Spiel 20: Jiranek will keine %&##§ sein

Foto: Thomas Hahn/Zink

Es ist ein Fehler, ausgerechnet den wichtigen Teaser am Ende eines langen Arbeitstages zu schreiben. Ich will ehrlich sein: Mir fällt nichts mehr ein. Alles was ich hatte, habe ich den folgenden Text über das 0:2 der Ice Tigers gegen die Schwenninger Wild Wings investiert. Viel Vergnügen – oder was auch immer Sie sich vom nächsten Klick erwarten.

Warm-up

  • Unter der Anleitung von Martin Jiranek haben die Thomas Sabo Ice Tigers 15 von 48 möglichen Punkten geholt, fünf von sechzehn Spielen gewonnen. Das ist eine verheerende Zwischenbilanz.
  • Die Ice Tigers haben zu Hause schon höher gegen die damals wie heute auf dem letzten Rang notierten Wild Wings verloren. Das 1:5 vor drei Jahren hatte Rob Wilson noch Wochen danach als ordentliches Spiel verkauft. Allerdings war das ein Ausrutscher. Dieses 0:2 gegen die Wild Wings war die Fortführung einer besorgniserregenden Entwicklung.
  • „Der Will war da“, hat Martin Jiranek in seinem großartigen Denglisch danach mehrmals festgestellt. Dabei war doch offensichtlich, dass er erneut nicht da war, der Will. Selbst im überzeugenden ersten Drittel war Will Acton der mit großem Abstand schwächste Spieler auf dem Eis. Er zwang seine Kollegen durch einen unerklärbar misslungenen Pass im Power-Play zum Neuaufbau. Er scheiterte am kurzen Pfosten daran, den Puck unter die Latte zu heben. Er lief hinterher, nebenher. Aber immerhin fiel Acton da noch negativ auf. Danach fiel er überhaupt nicht mehr auf. Die Ice Tigers haben derzeit zu viele wichtige Spieler, die weit unter ihrer Form spielen (Dupuis, Segal, Brown, Lalonde, Pföderl). Acton aber schlägt sie in dieser Kategorie alle.

Foto: Thomas Hahn/Zink

  • Paul Thompson könnte auch der Bruder von Rob Wilson sein, der sehr viel kleinere Bruder von Rob Wilson. Paul Thompson ist aber nur ein guter Kumpel von Rob Wilson. Ein guter Kumpel, der im Sommer viel Kontakt zu Wilson hatte, und noch ein wenig mehr, als er das Angebot hatte, als Trainer in die DEL zu wechseln. Mit Thompson habe ich danach kurz im Treppenhaus gesprochen, weil ich die Pressekonferenz aus Gründen verpasst hatte. Aber selbst dieser kurze Plausch hat sich sehr gut angefühlt. So als wäre er wieder da.
  • Natürlich braucht es auch Strahl für einen Shutout mit 42 Saves (mag sein, dass dieses ohnehin verunglückte Wortspiel außerhalb Frankens überhaupt niemand mehr lustig findet), das ändert nichts daran, dass Dustin Strahlmeier in dieser Form der beste Torhüter der DEL ist. Punkt. Diese Feststellung aber änder wiederum auch nichts daran, dass die Ice Tigers in ihrer jetzigen Situation ein solches Spiel nicht mehr verlieren dürfen.
  • Zu den produktivsten Nürnberger der letzten Wochen zählen noch immer Max Kislinger und Chad Bassen. So erfreulich es ist, dass Jiranek aus dem fleißigen Routinier und dem Talent zusammen mit Eugen Alanov eine gefährliche DEL-Reihe geformt hat, zu beschämend ist das für Will Acton, Chris Brown, Philippe Dupuis, Shawn Lalonde oder Patrick Reimer.
  • Könnte sein, dass es in der nächsten Ausgabe bei den Shorthanded News etwas ausführlicher um die Ice Tigers geht. Eine Empfehlung aber brauche ich hier wohl nicht mehr auszusprechen. Längst ist es Pflicht geworden, sich bei einem guten Bier Deutschlands bestem Eishockey-Podcast zu widmen.

Der Trainer, Teil eins

Foto: Thomas Hahn/Zink

Martin Jiranek hat viel über Schüsse geredet, darüber, dass er eigentlich keinen Fehler bei seiner Mannschaft gesehen hat und dass die Ice Tigers ein solches Spiel nicht mehr verlieren würden, sollten sie eine zweite Chance bekommen. Da versuchte ein Trainer ein weiteres Mal, eine besorgniserregend schlechte Leistung beruhigend gut zu reden – bis endlich ein Journalist den Mut hatte, ihn nach Konsequenzen aus diesem 0:2 gegen den Tabellenletzten zu fragen. Jiraneks Antwort ließ das kleine Auditorium innerlich jubeln:

Der Tweet zum Zitat ergab nur enttäuschende sechs Likes, aber doppelt so viele Antworten. Darunter auch ein erstaunlicher Kommentar zu Jiraneks Weltbild, was mich einigermaßen ratlos zurückließ. Eishockey ist ein zuweilen primitiver, schmutziger Sport, in dem Männer und soweit ich das beurteilen kann auch Frauen, wenig zimperlich miteinander umgehen. In Interviews bekommt man davon meist nur eine weichgespülte Variante, umso mehr freue ich mich über jeden Ausrutscher, in dem Trainer, Spieler, Sportdirektoren so reden, wie sie auch in der Kabine reden.

Die vergleichsweise hohe Anzahl an Antworten auf diesen Tweet zeigt, dass es aus Sicht empörter Fans leicht ist, sich über solche ehrlichen Aussagen lustig zu machen. Jiranek wurde empfohlen, zusätzlich noch das Amt des US-Präsidenten auszuüben. Er wurde mit Horst Seehofer verglichen. Seinen Respekt äußerte hingegen niemand. Also werde ich das übernehmen. Ich habe Jiranek in Nürnberg als Spieler, als Jugendtrainer, als Co-Trainer, als Profi-Trainer, als Gegenspieler und als Sportdirektor erlebt. Dieser Mann glaubt an sich selbst und daran, die Ice Tigers 2018/2019 zu einer Mannschaft zu machen, die sich nach dem 52. Spieltag unter den ersten zehn Teams der DEL platziert. Dieser Mann übernimmt Verantwortung für einen Fehler, den er als Sportdirektor zu verantworten hatte. Und dieser Mann arbeitet sehr viel härter für eine Wende in dieser Saison, als sich das viele 37,5-Stunden-Angestellte vorstellen können.

Das ändert jedoch nichts daran, dass ich es für einen Fehler halte, dass Jiranek auch am 19. November 2018 noch Trainer der Ice Tigers sein wird.

Das Spiel

Nürnberg war so gut. Oder zumindest so viel besser als Schwenningen. Nürnberg erzwang drei Überzahlsituationen in Folge. Das erste Power-Play war das beste der Saison. Die Ice Tigers ließen den Wild Wings keine Zeit zum Durchatmen, schon gar nicht Dustin Strahlmeier. Das Tor aber schoss Marcel Kurth, weil Brandon Segal zuvor den Puck wie so oft tief gespielt hatte, seine Geschwindigkeit aber längst mehr dazu ausreicht, den Puck zu sichern (nicht der einzige Puckverlust von Segal im Drittel der Gäste). Kann passieren. Passiert immer wieder. Was nicht passieren darf: Dass sich eine solch routinierte Mannschaft von einem unglücklichen Gegentreffer aus dem Konzept bringen lässt. Erst neun Spielminuten später tauchte wieder ein Nürnberger gefährlich vor Strahlmeier auf (Dane Fox). Das Bestürmen des gegnerischen Kastens, der Hunger auf Nachschüsse, die Dringlichkeit – all das war wieder verflogen. Natürlich dominierten die Ice Tigers die Schüsse-Kategorie, nur wie gefährlich waren diese Schüsse? Offensichtlich nicht gefährlich genug. Wo war das kollektive Aufbäumen im Schlussdrittel? Wo waren die Checks, die den Wild Wings signalisieren sollten, dass der Spaß jetzt vorbei sei? Wo war diese eine Einzelaktion, die das Spiel hätte drehen können? Nach dem 0:1 war Nürnberg nicht mehr gut, überhaupt nicht mehr.

Der Trainer, Teil zwei

Foto: Thomas Hahn/Zink

Martin Jiranek ist ein guter Sportdirektor, seine Transferbilanz in Nürnberg ist sehr ordentlich, echte Fehleinkäufe gab es in den letzten Jahren nur wenige. Er hatte den Mut, unpopuläre Entscheidungen zu treffen (Marius Möchel), was sicherlich nicht bei allen Spielern in der Kabine gut ankam. Sein Job aber war es auch nicht, von allen Spielern geliebt zu werden. Nun ist Jiranek aber nicht mehr nur Sportdirektor, auch weil er für seinen schwersten Fehler (Kevin Gaudet) die Verantwortung übernommen hat, vor allem aber wohl auch, weil sich die Ice Tigers keine zwei Trainergehälter leisten wollten oder konnten. Jiranek selbst hat das an diesem Sonntag noch einmal erwähnt. „Ich mache diesen Job, solange ich kann“, sagte Jiranek. „Ich gebe mein Bestes. Zunächst einmal bräuchten wir Geld, damit ich einen Schritt zurück machen kann.“ Später ergänzte er: „Ich kann das nicht entscheiden.“ Man sollte in dieser Situation nicht jeden Satz überbewerten. Aber dass in Nürnberg Entscheidungen getroffen werden unabhängig von den Kosten, die sie verursachen, war schon immer eine falsche Interpretation. Und natürlich belastet ein Trainerwechsel das Budget eines Klubs, der auch weiterhin überwiegend von einem Geldgeber finanziert wird.

Die Entscheidung, den Sportdirektor übernehmen zu lassen, war aus dieser Perspektive nachvollziehbar. Die Hoffnung aber, dass die Mannschaft ihr großes Potenzial, auch auf diese Weise verwirklicht, dürfte nach dieser Deutschland Cup-Pause aber endgültig dahin sein. Jiranek hatte nicht ganz Unrecht mit  seiner wohlwollenden Spielanalyse, gegen Schwenningen klappten viele Abläufe sehr viel besser als noch vor Wochen. Erschreckend aber war der Auftritt in Bremerhaven, als seine vermeintlich ausgeruhte Mannschaft versucht hatte, im Schongang zu Punkten zu kommen und dass beinahe auch noch geschafft hätte. So paradox das klingen mag: Die Ice Tigers haben sich unter Jiranek weiterentwickelt, sich von wichtigen Punktgewinnen aber weiter entfernt.

Der Moment

Foto: Thomas Hahn/Zink

Auf der Pressetribüne sitzen in Nürnberg nicht nur Journalisten… Okay, denkbar schlechter Einstieg. Noch einmal: In Nürnberg saß an diesem Sonntag eine Familie auf der Pressetribüne ganz in der Nähe der Gästestrafbank – Oma, Opa, Tochter und ein Enkelsohn namens Leonardo im Schwenninger Trikot mit der Nummer neun. Sie hatten die besten Plätze, als ein großer Spieler mit der Nummer neun für eine bemerkenswerte Einlage sorgte. Stefano Giliati hatte soeben auf der Strafbank Platz genommen, weil er sich gegen Chad Bassen zur Wehr gesetzt hatte, als vor ihm Dane Fox auftauchte, der die Spielunterbrechung nutzte, um ein wenig mit Giliati zu plaudern. Weil der Italo-Kanadier durch das Plexiglas offenbar nicht verstand, was Fox da von ihm wollte, öffnete er die Strafbanktür eigenverantwortlich und stürmte zurück aufs Eis, als er dann verstanden hatte, was Fox gesagt hatte. Giliati fuhr vorwärts, Fox rückwärts. Giliati wollte sich prügeln, Fox fiel um. Vorbei war die Comedy-Einlage, die zunächst auch die Schiedsrichter überforderte. Erst in der Drittelpause ließen sie dem Schwenninger noch die zweite Spieldauer-Strafe für das Verlassen der Strafbank zukommen, weshalb er letztlich auf bemerkenswerte 51 Strafminuten kam. Nach meinem Verständnis von Fairness, Regeln und Würde des Spiels sollte das auch noch ein Fall für den Disziplinarausschuss der DEL werden, aber wie oft wurde das in dieser Saison schon geschrieben? So unterhaltsam das war, Giliatis Aktion war ein Tabubruch, den ich so selbst in den wilden 90er Jahren noch nicht gesehen hatte. Giliatis hatte sich selbst damit aufgepumpt, er ließ sich von seiner Mannschaft auf dem Weg in die Gästekabine dafür feiern, dass Fox umgefallen war. Fox ließ sich dafür feiern, dass er Giliatis zu einer solchen Dummheit provoziert hatte, und letztlich auch dafür, dass er seiner Mannschaft im Schlussdrittel fehlte. Eishockey kann ein solch dämlicher Sport sein, auch das macht ihn so attraktiv. Nur wie dem kleinen Leonardo erklärt wird, wie man Konflikte ohne Gewalt löst, würde mich schon interessieren.

Der Trainer, Teil drei

Foto: Thomas Hahn/Zink

Natürlich muss man auch darauf eingehen: In Schwenningen hat man ebenfalls beschlossen, dass es mit dem Trainer, der noch im Sommer unumstritten war, nicht mehr weitergehen kann. Wie in Nürnberg übernahm der sportliche Leiter. Allerdings nur bis er nebenbei ein geeigneten Trainer fand. Es kam der Wilson-Kumpel Paul Thompson, ein in Singapur geborener Engländer, das wurde belächelt (nicht nur deutsche Eishockey-Spieler neigen dazu, die DEL international zu überschätzen). Nach zwei Spielen unter seiner Anleitung gegen die beiden erfolgreichsten Klubs der letzten drei Spielzeiten aber haben die Wild Wings fünf Punkte mehr als zuvor – mit einfachem, aber effektivem Eishockey.

Thompson wäre sicher auch nach Nürnberg gekommen. Wahrscheinlich wäre er Wilsons Wunschkandidat gewesen. Thompson aber wurde nicht gefragt, weil niemand gefragt wurde, ob er die Ice Tigers aus der Krise führen will. Das soll und wird, Stand Sonntagabend 21.33 Uhr, weiterhin Jiranek versuchen müssen/dürfen. Nach einem US-amerikanischen Sportfilm-Drehbuch schafft er das auch. Das hier ist aber kein vorhersehbar kitschiger Film, sondern der vorhersehbare Absturz einer Mannschaft, die ihr Können bis zuletzt überschätzt hat. Jiranek ist für die Verpflichtung von Gaudet verantwortlich. Danach sehe ich mit meinem begrenzten Fachkenntnissen nur wenige gravierende Fehler von ihm. Noch einmal: Ich sehe einen Mann, der alles dafür gibt, dass diese Mannschaft wieder gewinnt.

Aber: Die Ice Tigers brauchen neue Impulse. Sie brauchen einen Trainer, der nicht nebenher die kommende Saison plant, Verhandlungen führt, scoutet, telefoniert, den sich prächtigen entwickelnden Nachwuchs in Nürnberg beobachtet. Sie brauchen einen Trainer, dem es egal ist, was die Spieler von ihm halten. Die Ice Tigers hatten den Mut, früh in der Saison eine Fehlentscheidung zu revidieren. Jetzt scheint sie dieser Mut verlassen zu haben. Dabei würde das an der Würdigung der Leistungen von Martin Jiranek für den Eishockey-Standort Nürnberg nichts ändern – zumindest die Würdigung jener, die genauer hinsehen und deren Gedächtnis weit über die letzten 60 Spielminuten hinausgeht.

Three Stars

Patrick Reimer hatte gute Schuss-Chancen im ersten Drittel, er hat gute Pässe gespielt, war stets unterwegs, immer präsent und sichtlich frustriert. Danach stellte er sich zwei Interviews, sagte, dass es an der Zeit wäre, dass alle Spieler 100 Prozent zeigen. Sich selbst kann er damit nicht gemeint haben.

Was eigentlich aus dem Tom Gilbert geworden ist, der seine Rookie-Saison in der NHL 2008 mit 13 Toren abgeschlossen hat, ist noch immer eines großen Rätsel des Welteishockeys. Der Tom Gilbert, der sich dazu entschlossen hat, seine beeindruckende Karriere in Nürnberg ausklingen zu lassen, hatte an diesem Nachmittag sechs Schüsse und war damit der gefährlichste Spieler der Ice Tigers. Gilbert baute ruhig auf, verteidigte ordentlich (er allein verhinderte in einer Szene kunstvoll das 0:2) und versuchte immer wieder, diesem Spiel eine Wendung zu geben. Noch so ein Lichtblick in düsteren Zeiten.

Daniel Weiß und Taylor Aronson fielen ebenfalls immer mal wieder positiv auf. Einen Third Star aber haben die Ice Tigers an diesem Sonntagnachmittag nicht verdient.

Foto: Thomas Hahn/Zink

16 Kommentare in “Spiel 20: Jiranek will keine %&##§ sein

16 Comments
  1. Guter Blog, wie immer. Ich stimme auch in allem zu, nur sehe ich Sabo auch in der Pflicht. Ich weiss, ermischt sich eigentlich nicht ein und das ist auch gut so (siehe 1860 oder so manch ein Verein in der Premier League), aber irgendwann muss er einschreiten und das Dahinsichen beenden. Abgesehen von dem sportlichen, ist das auch ein risiges PR Problem für die Ice Tigers, die es durch die letzten drei Jahre geschafft hatten, sich als wirkliche Alternative zum FCN zu zeigen. Es wurde nicht immer schönes, aber sehr erfolgreiches Eishockey gespielt und Erfolg ist nunmal das, was die Fans und damit dir Einnahmen bringt, so blöd das auch klingt. Und auch was das für die deutschen Spieler bzw. die wenigen NHL Importspieler bedeutet, die halt dann doch nochmal alle deutscher Meister werden wollen, anstatt in zwei Jahren gegen den Abstieg zu spielen. Ich denke, Sabo miss da im Notfall ein wenig mehr investieren und klar machen, dass das so nicht weiter geht. Cortina wäre doch auf dem Markt, hat er es doch letztes Jahr auch durche defensives Eishockey recht weit gebracht. Aber die Verantwortlichen werden schon wissen, was Sie tun, hoffe ich jedenfalls.
    Grüße
    Tobias

  2. Eine wirklich treffende Beschreibung der aktuellen Situation in Nürnberg. Danke für diesen Blog…und die vielen davor, Herr Böhm.
    Wenn die Verantwortlichen die Situation ebenso klar und sachlich beurteilen, werden sie die richtigen Entscheidungen treffen. Und diese Entscheidungen brauchen wir jetzt wirklich ganz dringend.
    Ich habe heute in der Arena schon früh im Spiel eine merkwürdige Zurückhaltung unter den Fans gespürt, hat sicher auch mit der Enttäuschung über Yasin Ehliz zu tun. Am Ende war es dann nur noch Frust und Wut. Der Funke springt trotz der 42 Torschüsse nicht mehr aufs Publikum über – weil der letzte Einsatzwille bei vielen Spielern fehlt. Bei manchen Spielern (Acton, Pföderl, Brown) hat man das Gefühl, dass sie die Misere der Icetigers nicht besonders interessiert.
    Das mag nicht die Schuld des Trainers sein, aber es ist seine Verantwortung.

    Vergleiche zum Fußball sind nicht gerne gesehen im Eishockey, aber beim Club hat man vor über 30 Jahren mal Trainer Heinz Höher behalten und sechs Spieler suspendiert und durch junge Spieler ersetzt (Reuter, Dorfner, Grahammer). Die sind dann in der gleichen Saison in die Bundesliga aufgestiegen und einige von ihnen Nationalspieler geworden.

    Vielleicht wäre das mal eine Überlegung wert…

  3. Um den Duden vorweg zu nehmen: drückt Nachdenklichkeit, Bedenken, eine zögernde Haltung, auch Verlegenheit oder Resignation aus

    Gemeint ist damit: Tja 18/19

    Aber hey, schauen wir doch mal nach Mnnhm, Berlin, Köln. Was fällt uns auf? Auch da lief oder läuft es nicht so wie man es gern hätte (die letzten Jahre)

    Schauen wir doch einfach (und um unsere Nerven zu schonen) auf die Saison 19/20 🤷‍♂️.

    Nürnberg hat die letzten drei Jahre das HF der Play offs erreicht. Dieses Jahr soll es wohl nicht so sein (Ingoldorf 2014 wäre ein Gegenbeispiel, aber soweit zu denken……).

    Das Problem wird der Franke an sich sein. Er verzeiht sowas, wie diese Saison, eher dem Glubb als den Diechern. Das Vertrauen zurück zu gewinnen, welches man sich eh schon schwer aufbauen musste, wird sehr schwer werden.

    Ich denke nicht das die Legende Jiranek an dieser Saison zerbrechen wird. Auch wenn es im Moment danach ausschaut.

    Das einzig peinliche für uns ist die, lang angestrebte, CHL Teilnahme und wird der Spengler Cup sein. Endlich angekommen im Konzert der „vermeintlich“ großen, ziehen wir uns selbst den Stecker. Um meinen 14 jährigem Sohn zu zitieren: „Nich so legger“ 😉

  4. Anderer Trainer Ja oder Nein? Ich denke, man müsste alles versuchen, dass man die Saison irgendwie noch rettet. Das ist man den zahlenden Fans, aber ja auch den Sponsoren schuldig. Mit diesem Team wird das nicht einfach, auch klar. Aber nichts machen?
    Die sicher nicht unerheblichen Kosten für einen neuen Trainer wären natürlich ein Argument, andererseits wäre ja für Ehliz wohl auch Geld da gewesen.
    War schon am Freitag zu sehen, dass Jiranek als Trainer nichts bewirken kann. Mit der gestrigen „Leistung“ hat sich dieser schlechte Eindruck nur bestätigt.

  5. Menschlich kann ich das alles nachvollziehen, Jiranek möchte die Suppe auslöffeln, die er sich selbst mit eingebrockt hat.

    Er arbeitet sicher hart und tut sein Bestes, alles gar keine Frage.

    Trotzdem wäre die Pause der richtige Zeitpunkt für einen neuen Trainer gewesen.

  6. Lose Punktesammlung:

    – Pföderl scheint sich mittlerweile im Kopf schon längst mit seinem Umzug nach Berlin zu beschäftigen, als mit dem Geschehen auf Nürnberger Eis. Auf mich wirkt er mittlerweile wie eine Fremdkörper, hätte ich so niemals erwartet.

    – Martin Jiranek ist in Nürnberg eine Legende und hat in meinen Augen in den letzten Jahren sehr gute Arbeit als Sportdirektor geleistet. Ich vermute, dass er nach der Gaudet Entlassung (diese Fehlverpflichtung muss man ihm anlasten) der Meinung war, das die Mannschaft sich relativ schnell „befreit“ und ihr normales Level spielt. Mittlerweile würde ich nicht mehr darauf wetten, dass die Mannschaft in dieser Zusammensetzung noch erfolgreich sein kann. Die vielzitierte „Chemie“ innerhalb der Reihen will sich einfach nicht einfinden. Zu viele Spieler spielen entweder weit unter ihren Möglichkeiten oder funktionieren einfach nicht mit Ihren Mitspielern. Ich war bisher absolut der Meinung, dass Jiranek das durchziehen sollte, weil ich mir sicher war, dass nach der Pause der Knoten aufgeht. Mittlerweile habe ich meine Meinung dazu geändert.

    – Welcher Will Acton ist der „echte“ Will Acton ? Der aus Schwenningen oder der in Nürnberg. Wenn man sich seine Karrierebilanz auf eliteprospects ansieht, könnte man mittlerweile auch zu dem Schluss kommen, dass die Zeit in Schwenningen die „Ausreisser“ Jahre waren. Wobei man zu seiner Verteidigung sagen muss, dass er wirklich in jeder Spielsituation mehr auf dem Eis steht als jeder andere Stürmer: Die meiste Überzahl- und Untzerzahleiszeit aller Stürmer. Trotzdem wirkt er wie ein Fremdkörper.

    – Die IceTigers sind gerade dabei, sich die (Zuschauer-) Basis, die sie sich in den letzten Jahren mühsam aufgebaut haben, wieder zu verspielen. Das wäre dann das eigentliche Drama dieser Saison.

    – Mir ist im Moment nicht mehr ganz klar, für was diese Mannschaft steht, bzw für was sie „gebaut“ wurde. So waren die letzten Jahre sehr klar auf das Thema Physis ausgerichtet. Mit dem größeren Umbau dieses Jahr wirkt es, zumindest auf mich, etwas ziellos: Läuferisch nicht wirklich schnell/gut, physisch aber bei weitem nicht mehr so dominant. Ich tu mich da im Moment noch ein wenig schwer, das verbal zu sortieren.

  7. Hallo,

    gut gemeint ist noch nicht gut gemacht.
    Jiranek zerreißt sich fürs Team, leider das Team nicht für Ihn.

    Für mich war „der Moment“ ein 3 auf 1 Angriff der Tigers, den Pföderl unmotiviert ins Fangnetz jagt. Kein Pass, keine Idee, am Ende nicht mal ein Schuss aufs Tor. Dass er noch weis wo die Bude steht hat er im Deutschlandcup bewiesen.

    Denke, es braucht jetzt ein Signal, ein weiter so wäre tatsächlich fatal für die positive Entwicklung der letzten paar Jahre. Im Angebot wären wohl – da Coach holen ausfällt -: Spieler feuern (Acton), Neuverpflichtung (2019/20) ankündigen, Dauerkarteninhabern Geld zurücküberweisen oder disruptivere Ideen.

    Ratlose Grüsse
    Stefan

  8. „Nur wie dem kleinen Leonardo erklärt wird, wie man Konflikte ohne Gewalt löst, würde mich schon interessieren.“

    Von allen Argumenten, die man gegen Faustkämpfe im Eishockey anbringen kann, ist dieses das mit Abstand Lächerlichste.

    • Das war überhaupt nicht als Argument gegen Faustkämpfe gemeint. Es hat mich, als Vater von zwei Jungs, einfach nur interessiert.

  9. Sorry Herr Böhm, aber hiermit schießen sie über das Ziel hinaus. Der versteckte Hinweis, bei den Kritikern würde es sich um 37,5 std AN handeln, mag lustig klingen, ist aber auch anmaßend. Kritischer Journalismus wird benötigt, um ein Korrektiv zu schaffen, insbesondere zu den blauäugigen Ja-Sagern, die alles rosarot sehen. Im Eishockey Jargon werden Kritiker dann gerne als Erfolgsfans verunglimpft.
    Hier geht es um ein bisschen mehr, nämlich auch um den Eishockey Standort Nürnberg. Rapide sinkende Zuschauerzahlen, teure Neuverpflichtungen (die gerne bei der Weinerei um die Verletzten unterschlagen werden), ein absehbares finanzielles minus nach der Saison und eine Mannschaft, oder besser Kader, der wie auch immer neu aufgebaut werden muss, ein Mangel an jungen deutschen Leistungsträgern (wenn dann auch Pföderl weg ist). Vielleicht hat man ja den Trainer Kaliber Harold Kreis, der eine rundum veränderte Mannschaft nach einem Jahr wieder nach vorne führen und eine neue Euphorie bei emotional verloren gegangenen Zuschauern wieder entfachen kann, der Acton ähnlich wie Barta bei der DEG zum Leistungsträger pushen kann. Vielleicht, hoffentlich. Hoffentlich sind dafür Ressourcen da. Hoffentlich finden sich auch, vor allem deutsche, Spieler, die nach Nürnberg wechseln wollen. Hoffentlich.
    Bei allen Verdiensten. Auch bei den 37,5 std AN gilt in vielen Branchen das Leistungsprinzip. Das kann auch bei Jiranek nicht ignoriert werden.
    Wo der kollosale Fehler mit Gaudet gelegen hat, ist mir weiterhin nicht klar: in seiner Verpflichtung oder in seiner Weigerung, den so erfolgreichen Matchplan von Jiranek spielen zu lassen?
    Mein Respekt gilt den gestrigen beachtlichen 4500 Zuschauern, die dafür Zeit und Geld investiert haben.

  10. Die Saison 2018/19 ist für die Ice Tigers gelaufen. Mit 19 kümmerlichen Punkten aus 20 Spielen ist es sicher kein fränkischer Pessimismus, wenn einem der Glaube daran fehlt, dass diese Ansammlung an Profisportlern, die den Begriff Mannschaft nicht verdient hat, urplötzlich das ihr im Sommer zugetraute Leistungsvermögen abruft und aus den verbleibenden 32 Spielen ca. 55 bis 60 Punkte holt.
    Also eh schon alles egal? Nein!
    Nichtstun und Aussitzen der Situation sind keine Alternativen. Aus meiner Sicht könnte ein Festhalten am Trainer Jiranek fatale Folgen haben. Schon jetzt hat man einen gewaltigen Imageverlust erlitten. Wie groß wäre der, wenn man die Saison ohne personelle Veränderungen als Letzter oder Vorletzter beendet? Wie viele Zuschauer hat man jetzt schon vergrault? Wie will man brauchbare Spieler von einem Wechsel nach Nürnberg überzeugen?
    Fast tragisch finde ich es, dass der Sportdirektor Jiranek, immerhin eine der wenigen Vereinsikonen, der bislang ohne Zweifel als Manager eine gute Bilanz vorzuweisen hat, sich als überforderter Trainer selbst derart beschädigt hat, dass künftig auch sein eigentlicher Job verdammt schwierig auszufüllen sein dürfte.
    Deswegen bin ich der Meinung, dass man trotz der sportlich fast hoffnungslosen Situation Jiranek als Trainer erlösen und ihn aus der Schusslinie nehmen muss. Dann muss er noch vor Weihnachten alles versuchen, um die Weichen dafür zu stellen, dass man für 2019/20 einen Kader zusammenstellt, der trotz nicht unproblematischer Vertragssituationen und schmerzhafter Abgänge eine realistische Chance auf eine Playoff-Teilnahme besitzt. Anders ausgedrückt: Wenn man jetzt nicht handelt, ist nicht nur die laufende, sondern auch die kommende Saison eine verlorene.

  11. Zum Spiel möchte ich nichts sagen, da es einfach wenig bis nichts zu sagen gibt.

    Ich kann Sebastians Argumente bei Jiranek sehr gut verstehen, aber manchmal ist zu viel Glaube an sich selbst verkehrt. Zweifelslos hat er einen großen Verdienst rund um das Eishockey in Nürnberg und mit Wilson war er wohl das beste Manager/Trainer Gespann, das Nürnberg je hatte. Jedoch würde ich ihn nicht als „Pussy“ wahrnehmen wenn er jetzt sagt, dass er der Lage nicht gewachse ist, die Situation falsch eingeschätzt hat und jetzt einen Trainer holt. Das kann auch Stärke sein und würde so auch verhindern, dass viele Fans ihn als kompletten Buhmann hinstellen.
    Aktuell ist die Außenwirkung so, dass man gerade die letzten drei Jahre innerhalb von wenigen Monaten mit voller Kraft voraus wieder einreißt. Welche Lehren die Ice Tigers aber auch die Fans für die Saison 2019/20 ziehen werden bleibt weiterhin offen.

    Sollte man aber bereits mit potenziellen hochkarätigen Trainern verhandeln – wie von der Fanbasis gefordert – würde jetzt ein Schnellschuss als Interimstrainer für x-Monate auch wenig Sinn ergeben. Dann würde ich ehrlich gesagt eine offene Kommunikation nach außen hin fordern und könnte das dann auch nachvollziehen, wenn man sagt, man probiert nur noch unter die ersten 10 zu kommen.

    Ich kann auch mittlerweile die Rufe nach einer Handlung von TS nicht mehr nachvollziehen. Auch er hat begrenzte Mittel und wird diese als erfolgreicher Geschäftsmann eben auch abwägen einzusetzen. Klar mit Acton und Buck hat man sicherlich nicht die billigsten Spieler geholt jedoch darf man nicht den Fehler machen und von einem großen Goldtopf in Lauf ausgehen. Ziel von TS war es neben erfolgreichen Eishockey auch ein solides Finanzgebahren an den Tag zu legen. Wenn daran jetzt aktuell die Trainerfindung scheitert ist das eben so. Es wird Gründe geben, die Jiranek das bis zum Ende der Saison machen werden lassen – ob es richtig ist auch in den Punkten Verhandlungen und Scouting steht auf einem Papier und ob es das wert war im doppelten Sinne.

    Ob ich mir das Heimspiel am Sonntag gebe weiß ich noch nicht. Die Causa Ehliz hat mir gezeigt, dass manchmal etwas Abstand gut tut.

  12. Stefan W., ich dachte schon ich bin der einzige dem der Hinweis auf die 37,5h sauer aufstößt. Zu dem Thema folgendes:

    Es gibt eine Menge Menschen die mehr Stunden im Arbeitsvertrag stehen haben. Es gibt eine Menge Menschen die auch mal Überstunden machen müssen.
    Es gibt eine Menge Leute die sich vorstellen können, was es bedeutet sehr viel in einer (oder mehreren) Woche(n) zu arbeiten.

    Erfolg ergibt sich in der Regel nicht aus Arbeitsmenge, sondern aus der Arbeitsgüte. Viel tun bedeutet noch lange nicht, dass da automatisch Erfolg bei raus kommt.

    Nachdem es die eigene Entscheidung von MJ ist, beide Jobs auszufüllen, ist es seine Verantwortung. Und er muss sich am Ergebnis messen lassen. Und das Ergebnis ist aktuell richtig schlecht. Punkt. Aus. Ende.
    Niemand will ihn vom Denkmal stoßen. Die tollen Leistungen als Spieler und auch die guten Leistungen als Sportdirektor macht ihm doch keiner streitig.
    Nur diese Erfolgen sollten nicht dazu führen, dass jemand in einer anderen Aufgabe nicht bewertet wird. Man kann das aktuelle Ergebnis in der aktuellen Aufgabe bewerten. Das sollte man klar trennen.

    Wenn die Mannschaft aktuell in Rückstand gerät, ist das Spiel schon fast gelaufen. Entweder man lässt die Köpfe hängen (wie im eigentlich ordentlichen Spiel in Ingolstadt), man bekommt offensiv nichts mehr hin (in BHV), oder man nimmt zwar viele Schüsse aber erarbeitet sich keine wirklich 100%igen Torchancen heraus (wie gestern gegen die Wild Wings).
    Nach dem Rückstand waren das 25-14 Torschüsse. Sicher sind das mehr als der Gegner. Aber das war Schwenningen. Und NIT liegt zurück. Natürlich schießen die mehr auf das Schwenninger
    Tor. Schaut man sich die ShotMap an, sieht man allerdings auch viele Schüsse aus größerer Entfernung. Damit ist ein Torwart in der Form wie gestern Strahlmeier kaum zu überwinden (andere wahrscheinlich auch nicht).

    Wenn man sich fragt was fehlt: Bei einigen Spielern der letzte Wille. Das unbändige „wir wollen das drehen und gewinnen“ (das sieht man vorbildlich bei P. Reimer und noch ein paar wenigen).
    Und vor allem Geschwindigkeit. Bei einigen Spielern fehlt die sehr. Für mich wirkt die Mannschaft wie eine der langsameren der Liga.

    Natürlich weiß man nicht welche Worte zwischen Spielern gefallen sind. Unklar auch was vor der Situation zwischen Fox und Giliati in dem Getümmel vorgefallen ist. Das ist immer schwer von außen darüber zu urteilen.
    Ob Giliati ein weitere Sperre bekommen sollte, darüber sollen andere entscheiden. Aber ich frage mich auch, was das für eine Aktion ist, einen auf der Strafbank sitzenden Spieler zu provozieren? Die Handschuhe fallen zu lassen und dann einen Faustkampf haben zu wollen mit einem Spieler der schon auf der Strafbank sitzt…

    Zu den Themen Außenbild (leider schlecht), Zuschauer (wenn keine kommen ist auch kein Geld für einen Trainer da) und die zukünftigen Saisons (Planung durch Doppelbelastung MJ auch schwierig) haben die anderen Kommentatoren schon viel Gutes geschrieben.
    Das wird schwere Kost die nächsten Wochen… Und die Hoffnung auf Platz 10 ist kaum noch vorhanden…

  13. Der Hinweis auf die 37,5 Stunden Arbeitnehmer war absolut daneben…schreibt ja hier auch keiner von Gefälligkeitsjournalisten, denen offenbar jegliche Distanz zu den Verantwortlichen fehlt und die für ihre guten Sitzplätze keinen Eintritt zahlen (der 37,5 Stunden Arbeitnehmer zahlt für vergleichbare Plätze rund 900 Euro). An der Stelle würde mich auch mal ernsthaft interessieren, wer da immer so auf der Pressetribüne rumlungert. Wenn man mal überlegt, dass es in Nürnberg vielleicht 3-4 Journalisten gibt, die sich mehr oder weniger professionell mit den Ice Tigers beschäftigen.

  14. Hallo,

    ein sehr gelungener Artikel, der viele Probleme beim Namen nennt. Für mich persönlich war es gestern ein Offenbarungseid den die Mannschaft hier geleistet hat. Es war nie der Versuch erkennbar das Ruder rumzureißen. Für mich war gestern klar erkennbar, dass da keine Einheit auf dem Eis steht. Alle Reihen hätten vom Engagement so spielen müssen wie Kislinger, Alanov und Bassen. Das war leider nicht erkennbar. Zweikämpfe werden nicht geführt, Checks werden nicht gefahren und die mit Abstand schlechtesten Spieler stehen bei jeder wichtigen Situation auf dem Eis (Acton in Überzahl). Jetzt wäre der Trainer gefordert und nicht der Kumpel Jiranek. Man müsste mal ein Zeichen setzen und hätte gestern Grosse für z. B. Acton spielen lassen können (mir ist klar das Grosse Verteidiger und nicht Stürmer ist)! Stattdessen lässt man ihn auf der Bank versauern. Auch wenn wir Verletzte Spieler haben muss mal irgendwann eine Konsequenz aus den gezeigten „Leistungen“ resultieren. Aber da wird in jeder Situation der größte Fehleinkauf immer und immer wieder auf das Eis geschickt. Dass ist meiner Meinung nach der größte Fehler von Jiranek.

    Auch kann ich seine Aussage mit der „Pussy“ nicht verstehen. Wenn kein Geld für einen Trainer da ist, dann ist es halt so. Und dann ist es halt auch so, dass er den Trainerjob mitmacht, weil er muss. Trotzdem würde hier ein wenig Selbstreflektion nicht schaden, indem man nicht ständig versucht Ausreden für die Mannschaft in der Öffentlichkeit zu erfinden. Dann muss man halt mal Klartext sprechen und sagen wie es ist. Es sieht ja jeder Eishockey Zuschauer, dass eben nicht alle Spieler kämpfen und den unbedingten Willen zum Siegen zeigen. Deshalb gab es gestern auch zurecht Pfiffe. Denn wenn zumindest eine kämpfenden Einheit auf dem Eis stehen würde und alles geben würde, wäre der geneigte Zuschauer auch nicht so unzufrieden. Aber wenn die schlechtesten Spieler mit massiver Eiszeit für ihre Lustlosigkeit belohnt werden, schafft man Unmut, nicht nur auf den Rängen. Eine „Pussy“ ist man in meinen Augen eher, wenn man nicht in der Lage ist, sich seine eigenen Fehler einzugestehen.

    Und was unsere PR-Abteilung momentan treibt ist wirklich nur noch Traurig. Auch da merkt man, dass wir einfach von den etablierten Vereinen sehr weit weg sind.

    Ich frage mich wirklich, wie man nach diesen peinlichen Auftritten noch neue Spieler gewinnen willl, vor allem Deutsche. Momentan fährt man aufjedenfall mit voller Geschwindigkeit auf eine Mauer zu und merkt es nicht mal. Man sitzt hier auf einem viel zu hohem Roß und hat die Realität zur Fanbasis komplett verloren. Selbstdarsteller und „Schön-Redner“ mehr ist da nicht dahinter, viel heiße Luft um nichts.

    Zumindest hat man durch die genialen Auftritte den guten Ruf von Sandner und Gaudet wieder hergestellt. Wenigstens etwas.

  15. Der Kommentar von MJ zeigt, wie weit er sich in seine eigene Welt zurückgezogen hat. Jetzt sind alle böse Feinde die nicht auf seiner Seite sind. Er hat sich den Verein und letztlich auch Sabo genommen und für sein Ego benutzt. Mj der sportliche Leiter, der Trainer, der Chef von allen. Beim EHC Präsident, Chef der Trainer, trainiert und pushed seine Buben, ohne Rücksicht auf irgend einen. Schickt ihn zurück zum Nachwuchs. Die U20 wäre genau richtig. Kann er weiter aufs Eis,
    bei seiner Familie bleiben und wieder die liebe Legende, der Marddin sein.

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