VF6: Die Wiedergeburt

Foto: Zink/Matthias Winter

Rob Wilson war noch immer verwundert. Dieser große Kanadier, der seine Sätze immer mit „you know what?“ einleitet und dessen Stimme dabei stets klingt, wie Lemmy Kilmisters Stimme an schlechten Tagen, war der Meinung, am Freitag ein dominantes Playoff-Spiel seiner Mannschaft gesehen zu haben – bis ihm Fans und Edelfans direkt und indirekt erklärten, wie schlecht seine Ice Tigers doch eigentlich gespielt hatten. Und so stand er immer noch kopfschüttelnd vor dem Curt-Frenzel-Stadion, kurz nachdem er dieser ständig an seiner Eishockey-Mannschaft zweifelnden Stadt mit seiner famosen Mannschaft ein einzigartiges Erlebnis geschenkt hatte. Aber vielleicht war die Lehre aus Spiel sechs für alle Motzer und Nörgler, für alle Schwarzseher und Playoff-Fans, vor allem aber für alle, die das Spiel lieben, die an ihre Mannschaft glauben, bis irgendwo ein Dame beträchtlichen Umfangs das Singen anfängt, und die seit Jahren unter dieser Negativstimmung leiden, die die Playoffs der Ice Tigers seit jeher prägt, vielleicht war diese Lehre wichtiger als das Geschenk, am Dienstag erstmals ein Spiel sieben erleben zu dürfen. Wobei, liebe Freunde: Spiel sieben! Wie geil, bitte verzeiht mir das, ist das denn?

Warm-up

  • Zunächst hatte ich den Kommentar für den Fall einer Niederlage geschrieben. Gemessen an den sonstigen Texten, die in den Nürnberger Nachrichten erscheinen, war er ungewöhnlich. Vielleicht ist es besser, dass ihn niemals jemand lesen wird. Auf der Pressetribüne traf ich dann auf Roman Horlamus, den Pressesprecher, mit dem ich schon viel zu oft nach dem letzten Saisonspiel auf die Männer gewartet habe, die da noch mit leeren Blick und müden Muskeln auf ihren Bänken saßen und erst einmal verarbeiten mussten, dass es in dieser Konstellation kein nächstes Spiel mehr geben würde. Ich sagte: Roman, ich habe keine Lust, diese Interviews heute schon führen zu müssen. Und Roman sagte: Das wirst du heute nicht machen müssen. Also habe ich mich hingesetzt und vor dem ersten Bully in einem Kommentar, der gerade tatsächlich gedruckt wird, schon einmal das kleine Wunder vom Curt-Frenzel-Stadion herbeigeschrieben.
  • In diesem Zusammenhang noch einmal vielen Dank an Max, der mich zu diesem Kommentar zum erstaunlichsten Eishockey-Spiel seit, ja, mindestens seit dem 1:0 gegen Düsseldorf, inspiriert hat. (Und an alle, die meine Texte in den Nürnberger Nachrichten lesen werden: Das Pathos hab ich mir vorsorglich noch aufgehoben, es muss schließlich noch mehr Eishockey gefeiert werden in dieser Saison.)
  • Duanne Moeser begleitet Rob Wilson in Augsburg immer vor und nach der Pressekonferenz – wahrscheinlich, um den Nürnberger Cheftrainer zu schützen oder andere vor dem Nürnberger Cheftrainer. Wir standen also zum dritten Mal in zehn Tagen im Aufzug zum Kabinentrakt des Curt-Frenzel-Stadions, als ich Wilson überflüssigerweise darauf aufmerksam machte, dass es ein Spiel sieben in Nürnberg noch nie gegeben hat. Thomas Sabo aber hatte das zuvor schon erledigt. Also sagte ich zu Duanne Moeser, dass es aber Spiel fünf schon einmal gegeben hat. Und Duanne Moeser sagte: „Ja, mit einer der schlimmsten Schiedsrichterentscheidungen in der Geschichte der DEL-Geschichte.“ Was meinte er nur damit?
  • Die Deutsche Eishockey-Liga wird oft und oft zu Recht kritisiert, eine Liga aber, in der drei von vier Viertelfinalserien erst in Spiel sieben entschieden werden, kann so schlecht nicht sein.
  • 14 Spiele, zwei Assists – das ist die Bilanz von Hans Detsch. Die Bilanz von Hans Detsch für den Oberligisten ERC Sonthofen. In neun Spielen für die Panther hat Hans Detsch gar nicht gepunktet, was nicht allein am überschaubaren Talent von Hans Detsch liegt, sondern vor allem daran, dass Hans Detsch kaum hat mitspielen dürfen. Auch in diesem Spiel sechs stand er allenfalls eine Sekunde auf dem Eis – bis die Schiedsrichter für den kurz zuvor mit Brandon Prust vereinbarten Fight die Zeit anhielten.
  • Mike Stewart hätte auch den Materialwart aufs Eis schicken können. Rob Wilson hatte aber kein Problem damit (Mike Flanagan auch nicht, aber das war eine andere Geschichte) und Brandon Prust auch nicht, er kennt das aus der NHL. Und natürlich weiß Wilson, dass ein Goon in der DEL solche Aktionen erst provoziert.
  • Frank Strube hatte mir vor dem Spiel per direct message verraten, dass die Mannschaft an der Arena von den Fans in den Fanbussen empfangen werden wird – zur Motivation oder um Danke zu sagen. Schöne Aktion und wichtig. Und vielleicht gilt jetzt für Spiel sieben endgültig: Eine Stadt. Ein Team. Ein Ziel.

Das Spiel

Genau so hat man die Ice Tigers schon gesehen. In München zum Beispiel, in Berlin oder Mannheim oder beim 3:0 in Bremerhaven. Seitdem aber haben sie ihre legendäre und selbst beschworene Auswärtsstärke geschickt verborgen. In Spiel sechs war sie plötzlich wieder da. Dabei hat Nürnberg einfach so weitergespielt, wie sie am Freitag aufgehört haben. Mal abgesehen von kleinen Änderungen. Wilson hat das Verhalten seiner special teams den Augsburger Stärken angepasst. In Unterzahl funktionierte das vorzüglich, in Überzahl noch immer nicht. Die herausragende Qualität aber war die Geduld. Diesmal ließen sich die Ice Tigers nicht von den vergebenen Chancen frustrieren, von Ben Meisners starken Saves oder von den Stockfouls, die sich nach Yasin Ehliz‘ 1:0 mehrten. Diesmal spielten sich genau so weiter: schnell oder hässlich von hinten heraus, mit Zug zum Tor und mit Risiko (20:33 Schüsse aufs Tor und insgesamt 32:65 Schüsse). Anders als noch am Dienstag behielten sie im Aufbau die Ruhe, drehten mehrmals noch einmal bei, legten vor dem langen Pass noch einmal quer. Ich will ehrlich sein: Natürlich hielte ich es für möglich, dass Nürnberg in Augsburg gewinnt. Dass Nürnberg aber so souverän in Augsburg gewinnt und ein weiteres Mal, ohne sich auf das vielzitierte Scheibenglück verlassen zu können, das hätte ich nicht erwartet.

Das Interview

Keine Angst, ich stelle keine Fragen zum Torhüter-wechsel-dich-Spiel.
Jochen Reimer: Vielen Dank.

Aber vielleicht kannst Du Nürnberg und auch mir erklären, was zwischen einem Heimspiel, das ihr dominiert, aber klar verloren habt, und einem Auswärtsspiel, das ihr dominiert und souverän gewonnen habt, was da genau passiert ist.
Jochen Reimer: Also erst einmal an alle, die uns schon abgeschrieben haben: Es ist eine Serie. Und das hat unser Trainer schon des öfteren gesagt, das ist eine Serie, die best-of-seven heißt – weil es sieben Spiele braucht, wenn zwei starke Mannschaften aufeinandertreffen. Und heute haben wir wirklich alles richtig gemacht, was wir uns vorgenommen hatten. Es natürlich leicht zu sagen, wenn man kein Gegentor kriegt. Aber wir haben defensiv wirklich stark gespielt, souverän, wir haben kaum Fehler gemacht. Wir haben das Tor von Yasin reingearbeitet und dann hat er noch mit dem Penalty eiskalt den Deckel draufgemacht. Das war heute ein perfektes Auswärtsspiel, das kann man schon so sagen.

Aber noch einmal, ihr hattet am Freitag 17:6 Schüsse nach dem ersten Drittel, trotzdem seid ihr 0:3 im Rückstand gelegen. Verzweifelt man da nicht innerlich?
Jochen Reimer: Das sollte natürlich nicht passieren, aber klar passiert das. Aber mit dem Schussverhältnis ist das natürlich auch so eine Sache. Ein Schuss ist nicht gleich ein Schuss. Wenn jetzt einer mit freier Sicht von der blauen Linie eine Wurtsemmel aufs Tor wirft, dann zählt das genau so als Schuss, wie wenn ein Augsburger abgedeckt durch zwei Verteidiger den Schuss genau in Winkel setzt. Man muss auch sehen, wie die Tore fallen. Aber heute haben wir uns das auch ein bisschen erarbeitet, was wir so am Freitag vielleicht nicht so gemacht haben.

Das wievielte Spiel sieben wird das am Dienstag für Dich?
Jochen Reimer: Spiel sieben ist es mein erstes, ich war bei einem best-of-5 schon einmal im fünften Spiel. Oder vor drei Jahren gegen Berlin in den Pre-Playoffs in Spiel drei. Aber wir haben heute nichts zu verlieren gehabt. Beziehungsweise ja, schon, aber wir sind mit der Einstellung reingegangen, dass wir unser Bestes geben und dass wir erhobenen Hauptes aus dem Stadion rausgehen können, egal wie – und das ist uns gelungen. Das Heimrecht haben wir uns für Dienstag über die Saison erarbeitet. Jetzt schauen wir mal, was der Dienstag so bringt.

Es heißt immer, dass es diese Spiele sind, für die man als Eishockey-Spieler lebt. Ich denke, heute kann man das zu 100 Prozent behaupten.
Jochen Reimer: Das kann ich so nur unterschreiben. Von solchen Spielen träumt man tatsächlich als kleines Kind, dass man da mitspielen darf. Und, wie gesagt, wie haben uns das wirklich hart erarbeitet. Wir haben uns das verdient, obwohl uns die Mehrheit schon abgeschrieben hat. Und jetzt freuen wir uns wirklich auf das Dienstag-Spiel.

Der Moment

Und just, als man naiverweise meinte, in diesem Spiel bereits alles gesehen zu haben, drehte sich Mike Flanagan noch einmal um. Es folgte ein Trainer-Fight – zumindest beinahe. Die Geschichte dahinter ist noch netter, aber man weiß als Journalist ja immer ein bisschen mehr als man schreibt und als man schreiben darf. Ich weiß allerdings nicht, was Flanagan und Stewart da zu besprechen hatten. Stewart sagte bei der Pressekonferenz: „Er hat mich gefragt, wie es mir geht, ich hab gesagt, danke, sehr gut.“ Und auch wenn es unwahrscheinlich ist, unvorstellbar ist auch das nicht. Nein, Stewart schien selbst nicht so genau zu wissen, was das besprochen worden ist. Nach der Pressekonferenz sprach er jedenfalls Wilson noch einmal darauf an. Mehr als „emotions“ und „no, he’s a good guy“ habe ich aber leider nicht verstanden. Diese Episode beweist aber, dass die Trainerteams (mit Ausnahme von Tray Tuomie, sind wir ehrlich, jeder liebt Tray Tuomie) sich tatsächlich ausstehen können, dass bei den Ice Tigers wirklich alle alles tun, um diese Serie zu gewinnen, und dass es sich die Ice Tigers in den Köpfen der Panther bequem gemacht haben.

Die drei Stars

Man kann sie alle nennen und trifft keinen falschen. Aber natürlich hat Yasin Ehliz diese Partie geprägt wie kein Zweiter. Zwei Tore, „wahrscheinlich 80 Prozent seiner Zweikämpfe gewonnen“ (Wilson), harte Checks eingesteckt und ausgeteilt – nicht schlecht für einen, der am Freitag noch aus den Playoffs gekniecheckt werden sollte (die Ice Tigers haben die DEL um eine Untersuchung gebeten – natürlich ohne Ergebnis; die Panther haben übrigens dasselbe in Bezug auf eine andere Szene veranlasst – ebenfalls ohne Ergebnis).

Natürlich muss man Jochen Reimer nennen, der sich tatsächlich wieder auf jeden Schuss zu freuen schien; dessen Körpersprache wieder so überzeugend wirkte wie zuletzt im Dezember; und der sich seinen Playoff-Shutout ehrlich verdient hat.

Und natürlich muss man Brandon Prust nennen, dem heute nur Zentimeter zu einem Gordie Howe-Hattrick gefehlt hatten (gut, ein Tor und eine Vorlage, um genau zu sein – ich wollte damit aber nur andeuten, wie wichtig er an diesem Sonntag auf allen Ebenen des Spiels war), sein erstes „Alle auf die Acht“ war wohlverdient; oder Philippe Dupuis oder Brandon Segal oder Patrick Reimer oder Steven Reinprecht oder Danny Syvret oder Oliver Mebus oder Brett Festerling oder Marco Pfleger oder Marius Möchel.

13 Kommentare in “VF6: Die Wiedergeburt

13 Comments
  1. Ich gebe zu, ich hab’s nicht geglaubt. Konzentrierte, bissige Leistung, verdienter Sieg – man muss aber auch sagen, dass Augsburg offenbar Angst vor der eigenen Courage hatte – ihr schlechtestes Spiel bisher in der Serie.

    Meine 3Stars: Segal / Dupuis / Ehliz

    Hans Detsch? Who t. f.? Der hat wohl heute seine Warholschen 15 Minuten Ruhm gehabt. Wenn sich in 25 Jahren noch einer an den erinnert, dann dafür, dass er im seriedrehenden Matchpuck-Spiel der Augsburger Panther damals, als sie zuletzt im Viertelfinale gewesen sind, eine aufs Maul gekriegt hat. Lustig? Traurig? Lustig.

  2. Mir ist immer noch ein Rätsel wie einige in Spiel 5 ein schlechtes Spiel sehen können. Aber sei´s drum….

    Nun zu Spiel 7: perfektes Auswärtsspiel. Will man was kritisieren bleibt einzig die Chancenauswertung und das Powerplay. Die arg geschollte Verteidigung sowie JoRe dürften durch den Shutout Vertrauen tanken.
    PaRe gestern offensiv nicht so auffallend dafür defensiv sehr stark. Generell haben gestern alle Spieler ihre Rollen voll und ganz erfüllt. Wobei für mich der Fight von Dupuis mit ausschlaggebend für den gestrigen Erfolg war: er hat das Signal gegeben mit uns nicht und zudem taten die 14 Minuten ohne Hanowski dem AEV mehr weh als uns ohne Dupuis.
    Prust sein Fight hat nochmal weitere Kräfte frei gesetzt und das Team war danach nochmals bissiger. Meiner Meinung nach war es richtig, dass Prust auf den Fight einging. Wie würde es wohl aufs Team wirken, wenn er sich von einem 25 Jährigen abschrecken lässt. Genau die richtige Reaktion für Spiel 7. Dadurch das er sich auch in Spiel 5 Lamb schnappte wurde das Team wohl entgültig geweckt. Wie Flanagan die Aktion von Detsch bzw. Stewart hat ja jeder gesehen aber das zeigte mir, dass das gesamte Team Playoffs lebt.
    Generell werde ich bei Prust nicht verstehen warum so viele „Fans“ auf FB erwarten, dass er scoren muss. Wobei ich sage, dass er mit kompletter Vorbereitung auf eine DEL-Saison gut für 10-20 Punkte ist. Für mich ein Keyplayer in den Playoffs, den man halten sollte.

    Zur Goalie-Rotation war gestern noch das Interview vor dem Spiel interessant, da sah man wirklich wie sehr es doch in JoRe arbeitet, dass Jenike den Vorzug in der Serie bekam. Auch Jenike muss laut Speckhahn nicht gerade amüsiert gewesen sein, dass er nicht spielte. Aber das nur am Rande eine interessante Beobachtung aber ein doch unnötiger Nebenschauplatz.

  3. Ich muss offen gestehen dass auch wir nach dem Spiel vom Freitag nicht mehr an eine Wende zu unseren Gunsten geglaubt haben. Vielleicht liegt es an der mangelnden Erfahrung mit einer Best- of- seven Serie. Jedenfalls waren wir mehr als überrascht ob der gebotenen Leistung des Teams in Augsburg. Am Dienstag werden die Karten neu gemischt und natürlich hoffen und rechnen wir inständig mit einem Sieg für uns. Eine Szene im Spiel war für uns eine große Schweinerei und Unsportlichkeit ohnegleichen die sich Mike Stewart als Trainer geleistet hat, den Detsch auf Prust ansetzen nur mit der Absicht den Nürnberger Spieler zum Duschen zu schicken und so uns zu schwächen. Die Absicht hätte das Schiedsrichtergespann erkennen müssen und die Strafen anders verteilen müssen. Wäre ein Fall für den Kontrollausschuss. Sportlich hat sich Mike Stewart mit der lausigen Aktion für lange Zeit als Coach beschädigt (schäbige Aktion). Morgen mit einem Sieg in das Halbfinale einziehen und den Traum: Eine Stadt. Ein Team. Ein Ziel weiterleben zu dürfen.

  4. Warum kann man nicht jedes Spiel so konzentriert angehen, wie dieses Spiel 6? Dann würden wir schon seit letzter Woche auf unseren Halbfinalgegner warten. Vielleicht wollte es der Eishockey-Gott ja so, aber für uns (berufspessimistischen) Franken ist das irgendwie nicht gut. Dieses ständige, „mier, steign ab … mier wärn massder …“ ist nur für wirklich starke Nerven.

    Ja, ich war sehr niedergeschlagen und enttäuscht über die Mannschaft (und vor allem über die „Körpersprache“) im Spiel 4 und 5 und genauso bin ich aber erfreut über die Reaktion im gestrigen Spiel. Diese Einstellung beibehalten, dann klappt es auch im Spiel 7.

    Die Aktion Detsch vs. Prust nennen die Augsburger clever, die Nürnberger unsportlich. Da schickt Augsburg einen 4.Line-Spieler aufs Eis, der bis dato gefühlte 0 Sek. Eiszeit hatte, der BP zum Fight fordert. Augsburg wollte wohl einen Wake-Up-Call und BP „fällt drauf rein“ … und die Reaktion von Mik Flannagan erinnert mich stark an John Tortorella beim „Line-Brawl“ der Canucks gegen die Flames (https://www.youtube.com/watch?v=vIcdbxzrtbI)

    @ Sebastian Böhm
    Duanne Moeser, die 99-Serie und Fehlentscheidungen im Spiel 5: Aufgrund der Strafzeit „Halten des Stockes“ des Augsburgers Andre Faust erzielte Garvey im Powerplay das entscheidende 2-1. Faust hielt wirklich sehr lange den Stock einen Nürnbergers … Sollte Duanne Moeser das als Fehlentscheidung verstehen, dann frag ihn nach der Fehlentscheidung im Spiel 2 (oder 4?) in Augsburg, als in der Verlängerung „Der Schmied“ in die Box musste und Augsburg den Gamewinner in Überzahl machte.

    • Danke. Ich wusste es wirklich nicht mehr, ich wusste nur, dass Garvey im Power-Play getroffen hatte. Die Diskussion mit Moeser darüber überlasse ich gerne einem anderen.

  5. Hallo,

    schöner Morgen heute!

    Das Team hat sich ein Spiel 7 wirklich erkämpft. Kampf habe ich erwartet. Dass die Truppe so abgezockt agiert jedoch nicht. Dazu kam meiner Meinung nach noch die sich in den Augsburger Köpfen festsetzende Angst, diese Chance auf keinen Fall verspielen zu dürfen. Der Underdog war plötzlich Favorit. Damit sind sie offenbar nicht klar gekommen.

    Wenn wir die Stabilität in der Verteidigung halten können (incl. sehr ruhiger Leistung von J. Reimer), werden wir morgen das Ding gewinnen. Wenn nicht wird uns der AEV schlagen. Denn bei aller Euphorie hier, das wird sicherlich kein Selbstläufer und ob ein Heimspiel ein Vorteil in dieser Serie ist wage ich nicht nur wegen der Stats zu bezweifeln.

    Yasin Ehliz und Jochen Reimer ragten aus einem starken Team heraus, die größte Leistungssteigerung in der Serie insgesamt brachte gestern aber Steckel und Prust zu Stande. Dafür wurden Sie geholt, beide haben geliefert. Und so muss es weiter gehen.

    Gruß
    Stefan

    #9togo

  6. Eine derartige Leistungsexplosion im Vergleich zu den Spielen 4 und 5 hatte ich auf der Hinfahrt nicht mehr für möglich gehalten.
    Ich sehe Spiel 5 nämlich immer noch so ernüchternd wie am Freitag Abend, denn mit dem oben geschriebenen Zitat vom Joker kann man auch Spiel 5 zusammenfassen: „Aber mit dem Schussverhältnis ist das natürlich auch so eine Sache. Ein Schuss ist nicht gleich ein Schuss. Wenn jetzt einer mit freier Sicht von der blauen Linie eine Wurtsemmel aufs Tor wirft, dann zählt das genau so als Schuss, wie wenn ein Augsburger abgedeckt durch zwei Verteidiger den Schuss genau in Winkel setzt.“

    Gestern hatte man bereits nach dem ersten Wechsel ein besseres Gefühl im Block. Vor allem defensiv war das die bisher beste Vorstellung in den Playoffs.
    Viele wirkten wieder spritziger als zuletzt (v.a. Blacker schien fitter als zuletzt / einzig Stecks wirkte mMn angeschlagen).
    Jetzt gilt es in Spiel 7 noch einmal so eine Leistungs aufs Eis zu bringen!

  7. Bockstarkes Spiel vom ersten bis zum letzten Wechsel. Richtig hart gearbeitet. Einfach Klasse.

    #9togo

    Das werden noch lange 34 Stunden bis zum ersten Bully… 🙂

  8. Jochen Reimer: [..] Wir haben uns das verdient, obwohl uns die Mehrheit schon abgeschrieben hat. [..]

    Eventuell sollte man nach Aussagen wie diesen auch etwas über einen Wandel in der Nürnberger Fan-Kultur nachdenken, wenn man in den Playoffs mehr erreichen will? Auch die eigenen Fans sind in den Köpfen der Spieler. Bei aller (eventuell auch berechtigten) Kritik sollte ein Team wohl nie das Gefühl haben abgeschrieben worden zu sein. Im Gegenzug kann das Gefühl, nicht abgeschrieben worden zu sein, stark beflügeln.

  9. Sieh an! Da spielen die Ice Tigers im sechsten Spiel mit dem Rücken zur Wand endlich Playoff-Eishockey und zeigen altbekannte Stärken – und schon haben die Augsburger keine Chance. Sehr souveräner Auswärtssieg unter diesem Druck, unbedingt gewinnen zu müssen. Einzig die nachwievor dürftige Chancenverwertung verhinderte einen entspannteren Nachmittag. Irgendwie hat man das Gefühl die Mannschaft braucht dieses „Müssen“. Umso besser, morgen sieht es nicht anders aus. Was die v.a. defensiv bärenstarke Leistung für morgen bedeutet? Gar nichts! Aber das macht es ja gerade aus. Also: Macht’s nochmal, Jungs!

  10. Man darf gespann sein, welchen Marschbefehl beide Trainer morgen ausgeben.
    Augsburg wird sicherlich der vergebenen Chance nachtrauern. Ob ihr vielgelobter Motivationstrainer die Köpfe wieder frei bekommt wird man sehen. Stewart dagegen wird bestimmt wieder neue Tricks auf Lager haben.
    Unser Jungs dagegen sollten nach der Klasseleistung von gestern neues Selbstvertrauen getankt haben und mit der gleichen Hingabe den Gegner bekämpfen. Auch Meissner ist nicht unbezwingbar.

    Auf alle Fälle wird das am Diensttag ein heißer Tanz werden. Bleibt zu hoffen, dass die Schiri´s die Sache im Griff haben. Leicht werden sie es für sicherlich nicht werden.

    Ich bin mir sicher dass unsere Fans dem Team jede erdenkliche Unterstützung geben. Selbst auf die Gefahr hin dass sie am Mittwoch keinen Ton mehr herausbringen.

  11. Ich weiß gar nicht warum sich so viele über die Aktion mit Detsch aufregen.Das war von Stewart schlau gemacht, hätte genauso von Gross kommen können. @ Otto:Da war nichts unsportlich, Prust wurde ja nicht gezwungen dazu. Was bitte hätten die Schiris da anders verteilen sollen?

    Ansonsten muss man die Tigers nach dem ganzen fränkischen Gemotze jetzt einfach loben. Ich hatte sie noch nicht aufgegeben, wäre aber nicht überrascht gewesen, hätte Augsburg gewonnen. Morgen wird bestimmt nochmal ein Bomben Spiel.

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