Spiel 22: So wenig Wolfsburg war noch nie

Foto: Thomas Hahn/Zink

Wolfsburger Eishockey-Fans können es nicht leicht haben. Der Häme über die Zuschauerzahlen im Baumarkt am Allersee und dem Unverständnis der Fans wahrer Eishockeyklubs (was auch immer das bedeuten mag) darüber, dass es einen Klub gibt, dessen Daseinsberechtigung allein in der Belustigung der VW-Belegschaft besteht, konnten sie immerhin noch die herausragende Bilanz des letzten Jahrzehnts entgegensetzen. Doch was ist das wert ohne Pavel Gross, ohne Tyler Haskins, ohne Erfolg? Trotzdem hatten sich 500 Fans (also alle?) am Sonntagmorgen auf dem Bahnhof versammelt, in der Hoffnung darauf, dass wenigstens der Sonderzug nach Nürnberg diesmal anhalten würde, und darauf, dass es bei den Ice Tigers zu einem Erfolgserlebnis reichen würde – weil die Ice Tigers dafür doch schon immer gut waren. Der Zug hielt an, fuhr ab, kam an. Aber die gute Laune darüber war spätestens verflogen, als Chad Bassen bereits in der 20. Minute das 4:1 erzielte. Einen solchen Auftritt hatten diese Fans nicht verdient. Noch mehr Empathie gibt es nach dem Klick.

Warm-up

  • Hans Kossmann war ein Wunschkandidat einer Gruppe gut informierter Ice Tigers-Fans. Meistertrainer mit den ZSC Lions, Kanadier mit Schweizer Pass, deutschsprachig, erfahren – ein perfekter Kandidat. Dass der clevere Charly Fliegauf den kanadischen Kossmann in die DEL holte, war die Bestätigung dieser Einschätzung und zugleich für das unerklärliche Zögern der Ice Tigers. Nur hat der EHC Wolfsburg auch mit Kossmann keinen Erfolg und gab an diesem Sonntagnachmittag einen besorgniserregende Vorstellung in Nürnberg ab. So viele Wechselfehler, so wenig Aufbau, so wenig Struktur – so wenig Wolfsburg war überhaupt noch nie.
  • Aber natürlich ist es unseriös, einen Trainer und eine Mannschaft anhand von 60 unglücklichen Minuten zu beurteilen. Wolfsburg hatte am ersten Wochenende nach dem Deutschland Cup immerhin vier Punkte geholt und damit vier Punkte mehr als die Ice Tigers. Aus diesem 5:1 aber können die Ice Tigers vorerst die Erkenntnis mitnehmen, dass es derzeit eine Mannschaft in der DEL gibt, die ihrem Potenzial noch weniger gerecht wird.
  • Von Rob Wilson habe ich die Regel übernommen, dass es sich erst im Dezember lohnt, sich mit der Tabelle auseinanderzusetzen. Unter Wilson konnte man sich das allerdings auch leisten.  Im November 2018 muss man feststellen, dass die Ice Tigers drei Siege Rückstand auf einen Platz in der ersten Playoff-Runde haben und fünf Siege auf eine in den letzten Jahren selbstverständliche direkte Qualifikation fürs Viertelfinale. Natürlich ist das machbar, das setzt aber voraus, dass die Ice Tigers nicht nur immer wieder Mal ihrem Potenzial entsprechend auftreten, sondern regelmäßig.
  • Chad Bassen hat die Saison 2017/2018 mit vier Scorerpunkten abgeschlossen – in 37 Spielen für die Iserlohn Roosters. Für den EHC Wolfsburg hatte er schon einmal eine solche bescheidene Saisonbilanz. Das wäre an diesem Sonntag in nur einem Spiel möglich gewesen. Und, nein, das lag sicher nicht an Bassens Spezialmotivation gegen einen ehemaligen Arbeitgeber. Bassens Ziel scheint es ja zu sein, am Ende seiner Karriere für alle DEL-Klubs aktiv gewesen zu sein. Er ist auf einem guten Weg.
  • Trotzdem: Bassen füllt seine Rolle bislang sehr ordentlich aus und produziert dabei erstaunlich gute Zahlen für einen Angreifer, der allein auf sein Tempo reduziert wird. Und damit ist er nicht der einzige: Tom Gilbert spielt verlässlich, wirkt präsenter als noch vor einem Jahr um diese Zeit. Patrick Reimer spielt auffällig. Max Kislinger überrascht ebenso wie Chris Brown und Daniel Weiß. Selbst in der größten Krise seit dem Einstieg von Thomas Sabo (ja, 2011/2012 war schlimm, die Erwartungshaltung damals aber eine andere) gibt es Lichtblicke.
  • Auf Twitter hat mich blackhawk gefragt, ob der Wolfsburger Torhüterwechsel nach 129 Sekunden der schnellste in der DEL gewesen sein könnte? Ich weiß es nicht und bin mir auch nicht sicher, ob das ohne größeren Aufwand herauszufinden ist. Selbst in der NHL ist dazu keine Statistik zu finden. Eine kurze Recherche aber hat immerhin ergeben, dass Gerald Kuhn auch diesbezüglich in der schnellsten Liga der Welt nicht hätte mithalten können. Jocelyn Thibault wurde 1993 einmal nach 67 Sekunden ausgewechselt, Kirk McLean 1990 bereits nach 66 Sekunden.
  • Will Acton hat den aus einem alten Fußball gebastelten Helm für den besten Spieler des Spiels von der Mannschaft verliehen bekommen. Martin Jiranek war einverstanden mit dieser Entscheidung und zufrieden mit Actons Leistung – ganz im Gegensatz zu dessen Vorstellung am Freitag in Augsburg. Der Trainer deutete zudem mehrere Gespräche mit Acton an, wollte aber nicht ins Detail gehen.
  • Über das Gespräch mit Shawn Lalonde sprach er hingegen detaillierter. Lalonde war in Augsburg gerade über die Bande gesprungen, als Philippe Dupuis Hans Detsch nicht stoppen konnte (und danach nicht einholen wollte). Lalonde fehlte es an Tempo, wahrscheinlich wäre er auch so von TJ Trevelyan überlaufen worden, er fehlentschied sich aber für das Risiko, Detschs Diagonalpass abzufangen. Danach übernahm er dafür die Verantwortung für diesen groben und letztlich entscheidenden Fehler vor dem 2:4.
  • Milan Jurcina wird noch mindestens zwei Wochen ausfallen. Oliver Mebus braucht auch noch ein bisschen Zeit, Brandon Buck ohnehin. Der kranke Jason Bast soll aber vielleicht schon am Dienstag wieder mit nach Köln fahren können.

Das Spiel

Kann man kaum ernstnehmen. Zu leicht hat es Wolfsburg Nürnberg gemacht, zu schwach war der einstige Angstgegner, zudem selbst überfordert mit den Basisanforderungen des Spiels. Aber natürlich darf man feststellen, dass sich das schnelle Umschaltspiel bei den Ice Tigers weiterhin stabilisiert, dass es bei den Ice Tigers läuft, wenn es läuft (so wie beim 6:2 gegen Bremerhaven, beim 7:3 in Straubing und beim 7:1 gegen Iserlohn – die Halbwertszeit war dann jeweils überschaubar). Die ersten beiden Treffer waren Geschenke von Gerald Kuhn an Dane Fox und Max Kislinger, die wichtigen Treffer von Will Acton und Chad Bassen aber durchaus Zeugnisse der Nürnberger Qualität. Perfekt war der Zeitpunkt von Chris Browns 5:1. „So wollen wir künftig immer spielen“, sagte Jiranek danach. Guter Plan.

Der Moment

Taylor Aronson legte sich in doppelter Unterzahl erst mit Daniel Sparre an und dann während des Spiels mit den Schiedsrichtern, die seiner Meinung nach, mindestens ein Foul von Sparre übersehen hatten. Es war beinahe, als stünde Pavel Gross noch hinter der Wolfsburger Bande. Danach nahm Martin Jiranek eine Auszeit, bemerkenswert bei einem Spielstand von 5:1. Und auch wenn es danach Niklas Treutle und Wolfsburger Unvermögen das 5:2 verhinderten, waren es unterhaltsame zwei Minuten, in die man hineininterpretieren kann, dass es in dieser Mannschaft auch weiterhin stimmt. Die Auszeit darf man Jiranek gerne auf der Plus-Seite eintragen.

Das Interview

Foto: Thomas Hahn/Zink

Ich weiß, dass Sie antworten werden, dass es im Eishockey nicht um Punkte für Einzelne geht, sondern um Siege für die Mannschaft. Aber vielleicht können Sie uns erklären, wie es sein kann, dass sie in der Vorsaison in Iserlohn gerade vier Punkte hatten und diese Saison in Nürnberg bereits elf in einundzwanzig Spielen.
Chad Bassen: Da haben Sie recht. Punkte sind mir völlig egal. Ich will nur dem Team helfen und wenn meine Punkte etwas zu Siegen beitragen, ist das großartig. In der letzten Saison hatte ich nach 37 Spielen eine Knie-Operation, ich konnte nicht mehr Schlittschuhlaufen. Eishockey ist übrigens ziemlich schwer, wenn man nicht mehr Schlittschuh laufen kann. Jetzt bin ich einfach nur glücklich, dass ich gesund bin und dass mir die Ice Tigers die Möglichkeit gegeben haben, wieder Eishockey zu spielen. Und daraus will ich das Beste machen.

Sie wollen nur dem Team helfen, aber bislang scheint es so, als wollte sich das Team nicht helfen lassen.
Bassen: Ja, es ist ein Kampf. Am Freitag hatten wir endlich mal einen guten Start. Aber nach dem 1:2 hat alles wieder von Neuem begonnen. Heute hatten wir wieder einen guten Start und haben dann endlich einfach weitergemacht. Hoffentlich geht das genauso weiter.

Mittwoch in Köln, Freitag in Krefeld, am Sonntag kommt die starke DEG – einfacher wird es nicht. Hat sich mit diesem Spiel etwas verändert?
Bassen: Sicher. Hier entsteht etwas. Hoffentlich gibt dieser Sieg den Jungs Selbstvertrauen.

Three Stars

Foto: Thomas Hahn/Zink

Die Mannschaft zeichnete Will Acton aus, aber das hatte wohl eher Gründe, die im Küchenpsychologischen zu suchen sind. Ein Zeichen der Demut und der Bescheidenheit wäre es gewesen, die starke Leistung von Niklas Treutle anzuerkennen. Martin Jiranek machte das. Denn es war der Torhüter, der in der Arena Nürnberger Versicherung auch dem Gegner vermittelte, dass da heute trotz der Fehler der Ice Tigers nichts mehr drin ist. Gut, Björn Krupp im Alleingang zu stoppen, zählt sicher nicht zu den größten Herausforderungen für fortgeschrittene DEL-Torhüter. Treutle war aber immer da, wenn ihn seine Mannschaft brauchte. Am Freitag in Augsburg war das nicht so. Da stand allerdings auch nicht Treutle im Tor der Ice Tigers.

Martin Jiranek hat dann auch noch versucht, Chad Bassen zu erklären. Zumindest nach Zahlen ist Bassen in der DEL keine konstante Größe. Schnell, fleißig, aber technisch limitiert – in dieser Schublade hatte man den Mann aus Alberta abgelegt. In Nürnberg aber zeigt er, welch effektiver Spieler er auch sein kann. Laut Jiranek liegt das allein an der Situation. Bassen sei ein Spieler, der immer genau das macht, was der Trainer ihm aufträgt. Und offensichtlich soll Bassen für Jiranek nicht allein die Drecksarbeit machen. Er darf auch risikoreich spielen. So wie gegen Wolfsburg. Sein Tor war ein Geschenk der Gäste, seine Vorlage auf Will Acton aber sehr fein und wichtig, vor allem für das Selbstbewusstsein des Kollegen.

Chris Brown (ein Tor, eine Vorlage) und Will Acton (ein Tor, zwei Vorlagen) böten sich an, um das hier abzurunden. Allerdings fehlt in diesem Blogeintrag noch ein Spieler, der mit seinem Vater schon einige Spiele in Nürnberg gesehen hat, der erst in der Nacht von Freitag auf Samstag erfahren hat, dass er genau in diesem Nürnberg sein erstes DEL-Spiel machen wird und der sich an eine Szene noch besonders lange erinnern wird. Yannick Wenzel ließ einen Wolfsburger Verteidiger stehen, schloss mit der Rückhand ab, konnte David Leggio damit aber nicht überraschen. Auf der Bank gab er dafür seinem Schläger die Schuld. Dass ihm Mike Flanagan großväterlich auf die Schulter klopfte, bekam er gar nicht mit. Wenzel, 20 Jahre alt, geboren in Wasserburg, aktuell sieben Punkte in 20 Zweitliga-Spielen für Bietigheim-Bissingen, war in Gedanken noch immer auf dem Eis: „Ich bin wirklich so einer, der schaut sich das an und überlegt tausendmal, was er hätte anders machen können.“ Zu einer Lösung ist er, der bei seinem ersten Mal läuferisch und taktisch überzeugte, auch gekommen: „Beim nächsten Mal haue ich ihn einfach rein.“

Und sonst?

  • Will ich mich dafür entschuldigen, dass ich auf die Kommentare nach dem letzten Eintrag nicht eingegangen bin, und um Verständnis dafür bitten, dass ich als Sportredakteur zwischen Podcasts, Redaktionsdiensten und dem Leben nicht immer dazukomme, dieses Blog angemessen zu pflegen.
  • Dabei hätte ich unbedingt loben sollen, wie angenehm kompetent, leidenschaftlich, wenngleich weiterhin nicht beleidigend, hier auch in Krisenzeiten diskutiert wird (noch immer musste ich keinen Kommentar zurückweisen). Das ist einzigartig. Und ich hätte gestehen sollen, wie verunglückt meine Anspielung auf 37-Stunden-Angestellte war (hatte ich mir bereits während des Schreibens gedacht).
  • Und ganz wichtig: Natürlich wird es ein Zwischenzeugnis geben, sehr gerne auch unter Eurer Mitwirkung – aber eben erst nach dem 26. Saisonspiel.
  • Abschließend noch ein (Eishockey-)Buchtipp für Eltern, die beim Vorlesen selbst Spaß haben wollen. Die mir bis dahin völlig unbekannte Kurzhosengang war ein Fest für meine Söhne und für mich. Und wer danach noch in die Geschichte hinter dem Buch einsteigt, wird es erst recht lieben lernen.

7 Kommentare in “Spiel 22: So wenig Wolfsburg war noch nie

7 Comments
  1. Einige lose Gedanken zum Spiel und zum erneut sehr gelungenen Blog (Danke!):

    – Niklas Treutle kann wahrscheinlich nicht in allen Spielen im Tor stehen, aber es ist offensichtlich, dass er in dieser Saison noch klarer die Nr. 1 ist, als im letzten Jahr.

    – Sehr ordentliches Debut von Yannick Wenzel.

    – Diesen Sieg bitte nicht zu hoch aufhängen! Dazu war Wolfsburg einfach zu schwach.

    – Acton diesmal mit mehr gelungenen Aktionen, aber da ist noch immer viel Luft nach oben.

    – Bei Phil Dupuis ist momentan noch mehr Luft nach oben….

    – Es wird schwer genug, noch die Pre-Playoffs zu erreichen. Top 6-Platzierung kann man mMn abhaken.

  2. Hallo,

    danke für den Blog, der den „mussheutewirklichMontagsein“ Status auf der Couch vor den ersten Geschäftsterminen immer noch erfreulich unterhaltsam und gewohnt kompetent verlängert.

    Meine Three Stars:
    1.) Die Wolfsburger Fans
    Bin ja sicher nicht als Fan der Wolfsburger Mannschaft, ihres ExTrainers und seiner Spielweise bekannt. Aber die Teilnahme am Sonderzug mit so vielen Fans war schon bemerkenswert. Und das verhalten ebenfalls. Nach den Regelmäßigen Bierduschen, die offenbar nicht wirklich unterbunden werden sollen, auf EHC – Fans und Rollifahrer, konnten sich die WOB – Fans hier angenehm von anderen differenzieren. Danke dafür!
    2.) Brown für mich gestern der beste Spieler auf dem Eis. Wirklich stark und hoch motiviert. Top – Auftritt!
    3.) Unserer 4. Reihe. Wieder gekämpft wie so oft und wieder mit einem Tor belohnt. Macht Freude auch in tristeren Spielen als gestern und wäre unter G. nicht zum Zug gekommen.

    Ansonsten sollte man das Spiel nicht überbewerten. Wenn wir in der rheinischen Woche 4 Punkte holen könnten, wäre das ein großer Erfolg, wenn es keiner wird, wird niemand überrascht sein.
    Sicher klappt alles besser als zum Beginn der Saison, aber noch nicht immer. Auch gegen WOB waren viele Fehler in der Defense, Fehlpässe im Aufbauspiel und falsche Entscheidungen im Angriffsdrittel zu sehen.

    Gegen stärkere Teams als WOB gestern wären wir damit nicht durchgekommen.

    Herzlicher Gruß
    Stefan

  3. Positiv hervorzuheben ist in beiden Wochenendspielen, dass man mit viel Energie aus der Kabine gekommen ist und nicht wie oft den Start verschlafen hat. Daher auch die frühen Tore. In Augsburg hat sich das nach den Pausen aber immer umgekehrt und man hat sich dafür zum Start des 2. und 3. Abschnitts überrumpeln lassen.

    Das Wolfsburg in der gestrigen Verfassung sollte nicht als Maßstab gelten. Die waren wirklich noch harmloser und fahrlässiger als unsere Tiger in vielen Spielen.

    Dieses Jahr kristallisiert sich immer mehr heraus, dass Treutle klar stärker und konstanter spielt als Jenike. Daher sollte man die Rotation auch etwas zurückschrauben für den Moment. Denn man braucht aktuell jeden Punkt.

    Auffällig für mich gestern Chad Bassen, der sehr gut mit Will Acton und Chris Brown harmoniert hat. Könnte man auch mal so weiterlaufen lassen die Reihe und dafür Bast mit Kislinger und Alanov bringen. Die letztgenannten werden immer stärker und haben auch mit dem jungen Yannick Wenzel absolut überzeugt. Wenzel darf gerne öfters angefordert werden, wenn Not am Mann ist.

    Dazu auch die Dupuis-Reihe wieder mit viel Schwung. Gerade auch Segal tat das sichtlich gut.

    Einzig die deutsche Reihe (Reimer, Weiß, Pföderl) fand offensiv nicht wirklich statt. Dafür gehen Reimer und Weiß natürlich in Unterzahl und kämpferisch immer voran.

    Die kommenden drei Spiele könnten mal wieder als Gradmesser gesehen werden. Alles Gegner, gegen die man fast punkten muss, wenn man den Anschluss wieder herstellen will. Jetzt können Jiranek und die Mannschaft zeigen, ob noch Hoffnung besteht und man endlich einen Aufwärtstrend hinbekommt.

  4. Ja man merkt auch in Nürnberg was Pavel G.für eine Trainergroesse ist,wenn man gestern die Grizzlys auf dem Eis z.T. ziemlich konfus tapsen sah.
    Ansonsten ist die Icetigers Vorstellung okay gewesen,weil halt der Gegner schwach war.

  5. Die Hoffnung, die ich jetzt verspüre, hatte ich schon nach dem ein oder anderen Spiel diese Saison. Seltsamerweise hat das Team anschließend wohl anscheinend wirklich den jeweils kommenden Gegner auf die leichte Schulter genommen. Das Paradebeispiel hierfür ist für mich das Spiel in Bremerhaven gewesen.

    Ich glaube, dass das Spiel in Augsburg nicht so schlecht war, aber ein Team, dass nicht im Rollen ist, verliert es halt. Und das ist genau der springende Punkt. Nach wie vor lässt das Team durchblicken, was es kann. Gestern war natürlich kein Gradmesser. WOB ist in dieser Verfassung ein Abstiegskandidat, wenn die Verzahnung von DEL und DEL2 greift.

    Trotzdem gab es auch gestern wirklich erfrischende Momente. Im Kopf ist mir irgendwie die Vorlage von Acton geblieben. Diese 2-3 kurzen spitzigen Schritte in Richtung Bande inkl. Pass in die Mitte hätte man vor einigen Wochen / Tagen so von ihm nicht gesehen. Mut macht mir dabei nicht die Aktion an sich, sondern die Art und Weise. Speziell im ersten Drittel gestern hatte man das Gefühl, dass da ein Team auf dem Eis steht, dass den Turnaround schaffen möchte.
    Aber damit ziehe ich auch wieder den Bogen zu meinem ersten Satz: Diese Hoffnung hatte ich dieses Jahr schon 1-2 Mal… Vielleicht enttäuscht uns das Team dieses Mal nicht… Ich bin am Zweifeln.

    Vielleicht gibt es ja erstmalig Tigers, die in den PlayOffs eine Saison retten?! 😉

  6. Hallo zusammen,

    mal wieder ein sehr gelungener Blog, der keine Lobeshymnen veranstaltet. Denn da waren schon einige böse Schnitzer in der Defensive, die Wolfsburg aufgrund schlechter Chancenverwertung liegen gelassen hat. Acton definitiv mit einer Steigerung, sein Zweikampfverhalten und der Speed sind aber immer noch sehr grenzwertig. Bassen sollte man vielleicht wirklich in der Reihe lassen, denn er hat einfach einen brutalen Willen, der anscheinend auch auf seine in den letzten Wochen sehr gehemmt wirkenden Sturmkollegen abgefärbt hat.

    Für mich persönlich ist die Reihe um Dupius momentan ein absoluter Totalausfall. Segal und Fox sind läuferisch einfach nicht auf Del-Niveau. Speziell bei Segal ist es extrem auffällig, der ist immer mindestens einen Schritt zu spät, eher zwei. Darum kommt er auch gar nicht in die Zweikämpfe. Warum diese Reihe den Puck so oft tief spielt ist mir wirklich ein Rätsel.

    Jetzt kann man nur hoffen, dass es aufwärts geht, trotzdem bleibe ich dabei, ein neuer Trainer würde gut tun, auch im Hinblick auf die nächste Saison.

    Achja und mein persönlicher Star ganz klar der junge Wenzel. Da hat man so richtig gemerkt, dass er alles reinhaut. Solche Spieler würden uns auch mal ganz gut tun und nicht die Vertragsverlängerungen der alten Spieler. Da muss Jiranek jetzt wirklich mal was machen!

    • Warum Segal den Puck tief spielt? Weil er schon immer so gespielt hat. Nur mittlerweile fehlt ihm das Tempo. Das ist schade, denn Segal hat generell Eigenschaften, die dieser Mannschaft sehr gut tun. In dieser Form aber ist er der erste Kandidat für die Tribüne, wenn alle Spieler fit sind (was in dieser Saison wahrscheinlich nicht mehr passieren wird).

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