Spiel sechs: Piechaczek, immer wieder Piechaczek

Es gibt nur wenig gute Gründe für einen Journalisten, den VIP-Bereich eines Eishockeyklubs aufzusuchen. Ein Exklusiv-Interview mit dem Mann, der diesem Klub seinen Namen und das Leben geschenkt hat, zählt definitiv dazu. Dass man auf dem Rückweg im Vorbeigehen noch Kinder beobachten kann, die ihre Väter jetzt wieder rasiert und länger für sich haben, die sich von ausbleibenden Pfiffen und fatalem Schiedsrichterstellungsspiel die Laune nicht verderben lassen, die heute Abend wahrscheinlich die Tränen ihrer Väter getrocknet haben, und die nur nebenbei den seltsamen Namen eines deutschen Schiedsrichters gelernt haben, den sie für immer mit hässlichen, ihnen verbotenen Wörter in Verbindung bringen werden, war ebenfalls bereichernd. Diese Kinder (und, tatsächlich, Thomas Sabo) haben einen wieder daran erinnert, was man niemals allzu lange vergessen sollte: Es gibt wichtigeres als Eishockey. Zum Beispiel, dass Kinder und Jugendliche gesund und lachend aus einem Bus steigen. Zum Beispiel: Fairness, Respekt und Integrität. Für den vorerst letzten Blog-Eintrag vor dem ersten Champions League-Spiel muss das ja nicht alles gelten.

Warm-up

  • Die Eisbären Berlin stehen verdient im Finale (der Forecheck war gnadenlos, Aubry in Topform, die Verteidigung stets gefährlich). Sie haben es allerdings nicht verdient, dass ihre Leistung in diesen sechs Halbfinalspielen durch die ständige Erwähnung von gravierenden Schiedsrichterfehlleistungen herabgewürdigt wird. Diese spektakuläre Halbfinalserie wiederum hätte die ultimative dramatische Zuspitzung in einem siebten Spiel am Dienstag in Berlin verdient.
  • An alle jene Fans aus Ingolstadt, Iserlohn und woauchimmer, die Thomas Sabo in Unkenntnis der Strukturen hinter ihren eigenen Klubs mit großer Inbrunst beleidigt haben: Spart Euch die Häme, denkt ein wenig nach und gesteht euch ein, dass Ihr froh wärt, wenn ein solcher Mann eure Mannschaft unterstützen würdet.
  • Und an die Fans der Ice Tigers die letzte Antwort aus einem Interview, das in der Montagsausgabe der Nürnberger Nachrichten veröffentlicht wird (erhältlich beim Totholzhändler Eures Vertrauens):

  • Die Einnahmen aus den Playoffs sind auch für die Thomas Sabo Ice Tigers überlebenswichtig. Den Humboldt Broncos 10.000 Euro aus den Einnahmen eines Playoff-Heimspiels zu spenden, ist ein Zeichen für die Verbundenheit der viel beschworenen Eishockey-Familie – und glücklicherweise ist es nur eines von vielen, vielen wunderbaren Beispielen für die Anteilnahme. Weiter will ich gar nicht auf die Tragödie von Tisdale eingehen. Ich habe heute schon zu viele berührende Artikel über die Broncos lesen müssen, zum Beispiel diesen hier. Was dort mitten im Nichts geschehen ist, bleibt trotzdem unbeschreiblich traurig. „Wir alle“, sagte Connor McDavid am Tag danach, „saßen in diesem Bus.“ McDavid hat die Zeit der Busreisen längst hinter sich gelassen. Aber er hat Recht. Genauso fühlt sich das an.
  • Angeschlagen waren sie wohl alle, sowohl die Eisbären als auch die Ice Tigers. Eine zwangsläufige Begleiterscheinung von Playoffs, man muss sich dazu nur Patrick Köppchens Gesicht vorstellen. Brett Festerling, Tom Gilbert, John Mitchell, Leo Pföderl und Oliver Mebus spielten trotz ernsthafter Verletzungen. Dass Wilson dabei Köppchen nicht aufgezählt hatte, zeigt, dass diese fünf Spieler tatsächlich ernsthaft verletzte waren. „Sie sind Krieger, sie haben sich durchgekämpft. Sie haben so viel gegeben. Ich bin stolz auf sie.“
  • Patrick Reimer wollte nichts mehr sagen. Das ist neu, selbst nach der Halbfinalserie 2017 gegen Wolfsburg hat er gesprochen und später immer wieder gesagt, wie sehr ihn dieses Aus belastet hatte. Diesmal hatte er noch keine Lust, eine Antwort auf die Frage zu finden, wie es sein kann, dass er, einer der erfolgreichsten Torjäger der DEL-Geschichte, der Schütze des Verlängerungstreffers gegen Schweden, in elf Playoff-Spielen bei 34 Schüssen ohne Torerfolg hat bleiben können. Sehr wahrscheinlich kann er sich das selbst nicht erklären. Reimer hat noch einmal wie besessen gespielt, für ihn ist das nur kein empfehlenswerter Zustand. Schon in den Tagen zuvor wurde sein Gesichtsausdruck mit jedem weiteren Spiel ohne Tor verbissener, seine Checks wurden unsauberer, seine Reaktionen auf Körperkontakt frustrierter und unkontrollierter. In der 38. Minute hätte er im Alleingang für die Vorentscheidung sorgen können. Im Gegenzug fiel das 2:2. Und trotzdem: Ob seiner Arbeit in der Defensive, ob seines Unterzahlverhaltens und seiner Pässe war er trotzdem wertvoll – unabhängig davon, dass er diese Mannschaft positiv geprägt hat wie sonst nur Rob Wilson. Reimer ist ein halbes Jahr jünger als Christian Ehrhoff. (Achtung, was jetzt folgt, ist reine Spekulation) Man kann nur hoffen, dass ihn der deutsche Fahnenträger bei der Schlussfeier in Pyeongchang nicht allzu sehr inspiriert hat. Reimer hat noch viel zu viel Eishockey in sich.
  • Die Diskussion zur Stimmung ist albern und unseriös, weil derjenige, der direkt neben einem Trommler steht, immer von dem Lärm schwärmen wird – auch wenn sich ansonsten niemand in Arena aufhält. Von der Pressetribüne aus war es ein Erlebnis diese Playoffs in Nürnberg verfolgen zu dürfen. Nahezu jedes Spiel wurde durchgesungen. Bis auf das erste Viertelfinalspiel gegen Köln waren alle Spiele ausverkauft. Nürnberg kann auch eine Eishockeystadt sein.
  • Zur Saison 2018/2019: Man darf davon ausgehen, dass die meisten der Spekulationen rund um die Ice Tigers zutreffen. Sportdirektor Martin Jiranek hat zudem ein neues Kriterium festgelegt: Die Nachnamen neuer Spieler Spieler müssen mit einem B beginnen. Dazu wird der Kader aufgrund der Champions Hockey League (CHL)-Qualifikation noch ein wenig tiefer werden. Tiefer, nicht fieser. Die Verpflichtung des Punks aus Mississauga („Punk“ soll hier allein die Bedeutung haben, die diesem Wort im konservativen nordamerikanischen Eishockey-Sprachgebrauch zugedacht wird und bezieht sich nicht auf Musik und/oder Lebenseinstellung) wird glücklicherweise ein anderer Manager rechtfertigen müssen.
  • Termine, die man bei der kurzfristigen Urlaubsplanung unbedingt berücksichtigen sollte: 13. Mai Auslosung der CHL-Gruppen, 30./31. August erstes CHL-Spiel, 1./2. September zweites CHL-Spiel, 6./7. September drittes CHL-Spiel, 8./9. September viertes CHL-Spiel, 9./10. September fünftes CHL-Spiel, 16./17. Oktober sechstes und letztes CHL-Gruppenspiel.
  • Wunschgruppe für die CHL: Skellefteå AIK, Cardiff Devils und SC Bern.

Die Rückhand Gottes

Steven Reinprecht hatte die letzte Chance, die Saison seiner Thomas Sabo Ice Tigers um zumindest ein Spiel in Berlin zu verlängern. Er stand beim letzten Bully der Saison auf dem Eis, hat Philippe Dupuis im Übereifer ein letztes Mal besprungen, hat ein letztes Mal den Puck an der Bande erarbeitet. Und er hat ein letztes Mal den Kopf hängen lassen. Man hätte diesem Mann, der in einem anderen, vergangenen Eishockey-Leben schüchtern an einem Tisch zwischen mit Ray Bourque und Rob Blake Platz genommen hatte, der wenig später den Stanley Cup in die Höhe gestemmt hat, der bis zuletzt mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren ist und dessen Rückhandschuss bis zuletzt von keinem DEL-Goalie hatte gelesen werden können, man hätte diesem großen Spieler einen spektakuläreren Abschied gewünscht. Die Konsequenz aus seiner Entscheidung, es bei drei Halbfinalteilnahmen und einem Scoring-Titel in der DEL zu belassen, ist allerdings klar: Die Nummer 28 hätte ja schon nach dem Abschied von Sergej Bautin, spätestens aber nach dem Ende von Björn Nords einziger Saison als Ice Tiger unter das Hallendach gezogen werden müssen.

Just kidding.

Ernsthaft: Es war ein Vergnügen, diesem Spieler selbst an seinen schlechten Tagen beim Eishockey spielen zusehen zu dürfen. Vor seiner Rückenoperation war Reinprecht auch im Alter von 41 Jahren eine Klasse für sich (dass man allein dem ein Jahr jüngeren Keith Aucoin diese Klasse zugestehen darf, ist allerdings keine Auszeichnung für die DEL). Nach seiner Rückenoperation hat er selbst in den Playoffs noch Gegenspieler genarrt, die seine Söhne hätten sein können. Halbfinalspiel drei war sein letztes großes Spiel für die Ice Tigers, dass er in der Verlängerung seine große Chance nicht hatte nutzen können, macht ihn zu einem der tragischen Helden des Nürnberger Jahrgangs von 2018.

Reinprecht war bereits 36 Jahre alt, als er das erste Mal das Trikot der Ice Tigers getragen hat. Es folgten weitere 335 Spiele in der DEL, 117 Tore und 229 Vorlagen. Mit 346 Punkten reiht er sich in der ewigen Scorerliste vorerst hinter Martin Jiranek und Patrick Reimer ein, Yasin Ehliz wird irgendwann an ihm vorbeiziehen, im besten Falle auch Leo Pföderl. In der Liste derer, die den Klub geprägt haben, aber steht er bereits in einer Reihe mit Martin Müller, Paul Geddes und Martin Jiranek. Die 28 darf in Nürnberg also nicht mehr vergeben werden. Welch großartiger Auftakt zum ersten Spiel in der Champions Hockey League wäre es, stünde Reinprecht neben seiner Frau und seinen drei Kindern auf dem Eis, um seinem Trikot auf dem Weg unter das Arena-Dach hinterher zu blicken.

Irgendwann kommt dann noch die Nummer 17 hinzu.

Das Spiel

Mag sein, dass es Kollegen gibt, die in der Lage sind, dieses Spiel zu beschreiben, ohne auf die Leistung von Daniel Piechaczek und André Schrader einzugehen. Ich kann es nicht. Piechaczek und Schrader haben das Geschehen von der ersten Minute an geprägt – ohne auf die einzelnen Szenen einzugehen: ein vernichtenderes Urteil kann man über eine Schiedsrichterleistung kaum fällen. Die Eisbären sind mit der Lockerheit einer 3:2-Serienführung in dieses Spiel sechs gegangen. Sie mussten nicht diszipliniert spielen, sie konnten ausprobieren, wie weit sie gehen konnten. Und Piechazcek und Schrader ließen sie sehr, sehr weit gehen. Ich sehe schon die Mimimi-Memes als Antwort auf diesen letzten Eintrag vor dem Sommer, aber natürlich haben schon die ersten zehn Minuten dieses Spiel geprägt. Exemplarisch der gut sichtbare Crosscheck von Sean Backman in David Steckels Hüfte, keine Strafe, im Gegenzug lässt Niklas Treutle den Schuss von Frank Hördler durchrutschen. Jener Hördler, der da bereits hätte nicht mehr mitspielen dürfen. Die Ice Tigers haben nach dem 1:1 nicht mehr zurück ins Spiel gefunden. Gilberts Präzision und Ruhe fehlten im Aufbau, Fox‘ Ideen und Schüsse in der Offensive. David Steckels Strafe war korrekt und half den Ice Tigers wieder ins Spiel zu kommen. Nach Leo Pföderls erneutem Führungstreffer dauerte es aber nur 190 Sekunden und Berlin hatte ausgeglichen. Jamie MacQueens Schuss war sehr unglücklich verdeckt, kein Vorwurf an Treutle. Im Schlussabschnitt fehlte den Ice Tigers ohne den kranken Marcus Weber, Steckel, Gilbert und Fox die Kraft, um mutig zu sein. John Mitchell und zweimal Leo Pföderl hatten noch einmal beste Chancen. Dann stellte sich Daniel Piechaczek in den Weg.

Der Moment

Es wird wirklich schwer. Ich werde Euch nicht anlügen. Es wird wirklich schwer, dieses Spiel zu verarbeiten. Das wird nicht Tage oder Wochen dauern, um dieses Spiel zu verarbeiten, werde ich Monate brauchen.“ Man kann nur hoffen, dass es Lars Brüggemann, Daniel Piechaczek und André Schrader genau so gehen wird. Klar, Fehler sind menschlich. Und Daniel Piechaczek wird sich Taylor Aronson doch hoffentlich nicht absichtlich in den Weg gestellt haben. Aber wäre Deutschlands vermeintlich bester Schiedsrichter der letzten Jahre dort gestanden, wo er hätte stehen müssen (irgendwo anders als zwischen Nick Petersen und Aronson), dann wäre auch dieses 3:2 für die Eisbären nicht gefallen. Zu der Geschichte der unseligen Beziehung zwischen Piechaczek und den Ice Tigers passte diese Szene: Benoit Laporte hatte schon vor zehn Jahren behauptet, dass die Ice Tigers kein Spiel unter der Leitung von Piechaczek ohne Spieldauerdisziplinarstrafe überstünden (eine umfangreiche Recherche hatte das damals nicht bestätigt). Piechaczek aber war am 10:9 der Ice Tigers am 9. September 2007 in Iserlohn beteiltigt (Spieldauer sowohl gegen Brennan als auch gegen Fical). Es war unzweifelhaft Piechaczek, der 23. März 2014 in Minute 70 des vierten Viertelfinalspiels zwischen den Ice Tigers und dem EHC Wolfsburg auf Tor für Norm Milley entschieden hatte (obwohl es Tyler Haskins’…, naja, Ihr wisst‘ schon). Und es war eben erneut Piechaczek, der den Ice Tigers an diesem 8. April 2018 nach 50 Sekunden fünf Minuten im Power-Play verweigerte, indem er den Kniecheck (Regel 153 II: A skater who injures or recklessly endangers an opponent by kneeing will be assessed a major penalty and automatic game-misconduct penalty or match penalty) von James Sheppard als Beinstellen wertete. Es war Piechaczek, der Frank Hördlers Check gegen den Kopf von Tom Gilbert und den Cross-Check Backmans gegen David Steckel übersah. Es war Schrader, der den hohen Stock Hördlers in Brandon Segals Gesicht übersah. Und es waren Piechaczek und Schrader, die im Laufe des Spiels nach vermeintlich kniffligen Entscheidungen immer wieder unsicher in die erste Reihe der Pressetribüne emporblickten, dorthin, wo Lars Brüggemann von Männern mit Schaum vor den Mündern immer wieder unflätigst beschimpft wurde (ein würdeloses Schauspiel). Vor den Playoffs hatte Brüggemann im Eismeister-Podcast als Leiter des Schiedsrichterwesens davon gesprochen, dass auch die Schiedsrichter nach dem Leistungsprinzip besetzt werden. Stimmt das, wird man Piechaczek und Schrader in der Finalserie nicht mehr sehen. Mit seiner letzten Aktion hat es Piechaczek immerhin geschafft, dass man in Nürnberg bei der Erwähnung seines Namens nicht zwangsläufig an Haskins‘ Schlittschuhtor denken wird. Man wird an die Szene erinnern, in der Schiedsrichter Piechaczek dem Spieler Piechaczek zwei Minuten wegen Behinderung hätte geben müssen. Die Schiedsrichter haben das Spiel nicht entschieden, so wird es formuliert, wenn der Autor eigentlich schreiben will, dass die Schiedsrichter das Spiel sehr wohl entschieden haben. Diesmal aber hat Piechaczek erneut ein Spiel zu Ungunsten der Ice Tigers entschieden. Anders kann man es nicht ausdrücken.

Three Stars

Sollte sich Oliver Mebus schnell wieder erholen, muss er mit zur WM nach Dänemark. Er muss einfach. Yannic Seidenberg hat in den Playoffs seine Ausnahmestellung in der DEL ein weiteres Mal beweisen. Frank Hördler war Berlins MVP der Halbfinalserie, danach aber darf man Mebus derzeit bereits als besten deutschen DEL-Verteidiger bezeichnen. Vor allem aber scheint seine Entwicklung noch immer nicht abgeschlossen zu sein. Noch ein letztes Mal war er auch in diesem sechsten Playoff-Spiel omnipräsent.

Brandon Segal hat ebenfalls wie besessen gespielt – allerdings auf diese gute Weise besessen. Er hat seinen Vertrag um eine weitere Saison verlängert. Auf Twitter hat jemand (Sorry, ich finde den Tweet gerade nicht) gefordert, Segal zum nächsten Kapitän zu machen. Guter Vorschlag.

Und Patrick Köppchen muss ebenfalls noch einmal erwähnt werden. Wahrscheinlich hat Köppchen nur einer noch einmal solche Playoffs zugetraut: Köppchen selbst. Der Berliner hat sich mit einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit untergeordnet, er hat sich geopfert, er hat angetrieben, getroffen, vorbereitet, gecheckt und dann hat er sich verabschiedet. Ein weiterer ganz großer DEL-Profi.

Das Playoff-Monster

Zwölf Spiele, zehn Treffer, sechs Vorlagen. Mehr muss man nicht schreiben. Außer das vielleicht noch:

Und sonst?

War es eine gute Saison: Von zwei Parkscheinen hat die Sportredaktion der Nürnberger Nachrichten keinen verloren. KEINEN, das ist ein neuer Saisonrekord. Die Kommentatoren haben das Niveau dieses Blogs noch einmal gesteigert (vielen Dank dafür). Michael Fischer und Sebastian Gloser dürfen sich die Calder-Trophy für die besten Rookies des Jahres teilen. Auch durch die Erfolge der Ice Tigers habe ich in den letzten zwei Wochen noch einmal mehr als 100 Twitter-Follower hinzugewonnen (ich finde ja, dass Bots und Fake-Profile völlig zu Unrecht verteufelt werden).

Es ist erfreulich, dass das DEL-Eishockey abseits des Eises mit Basti Schwele und Rick Goldmann Stars entwickelt hat, die es zumindest bis zum olympischen Halbfinale nicht hatte. Noch erfreulicher ist, dass mit Christoph Fetzer ein weiterer famoser Kommentator hinzugekommen ist. Sein Podcast mit Patrick Ehelechner ist ebenso bereichernd wie der Podcast der Shorthanded News.

Abschließend gilt der letzte Dank ein weiteres Mal Roman Horlamus, den nicht nur Rob Wilson als besten Pressesprecher der DEL bezeichnet.

Genießt den Sommer.

26 Kommentare in “Spiel sechs: Piechaczek, immer wieder Piechaczek

  1. Berlin war in vier oder fünf Spielen das bessere Team, das muss man anerkennen. Das allein hat ihnen allerdings nicht gereicht, um das Finale zu erreichen. Alles weitere wurde im Blog und auch in der NN-Printausgabe dargelegt und Bedarf keiner weiteren Kommentierung.
    Hat wieder Spaß gemacht, den Blog zu lesen und diverse Kommentare zu hinterlassen. Bis demnächst!

  2. Bravo und Amen!
    Schöne Sommerpause für Sie Herr Böhm und alle Fans dieses wunderbaren Klubs!

  3. Auch wenn das erneute Aus im Halbfinale schmerzt sind darin zwei positive Aspekte zu finden:

    1. Die Ice Tigers sind nicht gegen Wolfsburg ausgeschieden, welches seinen Charakter in der kommenden Saison neu zu definieren haben wird.

    2. Es ist ganz klar eine weitere Steigerung der Teamleistungen im Vergleich mit der Saison 16/17 zu attestieren. Diese Steigerung ist ebenfalls in den Leistungen des Teams „7. Mann“ klar feststellbar.

    Die Reise geht weiter – es gibt berechtigten Grund zur Begeisterung.

  4. Hallo,

    Spiel und Schiri-Leistung mag ich nicht kommentieren, bringt eh nix. Und das ist bei weitem deprimierende Fakt bei dieser HF – Serie als der verpasste Finaleinzug. Es gibt niemals Konsequenzen und wozu Tino Boos, der als DEL Offizieller mit Sohn im KEC-Fanschal auf der Tribüne sitzt, sein Geld bekommt, werde ich nie verstehen.

    Es war über alle 6 Spiele kein unverdienter Sieg der Bären. Aber Berlin hat es mit der Art und Weise des gestrigen Spiels geschafft, mich als Franken erstmalig im Leben dazu zu bringen einer Münchner Mannschaft die Daumen zu drücken. Soweit, so gut.

    Reinprecht wird uns fehlen. Wie jedem Team. Ich hoffe, unser Management wird schnell die 28 unters Dach ziehen. Verdient ist das auf jeden Fall.

    Zum Rest ist zu sagen: ein wirklich bemerkenswerter Jahrgang, der mir und ich denke den meisten Fans, viel Freude bereitet hat. Es war eine wirklich gute Saison des Teams.

    Gruß & schönen Sommer
    Stefan

  5. Dieser Ausgang ist schwer zu verschmerzen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir Nürnberger es immer besonders dramatisch zu ertragen haben. Diese Mannschaft hat so ein ausscheiden schon gleich gar nicht verdient. Der bittere Beigeschmack wird lange bleiben. Eine über 5 Spiele faire Serie endet mit einer taktischen Meisterleistung von Uwe Krupp, der brutalst darauf vertraut hat, dass Schiedsrichter in den Playoffs in den Anfangsminuten nicht knallhart durchgreifen. In den letzten Eishockey news gab es noch einen Kommentar, dass DEL und Schiedsrichter auf die Gesundheit der Spieler achten müssen. Und dann so etwas! Ich hoffe nur, dass die Verletzungen bei Fox und Gilbert nicht ganz so gravierend und langwierig sind. Und zu Brüggemann: leider hat seine erste Saison als Obmann rein gar nichts bewegt. Schlimme Schiedsrichterentscheidungen bei Fouls mit Verletzungsfolge gerade zu Ende der Saison.

  6. Toller Blog, Herr Böhm.
    Und auch genau die richtigen Worte bezüglich einzelner Protagonisten gefunden. Danke dafür.

    Aber im Gegensatz zu Norbert, bin ich der Meinung, dass Berlin in dieser Serie nicht besser war, sondern auch sehr viel mehr Scheibenglück hatte. Das Ausscheiden der Icetigers war äußerst unglücklich.

  7. Ich frage mich die ganze Zeit, wie lange ein Mann wie Thomas Sabo, der Jahr für Jahr Millionen in diesen Sport investiert, es sich gefallen lässt, dass Hobby-Schiedsrichter diese Investments in Gutsherren Art zerstören.
    An seiner Stelle würde ich auf die DEL zugehen und ganz klar artikulieren, dass man (mit allen Konsequenzen) nicht mehr unter der Leitung von Herrn Piechaczek antreten wird. Ich bin gespannt ob die Verwaltung in Neuss (und mehr als eine Verwaltung ist das ja nicht) es auf einen derartigen Konflikt ankommen lässt. Mein Gefühl sagt mir, dass Herr Sabo da den längeren Hebel (nämlich die Öffentlichkeit) besitzt.
    Und im gleichen Atemzug gehört dieser lächerliche „Maulkorb-Erlass“, der ein kritisieren von Schiedsrichtern durch Offizielle verbietet, abgeschafft. Jeder normale Arbeitnehmer muss mit Kritik leben, wenn er seine Leistung nicht bringt oder Ziele verfehlt. Das ist normal, genauso wie der Umgang mit so etwas. Die Leistungen der Reis werden doch nicht besser, nur weil man nicht darüber spricht …
    Aber leider haben Typen wie Piechaczek ja nichtmal die Größe sich nach so einer „Leistung“ hinzustellen und die eigenen Fehler einzuräumen. Es fehlt da einfach an der Basis.

    Und nur um das klar zu stellen: Herzlichen Glückwunsch nach Berlin, Euer Sieg geht in Ordnung. Meine Kritik richtet sich ausschließlich an das DEL Büro und die Schiedsrichter Leistung.

  8. Es wird zwar wieder einmal eine Weile dauern, bis der Zorn und die Enttäuschung verraucht sind, dennoch muss man heute schon konstatieren, dass die bessere Mannschaft verdient weitergekommen ist.
    Im Sinne des Sports hätte ich mir wenigstens eine andere, gerechtere Entscheidung ohne seltsame äußere Einflussnahmen gewünscht.

    Mit einer ausführlicheren Bewertung dieser Saison halte ich mich hier erstmal zurück; mein persönliches Fazit fällt jedenfalls trotz erneuter Halbfinalteilnahme und dem „Zuckerl“ Champions League zwiegespalten aus. In den vergangenen beiden Jahren habe ich mich definitiv besser unterhalten gefühlt und mich viel mehr mit der Spielweise identifizieren können. Das ist, zumindest soweit ich es in diversen Gesprächen mitbekommen habe, vielen Fans deutlich wichtiger als das reine Ergebnis oder eine Platzierung.

    Apropos gute Unterhaltung: Ich habe es genossen, Steven Reinprecht mehrere Jahre zusehen zu dürfen. Für mich auch im fortgeschrittenen Alter definitiv der beste Eishockeyspieler, der jemals das Nürnberger Trikot getragen hat. Und häufig sind es die wirklich Großen, die am wenigsten Aufhebens um sich machen.

    Ich bin auf das Gesicht der Ice Tigers 18/19 gespannt und hoffe, dass Martin Jiranek und Co. die Saison umfassend analysieren und daraus die richtigen Schlüsse bezüglich Kaderplanung und Spielphilosophie ziehen.

    Danke für den tollen Input hier im Blog und die angenehmen Diskussionen.

  9. Nicht viel Zeit, daher nur ein paar kurze Gedanken und Einschätzungen.

    – Thomas Sabo ist der emotionalste und authentischste Clubeigner der Nordhalbkugel (keine Ahnung, was in Afrika so los ist).

    – Danke, Steven Reinprecht. Es war mir stets ein inneres Blumenpflücken zusehen zu dürfen, mit welcher Leichtigkeit und welcher Klasse er den Puck behandelt. Ich bin über seinen Abschied sehr traurig, obwohl der Schritt natürlich zu erwarten war. Trikot unters Hallendach und die Nummer 28 sperren!

    – Fairness, Respekt und Integrität sind Grundlage (nicht nur) des Sports. Mit Fairness, Integrität und Respekt wird man den Titel in dieser Liga aber nicht gewinnen.

    – Es ist der Liga zu wünschen, dass sie endlich erkennt, welch massives Problem ihr Schiedsrichterwesen hat. Es ist ihr ebenso zu wünschen, dass sie die Souveränität findet, nicht jede Form von Kritik – und damit auch jede kritische Diskussion über Stärken und Schwächen der DEL – mit Disziplinarmaßnahmen abwürgen zu müssen.

    – Ich gestehe, dass ich gestern angesichts der Darbietung der vermeintlich Unparteiischen kurzzeitig zum Anhänger kruder Verschwörungstheorien wurde. Stichworte: bezahlt, Betrug, Anschutz.

    – Ich liebe diese Mannschaft. Mit so viel Kampf, Leidenschaft, Einsatz und Willen allen erdenklichen Widrigkeiten zu begegnen, verdient höchsten Respekt.

    – Das Nürnberger Publikum ist dabei, zu einem spielentscheidenden Faktor zu werden. Wer hätte das noch vor wenigen Jahren gedacht?

    – Star des Abends ist für mich (auch) der Twistman. Am Südausgang der Arena lief dieser nach dem Spiel zu Höchstform auf. Dem lässig vorbei schlendernden Jonas Müller gab er ein gehässiges „You aren’t hurt that bad, are you?“ mit auf den Weg. Müllers Schritte Richtung Bus beschleunigten sich. Mit Uwe Krupp lieferte sich Ronald McCool anschließend noch einen leidenschaftlichen Trashtalk. Eingeleitet wurde das Scharmützel mit einer fürsorglichen Frage nach dem Gemütszustand des Eisbären-Trainers („Hey Uwe, how does it feel to have some bad checking guys on your team?“)

    – Patrick Reimer und die Playoffs werden keine Freunde mehr. Zu viel Leidenschaft, zu viel Willen kann eben auch behindern. Es tut manchmal in der Seele weh, ihn während der Playoffs zu beobachten.

    – Berlin und Nürnberg sind zwei absolut gleichwertige Mannschaften. Die Schiedsrichter haben in dieser Serie eine tragend Rolle gespielt. Unverdient ist der Finaleinzug der Berliner dennoch nicht. Daher, Glückwunsch!

    – Es spricht für diesen Club, dass er einen Spieler wie Pinizzotto nicht in seinen Reihen haben will.

    – Ich plädiere stattdessen für die Verpflichtung von Mark Fraser. Ja, kein „B“, aber trotzdem.

    – Danke an all jene, die ihre Freizeit opfern und womöglich gelegentlich sogar ihre Familie vernachlässigen, um diesen Blog zu schreiben.

    – Bleibt eine letzte Frage: Gibt es wieder ein Zeugnis?

  10. Ein herzliches Dankeschön für die großartigen Blogs. Einfach Spitze.
    Ein herzliches Dankeschön an Steven Reinbrecht. Er wird uns unvergessen bleiben.
    Sein Trikot gehört unter das Dach der Arena.
    Ein herzliches Dankeschön an Thomas Sabo. Er hat durch sein Engagement Nürnberger Eishockey in Deutschland populär gemacht.
    Alles andere ist umfassend kommentiert.

  11. zu gestern will ich nichts mehr sagen, Sebastian bringt es wundervoll auf den Punkt. Ich hoffe aber, dass aus den diesjährigen Playoffs bei Sabo und Hopp sich etwas tut und man hier gezielt im Sommer arbeitet, dass sich auch da was ändert. Selbst mit Brüggemann im Backoffice war das wohl (gefühlt) die schlechteste Saison, was Refleistungen angeht.

    Mit dem diesjährigen Jahrgang der Ice Tigers kann man mehr als zufrieden sein. Mit Mebus und Weber haben zwei Spieler einen großen Schritt nach vorne gemacht, da muss man Wilson für einfach danken. Vor der gestrigen Leistung kann man nur den Hut ziehen. Trotz aller Widrigkeiten ein solches Spiel abzuliefern verdient allergrößten Respekt! Chapeau!

    Mit Steven Reinprecht verlässt wohl einer der besten Spieler, der jemals in der DEL über Jahre war, die Liga. Er wird der Liga fehlen aber vor allem der Mannschaft als Mensch. Charakterlich einwandfrei. Es war eine Ehre ihm beim Spielen beobachten zu dürfen. Chapeau!
    Das Trikot sollte wirklich wie von Sebastian „gefordert“ schnellstmöglich unters Hallendach. Ich selbst werde meines von ihm demnächst einrahmen. Danke für alles, #Rückhandgottes!

    Das mit dem Kapitänsamt für Segal kam von mir. Egal wie das Spiel ausgeht er geht immer als letzter vom Eis und klatscht jeden ab und muntert auf oder gratuliert. Einer dieser heimlichen Leader im Team. Auch gestern wieder mit dieser Geste. Einige denken jetzt bestimmt wie ich darauf komm, dass man Reimer „entmachten“ muss? Ganz einfach: die Last des „C“ bremst Reimer neben dieser Verbissenheit auf den Titel aus. Ich hatte auf einen gelösteren Reimer durch die Silbermedaille gehofft – vergebens.

    Nun noch eine kurze Aufstellung, wie ich derzeit über den Kader denke:

    sollte gehen:

    Pohl, kam mir eher wie Fremdkörper im Team vor

    wird gehen:

    Köppchen – wird dem Alter Tribut zollen
    Buzas – schade nach diesen Playoffs
    Möchel – schade um diesen Spieler, der immer 100 % gab
    Teubert – Zukunft komplett offen
    Busch – da fehlt einfach einiges für regelmäßige DEL-Eiszeiten, zumindest in Nürnberg
    Pfleger – nächste Station letzte DEL-Chance? Schade um sein Talent
    Steckel – wie Köppchen, schade, dass das Team nach Reino einen zweiten klasse Center und Leader verliert. War für Pföderl sehr wichtig in der Entwicklung

    Wackelkandidat:

    Björkstrand – schneller Zug zum Tor und sucht den Abschluss, ob man ihm die Chance 2018/19 gibt

    sollte bleiben:

    Mitchell – nach Reino und Stecks wohl wichtiger Center, defensiv stark und auch gut für Tore, aber oft zu verzockt.
    Fox – Playoffspieler, giftig und Schussstark, Potenzial nach oben da
    Gilbert – Verteidigungsminister! Geholt als Blueliner wichtigster Baustein in der Entwicklung Mebus mit. Absolut abgeklärt an der Bande. Guter erster Pass
    Alanov – könnte der nächste „Ehliz“ werden. Potenzial vorhanden.

    Zum Schluss, sollte es wirklich kein Zeugnis geben und das hier der letzte Eintrag sein in der Saison 2017/18, mein Dank an Sebastian und seine Kollegen für die tollen Beiträge und an die Mitkommentatoren für die diversen Blickweisen, die sich durch Sachlichkeit und Fachwissen deutlich vom Rest der Socialmediawelt abheben. Allen einen schönen Sommer und bis September 🙂

  12. Zum Spiel und den Schiedsrichtern wurden schon die richtigen Worte gefunden. Auch wenn es so bitter und enttäuschend ist, wie es eben verlaufen ist, so ist es auch diese Kontroverse, warum wir den Sport lieben. Nur durch solche Fehlentscheidungen wird auch bei den Spielern Energie freigesetzt. Was war das für ein Penalty Kill von Ehliz!
    Der Abend gestern hatte aber auch viele schöne Momente, die gezeigt haben, warum auf Nürnberger Seite wirklich ein Team stande:

    – Rob Wilson umarmt Reimer und Ehliz nach dem Kill, als sie die Strafe herausgeholt hatten. Wilson wusste, dass das der Momentumshift sein könnte

    – Nachdem Aronson in der letzten Spielsekunde den Puck noch vor der Linie rettete, blieb er danach einige Zeit im Tor liegen. Nach der Sirene fuhr Festerling zu ihm hin und redete einige Zeit mit ihm. Vermutlich sagte er ihm, dass es nicht sein Fehler vor dem 2:3 war

    – Patrick Köppchen auf der Bank. Lief öfters hoch und runter und trieb an oder wusste kleine Aktionen zu schätzen.

    – Schön war auch zu sehen, wie viele Spieler Leo Pföderl beim Handshake länger gratulierten und Uwe Krupp sich ein paar Sekunden nahm, um jedem Spieler der Ice Tigers noch etwas zu sagen!

    An dieser Stelle von Herzen Danke für diesen Blog! Die Zeit und der Aufwand, der hier hereinwandert, ohne etwas dafür zu verlangen, ist aller Ehren wert! Vielen, vielen Dank 🙏 Vielleicht solltet ihr eine Bewerbung für @TheAthletic schreiben 😉

  13. Schade, schade!

    Ich finde dass Berlin und Nürnberg zwei absolut gleichwertige Mannschaften waren, was ja auch zum großteil die Ergebnisse beweisen. Wer hier jetzt irgendwas schreibt, dass wir schlechter waren wie Berlin sieht es aus meiner Sicht falsch. Bis zu Spiel 4 waren auch die Teams gleichermaßen von den Schiedsrichtern bevor- bzw. benachteiligt. Spiel 5 mit keiner einzigen Strafminute für Berlin war schon etwas seltsam aber gestern war die Schiedsrichterleistung schlicht und ergreifend für Nürnberg im negativen Sinn spielentscheidend. Ich glaube zwar nicht, dass wir nach den Ausfällen und Verletzungen noch die Kraft gehabt hätten in Berlin zu gewinnen aber das ist ja eine andere Sache!

    Zu Reimer: Ich denke, dass wenn für die Playoffleistung keine Verletzung verantwortlich war, er vermutlich seine Karriere trotz Vertrag beenden wird. Irgendwie hat man ihn in dieser Saison die Freude am Spiel nicht mehr angesehen. Ist aber nur so ein Gefühl… Trotzdem ist er ein geiler Typ dem der Verein schon jetzt viel zu verdanken hat und dessen Trikot nach Karriereende ebenfalls unbedingt unters Hallendach muss!!!

    Zum Finale: Egal wer der Finalgegner für München gewesen wäre bzw jetzt ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es eine Mannschaft gelingen könnte bzw. jetzt Berling gelingt München zu besiegen. Sie sind auch in dieser Saison einfach wieder zu stark, was sie gegen Mannheim eindrucksvoll bewiesen haben. Mein Tipp für die Finalserie: 4:1

    Man kann nur hoffen, dass es in der DEL nicht so weiter geht und München zum Serienmeister wird. Sonst wird es irgendwann genauso langweilig wie beim Fußball! Damit es nicht so kommt muss Jiranek und die anderen Manager ganze Arbeit leisten. Schließlich haben vermutlich alle Manager der Liga weniger Budget zur Verfügung wie die Verantwortlichen in München!

  14. Nach dem traurigen Gang ins Badezimmer, einigen Bieren und dem bösen Erwachen bleibt nicht mehr viel. Es ist halt vorbei.

    Zwei geniale Spiele (und Siege) durfte Ich live im Halbfinale erleben, leider auch emotionale Zusammenbrüche vor dem heimischen Fernseher. Was mich aber danach immer trotzdem hat lächeln lassen, war dieser Blog! Danke, Ihr Männer, die Ihr auf Tiger starrt!

    Gestern konnte Ich nicht, aber war wohl besser so, die Spieldauer hätte Ich spätestens nach Sheppard’s Kniecheck kassiert, da hätten auch keine 5 Minuten abkühlen mehr geholfen. Klar, wir haben vorher die Chance gehabt die Serie zu holen, gestern war eben wieder eins der Spiele, das die Ice Tigers nur zu gerne verhauen. Nämlich leider immer das wichtige….! Das ist eben so ein Nürnberger Manko.

    Berlin? Naja. Wir haben die Fehler gemacht, die die Tore, nix zum ernst nehmen. Aber bitte, congrats.

    Ansonsten hoffe Ich, Herrn Sabo irgendwann mal persönlich zu treffen, zum Danke sagen für alles!

    Wir sehen uns Anfang August, für immer Rot und Blau!

  15. Berlin hat die Serie auf jeden Fall nicht unverdient gewonnen, das muss man einfach festhalten. Daher als Allererstes Glückwunsch in die Hauptstadt! Und ich fand sie jetzt auch weder so dreckig noch auf Embellishment getrimmt, dass ich ihnen nicht die Daumen drücken würde fürs Finale. Sie wären ein würdiger deutscher Meister und allemal besser als München, schon allein damit wir keine Serienmeister-Verhältnisse bekommen. Und natürlich darf ein Team mit einem solchen Psycho im Kader nicht mit der Meisterschaft belohnt werden. Ich bin ein Freund von hartem Körperspiel, ich mochte die Goons, als es sie noch gab, streife gerne mein über 20 Jahre altes John-Craighead-Trikot über, wenn ich in der Arena gehe, und war ein großer Fan des übereifrigen Brad Tapper, dem John McEnroe des Nürnberger Eishockeys. Aber Pinizzotto ist ein anderes Kaliber, der ist gemeingefährlich. Dass in Ingolstadt erwogen wird, ihm Stadionverbot zu erteilen, finde ich tatsächlich eine großartige Idee, ich hoffe, das war nicht nur ein Aprilscherz.

    So, zurück zu den Icetigers. Das war ein bitteres Ende; dass nicht Mannheim oder Wolfsburg, sondern Daniel Piechaczek unser wahrer Angstgegner zu sein scheint, ist ein trauriger Treppenwitz der Eishockeygeschichte. Von den Verschwörungstheorien halte ich allerdings mal gar nichts; dass die Schiedsrichter willentlich gegen uns gepfiffen haben, kann und will ich nicht glauben, das wäre ja das Ende. Nein, die haben sicher ihr Bestes gegeben – nur das ist halt leider sehr wenig. Zumal wenn man bedenkt, dass das offenbar das beste Schiri-Duo ist, das die DEL gerade aufzubieten hat (denn sind wir mal ehrlich: Wir waren doch alle froh, nach Spiel 3 Schukies/Rohatsch hinter uns zu haben). Wie einige Vorschreiber bin ich der Meinung, dass die DEL nichts so dringend wie eine Diskussion übers und eine Reform des Schiedsrichterwesens braucht, und zwar ohne die albernen, unwürdigen Maulkorbverordnungsmails. Thomas Sabos mutige Worte zu dem Thema im NN-Interview geben hoffentlich einen Anstoß für andere Clubverantwortliche, ins selbe Horn zu stoßen, statt das Thema immer kleinzureden und wegzulächeln.

    Einen vielleicht etwas überraschenden Gedanken will ich noch anfügen: Alle sagen „Die Serie hätte sportlich entschieden werden sollen“, und natürlich ist das eigentlich richtig. Aber man stelle sich nur vor, das Spiel wäre durch einen Nürnberger Fehler verloren worden (denn jedes Gegentor ist ja nicht nur Angriffsleistung des anderen Teams, sondern immer auch ein eigenes Versagen in der Defensive – ob es nun ein missglückter Aufbaupass von Aronson, eine Desorientiertheit von Pohl vor dem eigenen Tor oder ein übereifriges Foul von Dupuis gewesen wäre, das zu Strafe und Gegentor geführt hätte). Wie bitter wäre das gewesen, wie viel Schaum vorm Mund hätten da wieder die Fans gehabt, wie viele Kübel wären da wieder auf Facebook über dem „Schuldigen“ ausgeschüttet worden! Und so? Die Schiris waren’s. Wir lagen vor dem Spiel 2:3 in der Serie hinten, die Chance auf den Finaleinzug betrug also rein rechnerisch schon nur noch 25 Prozent. Klar wäre das Wunder schön gewesen, aber letztlich ist es doch die perfekte Art zu verlieren, um hocherhobenen Hauptes in den Sommer zu gehen und sich gar nicht als Verlierer zu fühlen. Natürlich wäre es ein Traum gewesen, ins Finale einzuziehen, dann vielleicht sogar Meister zu werden. Aber wenn schon nicht – dann ist das, was wir erlebt haben, doch das Szenario, bei dem man mit maximalem Stolz aus der Saison gehen kann, die Mannschaft ebenso wie wir Fans. Ich empfinde das jedenfalls so. Wie viele letzte Playoffspiele haben wir schon gehabt, bei denen man nicht mal ein Aufbäumen zu erkennen geglaubt hat, bei denen man hinterher gesagt hat, wir wären „ausgecoacht“ worden, bei denen wir schon nach einer Viertelstunde geschlagen waren und nur noch hinterhergerant sind. Wie anders war das gestern! Augenhöhe, offenes Spiel bis zur letzten Sekunde, aufopferungsvoller Kampf der kompletten Mannschaft – allein das muss man als Nürnberger in einem letzten Saisonspiel ja schon als großes Glück begreifen und wertschätzen. Ich sag es ehrlich: Ein GWG des Gegners, für das man im eigenen Team absolut niemanden zum Schuldigen machen kann – wenn schon rausfliegen, dann ist das doch nicht die schlechteste Art. Ich bin riesig stolz, und das liegt auch an der Art, wie das Spiel verloren wurde.

    Auch meine tiefe Verneigung vor Steven Reinprecht, es war ein Glück, ihn bei uns zu haben. Bei David Steckel hoffe ich sehr, dass er uns noch erhalten bleibt – wenn er auch aufhört, wäre das, weil Reinos Abschied ja nicht wirklich überraschend kam, für mich tatsächlich der größere Schock und Verlust.

  16. Erst einmal vielen Dank für den tollen Blog an Sebastian und seine Mitstreiter und auch die fast durchgängig spannenden und auch reflektierten Kommentare (was für eine Wohltat ggü. Facebook aber auch dem Ice-Tigers-Forum).
    Es war für mich immer eine Freude nach den Spielen (selbst nach Niederlagen!) die fachkundigen, teils humorvollen und immer mit viel Herzblut versehenen Meinungen / Einblicke / Prognosen zu lesen.
    CHAPEAU!

    Ja, was soll man zu dem gestrigen Spiel noch ergänzen.
    Wurde alles bereits sehr treffend wiedergegeben und analysiert.
    Das Halbfinale war ein Duell auf absoluter Augenhöhe. Schade, dass letztendlich die Referees das Spiel entschieden haben und nicht die beiden Teams. Die unterschiedliche Bewertung der vier, fünf strittigen Szenen immer zu Ungunsten der Ice-Tigers mit dem letztendlichen Effekt, dass wir plötzlich den Kampf gegen Berlin mit drei Leistungsträgern weniger bestreiten mussten, war einfach nicht zu kompensieren.
    Aber auch klar: selbst mit „normalen“ Schiedsrichtern wäre es sehr schwer geworden. Berlin ist eine starke, ausgeglichene Mannschaft und wenn wir es nicht schaffen, ein Auswärtsspiel in Berlin zu gewinnen, dann kommen wir halt auch nicht ins Finale. Aber die letzte Chance darauf am Dienstag haben uns leider die Schiedsrichter verwehrt.
    Insgesamt als Resumee: ich bin durchaus zufrieden mit der Saison und auch den Leistungen in den Playoffs. Wir waren letztlich die drittbeste Mannschaft in der Liga. Das ist mit dem fünfthöchsten Etat doch aller Ehren wert! Ich war begeistert, mit welchem Einsatz und Engagement sich die Mannschaft gestern gegen das Aus gewehrt hat; exemplarisch Ehliz in der 5-Minuten-Unterzahl, als er die Strafe gegen Berlin herausgeholt hat oder Aronson, als er in der letzten Spielsekunde noch den Puck von der Torlinie gekratzt hat… So darf man ausscheiden!

    Klar ist es bitter, weil das ganz große Ziel Meisterschaft wieder nicht geschafft wurde und uns jetzt ein gewisser Umbruch bevorsteht (Abgänge von Reinprecht, Steckel, hoffentlich nicht auch noch Reimer). Aber man muss schon immer die Relation von Aufwand und Ertrag sehen und mit dem fünfthöchsten Etat kann man eigentlich nur Meister werden, wenn am Ende alle Puzzlestückchen greifen. D.h. für mich in den Play-offs
    – keine gravierenden Verletzungsausfälle von Leistungsträgern (und das war mit Teubert, Jurcina, jetzt Fox und Gilbert halt wieder mal nicht der Fall)
    – keine Leistungseinbrüche von Leistungsträgern (und da muss man leider sagen, dass unsere eigentliche Paradereihe mit Reimer / Reinprecht mit deutlich negativer Plus-Minus-Statistik die Erwartungen nicht erfüllen konnte)
    – keine gravierende Beeinträchtigung durch Schiedsrichterentscheidungen (s.o.)

    Von daher hoffe ich wieder auf die kommende Saison. Ich hoffe, dass uns Reimer, Fox, Mitchell erhalten bleiben und dass Jiranek bei den Neuzugängen wieder ein gutes Händchen hat!

  17. Erstmal ein großes Dankeschön für diesen tollen Blog, da im Eishockey leider nicht allzu viele Berichte und Diskussionen zu finden sind, wie im Fussball, ist dieser Block enorm wichtig für einen Fan wie mich, um sich auch neben den Spielen noch ein bisschen mit den Tigers beschäftigen zu können.

    Zum Spiel:

    Ich denke es wäre grundlegend Falsch jetzt die Diskussion dieser desolaten Leistung der „Unparteiischen“ einzustellen. Einfach nur zu sagen sie sind schlecht und haben bestimmt ihr bestes gegeben oder einfach nichts gesehen und es war unglücklich ist meiner Meinung nach Quatsch.
    Es wurde hier eindeutig mit zweierlei Maß gepfiffen. Steckel bekommt eben die Spieldauer (ja berechtigt, wobei die DEL mal ihr Regel mit der Verletzungsfolge überdenke muss) die Berliner Spiele bekommen für diese vergehen Null ich brauche die Aktionen auch nicht weiter aufführen steht in der NN und hier im Blog zu genüge. Kein Mensch braucht mit erzählen das dass eine Zusammenreihung unglücklicher Zufälle ist. Das kann man sich vielleicht einreden weil man es nicht wahr haben will aber dann passiert es eben immer wieder.
    Mir geht es hierbei auch nicht darum ob Nürnberg oder Berlin besser war/ist oder wer dann das Spiel gewonnen hat bei einer klaren Linie der Refs, aber Fakt ist doch das eine Mannschaft die so eine Ungleichbehandlung erlebt einen Klaren Nachteil hat.
    Ich als Fan fühle mich betrogen, und nimmt mir leider tatsächlich den Lust an der DEL, habe seit 10 Jahren durchgehend eine Dauerkarte aber ganz ehrlich ich kann mit meinem Geld (das damit die Refs mitfinanziert) und meiner Zeit, dann doch besseres anfangen als mir so eine Show anzuschauen.
    Das bittere daran ist nur, das ich meinen Verein damit schaden würde und das will ich auch nicht also wird es wohl doch wieder eine DK geben.
    Was dann ebenfalls an Frechheit seitens der DEL nicht zu überbieten ist, ist jegliche Kritik an diese Menschen so wie ihre verharmlosende bzw. vertuschende Berichterstattung zu solchen Spielen und Vorfällen. Ein neutraler Leser der sich das Spiel nicht angeschaut hat und keine Lokalzeitung zur Hand hat wird nie erfahren was da abläuft. Da steht dann nur Berlin schlägt München 3 zu 2.
    Genug gewettert, ich wünsche und hoffe das die Verantwortlichen sich nicht einschüchtern und abweisen lassen und die DEL an sich arbeitet.

    Zu den Personalien:

    Ja Reimer war wirklich nicht gut diese Playoffs aber das er aufhört halte ich für sehr sehr unwahrscheinlich. Würde jeder gleich aufhören weil er mal ein Tief bzw. eine schlechte Saison hat würde es nicht mehr allzu viele Spieler mehr geben. Außerdem liebt er diesen Sport und ist für 2 bis 3 Jahre definitiv noch ein Top-Spieler in der Liga.

    Reinprecht und Steckel war das alter jetzt schon stark anzusehen. Ich bin stolz sie in Nürnberg spielen sehen zu können aber für beide reichte es zum Ende hin leider nicht mehr.

    Gilbert sollte man halten falls möglich

    Fox hat angeblcih verlängert -> TOP

    Jurcina sollte über ein vorzeitiges Karriereende nachdenken

    Buzas hat tolle PO für seine Verhältnisse gespielt war aber leider das Beste was ich all die Jahre von ihm hier gesehen habe und war selbst jetzt zu wenig um oben mitspielen zu können.

    Möchel sehr schade wenn er geht da er ein Nürnberger ist aber sportlich zu verkraften und wenn man ehrlich ist er spielt seit dem er hier ist auf gleichem Niveau, liegt vielleicht auch am Trainer der ihn zu oft in die vierte Reihe gesteckt hat und sogar einem Pfleger in den PO vorgezogen hat, Gott weiß warum

    Pfleger hätte es selbst in der DEL2 schwer jemand der Angst vor jeglichen Zweikampf hat und 3 Meter vor jedem Gegner an der Bande abdreht kann sich auch dort nicht durchsetzen. Gut das er „hoffentlich“ gehen wird

    Köppchen hat nochmal stark gekämpft, toller Charakter

    Alanov zwingend halten

    Mitchell wäre ein toller Schlüsselspieler denke aber er wird gehen

    Bei Wilson wird es auch schwer, gegen Köln hatte ich das Gefühl er hätte wirklich eine Taktik über die Spiele entwickelt die Haie zu schlagen aber gegen Berlin das Kartenhaus sofort wieder eingerissen.
    Aufstellung oft mehr als fragwürdig, Powerplay kann man trainieren. Bevorzugt zu stark Nordamerikanische Spieler, siehe Torp. Wird in Nürnberg kein Meistertrainer. sehe da 7 bis 8 Trainer in der DEL vor ihm und die haben nicht das Material was er hat.

    Schöne Sommerurlaub an alle.

  18. Vielen Dank für diese tollen Kommentare.
    Ja Sport kann grausam sein – und ja das Quäntchen „Glück“ gehört auch dazu.
    Aber auf die Leistung und die Art und Weise wie sich diese Ice Tigers uns allen gezeigt haben – Wow einfach klasse.
    Ich bin einfach NUR STOLZ .
    Was ist ein 1. und oder 2. Wert wenn es keinen 3. 4. gibt der einem ebenbürtig alles abverlangt !?

  19. Eigentlich wollte ich mich mit einem Kommentar zu dem Halbfinale enthalten, aber nach den Geschehnissen am Sonntag sehe ich mich gezwungen auch meinen Senf dazugeben müssen. Es war eine beschämende Vorstellung des Schiedsrichtergespanns und der Leitung eines Halbfinales absolut unwürdig. Den Zorn der Fans –verantwortlichen und der Medien kann ich absolut nachvollziehen. Auch mir trieb es die Zornesröte ins Gesicht, leider kann man nichts mehr Rückgängig mehr machen und wir müssen den Tatsachen ins Auge schauen. Ergebnis 4-2 für Berlin. Wir hatten gegen Berlin mehrmals das Momentum auf unserer Seite konnten es aber nicht nutzen. Ich hatte auch den Eindruck dass die Mannschaft im letzten Spiel schon sehr müde wirkte, vielleicht war es die Altersstruktur des Teams. Auch das Ziel CHL hätten wir aus eigener Kraft nicht erreicht (Danke Red Bull). Wenn man die Saison Revue passieren lässt, sollte man mit dem Erreichten zufrieden sein, nicht mehr aber auch nicht weniger. Die Mannschaft begann die Saison sehr stark, baute aber im Laufe der Saison deutlich ab um sich in den Playoffs zu steigern. Dennoch blieben viele Spieler deutlich hinter den Erwartungen zurück, insbesondere die Abwehr kassierte ungewöhnlich viele unnötige Tore und es kam selten Ruhe in das Spiel. Aber der Sport kann manchmal grausam sein und manifestiert sich mit dem plötzlichen aus für ein Team. Die Saison ist zu Ende und man sollte den Blick auf die neue Saison richten. Viele Spieler werden den Verein verlassen, neue dazukommen. Ich hoffe wir bekommen Spieler die mit Herzblut-Leidenschaft-Begeisterung und sehr viel Körperpräsenz kommen. Ich bin da absolut bei booker die Zeit wo uns jeder ungestraft auf die Nase haut muss ein für allemal der Vergangenheit angehören, das möchte ich nicht mehr sehen das wir jedem Zweikampf aus dem Wege gehen. Wir brauchen wieder Spieler vom Kaliber eines Momesso oder Craighead die für Respekt beim Gegner sorgen und die eigenen Leute schützen. Auch in der Abwehr brauchen wir richtige Abräumer. Die bis jetzt gerüchteten Verpflichtungen lassen keine Besserung erkennen. Ich bin auch sehr zwiespältig wenn es um die Personalie Mitchell geht, ein Spieler der zwar regelmäßig punktet aber doch ein Egozentriker bleibt. Wenn er preislich abhebt sollte man Ihn gehen lassen. Man braucht absolute Teamplayer. Beim Steckel habe ich Verständnis wenn er Aufhört. Zu anderen Spielern können wir uns vielleicht später austauschen. Ich wünsche Herren Jiranek und Wilson viel Glück bei ihren Verpflichtungen. Zum Schluss möchte ich mich bei Herrn Steven Reinprecht für die wunderbaren Jahre im Dress der Ice Tigers die er uns geschenkt hat bedanken. Chapeau Familie Reinprecht. Die 28 wird unter dem Dach hängen. Auch eine großartige Geste der Thomas Sabo Organisation ist die Spende an das Team Humboldt Broncos. Natürlich auch ein großes Lob an den Blog meine Herren, es macht Spaß sich hier einbringen zu dürfen. Übrigens der einzige in dem ich meine nicht immer unumstrittene Meinung zu Papier bringe. Ansonsten wünsche ich allen Schreiberlingen die sich hier eingebracht haben einen schönen und erholsamen Sommer und das wir uns im September wieder die Kommentare um die Ohren hauen.

  20. Leider traurig, dieser Ausgang bzw. die Art und Weise.
    Berlin sah ich nicht wirklich besser. Wir haben auch tolle Tore geschossen, es gab viele Einflüsse von denen unsereins nichts mitbekommt (z.B. Verletzungen), so kann ich die Kritik vom letzten Blog (Flo,Tim,Teddy83) und auch hier nicht teilen. Ich bin stolz auf dieses Team, welches sich niemals aufgab. Leider wirds wohl einen größeren Umbruch geben.
    Steven Reinprecht…ich habe noch nie jemanden so elegant übers Eis „schweben“ sehen wie ihn. Und seine Rückhand…unbelievable…und wenn er einen kannte, hat er gegrüßt auch wenn man mit dem Rü -cken zu ihm gewandt stand…einfach immer nahbar…es wäre sehr schön, wenn sein Trikot in seiner Gegenwart unters Halllendach gehievt würde…und für jeden richtigen Fan eine Ehre, dabei sein zu dürfen.
    Zum Thema Schiedsrichter: auch von anderen Personen der Pressetribüne war vom ständigen Austausch des Beobachters mit den Schiedsrichtern zu hören. Für mich skandalös, aber es hat ja keiner der Herren etwas zu befürchten. So auch nicht für die klaren Fehlentscheidungen, welche nächste Woche überall vergessen sind und nur bei uns in Nürnberg Narben hinterlassen. Ich selbst habe jahrelang im Fussball (bis zur früheren Bezirksoberliga) Spiele geleitet. Und es sollte nie so sein, aber jeder Schiedsrichter kann ein Spiel beeinflussen…ohne das ihm groß etwas passiert…leider…
    Die Stimmung wurde während der Saison immer besser und zum Schluss sensationell. Leider war unsere Südkurve nach dem Berliner 3:2 für fast 2 Minuten wie gelähmt…wie schon Mal in Spiel 4.
    Das sollte in Zukunft nicht passieren. Genau zu dem Zeitpunkt muss die Hütte auseinanderbrechen.
    Ansonsten Kompliment an die Südkurve.
    Zum Abschluss noch ein großes Dankeschön an Sebastian und seinen zwei Mitschreibern, Top Job!!!!!
    …und allen anderen Experten hier für ihre tollen Beiträge…so long, bis August 😉

  21. Zum Ende einer wechselhaften, spannenden und wieder emotional aufreibenden Saison möchte auch ich mich noch einbringen. Und auch wenn mein „Namensvetter“ hier öfter und auch deutlich hochwertiger seine Meinung wiedergibt (Zitat: „dem ich nicht würdig bin die Tastatur zu reichen“ – OK war ein bisschen viel Pathos 🙂 ),
    will ich noch ein paar (unerwähnte) Aspekte anfügen:
    Stichwort Schiedsrichter: über viele Entscheidungen wurde schon viel (richtiges) geschrieben. Ich möchte aber zu bedenken geben (wohlgemerkt nicht als Rechtfertigung für Fehlentscheidungen!!!) das kein Profisport möglich wäre, gäbe es die Männer und Frauen nicht, die Woche für Woche quer durch Deutschland fahren, um unter höchster Konzentration stundenlang Hochleistungssport auf seine Regelkonformität zu „prüfen“. Als Dank gibt es dann oft eine Mischung aus Besserwisserei, Pöbelei und medialer Kritik. Manchmal sollte man sich im Vorfeld all zu aufgewühlter Kritik fragen ob man diese Rolle selbst einnehmen möchte!?
    Zur zurückliegenden Playoff-Runde bleibt für mich auch die (vermittelte) Rolle des DEL Rundenmanager offen!? Und noch zwei kleine Nebenaspekte der Schiri-Diskussion: wie lächerlich die Bestrebungen nach „fehlerfreien“ Entscheidungen ist, sieht man diese Saison im Fußball! Wir werden immer damit leben müssen das es auch spielentscheidende Fehler gibt – es ist nur!!! Sport und nicht das ganze Leben. Und trotzdem möchte ich zum bedenken geben das es die Grenzen bei körperlich vorsätzlichem Handel gibt. Deshalb wäre aus meiner Sicht überlegenswert eine Art „kleiner“ Videobeweis beim „Verdacht auf bewusst vorsätzliche Fouls“ durch die Schiris auf dem Eis einzuführen!

    Wir haben im zwei bis drei Tagesrhytmus gehofft, angefeuert, mitgelitten! Und das sowohl im Viertel- wie auch im Halbfinale!
    Ich weiß nicht ob ich noch die Emotionale Energie für eine Finalrunde hätte? Und da auch im letzten Jahr die drei Viertelfinalbegegnungen packender waren als die Finalserie gebe ich einfach als kontroversen Diskussionsgedanken hier die Idee eines einzelnen und entscheidenden Finalspiels (wie eben auch bei WM oder Olympia) ins Forum!
    Letzter kurzer Punkt: Fernsehübertragung. Ich finde es tolle als Telekomkunde alle Spiele live und später auch On-Demand sehen zu können! Alletdings ärgere ich mich oft darüber, daß kein „Vorspulen“ möglich ist und zuletzt öfter die Icetiger-Spiele erst Tage später abrufbar waren (und das obwohl es bei den anderen Playoffs meistens ging – also kein reines Problem des ländlich-langsamen Internets gewesen sein kann!!!) Wie ist eure Erfahrung? Auch wenn die meisten hier vermutlich nicht mehr mitlesen würde ich mich über Reaktionen (eventuell auch der „Chef-Blogger“ !?) freuen!
    Ansonsten vielen Dank für die tollen (Blog)Beiträge ; genießt das Somnerhalbjahr und denkt an eure Familien/ Partner die oft zu kurz gekommen sind 😉 !?!

    • So viele kluge Gedanken. Und meine unangemessen kurzen Antworten (muss noch einen Kommentar schreiben).
      Zu den Schiedsrichtern: Richtig, absolut richtig. Sowohl die Frage, ob man sich das selbst antun wolle (in meinem Fall: nein). Als auch die philosophische Einwurf über einen fehlerfreien Sport. Natürlich gibt es den nicht, in der abgelaufenen Halbfinalserie aber gab es einfach zu viele klare, prägende und entscheidende Fehler, um das nicht klar zu thematisieren. Die psychologische Seite (Was empfindet ein Schiedsrichter, der weiß, dass er Fehler gemacht hat, während des Spiels, nach jedem weiteren Fehler?) kommt viel zu kurz. Das liegt aber auch an der Intransparenz des Schiedsrichterwesens. Series Manager war übrigens Dieter Hegen.
      Zur emotionalen Überbeanspruchung: Ein einzelnes Finale ist für mich indiskutabel, eine best-of-7-Serie ist die großartige und unbestechliche Art, um die bessere Mannschaft zu ermitteln. In meinem Umfeld aber habe ich tatsächlich eine gewisse Müdigkeit festgestellt. Playoffs sind ein Biest – das empfinden nicht nur die Spieler so.
      Zur Aufzeichnung: Ich kann das nicht bestätigen, habe mir allerdings nur in den Playoffs die Spiele regelmäßig noch einmal angesehen.
      Ansonsten: Willkommen.

  22. Ich habe jetzt etwas Zeit benötigt, um dieses Spiel 6 zu verarbeiten. Etwas (zu) emotional fällt es mir wirklich schwer, dieses Spiel zu verdauen. Shit happens?! Blöd gelaufen! Einfach abhaken, hast ja sowieso keinen Einfluss. Klar. Ist so. Ist doch einfach. Oder eben doch nicht? Mir fällt es schwer…

    In diesem Halbfinale waren beide Teams auf Augenhöhe. Es war sehr eng. Kleinigkeiten haben entschieden. Berlin hätte die Serie auch ohne die unwürdige Schiedsrichterleistung in Spiel 6 oder in einem Spiel 7 gewinnen können. Sie hatten etwas mehr Puckglück. Aber da glaube ich, dass man sich dies erarbeiten muss. Durch Selbstvertrauen. Durch harte Arbeit auf dem Eis. Viele Schüsse. Gute Offensive. Energische Defensive. Und das hatten die Berliner. Unverdient war der Sieg sicher nicht. Es geht in Ordnung. Ein Sieg der Ice Tigers, denn die waren nicht viel schlechter, wäre auch möglich gewesen. Starke Leistung von beiden Teams. Glückwunsch an Berlin.

    Es war eine tolle Saison. Dritter der Hauptrunde. CHL-Quali geschafft. Geiles Viertelfinale gegen Köln. Starkes Halbfinale. Als Nürnberger hat man immer diese unerfüllte Sehnsucht eines Finals oder einer Meisterschaft. Geht den meisten so. Wird schon irgendwann… 😉

    Freuen wir uns auf tolle Spiele in der CHL. Freuen wir uns auf die neuen Spieler. Hoffen wir das der Captain weitermacht (das „retired“ haben wir nach der Busfahrt aus Berlin nach Spiel 5 schon ernsthaft diskutiert), denn er ist schon ein wirklich wichtiger Spieler für das Team. Er wird schon noch „seine Playoffs“ erleben. Freuen wir uns, dass wir einen so großartigen Spieler wie Steven Reinprecht „die Rückhand Gottes“ so oft live erleben konnten. Das Trikot mit der #28 kommt bei uns unter die Decke 🙂 Unter das Hallendach bitte beim ersten Saisonspiel…

    Natürlich ein großes Dankeschön an die Blogger und Kommentatoren. Immer eine wunderbare Lektüre. Man liest viele gute Gedanken zur Mannschaft oder auch zum Eishockey allgemein. Sachlich oder emotional geschrieben, war es immer eine Freude dies zu lesen. Auch das ein oder andere Bier mit den Mitgliedern des Twitter-Stammtisches (auch durch diesen Blog entstanden) werde ich in schöner Erinnerung behalten. Am Aufzug, vor der Süd, in der Fankneipe oder auch beim Halleluja in Minga. Ich freue mich auf Euch zur nächsten Saison.

    Allen einen schönen Sommer. Wir sehen uns spätestens im August…

  23. Ein sehr gut formulierter und lesenswerter Blog … Kompliment an den Ersteller.

    Nur eine kleine Anmerkung sei mir erlaubt.

    Wenn man für Hördler beim Check gegen Gilbert eine 5+ SD Strafe fordert, setzt man die Aktion eines Herrn Steckel vs. Jonas Müller gleich. ABER … dies entspricht nicht den Tatsachen. Während der Bandencheck des Herrn Steckel aus Frust in den Rücken von Jonas Müller ging, ohne daß dieser sich irgendwie darauf vorbereiten könnte, war der Check an Gilbert gemäß den IHF Regeln konform. Warum nun hat sich Herr Gilbert verletzt? Er sieht Frank Hördler von seiner rechten Seite kommen (also schonmal kein Blindside Hit). Und nun trift der Herr Gilbert leider eine folgenschwere Entscheidung. Anstatt aufrecht mit entsprechender Körperspannung diesen Check zu absorbieren entscheidet er sich den Oberkörper tief zu nehmen und somit auf Körperspannung zu verzichten. Und ohne Körprspannung steigt das Verletzzungsrisiko drastisch. So hart das auch klingen mag … an der daraus resultierenden Verletzung trägt Herr Gilbert die Hauptschuld. Dem Schiedsrichtergespann kann man bei dieser Aktion keinen Vorwurf machen. Vollkommen zurecht als konformen Check gewertet.

    Ich weiß nur zu gut aus eigener Erfahrung, dass man diese Sachen mit „Vereinsbrille“ immer etwas anders sieht. 🙂

    Somit ist also das Tor des Herrn Hördler durchaus „das Tor eines Spielers der zu diesem Zeitpunkt regelkonform auf dem Spielfeld stehen und am Spielgeschehen teilnehmen durfte“.

  24. Konformer Check und chross check gegen Nacken/Kopf sind zwei völlig verschiedene Dinge…und egal, ob Gilbert sind streckt oder a weng abtaucht, ein chross check bleibt ein chross check…

    Allerdings ist das alles müßig…es wird sich (leider) nichts mehr ändern…

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