Spiel 35: Ein Bier für Bill

Foto: Roland Fengler

Rob Wilson schätzt Bill Stewart. Also nicht so, wie er Straubing oder Krefeld schätzt. Wilson empfindet tatsächlich einen tiefen Respekt gegenüber dem Mann, der viel dafür getan hat, dass er in der DEL mittlerweile weniger gefürchtet als belächelt wird. Wilson und Stewart kennen sich aus Toronto, als Wilson vom Spieler zum Spielertrainer zum Trainer wurde, hat er viel mit Stewart geredet. Nach dem 5:2 seiner Ice Tigers hat er dem Trainer der Adler Mannheim ein Bier ausgegeben. Es ist Weihnachten, da kann man sich das leisten. Sogar in Nürnberg. Mitleid aber sollte man diesem Klub niemals haben. Das könnte sich im Frühjahr rächen.

Warm-up

  • Mannheims vierte Reihe: David Wolf/Garrett Festerling/Ryan MacMurchy. Mannheim überzählige Spieler: Daniel Sparre, Christoph Ullmann. Nur der Meister ist ähnlich tief besetzt wie dieser Adler-Jahrgang 2017/2018. Bis auf Marcus Kink und Andrew Desjardins trat Mannheim auf und abseits des Eises beinahe ausschließlich mit Stürmern an, die das Potenzial haben, die Scorerwertung dieser Liga anzuführen, die die Scorerwertung bereits angeführt haben oder irgendwann die Scorerwertung der DEL anführen werden. Nun mag genau das Teil des Problems dieses Jahrgangs sein. Aber unterschätzen sollte man auch ihn nicht. Diese Mannschaft ist nur einen glücklichen Pre-Playoff-Sieg oder ein anständiges Besäufnis davon entfernt, in den Playoffs ein extrem unangenehmer Gegner zu sein.
  • Trotzdem: Nach diesen 60 Minuten hat man verstanden, warum diese Adler derzeit auf dem Strich kämpfen müssen.
  • Bill Stewart: „Wir sind jetzt Elfter. Das ist nicht zu akzeptieren. Und das werden wir die Spieler auch spüren lassen.“ Wenig später waren seine Adler wieder Zehnter, an den Konsequenzen für die Spieler wird das kaum etwas geändert haben.
  • John Mitchell hat in seinen ersten fünf DEL-Spielen überhaupt nicht gepunktet. Seitdem hat er in 14 Spielen acht Tore geschossen und acht weitere vorbereitet. Aktuelle scoring streak: sechs Spiele/zehn Punkte.
  • Brandon Segal hat drei Empty-netter, mindestens. Abgesehen davon, dass er mit seiner Energie und seinen Führungsqualitäten eminent wichtig ist, ist das eine Qualität, die den Ice Tigers ansonsten abgeht. Was passiert, wenn man diese Chance nicht konsequent nutzt, kann man bei der Düsseldorfer EG nachfragen. Darryl Boyce hat den Puck lieber tief gespielt, um zum Wechseln zu fahren. Im Gegenzug hat Dane Fox am vorigen Freitag das 3:3 erzielt.
  • Keine Neuigkeiten zu Steven Reinprecht. Keine Neuigkeiten zu einem möglichen Reinprecht-Ersatz (allerdings kam ich zu spät zu der Unterredung Martin Jiraneks mit den Kollegen von den Eishockey News und der Nürnberger Zeitung). Marco Pfleger wird noch einmal genauer untersucht. Das klingt allerdings gar nicht gut.
  • Die Ice Tigers haben 15 Punkte Vorsprung auf Platz vier, 23 Punkte Vorsprung auf Platz sieben und 29 Punkte auf Platz elf. Theoretisch ist noch alles möglich. Tatsächlich aber kann man sich in dieser DEL-Saison allein auf die Stärke der ersten drei Teams verlassen.
  • Bestes Beispiel für die Unberechenbarkeit dieser Liga: die Krefeld Pinguine, die in Wolfsburg gewinnen, aber 0:7 in Mannheim untergehen. In Mannheim!
  • Nächster Gegner der Ice Tigers: Krefeld am Donnerstag. Eigentlich eine klassische Gelegenheit, um die Serie von sechs Siegen zu beenden.

Interview (mit John Mitchell)

Joachim Meyer von den Eishockey News hat in jedem Heimspiel die Aufgabe, den Spieler des Spiels herauszusuchen. Das war heute etwas undankbar, weil er jeden und keinen hätte nehmen können. Was wäre Ihre Wahl gewesen?
John Mitchell: Jesus, jeder hat da draußen heute gut gespielt. Leo hat ein wichtiges Tor geschossen, kurz nach der Mannheimer Führung. Er war überall zu finden, das war wichtig. Er hat es verdient. Aber ich hätte Tom Gilbert ausgesucht. Er hat ein fantastisches Tor geschossen.

Im Stile Bobby Orrs.
Mitchell: Bobby-Orr-Style, richtig. Er ist durch den Torraum geflogen. Vorhand, Rückhand und dann reingemacht. Ich habe ihm vor dem Spiel gesagt, dass ich heute ein richtiges gutes Gefühl für ihn habe. Natürlich habe auch ich mich für ihn gefreut. Und nicht nur ich.

Das hat nach Spaß ausgesehen. Das erste Drittel war noch sehr intensiv, das zweite Drittel hat dann zunächst nicht ganz so gut begonnen…
Mitchell: Es war sehr eng im ersten Drittel. Vor dem 0:1 habe ich etwas schlampig gespielt, ich hätte nicht gedacht, dass der Pass durchgeht. Das war mein Mann, meine Verantwortung und deshalb auch mein Fehler.

Jedesmal wenn wir miteinander sprechen, übernehmen Sie die Verantwortung für ein Gegentor.
Mitchell: Ja, das ist nichts, was ich gerne mache. Aber wenn es mein Fehler ist, stehe ich auch dazu. Aber wir kamen gleich danach stark zurück. Leos wichtiges Tor, im nächsten Shift trifft Gilly. Das haben wir gebraucht, eine Veränderung des Tempos, weil wir etwas träge aus der Kabine gekommen waren. Diese Treffer haben uns ins Rollen gebracht. Mannheim hat derzeit ein etwas zerbrechliches Team. Uns haben diese schnellen Tore geholfen, für sie war es hart. Danach haben wir den Druck aufrechterhalten.

Auswärts haben die Ice Tigers auch aufgrund der Verletzten mit einem sehr disziplinierten Stil Punkte geholt. Tut es da gut, zu Hause wieder etwas offener spielen zu dürfen?
Mitchell: Ich glaube nicht, dass wir unseren Game plan allzu sehr ändern. Schon allein, weil es ja funktioniert hat. Nur weil zwei Spieler zurückbekommen haben, öffnen wir unser Spiel nicht. Wir wollen defensiv verantwortungsvoll spielen, daraus entstehen unsere Chancen.

Das Spiel

Noch einmal, in dieser Liga kann nur Rasenball München ein ähnlich tiefen und beeindruckend besetzten Kader aufweisen. Beim ersten Gastspiel haben die Adler dann auch so ausgesehen, als könnten sie dieses Potenzial dauerhaft aufs Eis bringen. Im ersten Drittel hat es an diesem zweiten Weihnachtsfeiertag erneut so ausgesehen. Diese Adler waren kein bisschen schlechter als die Ice Tigers. Die ersten zwanzig Minuten waren nicht spektakulär, aber rasant und intensiv. David Wolf und Brandon Segal beschnupperten sich, Patrick Reimer traf die Latte, Nürnberg verteidigte eine doppelte Unterzahl vorbildlich – von der ersten bis zur 80. Sekunde. Mannheim aber war ebenfalls voll da. Offenbar reichen Motivation, Stolz und Konzentration der Adler derzeit aber nur für ein Drittel. Auch die Ice Tigers kamen, nicht zum ersten Mal, etwas lässig aus der Kabine. Nach einer durch die Plexiglashalterung begünstigten Unterredung und dem durch John Mitchell und Patrick Köppchen begünstigten 0:1 (Wilson: „aus dem Nichts“) durch Marcel Goc aber fanden die Ice Tigers zu ihrem Spiel, was sicher auch an der Präzision Leo Pföderls und Tom Gilberts Gefühl für den richtigen Moment lag. Mannheim reichten die beiden Treffer in 13 Sekunden, um die Kontrolle zu verlieren. Spielerisch war das dürftig, Kolarik, Wolf und Raedeke blieben seltsam blass und im Vergleich mit Chet Pickard hat der Ice Tigers-Fan ein weiteres Mal sehen dürfen, wie angenehm es ist, sich auf Andreas Jenike und Niklas Treutle verlassen zu können. Patrick Reimer hat schön gewartet, bis ihm Yasin Ehliz aus der Schussbahn fuhr – aber in Pickards Sichtachse, und damit das Spiel bereits in der 39. Minute beendet. John Mitchell traf dann noch bei doppelter Überzahl, was man durchaus als Zeichen eines verbesserten Power-Plays werten darf. Reimer hatte die Latte zuvor ebenfalls im Power-Play getroffen, Pickard gegen Pföderl und Reimer noch wie ein Torhüter ausgesehen, der seinem Team dieses Spiel gewinnen hätte können. Von Drittel zu Drittel hat diese Neuauflage dieser ewig jungen Rivalität jedoch an Reiz verloren. Aber noch einmal: eine Sieben-Spiele-Serie zwischen diesen beiden Teams könnte hässlich werden, sehr hässlich.

Der Moment (präsentiert von Steiff)

Ob man den 20. Geburtstags eines überlebensgroßen, trotz offensichtlichen Übergewichts erstaunlich beweglichen Plüschtigers feiern muss? Wahrscheinlich schon. Viel beeindruckender aber als das nette Video von Michel Vallière und seiner Tochter aber war es, Pucki in freier Wildbahn zu beobachten. Als ich mir in der zweiten Drittelpause mein Feiertagseis gekauft habe, kam der ewig grinsende Honigkuchentiger des Wegs, weshalb bei der netten Eisverkäuferin Hektik ausbrach. Die Oma wurde samt ihrer sehr süßen Enkelin zum Raubtier geschickt. Pucki klatschte ab, war charmant und nahm das sehr süße kleine Mädchen in die Arme. Und das sehr süße kleine Mädchen lächelte, schloss die Augen und genoss.

Interview (mit Tom Gilbert)

Herr Gilbert, wer war ihr Verteidiger-Idol als Kind?
Tom Gilbert: Oh, Mann, gute Frage.

Also nicht Bobby Orr?
Gilbert: Er ist ein Idol. Natürlich ist er ein großer Verteidiger. Aber einen Lieblingsverteidiger hatte ich nicht, ich bin ja auch immer zwischen Sturm und Verteidigung hin und her gewechselt. Rob Blake habe ich gerne zugesehen.

Aber Ihnen ist klar, dass Sie Ihr erstes DEL-Tor im Stile Bobby Orrs erzielt haben?
Gilbert: So macht man das. Jetzt bin ich fertig für diese Saison.

Es sieht beinahe so aus, als hätten Sie nur auf diesen Moment gewartet. Die Chancen waren schließlich da, auch schon früher eines zu schießen.
Gilbert: Der Puck wollte einfach nicht reingehen, jetzt fallen die Tore hoffentlich massenweise. Aber so lange die Mannschaft gewinnt, ist das nicht wichtig.

Hat man Ihnen erzählt, dass es kein besseres Spiel für das erste Tor gibt? Es gibt nicht wenige Menschen in dieser Arena, die keinen Klub weniger mögen als Adler Mannheim.
Gilbert: Ist das so? Wusste ich gar nicht. Wir mögen die anderen Mannschaften schließlich auch nicht.

Und derzeit mag niemand die Ice Tigers.
Gilbert: Wahrscheinlich nicht.

Können Sie erklären, was in den letzten Wochen passiert ist. Viele verletzte Spieler, viele kranke Spieler und trotzdem viele Punkte.
Gilbert: Wir haben die Erkältung noch immer in der Kabine, aber das gilt wohl für die ganze Stadt. Die Verletzungen tun wirklich weh, ein paar Jungs waren wirklich krank – wie dieser Bursche hier (Patrick Köppchen schleicht sich im Hintergrund grinsend in den Athletikraum). Aber wir haben uns durchgekämpft. Das ist schon beeindruckend, dass wir trotzdem so gut gespielt haben.

Diesen Widrigkeiten zu trotzen, ist das ein gutes Zeichen für die wirklich wichtige Zeit des Jahres?
Gilbert: Ein großartiges Zeichen. Gute Teams finden immer ein Weg zu gewinnen. Auch wenn Spieler krank oder verletzt sind und jeder angeschlagen ist, haben wir immer einen Weg gefunden. Das zeigt den Charakter in unserer Kabine.

Die drei Stars

Es ist wirklich undankbar, einen Spieler herauszuheben. Leo Pföderl aber hätte ich tatsächlich nicht gewählt, so wichtig sein 1:1 auch gewesen sein mag, John Mitchell ausnahmsweise auch nicht. Nach dieser Mannschaftsleistung hätte es meiner Meinung nach ein Spieler sein müssen, der ausdrückt, wie wichtig jeder einzelne für dieses 5:2 war. Auch weil das der entscheidende Unterschied zu Mannheim war. Zum Beispiel also: Brett Festerling. Gewohnt engagiert, gewohnt sicher und gewohnt kompromisslos. Dass es sein erstes Spiel nach einer Zwangspause war, hat man in keinem Wechsel gesehen. Dass er zudem das 4:3 verhindert hat, sollte man hier auch noch erwähnen.

Das 4:2 müsste man sich noch einmal genauer ansehen, auf den zweiten Blick hatte es so ausgesehen, als hätte der Verteidiger Thomas Larkins Schuss noch abgefälscht. Ist aber auch egal, weil Andreas Jenike zuvor und danach ein tadellose Leistung gezeigt hat. Vor allem bei den zwei, drei Rudelbildungen vor seinem Tor und in den ersten Szenen wirkte er beeindruckend ruhig und fokussiert. Der zwei Jahre jüngere Jenike hätte in diesen Szenen sicher ein Tor kassiert. Jenikes Entwicklung in den letzten Jahren ist bemerkenswert.

Und abschließend noch ein Spieler, der auch hier meist nur genannt wird, wenn er mal wieder einen reinmöchelt. Marius Möchel ist ein ewig unterschätzter Spieler, selbst in Nürnberg. Wahrscheinlich bringt er in jedem Spiel so viel Energie aufs Eis. Heute ist es mir mal wieder aufgefallen. Möchel war unangenehm und torgefährlich und spielstark – und natürlich gewohnt stark in Unterzahl. Weil Marcus Weber Checks mit großer Freude zu Ende fuhr und Patrick Buzas präsent war, ist selbst eine Not-Vierte-Reihe in dieser Form keine Schwäche.

6 Kommentare in “Spiel 35: Ein Bier für Bill

  1. Nur im ersten Drittel wirkte Mannheim wirklich ebenwürdig. Das 1:0 der Adler geht für mich eher auf Köppchen, er steht da mMn falsch und verliert dadurch das Laufduell.
    Mit dem schnellen Ausgleich und der schönen Führung durch Gilbert war dann Mannheim nicht mehr anwesend, auch Wolf war dann schnell ruhig. Nach dem 3:1 kam nur noch selten wirklich mal Gefahr auf fürs Nürnberger Tor und wenn war Jenike zur Stelle. Selten so ein „schwaches“ Mannheim gesehen. Da war so gut wie keiner da, der das Spiel noch drehen wollte. Dazu die Szene zwischen Pickard und Stewart, als Pickard raus wollte aber sein Coach was dagegen hatte. Da wartet viel Arbeit auf „Kill Bill“ aber sollten die Adler irgendwie ein VF bestreiten dürfen, werden sie ein unangenehmer Gegner sein, dafür ist Stewart zu ehrgeizig.

    Ansonsten ist es bereits wieder beeindruckend zu sehen, dass Segal eigentlich kaum schwache Spiele zeigt und jetzt bereits wieder heiß für die Playoffs wird. Gilbert belohnt seine aufsteigende Form endlich mit seinem ersten DEL-Tor.
    Sollte bei Reinprecht mit dem letzten Playoffspiel seine Karriere vorbei sein – hoffe aber auf ein weiteres Jahr – hat man mit Mitchell einen sehr guten Ersatz an der Hand, da dürfte wohl bald ein neues Arbeitspapier vorliegen.
    Mebus gestern auch wieder mit einem starken Spiel: ohne große Schnitzer und einfachem Spiel. Torp bekam gestern zwar wieder mal mehr(?) Eiszeit, dafür mit dem ein oder anderen unnötigen Puckverlust. Aronson gestern mit starken Einsatz um den Puck, hier bin ich wirklich auf den PO-Modus gespannt.
    Die Entwicklung Jenikes ist wirklich beachtlich. Gestern auch wieder einmal mehr auffällig, wie er selbst seinen Torraum verteidigt wenn es sein muss. Bin gespannt, ob er es noch auf den Olympiazug schafft. Sehe da derzeit durchaus Chancen.

  2. Schön das der Möchi erwähnt wird. Er gibt in jedem Wechsel alles. War auch in Düsseldorf richtig stark. Er bekommt leider weniger Eiszeit in der vierten Reihe. Ich hoffe sein Vertrag ist schon verlängert…
    Aktuell ist die Eiszeit aus meiner Sicht recht gut verteilt (sicher kann die vierte Reihe in der Form auch noch ein paar Shifts mehr vertragen), was hilft bei dem engen Spielplan am Ende des Spiels kräftemäßig nicht abzubauen.
    Geht es nur mir so, oder blüht Pohl in der neuen Formation etwas auf? Es ist sicher noch nicht das was wir alle erwartet (erhofft) haben, aber ich sehe einen Aufwärtstrend. Was für Mitchell spricht. Ein starker Center macht auch seine Nebenleute besser.

    Andi Jenike hat gestern ein klasse Spiel gemacht. Extrem ruhig. Sehr souverän. Doch der hält schon seit einigen Jahren richtig gut. Seine Fangquote lässt sich in der Grafik in dem Tweet (http://pbs.twimg.com/media/DSC3_pfXkAAQKzc.jpg) sehr gut nachvollziehen.
    Interessant ist die höhere Anzahl an Schüssen in dieser Saison, nachdem die ein paar Jahre ziemlich konstant war.
    Die beiden Goalies geben uns in jedem Spiel die Möglichkeit zu punkten…

    Mit den Statistiken ist das durch die nachträglichen Änderungen der DEL so ein Ding. Da muss man ständig die eigenen Zählungen korrigieren. Und das teilweise ein paar Spiele zurück. Bei den Schüssen und vor allem bei den Assists.

    Trotzdem ein paar Stats zu den 17 Heimspielen:
    – 16 mal gepunktet
    – 14 Siege
    – Nur ein Spiel ohne eigenes Tor (gegen Wob)
    – ein sensationeller Punkteschnitt von 2,41
    – 59:33 Tore
    – beste Heimmannschaft

    Das Spiele gegen Mnnhm auch eng sind, sieht man auch an der Schussstatistik. Die schießen deutlich öfter auf unser Tor. Auch der Corsi-Wert (da werden Schüsse vorbei und geblockte Schüsse mitgerechnet) ist klar besser. Auch dies zeigt, dass eine PO-Serie gegen die schwierig werden könnte. Übrigens glaube ich, dass die unter Simpson das bessere Eishockey gespielt haben…

    Morgen wird es ein enges Spiel. Die Pinguine haben sicherlich das schlechtere Team. Aber für die haben die PO schon begonnen. Vorfreude 🙂 auf morgen Abend…

  3. Zwei bemerkenswerte Szenen, die den momentanen „Zustand“ der Nürnberger und der Mannheimer widerspiegeln:
    2. Drittel: Wolf steht zwischen blauer Linie und dem Bullykreis im Drittel der Nürnberger und täuscht zwei-, dreimal einen Schuss an. Aronson steht zwischen im und Jenike, macht Schussweg zu und lässt sich nicht verladen. Schließlich schießt Wolf doch. Aronson hält nur den Stock entgegen und der Puck geht ins Fangnetz. Wolf zuckt mit den Schultern und lächelt (!) verzweifelt. Aronson lächelt zurück…
    Letzte Minute: Mannheim hat den Torhüter vom Eis und spielt mit sechs Feldspieler. Im Drittel der Nürnberger beim Bully stehen Steckel, Mitchell, Segal, Jurcina und Mebus. Zweimal machen die Nürnberger Icing und dürfen nicht wechseln. Beim dritten Bully ist es KEIN Icing und die Nürnberger könnten wechseln. Tun sie aber nicht, obwohl die Reihe schon knapp eine Minute Unterzahl gespielt hat! Das nenn ich mal Kondition und (Selbst)Vertrauen. Der beste Bullyspieler (nicht nur) dieser Liga gewinnt das Bully, Mitchell behauptet den Puck und Segal trifft…

  4. Hallo,

    gutes Spiel, solide Leistung.

    Mit Mnhm wird in den PO sicher zu rechnen sein, dennoch stimmt die Chemie im Team wohl nicht. Vor allem im Adlernest sind die Leistungen (nach Aussage der dortigen Fachkenner) mehr als dürftig. Aber das ist erst unser Problem, wenn es in den Playoffs gegen die Adler geht.

    Gilbert fand ich gestern stark, nicht wegen des Tores. Mir ist kein Fehler aufgefallen. Jenike sehr stark gestern, ein Ei wie beim 4:2 passiert manchmal. Ansonsten starkes Stellungsspiel, kaum Abpraller und, wie meist, mit sehr guten Reflexen. Brandon Segal (FAN!) trägt das Team mehr als nur auf dem Platz. Er verlässt auswärts als letzter das Eis, motiviert, spricht viel. Aktuell imo der MVP im Team, wenn ich das auch (FAN!) nicht ganz unparteiisch bewerte… 😉

    Morgen Krefeld wird interessant, das Team ist echt eine Wundertüte dieser Tage, dann freu ich mich auf München und die beiden folgenden Heimspiel. Dieses Team macht einfach Lust auf mehr!

    Gruß
    Stefan

  5. Die Ice Tigers haben genauso gespielt, wie man gegen einen Tabellenelften (YESSS!!!) spielen muss. Nicht zu stürmisch, hinten solide, zum richtigen Zeitpunkt zugeschlagen.
    Den Kommentaren zu Andy Jenike kann ich zustimmen – sehr gute Entwicklung in den letztn Jahren. Allerdings ist Niklas Treutle meiner Meinung nach noch eine Spur stärker. Einen von beiden müsste man auf jeden Fall mit zu Olympia nehmen – wenn es nach den gezeigten Leistungen geht.

    Noch ein Wort zu John Mitchell: Wieder sehr starke Leistung! Seinen Vertrag sollte man umgehend verlängern!

  6. Endlich erfahren Gilbert und Mitchell die längst überfällige Wertschätzung. Was Wilson von den Beiden hält ist in der heutigen Ausgabe der NN nachzulesen. Da hat Martin wirklich alles richtig gemacht. Gratulation

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