Spiel 49: Fucking jawasdennnun

Foto: Thomas Hahn/Sportfoto Zink

Ein Gastbeitrag vom Kapitän der Thomas Sabo Ice Tigers: „Nach dem 1:2 habe ich zu Leo [Pföderl] auf der Bank gesagt. So, da hatten wir jetzt alles zwischen ,Wir haben die Schnauze voll‘ bis Vollgas. Es ist schön, dass sie so schnell verzeihen, es war zuletzt sicherlich oftmals harte Kost – nicht nur für die Fans. Es gibt auf jeden Fall Mut, dieser Rückhalt, der noch immer da ist.“ Patrick Reimer fasst damit eine bemerkenswerte Entwicklung während dieses 49. Saisonspiels zusammen. 5510 Zuschauer ist eine erstaunliche Zahl nach den schlechtesten drei Spielen in Folge seit mindestens sieben Jahren. Nach 25 Minuten wollten diese Zuschauer die Ice Tigers kämpfen sehen. Nach 44 Minuten feuerten sie sie wieder vorbehaltlos an. Das war großartig an diesem sonst eher nicht ganz so großartigen 3:2 gegen die Düsseldorfer EG.

Warm-up

  • Nürnberg wird an der ersten Playoff-Runde teilnehmen. Sieben Punkte Vorsprung auf Krefeld werden die Ice Tigers in den letzten Partien nicht verspielen. Der Gegner wird entweder die derzeit punktgleichen Straubing Tigers oder die Fischtown Pinguins sein.
  • Harold Kreis kennt schöne Variationen des f-Worts, er hat sie gut gebrauchen können an diesem Abend. Dass er dabei stets seine Würde bewahrte, bestätigt nochmals den Eindruck aus der Derby-Doku von (damals noch) Telekomsport vor dem Winter Game. In Nürnberg war Kreis maximal angepisst, er wirkte sogar fast ein wenig enttäuscht, dass ihm keiner der anwesenden Journalisten noch eine Frage stellen wollte. Er hätte noch mehr zu sagen gehabt, hat er dann auch gemacht – nachdem die Kamera aus war. Nein, Kreis war nicht zufrieden mit seiner Mannschaft.
  • Apropos f-Wort: Nach zwei Dritteln wusste ich, wie dieser Blog-Eintrag überschrieben sein würde. Als Gegenpol zum zweitstimmungsvollsten Abend der letzten Jahre mit: Fucking embarassing. Meinen aktuellen Spieltext habe ich dann aufgrund der Geschehnisse im letzten Drittel nur unwesentlich angepasst. Drei eher zufällig erzielte Tore ändern für mich nichts an der Bewertung eines Eishockeyspiels. Aber peinlich war dieses 3:2 nun wirklich nicht mehr.
  • Vielmehr ist es plötzlich wieder denkbar, dass man dieses 1:2 von Shawn Lalonde (ausgerechnet) retrospektiv als Wendepunkt sehen wird. Noch fehlt es mir an der Phantasie, wie die Ice Tigers in dieser Saison noch mehr erreichen sollten als einen Viertelfinalsieg (bei vier Niederlagen) gegen Mannheim oder München. Aber nach zwei Dritteln habe ich mir an diesem Freitag auch nicht vorstellen können, dass die DEG dieses Spiel noch verliert. Harold Kreis offenbar auch nicht.
  • Dabei hätten wir uns nur den Spielverlauf des ersten Düsseldorfer Gastspiels ansehen müssen. Auch da war eine Mannschaft hochüberlegen, führte aber nur 2:0 und verlor nach drei Gegentoren im Schlussdrittel noch 2:3. Diese Mannschaft war Nürnberg. Kann man nun von einem Lernprozess sprechen?
  • Martin Jiranek hatte seiner Mannschaft eine Reaktion befohlen und eine Reaktion in Aussicht gestellt. Passiert ist in Köln dann weder das eine noch das andere. Am Donnerstag gab Jiranek vor, sich noch nicht entschieden zu haben, wer hinter dem Plexiglas in der Südkurve zuschauen muss. Er musste sich dann für Brett Festerling entscheiden – lower body injury (keine Prognose). Und er entschied sich für Brandon Segal, der zwar die seltsame Neigung hat, immer wieder auszuprobieren, ob DEL-Schiedsrichter immer noch konsequent jeden Stockschlag ahnden, der aber auch ein Teamspieler ist und der in München, Iserlohn und Köln immer mal wieder Feindkontakt hatte.
  • Jiranek stellte Segals Aussetzen natürlich anders dar. Er brauche ihn am Sonntag (14 Uhr) gegen Mannheim, so hatte der Trainer dem Mann aus British Columbia erklärt, warum Mike Mieszkowski, Eugen Alanov, Will Acton und Brandon Buck gegen Düsseldorf spielen durften, aber er nicht. Jiranek wollte frische, jüngere Beine gegen die DEG einsetzen. Im Schlussdrittel durften diese vier Beine von Mieszkowski und Alanov die Bank nicht mehr verlassen. Auch Chad Bassen wurde der Umstellung auf drei Reihen geopfert, in seinem ersten Einsatz (2:23 Eiszeit im dritten Abschnitt) bereitete er den Siegtreffer vor.
  • Unter den Statistik-Kategorien ist Plus/Minus in etwa so sexy wie Mike Krüger unter den Comedians. Aber selbst in kleinen Mustergrößen, zum Beispiel: drei Auswärtsspiele in München, Iserlohn und Köln (7:21 Tore, 0 Punkte, you may remember), können die Werte immer wieder unangenehm aufschlussreich sein: Acton -8, Weber -8, Segal -6, Pföderl -6, Fox -5, Aronson -4, Lalonde -4, Reimer -4,… Festerling (in zwei Spielen, trotzdem bitter, dass gerade er ausfällt) 0. Das kann man einfach mal so stehen lassen.
  • Vielleicht ein Diskussionsansatz in der Kommentarspalte: In sieben von neun Dritteln haben die Ice Tigers eine blamable Leistung gezeigt, insgesamt kann ich mich nicht an drei derart missratene Spiele in Folge erinnern – und das seitdem ich mich mit den Ice Tigers beschäftige.
  • Und nebenbei: Ein wunderbarer Nebeneffekt des Triumphzugs der Shorthanded News ist, dass man sich selbst nicht um den hanebüchenen Blödsinn kümmern muss, der dieser in seiner reinsten Form so unschuldig schönen Sportart immer wieder zusetzt. Aktuelles Beispiel: Die Kampagne der Straubing Tigers gegen Regeln, die sie selbst mit aufgestellt haben. Nicht nur zu diesem Thema kann man die Podcasts der Kollegen empfehlen, aus humoristischer und journalistischer Sicht. Nur ein kleiner Beitrag: Sich einen festen DEL-Maulkorb umzuschnallen, viele Klubs fanden, dass das eine gute Idee sei, unfassbar viele sogar – aber, nein, nicht alle.

Das Spiel

In der siebten Minute gab es kein anderes Mittel. Icing, aber selbst dieser Versuch misslang, aus dem unerlaubten Befreiungsschlag wurde ein Torschuss. Man konnte Dane Fox die Enttäuschung durchs Visier ansehen. Das war also die Reaktion auf die Reaktion? Fehlpässe aus dem eigenen Drittel, abgefangen an der blauen Linie oder direkt im Slot (Bast, Buck, Aronson)? Hektisches Umherirren? Wieder genau überhaupt kein Körperspiel? Allein Niklas Treutle zeigte eine, ach was, sehr, sehr viele Reaktionen. Er war der Grund, warum die DEG nach 20 Minuten nur 1:0 führte. Den zweimal abgefälschten Schuss (zuletzt von Milan Jurcinas großer Hose) von Ryan McKiernan konnte selbst er nicht parieren. Natürlich hatte auch Nürnberg Chancen, wenn auch meist nur Chancen auf Chancen. Nach dem zweiten Treffer, Braden Pimm hatte Treutle bei Olimbs Schuss nicht nur irritiert, sondern die Scheibe auch entscheidend abgelenkt, konnte man sich auf die DEG und deren strukturiertes Spiel konzentrieren. Hart arbeiten, sollte seine Mannschaft, die Scheibe an der Bande halten, Puckverluste in der neutralen Zone und Konter vermeiden, sagte Kreis. Genau so spielte seine DEG dann auch sehr lange. So einfach, so effizient kann Eishockey sein, wenn man einen Plan hat. Und trotzdem hat der Kollege Ullrich Recht:

Vielleicht gebührt dem Arena-DJ der Dank der Ice Tigers. Vielleicht hat ja tatsächlich Motörhead die DEG zu Beginn der letzten 20 Minuten eingeschüchtert. Vielleicht konnte es diese zuvor noch so souveräne Mannschaft aber auch einfach nicht fassen, dass ein Sonntagschuss von Lalonde und ein weiterer Hosentreffer von Jerome Flaake dieses Spiel zu Gunsten des zuvor denkbar unterlegenen Teams drehen konnte. Das hat man auf jedem Niveau, das dieser Sport zu bieten hat, schon einmal erlebt. Trotzdem war das etwas Besonderes. „Die Jungs haben den Sieg am Ende rausgekratzt.“ Jiranek wusste, wie er dieses Spiel in seinem Sinne zu verkaufen hatte. „Mit viel Willen.“ Aber war das wirklich so? Oder war es Düsseldorfs großes Versagen? Fakt ist, dass Nürnberg kaum einen Angriff schön herausgespielt hatte, sowohl das 1:2 als auch das 2:2 waren Schüsse nachdem ein Spieler (erst Reimer, dann Weiß) einmal ums Gästetor herumgefahren waren und den Puck zurück an die blaue Linie legten. Erst der Siegtreffer war das Resultat einer Kombination über Philippe Dupuis und Chad Bassen und des Glücks eines ganz Tüchtigen. Maxi Kislinger wäre ob der zuvor vergebenen Großchancen verzweifelt aus diesem Spiel gegangen, hätte er nicht im entscheidenden Moment den richtigen Einfall gehabt. Denn ich bin mir sicher, dass er den Puck tatsächlich gegen die Rutschrichtung von Mathias Niederberger chippen wollte. Dass er den Puck trotzdem nicht richtig getroffen hat, das interessierte schon kurz danach niemanden mehr. Kislinger aber muss noch immer viel dazu lernen. Zum Beispiel, dass man sich am Ende der Ehrenrunde noch einmal umsieht, bevor man auf die Fankurve zufährt.

Foto: Thomas Hahn/Zink

Der Moment

„Man muss schauen, dass man mit gutem Beispiel vorangeht. Es gibt Phasen, da kann man nicht mehr machen. Rumschreien wird auch nicht viel bringen. Ich versuche meine Leistung abzurufen, da voranzugehen. Und ich bin froh, dass es in den letzten Wochen immer besser gelingt, zumindest für mich, und ich hoffe, dass das heute wieder so ein Spiel war, das die Mannschaft ein bisschen mitreißt. Was soll man aufgeben? Das ist keine Option. Meine Karriere wird nicht länger, ich will keine Saison und kein Spiel verschenken, deshalb versuche ich halt, Gas zu geben.“ Ich hatte Patrick Reimer gefragt, wie er es ertragen hat, in München, Iserlohn und Köln offenbar der einzige zu sein, der ein Interesse daran hat, das Saisonende möglichst weit hinauszuzögern. Das war seine Antwort. Ich habe mich hier schon des öfteren als Fanboy nicht nur des Spielers Patrick Reimer, sondern auch des Menschen Patrick Reimer geoutet. Das wird nicht weniger, je mehr ich glaube, den Sportler Patrick Reimer zu verstehen, der sich niemals öffentlich über Shawn Lalonde, Brandon Buck oder Will Acton beschweren würde, sondern lieber ein Spiel selbst noch dreht. Sein 178. Tor für die Ice Tigers war nicht schön, nicht spektakulär aber es war wichtig. Historisch war es auch. In der ewigen Torjägerliste hat er seinen Trainer und Sportdirektor von der Spitze verdrängt. Reimer wusste das übrigens schon vorher, man hatte es ihm nicht sagen müssen. „Ich bin schon über meine Zahlen informiert. Wenn man gerne Tore schießt, hat man auch den Ehrgeiz, dass man es machen will. Das ist der Wolfi genauso wie ich. Der weiß auch ganz genauso Bescheid. Wichtig ist uns vorher der mannschaftliche Erfolg. Aber wenn ich ganz oben stehen will, muss ich auch hart dafür arbeiten.“ Der Wolfi hat in der ewigen DEL-Torjägerliste übrigens nur noch zwei Treffer Vorsprung. Wäre sicherlich nicht schlecht für die Ice Tigers, wenn sich Reimer auch diesen Spitzenplatz sichern würde, bevor der Münchner Michael Wolf seine Karriere beendet.

Three Stars

1:2 vorbereitet, 2:2 selbst geschossen, Punkteserie auf elf Spiele ausgebaut, schon jetzt der GOAT der Ice Tigers-Historie – zu Patrick Reimers Leistung ist damit genug geschrieben.

Den hässlichen Helm hatte danach allerdings Maxi Kislinger auf. Und auch das ist in Ordnung. Kislinger war aktiv, auffällig und bis zu seinem Siegtreffer maximal glücklos. Das gleicht sich im Laufe einer Saison immer aus, heißt es – manchmal sogar in einem Spiel.

Foto: Thomas Hahn/Sportfoto Zink

Der heimliche MVP des Abends aber stand im Tor. Im ersten Drittel war Niklas Treutle der einzige Nürnberger, der sich der DEG zur Wehr setzte. Ganz starke Vorstellung, beide Gegentreffer waren abgefälscht. Danach verschwand er zwar allmählich aus dem Rampenlicht, blieb aber fokussiert, wahrscheinlich hätte er sogar Alex Bartas (letztlich verunglückte) Direktabnahme pariert.

12 Kommentare in “Spiel 49: Fucking jawasdennnun

  1. Man muss wirklich sagen, es war ein grauenhaftes Eishockeyspiel, mit wirklich glücklichen drei Punkten. In dieser Mannschaft stimmt definitiv einiges nicht und über die Trainerqualitäten von Jiranek habe ich mich schon oft ausgelassen. Eigentlich sagte heute das „A“ auf der Brust von Acton alles über Jiranek aus. Bei Buck und Acton frage ich mich wirklich was man mit denen die nächsten zwei Jahre will, da die offensichtlich nicht bereit sind alles für ihren Arbeitgeber zu geben. Bassen, Alanov und Mieszkowski im letzten Drittel fast nicht zu bringen, ist für diese Jungs ein Schlag ins Gesicht, gehen sie doch in der Regel mit Willen und Einsatz voran. Aber nachdem unverdienten Sieg, fühlt sich unsere Trainerikone sicherlich in seiner Entscheidung bestärkt, auf die „Nullbock Fraktion“ gesetzt zu haben.

    Naja jetzt hat man vermutlich ein paar Spiele mehr, die Erklärungen für ein Scheitern in den Preplayoffs kannich jetzt schon bekannt geben. Wenn es gegen Straubing nicht klappt werden es die Schiedsrichter bzw das fehlende Scheibenglück sein, gegen Bremerhaven die langen Fahrten im Bus und in einem möglichen Viertelfinale gegen Mannheim oder München hat man gegen den kommenden Meister/Vizemeister verloren. Also wird man seitens der Icetigers zu dem Entschluss kommen, dass alles gut gelaufen ist und dann wird man versuchen es dem Fan so beizubringen.

  2. Die Frage, wann ein Ice Tigers-Team zuletzt so lange dermaßen lustlos über’s Eis kurvte, kann ich nicht beantworten. Vielleicht noch nie?
    Die Antwort Reimers, wie er das alles erträgt, ist bemerkenswert deutlich, auch wenn er natürlich keine Namen nennt (was wegen Offensichtlichkeit auch garnicht erforderlich ist). Nur er, Treutle, und maximal eine Handvoll weiterer Spieler wollen noch etwas bewegen!

    Aber immerhin ist es gelungen, nach zwei Glückstreffern und dem einzigen gelungenen Spielzug des Abends, noch kaum für möglich gehaltene Punkte zu holen. Normalerweise hätte das Spiel nach dem zweiten Drittel längst entschieden sein müssen.
    Eine Sache des Willens? In den letzten 5-10 Minuten vielleicht, eventuell inspiriert durch die erstaunlich zahlreichen und gutmütigen Zuschauer?

    Wie konnte es nur soweit kommen?

  3. Bei aller berechtigter Kritik an den Spielern, das Hauptproblem sind für mich Jiranek und Flanagan, die weiterhin stur und völlig lernresistent auf diese passive und defensiv geprägte Spielweise setzten, obwohl offensichtlich ist, dass diese Taktik diese Saison nicht erfolgreich ist. Wir haben dieses Jahr keine Manschaft deren Stärke es ist Spiele mit 2:1 zu gewinnen, sondern eher mit 5:4 und das sollten doch auch endlich mal die Trainer begreifen. Aber anstatt taktisch etwas zu verändern, werden wenige Spiele vor den Playoffs wieder munter die Reihen durchgemischt.

    Düsseldorf auswärts mit härterem Forechecking (relativ konsequent mit 2 Stürmern), als wir zuhause (Alibi-Forecheck von einem Stürmer). Und so kommt es, dass man sich wieder über weite Strecken und vor allem zu Beginn (Ich glaube 11:1 Schüsse für Düsseldorf nach knapp 10 Minuten) das Spiel von Düsseldorf aufbinden lässt.

    Die besten Heimspiele meiner Meinung nach diese Saison waren das 4:1 gegen München und die 2:1 Niederlage gegen Ingolstadt. Das waren beides Spiele in denen man aggressiv, physisch und mit deutlich mehr Zug zum Tor gespielt hat und genau diese Spielweise sollte auch der Plan für mögliche Playoffs sein. Dann traue ich dieser Manschaft nämlich auch zu, dass sie ins Viertelfinale kommen und eine mögliche Serie gegen Mannheim/München deutlich enger gestalten, als man es zum jetzigen Zeitpunkt für möglich hält.

  4. Katastrophal und entsetzlich waren die letzten 3 Spiele Auswärts. Und genauso nahtlos knüpfte das Team am Freitag 45 Minuten an die Desaströsen Leistungen an. Ich hatte das Gefühl es war ihnen richtig peinlich das Spiel noch gewonnen zu haben und doch noch ein paar Spiele machen zu müssen. Sie haben den Sieg niemals verdient und nur der Düsseldorfer Arroganz zu verdanken, die meinten mit dem 2:0 den Sieg in der Tasche zu haben. Zum Spiel selber liefern sie Herr Böhm eine absolut treffende Analyse der nichts hinzuzufügen ist. Beim gesamten Team machen sich Auflösungserscheinungen breit seltsamer weise auch bei Spielern die noch für die nächste Saison Verträge haben. Sicherlich kein gutes Omen für die GmbH. Viele Spieler wissen dass sie keine Verträge für die neue Saison bekommen werden, aber gleich so eine Leistungsverweigerung zu Zeigen ist beschämend und zeugt von großer Charakterschwäche. Wenn wir dabei sind die Spieler aufzuzählen die nicht mehr für die Ice Tigers spielen werden so gehören mit Sicherheit alle AL ohne Anschlussverträge dazu und auch sollte man sich nicht scheuen Al Verträge mit einer Laufzeit von einem Jahr 2019/20 Aufzulösen. Auch deutsche Spieler die sich verabschieden wollen trotz bestehender Verträge verändern wollen, sollte man keine Steine in den Weg legen. Man muss nach dieser Saison einen kompletten Umbruch vollziehen und zwar in allen Bereichen. Nur eines werde ich mir nicht nehmen lassen meine Sympathie für Martin Jiranek zu bekunden. Was der Mann momentan ertragen muss ist für mich nicht mehr tolerierbar. Es gibt für alles Grenzen des Geschmacks und es ist nur Sport.

  5. Hallo,

    Im Laufe des gestrigen Spiels haben wir und öfter gefragt, warum wir uns nicht mehr unserem neuen Wasauchimmer-Sponsor Hülst zu hause widme sondern statt dessen ein solches Spiel antuen. wir waren bereit, diesen Fehler Sonntag nicht zu wiederholen. Inzwischen bin da wieder unentschieden und Sonntag sitzen wir eh wieder in der Arena.

    Dennoch. Drei grottenschlechte Auswärtsspiele und zwei Drittel gegen eine weit von der Form der ersten Saisonhälfte entfernten DEG so unterzugehen… nein, an sowas kann ich mich in den letzten 20 Jahren auch nicht erinnern. Warum Maddin den Fehlermaschinen Lalonde und Buck die ersten Minuten der Überzahlspiele gegeben hat, warum er Acton nicht mal auf die Bank nimmt und ihn statt Bassen das dritte Viertel verwehrt werde ich nicht verstehen.

    Der Umschwung war Glück. Allerdings war das Spiel tatsächlich das Spiegelbild der ersten Begegnung mit der DEG. Man sieht sich immer zweimal, daher war es in Summe beider Spiele ok.

    PPO stehen für mich auch fest, auch wenn wir nix mehr gewinnen sollten. Ob Straubing (hoffentlich) oder Bremerhaven (üble Fahrerei), das werden wir nicht gewinnen wegen der beiden Auswärtspartien. Spätestens im VV vs. Mnhm oder die Dosen ist dann sowieso Schluß. Deutlich.

    In Summe ein vergeudetes Jahr. Wurde auch deutlich in der SMS – Benachrichtigung über den Hülst – Deal: der DEL – Standort ist gesichert. Das ist gut. Jetzt gilt es, ein neues Konzept mit einem neuen Coach (Wo bleibt Dein Wunschkandidat Wolfgang?) zu erarbeiten, welches im Lauf der nächsten zwei, drei Jahre dann ausreifen muss. Hoffentlich.

    Diese Zeit bleibt aber auch, denn bis auf weiteren nähert sich die DEL dem Spannungsbogen der Fußballer an: An SAP und RedBull kommt so schnell keiner vorbei in einer Sportart, in welcher der Teamspend in Handgeldhöhe europäischer Top-Fußballer liegt.

    Herzlicher Gruß
    Stefan

  6. @otto: „Auch deutsche Spieler die sich verabschieden wollen trotz bestehender Verträge verändern wollen, sollte man keine Steine in den Weg legen.“
    Wen meinst du genau damit?
    Nachdem Festerling und Grosse nicht gespielt haben, kommen da ja nur Treutle, Bender, Mebus, Weber, Alanov, Reimer und Kislinger in Frage. (Kislinger zähl ich auf, da es nicht ersichtlich ist, für welche Seite die Option besteht.) Bei denen allen hab ich nicht den Eindruck, dass sie Arbeitsverweigerung betreiben!

    Ansonsten bin ich bei dir. Wirklich schade um MJ, der demontiert mit allen Mitteln gerade sein Denkmal. Aber wir wissen halt alle nicht, ob er nicht zu seinem Handeln vom Chef gezwungen wurde. In dem Sinn die Suppe, die er mit seiner Transferpolitik (Spieler und Trainer) gekocht hat, selbst auszulöffeln.
    Apropos: Die Realisten unter uns allen haben die Saison bestimmt schon früher abgehakt. Aber das dicke Ende kommt noch. Die nächste Saison wird noch schlimmer. Denn MJ hat die Thematik mit den U21 (die ja eigentlich U20 sein müssen) komplett verpennt. Da bekommen wir nur noch Jungs aus der dritten Riege und dann haben wir entweder nur 3 Reihen auf dem Spielbogen oder eine vierte, die egal von welchem Trainer nicht eingesetzt wird. Mir schwant Schlimmes. Das Beste an nächster Saison dürfte die niedrige Erwartungshaltung bei mir sein – kein wirklicher Nährböden für Freude…

    Gruß Andreas

  7. Interessante Einblicke.

    Dafür ein Tipp: Auch Ingolstadt kann noch auf Platz 7 rutschen und Euer Gegner in derb1. Runde werden – wenn Straubing zwei Punkte aufholt und das direkte Duell am letzten Spieltag gewinnt.

  8. Ein Sieg, über den ich mich nicht freuen konnte, zu schlecht waren die ersten 40 Minuten gestern. Eigentlich bin ich nach den letzten vier Spielen erschüttert.

    Es fehlt an so vielen Dingen bei dieser Mannschaft, unter anderem auch an einem echten Eishockeytrainer.

    Die fetten Jahre sind vorbei und mir macht das erste mal in der Sabo-Ära die Zukunft Angst.

  9. @ Andreas Breuer wenn ein Team so unwillig seine Arbeit verrichtet wie momentan, die deutsche Fraktion trotz Verträge ( Jenike-Mebus-Weber-Alanov-Kislinger ua) nicht weiß wie es weitergeht (Etatkürzung) würde es mich nicht wundern wenn sie ihre Agenten nach Alternativen suchen lassen. Das mit der U20/21 Spielern hat einen großen Haken, diese Handvoll Talente kostet ein Vermögen diese zu Verpflichten ohne Garantie dass sie bei uns einschlagen. Siehe Acton ein überregender Spieler in Schwenningen bei uns leider Mittelmaß. Des Weiteren will ich nur noch folgendes ergänzen. Wir haben seit Jahren ein verweichlichtes Team bis auf Ausnahmen, da muss ich schon weit ausholen(Platil-Printz- Teubert und Prust). Das sind nur die 4 der neueren Zeit von den 98/99ern Träumen viele heute noch. Deswegen bekommen wir immer wieder eins auf die Nase ohne Gegenwehr. Zu Spielerverpflichtungen nur so viel, sie können junge Spieler aus der Oberliga und 2 Bundesliga schon verpflichten, nur müssen sie diese beschützen in der rauen Welt der DEL, dazu braucht man Spieler und einen echten Leader und Respektsperson vom Schlage eines Momesso dem junge Spieler vollstes Vertrauen schenken und oder Craighead die es niemals zulassen würden das die jungen Mitspieler in jedem Spiel Angst haben müssten verprügelt zu werden. Nennen sie mir momentan einen der diese Rolle ausfüllen kann. Sehr viele AL die dafür gedacht waren schleppen sich Lustlos über das Eis. Ich glaube da würden sich viele oder auch einige prächtig entwickeln.

  10. @Otto: Nein ich glaube nicht dass es daran liegt. Das Eishockey verändert sich und wird schneller, gottseidank jetzt auch endlich in Deutschland, wenn auch mit Verzögerung. Nürnberg hat ein sehr körperliches Team, was vorallem im Sturm ein Problem ist und auch der Abwehr (um das Kind beim Namen zu nennen: Jurcina) nicht gut tut. Diese sind einfach zu langsam und werden teilweise regelrecht ausgespielt und auch erstaunlich oft ausgekontert. Vor zwei Jahren sind sie damit noch gut weiter gekommen und nur mit Pech gegen WB gescheitert. Letztes Jahr dann schon eher vedient gegen ein schnelleres und fitteres Berlin verloren. Mannheim übrigens hat diese Entwicklung letztes Jahr gut erkannt und mit natürlich deutlich hoheren finanziellen Mitteln was dagegen unternommen. Und schwupps ist man deutscher Meister (also quasi, die setztem sich in 6 Spielen gg. München durch) Nürnberg hat das jetztauch langsam wahrgenommen, weshalb ja eine Verjüngung angeküdigt wurde. Nur leider mMn zu spät. Um wieder auf Ihre Aussage zurückzukommen: Was Nürnberg nichr braucht ist jemand alla Accolatse (oder wie man den schreibt) der nichts außer blod draufhaun und Spieler verletzten kann, sondern schenlle, fitte Spieler, die auch mal dem Gegner einfsch davonrennen und keine Angst vor Fehlern haben. Denn nur daraus lernt man. Deswegen hoffe ich, es wird einfach gut gescoutet und bicht wieder auf ECHL alla Fox gesetzt der jetzt iwie doch nur gut schießen kann, wenn er wirklich alleine vorm TW steht und sonst nur dumme Szrafzeiten zieht. Aber man wird sehen.

  11. @ Tobias Munzert. Ich habe mit keiner Silbe erwähnt dass ich pro Spiel 5 verletzte Spieler der gegnerischen Mannschaft erwarte. Spieler dieser Art haben spielerische Qualitäten und die notwendige Manpower um die Team Kollegen zu beschützen. Ein Wort zu Größe der Spieler, man muss keine 2,50 Meter und 150 kg schwer sein um Körperpräsenz zu Zeigen. Es gab auch kleine Spieler die keinen richtigen Zweikampf scheuten (Chitaroni- Stas- Garvey ua). Und ein Stürmer der in der Vorwärtsbewegung ist überläuft fast jeden Verteidiger, egal ob dieser klein oder groß ist. Bei uns wird nur provoziert und ziehen trotzdem die Strafen auf sich. Aber so lange die zahlenden Zuschauer eine Freude daran haben, ist es in Ordnung. Vielleicht sehe ich alles zu Schwarz.

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