HF6: Und es war Sommer

Diese herrliche Sportart hat einen entscheidenden Nachteil für alle Mannschaften außer jener einen, die das letzte Spiel gewinnt: Sie hört immer dann auf, wenn es am schönsten ist. Nun mag das nicht für dieses 0:3 gelten. Aber so schwer diesen Männer, die seit dem 28. Juli 2016 nahezu jeden Tag miteinander verbracht hatten, die plötzliche Trennung voneinander fallen mag. So schwer kann man sich von den Möglichkeiten und Chancen verabschieden, die dieser Jahrgang hatte. Nur vergisst man dann, dass die Chancen mit jedem verletzten Leistungsträger geringer wurden. Das zweite Halbfinale in Folge war ein Erfolg für die Thomas Sabo Ice Tigers. Bitter war dieses erneute Ende in Wolfsburg natürlich trotzdem.

Wolfsburg

Böhse Onkelz und „You’ll never walk alone“ von den Toten Hosen, Sirtaki und minderjährige Cheerleader zum Einlauf vor einem vielleicht zu drei Viertel gefülltem Fanblock, die T-Shirt-Kanone während des ersten Power-Breaks, diese Typen in orangenen Trikots auf der Pressetribüne, der Kinderchor im Fanblock – diese Fahrten auf diesen tristen Vorstadtjahrmarkt nach Wolfsburg waren wieder einmal eine derart deprimierende Veranstaltung. Mir ist schon bewusst, dass nahezu jeder DEL-Standort künstlich am Leben erhalten wird, dass nirgendwo das Publikumsinteresse den finanziellen Aufwand rechtfertigt, dass es ein Kunstprodukt in einer künstlichen Liga nicht geben kann. Doch nirgendwo scheint mir die Kluft zwischen Ergebnis und Erlebnis so groß zu sein wie in der Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben. Die Leistung von Trainer und Mannschaft mag das noch beeindruckender zu machen. Mich macht das nur traurig. Natürlich schreibt aus mir der Frust, dass ich diesmal sogar noch eine Nacht in dieser Stadt verbringen muss und ich mich aus Mangel an Angeboten nicht wie einst (vor elf Jahren) mit Daniel Stolpe im vorzüglichen Hotel Lux in Köln dem Alkohol hingebe. Aber so bleibt mir nur Rainald Grebe zu zitieren: Ich fühl mich heut‘ so leer. Ich fühl mich Wolfsburg.

Das Spiel

Sie wollten groß, schnell und gut sein. Tatsächlich wollten sie dann aber doch nur den Sturm überstehen. So sagte das Rob Wilson später. Denn natürlich war den Ice Tigers klar, dass der Fauserhaskinsfurchnerwurm nicht noch einmal nach Nürnberg würde kriechen wollen. Es war ihnen klar, dass sie eine orangefarbene Flut überschwemmen würde. Aber statt sich gegen die Flutwelle zu stemmen, blieben sie einfach in der Hoffnung stehen, dass es schon nicht so schlimm werden würde. Es wurde dann noch viel schlimmer. Dass Wolfsburg nach dem ersten Drittel 2:0 führte, das wäre zu korrigieren gewesen. Aber die Art und Weise, wie Wolfsburg zu seinen Treffer kam, das war frustrierend, das war niederschmetternd. Beim 1:0 muss man Sebastian Furchner natürlich Absicht und Können unterstellen. Beim 2:0 ist jedoch ausgeschlossen, dass Gerrit Fauser Brett Festerlings linken Schlittschuh absichtlich so angeschossen hat, dass der Puck in hohem Bogen über Andreas Jenike hinweg in den Winkel fliegt. „Als wir gesehen haben, wie der Puck über Andy hinweg ins Tor flog, da hat uns das ein wenig gebrochen“, sagte Wilson danach. „Das war nicht das Tor, das wir zu diesem Zeitpunkt gebraucht hatten.“ Es war aber auch das Tor, das Wolfsburg wieder einmal erzwungen hatten, denn wie schon vor dem ersten Tor, hatten die Ice Tigers die Chance, die Situation zu klären. Stattdessen hatten sie noch 45 Minuten Zeit, in dieses Spiel zurückzufinden. Aber es schien ein wenig so, als würden die Spieler darauf vertrauen, dass irgendein Kollege für diesen einen Moment sorgen würde, der ihnen das Momentum verschaffen würde. Der Moment aber kam nie. Das Momentum auch nicht. Mit jedem Versuch wurde es schlimmer. Zum Beispiel mit Patrick Reimers sinnlosem Check vor dem 3:0. Oder mit Brandon Prusts zaghafter Annäherung an Nick Johnson. Mit den Frustfouls von Brandon Segal und David Steckel. Chancen schien sich derweil nur noch Steven Reinprecht herauszuarbeiten. Aber wer da glaubte, dass da ein 40 Jahre alter Eishockey-Profi verzweifelt darum kämpfte, seine Karriere zumindest um eine Verlängerung hinauszuzögern, der täuschte sich.

Steven Reinprecht

Es war nicht der letzte große Auftritt des vielleicht besten Spielers, der jemals für die Ice Tigers aktiv war. Oder vielleicht war es doch der letzte große Auftritt Steven Reinprechts für die Ice Tigers. Für uns Journalisten war nicht überraschend, was der 40 Jahre junge Kanadier Florian Jennemann von der NZ geantwortet hat. Überraschend war, in welcher Offenheit er auf meine Nachfrage geantwortet hat.

„Ich habe vor, ein weiteres Jahr zu spielen. Diese Entscheidung habe ich nach Weihnachten getroffen. Ich werde kommendes Jahr spielen. Aber das macht es auch nicht einfacher, diese Niederlage zu akzeptieren.“

Aber es ist schwer vorstellbar, Sie noch einmal in einem anderen Trikot zu sehen.
Steven Reinprecht: „Ich liebe Nürnberg. Die Ice Tigers sind meine erste Wahl. Wir werden uns hinsetzen und darüber reden. Gespräche gibt es seit Weihnachten, es gab Versprechen. Ich würde wirklich gerne bleiben. Jetzt werden wir sehen. Ich weiß nur, dass ich das Spiel liebe, sehr viel Spaß hatte und als Team hatten wir viel Erfolg. Ich denke, darauf können wir aufbauen.“

2017/2018

Was ich weiß: Jochen Reimer wird die Ice Tigers verlassen (es gab offenbar ein Angebot der Ice Tigers, das der Torhüter jedoch nicht hatte annehmen wollen). Niklas Treutle wird zu den Ice Tigers zurückkehren und mit Andreas Jenike das Goalie-Duo bilden. Und Petr Pohl wechselt aus Ingolstadt nach Nürnberg.

Was ich vermute: Philippe Dupuis wird bleiben, Andrew Kozek durch Pohl überflüssig. Dass Danny Syvret und Nichlas Torp bleiben, halte ich angesichts von sieben bereits unter Vertrag stehenden Verteidigern für sehr, sehr unwahrscheinlich. Prust ist ein großartiger Spieler, der seinen wahren Wert für eine Mannschaft aber bedauerlicherweise immer nur andeuten konnte – seinen Verbleib halte ich ebenfalls nicht für wahrscheinlich. Von Brandon Segal weiß ich zu wenig. In Vladislav Filin hatte Rob Wilson offensichtlich so wenig Vertrauen, dass ich es für möglich halte, dass die Zusammenarbeit (trotz Option?) nicht fortgesetzt wird. Und ein weiteres Jahr mit Rob Schremp hielte ich vor zwei Wochen noch für ausgeschlossen. Mittlerweile könnte ich mir jedoch vorstellen, dass er auch in Jiraneks Gedankenspielen rund um Reinprecht eine Rolle spielen könnte, aber das ist tatsächlich: reine Spekulation.

Die Schiedsrichter

Zunächst einmal: Alles erdenklich Gute an den Linesman, der das Spiel im zweiten Drittel auf der Trage hatte verlassen müssen. Auf den ersten Blick hat das schaurig ausgesehen und auf den dritten Blick dann noch einmal. Seine Kollegen meisterten diese Situation vorbildlich, demonstrierten Zusammenhalt, der Ersatzmann wurde im Schlussdrittel auffallend unauffällig integriert. Trotzdem war die Strafe gegen Brandon Prust vor dem 2:0 ein Eingriff zu viel in das Spielgeschehen. Denn natürlich hatte Prust das Tor nicht absichtlich verschoben – sondern bei dem erfolgreichen Versuch ein Gegentor zu verhindern. Und wieder wurde diese Serie von den Schiedsrichtern zu Ungunsten der Ice Tigers beeinflusst. Christoph Fetzer und vielen Facebook-Kommentatoren mag das zu einfach sein, vielleicht ist ihnen aber auch nicht bewusst, wie sehr Schiedsrichter diese jährlichen Aufeinandertreffen bereits beeinflusst haben. An dieser Stelle muss man nicht mehr auf den Hackentrick eingehen, aber Spiel vier bekommt in dieser unrühmlichen Liste einen Ehrenplatz. Also noch einmal: Die Schiedsrichter waren nicht daran Schuld, dass die Ice Tigers 2017 im Halbfinale ausgeschieden sind, sie haben es den Ice Tigers aber zusätzlich erschwert, erstmals seit 2007 wieder ins Finale einzuziehen.

Der Moment

Natürlich war es Tyler Haskins, den Patrick Reimer da zu lange an der Bande einklemmte. Natürlich hat er danach noch nicht einmal gegrinst. Tyler Haskins hat ja nur seinen Job erledigt. Und sein Job besteht offensichtlich darin, den Ice Tigers auf die Nerven zu gehen. Und natürlich wusste Patrick Reimer, dass es dumm war, Tyler Haskins so lange am Weiterspielen zu hindern. In dem Moment aber, in dem der Kapitän seinen Schläger an der Bande in zwei Teile zerbrach, in diesem Moment hatten die Ice Tigers verloren. Patrick Reimer nahm sich einen neuen Schläger und verabschiedete sich auf die Strafbank. Sein Frust lag aber nicht allein im Spielstand begründet.

Die drei Stars

Patrick Reimer. Jawohl, nach seinem vielleicht schwächsten Playoff-Spiel 2017 kommt man um Patrick Reimer trotzdem nicht herum. Denn der Kapitän war nicht erst in dieses Spiel angeschlagen gegangen. Aufmerksamen Fans war bereits am Sonntag aufgefallen, dass Patrick Reimer beim Aufwärmen zunächst fehlte – weil seine gezerrte Bizeps-Sehne noch behandelt wurde. Auch in diesen Playoffs hat Patrick Reimer wieder alles gegeben und erneut dieses eine kleine Bisschen zu viel. Ich werde ihn dafür sicher nicht kritisieren.

Wen ich zu Beginn der Augsburg-Serie sehr wohl kritisiert hatte, war David Steckel. Ebenfalls zu Unrecht. Denn Steckel hätte sich auch einen Arm in eine Schlaufe legen lassen und neben Leo Pföderl und Milan Jurcina hinter die Bande stellen können. Nun konnte Steckel zwar im Gegensatz den anderen Schulterpatienten Eishockey spielen, aber eben nur unter dem Einfluss von Spritzen. Wer das wusste, musste seine Leistungssteigerung in der Wolfsburg-Serie noch einmal ganz anders bewerten.

Und auch Jesse Blacker war angeschlagen. Seinem Spiel war das aber ebenfalls kaum anzumerken. Im Viertelfinale schien er mit seiner Rolle noch überfordert zu sein. Spätestens im Halbfinale aber hielt er sein Spiel einfacher und effektiver – trotz seiner Schmerzen in der Hüfte.

Das Interview

Coach Wilson hat angekündigt, dass die Ice Tigers in Spiel sechs noch größer, schneller und besser sein würden. Heute aber hat es tatsächlich so ausgesehen, als sei Wolfsburg dieses eine Mal ein wenig größer, schneller und besser gewesen. Sehen Sie das auch so?
Brandon Prust: Ja, uns haben einfach die Impulse gefehlt, um das Momentum auf unsere Seite zu ziehen. Sie haben die neutrale Zone sehr gut zugemacht. Dazu haben die Schiedsrichter das Spiel kontrolliert, wir sind einfach nicht in den Flow gekommen. Es war zäh und schwierig, ein Playoff-Spiel zu spielen, in dem du keine Kontrolle hast.

Lassen Sie uns nicht über dieses letzte Spiel reden, lassen Sie uns über ihre Zeit in Deutschland reden. Mit Ihrer leidenschaftlichen Art, Eishockey zu spielen haben Sie die Menschen berührt. Wie würden Sie Ihre Zeit als Ice Tiger zusammenfassen?
Brandon Prust: Ich hatte viel Spaß. Wir hatten hier eine Gruppe großartiger Jungs. Leidenschaft habe ich überall aufs Eis gebracht, wo ich gespielt habe. Manchmal bin ich vielleicht etwas zu wetteifernd (competitive), reagiere vielleicht manchmal zu frustriert. Aber ich trage mein Herz nunmal auf meiner Zunge. Hier in Nürnberg war es eine großartige Erfahrung, ich hatte wirklich viel Spaß.

Und es hat immer so ausgesehen, als hätten Sie fest daran geglaubt, diese Erfahrung mit einem Titel abschließen zu können.
Brandon Prust: Ohja. Wir alle haben daran geglaubt. Ich glaube immer noch, dass wir das bessere Team sind. Wir haben den Großteil dieser Serie kontrolliert. Es hat einfach nicht sein sollen. Viel haben wir ihnen nicht gegeben, doch das haben sie genutzt. Wir hingegen haben unsere Chancen nicht genutzt.

Ist es zu früh, Sie zu fragen, was Sie in der kommenden Saison machen werden?
Brandon Prust: Ich weiß es einfach noch nicht. Ich werde erst einmal nach Hause gehen, ein wenig entspannen und dann werde ich ein paar Telefonate führen. Wer weiß, was passiert? Ich habe meine Zeit in Nürnberg sehr genossen.

(Die besten Aussagen hat er sich dann für eigene Zwecke aufgespart. Prust ist eben ein Profi:)

Und sonst?

Vielen Dank fürs Lesen, fürs vergessene-Wörter-Hinzudenken, fürs vergebliche Aktualisieren, fürs Kommentieren und für Eure Liebe zu diesem famosen Sport. Einen schönen Sommer Euch allen.

29 Kommentare in “HF6: Und es war Sommer

29 Comments
  1. In meinen ersten beiden Beiträgen, die ich hier geschrieben habe, hatte ich jeweils mit einem allgemeinen „Morgengruß“ begonnen, heute bin ich so frei und schreibe den Verfasser des letzten (!?!) Tiger-Blog der Saison 16/17 direkt an: Lieber Sebastian Böhm, ich hoffe sie erwachenen heute nicht mit einem allzu schweren Kopf und darüber hinaus bitte ich Sie, mit Blick auf wahlweise die niedersächsische Tiefebene, einem architektonisch ansprechenden Gewerbegebiet oder den WOB „Eistempel“: Beginnen Sie den
    heutigen Tag NICHT mit dem letzten Getränk der gestrigen Nacht!!!

    Am Tag nach dem bitteren Ausscheiden im Halbfinale hört sich wahrscheinlich jedes tröstende (unsere vier Siege gegen München/ Augsburg kann uns keiner nehmen !!!!) oder relativierende Wort (Leben geht weiter) schal und belanglos an, aber mit Sicherheit bleiben uns unzählig viele intensive und
    euphorische Momente aus der abgelaufenen Saison!

    Nachdem ich nicht zu den richtigen Eishockey-Insidern gehöre und kaum etwas sinnvolles zu Fangquoten; Strafzeiten und +/- Statistiken beitragen kann, bleiben mir nur ein paar grundsätzliche Gedanken und Fragen: In diesem Jahr hatte die DEL erstmals Serienmanager einer jeden Spielpaarung zur Seite gestellt, warum ist dann der enge Fight zwischen Icetigers und Panthern so gut verlaufen und vieles im Halbfinale zwischen Grizzlys und den Icetigern nicht mehr (wohl kaum weil erstere beide zur Gattung der Wildkatzen gehören!?!) ?

    Zweitens frage ich mich, nachdem die DEL das Fünf-Sterne Nachwuchssystem vor zwei/ drei Jahren eingeführt hat, warum in Nürnberg so wenig an gute Ergebnissen zu sehen ist (am Engagement der ehrenamtlich tätigen und den Eltern liegt es ja wohl kaum !!!)?

    Und dritten und letztens: Angesichts der langen Saison und der bevorstehenden WM mag man meiner nächsten Frage Ahnungslosigkeit oder Naivität unterstellen, aber angesichts der intensiven (Pre-)Playoff Spiele, frage ich mich schon ob man a) zwischen jeder Runde (gemessen an einem möglichen siebten Spiel) und dem Beginn der nächsten KO-Serie nicht mindestens vier oder mehr Tage Pause einplanen kann? Es ist ja wohl wie im letzten Jahr zu erwarten, das die Finalserie zwischen den halbwegs ausgeruhten Titelverteidiger und den abgekämpften Wolfsburgern wieder einseitig verlaufen wird – und das kann ja wohl nicht im Sinne des Saisonhöhepunktes sein!
    und b) Muss man wirklich die Finalserie im Rhytmus Spieltag-Reisetag-Spieltag durchprügeln???
    Ja ich weiß, das dies dieses Jahr auch mit den Osterfeiertagen zusammenhängt, deshalb mein provokanter Vorschlag: noch härter, noch intensiver, noch #geiler: Vormittags und Abend-Spiele
    (natürlich am den Feiertagen) so dass es medial auch gut dargestellt werden kann!!!

    So jetzt hänge ich mein Fan-Trikot zu den anderen Wintersachen und freue mich auf einen schönen Sommer – und das gleiche wünsche ich auch allen, die ihre Zeit und Leidenschaft den Icetigern schenken/ widmen!!!

  2. Wahre Worte. Nach gestriger Leere bleibt die Erkenntnis, dass man sich wohl durch Fehler selbst geschlagen hat und die Liga ein Referee Problem hat. Dies aber nicht zuzugeben oder von den Kommentatoren anzusprechen widerspricht der von Frank Buschmann gelobten Offenheit.

    Zu den Personalien: mit Pohl für Kozek kann ich leben. Am meisten freut es mich aber, dass Reino weitermacht. Hoffen wir alle, dass die Versprechen eingehalten werden.
    Jochens Abgang war zu erwarten. Für das Team vielleicht auch besser. Weiß nicht wie lange er die Situation mit der Rotation so noch hingenommen hätte. Wohin wird es ihn ziehen? Die Topteams sind ja eigentlich schon besetzt. Was ich von Treutle halten soll weis ich noch nicht.
    Dups und Segal werden hoffentlich bleiben ebenso Prust.
    Richtig schade wäre es um Torp! Klasse Playoffs gespielt. Weiß man was zu Sale? Mit den letzten Wochen werden beide Seiten nicht zufrieden sein.

    3 Stars zum Spiel gibts keine aber zu den POs:

    Torp
    Dupuis
    Mebus

  3. So bitter es klingt und es ist auch sehr bitter, aber zu keinem Zeitpunkt des Spiels hatten wir den Eindruck die Ice Tigers könnten das Spiel gewinnen. Es ist zwar kein 3-8 geworden aber im Ergebnis doch sehr deutlich. Und man muss es in aller Deutlichkeit feststellen wir sind gegen eine Mannschaft ausgeschieden die mit Sicherheit die schwächste der Halbfinalisten war. Dieses Wolfsburger Team war bei weitem nicht so stark wie 2015/15. Es zeigt sich immer wieder dass alle Auszeichnungen und Ergebnisse der Doppelrunde zu Beginn der Playoffs Schall und Rauch sind. Vielleicht hatte man sich durch die körperliche Präsenz und spielerische Leichtigkeit bis November blenden lassen und meinte alles andere wird zum Selbstläufer, den es gab spielerische Höhepunkte gegen Mannheim –München –Köln und andere. Dann hatte man in der Euphorie den Satz geprägt dieses Team ist für die Playoffs zusammengestellt. Ein Trugschluss wie sich herausstellte. Allerdings gab es seltsamerweise seit November einen Riss von dem sich das Team bis zum heutigen ausscheiden nicht erholt hat. Natürlich wiegen die Verletzungen von Teubert – Jurcina und Pföderl sehr schwer, dennoch ist der Verlust der körperlichen Präsenz und spielerischen Fähigkeiten sehr Rätselhaft. Die Abwehr wirkte in vielen Spielen (Playoff) Vogelwild und sehr Anfällig bei Forechecking oder schnellem Angriffsspiel des Gegners. Und die Angriffsreihen verloren Ihre spielerische Leichtigkeit und Effizienz vor dem Tor. Erschwerend kam hinzu dass man ständig mit 3 Reihen spielen musste, da die 4 Reihe nur auf dem Papier stand und kaum eingesetzt werden konnte. Man wird jetzt im Rückblick die Saison genauestens Analysieren müssen und die Notwendigen Maßnahmen ergreifen. Und man wird mit Sicherheit auch sehr schmerzhafte Entscheidungen treffen. Bevor man ins Detail geht, im Angriff muss man das Team verjüngen, vor allem im AL Bereich, was das bedeutet ist wohl jedem klar. Ihre Mitteilung Reinprecht will in Nürnberg bleiben wird von uns schon zwiespältig aufgenommen. Auch (Eishockeygötter) altern.
    Nichts desto trotz verneigen wir uns vor der Leistung des Teams in der Saison 2016/47 und der gesamten Thomas Sabo Organisation. Chapeau meine Damen und Herren.

  4. Noch ein paar Zeilen zu diesem famosen Blog Herr Böhm der uns Woche für Woche aufs höchste erfreut. Ihre Begeisterung für den tollen Sport den sie auch schriftlich phantastisch umsetzen verdient höchste Anerkennung. Wir genießen es ihre Beiträge zu lesen und gelegentlich unseren Senf beisteuern. In diesem Sinne eine schöne Sommerzeit allen Lesern und Schreiberlingen in diesem Blog.

  5. Vielen Dank für diesen treffenden Blogeintrag. Noch einmal eine nie für möglich gehaltene Steigerung an Präzision.

    Es ist auch für mich alles gesagt, dennoch stelle ich fest, dass es in kaum einer Playoff-Serie offensichtlicher war, wie sehr die vielzitierten „Kleinigkeiten“ eine Ausschlag geben können.

    Ich mache weder der Mannschaft noch dem Trainerteam einen Vorwurf, sie haben alles gegeben und alles versucht, es hat eben nach hinten raus nicht gereicht. Die Chancen und die Fähigkeiten, zu gewinnen, waren vorhanden. Nur eben diese widerlichen kleinen Kleinigkeiten….

    Und trotzdem: Was leider auch bleibt ist eine kumulative Häufung von grottenschlechten Schiedsrichterleistungen. Das kann der Ligenleitung nicht egal sein, will man sich es nicht mit vielen Fans versauen.

    Ich zitiere: „Die Schiedsrichter waren nicht daran Schuld, dass die Ice Tigers 2017 im Halbfinale ausgeschieden sind, sie haben es den Ice Tigers aber zusätzlich erschwert, erstmals seit 2007 wieder ins Finale einzuziehen.“

    Ich meine, dass sie die Waagschale ein wenig angeschnippt haben und diese dadurch nach Wolfsburg gekippt ist.

    P.S.: Das Steven Reinprecht weitermachen will freut mich ungemein, ich wüsste nicht, wie er zu ersetzen wäre. Ich hoffe doch, der Verein sieht es auch so.

  6. Hallo,

    mit dem schwächsten Spiel der Serie auszuscheiden ist bitter.

    Das Team, die Organisation und die Fans können dennoch stolz mit dem erreichten sein. Die Tigers haben es geschafft, sich in der DEL Spitzengruppe zu etablieren. Zuschauerschnitt dürfte, trotz Telekom-Übertragungen, mit den Playoffs weiter gestiegen oder zumindest stabil geblieben sein, nicht ganz unwichtig.

    Die DEL lässt Schiedsrichterkritik nicht zu und Bandermann, Fetzer & Co. wollen/dürfen nicht offensichtliche kritisieren… Damit macht sich die Liga & die Kommentatoren nicht nur lächerlich, es verhindert auch eine Verbesserung der Situation. Ich höre Goldmann und Kollegen schon wieder die ‚internationale‘ Härte bei der WM fordern, die in den Playoffs so verpönt war. Diese permanente, linienkonforme Schönrederei der ‚Experten‘ schadet dem von Ihnen angeblich so geliebten Sport mehr als sie es vielleicht erahnen. Schade.
    (btw., Bandermanns frage an P. Reimer, wie es sich so anfühlt schon wieder eine Chance auf den Titel vergeben zu haben, war gestern einfach bodenlos schlechter Journalismus… zum fremdschämen)

    Ich würde die Truppe am liebsten in Gänze hier behalten. Wird nicht passieren, klar… oben ja auch schon die länger bekannten Fakten aufgelistet.
    Meine Bitte: zumindest noch Dupuis und Segal (Fan!) halten, Prust wäre auch prima. Reino wird noch ein Jahr im Tigers Trikot dran hängen. Alles andere ist mir grad egal…

    Schönen Sommer

    Stefan

    PS: Dank Dir, Sebastian, für den exzellenten Blogg und die Möglichkeit des offenen, fairen und sachkundigen Austausches abseits Adrenalin geschwängerter Foren und FB – Gruppen!

  7. Wenn man für diese Serie eine typische Szene benennen sollte, dann wäre es für mich das 0:2 gestern. Eingeleitet durch eine Fehlentscheidung der Schiris und wie der Puck dann wenig später ins Tor segelte….Das Glück war sicher nicht auf unserer Seite.
    Pavel Groß sprach hinterher von einer ganz engen Serie und ich denke, er dachte in diesem Moment auch daran, dass da einige Umstände zu Gunsten seines Teams zusammen kamen, die nichts mit Taktik oder Qualität der beiden Mannschaften zu tun hatten. Dazu kamen allerdings auch zuviele individuelle Fehler auf unserer Seite. Ja, und sicher auch die vielen Verletzungen. Und: Wolfsburg war ein starker Gegner (ist mir wichtig, das zu sagen! Auch wenn’s nicht ganz leicht fällt…😡).

    Meinung und Ausblick (Mixtur aus Bekanntem, Gefühl, Spekulation…):

    Reino bleibt weiter ein Ice Tiger. Gibt für mich keinen Grund, warum nicht.

    Beim Joker dürfte der Etat der entscheidende Faktor gewesen sein. Die Verlängerungen von Blacker und Jurcina haben gekostet, muss woanders eingespart werden. Treutle ist sportlich gesehen keine Verbesserung, aber er ist Nürnberger…

    Pohl sehe ich eher als Ergänzung/Verstärkung für die vierte Reihe und nicht als Ersatz für Kozek (für ihn Schremp?). Wir brauchen dringend eine stärkere vierte Reihe. Große Baustelle!

    Abgänge: Syvret, Prust und Torp (beide schade!), + die ein oder andere Vertragsauflösung

    Weiter dabei: Segal, Dupuis, Schremp

    Abschließend noch vielen Dank an Sebastian und an die Kommentatoren. War mir stets ein Vergnügen das alles zu lesen und meinen Senf dazu geben zu dürfen. Schönen Sommer und auf ein Neues ab September!

  8. „Wir haben gegen eine sehr starke Mannschaft gespielt, die nur mit 3 Reihen und 5 Verteidigern spielte und heute hat man gemerkt, dass es bei ihnen etwas nach unten ging“ Pavel Gross (so oder so ähnlich im Wortlaut auf TelekomEishockey).

    Ähnlich sehe ich es auch. Natürlich hatte die Mannschaft mit Teubert, Jurcina und Leo eine ganz andere Struktur, wie es eben im Dezember und Januar zu sehen war. Und mit einer recht hohen Wahrscheinlichkeit wäre dieses Team mit der vollen Kapelle deutlich stärker gewesen. Es ist ja eben nicht so, dass diese Spieler einfach nur fehlten, sondern dass deren Eiszeiten durch andere Spieler kompensiert werden mussten und die vorhandenen fünf Verteidiger mehr Arbeiten mussten. Ähnlich ist es mit der vierten Reihe, die so eben keine wirkliche Alternative zur Entlastung darstellte und bei 13 Spielen in 29 Tagen (?) macht dies halt früher oder später einen großen Unterschied.

    Im gestrigen Spiel hätte vielleicht ein frühzeitiges Erfolgserlebnis/Tor den Tank nochmal ein wenig aufgefüllt, war aber nicht der Fall und so gingen die Reserven in Körper und Geist eben deutlicher zur Neige, als bei WOB.
    Und, klar solche „Kleinigkeiten“, wie beispielsweise die sehr fragwürdige 12min Strafe gegen Torp in Spiel4 wirkt auch da böse nach.

    Ich finde schon, dass die Rollen in der diesjährigen Manschaftszusammenstellung hervorragend besetzt waren und man damit auch in den PlayOffs bestehen hätte können. Es kam durch die Verletzungen anders und man hat einfach nicht so einfach zwei herausragende Verteidiger in der Hinterhand. Ebenso wenig einen DEL-Top5-Scorer.

    Deshalb bin ich froh darüber, das man in Nürnberg aktuell den Luxus hat und sich über Kontinuität im Kader freuen kann und nur punktuell Spieler austauscht.

    Sich hoffentlich an Reinprecht, mit seinen Ligaweit einmaligen Fähigkeiten, ein weiteres Jahr erfreuen zu dürfen wäre grandios. Der Mann ist angeschlagen immerhin aktuell der Topscorer der DEL-PlayOffs.

    Treutle im Tor ist wunderbar. Ein Bursche aus Nürnberg, den einige Experten für eines der aktuell größten deutschen Torhütertalente nach Grubauer halten, dazu mit Jenike den Torhüter mit der Ligaweit besten Fangquote der regulären Saison. Da sollte nicht mal der Franke etwas zu meckern finden.

    Ein bis zwei weitere Verstärkungen mit einem deutschen Pass, natürlich teuer, um auch etwas felxibler bei groben Verletzungen mit AL-Spielern reagieren zu können und der Nürnberger Eishockeyfreund sollte sich auf eine gute nächste Saison freuen können.

  9. Man kann es drehen und wenden wie man will, es auf Schiedsrichterentscheidungen schieben, auf das am Ende einsetzende Verletzungspech, den infolgedessen entstehenden Kräfteverlust, auf die mangelhafte Chancenverwertung, oder natürlich auch auf die Qualität des Gegners. Letztlich trifft das alles aber nur teilweise zu. Diese Mannschaft hatte das Zeug dazu, Meister zu werden – und zwar im Zeitraum von Ende November bis Mitte Januar. Da war man auf dem Zenit, wahrscheinlich die beste Mannschaft der Liga, aber eben leider viel zu früh. Seitdem ging es leistungsmäßig bergab und man konnte zu keinem Zeitpunkt mehr an die Form dieser Saisonperiode anknüpfen. Warum das so ist, wird mir ewig ein Rätsel bleiben. Diesen Umstand alleine auf die Ausfälle zu schieben, halte ich für zu einfach.
    Aufgrund der Kaderzusammenstellung und der Spielweise hätte man tatsächlich glauben können, das Team sei für die Playoffs gebaut gewesen. In beiden Serien war es dann aber ein einziger Kampf (und gerade gegen den AEV auch viel Krampf), es ging nur über die tolle Moral und individuelle Klasse einzelner. Stellvertretend seien hier die Playoff-Monster Ehliz und Pfleger genannt. Es hätte aber auch gegen Augsburg schon schiefgehen und in einer totalen Enttäuschung enden können. Wir werden es leider nie erfahren, ob es mit allen Spielern an Bord zu mehr gereicht hätte.
    Der Weg ins Finale wäre heuer verhältnismäßig leicht gewesen, das macht es doppelt tragisch. Man stelle sich vor, wir wären mit voller Kapelle auf München getroffen. Die hätten kein Freilos gehabt, sondern ihren Angstgegner zwischen sich und der Titelverteidigung.
    Jammerschade, denn diese Icetigers sind einem schon ans Herz gewachsen. Ich befürchte, dass wir, sowohl was die Qualität des eigenen Kaders, als auch die jeweilige Situation bei den anderen Topteams anbelangt, so schnell nicht mehr eine an sich so günstige Gelegenheit zum großen Wurf erhalten.

    Kaderwünsche? Reinprecht muss gehalten werden. 40? Na und! Die Leistung ist immer noch hervorragend. Einen besseren findet man ohnehin nicht für die Position des Nr.1-Centers. Dupuis war der beste Center der 2. Reihe seit vielen Jahren, den sollte man ebenfalls halten. Torp fand ich so gut, dass man eine Verlängerung unbedingt in Erwägung ziehen sollte. Prust ist ein guter Typ und hat Unterhaltungswert, bringt dich in dieser Liga aber kein Stück weiter. Syvret hat unter dem Strich viel zu wenig von dem gezeigt, was man sich versprochen hat. Kozek wird gehen müssen, Segal ist sicher ein Wackelkandidat. Bei Schremp bin ich gespannt, könnte mir aber vorstellen, dass eine AL für ihn übrig bleibt. Dass man Jenike zur klaren Nr. 1 machen will, halte ich für nachvollziehbar. Ich glaube nicht, dass beide Torhüter das Wechselspiel noch mitgemacht hätten.

    Ich bedanke mich erstmal nur vorläufig bei Sebastian, da ich vermute, dass es demnächst noch zum Saisonabschluss das traditionelle Zeugnis gibt.

  10. Ja die Saison ist zu Ende, es beginnt die Vorbereitung auf die neue. Will man einen Stillstand in Kauf nehmen belässt man das Team wie es ist. Will man sich nach vorne orientieren muss man im offensiven Bereich der AL Spieler einige sehr schmerzhafte Entscheidungen treffen. Wir bleiben dabei, es muss verjüngt werden. Da werden wir nach der Bekanntgabe der Abgänge noch einigen Diskussionsstoff haben.

  11. @Otto: dann findet mal einen (jüngeren) Spieler Format Reinprechts, der ins Budget passt. Viel Spaß. Erfolgreiche Eishockeyteams zeichnen sich mMn dadurch aus, dass sie nicht nach jeder Saison den Kader umwerfen sondern kontinuierlich verbessert werden durch Puzzleteile und man aber einen großen Stamm hat. Das ist in Nürnberg seit zwei Jahren der Fall und man erreicht zwei Mal in Folge das HF. Dazu gehört auch ein Reino und zum Glück ist Qualität keine Frage des Alters weil man wird schwer einen besseren finden, der dazu noch so manch jungem DEL-Spieler davon läuft. Offensiv wird man Kozek ersetzen zudem evtl. Prust. Segal und Dupuis dürften bleiben. Bei Schremp wird sicherlich das Geld eine wichtige Rolle mitspielen. Aber die Payroll dürfte durch den Abgang Jochen Reimer etwas entlastet werden.

  12. blackhawk wir haben im Falle Reinprecht mit keiner Zeile den Abgang gefordert, sondern nur festgestellt das auch (Eishockeygötter) altern. Das ist Fact. Dieser Spieler ist ein Genuss was die technischen und läuferischen Fähigkeiten angeht. Die Entscheidung ob er bleibt oder geht treffen Trainer und Manager. Zu allen anderen unbestätigten Verpflichtungen oder Gerüchten wollen wir zu gegebener Zeit unseren Senf dazugeben.

  13. So, wie zu befürchten war ist das „Wunder von Wolfsburg“ ausgeblieben und die Saison für die Ice-Tigers im Halbfinale beendet. Sehr schade, denn eigentlich schätze ich unsere Mannschaft immer noch stärker als die VW-Betriebssportgruppe ein.

    Warum es letztendlich nicht gereicht hat, ergibt sich für mich aus verschiedenen Faktoren:

    1. Sicherlich die Ausfälle unser defensivstärksten Verteidigern Jurcina und Teubert sowie unseres Topscorers Leo Pföderl. Gerade die Defensive war in den Playoffs selten sattelfest und trotz tollem Engagement konnten Mebus, Weber & Co. natürlich die Lücken nicht kompensieren. Auch der Kräfteverschleiß für das verbleibende Team hat sich mit zunehmender Dauer negativ ausgewirkt. Am augenfälligsten gestern.

    2. Unglückliche Schiedsrichterentscheidungen: für mich ging es schon mit dem ersten Playoffspiel gegen Augsburg und den aus meiner Sicht übertriebenen Doppelstrafen (dreimal 3:5 – Situationen gepfiffen) los. Die unheitliche Regelauslegung der Schiris hat unser doch stärker körperlich agierendes Team immer wieder verunsichert bzw. geschwächt. Dazu kamen sehr umstrittene Entscheidungen in ganz wichtigen Momenten im Duell mit Wolfsburg (strittiges 2:3- Anschlusstor beim einzigen Auswärtssieg der Runde, Abseits und Icing vor dem zweiten Tor im vorletzten Auswärtsspiel in WOB, gestern die falsche Strafzeit gegen Prust, die das 0:2 zur Folge hatte…).

    3. Schlicht und ergreifend Pech: muss Fauser in der letzten Minute des zweiten Spiels in Nbg. den Schlagschuss genau in den Winkel hämmern? (und dieser Moment hat für mich rückblickend leider die ganze Serie entschieden), das vorentscheidende Eigentor gestern in Wolfsburg etc.

    4. Zu viele Scheibenverluste im eigenen Drittel: gefühlt die Mehrzahl der Gegentore sind aus Situationen entstanden, wo wir den Puck eigentlich schon erobert hatten, aber nicht sauber klären konnten (Beispiel: Prust’s Fehlpass zum 3:4 im verlorenen Heimspiel). Da sind uns in Summe einfach etwas zu viele Fehler passiert. Klar, das lag auch an der Spielweise der Wolfsburger mit ihrem aggressiven Forechecking und auch klar, da haben uns unsere Abwehrrecken Jurcina und Teubert gefehlt.

    5. Geringe Effizienz in der Chancenverwertung: gerade in den knapp verlorenen Spielen 2 – 4 hatten wir ein deutliches Chancen- und Schüsse-Plus ggü. Wolfsburg, trotzdem gewann immer WOB. Da spielen für mich aber auch die Torhüter eine Rolle. Wie ich schon mal geschrieben habe, hat Brückmann in den engen Spielen die bessere Torhüterleistung gebracht.

    6. Und das muss ich auch zugeben, Wolfsburg hat seine Stärken hervorragend ausgespielt: hohe Effizienz in der Chancenverwertung, einen tollen Torhüter, weniger Eigenfehler, und sie haben die Regelauslegung der Schiedsrichter „clever“ für sich genutzt.

    Dennoch: Chapeau vor unserem Team! Die Ice-Tigers haben eine tolle Hauptrunde und auch – gerade vor den genannten schwierigen Rahmenbedingungen – tolle Playoffs gespielt. Viel hat am Einzug ins Finale trotz allen Widrigkeiten nicht gefehlt: ohne das Fausertor in letzter Minute in Spiel 3 (da bin ich sicher), wären wir im Endspiel.
    Kompliment an Jiranek und Wilson, die das Team zusammengebaut haben. Kompliment auch an Patrick Reimer, der – auch wenn er seine Torquote aus der Hauptrunde leider nicht halten konnte – wieder ein Vorbild an Einsatz und Leidenschaft war. So stellt man sich einen Kapitän vor.

    Für die kommende Saison sollten die Umbaumaßnahmen mit Augenmaß geschehen.
    Gehalten werden sollten aus meiner Sicht Reinprecht (immer noch ein unglaublich wertvoller Spieler), Dupuis, Segal, Torp.
    Abgegeben werden könnten: Syvret, Kozek.
    Bei Prust und Schremp bin ich zwiegespalten. Beide haben sicher ihren Wert für die Mannschaft; ich weiß aber nicht, ob das Preis-Leistungsverhältnis da so stimmt.
    Ob Treutle stärker ist wie Jochen Reimer, weiß ich nicht. Mal abwarten, wie der Tausch zu bewerten ist.

    Ja, und dann noch großes Lob an Sebastian für den immer leidenschaftlichen, immer fairen und immer außergewöhnlich fachkundigen Blog. Für mich jedesmal ein Genuss und er wird mir im Sommer sehr fehlen. Alleine wegen Sebastian Böhm lohnt sich ein Abo der Nürnberger Nachrichten :-).
    Und auch ein Lob an die meist sehr guten, immer interessanten Kommentare der Leser.
    (Und da auch eine Frage aus Interesse an #otto: warum sprichst Du in Deinen Beiträgen immer von „wir“? Vertrittst Du eine Gruppe?)

  14. @ Ralf ich schreibe in der Mehrzahl, weil man mich in der Gruppe (wir sind ein paar Mann die seit Jahrzenten zum Eishockey gehen) bat unseren Gedankenaustausch zu Papier zu bringen. Und ich kann es Euch kundtun, da geht es ganz schön zu Sache. Kontroverser Meinungsaustausch hinsichtlich der Abgänge oder vermeintlichen Zugänge. Auch bei der Benotung der Spieler geht es hoch her (jeder hat seine Lieblingsspieler). Mehr ist es nicht. Sollte sich an der Situation was ändern werde (Einzahl) ich in meinem Namen schreiben. Ich hoffe ich konnte etwas zu Aufklärung beitragen.

  15. Vorneweg möchte ich es nicht versäumen, Wolfsburg zum Einzug ins Finale zu gratulieren.

    Es ist beeindruckend, dass WOB vorzugsweise immer dann gegen uns liefern kann, wenn sie müssen. Da passt es ins Strickmuster dieser Play-Off-Paarung, dass Brückmann pünktlich dann einen Shot-out hinlegt, wenn das Momentum vermeintlich auf unserer Seite ist.
    Überhaupt ist es mir ein Rätsel, wie diese Mannschaft es schafft, unter den gegebenen Umständen (Wolfsburg ist sicher vieles, aber ganz bestimmt kein Hexenkessel) derart heimstark zu sein, dass es schon fast unheimlich ist.
    Meine Sympathien werden sie nie erobern, dazu ist mir das gesamte Konstrukt WOB inkl. Großteil der Mannschaft + Trainer + Spielweise schlicht und einfach zuwider.
    Da ich auch kein erklärter Freund der Münchener bin, fällt es mir zwar schwer, denen die Daumen für das Finale zu drücken, aber ich hoffe einfach darauf, dass sich am Ende das bessere Eishockey Münchens durchsetzen wird.

    Warum es für uns leider wieder einmal nicht für den großen Wurf gereicht hat, hat sicherlich viele Gründe.
    Einfach gesagt war WOB wieder den Tick cleverer, fokussierter und glücklicher, sicherlich auch bei vielen Schiedsrichterentscheidungen. Es gehört aber wahrscheinlich wirklich zu deren Spielweise, Entscheidungen der Schiedsrichter pro eigenes Team aktiv zu provozieren. Das macht sie mir persönlich nicht sympathischer…
    Ansonsten bleibt aber auch festzustellen, dass sie sich das Glück oft hart erarbeiten und so – im Gegensatz zu uns – viele dreckige Tore erzielen, indem sie den Gegner zu Fehlern zwingen und den Puck irgendwie zum Tor wurschteln (wo ihn dann der Haskins mit der Hacke versenkt).

    Die Liste der prominenten Ausfälle und angeschlagenen Spieler war einfach zu lang.
    Teubert, Jurcina und Pföderl schwer verletzt, Steckel, Ehliz und P. Reimer fit gespritzt…sorry, aber so gesehen war die Titeljagd eine Mission Impossible. Kein Team der Welt verkraftet solche Ausfälle.
    Für mich war es schon überraschend, dass wir uns gegen den starken AEV letztlich mit Willenskraft durchgesetzt haben. Gegen den Fauserhaskinslikenswurm braucht es aber mehr und für den Titel muss alles zusammenpassen. In unserem Fall kann man schon von unfassbarem Verletzungspech (zur absoluten Unzeit) sprechen.
    Klar wäre WOB schlagbar gewesen. Ich hatte auch den Eindruck, dass wir in der Mehrzahl der gespielten Drittel die bessere Mannschaft waren, aber der Tank war zum Schluss wohl einfach leer. Noch dazu, wenn man eine 4. Reihe hat, die in dieser Form keineswegs DEL, geschweige denn Play-Off-tauglich ist.

    Da möchte ich auch gleich überleiten:

    Viel werden wir im Hinblick auf die neue Saison auf den ersten Blick nicht ändern müssen. Dazu stimmt einfach die Basis in unserer Mannschaft zu sehr.
    Ich hoffe, dass wirklich nur punktuell Veränderungen vorgenommen werden, denn Kontinuität ist meiner Meinung nach ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg.

    Begrüßenswert finde ich die Entscheidung von Reinprecht, noch ein Jahr dranzuhängen. Dass er in der DEL für ein anderes Team auflaufen wird, halte ich für undenkbar.
    Wichtig wird es sein, die Personaldecke von Beginn weg grundsätzlich aufzustocken, um Leistungsträgern wie Reinprecht und Steckel zwischendurch Pausen zu gönnen.
    Aus meiner Sicht macht es keinen Sinn, mit einer Mindestanzahl an Spielern oder generell A-Lizenzen in die Saison zu gehen, um dann nach und nach aufzustocken. Lieber habe ich mehr Spieler von Beginn an zusammen und lasse ggf. rotieren.
    Ferner brauchen wir dringend (!!!) eine 4. Reihe, die leistungsmäßig nicht derart abfällt. Wenn es um die Wurscht geht, muss man in der Lage sein, mit mehr als 9 brauchbaren Stürmern Druck zu machen.
    Mich würde es nicht wundern, wenn man bei Buzas über eine Auflösung des Vertrages nachdenkt. Filin ist körperlich noch zu schwach, um eine bessere Rolle zu spielen. Busch halte ich insgesamt für ein bisschen weiter in der Entwicklung.
    Über eine Weiterverpflichtung insbesondere bei Dupuis, Schremp und Prust würde ich mich freuen.
    Schremp vor allem deshalb, weil man auch an die Zeit nach Reinprecht denken sollte. Außerdem kann er auch auf Außen spielen, und Spieler mit solchen offensiven Fähigkeiten vor allem im Powerplay dürften in unserer Preisklasse nicht von den Bäumen fallen. Ähnliches gilt für Dupuis.
    Ein Prust hat auch nachgewiesen, dass er gut Hockey spielen kann. Ihn halte ich als Typ für unheimlich wertvoll in einer Mannschaft, auch wenn er leider viel zu häufig von unseren schlechten Schiedsrichtern abgestempelt wird.

    Zu Treutle habe ich noch keine Meinung. Den Abgang von Reimer finde ich schade, aber nachvollziehbar, da er mit Sicherheit einen teuren Vertrag hatte.
    Pohl bringt Speed mit und hat einen dt. Pass. Als Ersatz für Kozek oder eben als Variante für die 4. Reihe sicher gut.

    Ansonsten möchte ich den Verantwortlichen für die vielen tollen, sachlich fundierten und amüsanten Artikel und Blogs danken und wünsche allen eine angenehme Sommerpause!

  16. Vieles richtige wurde schon geschrieben, nicht nur im eigentlichen Blog, sondern auch in den zahlreichen Kommentaren darunter. Es ist eine Freude festzustellen, dass der Austausch über ein Eishockeyspiel auch in einer gehobeneren Form als in den einschlägigen, von wutschäumenden Gelegenheitsfans dominierten, sozialen Medien möglich ist.

    Aus meiner Sicht waren dieses Jahr vor allem 4 Punkte für das Ausscheiden verantwortlich.

    1. Mangelnde Effizienz.
    Die Ice Tigers brauchten regelmäßig zu viele Chancen um ein Tor zu erzielen. Wiederholt vergab die Mannschaft Gelegenheiten, die angesichts der hohen Qualität der Offensivspieler eigentlich zwingend hätten zu Toren führen müssen.

    2. Zu hohe Fehlerquote.
    Vor allem im eigenen Drittel gelang es zu häufig nicht, den Puck zu klären oder einfache Fehlpässe zu vermeiden. Dies ist zwar nicht verwunderlich, spielte man doch meist nur mit 5, teilweise noch recht unerfahrenen Verteidigern, in den Playoffs ist Eishockey jedoch mehr denn je ein Fehlervermeidungsspiel. Vor allem gegen Wolfsburg.

    3. Verletzte und angeschlagene Leistungsträger.
    Jurcina, Teubert und Pföderl verletzt, Reimer, Blacker, Steckel und Ehliz teils schwer angeschlagen – keine Mannschaft in der DEL hätte derartige Verletzungssorgen bei ihren Leistungsträgern einfach so wegstecken können. Mit einem vollständigen und gesunden Kader hätte dieser Jahrgang das Potetntial gehabt, den Briefkopf der Ice Tigers zu erweitern.

    4. Gruseliges Schiedsrichterniveau.
    Auch ich fühle mich gelegntlich als schlechter Verlierer, wenn ich, wie an dieser Stelle, die schwachen Schiedsrichterleistungen als einen Grund für die Niederlage in der Serie gegen Wolfsburg anführe. Dennoch: Man muss diese Wahrheit offen aussprechen. Auch wenn Journalisten und Experten von Telekomeishockey (beide Gruppen schätze ich sonst für ihre Arbeit sehr) immer wieder mit verharmlosenden Adjektiven wie „unglücklich“, „hart“ oder „diskutabel“ von den offensichtlichen Missständen abzulenken versuchen. In diesen Playoffs wurde kaum Körperspiel zugelassen, das Feuer und die Leidenschaft, die Playoffs zu etwas Besonderem werden lassen, wurde im Keim erstickt. Spieler, die sich allzu leicht fallen lassen werden gegenüber Spielern, die körperlich hart spielen bevorzugt. Das ist Gift für unseren schönen Sport! Regelauslegung und Niveau der Unparteiischen sind dringend und massiv verbesserungsbedüftig.

    Saison 2017/18:
    Mit vielen Leistungsträgern wurde bereits verlängert, sodass die Chancen gut stehen, auch im nächsten Jahr ein Team in Nürnberg beobachten zu dürfen, dass als eines der Mitfavoriten in die Saison geht. Die Ice Tigers haben sich seit dem Einstieg Thomas Sabos Schritt für Schritt sportlich, strukturell und medial verbessert. Es wird nicht mehr lange dauern, dann wird sich diese Arbeit auszahlen.

    Personalien:

    Reinprecht: Es ist zu hoffen, dass er in Nürnberg bleibt. Alles andere halte ich auch für kaum denkbar. Es spricht für diesen Standort, dass er die Freude am Eishockey in diesem Veteranen stetig am Leben erhält.

    Dupuis: Spielt gut und ist körperlich präsent. Klarer Kandidat für eine Verlängerung.

    Prust: ich bin überzeugt, dass es Spieler wie ihn braucht, um Titel zu gewinnen. Wie schwer es Spieler wie er in dieser Liga haben, ist jedoch ebenfalls offenkundig. Ich wünsche mir seinen Verbleib, rechne jedoch nicht damit.

    Kozek: Wird gehen und wird durch Pohl gleichwertig und ohne AL ersetzt.

    J. Reimer: Toller Charakter, der aber wohl nur bedingt damit zurecht kommt, nicht die unumstrittene Nummer 1 zu sein. Seine Entscheidung ist nachvollziehbar.

    Torp und Syrvet: Haben ihre Sache beide gut gemacht, ein neuer Vertrag ist dennoch unwahrscheinlich.

    Segal: Arbeitet an der Bande wie ein Tier, bringt Wille, Leidenschaft und Erfahrung mit. Ich sehe keinen Grund, ihn nicht zu verlängern.

    Treutle: Ich habe ihn immer für überschätzt gehalten und die jüngsten Stationen seiner Karriere bestätigen meine Einschätzung. Als Nummer 2 hinter Jenike sicher in Ordnung, sollte es zu mehr reichen, wäre das für mich eine Überraschung.

    Busch und Filin: Vielleicht ist es für beide besser, zu einem Team zu wechseln, das nicht um die Meisterschaft spielen will.

    Danke an…

    …den Autor dieses Blogs, der neben seiner Kompetenz auch viel Enthusiasmus und jede Menge seiner Lebenszeit einbringt, um diese Seiten zu füllen.
    …diesen Jahrgang der Ice Tigers, der uns grandiose Spiele geschenkt hat und der nie aufgehört hat zu kämpfen.
    …Telekomeishockey, deren Übertragungen Fans und Liga enger als je zuvor zusammengebracht haben.
    …alle anderen, die hier schreiben für ihre Kommentare, Beobachtungen, Fragen und Statistiken, die mir selber nie ein- oder aufgefallen wären.

    Kein Danke an…
    …Wolfsburg, Pavel Gross, das hässliche Baumarktstadion und all die Spieler, deren Namen uns jährlich nerven.

    But: We will be back. Stronger, faster and harder. Watch out!

  17. Ein großes Dankeschön für die tollen Artikel und Informationen –
    Einfach klasse.
    Einen schönen Sommer und auf eine gute neue Spielzeit .

  18. Auch von mir zunächst schönen Dank an boehmsso für die hervorragende Blogarbeit das ganze Jahr!

    Ich zitiere meinen Tweet von gestern:

    Jede Liga hat das Finale, das sie verdient.

    Mit dem kleinsten Stadion der Liga (oder zweitkleinsten – will Bremerhaven grad nicht nachschauen) und dann gerade mal zu drei Vierteln gefüllt in einem Halbfinalspiel 6. Grandios!

    Dazu Schiedsrichter, deren Niveau immer wieder fragen lässt, ob sie wirklich den richtigen Sport ausüben.

    Und zu guter letzt eine Ligenleitung, die immer wieder fragwürdige Entscheidungen trifft und die dann kommentarlos so stehen lässt.

    Mir ist sowas von egal, wer jetzt Meister wird. Und ich bin mir sicher, dass es mit Ausnahme von vielleicht 10.000 Fans auch allen anderen Anhängern dieses eigentlich tollen Sports in Deutschland so geht.

    Ich bin sowas von reif für den Sommer.

    Keine Ahnung, warum der Eishockeygott sowas immer wieder veranstaltet. Meine masochistische Ader ist eigentlich nicht besonders ausgeprägt…trotzdem werde ich natürlich im September wieder kommen.

  19. Danke #otto für die Erklärung. Dann viel Spaß weiter bei Euren kontroversen Diskussionen….

    Glückwunsch #Dominik: Unter den vielen klasse Kommentaren heute ist für mich Dein Beitrag der beste + treffendste Leserkommentar!

  20. Das Schlimme am heutigen Tag ist, dass einem langsam bewusst wird wie nah man am Pott dran war und das man ihn bei voller Stärke wohl geholt hätte. Ich hoffe, dass die Spieler daraus die Kraft für 2017/18 schöpfen wie einst der FC Bayern aus dem verlorenen „Finale dahoam“.

    Ansonsten denke ich, dass wir uns alle zur Zeugnisvergabe hier nochmals lesen ;).

  21. @Ralf: Vielen Dank für deine waremen Worte, ich habe deinen Kommentar auch mit Interesse gelesen. Es ist überhaupt eine Freude, in den Kommentaren hier so viel Sachverstand versammelt zu sehen.

    Ich habe in meiner Auflistung aber Rob Schremp vergessen, dessen Zukunftsaussichten natürlich auch noch einer Einschätzung bedürfen:

    Rob Schremp: Wurde von mir an dieser Stelle schon mehrfach hart kritisiert („Da hätten die Ice Tigers auch Steven Rupprich nachverpflichten können“). Offensichtlich wollte er sich solche Aussagen von mir nicht gefallen lassen. Anders ist seine massive Leistungssteigerung in den Playoffs gar nicht zu erklären. In der Form der letzten Spiele lohnt es sich, über eine Verlängerung nachzudenken.

    Bleibt die von blackhawk zurecht implizit gestellte Frage: Wird es auch dieses Jahr wieder Abschlusszeugnisse geben?

  22. @Blackhawk: wie immer gut und sachlich formuliert…brauche ich nichts zu schreiben :-)))

    Außer: um in die Finalrunde einzuziehen bzw. Meister zu werden brauchst du dein stärkstes Team und das nötige Glück im rechten Moment. Und das hatten wir dieses Jahr eindeutig nicht.
    Deshalb: Es war eine schöne, erfolgreiche Saison mit „geilen“ Spielen (6:5 gg. München…)

    Danke an alle Kommentarschreiber: fachlich super und vor allem fair!!!

    …und zum Abschluß: D A A A N N N K K K K E E E E E Sebastian

    …für diesen wunderbaren Blogg…

    …bis zum Länderspiel…und danach allen einen tollen Sommer…

  23. Bin immer noch recht leer im Kopf, der Bart ist zwar seit gestern ab, aber so richtig fassen kann ich es noch nicht, dass die geilste Zeit zu Ende ist.

    Für mich hat Spiel drei die Serie entschieden, gestern war der Tank auch irgendwie leer.

    Naja, WM steht vor der Tür, drüben läuft noch die reguläre Saison, etwas Eishockey kommt ja noch. Achja, DEL Finale ist auch noch, würde mich nicht wundern, wenn das Autokorso nach dem Titelgewinn in VW’s gefahren wird.

    Schönen Sommer an alle, vielen Dank Sebastian für den extrem lesenswerten Blog.

  24. Eine tolle Saison ist vorbei. Tolle Playoffs sind vorbei. Danke an die Mannschaft und das Trainerteam. Das Halbfinale ist bei den Rahmenbedingungen ein voller Erfolg gewesen. Und es hat wirklich viel Spaß gemacht.

    Bevor wir sicher nochmal unsere Noten hier im Blog abgeben. Danke @Sebastian für die wunderbaren Beiträge, die tollen Artikel in der NN Print, weshalb mich der Weg oft zum Zeitungskiosk geführt hat um die Stadtausgabe zu holen…
    Und ebenfalls für die Kommunikation mit dem #Stammtisch. Der wird sicher über die Abgänge und Verpflichtungen fachlich und emotional diskutieren.
    Neben aller Sachlichkeit ist auch das emotionale hier bei den Kommentatoren nicht zu kurz gekommen (und immer im Rahmen geblieben). Danke auch allen dafür.

    Auf ein Neues
    #12togo @Ice_Tigers

  25. Auch von mir ein großes Dankeschön an Sebastian, vielleicht wäre er ja sogar bereit in der Sommerpause hin und wieder mit einem kleinen Artikelchen uns das warten zu verschönern? 😉

    Ich bin mit der Leistung unseres Teams sehr zufrieden, anhand der Verletzungen sollte man das würdigen was sie diese Saison ereicht haben.Klar war es nicht immer schön, wie sie die Spiele noch verloren haben, aber trotzdem war die Hauptrunde mit vielen Highlights gespickt. Jetzt noch ein paar punktuelle Verbesserungen und dann erneut angreifen. Zu den Spielern schreibe ich beim Abschlusszeugnis etwas.

    Was ich von Treutle halten soll, weiß ich auch noch nicht, ich finde ihn auch überbewertet.Ich bin der gleichen Meinung wie schon ein paar Vorredner, wir brauchen einfach ein richtiges A****loch in unserem Team ala Pinizotto, ich denke Prust könnte diese Rolle schon erfüllen.
    Warum Martinovic so einen schlechten STand bei Wilson hat, kann ich mir auch nicht erklären, er war solider als Weber und Mebus.Ich hoffe, glaube aber nicht, dass er uns noch länger erhalten bleibt.

    Kann hier jemand erklären, was bei diesem ominösen Köln Spiel passiert ist?Wurden unsere Spieler durch Doubles ersetzt??

    Wenigstens kann man am 22. nochmal in die Arena pilgern.

    Ich verfolge die Kommentare dieses Bloggs sehr gerne, hier liegt das Niveau und die Sachlichkeit noch an erster Stelle, vllt kann dieses Niveau auch im Forum erhalten bleiben.

  26. @Dani Das mit Martinovic kann Ihnen keiner außer dem Trainer selbst erklären. Auch sein unerschütterliches festhalten an seinem Liebling Syvret können wir uns nicht erklären, der keinen Deut besser war als Martinovic. Vielleicht wird im Laufe des Sommers noch einiges aufgeklärt.

  27. Auch ich möchte mich erstmal bei Sebastian Böhm für den immer sehr lesenswerten Blog bedanken. Eine absolute Pflichtlektüre nach Heim- und jetzt auch Play Off Spielen.

    Das Ende war bitter. Da hatte die Mannschaft nicht mehr viel entgegenzusetzen. Ob der Ausfälle, der ständigen Aufholjagden in den PO-Spielen und dem Wolfsburger Scheibenglück ist dies aber erklärbar.

    Insgesamt war es eine klasse Saison. Man bekam teils hochklassigen, zumindest aber fast immer von hohem Unterhaltungswert geprägten Sport geboten.

    Die Leidenschaft mit der Thomas Sabo, die sportliche Leitung und die Mannschaft diesen schönen Sport interpretieren, macht definitiv auch so kurz nach dem Ausscheiden Lust auf die neue Saison und einen neuen Anlauf auf den Titel.

    Man sollte versuchen gar nicht zuviel zu ändern. Die wahrscheinlichen Verlängerungen von Reinprecht und Dupuis sind da schon ein sehr gutes Zeichen. Mit den Beiden und Steckel steht die äußert erfolgreiche Center-Achse des Teams auch kommende Saison. Perfekte Voraussetzung für eine weitere überzeugende Offensive und Dominaz am Bullypunkt.

    Persönlich würde ich auch gerne Schremp (extrem wichtig für das Powerplay) und Segal (der fleischgewordene Bandenhobel) weiterhin im Ice Tigers Trikot sehen.

    Obwohl ich Prust persönlich sehr schätze und auch für einen wichtigen Charakter halte, fürchte ich, dass er in der DEL nicht glücklich wird und daher die Zelte abbrechen wird.

    Syvret war für mich trotz Steigerung über die Saison gesehen, gemessen an den Erwartungen als Nr. 1 und Offensivverteidiger, nicht stark genug. Er wird deswegen ebenso wie Torp gehen müssen, vermute ich. Torp ist ein Spieler mit viel Energie, der mir durchaus gefallen hat. Aber da wir in der Defensive schon relativ voll sind und wohl nicht mit 4 AL spielen wollen, ist wohl kein Platz.

    Dass man sich mit Jochen Reimer auf kein weiteres Engagement einigen konnte, sehe ich als nicht so tragisch an. Im direkten Vergleich wirkte Andy Jenike einfach stabiler über die ganze Saison gesehen. Und, dass die Rotation auf Dauer nicht gutgehen würde, war absehbar. Dafür ist J.Reimer nicht der Typ wie es scheint. Mit Treutle kommt ein Nürnberger Jung nach Hause, der sicher darauf brennen wird in seiner Heimat und mit seinem Stiefbruder in einem Team an die Leistungen anknüpfen zu können, die ihn kurzzeitig bis in die NHL geführt haben.

    Bleibt nur die Baustelle Reihe 4. Dort sah man gerade in den Play Offs gegen Augsburg und Wolfsburg ein großes Manko. Da konnte man nicht wirklich dagegen halten und von unserer vierten Reihe kam körperlich zu wenig. Scoren muss sie nicht, aber zumindest den Gegner auch mal im Angriffsdrittel beschäftigen und unter die Haut gehen. Dies konnte einzig Möchel konsequent leisten. Da fallen Buzas und Filin zu sehr ab. Busch ist da sicher ein hoffnungsvolles Talent für die Zukunft.

    Bleibt der weitere kolportierte Neuzugang Petr Pohl aus Ingolstadt. In seiner ersten Berliner Saison sehr stark, danach etwas stagniert. Ist ein schneller Spieler, der richtig eingesetzt sicher funktionieren kann. Im Optimalfall eine gute Alternative zu Kozek mit deutschem Pass. Mal schauen, wie es mit der Bereitschaft defensiv zu arbeiten aussieht.

  28. @Sebastian: DANKE! Ab und zu ein paar Zeilen über die Sommermonate wäre eine feine Sache! Die Vorstellung von Neuzugängen könnte etwas ausführlicher werden als bisher.

    Aus meiner Sicht sollte man die AL verjüngen. Außer Blacker und Torp keiner unter 30, ansonsten wird ein radikaler Umbruch in 1-2 Jahren notwendig.
    Syvret insgesamt enttäuschend, null Gefahr von seinen Schüssen ausgehend.
    Schremp sollte bleiben, als Nachfolger für Reinprecht ab 2018/19 ideal geeignet.
    Treutle wird sich mit seinen 25 Jahren noch steigern.
    Torp: Kampfkraft pur, klasse Einstellung. Warum nicht als 3-ten AL Verteidiger!
    Segal: Jüngeren AL holen, Hanowski von Augsburg!
    Prust: Bitte wiederkommen!

  29. Nachdem ich die Reihe der Kommentar zu „Und es war Sommer“ beginnen durfte, möchte ich (vorläufig) einen Schlußpunkt setzen.
    Nachdem seit gestern ja feststeht, das Philippe Dupuis noch ein Jahr auf Grizzly-, Haie-, Adler- (und Titel)jagd gehen wird und vielleicht im Rahme der heutigen Saisonabschlußfeier noch der eine oder andere Name/ Vertagstatus bekannt gegeben werden wird, scheint der Dienstagsfrust langsam einer Vorfreude auf die neue Saison zu weichen! (Bleibt noch zu klären, in wie weit die sportliche Leitung auch die Fanexpertise mit einbindet ;))) ).
    Da ich nicht das Detailwissen der meisten Fans hier im Kommentarteil des tollen Eishockey-Blogs von Sebastian Böhm habe, bleibt mir die Frage nach Grundsätzlichen.
    Nach meinem Eindruck speist sich der überwiegende Teil der Ausländerlizenzen der DEL-Clubs aus ehemaligen NHL- und AHL-Spielern. Zweifelsohne bringen diese Spieler eine Menge Erfahrung und Härte/ physische Stärke aus Nordamerika mit, trotzdem bleibt für mich die Frage, warum gefühlt so wenige europäische Spieler (sie müssen ja nicht aus der spanischen oder türkischen Superlig(en) kommen) in der DEL auflaufen?
    Desweiteren habe ich in der Ausbildungskonzeption des Stammvereins EHC 80 aus dem Jahr 2010 gelesen, das die Schaffung von professionlelle Strukturen, das heranführen der Nachwuchsteams an die Schülerbundesliga und mittelfristig die Etabilierung aus DNL Standort angestrebt wird! Nun ist Leistungssport ganz sicher nicht alles oder die Betonung von charakterlichen und gesundheitlichen Aspekten, sowie die Schulung von Sozialkompetenz sogar wichtiger für die Schüler/ Jugendlichen die sich für den Eishockey-Sport entscheiden!! Aber trotzdem die Frage: Wie weit ist man auf dem eingeschlagenen Weg schon gekommen – verbunden mit der Frage wie es um die Pläne des Neumarkter Bauunternehmers Max Bögl für eine Erweiterung der Eisflächen in/ auf der Arena Nürnberg aussieht?

    Zum Schluß noch ein Bemerkung in eigener Sache: Ich habe erst im Zuge der Playoff-Spiele gegen Augsburg diesen tollen Blog entdeckt und freue mich über die kompetenten Beiträge von euch Fans!
    Beim Stöbern in alten „Männer die auf Tiger starren“ Artikeln habe ich unter den Kommentaren den Namen „Horst“ entdeckt.
    Das ich mir den Nutzernamen Der „wahre“ Horst gegeben habe, hat rein gar nichts mit jenem Fan zu tun! (Sondern beruht mehr auf einer ironischen Anspielung auf unseren allwissenden und allgütigen MP des einmaligen Bundeslandes Bayern!!) Sollte ich mit meiner Namenswahl jemanden beleidigt haben, so war das sicher nicht meine Absicht und würde mir auch sehr leid tun!!!
    Trotzdem freue ich mich über kritische Rückmeldungen, Ergänzungen oder Verbesserungen meines Beitrags!

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