausfällt.

  16. Ist schon witzig…Scheinbar scheint ja für viele hier und im Stadion der Hauptschuldige für die katastrophale Saison die Nummer 41 zu sein. Also: Sündenbock gefunden, Deckel drauf, weiter machen!!! Acton ist sicherlich eine Riesenenttäuschung, nur unterscheidet er sich in seiner relativ körperlosen Spielweise nicht allzu sehr von seiner erfolgreichen Zeit in Schwenningen. Ich bin mir sehr sicher, selbst ein Reinprecht wäre mit dieser Rumpeltruppe sang- und klanglos untergegangen.
    Das sportliche Abschneiden und die Außendarstellung der Organisation ist ein absolutes Desaster und ein Armutszeugnis für alle Verantwortlichen. Krisen sind im Sport absolut normal, nur beim Umgang mit Krisen trennt sich eben die Spreu vom Weizen. Und hier haben die handelnden Personen in Nürnberg auf ganzer Linie versagt. Von Sabo angefangen (Mittelfinger, Beschwerde über Zuschauerzahlen) über den Sportdirektortrainer bis hin zum moderierenden Geschäftsführer. Ich denke auch, dass es den Ice Tigers in der Führungsebene an sportlicher Kompetenz und auch entsprechenden Netzwerken fehlt. Da reicht es halt auch nicht, wenn man hin und wieder mal mit Jesse Blacker telefoniert…Im Prinzip hat sich keiner der Verantwortlichen seit Oktober zur Situation und zur Zukunft des Standortes geäußert. Absolut unverständlich, ich kann mich noch gut an die Wutrede von Thomas Sabo bei der Saisoneröffnung vor zwei Jahren erinnern, als die Mannschaft am Abend zuvor ein Spiel beim Mercedes Benz Cup vergeigt hat.
    Spätestens beim anstehenden Dauerkartenverkauf wird man die Quittung für dieses Verhalten kassieren.

  17. @ Blackhawk: Das sehe ich absolut genauso, das ist aber ein Punkt den ich dem Trainer Jiranek anlaste wie du es auch geschrieben hast. Und das er als solcher einige zumindest diskutable Entscheidungen getroffen hat da gehe ich voll und ganz mit.

  18. Ach und ehe ich es vergesse noch ein Wort zu Ihnen Herr Böhm: Sie haben geschrieben, dass Sie generell keine sehr hohe Meinung von Ihrer Branche haben, dass geht mir ganz genauso. Dennoch möchte ich Ihnen sagen, dass ich Ihre Art zu schreiben schätze. Es trifft für mich inhaltlich nahezu immer den Kern, bleibt dabei aber angenehm kritisch und trotzdem merkt man eine gewisse Emotion und Leidenschaft. Das kann nicht jeder von sich behaupten. Kurzum bitte machen Sie weiter so, egal ob in der NN oder in diesem Blog.

  19. Zuerst einmal bin ich mit dem Auftritt unserer Mannschaft gegen Mannheim zufrieden. Kampf, Wille und Einsatz ist von unserem Team aufs Eis gebracht worden. Die Mutter aller Probleme ist meiner Meinung, die bis zum heutigen Tag fehlende Struktur (Offensiv, Defensiv). Immer wieder die gleichen haarsträubenden Aufbaupässe, keine Automatismen im Zusammenspiel und fehlende Zuordnung im Spiel ohne Puck.

    Zu Beginn der Saison konnte dies noch durch die Verletzungsmisere der Mannschaft begründet werden. Wenn am 50 Spieltag immer noch nach der Idealbesetzung der Reihen gesucht wird, ist dies doch ein klares Signal für die Hilflosigkeit des Trainers.

    Martin Jiranek ist für mich eine Nürnberger Eishockey Ikone! Ich schätze Ihn menschlich wirklich sehr. Allerdings muss ich leider sagen, dass der Misserfolg in dieser Saison in aller erster Linie auf seine Entscheidungen zurückzuführen ist. Nach vier Spieltagen den Trainer zu entlassen und in der Folge eine Neuverpflichtung kategorisch auszuschließen waren zwei eklatante Fehlentscheidungen.

    Wie hat Gastner gesagt: Wir haben dieses Jahr ein sportliches Experiment durchgeführt.. Das kann man wohl sagen! Man hat außer Jiranek keine sportliche Kompetenz in der Führungsriege und somit keine Instanz, die letztendlich die Arbeit des Trainers hinterfragen und bewerten konnte.

    Ein weiter so nach dieser Saison kann und darf es nicht geben! Dies würde jeglicher Logik des Geschäfts/Spiels widersprechen. Auf die Besetzung der Geschäftsführerposition gehe ich lieber erst gar nicht ein. Ein Ausscheiden in der ersten Playoffrunde wäre deshalb für mich, angesichts der Saisonleistung, absolut verdient und vielleicht auch im Hinblick auf die zeitnahe Planung für die kommende Saison von Vorteil.

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