Spiel 41: Tigerjagd

Foto: Thomas Hahn/Zink

Straubing hat am Freitag den künftigen Meister niedergerungen, weil der prominenteste Sohn der Stadt getroffen hatte. Explosion am Pulverturm, quasi Hilfsausdruck. Was die Tigers und ihre Fans da noch nicht wussten: Es war der letzte schöne Abend. Fortan spüren sie den Atem der wahren Tigers im Nacken, der Ice Tigers aus Nürnberg, denen es an einem in dieser bislang so seltsamen Saison sicher nicht mangelt: Selbstbewusstsein. Nach dem vielleicht nicht besten, aber sicherlich stimmungsvollsten Drittel der Spielzeit hat Martin Jiranek jedenfalls davon gesprochen, nun die Tigers jagen zu wollen. Aber ist das noch Selbstbewusstsein? Oder schon Größenwahn? Egal, war ja irgendwie auch wieder mal fucking awesome, dieser Abend.

Warm-up

  • Martin Jiranek hat das natürlich nicht ohne Hintergedanken gesagt. Seine Mannschaft braucht ein neues Ziel, das sie jagen kann, um nicht selbst gleich wieder von den Pinguinen und/oder den Eisbären gefressen zu werden. Der Coach hat das mit dem Gefühl nach dem ersten Drittel verglichen. Nürnberg führte 2:1, war zufrieden, atmete durch, lehnte sich zurück und lag plötzlich 2:4 zurück. Jiranek will vermeiden, dass ihnen das auch in größerem Zusammenhang passiert.
  • Selbstvertrauen und Selbstzufriedenheit liegen bei diesem Nürnberger Jahrgang ganz nahe beieinander. Das macht es für Berichterstatter einfacher, selbst inmitten allgemeiner Euphorie die Distanz zu wahren und zunächst einmal Unangenehmes zu schreiben: Die Ice Tigers machen nicht auf Platz neun Zwischenstation, weil sie sich mit aller Macht zurückgekämpft hatten. Platz neun ist nicht das zwischenzeitliche Ergebnis, weil die Ice Tigers derzeit so stark, sondern weil Pinguine und Eisbären derzeit so schwach sind. Eine kleine Zusammenfassung: ein souveränes 5:0 in Wolfsburg, ein eher glückliches 4:3 gegen Krefeld, ein kaum seriös zu bewertendes 0:7 gegen Wolfsburg, zwei erschreckend schwache Drittel in Krefeld und trotzdem ein 3:2, das vielleicht beste Auswärtsspiel der Saison beim 3:1 in Düsseldorf (wobei die Konkurrenz nicht herausragend war) und nun dieses 6:4 gegen Berlin – trotz eines abermaligen Einbruchs im Mitteldrittel.
  • Aus der Sicht des Berichterstatters ist eine Saison erst erfolgreich, wenn Thomas Sabo das eigene Medium im Interview auf dem Videowürfel erwähnt. Ich habe den Tiger-Talk verpasst, weil ich da noch draußen vor dem Nordeingang stand. Mir wurde aber zugetragen, dass sich Sabo unzufrieden mit dem Spielbericht der Nürnberger Nachrichten über den Sieg in Krefeld gezeigt hat. Mittlerweile kenne ich seine Aussagen und habe kein Problem damit. Ich kritisiere die Ice Tigers, Sabo kritisiert mich. Alles gut.
  • Nicht so gut fand ich hingegen, wie sich Sabo über die Fans äußerte; wohl NICHT über jene Fans, die erstaunlich geduldig zu ihren Ice Tigers gehalten haben, obwohl der Spaß allzu oft ein Loch hatte, die noch erstaunlich zahlreich gekommen sind, als die Erfolgsaussichten auf einen Fünf-Jahres-Tiefpunkt hinabgesunken sind; über jene Fans, die an diesem Freitag bereits im ersten Drittel für eine wunderbare Stimmung gesorgt, die im zweiten Drittel aus Gründen eine Pause eingelegt hatten, am Ende aber mitverantwortlich waren für dieses wichtige 6:4. Aber wohl über die Gelegenheitsfans, die den Weg der Ice Tigers aus fränkischer Distanz verfolgen, gerne direkt aus Kommentarspalten heraus, die im November vorbeischauen, um zu schimpfen und dann erst wieder im März, um nach der ersten Playoff-Niederlage zu behaupten, dass sie schon im November wussten, dass es wieder nichts werden würde. Aber ist es eine gute Idee, das Konsumverhalten potenzieller Kunden anzuprangern, deren Zuneigung nicht durch ein gelungenes Drittel wiedergewonnen werden kann? (Absatz wurde am Samstag, 14.05 Uhr, überarbeitet)
  • Ein Satz zu einem Spieler, der das ganze Spiel hat von der Bank aus mitverfolgen müssen: Andreas Jenike war am Mittwoch in Düsseldorf herausragend, so gut, dass es wirklich erstaunlich wäre, wenn er am Sonntagnachmittag gegen Ingolstadt nicht den Vorzug vor Niklas Treutle bekommen würde.
  • Ich brauche Hilfe: Am Montag besucht Oliver Mebus unser feines Aufnahmestudio im sechsten Stockwerk des Mutterschiffs der Nürnberger Nachrichten. Im Sinne einer umfassenden Prä-Podcast-Recherche wollte ich in der Südkurve dem Vorsänger die Frage stellen, was er da eigentlich singt, ehe der Rest mit einem „Mebuss, Mebuss, Oliver Meeeebuss!“ antwortet. Leider hatte ich dazu keine Zeit, deshalb die Frage an die Blogintelligenz: Was wird da gesungen?
  • Jonas Müller hat sich wehgetan. Das war offensichtlich. Ausgepfiffen wurde der junge Mann, der Deutschland beinahe zur Goldmedaille geschossen hatte, weil er in jedem Spiel zwischen Ice Tigers und Eisbären liegenbleibt. Mag Zufall sein, sieht aber nicht so aus. Schade, wenn er auf seinen Schlittschuhen steht und läuft, zählt er zu dem Besten, was die DEL zu bieten hat.
  • Nach dem Spiel und nach dem Hattrick-Interview hat Joachim Meyer den Kapitän noch auf die Aussagen und Interviews vom Silberkollegen Moritz Müller angesprochen. Patrick Reimers Aussagen kann man wahrscheinlich ab Dienstag in den Eishockey News nachlesen. Es ging dann natürlich auch noch um Nachwuchsarbeit und -förderung in der DEL. Was ich davon halte, kann man hier bei den Hockey Buddies nachhören. Aber nach dem Gespräch mit Patrick Reimer kann man hoffen, dass es die nächste Generation an Trainern und Managern besser macht, dass es sich die Reimers, Ehrhoffs, Goc‘ mit ihren Erfolgen verdient haben, dass ihnen zugehört wird, dass sie bestimmen dürfen, wohin es geht mit dieser wunderbaren Sportart in diesem für wunderbare Sportarten so schwierigen Land.
  • Text wurde ohne Gegenlese online gestallt. Ich habe, dreimal probiert, ihn noch einmal durchzulesen. Vergeblich. Gute Nacht (am Sonntag lesen wir ja schon wieder voneinander.

Das Spiel

Patrick Reimer wollte danach von Müdigkeit nichts hören. Dabei hatte es doch so müde ausgesehen, was seine Mannschaft da im zweiten Drittel vorgeführt hatte. Aber der Kapitän wollte auch nicht für seine Kollegen sprechen und müde ist in diesem Fall ohnehin nur ein Euphemismus für… lassen wird das. Das zweite Drittel war grauenvoll und ließ gerade die jungen Eisbären hoffen, dass es vielleicht doch noch was wird in Nürnberg, aber auch weit darüber hinaus. Dabei war es vor allem eine Lehrstunde in Sachen Momentum. Wer mit dem seltsamen Wort noch immer nichts anfangen kann, dem erklärt man es am besten anhand dieses Spiels. Die Eisbären begannen hungriger. Die Ice Tigers aber wirkten zunehmend souveräner, Ergebnis war der von Oliver Mebus erst möglich gemachte Führungstreffer durch Will Acton. Berlin glich glücklich aus. Dann traf Chris Brown aus etwa 7,4 Zentimeter Entfernung, wobei man sich auch hier vor allem die Vorarbeit ansehen sollte. Brandon Buck hatte gleich passen können, stattdessen ließ er die Eisbären erst zur Aufstellung kommen, deutete einen Pass an die blaue Linie an, machte zwei schnelle Schritte und spielte dann den perfekten Pass an den langen Pfosten. 2:1. Momentum klar auf Nürnberger Seite. Es begann im zweiten Drittel nicht zu kippen. Erst als Daniel Weiß zwei Möglichkeiten vergab, schnell zu klären, wurden die Gäste wieder aktiver. Zwei Minuten später sorgten die jungen Berliner für Wirbel und für den Ausgleich. In Gedanken hatte Mebus danach bereits wieder einen netten langen Pass gespielt, wie in Krefeld, wie beim 1:0, der Puck aber blieb liegen – 2:3 durch Sean Backman. Die Strafe von Maxi Kislinger (dritte Zwei-Minuten-Strafe im zweiten Spiel nach seiner Rückkehr) killten die Ice Tigers noch, aber bereits eher glücklich. Dann war Brandon Ranford zu klein, zu schnell, zu beweglich für Milan Jurcina, noch ein Unterzahlspiel, diesmal mit Folgen – Vincent Hessler, 2:4. Das Momentum hatte es sich auf der Berliner Bank bequem gemacht, musste aber ungeduldig registrieren, dass es die Eisbären versäumten, mehr aus ihrer Überlegenheit zu machen, und als Kai Wissmann schlechten Gewissens auf die Strafbank schlich, ahnte es, dass es noch einmal würde die Seiten wechseln müssen. Die Ice Tigers haben das nicht durch Körperspiel, durch Tempo, Checks, unbarmherziges Forechecking, sondern durch ihre Offensivqualitäten. Shawn Lalonde jagte den Puck aus eigentlich unmöglichem Winkel unter die Latte, Patrick Reimer hatte es beim 4:4 nur unwesentlich leichter und beim 5:4 das Glück, das seine Mannschaft ganz oft in dieser Saison nicht hatte. Das Momentum hatte sich da längst an den Fotografen zwischen den Bänken vorbeigezwängt. Und Berlin hatte einen neuen Weg gefunden ein Spiel zu verlieren.

Foto: Thomas Hahn/Zink

Der Moment

Thomas Sabos Ansprache habe ich verpasst, im Spiel ist mir außer der inspirierenden Stimmung im Schlussdrittel nur wenig aufgefallen. Noch einmal brauche ich Hilfe, es mangelt mir an einem Moment. Ist euch einer aufgefallen, bitte in die Kommentare.

Three Stars

Foto: Thomas Hahn/Zink

28 edel von Reimer, kein Abseits, Dupuis durch
3:20 PP, Reimer befreit aggressiv
Das waren meine beiden Einträge zu Patrick Reimers Leistung – bis zu seinem Hattrick. Reimer spielt eine gute bis sehr gute Saison, seine Rolle hat sich über die Jahre geändert. Reimer ist zu einem der besten Zwei-Wege-Stürmer der DEL gereift, in dieser Saison schlüpft er ohne Steven Reinprecht an seiner Seite zudem immer öfter in die Rolle des Spielgestalters. Gegen Berlin war er wieder Torjäger, vor seinen Treffern hatte Reimer bereits spektakulär den Pfosten getroffen, danach in Style im Power-Play. Natürlich hat Micky Dupont bewusst so angeschossen, dass der Puck ins Tor geht (zumindest behauptete das Reimer danach). Und am Schuss ins leere Tor hat man Reimer auch schon scheitern sehen. Eine Küchenpsychologie zum Abschluss dieser Lobhudelei: Reimer hat mit einem Hattrick ein Spiel gedreht und entschieden – das kann ein Zeichen für die neue Lockerheit des Kapitäns sein.

Ich will ehrlich sein. Will Acton nimmt mich nicht mit, selbst in Spielen, die er mit drei Punkten abschließt. Aber es ist kaum zu leugnen, dass er allmählich präsenter wirkt, der ursprüngliche Stareinkauf der Ice Tigers. 2019 hat er in neun Spielen neun Punkte gesammelt.

Ein unsung hero dieses Spiels war Chad Bassen, vom ersten Wechsel an immer unterwegs, schnell, beweglich, unangenehm für seine Gegenspieler – schöner Assist auf Will Acton. Starke Leistung.

Und sonst?

16 Kommentare in “Spiel 41: Tigerjagd

  1. Guten Tag, Herr Böhm.
    Ich hätte den kompletten Text des Oliver Mebus Lieds. Über welche Plattform hätten sie ihn gerne?

  2. Das Spiel war quasi eine Zusammenfassung der bisherigen Saison im Zeitraffer. Müdes Alibihockey, schlechte Zuordnung im eigenen Drittel, Zweikampfverhalten wie beim Halma, katastrophale Fehlpässe und genau das Gegenteil von allem – es war alles dabei. Neu ist allerdings, dass die Ice Tigers zuletzt auch in den Schlussdritteln in der Lage sind, Spiele noch zu drehen und zu gewinnen. Immerhin…
    Wie Sebastian schon richtig schreibt, muss man die aktuelle Form der letzten Gegener berücksichtigen. Natürlich haben wir genau zum richtigen Zeitpunkt gegen diese Teams gespielt, dabei zudem Glück gehabt (in Wolfsburg und Krefeld), oder einen starken Goalie (Düsseldorf). Im übrigen hat in meinem Fanumfeld keiner verstanden, warum Jenike nach seinem starken Auftritt vom Mittwoch diesmal nicht zum Zuge kam…

    Thomas Sabo: Man kennt ihn ja, manchmal muss man sich über seine Aussagen wirklich wundern. Aber solange er nicht mit juristischen Schritten gegen nichtgewogene Berichterstattung droht (die selbstherrlichen Bosse aus dem Süden lassen grüßen!) ist alles in Ordnung und man sollte das nicht überbewerten. Verstehen muss man das sicher nicht!

    Will Acton: So richtig warm werde ich mit ihm wahrscheinlich auch nicht mehr. Aber wenn er weiter so punktet ist gut. Sein Zweikampfverhalten, oder auch seine phasenweise demonstrierte Teilnahmslosigkeit gehen mir allerdings gewaltig auf den Wecker. Die Nominierung in die Three Stars kann man trotzdem nachvollziehen.

    Three Stars: Ich hätte Festerling noch auf der Liste gehabt. Während des ganzen Spiels zweikampfstark und auch schnell unterwegs. Der Einzige, der im zeitweiligen Abwehrchaos stets die Übersicht bewahrte. Und natürlich Reimer, Reimer und Reimer. Sollte er wirklich so richtig in Fahrt kommen, wenn es wirklich darauf ankommt?

    Bin jetzt auf Sonntag gespannt und hoffe, dass das Team den Schwung aus dem letzten Drittel mitnehmen kann.

  3. Es war eines der irrsten Spiele der Saison. Von einem gutem ersten Drittel, in dem man Berlin eigentlich gut im Griff hatte und die Zweikämpfe suchte über ein Drittel, dass den Mantel des Schweigens verdient sowie ein Schlussdrittel, dass einen dann doch wieder positiv gestimmt die Arena verlassen lässt.
    Der diesjährige Jahrgang der Ice Tigers bleibt aber für mich eine Wundertüte. Man darf weiterhin gespannt sein, wie sich das entwickelt.

    Zu den Three Stars zählen gestern für mich natürlich Reimer, aber auch Gilbert machte gestern wieder wie Bassen der „Unsong Hero“ Rolle alle Ehren. Bassen sollte man unbedingt halten.

    Warum Treutle gestern spielte war gestern wohl der kompletten Arena ein Rätsel. Wie schon mal im Blog zuvor erwähnt. Wären die Vorzeichen der letzten Spiele anderusrum gewesen wäre jedes Mal wohl Treutle eingewechselt worden und hätte auch nach einem schwächeren Spiel Jenikes gespielt. In den Drittelpausengesprächen wird auch der Gedanke immer wieder stärker bestätigt, dass nicht alle Spieler gleich behandelt werden. Auch Aronson gestern wieder mit 1-2 dummen Aktionen, wehe ein Fox würde dies tun…. Hat auf jeden Fall a Gschmäckle.

    Was aber Sabo bei seinem Statement geritten hat würde mich mal interessieren? Das hatte schon etwas von „beleidigten“ Sponsor/Schattengesellschafter. Mir würde es lieber gefallen, wenn er sich öffentlich zu seinem Straubinger Kollegen positioniert. Das hätte mehr Wirkung.

    Ansonsten war Willi Schimm II sehr gut, nur der junge Kohlmüller machte am Ende eine unglückliche Rolle.

    @Sebastian: ich steh zwar in der Süd aber manchmal versteh ich auch nicht alles. Es ist wohl die Abfolge diverser Tätigkeiten, die man so im Leben macht 😉

  4. Also ich muss gnaz erhlich sagen, ich konnte verstehen, warum Treutle gestern Spielen durfte. Er ist mittlerweile die klare Nummer eins, was man ja auch an seinen nachwievor sehr guten Leistungen fest machen kann. Und bei so einem wichtigen Spiel sollte man niemanden spielen lassen, bei dem auch aufgrund mangelnder Spielpraxis nicht ganz klar ist, ob er das Niveau von Düsseldorf halten kann. Gegen Ingolstadt sollte er aber Spielen, auch wenn ich dort schon wegen des Gegners eine feste Niederlage eingeplant habe. Ich verstehe aber nicht, warum Jurcina gestern als Nummer 1 Verteidiger Spielen durfte, er ist für mich zu langsam, nicht wendig genug und zieht durchaus öfters mal dumme Strafen. Und Fox Vertragt wird wohl nicht verlängert werden….

  5. Achso und weil ich leider meinen Kommentar nicht bearbeiten kann und ichs vergessen hab: Das Mebus Lied ist ist vom Kärwa Lied „Modeste Song“ abgewandelt. Ich würde mal davon ausgehen, dass da das Selbe gesungen wird wie im Lied.

  6. Wie so oft in der Saison habe ich das Gefühl, dass die Offiziellen (Trainer, Thomas Sabo etc. ) oft einfach die falschen Schlüsse aus den Spielen ziehen. Der Artikel zum Spiel gegen Krefeld war in dieser Weise absolut in Ordnung und das Fazit der Offiziellen sollte bei korrekter Analyse des Spiels eigentlich genauso ausfallen. Man steht jetzt nicht auf Platz 9, weil man momentan überragendes Eishockey spielt, sondern weil die Konkurrenz schwächelt und man auch mal das nötige Scheibenglück hat. Von dem so oft zitierten Playoffhockey habe ich in den letzten Wochen noch nichts gesehen. Man tritt oftmals einfach viel zu passiv auf, so auch gestern in diesem wichtigen Spiel gegen dezimierte Berliner. Die nächsten 3 Spiele werden zeigen, wo die Mannschaft wirklich steht. Ingolstadt, Augsburg, Straubing, das sind genau die Spiele, in denen du punkten musst, wenn du in die Playoffs willst.

    Nichtsdestotrotz, vor allem für das Selbstbewusstsein der Spieler sind die Siege in den letzten Spielen sicherlich Gold wert.

    Noch eine Frage an Sebastian: Ist Dane Fox momentan wirklich nur überzähliger AL, oder hat das andere Gründe, dass er nicht spielt? In den Auswärtsspielen gegen Krefeld und Düsseldorf kann ich es ja noch nachvollziehen, dass man den Fokus auf die Defense legt. Aber zuhause in diesem wichtigen Spiel gegen dezimierte Berliner Jurcina Fox vorzuziehen, finde ich schon sehr zweifelhaft.

  7. Eines vorweg zu den gewonnenen Spielen gegen die taumelnde Konkurrenz die sich im Abwärtssog befand und befindet kann man schlecht beurteilen ob die Ice Tigers wirklich so stark aufgetreten sind wie es die Ergebnisse vermuten lassen. Ich war gestern ob des zweiten Drittels so verärgert das ich nach dessen Ende das Stadion verließ. Später Daheim nochmals das ganze Spiel im TV Revue passieren lassen. Mein persönliches Pech. Aber der Sieg gegen Berlin wie auch die anderen kamen sehr sehr glücklich Zustande. Seit den letzten Spielen glaube ich an die Reinkarnation, jungfräuliche Empfängnis und Wunder im Eishockey (4-2) in Krefeld. Wo man mit einer herausgespielten Chance 4 Tore erzielte. Wohin der Weg der Tigers hinführt kann ich mit meinem bescheidenem Fachwissen nicht beurteilen. Aber eines kann ich für mich in Anspruch nehmen , zu bejubeln gibt es immer noch nicht viel. Man hat bis zum heutigen Tag nur das absolute Minimalziel, eine Preplayoff Platzierung erreicht und das mit einem Team dessen einziger Anspruch von Anfang an das erreichen des Endspiel um die Meisterschaft war und ist. Zu den Statements von Herrn Sabo gegenüber der Journaille kann ich nur schreiben es ist sein verbrieftes recht auf freie Meinungsäußerung, folgen und befürworten muss man es nicht. Auch die Unmutsäußerungen gegenüber den eigenen Anhängern kann ich nicht nachvollziehen, bei dem bisherigen Saisonverlauf hätte man in anderen Stadien vor 2000 bis 3000 Zuschauern gespielt, auch das gehört zu Wahrheit. Aber die Außendarstellung der Ice Tigers gehört sicherlich nicht zu den Stärken des Vereins. Korrigieren sie sich nicht in Ihrer Berichterstattung Herr Böhm, sehr viele sind voll auf Ihrer Seite ob Ihrer Objektivität. Deswegen gebe ich meinen Senf in diesem Blog dazu. Zum Jonas Müller nur soviel, es ist tendenziell in der DEL zu beobachten das bei der geringsten Berührung mit dem Stock in Gesichtsnähe, die betroffenen wie vom Blitz getroffen zu Boden gehen und versuche sich noch selber eine blutende Verletzung beizubringen. Eine fatale Entwicklung. Ich habe immer noch Probleme mit den Three Stars, Reimer mit 3 Toren Überragend ? Sicherlich nicht. Und ich vermute Andreas Jenicke wird uns am Ende der Saison verlassen. Als Team haben wir gestern gewonnen und nur das zählt für mich.Alles andere werden wir noch zu gegebenen Zeit von uns geben. In diesem Sinne freue ich mich morgen auf den ERC Ingolstadt.

  8. Geht mir wie den Vorrednern…Das wahre Leistungsvermögen dieser Mannschaft wird sich in den nächsten drei Spielen zeigen. Das zweite Drittel war wieder einmal ein großes Fragezeichen. Hier war man mit einem 2:4 Rückstand gegen die wohl formschwächste Mannschaft der Liga noch extrem gut bedient. Wenn ich mich recht erinnere war das Schußverhältniss im 2. Drittel 5:22…Positiv festzuhalten bleibt dann trotzdem die Steigerung im letzten Drittel.
    Zum Auftritt von Sabo: Er äußert nach diesem Saisonverlauf ernsthaft Kritik am Publikum und an der (für meinen Geschmack) oft sogar sehr zurückhaltenden Presse? Das bestätigt leider das traurige Bild, welches die Verantwortlichen und die komplette Organisation seit Monaten abgeben.

  9. Hallo,

    den Wahnsinn des gestrigen Spiels spiegelt die Leistung von Reimer schön wieder. Im ersten Drittel ordentlich, im zweiten mit Fehlpässen im Aufbau, kraftlos an der Bande und keinen Zug zum Tor. Im dritten dann mit dem Hattrick.

    Ich bin gespannt, ob diese immer steiler werdende Oszillation der Leistungskurve sich langsam auf dem richtigen Niveau einpendelt oder noch stärker ausschlägt. Ob es in letzterem Fall für die PPO reicht, wird sich noch zeigen. Zumindest ist es maximal unterhaltsam. Drei Spiele in einem, was will man mehr 😉

    Bin bei Blackhawk, Gilbert wieder in der Defensive stark gestern und mit zwei Punkten. Wie letztes Jahr zum Schluss hin immer besser. Warum Jenicke nicht gespielt hat verstehe ich auch nicht, obwohl ich das Spiel Mittwoch nicht gesehen hab. Fox vs. Jurcina ist aktuell leider ziemlich egal. Beide in der bisherigen Saison aus unterschiedlichen Grünen (Trainerwechsel vs. Alter/Verletzung) nur ein Schatten früherer Tage.

    Bin schon gespannt, was uns unsere Wundertüte am Sonntag beschert.

    Herzlicher Gruß
    Stefan

    @Sebastian: Press wird kritisiert -> alles richtig gemacht.
    Zur Mebus Hymne kann ich leider nix sagen, kommt bei uns nicht an.

  10. Genauso rätselhaft wie die Leistungen der Mannschaft in dieser Saison sind die Äußerungen der Offiziellen in diversen Interviews und Presseberichten. Da drängt sich doch immer wieder der Eindruck auf, dass der ein oder andere gewisse Probleme mit der Wahrnehmung der Realität hat. Die inszenierten Werbeinterviews vor Spielbeginn (Geschäftsführer stellt Eigentümer höchst kritische Suggestivfragen) sind ohnehin nicht ernstzunehmen. Vorschlag: Thomas Sabo oder Wolfgang Gastner lassen sich in diesem Format künftig von Sebastian Böhm, Florian Jennemann oder Joachim Meyer interviewen. Dann kommt inhaltlich wenigstens etwas Sinnvolles dabei raus.

    Das Spiel gestern war mal wieder ein Sinnbild der gesamten Saison, mit dem Unterschied, dass man sich Schnellkraft und Ausdauer, die eben nur für 40 Minuten ausreichen, im zweiten Drittel geschickt gespart hat und im Schlussabschnitt nochmal zulegen konnte.
    Auffällig zudem: Wenn die Mannschaft mal diszipliniert ist und zwischendurch nicht selbst glaubt, dass sie schon etwas erreicht hätte, sieht das gar nicht schlecht aus. Vielleicht erleben wir im x-ten Anlauf jetzt endlich die schon vielfach erhoffte Wende. Spannend und unterhaltsam bleibt es allemal.

  11. Wer hat hier den stärksten Schuss?
    Oliver Mebus!
    Wer trinkt den teuersten Schampus?
    Oliver Mebus!
    Wer gibt jeder Frau nen’ Kuss?
    Oliver Mebus!
    Und macht mit jedem Model Schluss?
    Oliver Mebus!

    Mebus, Mebus, Oliver Mebus..

    Wessen Spiel ist ein Genuss?
    Oliver Mebus!
    Wer nimmt sich jeden Kerl zur Brust?
    Oliver Mebus!
    Wer macht nie an der Theke Schluss?
    Oliver Mebus!
    Und wer hat keinen Schlafrhythmus?
    Oliver Mebus!

    Mebus, Mebus, Oliver Mebus..

    Wer trinkt am Strand gern Kokosnuss?
    Oliver Mebus!
    Und wer ist länger als ein Bus?
    Oliver Mebus!
    Wer trinkt gern Weizen und kein‘ Russ?
    Oliver Mebus!
    Und wer macht länger als er muss?
    Oliver Mebus!

    Mebus, Mebus, Oliver mebus..

    Wer schläft nie im Campingbus?
    Oliver Mebus!
    Wer macht Urlaub im Bosporus?
    Oliver Mebus!
    Wessen Bilanz ist steht’s im Plus?
    Oliver Mebus!
    Und wer steht immer im Fokus?
    Oliver Mebus!

    Mebus, Mebus, Oliver Mebus…

    Endlich kann ich auch mal was dazu abgeben

  12. vielen Dank, Tigers Fan. Schade dass man so etwas nicht auf dem Videowürfel einblendet. Gemeinsames singen von schönen(!) Liedern ist mir beim Hockey oft wichtiger, als das siegen in schönen Spielen. Und ich glaube, dass hier viele gerne mal mitsingen würden. Mebus, Mebus, Oliver Mebus. Der Typ gefällt mir übrigens eh.

  13. Zum Spiel ist alles gesagt. Aber was unsere Außendarstellung angeht würde es wirklich Schulungsbedarf geben. Wieder mal ein absolut peinlicher Tiger Talk, wo man sich wirklich schämen muss, dass man jemanden mit in das Stadion genommen hat. Und über die Medien sollte sich Herr Sabo nicht beschweren, denn sein unrühmliches Verhalten in der Chl hätte man medial wunderbar ausschlachten können.

    Da muss ich Blackhawk absolut beipflichten, es wirkt tatsächlich so, als wäre hier jemand beleidigt, weil sein Engagement nicht bei jedem Spiel mit Beifall beklatscht wird. Sondern es gibt auch noch Leute die zum Eishockey gehen und eine andere Meinung haben wie der Chef und diese auch noch kundtun. Das geht natürlich gar nicht. Vielleicht sollte man einen Thron errichten und statt dem Trailer beim Einlauf, huldigen wir unserem Retter fünf Minuten und über das LED-Band könnte man ja dann auch immer einblenden was der Fan gerade zu tun hat. Wer sich nicht daran hält fliegt raus.

    Ich bin Herrn Sabo wirklich dankbar für sein Engagement in Nürnberg, aber so langsam aber sicher wird es wirklich grenzwertig. Die Etikette sollte gewahrt werden.

  14. Ein toller blog wie immer, manche Entscheidungen sind nicht nachvollziehbar
    – Jenike raus
    – Viel Eiszeit für Acton …

    Auch habe ich mir die Zeit genommen und den Hockeybuddies Podcast angehört sehr interessante Infos zur Nachwuchsarbeit in Finnland! Jedoch glaube ich nicht, dass wir kurz- bzw. mittelfristig Jungs aus dem eigenen Nachwuchs in Nürnberg sehen, die durchgängig in Nürnberg waren, was natürlich toll wäre auch zur Identifikation, das wirft natürlich die Frage auf warum man Möchel hat ziehen lassen!

Kommentare geschlossen.