Spiel 11: Leo in der dunklen Nacht

Foto: Thomas Hahn/Sportfoto Zink

Schafft es die FDP in den Landtag? Wie tief sinkt die SPD noch? Achja, da war ja auch noch ein Eishockeyspiel, über das man an diesem Sonntagabend reden kann. Genügend Themen gibt es nach diesem 3:4 der Ice Tigers gegen Krefeld ja.

Warm-Up

  • Zwei Verletzte weniger!
  • Wie sehr Tom Gilbert und Taylor Aronson den Ice Tigers gefehlt haben, sah man vom ersten Bully weg. Das Spiel aus der Defensive heraus war strukturierter, wild und unstrukturiert wurde es oft erst in der Offensive. Wie oft da ein Pass ungenau oder direkt zum Gegner gespielt wurde, war sehr auffällig.
  • Brandon Reid befand trotzdem, dass die Ice Tigers im ersten Drittel besser waren als seine Pinguine. „Sie hatten viel den Puck, hatten mehr Schüsse aufs Tor“, sagte er. „Im zweiten Drittel haben wir dann zu viele Strafen genommen, unser Penalty-Killing war aber gut. Im dritten Drittel hatten wir schöne Spielzüge. Und wenn man von einem 1:3 zurückkommt, ist es ein gutes Spiel für uns.“
  • 50 gute Minuten reichen nicht für einen Sieg. Eine gleichsam banale wie richtige Erkenntnis, für die wohl niemand in Nürnberg noch einmal eine Bestätigung gebraucht hätte. „Bis zur 50. Minute waren wir besser“, sagte auch Martin Jiranek. Was danach geschah, ärgerte Nürnbergs Trainer auch während und nach der Pressekonferenz noch. Als sein Kollege sprach, schaute er auf den weißen Tisch, die Gedanken schienen in seinem Kopf herumzuschwirren.
  • Als er seine Gedanken geordnet hatte, sprach er von den drei Dingen, die er seiner Mannschaft in der zweiten Drittelpause mit auf den Weg gegeben hatte: „Sie sollten keine Strafen verursachen, kein unnötiges Risiko an der blauen Linie gehen und die Scheibe immer tief bringen“, sagte der Trainer. „Leider haben sie alle drei Sachen trotzdem gemacht.“
  • Warum seine Spieler das taten, vermochte der Trainer nicht abschließend zu beurteilen, „der Kopf war ein bisschen müde“, glaubt er, „wir haben die falschen Entscheidungen im falschen Moment getroffen“.
  • Auf den Hinweis des Kollegen Jennemann, dass Martin Jiranek seine Mannschaft auch schon in Rouen vor den gefährlichen Pässen an der blauen Linie gewarnt hatte, geriet der auch etwas ins Zweifeln. „Ich weiß nicht, wie ich ‚Scheibe tief, kein Risiko‘ klarer sagen soll“, sagte er.
  • Für den Trainer ist diese Niederlage allerdings nicht auf „Leistungsprobleme“ zurückzuführen, die Mannschaft hätte ja lange Zeit gut gespielt und gekämpft. Viel lieber spricht der Trainer von „taktischen Fehlern“ – wie zielführend eine solche Wortklauberei ist, darf jeder selbst beurteilen.
  • Angesprochen auf die wichtige, stützende Rolle, die Tom Gilbert und Taylor Aronson einnahmen, antwortete Jiranek, dass jede Mannschaft dieser Liga Probleme bekäme, wenn man ihr drei ihrer besten Verteidiger entreiße. Ganz zufrieden war er natürlich nicht mit allem, „aber sie waren lange raus, es wird jetzt besser und besser“.
  • Shawn Lalonde leistet sich defensiv immer wieder Fehler. Irgendwo, so genau weiß ich es nicht mehr so spät am Abend, hatte ich letztens eine Diskussion gelesen, die sich um ihn drehte. Ihr dürft sie gerne hier in den Kommentaren fortführen.
  • Warum Leo Pföderl in der letzten Minute beim Sechs gegen Fünf nicht auf dem Eis war? „Ich habe mich entschieden, dass andere Spieler heute ein besseres Spiel hatten“, sagte der Trainer.
  • Mike Mieszkowski wird länger ausfallen, „einen Monat, sechs Wochen“, so genau wollte Martin Jiranek das nicht sagen. Ob etwas gerissen ist? „Jein. Das Knie ist verletzt.“
  • In den nächsten Tagen wird die Krankenliste nicht kürzer werden.

Das Spiel

13 Schüsse im ersten Drittel, so viele wie über die gesamte Spieldauer in Wolfsburg. Dort sprangen drei Tore raus, gegen Krefeld eines – das eine sehr gute Antwort auf das 0:1 50 Sekunden zuvor war. Ein schöner Pass von Phil Dupuis, ein etwas unplatzierter Schuss von Chad Bassen, eine gute Parade von Dimitri Pätzold, ein gut nachsetzender Bassen, etwas Hilfe des Innenpfostens – das 1:1 war kein wunderschöner Treffer, aber er schien den Ice Tigers Auftrieb zu geben. Milan Jurcina bewies Aufbauqualität und schickte die Offensive auf die Reise, man darf davon ausgehen, dass Brandon Buck den Puck genau dorthin haben wollte, wohin er auch geschossen hatte: zwischen Pätzolds Beinen hindurch. Das 3:1 war der Lohn für den arbeitenden Jason Bast, dann missachteten die Ice Tigers die Anweisungen ihres Trainers. 2:3 von Saponari, der zwar zuletzt mit dem Schlittschuh dran war, den Puck aber nicht aktiv gekickt hatte, 3:3 durch Pietta nach defensiver Konfusion, 3:4 nach einem Vier-auf-Zwei-Konter, bei dem nur vier Tiger auf dem Feld waren, weil irgendwer vergessen hatte, dass er eigentlich gerade mitspielen sollte. „Normalerweise gewinnen wir das Spiel, wenn wir alles richtig machen“, sagte der Trainer.

Der Moment

Der Arbeitstag in der Arena war eigentlich beendet. Diese Zeilen hier entstehen im heimischen Wohnzimmer, während gerade noch immer über die Bayern-Wahl und ihre Auswirkungen gesprochen wird. Doch als ich die letzten Treppenstufen in der Arena hinabsteige und in die dunkle Nacht entschwinden will, zwingt mich etwas, stehen zu bleiben. „Das war doch gerade Leos Stimme“, sagt etwas in meinem Hirn. Also umgedreht. Und tatsächlich: Leo Pföderl steht da, im schwarzen Anzug, er lächelt kurz, als einige junge Fans ein Bild mit ihm wollen. Als ich ihn anspreche, lacht er nicht mehr. Er habe ja sicherlich gelesen, die Bild-Zeitung, Berlin, und überhaupt, es wäre doch interessant zu wissen, wie es mit ihm weitergeht. „Das habe ich auch gelesen und 1000 Nachrichten bekommen“, sagt er darauf, man merkt, dass ihm die Situation unangenehm ist. Ansonsten möchte er sich, sagt er, seinem Trainer und Sportdirektor anschließen. Der hatte eine halbe Stunde vorher gesagt, Pföderl habe „Vertrag bis Saisonende. Wir machen keinen Kommentar zum Vertragsstand.“ Auf dem Weg zum Auto überholt einen schließlich Leo Pföderl auf dem Fahrrad. Zum Abschied ruft er einem zu: „Stellst es gleich ei?“. Hiermit erledigt.

Three Stars

Den wunderschönen Helm des Topscorers hat Jason Bast schon auf. Auch an diesem Sonntag hat er wieder getroffen, eine Nominierung in dieser Kategorie hat er sich aber nicht nur deshalb verdient. Er arbeitet, ist überall, harmoniert gut mit Brandon Buck und rechtfertigt seine Verpflichtung. Man kann den Ice Tigers einige Fehler in der letzten Zeit attestieren, das Bemühen um Bast war sicher keiner.

Wieder einmal ehrenvoll erwähnt: Marcus Weber. Die Lobeshymnen sind in den letzten Blogs oder im Artikel vor ein paar Tagen in den Nürnberger Nachrichten nachzulesen.

Tja. Und sonst? Tom Gilbert und Taylor Aronson dürfen sich den letzten Stern teilen. Einfach, weil sie wieder da sind. Weil ihre Rückkehr einen sichtbaren Einfluss auf das Spiel hatte. Und weil sie trotz fehlender Spielpraxis nicht negativ aufgefallen sind, „sie haben keinen Fehler gemacht, der zu Toren geführt hat“, wollte Martin Jiranek nochmal klarstellen.

Und sonst?

Falls sich jemand wundert, warum hier nur Stimmen von Martin Jiranek zu lesen sind: Das gehört so. Vier Journalisten standen mehr als zehn Minuten vor der geschlossenen weißen Kabinentür der Ice Tigers, sprechen wollte aber scheinbar niemand mit uns. Gegenüber den Kollegen von Franken Fernsehen hatten alle Spieler, die gefragt wurden, zuvor nur mit dem Kopf geschüttelt, als sie vom Eis gingen. Überraschend ist das nicht, eine solche Entwicklung ist schon seit einiger Zeit zu spüren. In den schweren Momenten übernimmt kaum jemand in der Mannschaft Verantwortung und stellt sich den, natürlich dann auch kritischen, Fragen der Medien. Souveränität sieht anders aus.

 

12 Kommentare in “Spiel 11: Leo in der dunklen Nacht

  1. Uff…
    An ein solches Spiel kann ich mich in den letzten drei Jahren (oder länger 🤔) nicht erinnern…aber vor ca. 12 Jahren kamen solche Spiele vor…sah das Hockey so „fahrig“ aus, allerdings mit wesentlich weniger Qualität (Buget) im Kader…der Gedanke gruselt mich, dass wir so etwas in Zukunft noch oft zu sehen bekommen…
    Jason Bast…stark bisher, nicht nur wegen seiner Scorerpunkte sondern vor allem weil er unermüdlich rackert und präsent ist…
    auch Brown und Buck laufen gut, haben aber mMn noch Luft nach oben…dagegen schauen unser Käpt’n Reimer und der Pföderl’s Leo (und er hat unterschrieben in Berlin, da wette ich alles drauf) richtig furchtbar auf dem Eis aus…
    …und für Dienstag…und die Zukunft…hoffe ich auf ein kleines Wunder…

  2. Wir haben nach dem Spiel noch etwas in der Fankneipe diskutiert. Aus der Diskussion ein paar Punkte:

    Buck hat einen Scoring-Streak von 6 Spielen. Er bringt viel Geschwindigkeit und hätte noch in die three-Stars gehört. Die BBB-Reihe ist übrigens die einzige Reihe, die Torgefahr ausstrahlt. Dafür aber fast bei jedem Wechsel.

    Krefeld hat gestern mit ihren Mitteln alles herausgeholt. Da stand eine Mannschaft auf dem Eis, wo jeder alles für den anderen gegeben hat. Das hat Respekt abgenötigt. Bei den Ice Tigers sah das nicht so aus. Nach dem 3:2 hätte man bedingungslosen Einsatz erwarten können, damit diese 3 wichtigen Punkte in Nürnberg bleiben. Einzelne Spieler bringen das, bei einigen sieht es anders aus. Und wenn man dann hört wie oft Jiranek betont, das in der Kabine was zusammen wächst, dann… Wir haben da Zweifel, denn sonst würde das auf dem Eis etwas anders aussehen.

    Und wenn wir beim Interims-Coach sind: Wir brauchen dringend einen Coach, der sich zu 100% um die Mannschaft auf dem Eis kümmert und einen 100%igen Sportdirektor, der die Weichen für die nächsten Jahre beim Team stellt. Der Verein sollte dringend einen Coach engagieren…

  3. Ich sehe da Problem der IceTigers mittlerweile an ganz anderer Position. Ab einem gewissen Punkt wird man diese Saison abhaken können (ich weiß nicht, wie weit dieser Punkt noch entfernt ist).

    Mir geht es da eher um die Zukunft der Mannschaft.

    Die Vergangenheit zeigt, dass mittelfristig nur die Mannschaften dauerhaft „oben“ spielen, die einen guten Stamm an deutschen Spielern haben. Und genau da klemmt es jetzt mehr denn je in Nürnberg.

    Ich denke, dass es für das alberne „Schweigegelübde“ rund um Pföderl keine zwei Meinungen gibt: Leo verlässt die IceTigers.

    Damit ist im Sturm, bis auf Patrick Reimer (dessen Stern auch langsam am sinken ist), kein überdurchschnittlicher deutscher Stürmer unter Vertrag für 19/20.
    Jason Bast hat nur noch dieses Jahr Vertrag, mal sehen, ob es gelingt den zu verlängern.
    Der „Rest“ an deutschen Stürmern ist leider „austauschbar“.
    In der Defensive sind Mebus, Bender und Weber gebunden, im Tor Treutle.

    Und genau hier beginnt die Krux: Überdurchschnittliche Deutsche werden nicht unterschreiben, bevor klar ist, wer zukünftig Headcoach bei den Ice Tigers ist. Und genau da wird es schwierig: Wenn es einen Coach auf dem Markt gäbe, dem man mittelfristig zutraut erfolgreich zu arbeiten, dann wäre der schon längst verpflichtet.
    Jiranek muss bei dieser Personalie dringend Klarheit schaffen (auch wenn der Neue dann erst im August kommt), ansonsten ist absehbar, dass die Mannschaft im Mittelmaß versinkt.

  4. Auch ich sehe den Verein am Scheideweg. Wie schnell es doch geht? Euphorie oder vielleicht Besoffenheit von CHL, „große Ehre“ Spengler-Cup. Und nun? Rapide sinkende Zuschauerzahlen, Heimspiele, die selbst bei deutlichem Vorsprung weder gewonnen werden. Das Prunkstück Defensive mittlerweile ein Hühnerhaufen.
    Inzwischen sind fast 25% der Saison gespielt. Beispiele von Mannschaften, die sich die Situation schön reden, sich eigentlich zu stark fühlen und auf irgendwelche „as-if“ Szenarien verweisen, und dann doch im Tabellenkeller bleiben, gibt es gerade im Eishockey einige (Augsburg letzte Saison?).
    Man sieht halt doch den Einfluss von Trainern: Berlin hat Probleme nach dem Weggang von Krupp, Wolfsburg und Mannheim und Pavel Gross, da erspare ich mir weitere Erklärungen.
    Ich kann leider nicht sehen, was der Rausschmiss von Gaudet gebracht haben soll? Irgendwie hoffe ich, dass im background die Verpflichtung eines neuen Trainers unmittelbar bevorsteht. Diese „Unsitte“ im Eishockey, dass jeder Manager mal nebenbei auch Trainer sein kann, habe ich auch letztes Jahr bei Mitchell in Ingolstadt nicht verstanden. Ich hoffe inständig, dass die Ice Tigers von ihrer kruden Haltung, Martin Jiranek kann ALLES in diesem Verein, abkommen.

  5. Zum Spiel nur soviel: Keine Frage, nach einer 3:1-Führung und bis dahin ordentlichen Leistung darf man sich die drei Punkte nicht mehr nehmen lassen. Einer intakten, funktionierenden Mannschaft wäre das aber auch nie und nimmer passiert. Wo dieses fragile Gebilde heute ohne „BBB“ stünde, mag man sich gar nicht ausmalen.

    Zur Lage der Nation: Ich gebe Klaus absolut recht. Das Beispiel Pföderl zeigt doch schön auf, wo die eigentlichen Probleme liegen. Gute (insbesondere deutsche) Spieler lassen sich nur verpflichten, wenn man ihnen eine klare Perspektive aufzeigen kann. Das heißt v.a.: Wer wird mein Trainer? Wer ist Sportdirektor, wer stellt also den Kader zusammen? Für welche Spielphilosophie steht der Verein? Kann ich mich in diesem Umfeld weiterentwickeln (in Richtung Nationalmannschaft, Nordamerika etc.)? Und nicht zuletzt: Wie groß sind meine Chancen, hier Meister zu werden? Die finanzielle Komponente lasse ich bewusst außen vor, das ist m.E. oftmals gar nicht das Hauptkriterium (ohnehin fahren die Topverdiener in Nürnberg nicht schlechter als in München, Berlin oder Mannheim, auch wenn gerne mal tiefgestapelt wird).
    Die Antworten auf all diese Fragen lassen sich momentan im Fall der Ice Tigers überhaupt nicht prognostizieren; die Rahmenbedingungen für Vertragsverhandlungen sind also denkbar ungünstig. Die Organisation befindet sich derzeit in einer gefährlichen Phase, in der man vieles, was in den letzten Jahren erarbeitet wurde, auf und neben dem Eis zu verspielen droht. Leider scheint es niemanden zu geben, der das realisiert und einerseits sportlich und andererseits im Management ordnend eingreift. Traut man Jiranek, der bei der letzten Trainerwahl ja nicht zum ersten Mal mit Ansage ins Klo gegriffen hat, solche wegweisenden Entscheidungen, zudem noch in dieser unsäglichen Doppelfunktion, zu? Ist er so ehrlich zu sich selbst, um zu erkennen, dass er Trainer einfach nicht kann? Wem gegenüber ist er eigentlich berichtspflichtig, wer überprüft seine Entscheidungen?
    Es wird höchste Zeit, Antworten auf diese Fragen zu finden, sonst werden die Ice Tigers auf absehbare Zeit kein Spitzenteam der DEL mehr sein.

  6. Bedenkliche Entwicklung! Nach der sehr ordentlichen Leistung in Straubing war ich eigentlich zuversichtlich, dass nun die Wende eingeleitet wurde. Dann gab es allerdings den peinlichen Auftritt in Rouen. Die mitgereisten Fans, Thomas Sabo und sicherlich auch die Trainer muss das stark getroffen haben. Am Freitag dann ein äußerst glücklicher Sieg gegen ebenfalls schwache Wolfsburger. Gestern ein weiterer Tiefschlag gegen ein Team, dass im Rahmen seiner Möglichkeiten spielte, also keineswegs überragend.
    Bei aller berechtigter Kritik an Gaudet, die sicher auch folgerichtig zur Entlassung führte: Er alleine ist nicht Schuld an der Misere! Da müssen sich einige Spieler selbst hinterfragen!
    Ich stimme zu, dass möglichst bald ein neuer Trainer verpflichtet werden sollte. Man muss sich allerdings im Klaren darüber sein, dass das beinahe schon die letzte noch vorhandene Patrone ist. Sprich, diese Verpflichtung muss passen! Was die Sache natürlich nicht einfach macht ..

    Noch einige Bemerkungen zum BLOG.
    Jason Bast ist sicher eine gute Verpflichtung, keine Frage. Man sollte ihn allerdings darauf hinweisen, dass man bei einem 2-auf-1-Konter auch ruhig mal auf den besser postierten Mitspieler passen könnte. War gestern zweimal zu sehen.
    Die Aussage vom Leo kann man eigentlich nur so interpretieren, dass er ab der nächsten Saison nicht mehr für die Ice Tigers spielen wird. Die Geheimnistuerei nervt!
    In diesem Zusammenhang bemerkenswert:
    Lt. Aussage von Jiranek lag Pföderl ein (sehr wahrscheinlich nicht soo schlechtes) Angebot der Ice Tigers vor, welches er hätte akzeptieren können, oder auch nicht. Vertragspoker ausgeschlossen!
    Dagegen die Verlängerung mit Ehliz letzte Saison. Das war Chefsache. Herr Sabo persönlich hat sich der Sache angenommen.
    Das hört sich zumindest anders an, was die Wertschätzung eines Spielers anbelangt. Oder wie liefen die Verhandlungen mit Pföderl?

  7. eines vorne weg: ich war aufgrund Wahl und des Wetters nicht in der Arena.
    Aber die Kommentare hier zeigen eigentlich ganz gut auf, dass sich seit dem Abgang Wilsons einiges geändert hat und zwar nach außen hin. Es wirkt nicht mehr wie eine geschlossene Mannschaft, die immer bereit ist alles zu geben und auch die Causa Pföderl wird unglücklich behandelt – in wie weit da der Kenntnisstand der IT lässt sich nur erahnen. Aktuell wirkt die Außenwirkung so, als steht man bald wieder in der Zeit vor Wilson. Das stimmt bedenktlich und sollte auch Sabo und MJ zum Nachdenken anregen, sonst haben wir bald nur noch Spiele der Marke „Dienstagabend gegen Duisburg“ in der Arena was das Feeling betrifft.

  8. Servus miteinander,
    zum Spiel von gestern ist eigentlich alles gesagt.
    Wenn wir morgen auch noch das Spiel gegen Rouen verlieren dann bin ich gespannt was passiert.
    Wie wird Herr Sabo reagieren????
    Zum Thema Pföderl bin ich auch der Meinung der Verein sollte klar Stellung beziehen und nicht das Problem totschweigen. Damit wird nur eine weitere Baustelle aufgemacht die Unruhe schafft.
    Möchte eigentlich nicht einzelne Spieler kritisieren aber mich würde wirklich interessieren warum bei Acton nichts funktioniert.

  9. In der Saison waren lauter seltsame Entscheidungen dabei, wo natürlich als Außenstehender schwer nachvollziehbar waren. Es fing an mit Sandner für den unser W. G. kam. Schon komisch wenn ein Moderator zumindest wurde er in der Öffentlichkeit so wahrgenommen die Geschäftsstelle übernimmt. Anschließend ging Wilson und man holte Gaudet, bei dem eigentlich klar war was man bekommt. Jetzt das Geeier um Pföderl. Jiranek mit einer Doppelfunktion, wobei ja die eine Funktion schon nicht so richtig klappte. Dazu wird alles nur schön geredet. Keiner spricht mal klar die Fehler an. Der Auftritt im letzten Drittel hätte auch mal eine Entschuldigung an die Fans nötig gehabt. Man bräuchte jetzt mal einen Trainer der richtig durchgreift. Die Aussendarstellung wirkt auch äußert unprofessionell im Moment. Irgendwie fehlen mir da die Leute mit einer eigenen Meinung zumindest wirkt es auf mich so.

  10. Ich sehe die Saison erst als gebraucht an, wenn wir mit voller Kapelle ähnlich schlecht aussehen wie aktuell.

    Deutsche Spitzenspieler werden wir nicht bekommen, man muss sich wieder um Spieler mit Perspektive bemühen, wie es Leo und Yasin waren. Umso unverständlicher ist für mich die Wahl der Kooperationspartner in den letzten Jahren….

    Oder man wählt den Weg vom Bremerhaven. Fakt ist, wir haben dringenden Bedarf bei den deutschen Positionen im Kader.

  11. Uff…
    An ein solches Spiel kann ich mich in den letzten drei Jahren (oder länger 🤔) nicht erinnern….aber vor ca. 12 Jahren kamen solche Spiele vor…sah das Spiel so „fahrig“ aus, allerdings mit wesentlich weniger Qualität (Budget) im Kader…der Gedanke gruselt mich, dass wir so etwas in Zukunft noch oft zu sehen bekommen…
    Jason Bast…stark bisher, nicht nur wegen seiner Scorerpunkte sondern weil er unermüdlich rackert und präsent ist…
    auch Brown und Buck laufen gut, haben aber mMn noch Luft nach oben…dagegen sehen unser Käpt’n Reimer und der Pföderl’s Leo (und er hat unterschrieben in Berlin, da Wette ich alles darauf)
    richtig furchtbar auf dem Eis aus…
    …und für Dienstag…und die Zukunft…hoffe ich auf ein Wunder…

  12. Hallo,

    keiner ist glücklich darüber, wie es grad läuft.
    Aber der Abgesang hier ist schon echt wieder typisch Nürnberg 😉

    Wenn wir gestern das letzte Dritter nicht vergeigt hätten und morgen gegen die Dragons gewinnen wären wir im Achtelfinale der CHL und hätten ein 5 Punkte WE eingefahren.
    Haben wir (noch) nicht weil wir 15 Minuten mies gespielt haben. Aber die ersten 40, 45 waren deutlich besser als vieles andere in der Saison und ein Schritt auf dem Weg nach vorn.

    Und warum sollte bei einem möglichen Wechsel von Pföderl gelogen werden? Er selbst sagt nix, was hätten die Tigers davon, nix zu sagen? Wahrscheinlich ist, er braucht noch Zeit für die Entscheidung. Berlin hat geboten, wie alle anderen. so what?

    Sollte Yasin wieder aus der AHL (in der er aktuell nicht mal spielt) kommen und Pföderl bleiben, werden wir 2020 sicher Meister. Wenn nicht steigen wir ab. Oder irgend was dazwischen 😉

    Ceep calm und morgen geht’s ins Achtelfinale!

    Gruß
    Stefan

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