Spiel 41: Was wirklich wichtig ist

Foto: Thomas Hahn

Meine Jungs schlafen, während ich das schreibe. Der Erstgeborene hat sich wie immer die Decke von den Beinen gestrampelt, der Zweitgeborene brabbelt wie so oft unverständlich vor sich hin. Beiden geht es gut. Das ist Glück. Ja, das hat man schon mal gelesen und gehört, einmal, zweimal, tausendmal. Aber erst allmählich verstehe ich, wie wahr das ist. Nürnberg wünscht den Ice Tigers einen Sieg im letzten Saisonspiel. Wer immer mal wieder persönlich mit Patrick Reimer, Andreas Jenike oder David Steckel zu tun hat, der wünscht auch diesen drei Spielern und nahezu jedem weiteren dieses sympathischen Jahrgangs diesen erlösenden Erfolg. Und natürlich würde das viele Menschen in und um diesen Klub herum sehr glücklich machen. Wichtig aber ist auch das nicht. Am Donnerstag waren die Ice Tigers wie jedes Jahr zu Besuch in der Cnopf’schen Kinderklinik. Auch da haben sie offensichtlich viele kleine Menschen glücklich gemacht, zumindest für eine kurze Zeit. Wichtig ist nur, dass diese Kinder wieder gesund werden. Moment, noch schnell den Kloß im Hals herunterschlucken, nach dem Sprung geht es um: Eishockey. Kein sehr gutes Eishockey, dieses 1:2 gegen Augsburg aber könnte noch wichtig werden – behauptet ein Gastkommentator über dieses 1:2 gegen Augsburg.

Warm-up

  • Cundari, Valentine oder Parkes – wie immer bei diesem Gegner kann ich mich nicht entscheiden, welchen Spieler ich gerne regelmäßiger zusehen würde. Nach dem 1:2 habe ich mich, wie immer, für den Verteidiger mit der Nummer vier entschieden. Einer wie Cundari fehlt diesen Ice Tigers. Aber auf mich hört ja (zum Glück) keiner.
  • Mike Stewart über das 2:1 für seine Augsburger Panther: „Das allerletzte Scheibenglück war heute auf unserer Seite.“
  • Ich hielt es für ausgeschlossen, dass sich Mannheim noch nicht einmal für die Pre-Playoffs qualifizieren wird. Dann habe ich mir die Tabelle mal genauer angesehen. Sieben Punkte fehlen da auf Platz zehn, allerdings hat Mannheim auch zwei Spiele weniger als Bremerhaven. Viele Aussetzer aber dürfen sich die Adler nicht mehr leisten.
  • Noch irgendetwas zu Pavel Gross? Nein, das Thema wird in Nürnberg noch lange eines sein. Nur so viel: Die Rivalität mit Wolfsburg dürfte spätestens nach den kommenden Playoffs Geschichte sein, ein andere Rivalität dürfte hingegen noch intensiver werden.
  • Nein, er hat es nicht gesagt. Was auch immer Milan Jurcina hat (Rückenverletzung), it‘s not just a knock. Am Sonntag soll der sehr große Verteidiger trotzdem wieder spielen können. Durch die Rückkehr von Brett Festerling konnte Wilson Jurcina vorsichtshalber schonen.
  • Derzeit spricht übrigens nichts dagegen, dass Steven Reinprecht sein Comeback tatsächlich (nach der Olympia-Pause) in der Punkterunde gibt. Die Reha nach seiner Rückenoperation verläuft bislang nach Plan.
  • Spieler, denen man ansieht, wie viel sie haben bislang leisten müssen: Philippe Dupuis, Brandon Segal, Taylor Aronson, John Mitchell.
  • Spieler, denen gegen Augsburg einfach nichts gelingen wollte: Leo Pföderl, Yasin Ehliz.
  • Spieler, die sich offensichtlich derzeit ein wenig überschätzen: Dane Fox.
  • Die IIHF-Regel 537 kommt offensichtlich nicht mehr zur Anwendung. Das heißt, nein, Trevor Parkes durfte sich zwei Minuten ausruhen (kürzer machen es die Ice Tigers ja nicht), weil er mit dem Schläger geschlagen hatte. Die 37 weiteren Stockschläge wurden hingegen nicht geahndet. Da könnte sich die DEL durchaus mal wieder an der NHL orientieren. Aber auf mich hört ja keiner.
  • Am Montag wird Bundestrainer Marco Sturm wohl bekanntgeben, welchen der beiden Nürnberger Torhüter er mit nach Piöngdingsbums mitnimmt. Denn das er Niklas Treutle oder Andreas Jenike oder vielleicht sogar beide nominiert, das steht doch außer Frage, oder? (Tatsächlich würde es mich überraschen, wenn der Bundestrainer allein nach den Leistungen und den Eindrücken der aktuellen Saison entscheiden würde)
  • Team Canada hat den Ersatztorhüter der Kölner Haie nominiert. Mehr muss man über diese Farce von einem Eishockeyturnier nicht wissen.
  • Wie gut die Torhüter der Ice Tigers sind (die Analyse des 1:2 überlassen wir André Dietsch), sieht man allein daran, dass kein Journalist Wilson mehr danach fragt, wer denn nun beim nächsten Spiel im Tor stehen wird. Es spielt einfach keine Rolle.
  • Und im Sturm, Herr Sturm? Ehliz, Pföderl oder Reimer oder alle drei?

    Das Spiel (ein Gastbeitrag von Robert Wilson)

„Ich denke schon, dass wir uns hart gewehrt haben. Wir haben nur wenig Zeit in unserem Drittel verbracht. Wir waren sehr stark am Bullypunkt. Wir haben uns nicht allzu viele Konter eingefangen. Trotzdem weiß ich natürlich, dass das nicht unser bester Abend war. Wir hatten unsere Möglichkeiten. Wenn man so viel Puckbesitz hat, wie wir zu Beginn des Spiels, muss man die Führung ausbauen. Wir haben in Unterzahl ein Tor hergeschenkt. Darüber war ich nicht wirklich glücklich. Das Tor hat Augsburg das Momentum gegeben. In den ersten 15 Minuten haben extrem gut foregecheckt, wir haben doppelt so viele Bullys gewonnen. Aber wir wollten offenbar nicht schießen, wir wollten den Puck ins Tor passen. Durch das 1:1 waren wir zurück im Nahkampf. In diesem Unterzahlspiel sind zwei, drei Dinge in Folge nicht gut gelaufen, wir haben nicht geklärt, als wir hätten klären können. Wir haben keinen Druck gemacht, als wir hätten Druck machen können. Killen wir diese Strafzeit, hätten wir uns wieder aufs Pferd schwingen und wieder an die Arbeit gehen können. Dann fällt vielleicht auch das zweite Tor. Wir hatten 73 Schussversuche, sie hatten um die 50. Da müssen wir klinischer sein. Aber das ist okay. Wir werden nicht jedes Spiel gewinnen. Solche Niederlagen sind wichtig.“

Und warum? Weil man aus ihnen lernen kann. Nehmen wir an, David Steckel hätte getroffen oder Petr Pohl – kurz bevor Mark Cundari Jaroslav Hafenrichter perfekt freigespielt hat. Dupuis hätte wahrscheinlich noch einen nachgelegt – und Nürnberg wieder knapp gewonnen. Erkenntnisgewinn: eher gering. Nach einer Heimniederlage prüfen Trainer (in diesem Fall wohl Mike Flanagan) genauer. Die Spieler hinterfragen sich aber ebenfalls kritischer.

Der Moment

Patrick Köppchens Kasatschok-Einlage im Mitteldrittel hat sehr schön ausgesehen. Nett war auch, wie Niklas Treutle den Puck gesucht hat, der bereits zum Bully auf dem Punkt bereitlag. Yasin Ehliz‘ Kamikaze-Aktion in Unterzahl oder Thomas Holzmanns verunglückter Versuch, in Patrick Ehelechners Top Ten aufgenommen zu werden. Wirklich eindrücklich aber war, Hans Detsch Eishockey spielen zu sehen. Besonders versiert hat das nicht ausgesehen, Detsch war eher dabei als mittendrin. Aber er hat sich auf den Schlittschuhen halten können, das soll ihm gegen die Ice Tigers ja nicht immer gelungen sein. Wobei auf der Pressetribüne vermutet wurde, dass Mike Stewart Detsch nur aufs Eis geschickt hatte, um nachzuschauen, ob Brandon Prust nicht vielleicht doch noch in der DEL tätig ist.

Three Stars

Zwei Spieler aus der vierten Reihe (, die es laut Cheftrainer in Nürnberg nicht gibt) haben es in diese Three Stars geschafft. Bei allem Respekt vor Petr Pohl und Patrick Buzas, das lässt das nicht unbedingt auf ein gutes Spiel schließen. Andererseits ist es genau das, was man von Spielern erwarten kann, die am Ende mit vier bis acht Minuten Eiszeit auskommen müssen. Wenn die Mannschaft einen schlechten Tag hat, einen guten zu haben, das muss das Ziel von Viert-Reihen-Spielern sein. So wie Petr Pohl, das vorletzte Rätsel dieser Ice Tigers. Pohl fällt schon die gesamte Saison immer mal wieder durch seine Dynamik, seinen Antritt und seinen Schuss auf, viel öfter aber fiel er durch Alibi-Verteidigung und unzureichende Chancenverwertung auf. Letzteres hat sich auch gegen Augsburg nicht geändert. Er war es, der kurz vor Jaroslav Hafenrichters 1:2 alleine vor Olivier Roy aufgetaucht war und der den Puck irgendwie an dem Torhüter vorbei, aber nicht über die Linie gebracht hat. Er war es aber auch, der immer wieder aufgefallen ist – durch Spielwitz, Schüsse und seine Schnelligkeit. Zur Auflösung des allerletzten Rätsels hat er allerdings auch nichts Neues beitragen können. Das Power-Play bleibt die große Schwäche dieser Ice Tigers.

Spieler, die schon lange einer Mannschaft treu sind, die für einen Wiedererkennungswert sorgen, die freundlich sind, lustig, bei derlei Spielern neigt man als Berichterstatter dazu, nachsichtiger zu urteilen. Bei Spielern wie Patrick Buzas. Buzas hat bislang, vor allem in Relation zu seinem Können, keine gute Saison gespielt. Gegen seinen Heimatverein aber zählte er zu den auffälligsten Nürnbergern. Zusammen mit Eugen Alanov und Pohl stellte er sogar die beste Reihe der Ice Tigers.

Foto: Thomas Hahn/Zink

David Steckel ist an diesem Abend wenig gelungen. Auch er hat eine Großchance vergeben, so schön wäre sein 2:1 zum Abschluss eines der wenigen schnellen Angriffe gewesen. Der Siegeswille des US-Amerikaners führte auch wieder zu einigen unschönen Szenen. Man konnte aber auch bei dieser Niederlage sehen, wie wichtig Steckel ist. 24 Bullys hat er gewonnen, vierundzwanzig – und nur acht verloren. Steckel wollte nicht verlieren. Das wird sich in den Playoffs kaum ändern.

 

19 Kommentare in “Spiel 41: Was wirklich wichtig ist

  1. Wir haben uns gestern in der Fankneipe gefragt, warum die vierte Reihe nicht mehr Eiszeit bekommt. Die Reihe hatte sich Chancen erarbeitet. Hat Energie aufs Eis gebracht. Hätte die anderen Reihen mehr entlasten können. Warum nicht mehr Shifts?
    Aber das gilt nicht nur für dieses Spiel. Schon öfter beobachtet. Da können die Coaches etwas mutiger sein…

    In die Kategorie derjenigen, denen nix gelingen wollte, würde ich P. Reimer noch aufnehmen. Die allerersten zwei Puckberührungen waren schon „suboptimal“. Im PP hat sich das durchgezogen. Da war deutlich, das er in dem Spiel kein Timing hat. Wie auch beim Gegentor in Unterzahl.
    Aber bei der ganzen Mannschaft hatte man gestern so ein wenig das Gefühl, dass man den AEV nicht so richtig ernst nimmt. In die Top 3 würde für mich Mebus hinein gehören. Hat mich absolut überzeugt.

    Das der Coach das Schussverhältnis anspricht, verblüfft mich etwas. Denn in den meisten Spielen schießen wir weniger (teilweise deutlich weniger) auf das Tor des Gegners und gewinnen trotzdem. Und selbst wenn man einberechnet, aus welchen Zonen die Schüsse kommen, ergibt sich da nicht unbedingt ein Vorteil für uns. Ich sage damit jetzt nicht, dass das mit unseren Toren oft nur Glück ist (PDO immer noch bei 102,8%), aber wir gewinnen regelmäßig mit SF bei 40-45% und einem Corsi kleiner als 50%. Nun ja, verblüfft…

    Was gestern irgendwie schade war. Da kommt das Publikum ab ca. min 43 richtig in Fahrt. Die ganze Halle unterstützt das Team, weil die Fans gemerkt haben, dass das Team Energie von den Rängen braucht. Und das hat auch wirklich für die Mannschaft funktioniert. Bis der DJ im Powerbreak mit Gewalt diese Stimmung (unter-)bricht. Die Fans wollten eigentlich weiter Stimmung machen. Hätte er mal besser nix eingespielt. Ich sage nur Fingerspitzengefühl…

    Solche Spiele gehören auch dazu. Aktuelle Prognose ist ja, dass wir wieder über 100 Punkte am Ende der Saison haben. Das ist richtig gut. Und zu einer langen Saison mit sehr engem Spielplan gehören Spiele wie gegen den AEV auch dazu. Wir sind total verwöhnt. Vielleicht zu verwöhnt… 😉
    Sehr gepannt wie es morgen in München weitergeht…

  2. Nachschlag (1)
    Danke für den Beitrag zum Besuch in der Klink. Wurde ich gestern auf der Arbeit von Kollegen angesprochen. Ist eine tolle Aktion.

    Nachschlag (2)
    Die Vertragsverlängerung von Brandon Segal (mein MVP) ist hoffentlich schon erledigt… 😉

  3. Die Niederlage kam angesichts der Entwicklung in den letzten Spielen nicht unbedingt überraschend. Schon gegen Ingolstadt und Mannheim war ein gewisser Leistungsabfall festzustellen.
    Schade, dass der Siegtreffer der Augsburger durch einen Sonntagsschuss gerade in der Phase fiel, als die Ice Tigers endlich etwas mehr Zugriff auf das Spiel bekommen hatten und der Führungstreffer eigentlich in der Luft lag. Aber so geht’s halt, wenn vorne nix reingeht. Augsburg allerdings über 40 Minuten das aktivere, spritzigere Team, so dass der Sieg durchaus in Ordnung geht.
    Wie schon im BLOG und von Frank Strube richtig beschrieben: Da waren zu viele Nürnberger, die nicht ihren besten Tag hatten. Und bei einigen dauert dieses Formtief schon etwas länger – aber besser jetzt, als im März/April. Der erneut sehr starke John Mitchell (mMn wieder ein Kandidat für die Three Stars) stand in seiner Reihe mit den sehr schwachen Pföderl und Möchel ziemlich auf verlorenem Posten. Hier hätten die Trainer mit einem Reihenwechsel Steckel/Mitchell durchaus reagieren können.
    Das Lob für die vierte Reihe ist absolut berechtigt. Beste Reihe gestern.

  4. Hallo,

    insgesamt fand ich schon die letzten Siege recht glücklich, gestern war es einfach Zeit für eine verdiente Niederlage gegen starke Augsburger. Schade für die Panther, dass sie offenbar immer nur gegen uns ihre Schokoladenseite zeigen…

    Bei den Tigers ging nicht viel zusammen. Treutle stark, Buzas war sehr auffallend gestern Abend. Würde mich sehr freuen wenn er zu den PO wieder in fahrt kommt. Bislang sicher nicht seine Saison.

    Überhaupt Playoffs. Wenn man die letzten Spiele sieht, wird die Meisterschaft an das Team gehen, welches nach der Olympiapause am schnellsten in den PO – Mode kommt. Mannheim würde ich sicher noch nicht abschreiben, könnte unser VF – Gegner werden… Ingolstadt hat auch einen Lauf, Köln pendelt zwischen Topteam und Leistungsverweigerung.

    Kurzum: Die Vorfreude auf die PO kann auch das mäßige Spiel gestern nicht trüben und morgen im MUC kann das schon wieder anders aussehen.

    Herzlicher Gruß
    Stefan

    PS:
    @Frank: Segal (FAN!!) hat imo noch keinen neuen Vertrag unterschrieben

    PPS:
    @Regelkundige: Meines wissens darf ein Feldspieler den Puck im Torraum nicht mit der Hand blockieren. Darf er, wie Günsel gestern, den Puck wirklich mit der Hand aus dem Torraum schieben?

  5. Danke fürs tolle Spiel, hat Spaß gemacht – und das hätte es auch, wenn wir verloren hätten.

    Was ich nicht ganz verstehe ist das Fehlen von Drew in der Liste „welchen Spieler ich gerne regelmäßiger sehen würde“. Als Regelmäßig-Seher wäre Cundari nur die Nr. 2 auf der Liste. Was LeBlanc kann habt Ihr u.a. vor dem Ausgleich gesehen. Da würde ich jetzt Eure Spieler nicht so verdammen wie oben geschrieben.

    Bei Euch fielen mir positiv auf: Mebus – drn kannte ich bisher eher als ungelenk und langsam, Respekt, der hat sich toll entwickelt.

    Butschi. Nicht nur weil ich ihn mir zurück wünsche, sondern weil er gestern richtig gut war. Bei uns bekäme er sicher mehr Eiszeit.

    Treutle. Euer Eigengewächs fand ich immer schon überbewertet. Gestern war er sehr gut. Und das 1:2 kassiert man halt mal, war genau in den Winkel gezirkelt vom Harbourjudge. Roys Gegentor war auch ein mistiges Ding, bei ihm fiel mir positiv auf, dassihm das überhaupt nichts ausgemacht hat.

    Steckel. Mr. Faceoff. Gut, dass wir wissen, dass wir die meisten Bullys verlieren und uns darauf eingestellt haben. Macht viel aus, wenn gefühlt jedes verlierst, der Gegner aber keinen Vorteil daraus ziehen kann. Außer bedenkenlos noch eine unerlaubte Befreiung raushauen kann. Und noch eine, und noch eine.

  6. @Bidole

    PPS

    Das Werfen der Scheibe durch einen Feldspieler ist überall nicht erlaubt —> Kleine Strafe.

    Und man darf die Scheibe überall mit der Hand wegschlagen, nur das Zuspielen mit der Hand zum Mitspieler ist nur im eigenen Verteidigungsdrittel erlaubt (sowohl der Handpass als auch die Passannahme muss innerhalb des Verteidigungsdrittel erfolgen).
    Und wenn man die Scheibe mit der Hand ins gegnerische Tor schlägt ist es natürlich auch nicht gültig.

  7. @bidole: darf er glaub ich, nur nicht verdecken.

    Zum Spiel ist eigentlich alles gesagt. Fox hat derzeit kaum Glück am Schläger in vielen Situationen. Ansonsten eine Niederlage, die mich persönlich nicht stört. Das Pferd und so ;).
    Erfreulich ist aber, dass reino wohl im Plan ist. Perfekt.
    Über eine vorzeitige Verlängerung der Nummern 26 und 79 sowie 95 würde ich mich sehr freuen.

  8. @Frank Strube:
    Kannst du mir bitte die folgenden Statistiken kurz erläutern. Ich kenne diese Abkürzungen bzw. Begriffe nicht (obwohl ich seit 15 Jahren Eishockey anschaue 😉 ):
    „Ich sage damit jetzt nicht, dass das mit unseren Toren oft nur Glück ist (PDO immer noch bei 102,8%), aber wir gewinnen regelmäßig mit SF bei 40-45% und einem Corsi kleiner als 50%. Nun ja, verblüfft…“

    @Bidole:
    Ich erinnere mich an ein Spiel gegen Mannheim. War wohl 2006/2007 oder 2008. Das haben wir in der letzten Minute gedreht. Hier haben wir (wenn ich mich richtig erinnere) einen Penalty erhalten, weil ein Mannheimer-Verteidiger den Puck im Torraum mit der Hand blockiert hat. Also wirklich blockiert. Vielleicht verhält es sich anders, wenn er den Puck aus dem Torraum „schlägt“? Ich bitte auch um Aufklärung 🙂
    Danke!

  9. @Blackhawk:
    Da es keinerlei Beschwerden gab, ist das wohl so… hab mal @rickGoldmann angefragt

    PPS: Warum Fox die letzte Minute auf dem Eis war, hab ich nicht verstanden. Hat gestern gezeigt, warum er noch ein „Projekt“ für Wilson und Maddin

  10. Wie immer ein sehr guter Blog mit sehr fachkundigen Kommentaren, welche den Blog noch mehr aufwerten. So bekommt jeder, auch wenn er ein Spiel nicht mitkriegt, wie ich gestern, doch ein sehr realistisches und fachkundiges Abbild.

    Eines möchte ich doch noch schreiben. In diesen und in den letzten Blogkommentaren war die Rede davon, dass bei der Mannschaft ein Leistungsabfall erkennbar war. Gegen Ingolstadt spielte die Mannschaft mit zunehmender Spielzeit (schon ab dem 2. Drittel) sicherlich nicht mehr „schön“ und viele Pässe kamen nicht an. Doch jede Mannschaft kann nur so gut spielen wie es der Gegner zulässt. Und Ingolstadt kämpfte und unsere Mannschaft fightete dagegen, mit einer Intensität wie ich es aus Playoff Spielen kenne. Jeder Fehler konnte das Siegtor für die andere Mannschaft bedeuten.
    Ich erinnere nur: Ingolstadt – Berlin 5 : 0 🤔
    …und gegen Mmhm kann man auch immer verlieren (Chancen waren ja genug da)…

  11. @all: Danke für das Feedback!
    #Rick Goldmann hat die auch hier vorherrschende Meinung so auch auf Twitter bestätigt. Blockieren im Torraum durch Feldspieler -> Penalty, rausschieben mit der Hand durch Feldspieler -> regelkonform.

    Gruß
    Stefan

  12. @Patrck: Die Frage an mich habe ich erst heute gesehen. Deswegen etwas später die Antwort (alle Daten ohne das gestrige Spiel gegen München – habe ich noch nicht ausgewertet).

    Der Wert SF% setzt die Anzahl der eigenen Schüsse auf das Tor (ShotsOnGoal), mit den Schüssen, die der Gegner abgibt in ein Verhältnis. Ist der Wert mehr Spielanteile -> sollte zu mehr Toren führen
    Der Wert ist bei Hockey Analytikern recht wichtig inzwischen. Aber sagt noch nicht alles aus. Wichtig ist ja auch, aus welcher Position (Zone) der Schuss abgegeben wurde (shot zones).
    Alles nicht so einfach. Aber ein wichtiger Wert.

    Der PDO wird als „Glücksfaktor“ bezeichnet und ist eine Summe aus Fangquote und Schusseffizienz. Schießt man wenig und erzielt viele Tore (hohe Schusseffizienz) und bekommt viele Schüsse, kassiert aber wenige (hohe Fangquote) liegt der Wert über 100%.
    In der Regel pendelt sich der Wert im Laufe der Saison um 100% ein (die meisten Teams leicht drüber oder leicht drunter). Bei den Ice Tigers hatten wir diese Saison schon Werte über 105% („viel Glück“). Den Wert sollte man nicht überbewerten. Aber unserer ist der höchste Wert der Liga. Und nach einer Phase mit sehr hohem PDO fällt der Wert wieder. Kann man beobachten (wer Zahlen wünscht, kann ich veröffentlichen). Letzte Saison hatten wir am Ende der Hauptrunde 102%.

    Ich hoffe die Erläuterungen helfen. Leider findet man diese Werte nicht bei der DEL. Die NHL hat offiziell solche Wert. Ich pflege die so zum Spaß und weil es mich für die Ice Tigers interessiert 🙂

  13. Da fehlen die ganzen Daten, die ich mit reinkopiert habe. Nochmal…

    Der Wert SF% setzt die Anzahl der eigenen Schüsse auf das Tor (ShotsOnGoal), mit den Schüssen, die der Gegner abgibt in ein Verhältnis. Ist der Wert mehr Spielanteile -> sollte zu mehr Toren führen
    Der Wert ist bei Hockey Analytikern recht wichtig inzwischen. Aber sagt noch nicht alles aus. Wichtig ist ja auch, aus welcher Position (Zone) der Schuss abgegeben wurde (shot zones).
    Alles nicht so einfach. Aber ein sehr wichtiger Wert.

    Der PDO wird als „Glücksfaktor“ bezeichnet und ist eine Summe aus Fangquote und Schusseffizienz. Schießt man wenig und erzielt viele Tore (hohe Schusseffizienz) und bekommt viele Schüsse, kassiert aber wenige (hohe Fangquote) liegt der Wert über 100%.
    In der Regel pendelt sich der Wert im Laufe der Saison um 100% ein (die meisten Teams leicht drüber oder leicht drunter). Bei den Ice Tigers hatten wir diese Saison schon Werte über 105% („viel Glück“). Den Wert sollte man nicht überbewerten. Aber unserer ist der höchste Wert der Liga. Und nach einer Phase mit sehr hohem PDO fällt der Wert wieder. Kann man beobachten (wer Zahlen wünscht, kann ich veröffentlichen). Letzte Saison hatten wir am Ende der Hauptrunde 102%.

    Ich hoffe die Erläuterungen helfen. Leider findet man diese Werte nicht bei der DEL. Die NHL hat offiziell solche Wert. Ich pflege die so zum Spaß und weil es mich für die Ice Tigers interessiert 🙂

  14. Ist wohl ein Systemfehler. Mein Kommentar zu groß. Teile das auf:

    Der Wert SF% setzt die Anzahl der eigenen Schüsse auf das Tor (ShotsOnGoal), mit den Schüssen, die der Gegner abgibt in ein Verhältnis. Ist der Wert <50% bekommt man mehr Torschüsse auf das eigene Tor, als man auf das Tor des Gegners schießt.
    Aktuelle Werte dieser Saison:
    Schüsse auf das Tor des Gegners (gesamt): 1272 – 1388
    Heim 677 – 710
    Auswärts 595 – 678
    SF% (gesamt, heim, auswärts): 47,82%, 48,8%, 46,7%
    Wie man sieht bekommen wir deutlich mehr Schüsse als wir selber schießen. Zuhause ist das noch ziemlich OK.
    Letzte Saison war das anders. Da haben wir über die gesamte Saison viel mehr selber auf des Gegners Tor geschossen als Schüsse bekommen.

  15. Der Corsi Wert bezieht noch die abgegebenen Schüsse neben das Tor und die geblockten Schüsse mit ein. Man berechnet das Schussverhältnis aber genauso.
    Alle Schüsse auf das Tor des Gegners (CF) – (gesamt): 2175 – 2328
    Heim 1176 – 1185
    Auswärts 999 – 1143
    CF% (gesamt, heim, auswärts): 48,47%, 49,8%, 46,6%
    Auch beim Corsi sieht man, dass wir insgesamt weniger schießen. Aber auch hier Zuhause deutlich besser als auswärts.

  16. Diese Schussverhältnisse (vor allem Corsi) werden oft hergenommen um Spielanteile zu bestimmen (nur wenn man Puckbesitz hat, kann man schießen).
    Hoher Puckbesitz -> mehr Spielanteile -> sollte zu mehr Toren führen
    Der Wert ist bei Hockey Analytikern recht wichtig inzwischen. Aber sagt noch nicht alles aus. Wichtig ist ja auch, aus welcher Position (Zone) der Schuss abgegeben wurde (shot zones).
    Alles nicht so einfach. Aber ein sehr wichtiger Wert.

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