Spiel 42: Ein bisschen Playoffs (, Baby)

Foto: Thomas Hahn/Zink

Am Samstag waren die Rollis mit den Ice Tigers auf dem Eis. Die wunderbaren Fotos von Thomas Hahn haben mich daran erinnert, dass ich schon lange einmal auf der Plattform in der Nordkurve vorbeischauen wollte. Was man mir dort erzählt hat, rückt jedes Ergebnis, jede vermeintliche Schiedsrichterentscheidung in den Hintergrund. Red Party, Ladies‘ Night, Rockdingsbums, das alles mag zu einem modernen Klub gehören. Viel wichtiger aber ist, wie die Spieler mit treuen Fans umgehen. Und da sind in Nürnberg in den letzten Jahren wunderschöne Geschichten geschrieben worden. Aber keine Sorge, nach dem Klick geht es wieder ausschließlich um Eishockey, das doch irgendwie Hoffnung spendende 1:2 gegen Ingolstadt und diesmal endlich auch wieder um vermeintliche Fehlentscheidungen.

Warm-up

  • Vier Spiele, vier Niederlagen. Dass Ingolstadt den Ice Tigers in dieser Saison nicht liegt, wollte Martin Jiranek allerdings nicht bestätigen. Das 0:3, jüngst in Ingolstadt, war für seine Mannschaft das dritte Spiel in fünf Tagen – nach dem Spengler Cup; das galt auch für das 1:2 an diesem Sonntagnachmittag (ohne Spengler Cup). In Ingolstadt musste sein Team im November auf dem Höhepunkt der Verletzungskrise antreten. Am Tag nach der Heimniederlage im September hatten er, Wolfgang Gastner und Roman Horlamus entschieden, dass vier Partien mit Kevin Gaudet bereits vier Partien zu viel waren. Jiranek sagte dann noch, dass er gerne mit umgekehrten Voraussetzungen gegen Ingolstadt würde.
  • Ich bin mir da nicht so sicher. Kelleher, Collins, Cannone, D‘Amigo, Greilinger und Elsner sind zu beweglich, zu schnell, zu trickreich für die Ice Tigers. Mit Jochen Reimer haben die Panther einen nachweislich formstarken ersten Torhüter und mit Timo Pielmeier einen Meister-Goalie als Backup. Dazu kommt der potenziell beste Verteidiger der DEL (nein, nicht Colton Jobke), verlässliche Routiniers wie Benedikt Kohl oder Sean Sullivan. Und neuerdings mit Brandon Mashinter und Ryan Garbutt zwei Spieler, deren wahre Qualitäten ohnehin erst in den Playoffs gefragt sind. Kein Wunschgegner für ein mögliches Wiedersehen in der ersten Playoff-Runde.
  • Der Kapitän war maximal angepisst (und ich auch, ich kann das einfach nicht sehen, wenn diese teuren Schläger mutwillig zerstört werden – zumal durch einen Rechtsschützen). Und es war auch eindeutig zu erkennen, wem sein Ärger galt. Martin Jiranek erklärte später, warum es aber nicht unbedingt der Fehler von Dane Fox war, dass aus einem 5-3 durch einen Wechselfehler ein 5-4 und wenig später ein 3-5 wurde. Durch die Krankheit von Philippe Dupuis, der erst kurz vor Spielbeginn ausfiel, die Verletzungen von Chris Brown und Tom Gilbert (ab Mitte des zweiten Drittels mit Adduktorenproblemem raus) sowie die 10-Minuten-Strafe von Daniel Weiß musste der Coach erst kurzfristig und dann sehr spontan die Power-Play-Formationen ändern. Zu spontan für diesen Wechsel. Mit Leo Pföderl blieb ein Stürmer auf dem Eis, trotzdem wechselten vier Stürmer. Einer davon war Fox. Dass der ebenfalls seinen Schläger dafür verantwortlich machte, störte Jiranek. Mich nicht. Fox ist Linksschütze.
  • Fox aber bleibt ein Thema. Sind alle fit, ist er der überzählige Importspieler, obwohl Milan Jurcina langsam ist und Will Acton larifari bleibt. Acton ist Mittelstürmer, allein deshalb wichtiger, und generell der bessere Spieler. Trotzdem habe ich nicht immer verstanden, warum Jiranek im Zweifel auf Fox‘ Unberechenbarkeit verzichtet. Womit ich mir die Antwort schon selbst gegeben habe. Ein Beispiel aus dem ersten Drittel: Die Ice Tigers wechseln gerade, Chad Bassen fährt mit dem Puck alleine ins Ingolstädter Drittel. Fox eilt hinterher, klopft auf der Blauen Linie. Bassen aber sieht, dass die Panther in Überzahl wären und der Pass an die Blaue Linie ein zu großes Risiko. Bassen spielt den Puck tief, Nürnberg wechselt vollständig – nichts passiert.
  • Im Sommer schien die entscheidende Frage zu sein, wer denn nun von den beiden Nürnberger Torjägern künftig mit Will Acton spielen darf – Patrick Reimer oder Leo Pföderl? Hach, was waren das für unbeschwerte Zeiten. Noch ein Beispiel, ebenfalls aus dem ersten Drittel: Patrick Reimer bekommt den Puck aussichtsreich in der neutralen Zone, merkt aber, dass er an seinem Verteidiger nicht vorbeiziehen kann, verzögert also, wartet auf Pföderl, passt zu Pföderl, der legt unpräzise quer auf Acton, der sich den Puck immerhin noch sichern kann, um ihn dann selbst denkbar ungenau wieder aus dem Angriffsdrittel zu passen. Ja, Acton hat seine Momente, inzwischen werden sie häufiger (13 Punkte in den letzten 15 Spielen), aber gerade die Ungenauigkeiten, diese Schludrigkeiten und unerzwungenen Fehlpässe sind es, die man gerade von diesem Spieler nicht erwartet hätte.
  • Spieler, deren Formkurve etwas steiler ansteigt: Patrick Reimer, Shawn Lalonde, Jason Bast und, jawohl, Milan Jurcina.
  • Im schlechtesten Fall endet die Saison am 3. März mit einem Heimspiel gegen Schwenningen. Im besten Fall nach einer Viertelfinalserie gegen Mannheim. Das waren meine Szenarien vor dem Spiel. Natürlich sind die Ice Tigers in der Lage, Platz neun oder zehn zu halten. Natürlich sind die Ice Tigers in der Lage, von drei Spielen gegen Straubing, Bremerhaven oder Ingolstadt zwei Spiele zu gewinnen. Aber vier von sieben Spielen gegen den Meister 2019? Niemals. Ausgerechnet während einer Heimniederlage, die das alles wieder unwahrscheinlicher macht, hat man nun aber erstmals Playoff-Qualitäten erkennen können.
  • Martin Jiranek hatte zwar den Angriff auf die Straubing Tigers befohlen, aber bereits seine Zweifel angemeldet. Es klang beinahe so, als würde der Trainer die Niederlage gegen Ingolstadt vorhersehen. Nun ist Berlin wieder vorbeigezogen und die Eisbären hatten beim 4:6 in Nürnberg nicht so ausgesehen, als könnte das so wenig erfolgreich weitergehen. Und das Krefelder 2:4 in Mannheim kann nun auch nicht als Resignation gewertet werden. Schwächen dürfen sich die Ice Tigers also keine mehr leisten – und schon gar keine Niederlagen nach eigentlich sehr ordentlichen Spielen.

Das Spiel

Nürnberg war gut, überraschend gut sogar. Also im Sinne von: besser als erwartet. Denn anders als gegen Berlin, in Krefeld, gegen Wolfsburg, gegen Krefeld und in Ingolstadt waren die Ice Tigers aktiv – von Beginn an. Jiranek hatte die Reihen neu zusammenstellen müssen und trotzdem gab es nur ein Ziel: Jochen Reimer. 15:7 und 16:10 in den ersten beiden Dritteln, nicht immer waren die Schüsse platziert, nicht immer fein vorbereitet oder herausgespielt. Dieser Hunger nach dem Torerfolg aber neu, das galt auch für das Körperspiel, das bislang wirklich nicht zu den Nürnberger Stärken zählt. Mit Nachdruck ercheckten sich Patrick Reimer und Brett Festerling im ersten Drittel Pucks, sehr gute Chancen entstanden so. Chad Bassen fiel immer wieder durch energisches Nachsetzen auf. Brandon Buck suchte immer den Abschluss, ebenso Jason Bast und der ansonsten allerdings, nunja, glücklose Leo Pföderl. Ingolstadt Angriffsversuche wurden abgeblockt, so wie der in der 12. Minute, nachdem Pföderl zweimal gescheitert war, und trotzdem kam der Puck zu Tyler Kelleher. Das 0:1 fiel unglücklich. Nürnberg machte trotzdem weiter. Daniel Weiß‘ Ausgleich (nach hartnäckiger Vorarbeit von Patrick Reimer und schnellem Pass von Shawn Lalonde) war verdient, blieb aber eine Ausnahme, weil der Joker beschlossen hatte, dieses Spiel gewinnen zu wollen.

Foto: Thomas Hahn/Zink

Jochen Reimer war überragend, seine Statistik (41 Saves) wird seiner Leistung kaum gerecht. Lalondes Hammer in der 28. Minute pflückte er lässig aus der Luft. Keine übermäßig komplizierte Übung für einen zweimaligen Torhüter des Jahres, aber bedeutend für sein Selbstbewusstsein und seine Körpersprache, die fortan ausdrückte, nee, Ice Tigers, heute nicht. Dann wurde das intensive und deshalb so unterhaltsame Spiel sabotiert. Nein, nicht allein durch die Schiedsrichter, sondern eben auch durch Spieler, die ihre Schläger nicht unter Kontrolle halten konnten und sich an diesem Nachmittag offenbar zu kollektivem Unterzahltraining verabredet hatten. So kam ein mühsames, zerfahrenes Schlussdrittel zustande, indem die Ice Tigers kaum mehr offensiv glänzen konnten. Dafür konnte Tim Bender David Elsner direkt vor dem Tor nicht halten – das 1:2 fiel kurz nachdem die Scheibe 17 Sekunden (!) an der Bande eingeklemmt schien. Bast hatte schon mehrmals flehend zum Schiedsrichter geblickt, Ingolstadt aber befreite sich, Ville Koistinen warf den Puck einfach Richtung Andreas Jenike, Elsner führte Bender vor. So fiel der Siegtreffer.

Der Moment

Ich habe mir das vermeintlich seltsame Schlussdrittel noch einmal angesehen. Ein Schlussdrittel, in dem Markus Schütz Vergehen nur auf Nürnberger Seite zu erkennen schien und Manuel Nikolic nur gegen Ingolstadt entschied. Tatsächlich gingen ihren Pfiffen tatsächlich mehr oder minder klare Fouls voraus. Und auch Martin Jiranek wollte danach nicht nur aus finanziellen Erwägungen nicht über die Schiedsrichter reden („Schiedsrichter sind für mich wie Pfosten, sie sind ein Teil des Eises. Wenn wir den Pfosten treffen, kann ich mich nicht über den Pfosten beschweren. Und wenn ich denke, dass der Schiedsrichter etwas falsch gemacht hat, hilft es im Nachhinein auch nichts mehr.“), sondern eher über die Disziplin seiner Spieler. Erst zögerlich kritisierte er die Linie im Spiel – vier Fouls in den ersten 30 Minuten, elf in den zweiten 30. Aber wie so häufig geht es in der Nachbetrachtung weniger um die Fouls, die gepfiffen wurden als die Fouls, die sie nicht gepfiffen hatten. Zum Beispiel Ryan Garbutts Ellbogencheck gegen Leo Pföderl oder Brandon Segals vermeidbare Kollision mit Benedikt Kohl, der Segal nicht hatte kommen sehen. Dass man Schütz/Nikolic trotzdem in unguter Erinnerung behalten wird, liegt weniger an ihnen als daran, dass das Niveau der Schiedsrichterleistungen in der DEL bislang generell erfreulich hoch ist.

Three Stars

Foto: Thomas Hahn/Zink

Sechs Schüsse, eine Vorlage – das ist die eher zurückhaltende statline für ein Monsterspiel von Shawn Lalonde, der dynamisch war, omnipräsent, herausragende Auge-Hand-Koordination vorführte und der 2019 in neun Spielen sieben Punkte gesammelt hat. Dass der potenzielle Top-Verteidiger gegen Ende der Saison immer besser wird, sollte den Ice Tigers kaum schaden.

Jason Bast war im Schlussdrittel zehn Minuten und zwei Sekunden auf dem Eis, insgesamt 21:59 Minuten – ein weiterer Beweis dafür, wie wichtig der Mann mit dem verrutschten Haupthaar für die Ice Tigers geworden ist. Wie schon gegen Berlin im Abschluss glücklos, aber auch das wird sich wieder ändern.

Foto: Thomas Hahn/Zink

Und wieder einmal: Chad Bassen, der ständig unterwegs war, immer präsent, eine Nervensäge, im besten Sinn, und der sogar in Überzahl zum Einsatz kam (okay, nur 24 Sekunden). Seine Verpflichtung habe ich nicht verstanden, mittlerweile würde ich verstehen, wenn man den Vertrag des 35-Jährigen verlängerte (fatale Kombination, ich weiß, siehe Segal, Brandon und Dupuis, Philippe).

Ehrenvolle Erwähnung:

Und sonst?

Bin ich noch ein paar der Fotos schuldig, die Thomas Hahn am Samstag nach dem Training gemacht hat:

10 Kommentare in “Spiel 42: Ein bisschen Playoffs (, Baby)

  1. Es war ein gutes Spiel der Ice Tigers jedoch machte man sich mal wieder mangels Effizienz das leben unnötig schwer. So steht am Ende ein 2:1 für Ingolstadt und die Verwunderung über die Refs im letzten Drittel. Ansonsten geht der Trend klar nach oben, man darf also gespannt sein, ob es noch klappt mit Straubing die Plätze zu tauschen.

    Mittlerweile frage ich mich, wie lange die Beziehung zwischen Acton und den Ice Tigers noch hält. Licht und Schatten wechseln sich doch zu sehr ab. Mal ist er des Gegners beste Verteidiger mit seinen Pässen und dann wieder der gute Verteiler im Powerplay. Er bleibt ein Rätsel. Die Blicke von Patrick Reimer, als Acton meist als Erster zum Wechseln fuhr sagten auch manches.

    Was Weiß bei seiner Diszi geritten würde ich gerne wissen. War auf jeden Fall nicht gerade förderlich den Ausgleich zu schaffen. Bin auf jeden Fall gespannt ob er jetzt auch Jiranek zu spüren bekommt oder das nur für bestimmte Spieler gilt.

    Das 2:1 tut mir persönlich für Bender leid. Erst ewig keine Spielpraxis und dann so ein dämliches Tor. Bin gespannt wie er sich in der neuen Saison machen wird, wenn er hoffentlich zu den Top6 Verteidigern im Team zählt.

    Der Ausfall von Brown und Gilbert trifft das Team hart. Man kann wirklich sagen, dass es die Seuchensaison schlecht hin ist. Von daher kann man nur hoffen, dass das Team für die letzten Spiele nochmals enger zusammenrückt.

    • Das bleibt eine spannende Frage. Ist Jiranek nur bei Fox und Bender konsequent? Nach den jüngsten Entwicklungen wird er aber schon aus personellen Erwägungen auf nach außen sichtbare Zeichen verzichten müssen. Auffällig war am Sonntag, wie häufig er mit Fox auf der Bank gesprochen hat.

  2. Man muss tatsächlich sagen, dass es zwei gute Drittel der Icetigers waren, die einfach den Puck nicht in das Tor bekamen. Aber auch hier gilt halt einfach die alte Eishockey Weisheit, halb hoch und mittig ist für den Torwart selten ein Problem. Auch muss man aber feststellen, dass Ingolstadt auch dicke Möglichkeiten ausgelassen hat, da unsere Verteidigung öfter nicht auf der Höhe war. Letztendlich hat man sich aber selbst durch teilweise dumme Strafen geschadet. Der Zehner gegen Weiß war aber persönlich für mich bei weitem nicht die dümmste Strafe. Da waren die von Segal und die zuvielen Spieler auf dem Eis bei weitem schädlicher.

    Nikolic und Weiß hatten im ersten Drittel schon mehrere Zusammenstöße, daraus resultierte vermutlich auch, dass das klare Bein stellen an Weiß ungeahndet blieb.

    Acton war gestern wieder bei seiner Leistung im November angekommen. Immer der Stürmer der als erstes ZUM Wechsel fährt, der mit grauenhaften Pässen den eigenen Aufbau sabotiert und jedem Zweikampf aus dem Weg geht. Das Bullyspiel in Drittel eins und zwei unterirdisch, danach wurde es besser. Aber zu dieser Person hat Blackhawk auch schon einiges geschrieben, es wird hier mit zweierlei Maß gemessen und sich bei der Pressekonferenz lieber darüber beschwert, wenn jemand vor Ärger seinen Schläger zertrümmert und der Andere trotz grauenhafter Fehlpässe immer wieder auf das Eis darf. Werde ich nie verstehen.

    Bender eigentlich auch mit einer soliden Leistung, bis auf den Aussetzer beim 1 zu 2. Aber hier fehlt einfach auch die Spielpraxis, denn er wird für seine Fehler zur Verantwortung gezogen, was leider nicht auf alle zutrifft.

    Dem Team fehlt einfach ein Knipser, oder jemand der auch einmal versucht den Torwart auszuspielen beim Alleingang. Aber anscheinend fühlt sich dazu technisch keiner im Stande.

    Und trotzdem läuft es besser, allerdings muss man in den nächsten Spielen Punkten.

  3. Sie beschreiben es richtig, ein bisschen Playoffs gegen einen alles andere als übermächtigen Gegner. Ich blieb diesmal ohne Ärger bis zum bitteren Ende. Auch würde ich der Mannschaft Bemühen und Bereitschaft nicht absprechen. Allerdings hat uns das Glück das wir in den letzten Begegnungen gepachtet haben gestern verlassen. Natürlich hat man im Powerplay seine fest eingeplanten Formationen die allerdings jederzeit austauschbar sein sollten und bei 5 gegen 3 schon deutlich effizienter sein. Die Strafen im letzten Drittel waren vielleicht auch zum großen Teil dem Frust geschuldet. Es ist nicht ohne wenn Martin Jiranek den Angriff auf die Straubing Ice Tigers (befohlen?) hat, nur braucht er dazu sehr viele Siege sonst ist am 3. März Feierabend und es ist schon erlaubt zu fragen wo die kommen sollen. 11 Punkte aufzuholen scheint sehr optimistisch zu sein, wie viele es am kommenden Wochenende sein werden und wie viele wir noch in den nächsten Begegnungen holen werden scheint völlig offen zu sein. Wichtiger wäre es den 10 Platz zu behalten was schwer genug werden wird. Zu einzelnen Spielern mag ich immer noch nichts von mir geben wo Licht und Schatten wechseln, sollte die Saison schnell enden haben wir genug Zeit die einzelnen Spieler ob ihrer erbrachten Leistungen fair zu beurteilen. Würde ich jetzt manche Spieler beurteilen, würde ich aus dem Blog wahrscheinlich rausfliegen. Deswegen Silentium. Ansonsten freue ich mich auf das Spiel gegen die Straubing Ice Tigers.

  4. @ blackhawk berechtigte Frage zu Acton, aber dieser Königstransfer des Sommers wird uns garantiert bis zum Auslauf seines Vertrages erhalten bleiben, kein Verein in der DEL und nahen Ausland wird den Spieler zu den Konditionen die er in Nürnberg erhält verpflichten. Ich kann für meine Person nur hoffen dass er im kommenden Jahr nach hartem Sommertraining sich anders präsentieren wird. Vertragsauflösung käme einem finanziellen Harakiri gleich, wenn man bedenkt was Gaudet nebst Gattin noch kassieren. Deswegen bin ich ein großer Fan der 1 Jahres (ausnahmen auch 2 Jahre) Verträge bei AL. Die Spieler können bis Ende ihrer Karriere bei uns Spielen. Beispiele gibt es. Man setzt sich im Dezember oder Anfang Januar zusammen und lotet aus ob man sich einigen kann, ist es nicht der Fall hat der Manager genügend Zeit einen adäquaten Ersatz zu finden. Und nochmals ein jeder Spieler ist zu ersetzen und deswegen geht der Verein nicht zu Grunde. Aber bei den Abenteuern mit langfristigen Verträgen ist die finanzielle schmerzgrenze in der DEL schnell erreicht. Siehe Köln mit Sulzer (5 Jahre) Leistung??. Wir sind nicht in der NHL mit Etats von 50 Millionen und mehr.

  5. Acton kommt für mich in der öffentlichen Wahrnehmung zu schlecht weg. Und der 3 Jahresvertrag war absolut vertretbar, man wollte eben Planungssicherheit auf der Center Position, daher die langen Verträge mit Buck und Acton.

  6. @Stefan
    Bei Acton besteht eine Diskrepanz zwischen dem, was man von einem DEL-Topscorer der letzten Jahre erwarten durfte/musste, und dem, was er hier zeigt.
    Der Dreijahresvertrag war aufgrund der berechtigten Erwartungshaltung (bestmöglicher Ersatz für Reinprecht) nachvollziehbar. Von daher kein Vorwurf an die sportliche Leitung.
    Mittlerweile mag ich mir nicht vorstellen, dass er das Ice Tigers-Trikot noch zwei weitere Jahre tragen soll/wird.
    Ich schließe mich der hier geäußerten Kritik vollumfänglich an.

    Das Spiel der Ice Tigers gestern war ziemlich gut. Ein anderer Ausgang wäre auch möglich gewesen. Letztlich ist man mal wieder an sich selbst gescheitert (unnötige Strafen, Chancenverwertung…).

  7. Zum gestrigen Spiel wurde bereits alles treffend ge- und beschrieben.
    Zur Causa Acton mal eine kleine Anmerkung meinerseits, die Stefans Ansicht bestärken soll: Er hat derzeit 28 Punkte auf dem Konto, ist damit mit zwei Punkten weniger als Leo Pföderl zweitbester Scorer des Teams und hat mit einer Schussquote von 19% die beste Effizienz aller Stammspieler im Kader. Dass er viel mehr kann und das gerne auch konstant zeigen dürfte, ist unbestritten. Aber dennoch: Wir haben ganz andere Probleme als Will Acton.

  8. Also dass mit den Punkten bei Acton lasse ich nicht zählen, da er der Mannschaft oft mehr schadet als er ihnen Nutz. Und mit – 3 steht er jetzt auch nicht wirklich gut da. Im Powerplay bringt er ja auch immer wieder einen guten Pass zustande, allerdings ermöglicht er dem Gegner auch sehr häufig die Zeit zum Wechsel. Ich denke, dass es den Leuten hier auch mehr darum geht, dass der Herr Acton anscheinend Narrenfreiheit hat und bei vielen Anderen durchgegriffen wird. Aber grundsätzlich ist er nicht unser größtes Problem, denn das findet meiner Meinung nach nicht auf dem Eis statt…

  9. Hallo,

    Zum Spiel wurde schon alles geschrieben, insgesamt eine gute Leistung.

    Acton muss von einem Headcoach auf Spur gebracht werden. Maddin ist nicht umsonst NICHT Trainer in Mannheim, München oder Berlin. Oberste Priorität sollte imo nach wie vor die Trainersuche und der Aufbau eines (Perspektiv-)Kaders für 2019/20 haben. Die langfristige Verpflichtung von Acton jetzt zu kritisieren ist im Nachhinein immer einfach. Fakt ist: er ist an Bord, was können wir jetzt draus machen. Eine Vertragsauflösung ist finanziell wenig sinnvoll.

    Kritischer ist:
    – Wolfgang Gastner konnte seinen Wunschkandidat offenbar noch nicht verpflichten
    – Unser Top Scorer wird wohl die Truppe verlassen
    – es gibt seit der Verlängerung von Weber keine Info über Planung zur nächste Saison

    Ich würde mich freuen, wenn wir die PPO’s erreichen, Viertelfinale wäre schön.
    Ich kann aber auch leben, wenn es diese Saison mal nicht reichen sollten.
    In der letzten grausamen Saison (2011/12) wurde dieser Blog ab Januar nahezu ausschließlich mit der Gerüchteküche gefüllt, es war ein Umbruch in Sicht. Davon ist heuer gar nix zu sehen. Das macht mir weit mehr Sorgen.

    Gruß
    Stefan

    Gruß
    Stefan

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