VF4: Playoffs, Baby?

Was für ein stimmungsvoller Abend, wenn man dem Augsburger EV zugetan ist, oder, wenn man Sergej Vostrikov, Derek Dinger oder Ben Meisner ist. Wenn man hingegen bis zu diesem Dienstag um 19.30 Uhr für die Thomas Sabo Ice Tigers geschwärmt hat, oder, wenn man David Steckel, Brandon Prust oder Nichlas Torp ist, vergisst man den Abend am besten möglichst schnell wieder.

Warm-up

  • Zwei Siege für Nürnberg, zwei Siege für Augsburg, endlich gibt es Klarheiten: Am Freitag wird keine Entscheidung fallen und im Curt-Frenzel-Stadion wird noch mindestens ein Heimspiel ausgetragen (von dem im Übrigen noch niemand weiß, wann es am Sonntag angepfiffen wird – im Zweifel ist der lächerlich dotierte Fernsehvertrag eben doch wichtiger als die Interessen der Fans).
  • Rob Wilson, Mike Stewart und BR-Reporter Oliver Tubenauer (gerade eben auf der Höhe von Donauwörth) machten auch Ben Meisner für das 4:0 verantwortlich. Warum? Im Gegenteil, einer der Gründe, warum die Ice Tigers gar so chancenlos blieben, war, dass Augsburgs am Sonntag und auch diesem Dienstag durchaus nervös wirkender zweiter Torhüter, weitgehend beschäftigungslos blieb. Nürnberg konnte oder wollte die Verletzung Jonathan Boutins offenbar nicht konsequent nutzen.
  • David Steckel und Brandon Prust haben seit ihrem Doppelboarding nach fünf Minuten in Spiel eins kein Playoff-Eishockey mehr gespielt. Prust hat dafür eine Erklärung angeboten (siehe: Das Interview). Wirklich überzeugten wird sie die vielen Fans, die die Ice Tigers 2016/2017 vor allem wegen der Checks und der Fights liebgewonnen haben, eher nicht.
  • Natürlich sind die Ice Tigers mit Milan Jurcina und Colten Teubert eine bessere Mannschaft. Die Absenz dieser beiden Klasse-Verteidiger kann dieses 0:4 allerdings auch nicht erklären.
  • Ebenso hat sich das Torhüter-Wechselspiel (wenn auch mit etwas Glück) bislang nicht auf die Serie ausgewirkt.
  • Und auch die Idee hinter der Aufstellung fand ich richtig. Kein Vorwurf an Vladislav Filin, der am Freitag und am Sonntag mutig gespielt hat, mit dem Rookie aber ist die vierte Reihe anfällig (zwei Gegentore beim 5:3). Mit vier ausgeglichenen Reihen wollte Wilson Kraft sparen und zugleich wuchtiger spielen. Die Idee ist gut, doch die Ice Tigers noch nicht so weit (wer da ein Tocotronic-Zitat gefunden hat, darf es behalten).
  • Derek Dinger also, auf solche Heldengeschichten hoffen die Coaches in den Playoffs. Nach 55 Spielen ohne Torerfolg trifft der Verteidiger gleich zweimal. Oliver Mebus, bitte übernehmen Sie.
  • Nürnberger, die heute Playoff-Eishockey gespielt haben: Marcus Weber, Marco Pfleger, Patrick Buzas, Philippe Dupuis.
  • Nürnberger, die heute kein Playoff-Eishockey gespielt haben: der Rest.

Das Spiel

Nein, diese Ice Tigers waren nicht chancenlos. Brandon Segal hatte eine gute Chance, Patrick Reimer hatte eine gute Chance und Marius Möchel, ja, Marius Möchel hatte auch eine gute Chance. Das ist gar nicht so albern gemeint, wie sich das liest. Hätte Segal nicht am leeren Tor vorbeigezielt, wäre das kurz vor Drittelende ein Wirkungstreffer gewesen. Hätte Patrick Reimer nicht an Ben Meisner und dem Tor vorbeigezielt, wäre das kurz nach der ersten Drittelpause ein Wirkungstreffer gewesen. Und hätte Marius Möchel die Direktabnahme eines Schlagschusspasses von Danny Syvret versenkt, hätte das den Ice Tigers kurz nach dem Augsburger 3:0 zumindest ein wenig Hoffnung gegeben. Und genau das kann die fränkischsten Franken unter den Fans ein wenig zuversichtlich für den Fortlauf der Serie stimmen: Nürnberg war nicht chancenlos, mit einem Tor zur rechten Zeit hätte sogar dieses einseitige Spiel eine erstaunliche Wendung nehmen können. Dass es ganz, ganz anders kam, lag natürlich an diesem blutleeren Auftritt der Ice Tigers, aber eben auch an der eindrucksvollen Leistung der Panther. Nürnberg hätte zunächst auch nicht unbedingt ein Tor gebraucht, auch ein harter Check oder ein Fight wäre nicht nötig gewesen, aber irgendein Lebenszeichen, ein geblockter Schuss, eine Energieleistung, irgendetwas kann den Charakter eines jeden Spiels verändern. Stattdessen aber passierte: nichts.

Das Interview

Die Höhe der Niederlage spielt in den Playoffs keine Rolle, aber warum war Spiel vier heute gar so eindeutig?
Brandon Prust: Sie haben es uns im ersten Drittel gegeben. Aber unser zweites war gut, der Puck sprang nur einfach nicht für uns. Sie haben gut gespielt, aber wir hatten auch kein Glück. Wie im ersten Spiel haben wir den Puck einfach nicht im Tor untergebracht.

Was macht Sie zuversichtlich, dass sich das am Freitag ändern wird?
Brandon Prust: Es sind Playoffs, das ist nicht ohne Grund eine Serie (Anmerkung des Bloggers: Besser bin ich nicht in der Lage, „it’s a series for a reason“ zu übersetzen.). Wir müssen zwei von drei gewinnen und haben zwei Heimspiele. Nur wegen dieses einen Spiels haben wir unseren Glauben nicht verloren. Wir müssen nur aus unseren Fehlern lernen.

Nürnbergs Stärke ist das Körperspiel. Nun haben die Ice Tigers drei Spiele vor allem diszipliniert gespielt. War das heute vielleicht zu diszipliniert? Ist es nun an der Zeit, wieder härter zu spielen?
Brandon Prust: Playoff-Eishockey soll körperlich sein. Heute hatten wir die selben Schiedsrichter wie in Spiel eins, als wir uns zu viele Strafminuten geleistet hatten. Vielleicht waren wir deshalb ein wenig schüchtern. Ich war jedenfalls ein wenig zu besorgt, zu weit zu gehen und mein Team zu schwächen. Aber wir müssen darüber hinausschauen.

Der Moment

Nürnberg hat einen Mann mehr auf dem Eis, im Power-Play wird nicht präzise gepasst, Schüsse zu früh oder zu spät genommen. Trotzdem hat Steven Reinprecht eine letzte Großchance in diesem Spiel. Beim nächsten Aufbauversuch aber stehen plötzlich sechs Ice Tigers auf dem Eis. Die letzte Möglichkeit, doch noch in diese Partei zu finden, wurde also auch noch leichtfertig vergeben. Es passte zu diesem Abend, an dem eigentlich gar nichts passte.

Die drei Stars

Marcus Weber

Patrick Buzas

Marco Pfleger

Das ist ernst gemeint und soll nicht nur die Steckels, Prusts, Reimers und Kozeks bloßstellen. Weber hatte anders als Blacker und Syvret keine Probleme damit, den Puck unfallfrei über die eigene blaue Linie zu bringen. Patrick Buzas versuchte, seine Kollegen mit Einsatz, Tempo und Zug zum Tor mitzureißen. Und Marco Pfleger hatte erneut auf beiden Seiten seine guten Momente.

Und jetzt?

28 Kommentare in “VF4: Playoffs, Baby?

  1. Schon richtig, es gab diese wenigen Momente, wo man den Fuß hätte in die Tür bringen können. Kurz vor und kurz nach der ersten Drittelpause waren sie da. Leider konnten diese nicht genutzt werden. Ansonsten ein bedenklicher Auftritt. Wollen, können, oder sollen wir die Aggresivität und das Tempo der Augsburger nicht annehmen? Die gewonnen Zweikämpfe konnte man gestern an den Fingern einer Hand abzählen. Seit Beginn der Serie ist zu sehen, dass man den Puck nicht vernünftig aus dem eigenen Drittel bringt .Hier fehlen Jurcina und Teubert definitiv, gewonnen hätten wir aber auch mit den beiden wohl kaum.
    Der an sich nicht schlechte Plan, mit Prust für mehr Offensivpower zu sorgen und dafür auf den auch nicht fehlerfreien, aber robusten Torp zu verzichten ging in die Hose. Bitte nicht nochmal!
    Als sehr fränkischer Franke bin ich nicht mehr sehr optimistisch, lasse mich aber gerne überraschen. Dass es trotz allem ausgeglichen in der Serie steht ist immerhin ein kleiner Hoffnungsschimmer.
    Freitag brauchen wir jedenfalls ganz andere Ice Tigers.

  2. Was gibt es da zu beschönigen. Wieder 4 Gegentore. Mit dieser Abwehrarbeit lässt man jeden Torwart schlecht aussehen egal wer im Kasten steht. Körperliches Spiel überhaupt nicht vorhanden im Gegenteil, wir werden von den Augsburger bei jeder Gelegenheit an die Bande genagelt, ohne dass diese etwas befürchten müssen. Spielanteile von 80-20 zu Gunsten der Augsburger sprechen eine deutliche Sprache. Sobald schnell gespielt wurde schwamm die Abwehr und wir sind kaum noch aus dem eigenen Drittel rausgekommen und das hat der AEV während der gesamten 60 Minuten eindrucksvoll zelebriert. Im gestrigen Spiel hat unserer Meinung kein einziger Spieler so etwas wie Playoff Verfassung gezeigt. Überhaupt ist das Team meilenweit von der Verfassung entfernt die es in der (Wertlosen) Doppelrunde gezeigt hat. Unsere leise Hoffnung ist das wir uns doch noch mit sehr sehr viel Glück nach 7 Spielen durchsetzen können. Sollten wir uns allerdings am Freitag wieder 3 oder 4 Tore einfangen, dann könnte damit das Ende eingeläutet werden. Aber wir wollen nicht in Pessimismus verfallen (obwohl angebracht) sondern uns der Hoffnung auf Besserung hingeben.

  3. Wer hat unsere Tiger kastriert? Bislang lassen sie in dieser Serie vieles vermissen, was sie in dieser Saison stark gemacht hat. Wir sind den Augsburgern sogar in unserer eigentlichen Königsdisziplin des physisch harten Spiels klar unterlegen. Wenn dann auch noch die Effizienz im Torabschluss fehlt, die letztendlich zu den zwei Siegen geführt hat, hast du keine Chance.
    Das Positive nach dieser Rutsch’n ist, dass man nicht einfach nonchalant zur Tagesordnung übergehen kann, wenn man 40 Minuten hergespielt wird. Zumindest sollte man meinen, dass es da intern sehr deutliche Worte gibt. Diese Mannschaft war bisher doch aus einem ganz anderen Holz geschnitzt. Deswegen bekommen sie am Freitag den Kredit, diesen inakzeptablen Auftritt wieder wettzumachen. Ich glaube an den Charakater dieses Teams.
    An der Bande erwarte ich aber auch vom „Trainer des Jahres“, dass er wie sein Pendant auf Augsburger Seite eine zum Gegner passende taktische Marschroute austüftelt und nicht nur mit vogelwilden Personalrochaden Verwirrung in der eigenen Mannschaft stiftet. Rob, lass bitte endlich die Tiger los!

  4. Natürlich gibt es Abende, an denen man kein Puckglück hat. Natürlich gibt es Abende, an denen auch die besten Chancen nicht verwertet werden. Natürlich gibt es Abende, an denen nicht viel gewonnen will.
    Sticktap auf die Fanghand von Jenike. Kein Spieler fährt hin. Keine Reaktion. Sticktap auf den Schoner. Keine Reaktion des Teams.
    Spielsituation abgepfiffen. Nürnberger wird rumgeschubst. Keine Gegenreaktion. Einmal, zweimal, immer und immer wieder.
    Augsburg spielt PO Hockey. Die machen was sie wollen. Und wir lassen es geschehen (nicht das erste Mal in dieser Serie). Unser Team war gestern leblos.
    So ein Spiel gibt dem Gegner ein starkes Momentum. So etwas gibt großes Selbstbewusstsein…

    Wir haben jetzt in einer Best-of-three Serie mit zwei Heimspielen (wie war das nochmal mit dem Heimvorteil im laufintensiven modernen Eishockey?) sicher unsere Chance. Sicher wird der Auftritt am Freitag (mit Brüggemann) anderes sein. Das allein der Gedanke der Spieler an den Schiedsrichter dem Gegner einen Vorteil gibt, zeigt das Augsburg aktuell Oberwasser hat…
    Lassen wir uns überraschen. Habe null Bock auf die Badehose…

  5. Wo ist nur unser Körperspiel, unsere Körpersprache geblieben? Das ist kein Play-Off Eishockey was wir da anbieten. Seit dem letzten Drittel in Köln ist die mannschaftliche Geschlossenheit, die Defensivarbeit, das Räume enge machen, das Miteinander, die harten und sauberen Checks (gerade von Prust) wie weggeblasen.
    Kozek (nur Defensivarbeit ist für einen Ausländer zu wenig), Steckel, Prust,…einfach viel zu wenig.
    Wir lassen uns von Augsburgs Zwergen rumschupsen, unglaublich.
    Von der blauen Linie kommt kein einziger gefährlicher Schuss, wenn nicht gerade Reimer dort steht.
    Keiner scheint momentan in der Lage die Mannschaft zu führen, die anderen mitzureißen.
    Ich hoffe, dass Jurcina am Freitag zurückkommt, wohl auch meine letzte Hoffnung. Mit seiner Ruhe und Erfahrung könnte er uns helfen wieder in die Spur zu finden.

  6. Das war gestern nix. Der Satz von Prust bestätigt meine Vermutung mit der Doppelstrafe von Spiel 1. Bis dahin war das Körperspiel da. Findet man das nicht endlich wieder und spielt hinten einfach mal den Puck raus kann es am Freitag eine kleine Vorentscheidung zu Gunsten des AEV geben.

    Bisher vermisse ich aber ehrlich gesagt in allen Spielen das Feuer für die Playoffs. Bin auf Freitag gespannt wie Fans und Spieler reagieren…

  7. In allen 4 spielen waren die Augsburger dem Sieg näher als wir. Das ist Fact. Das körperlose Spiel findet schon seit Wochen statt nur ist es jetzt in den Playoffs besonders offensichtlich. Diese Körperlosigkeit ist unentschuldbar. Am Freitag sind knappe 8000 Tausend Brüllaffen (mich eingeschlossen) da und werden die Mannschaft nach vorne brüllen ):

  8. Die Serie, und speziell das gestrige Spiel, hat mir bislang eindeutig zu viel Freundschaftsspielcharakter. Ohne Körperspiel werden wir diese Serie nicht gewinnen. Offenbar haben uns die dummen Strafzeiten in Spiel 1 dazu veranlasst, jeglichen Körperkontakt mit dem Gegner zu vermeiden. Das ist aber der falsche Weg. Die Physis ist der zentrale Vorteil unserer Mannschaft gegenüber den Augsburger Panthern – wenn wir nicht langsam beginnen den auszuspielen, ist die Saision am Sonntag vorbei.
    Wichtig ist, die richtige Balance zu finden zwischen „schlau hart und dumm hart“ (Zitat: Patrick Hager). Ich bin eigentlich davon ausgegegangen, dass die Mannschaft das kann….
    Leider scheinen Spieler und Trainer regelrecht traumatisiert von den überflüssigen Strafzeiten in Spiel 1.
    Aber: Passiert ist eigentlich nichts, wir müssen zwei Heimpsiele gegen Augsburg gewinnen. Klingt eigentlich machbar, oder?

  9. Dieses Spiel reiht sich nahtlos in enttäuschende Playoffs ein. Slogans wie „Diese Mannschaft ist für die Playoffs gebaut“, „Spieler mit geballter NHL Erfahrung wissen worauf es in den Playoffs ankommt“ klingen wie Hohn. Ohne einen Anflug von Hochmut oder Sarkasmus: Eine zwar talentierte, aber in der Tiefe und Breite limitierte Mannschaft wie Augsburg ist auf den Punkt heiß, topfit und weiß, worauf es ankommt. Wieder ein gegnerischer Trainer, der uns taktisch den Schneid abkauft. Ein junger Ersatztorhüter, der einen kapitalen Fehler im Spiel zuvor in eine fokussierte Topleistung umwandelt. Und bei uns scheint die Luft raus zu sein, trotz Top-Kader, trotz Nachverpflichtungen. Immerhin top in der Scorerliste, einige Trophäen abgesahnt, naja.

  10. Otto,
    Spiel 2 ging meiner Meinung nach relativ klar an uns. Ansonsten korrekte Einschätzung. Augsburg investiert deutlich mehr als wir (unerklärlich!), viel mehr Willen und Durchsetzungsvermögen. Dass sie schneller unterwegs sind war ziemlich klar. Hätte aber nie damit gerechnet, dass wir physisch so klar unterlegen sein könnten. Das wirkt alles total hilflos.
    An den Fans sollte es Freitag nicht liegen. Ob das Team dann endlich Playoff-Hockey spielen kann und wird, wage ich ehrlich gesagt zu bezweifeln.
    Gegen diese starken Augsburger kann man auch ausscheiden, keine Frage – aber nicht so!

  11. Norbert Vom Ergebnis her OK, aber nach dem Anschlusstreffer dachten wir das Spiel kippt noch. Noch etwas das uns alle bewegt, diese Mannschaft erinnerte uns anfangs an das Team von 98/99. Spielten feines, intelligentes, kraftvolles und furchtloses Eishockey mit toller Präsenz in allen Bereichen. Was ist übrig geblieben??. Die Mannschaft von 98/99 ein Team mit Feuer, Wildheit, Leidenschaft, Spielintelligenz und unbändigen Siegeswillen, deswegen hat dieses Team den Kultstatus bis zum heutigen Tag. Und kein anderes Team konnte seither an dieses heranreichen.

  12. @Frank Strube: woher hast du die Information, dass Brüggemann am Freitag pfeift? Seit der Umstellung auf Telekom findet man im Netz ja leider keine Schiedsrichtereinteilung mehr. Gibt es da vielleicht doch etwas?

    Zu unserem Auftritt nur 3 Worte: erschreckend, leblos, beängstigend

  13. @Max: Brügge hatte Spiel 2 so auch Spiel 5. Spiel 6 die vom Sonntag. Lediglich Spiel 7 kommen komplett andere. Ist seit 1-2 Jahren so.
    Die SR Info entfällt seit 1.1. aufgrund Richtlinien gegen Manipulation nicht wegen der Telekom

  14. Das Spiel gestern war als Einzelspiel betrachtet erschreckend. Augsburg war deutlich überlegen und hatte folglich auch verdient die Glücksmomente wie bei Dinger’s 1:0.

    Generell muss man sagen, dass Augsburg in der ganzen Serie bislang überlegen wirkt. Von den Ice Tigers kommt körperlich zu wenig und mit spielerischen Mitteln scheitern wir zuoft an der Augsburger Defensive. Die spielen ein kraftaufweniges Forchecking und sind in der eigenen Zone konsequent. Nur wenn wir selber mit Tempo ins Angriffsdrittel kommen, haben wir unsere Torchancen. Aber in Spiel 1 und 4 sieht man, was passiert, wenn wir Chancen liegen lassen. Nur über Effizienz sind wir momentan in der Lage Augsburg zu schlagen.

    Auch die Special Teams gehen ganz klar an Augsburg. Darüber werden wir die Serie wohl nicht zu unseren Gunsten entscheiden. Also muss man auf eine weitere großzügige Auslegung der Schiedsrichter hoffen.

    Entweder besinnt man sich ab Freitag auf die körperliche Komponente oder man muss auf Schussglück und Effizienz hoffen. Sonst kocht uns Augsburg noch zweimal ab und dann haben wir Sommerpause. Freitag zählt es. Augsburg hat das Momentum wieder auf seiner Seite und unsere Diecher müssen jetzt zeigen, dass sie wirklich eine PO-Mannschaft sind.

    Über personelle Rochaden will ich mich gar nicht weiter auslassen. Da kann man nach Ende der Play Offs immer noch analysieren, ob die ein oder andere Entscheidung von Wilson clever oder nicht war.

  15. Ich habe selten so einen blutleeren Auftritt erlebt, sagen wir waren nicht chancenlos ist Schönreden!!!!
    Wir haben in der Hauptrunde physisch gespielt und waren erfolgreich, letztes Jahr wollte Wolfsburg nicht die Ecken, diesen Jahr spielen wir Muschi-Eishockey anstatt Tiger-Eishockey.
    So kann man sich ab Sonntag leider mit der Urlaubsplanung beschäftigen

  16. Wir haben gestern ein Spiel verloren, nicht mehr nicht weniger. Aus einer „best of 7“ ist jetzt eben eine „best of 3“ geworden.
    Abputzen, weitermachen … mehr gibt es nicht zu sagen !

    • Wie gerne würde ich das auch so handhaben. Leider muss ich immer mehr sagen, je weniger es zu sagen gibt.

  17. Ich denke, es ist müßig über die genauen Hintergründe unseres Spiels zu diskutieren. Es wird ein Mix aus vielen Faktoren sein, die die Gesamtleistung des Teams erheblich beeinträchtigen.
    Fakt ist – und da stoße ich ins selbe Horn -, dass wir gefühlt noch nicht in den Play-Offs angekommen sind. Das wirkt mir wie die letzten 10 Spiele der Hauptrunde, als man sich mehr schlecht als recht durch jede 60 Minuten schleppte.
    Man spielt sicher auch nur so gut, wie es der Gegner zulässt. Und Augsburg spielt stark. Die geben offenkundig alles, und haben – nebenbei bemerkt – auch 3 verletzte Spieler (Davies, Trupp und Boutin).
    Trotzdem kann es doch nicht sein, dass man sich deren Spiel scheinbar emotionslos überstülpen lässt. Dass eine körperlich offenkundig unterlegene Mannschaft unsere Truppe nahezu nach Belieben in den Zweikämpfen vorführt und die Checks zu Ende fährt, lässt mich vor dem kommenden Wochenende erschaudern.
    Den Nimbus, ein schwer zu besiegender Gegner zu sein, haben sie irgendwo tief unter der Köln-Arena vergraben.

    Das kommende Heimspiel wird sau schwer, auch weil ich glaube, dass selbst erfahrene Spieler nicht so einfach den Schalter umlegen können. Die Augsburger – Busfahrer, Betreuer und Fans eingeschlossen – werden am Freitag mit Schaum vorm Mund hier antreten. Und ich bin skeptisch, dass unsere Mannschaft (und das Publikum) da wird dagegenhalten können.

  18. @Sebastian:
    Es ist müßig sich jetzt darüber Gedanken zu machen, bzw aufzuschreiben, was alles im Spiel nicht funktioniert. Nur hilft Dir das nicht weiter.
    In den PlayOff sind nicht nur die Mannschaften erfolgreich, die – wie der AEV gestern – im Spektakel gewinnen, sondern eben auch die, die so ein Spiel sehr schnell wieder vergessen.
    Klar habe ich eine Meinung zu dem Spiel gestern und zum Verlauf der Serie als solches, aber das kann ich dann auch nach der Serie noch äußern. Im Grundsatz hat sich absolut nichts zum Status von 19:29 gestern Abend verändert: Wir müssen immer noch zwei Spiele gewinnen.

  19. Leistungen, wie die Gestrige, hat es von Nürnberger Mannschaften zu allen Zeiten gegeben.
    Die Gründe hierfür liegen bei mir, nach Jahrzehnten des Grübeln, noch immer im Dunkeln.

    Am Freitag kann es nur heißen „Kampf bis zum Umfallen“. Sonst ist bald Schluß mit lustig.
    Thomas Sabo und die Fangemeinde hätten mehr verdient.

    Vielleicht können sich einige Herren an die Worte “ fighting Spirit“ erinnern und dementsprechend handeln.

    Noch ist Zeit das Rad zu unseren Gunsten zu drehen. Bekanntlich soll ja die Hoffnung zuletzt sterben.

  20. Irgendwie verfolgen uns diese unerklärlichen Playoffspiele wie Rudi schreibt seit Jahren. Das gestern hat mich an das sang- und klanglose Ausscheiden als Hauptrundenerster gegen Kassel damals erinnert. Selten waren Erwartungshaltung und Spielverlauf so konträr wie gestern.

    Ich glaub noch an ein Weiterkommen, auch wenns nach den bisherigen spielen unverdient wäre. Chancen seh ich aber nur noch bei 60% und das klingt schon irgendwie zu optimistisch.

    Mir ist unerklärlich, wie man einem mit Sicherheit mental angeschlagenen Backup goalie so leicht einen shutout schenken kann. 2-3 gute Saves, mehr war nicht nötig.

    Bin auch 19 h später noch am kopf schütteln.

  21. Schreib zum ersten mal hier unter diesen Blog, drum kurze Vorstellung: Hab seit acht Jahren ne Dauerkarte bei den Ice Tigers. Bin dem Eishockeysport allerdings schon länger verbunden. Viele Spiele in Weiden (unserem derzeitigem Kooperationspartner) und in Landshut (Briza, Bullard, Schreiber-Zeiten) gesehen. Die aktuelle Saison macht mich einigermaßen sprachlos…bis Mitte, Ende Dezember eines, wenn nicht das dominierende Team der Liga, dann ein Leistungsknick. Soweit alles normal! Nur kommt die Mannschaft seit dem nicht mehr richtig aus dem Knick. Klar, Jurcina und Teubert sind für diese Truppe irre wichtig. Allerdings gehe ich davon aus, dass die Verantwortlichen um die Schwere der Verletzungen wussten und lange genug Zeit hatten zu reagieren. Was sie auch mit drei, garantiert nicht billigen Ausländerlzenzen getan haben. Lief dann ja erstmal noch ganz gut weiter. Der Start von Prust war mehr als ordentlich und das nicht nur wegen seiner Prügelei mit Wolf. Was dann allerdings mit dieser Truppe passiert ist, versteh ich bis heute nicht. Von Woche zu Woche kam da weniger. Die Meinung unter den Fans war da oftmals: die schonen sich, in den Play Offs sieht man andere Tigers! Doch die Tendenz war da schon ziemlich deutlich! Und dieser Trend setzt sich in den Play Offs gnadenlos fort. Ich bin auch der Meinung, dass wir mit dem 2:2 eigentlich ziemlich gut bedient sind. Ich möchte nur die Gründe für die aktuelle Krise erfahren! Schiedsrichter? Nö….Die angebliche Verunsicherung unserer Spieler, in Spiel 1 waren alle Strafen korrekt nur Prust und Steckel megadämlich! und ich erwarte von unserer sehr erfahrenen Truppe auch, dass sie sich auf solche Schiedsrichter einstellt, Augsburg hat das übrigens hervorragend geschafft.
    Grund zwei: die Verletzten…Klar, Jurcina und Teubert sind superwichtig für diese Mannschaft. Ich glaube allerdings, dass die Verantwortlichen von der Dauer der Verletzung der Beiden gewusst haben und dementsprechend lange Zeit hatten hier nachzusteuern Mit Brust ist dies zumindest in den ersten vier Wochen sehr gut gelungen. Torp war in dieser brenzligen Situation auch ein guter Fang, Schremp war ein Griff ins Klo…
    Und jetzt kommt das entscheitende: Die Spieler die wir von Beginn im Kader hatten und deren Einstellung. Seit zwei, drei Jahren erzählt Jiranek wir hätten in Nürnberg ein Play Off Team zusammengestellt. Was ist in den PO mit Steckel passiert? Für mich bisher die größte Enttäuschung, aber auch Segal, Dupuis und einige andere bleiben bisher vieles schuldig. Beispielhaft gestern in Augsburg, als Andy 3-4 mal beim Save noch angegangen wurde. Kein Nürnberger hat reagiert!
    Ich versteh diese Truppe wirklich so gar nicht mehr!
    Werde mir am Freitag nochmal die Seele aus dem Leib brüllen und auf den Halbfinaleinzug hoffen.
    Dazu bedarf es aber einer einer 100%igen Steigerung gegen megaheiße Augsburger! Ich lasse mich gerne positiv überraschen!

  22. Leute bitte….

    Nach Spiel 1 war alles sch***
    Nach Spiel 2 waren die meisten zufrieden
    Nach Spiel 3 waren wir gefühlt schon im Finale
    Nach Spiel 4 sind wir fast sicher ausgeschieden…

    Ihr wisst schon, dass es 2:2 steht? Nicht 3:1? Und auch wenn es nach morgen Abend 2:3 steht, dann muss Augsburg daheim gewinnen, weil wir sonst eben in Spiel 7 weiter kommen.

    Natürlich spielt die Mannschaft nicht so wie es seit Saisonbeginn für die PlayOffs prognostiziert wurde und natürlich sind die Ausfälle nicht der alleinige Grund, aber mir fehlt hier allgemein ein wenig die Einstellung bei den Fans, dass man es jetzt erst recht schafft und wir dem Team auch helfen müssen!

    Eine stehende Arena bei Bully wäre zum Beispiel mal ein Zeichen an die Jungs.

  23. Mir ist das auch zu schwarzseherisch hier. Klar war das Spiel grottig, aber das kommt vor und es ist nur 1/7 der Serie. Gameplan nicht aufgegangen, und wenn’s dann einmal 0:2 oder so steht, investierst du vielleicht nicht mehr die letzten Reserven. Auch wenn das Zuschauen wehgetan hat, vielleicht besitzen unsere Spieler ja genug Spielintelligenz und Erfahrung, um so ein Spiel auch mal herzuschenken.

    By the way: Das Spiel 4 ging in allen vier Serien mit einem Abstand von mindestens vier Toren zu Ende, in allen Serien gab’s in diesem Spiel 4 also eine Klatsche. Und außer in bei den Munich Dominators haben in den anderen drei Serien die Auswärtsmannschaften, also die vermeintlichen Favoriten in der Serie, diese Klatsche bezogen, also nicht nur wir, sondern auch Köln und Mannheim. Und zwar teilweise ebenso derb. Das nur mal zur Relativierung des Ergebnisses.

  24. Sehr gute Idee mit der stehenden Arena zum Eröffnungsbully! Wäre ein großes Zeichen an unsere Mannschaft und könnte gleich ein ganz wichtiger Funke sein, der von den Rängen aufs Eis überspringt. (Die 3 Euro fürs Phrasenschwein wärs mir durchaus wert… 😉). Also, Eishockey-Nürnberg, bleib positiv und steht auf, wenn ihr Tigers seid!!!

  25. @Patrick: An der Unterstützung wird es morgen sicher nicht mangeln, zumindest dann nicht, wenn die Mannschaft keinen so emotionslosen Auftritt hinlegt wie am Dienstag.
    Aber du darfst es den Fans nicht verübeln, dass aufgrund der Leistungen in den letzten Wochen – und eben nicht nur in der Serie gegen Augsburg – gerade bei denen, die unseren Verein schon länger interessiert begleiten, eine gewisse Skepsis vorherrscht.
    Wie oft hatten wir in Nürnberg Mannschaften, die in der Hauptrunde geglänzt haben, meist auch zurecht im Kreis der Titelfavoriten gesehen wurden, um dann in den Playoffs schon im Viertelfinale krachend zu scheitern. Ich habe irgendwann aufgehört mitzuzählen.
    Im Gegensatz zu den sozialen Netzwerken ist die hier im Blog herrschende Stimmung doch erfreulich sachlich und auf die nunmal nicht wegzudiskutierenden Fakten gegründet.
    Statistisch gesehen sind die Chancen natürlich immer noch genauso hoch wie vor dem ersten Viertelfinalspiel. Die bisherigen vier + vier Duelle gegen den AEV lassen sich aber nicht einfach aus den Köpfen der Spieler löschen, daher ist der psychologische Vorteil sicher aufseiten der Panther. Sie waren als Außenseiter bisher das bessere Team, es steht unentschieden und sie haben absolut nichts zu verlieren.
    Dennoch: Geben wir alles und hoffen das Beste!

  26. @Flo:
    Sicherlich ist der Blog hier sehr sachlich. Daher liebe ich ihn ja auch. Ich gehe auch seit meinem 8. Lebensjahr (1998) zum Eishockey und kenne die Leidensgeschichte nur zu gut. Nicht selten wurde / wird man von Freunden und Bekannten etwas höhnisch gefragt, warum man zu den Tigers geht. Gerade deswegen ist es mir so ein großes Anliegen, dass wir es schaffen in Nürnberg eine positivere Grundstimmung zu verbreiten und gerade in Situationen wie heute Abend nicht das drohende Aus im Sinn haben, sondern das winkende Halbfinale 🙂

    Wir waren lang genug (teilweise zu Recht) die fränkischsten Franken 😉

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