Spiel vier: Reis, Kartoffeln und Bolognese

Foto: Thomas Hahn/Sportfoto Zink

Die Ice Tigers gewinnen 4:1 gegen die Eisbären und gleichen in der Halbfinal-Serie aus. Das alleine wäre schon einen Blogeintrag wert. Noch bemerkenswerter ist der Erfolg allerdings, weil die halbe Mannschaft und ihr Trainer den Dienstag beim Arzt und auf dem Klo verbrachten.

Warm-Up

  • Es war wohl die Bolognese. Ich habe mich kürzlich mit Eckhart Acker, dem Athletiktrainer der Ice Tigers, über die besonderen Herausforderungen in den Playoffs unterhalten. Das aus diesem Gespräch entstandene Interview erscheint am Donnerstag im Stadtanzeiger der Nürnberger Nachrichten. Darin erzählt Acker auch davon, dass es für die Regeneration sehr wichtig ist, möglichst schnell nach den Spielen etwas zu essen. Das haben die Ice Tigers am Ostermontag in Berlin getan – aber irgendetwas stimmte wohl nicht mit den doch so schmackhaften Nudeln mit Soße.
  • „Es war ein harter Tag gestern für die Jungs“, sagte Rob Wilson nach dem Spiel, als er auf die vor dem Spiel bekannt gewordenen Magen-Darm-Probleme angesprochen wurde. „Es hat genervt. 13 Leute, darunter auch ich, haben sich nicht gut gefühlt. Aber so ist das Leben, wir geben niemandem die Schuld dafür.“
  • Marius Möchel hat es nicht erwischt, die meisten seiner Mitspieler bereiten sich aber mit trockenem Reis und Kartoffeln („und ein paar Vitaminen“) auf dieses vierte Halbfinalspiel vor. Möchel war nach dem Spiel ein gefragter Gesprächspartner, nach Stationen bei Telekomsport und Franken Fernsehen erzählte er auch den Printjournalisten (und uns Bloggern) gut gelaunt von dieser etwas anderen Spielvorbereitung – weil er im Powerplay plötzlich vor dem Berliner Tor auftauchte und den Gamewinner erzielte.
  • David Steckel wurde in dieser Saison (und auch in diesen Playoffs) schon oft verteufelt. Derzeit zeigt er aber mal wieder, wie wichtig er für eine Mannschaft sein kann. Wahrscheinlich hat ihm der Twistman genau das nach dem Spiel auf dem Parkplatz erzählt. David Steckel jedenfalls wirkte sehr glücklich und strahlte, als er zu seinem Auto lief.
  • Leo Pföderl hat schon wieder getroffen. Er hat einen Rekord aufgestellt. Aber überrascht das noch irgendjemanden? Vielleicht kreieren die Fans ja bald einen eigenen Gesang. Leo ist schließlich on fire, wahrscheinlich noch etwas mehr als Will Grigg. Nanananana…
  • Uwe Krupp fasste sich kurz. Der Trainer der Eisbären war „nicht zufrieden“, sagte er, „wir müssen besser spielen, um Nürnberg zu schlagen.“
  • Sein Gegenüber lobte die Eisbären dagegen, Rob Wilson hatte ein gutes Spiel zweier guter Mannschaften gesehen, bei dem seine Mannschaft ein paar Dinge besser machte, Scheibenglück hatte und sich für ihren Aufwand belohnte.
  • Rob Wilson wollte aber nicht von irgendeinem Sieg sprechen, das hätte ihm wohl auch keiner abgenommen. „Das war heute ein massiver Punkt in der Serie“, sagte Nürnbergs Trainer. „Ich bin ein großer Optimist, aber wir haben schon sehr viel Druck gehabt – jetzt ist der Druck bei Berlin.“
  • An der verbreiteten Schiedsrichterschelte will sich Wilson weiter nicht beteiligen. „Sie machen einen guten Job“, findet Wilson, „sie machen Fehler wie jeder Mensch Fehler macht. Mir ist es lieber, wenn sie das Spiel laufen und es die Jungs ausspielen lassen.“An der Leistung von Daniel Piechaczek (auch wenn „Bichadschegg, du Blinder!“ natürlich zu hören war) und André Schrader gab es an diesem Abend tatsächlich nichts auszusetzen.
  • Gefallen hat Wilson, dass seine Mannschaft die „Konzentration hochgehalten“ und mit der notwendingen „Gelassenheit“ agiert hat. Nürnberg ließ sich nie provozieren, stattdessen nahmen sie den Berlinern einige Male sichtlich die Lust auf Eishockey. Wer Jamie MacQueen nach dem harten Check von Yasin Ehliz am Ende des zweiten Drittels sah, wie er sein Gesicht schmerzvoll verzog und dann den Schiedsrichter beinahe anflehte, den Angriff doch bitte zu bestrafen, ahnte, was Wilson meinte. Die Ice Tigers waren nie unfair, aber immer hart.
  • Und zum Abschluss: Rob Wilson ist ein großer Fan der Deutschen Bahn. Auch zum dritten Auswärtsspiel in Berlin werden die Ice Tigers wieder mit dem Zug fahren, „wir sind in drei Stunden dort, die Jungs können im Zug herumlaufen, wir haben keinen Stau, in Berlin ist es ein Albtraum, durch die Stadt zu fahren“, sagte er.

Das Spiel

Auf dem Weg zur Toilette fasste ein älterer Fan das Geschehen nach dem zweiten Drittel ganz gut zusammen. „Nachm erschdn Driddl moussd 3:0 führ’n“, erzähte er seinem Kumpel. Die Ice Tigers hatten in diesen ersten 20 Minuten tatsächlich Chancen für zwei, drei oder vier Tore, allerdings nutzte nur Dane Fox seine Chance zum 1:0. Der vorangegangene Spielzug über Brandon Segal und Philippe Dupuis war sehenswert, die Bemühungen danach waren es auch, „aber sie haben eben einen der besten Torhüter der Liga“, befand Rob Wilson, „da ist es nicht so einfach.“ Weil Nürnberg den derzeit besten Torhüter der Liga hat, reichte dieser eine Treffer lange für eine knappe Führung, bis der Puck Louis-Marc Aubry vor den Schläger sprang und der ausglich. Und beinahe wäre das Spiel gekippt, Niklas Treutle rettete abermals sehenswert – und dann tauchte auf einmal Marius Möchel im Powerplay vor dem Tor auf und versenkte einen Abpraller. Mancher rieb sich verwundert die Augen, aber es war tatsächlich Möchel, der da über das 2:1 jubelte. Als Leo Pföderl den Puck an der Latte grinden ließ (wie einst Tony Hawk auf der Playstation meterlang auf Metall grindete), bemühten die Schiedsrichter sogar den Videobeweis, es dauerte aber noch kurz, bis der „Hartl aus Gaißach“ (copyright Sebastian Böhm) die Arena erlöste. Dass Oliver Mebus inzwischen auch sehr gut schießen kann, ahnte die Berliner Defensive nicht, den kraftvollen Versuch konnte Petri Vehanen nur zur Seite lenken, wo John Mitchell schnell schaltete: 4:1 an diesem Abend, 2:2 in der Serie.

Der Moment

Marius Möchel nannte es eine „Eingebung“ seines Trainers. Dann lachte er erstmal. Natürlich weiß der Halbbruder des so famosen Niklas Treutle seine Rolle in dieser Mannschaft sehr gut einzuschätzen, er erhebt keine Ansprüche, in jedem Powerplay auf dem Eis zu stehen. Kurz vor dem Ende dieses schlecht verlaufenen Überzahlspiels aber blickte Rob Wilson zu John Mitchell und sah einen müde wirkenden Angreifer. Also entschied er sich, Leo Pföderl und David Steckel zusammen mit Marius Möchel aufs Eis zu schicken. „Sie haben in den vergangenen Jahren oft zusammen gespielt, ich wollte sehen, was dieser Wechsel bringt“, sagte Wilson. „Manchmal macht man Dinge und es klappt.“ Denn Marius Möchel stand dort, wo ein Stürmer stehen muss (Phrasenschwein und so) und traf zum 2:1. Der Trainer freute sich nach dem Spiel, dass seine Idee den Sieg brachte – er freute sich aber auch für Marius Möchel ganz persönlich. „Es ist derzeit hart für ihn, er ist oft nicht im Lineup, aber ich mag seine Einstellung. Er ist ein großartiger Kerl und auch in der Mannschaft sehr beliebt.“

Three Stars

Welcher Save von Niklas Treutle der wichtigste an diesem Abend war? Die unzähligen, die genau 40 Minuten und 59 Sekunden lang das 1:0 retteten? Oder doch eher der eine, als er unmittelbar nach dem 2:1 seines Halbbruders den Berliner Nick Petersen verzweifeln ließ? Am Ende eines erfolgreichen Abends ist es müßig, darüber zu diskutieren. Fakt ist: Niklas Treutle hat seine beeindruckende Fangquote an diesem Abend noch einmal ausgebaut.

Yasin Ehliz hat sich für seinen Aufwand nicht belohnt. Aber wie er da einige Male den Puck neben dem eigenen Tor aufnahm und dann fast leichtfüßig die ganze Berliner Defensive austanzte, war sehenswert. Yasin Ehliz war aber nicht nur ein sehr technisch versierter Stürmer, er war auch der Krieger, als den ihn sein Trainer so liebt. Ehliz ließ es rumpeln (frag nach bei Jamie MacQueen, siehe oben), er arbeitete hart, warf sich in Schüsse, nach einem Volltreffer in den Unterkörper blieb er sogar kurz auf dem Eis liegen. Aber er wollte sich diesen Sieg einfach nicht nehmen lassen.

Da diese Rubrik Three Stars heißt, müssen sich den dritten Stern leider zwei Spieler teilen, die beide einen verdient gehabt hätten. Ich denke aber, dass beide das verschmerzen werden können, nachdem sie hier so oft genannt werden. Leo Pföderl hat mit seinem Tor zum 3:1 einen neuen Nürnberger Rekord aufgestellt und nun schon acht Playofftore erzielt. Wie sehr Pföderl auf den Titel brennt, wurde aber auch in jeder anderen Situation deutlich, in der er auf dem Eis war. Und dann ist da noch Oliver Mebus. Es ist einfach Wahnsinn, wie viel und wie gut dieser Mann arbeitet, dass er inzwischen auch offensiv Akzente setzt, dürfte manchem Gegner (München?) Angst machen. „Er macht einen großartigen Job“, sagt sein Trainer, der Mebus im Powerplay auch einmal weiter vorne agieren ließ. „Ich wollte mal was anderes probieren und einen großen Körper da vorne drin haben.“ Und dann adelte er Oliver Mebus noch: „Er ist noch jung, er kann überall spielen.“

Und sonst?

Derzeit werden wir ja beinahe mit Lob überhäuft für dieses Blog (und auch kritisiert, wie gaaaanz am Ende der aktuellen Folge der Shorthanded News). Das freut uns drei, die wir hier Nächte (und manchmal auch Tage) verbringen, während unsere Frauen (und beim Kollegen Böhm auch die Kinder) ohne uns auskommen müssen. Das meiste Lob gebührt natürlich dem eishockeyverrückten Eishockey-Chef der NN, aber ich hoffe, dass auch die Beiträge mit den Namen Fischer und Gloser in der Autorenzeile Freude machen. Den nächsten Eintrag gibt es in der Nacht zum Samstag von der A9 irgendwo zwischen Berlin und Nürnberg. Vielleicht ja von der innerdeutschen Grenze. Oder aus Lederhose. Oder Wasserlosen. Auf die Bolognese nach dem Spiel werde ich verzichten – ich hoffe, Thomas Hahn und Alexander Fuchs, die mich im Auto mitnehmen, tun das auch.

14 Kommentare in “Spiel vier: Reis, Kartoffeln und Bolognese

  1. Tolles Spiel. Wir waren bissig, fokussiert, konsequent in der Defensive, etwas nachlässig in der Chancenverwertung. Aber gegenüber steht halt auch eine top Mannschaft inklusive Torhüter, die nicht permanent zu neutralisieren ist. Stark die Reaktion nach dem späten Ausgleich. Niklas wird uns nun ins Finale Hexen, da glaube ich fest dran. Er hat sich gestern nochmal gesteigert, ich sehe hier Parallelen zur Kölner Serie, wo er mir in den letzten beiden Spielen nahezu unbezwingbar erschien. Insofern bin ich froh, dass Rob Wilson diese Kommentare hier nicht liest. Sonst hätte er sich vielleicht doch von den direkten und manchmal auch subtilen Versuchen des Kollegen „Blackhawk“ beeinflussen lassen, der nach dem Spiel Andy Jenike ins Tor schreiben will. Oder kommentiert hier Andy selbst unter Blackhawk? 😀

  2. Nichts zu Dupuis?
    Den blind side hit gegen den Kopf übersehen wie die Schiedsrichter?

    In meinen Augen ist er ein Wiederholungstäter, er hat er letztes Jahr mit Mark Cundari Augsburgs wichtigsten Mann aus der Serie gefoult – jetzt ging es gegen Aubrys Kopf.

    Statt des 3:1 hätte es fünf Minuten PP für die Eisbären geben müssen. Über eine nachträgliche Sperre, wenn Krupp das untersuchen lässt, darf er sich nicht beschweren.

    • Ich habe die Szene in der Arena nicht wirklich wahrgenommen, weil ich gerade am Spielbericht geschrieben habe. Und auch nach zig Wiederholungen will ich Dupuis jetzt keine vorsätzliche Handlung unterstellen. Er hat den Arm lange unten, als er auf Aubry zufährt, im Moment der Kollision ist der Arm aber tatsächlich etwas weit oben. Ob er einfach nur ein paar Zehntel zu spät kommt? Ob ihn die großzügige Regelauslegung in diesen Playoffs animiert hat, die Grenzen neu auszuloten? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.

  3. Mein lieber Stefan, nein ich bin nicht Andy :). Ja, Treutle war gestern sehr stark und zeigte kurz nach Möchels Tor den Gamesaver man darf aber auch nicht vergessen, dass er in den Spielen 1-3 beider Serien teilweise eine Orientierungslosigkeit hatte im Torraum und auch seine Ausflüge mehrmals für Herzklopfen sorgten. Gestern war da aber der bekannte Treutle ab Spiel 4 der Köln-Serie auf dem Eis. Fehler muss und darf man ruhig ansprechen, vor allem wenn es einen Unterschied zur Hauptrunde gibt. Heilige Kühe sollten wir eigentlich keine haben.

    Aber nun zum Spiel: wir haben bisher ein fast identisches Abbild der Köln Serie! Die Spiele bisher ein auf und ab bei dem man Nürnberg teilweise anders sah als man es kannte und dann kam Spiel 4. Gestern war man von Beginn an da und setzte Berlin gehörig unter Druck und war auch an den Gegenspielern dran. So hatte Berlin enorme Probleme dazu noch die vierte Reihe, die mMn gut harmonierte.

    Ich meine aber, dass gestern die Serie zu Gunsten Nürnberg kippte. Das dritte Drittel in Berlin hat bei den Eisbären spuren hinterlassen und auch gestern sah man da teilweise ganz andere Eisbären. Man machte sich klein als ein Nürnberg nur in die Nähe fuhr oder drehte von der Bande ab sobald einer unserer Spieler kam. Da beginnt langsam der Kopf zu arbeiten. So oder so dürfte morgen die Vorentscheidung in der Luft liegen.

    Sonntag ist übrigens wieder die #Koboldarmy in der Arena….Spielausgänge sind bekannt.

  4. Starke Leistung von #2 bis #93 und ein verdienter Sieg!
    Den Raum vor dem eigenen Tor eng gemacht (ein, zwei Ausnahmen-prompt mit dem Gegentreffer) und den Eisbären damit wenig Torchancen gegeben. Bissig in den Zweikämpfen, Torchancen (ansatzweise!) genutzt. Und das nötige Scheibenglück hatten wir natürlich auch, muss man ehrlicherweise sagen. Klasse, wie das 1:0 und das 3:1 herausgespielt wurde.
    Lob auch an die Schiris. Gleich mit der ersten Strafe den Rahmen vorgegeben und diese Linie beibehalten. Ausnahme: Linesmen weiter mit Problemen mit dem Abseits….
    Nach dem 1:3 und der anschließenden Auszeit in Spiel 3 sind die Ice Tigers richtig drin in der Serie. Ausgang allerdings noch völlig offen, den Berlin ist ein starker Gegner!

  5. Servus und hallo vom Mann mit dem Hai an der Angel…
    Ganz großes Kino gestern…
    Morgen wird in Berlin gewonnen…
    Da werden die Eisbären an der Angel hängen…
    Und am Sonntag der Einzug ins Finale gefeiert…
    Vor Nürnberg vor…….

  6. Eine richtig gute Leistung der Mannschaft in der Verteidigung und auch von Niklas Treutle. Die Ice Tigers haben nur 18% aller Schüsse der Berliner (66 Schüsse gesamt) aus der gefährlichsten Schusszone zugelassen.
    Das war bisher in den drei Spielen bisher ganz anders. In Spiel 3 waren es 41%. Wenn so konsequent gearbeitet wird wie in Spiel 4 und viele Schüsse nur aus schlechten Positionen abgegeben werden können, wird es für jeden Gegner schwer. Auch für eine starke Berliner Mannschaft, die gestern aber etwas Nerven (Diskussionen Krupp mit Refs und Stockschlag Vehanen gegen Segal) gezeigt hat.

    Bei vielen Torchancen im 1. Drittel war es schwierig ein Tor zu erzielen (Ausnahme war die Situation von #28 auf Pass von #42), denn der Puck sprang oft so, dass er schwierig zu kontrollieren war. Nicht einfach solche Pucks beim Gegner unterzubringen. Bei einer Schusseffizienz von 12,5% kann man aber nicht von Abschlussschwäche reden. Auch bei der Schusseffizienz ist eine Parallele zur Serie gegen Köln zu erkennen.
    Hier steigert sich die Mannschaft step by step…
    Gegen Köln: 2,70%, 8,11%, 6,90%, 11,11%
    Gegen Berlin: 3,57%, 6,12%, 9,68%, 12,50%

    Auch das viel gescholtene PP sieht gegen die Eisbären oft richtig gut aus. Mit einer Quote von 38,5% (5 Tore bei 13 Überzahlspielen) ist das auch richtig stark. Da gibt es nichts zu meckern.
    Und auch die Unterzahl funktioniert richtig gut. 92,3% (1 Gegentor bei 13 Situationen) sind ausgezeichnet.
    Entscheiden die Special Teams diese Serie? Ist gut möglich.

    Für Möchel habe ich mich sehr gefreut. Den Gedanken, das er im PP einen Abpraller reinmöchelt hatten mehrere Fans, wie sie hinterher in der Fankneipe schilderten. Und es war das Lineup, was schon oft gut funktioniert hat. Bin da auf die Aufstellung in Spiel 5 gespannt.

    Sehr neugrierig ob Ice Tigers morgen auch auswärts so aufspielen. Berlin ist zu Hause definitiv stärker. Das wird sehr spannend. Vorfreude 🙂

  7. Nachdem wir gestern aus dem hervorragenden ersten Drittel viel zu wenig gemacht haben und dann den Ausgleich gefangen haben dachte ich nicht mehr an einen Sieg. Respekt vor der Leistung der Mannschaft. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass wir gestern auch das nötige Glück auf unserer Seite hatten. Für den Check von Dup hätte er vermutlich sogar mit Spieldauer gehen müssen. Ob wir dann verloren oder gewonnen hätten kann natürlich keiner voraussagen. Nimmt man aber alle 4 Spiele zusammen, sehe ich meiner Meinung nach zwar insgesamt viele Fehlentscheidungen der Schiris (mal zum Vor- und mal zum Nachteil für Nbg. bzw. Berlin) aber trotzdem steht es für beide Mannschaften verdientermaßen 2:2! Ich hoffe einfach, dass im immer realistischer werdenden Spiel 7 keine Mannschaft verpfiffen wird. Das wäre dann vermutlich entscheidend!

    Nach dem gestrigen Spiel stehen die Chancen auf ein Finale wieder bei 49 % (1% weniger wegen Heimvorteil Berlin). Egal wie es jedoch für uns ausgeht kann man angesichts unseres Etats (Nürnberg soll wohl hier ligaweit auf Rang 5 liegen) die Saison mit Hauptrundenplatz 3 und dem Halbfinale inkl. den bisher dortigen 2 Siegen als gelungen bezeichnen. Alles was jetzt noch dazu kommt wäre über den Erwartungen.

    P.S.
    Ich hoffe dass unser Captain im nächsten Spiel mal wieder trifft. Er hätte es verdient! Wobei wenn man Pföderl hat könnte das auch schon fürs Finale reichen! 🙂

  8. Hallo,

    überaus verdienter Sieg.
    Wie alle schon behaupten (und Frank mit Zahlen hinterlegt hat), fühlt sich die Serie irgendwie an wie das VF gegen die Haie. Nach der knappen, letztendlich nicht unverdienten letzten Niederlage in Berlin war das eine deutliche Steigerung. Einzig im 2. Drittel konnten die Eisbären das Spiel offen halten, im ersten und dritten Drittel haben die Tigers klar dominiert. Dass es „nur“ 4:1 ausging, war im wesentlichen Vehanen zu verdanken. Sehr stark gestern.

    Möchel würde ich gerne weiter in Nürnberg sehen. Arbeiter vor der Herrn, gestern mit dem Game winning Goal. Hat ihm jeder Nürnberger in der Arena gegönnt denk ich. Gute Leistung. Wie auch wieder von unserer ersten Reihe und von Weber. Er wird immer besser, er ist sehr gereift in dieser Saison. Ob das an Gilbert, Aronson oder Wilson liegt… who knows.

    Die Aktion von Dupuis war sicher grenzwertig, war mir in der Arena erst nicht aufgefallen. In der Wiederholung aber eine enge Kiste. Wenn man allerdings sieht, was NICHT gepfiffen wurde im letzten Spiel (von der Aktion von Eriksson in Köln gegen Dupuis ganz zu schweigen), gleicht sich das immer aus. Dupuis als unfairen Wiederholungstäter hinzustellen ist Blödsinn.

    Trotz aller Härte in der Serie, wenn ich mir da heute das Spiel in Mannheim anschaue, haben wir die deutlich saubereren Spiele hier, denke das sieht Berlin nicht anders. Was Plachta sich da gestern geleistet hat… dreckig.

    Wenn wir Aubry in den Griff bekommen am Freitag, werden wir in Berlin gewinnen und die Serie Sonntag in Nürnberg zu machen.

    Herzlicher Gruß
    Stefan

  9. War auch wieder begeistert von der gestrigen Leistung unserer Tiger.
    Aber man muss schon auch realistisch sehen, dass das Spiel lange Zeit auf das Messers Schneide stand und nach dem Berliner Ausgleich drohte das Match zu kippen. Die beiden für mich entscheidenden Momente waren der Nachschuss von Möchel zur vielumjubelten Führung (in einem ansonsten grottenschlechten Powerplay) und kurz darauf die Parade von Treutle im eins gegen eins gegen Petersen.

    Die meiner Meinung nach besten Nürnberger Spieler waren Treutle (mal wieder), Pföderl (unser aktuell komplettester Stürmer – da wird einem auch wieder bewusst, was für eine Schwächung sein Ausfall ausgerechnet zu den Playoffs im Vorjahr war) und Fox (unglaublich bissig und torgefährlich).

    Ich sehe insgesamt immer noch die Berliner als Favorit (Heimvorteil + etwas ausgeglichenere Reihen), aber toll, dass wir das Duell so offen halten können. Freu mich schon auf das nächste Heimspiel am Sonntag!

  10. Ich hoffe für euch das ihr in der Nacht nicht bei Wasserlosen landet, außer ihr seid nach nem krassen erfolgreichen Spiel sehr verwirrt *g
    Geht lieber ins ParadiesTal. Da lässt sichs schön pinkeln. 😉

  11. Jetzt mal ehrlich: Wer steckt denn seit gut einem Jahr in dem Mebus Kostüm??? Das ist einfach unfassbar wie stark er auftritt. Bereits seit einiger Zeit unser stabilster/bester Verteidiger.
    Mebus, Fox (wie ausgewechselt seit Beginn der Playoffs) und Pföderl sind momentan unsere 3 besten Spieler!

    Ganz starker Auftritt, den ich so nicht erwartet habe nach der unglücklichen Niederlage in Berlin (psychischer Knacks ist ausgeblieben).

    Einzig weiterhin bedenklich ist wie unser Kapitän auftritt. Vorne fast immer mit der falschen Entscheidung und hinten verliert er seine Zweikämpfe. Aktuell leider unser schwächster Angreifer.

  12. > Leo Pföderl hat schon wieder getroffen. Er hat einen Rekord aufgestellt. Aber überrascht das noch
    > irgendjemanden? Vielleicht kreieren die Fans ja bald einen eigenen Gesang. Leo ist schließlich
    > on fire, wahrscheinlich noch etwas mehr als Will Grigg. Nanananana…

    „Spontan“ (nach 2 Tagen 🙂 ) ist mir da nur dies eingefallen (nach Mark Forster, „Chöre“):
    Und der Leo trifft für uns, oh-oh-oh-oh-…

    P.S. Nachdem das glaube ich mein allererster Kommentar hier ist: Riesigen herzlichen Dank für das Blog und die Diskussionen. Immer wieder ein Highlight nach den Spieltagen!

  13. Hinten verliert Reimer nicht wirklich viele Zweikämpfe, eher haut er sich in Schüsse rein.
    Wenn es vorne halt nicht läuft, hilft er mehr hinten aus.

    Ach ja, wie wäre es, wenn man nach den Spielen erstmal tief durchatmet und dann etwas hinklascht (Blog, Facebook usw.)???
    Es hat schon seinen Grund, wieso Treutle bei den Niederlagen nicht immer gut aussah.
    Wenn deine Vordermänner nämlich wie aufgeschreckte Hühner vor deinem Tor agieren, sieht kein Goalie der Welt gut aus!

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