VF3: „Meinst du das ernst?“

Foto: Matthias Winter/Sportfoto Zink

Es ist nicht davon auszugehen, dass der knuddlige Typ vom Radio wusste, wie gefährlich ihm dieser Mann mit dem eisigen Blick wirklich werden konnte. Aber er ahnte schon, dass seine Mami wieder einmal im falschen Moment angerufen hatte. Michael Stewart, der sämtliche Strafbankwärter zwischen Las Vegas und Villach beim Vornamen kennt, hatte jedenfalls gerade begonnen, sich darüber auszulassen, dass wohl niemand gedacht hätte, dass wir alle an diesem Sonntagnachmittag bereits im ersten Drittel fünf Tore sehen würden, da klingelte ein Telefon. Und zum ersten Mal in dieser Serie bekam man auch weit abseits der Eisflächen einen Eindruck davon, wie sehr die Beteiligten während der Playoffs unter Druck stehen. „Meinst du das ernst?“, fragte also Augsburgs Cheftrainer mit jener Grabesstimme, mit der er einst die härtesten Jungs der AHL, IHL, DEL und EBEL zum Tanz aufgefordert hatte, in die Ecke des Pressekonferenzraums, wo sich ein junger Journalist dafür verfluchte, sein Handy nicht lautlos gestellt zu haben. Für den Blick, mit dem er den bemitleidenswerten Störenfried danach noch mehrmals zu verfluchen versuchte, hätte Stewart einst vorsorglich schon zwei Minuten bekommen. Und auch da galt wieder, was die Kollegen von Telekom Eishockey treffend in einen Hashtag gestanzt hatten: Playoffs sind die #geilsteZeit. Gerade nach einem so wechselhaften zweiten Sieg in einem engen Playoff-Viertelfinale.

Warm-up

  • Mindestens drei Tore in diesen Playoffs haben bereits erzielt: Plachta, MacQueen, Talbot, Welsh, Elsner (jawohl, der Elsner) und Steven Reinprecht.
  • Wahrscheinlich liegt es an drei Jahren Wolfsburg in Folge, aber ich empfinde es als gewöhnungsbedürftig, sich für sieben Spiele mit Klasse-Spielern wie Mark Cundari, Ben Hanowksi und Trevor Parkes beschäftigen zu dürfen, mit einem interessanten Trainer-Charakter wie Mike Stewart und spätestens alle fünf Tage ein herrlich stimmungsvolles Eisstadion zu besuchen. Diese Augsburg Panther sind ein wunderbarer, würdiger und dennoch denkbar unangenehmer Playoff-Gegner.
  • Allein durch den folgenden Satz wird dieses Blog mehrere Dutzend Leser verlieren: Aber sollten die Schiedsrichter diese Serie weiterhin so unauffällig begleiten, wird es an dieser Stelle keine Schelte für die Männer in Streifen geben. Nürnbergs Fixierung auf vermeintlich katastrophale Schiedsrichterfehlleistungen scheint pathologisch zu sein. Damit ist diese Stadt allerdings nicht alleine in Eishockey-Deutschland.
  • Die Verletzten: Leo Pföderl ist raus, Milan Jurcinas Gesundheitszustand wird am Montag neu geprüft, Colten Teubert habe ich immerhin einmal wieder in der Kabine gesehen – wenn auch nur in schwarzer wohl riechender Dienstkleidung. Auf der anderen Seite wurde Jonathan Boutin aus Verletzungsgründen ausgewechselt, nicht weil Mike Stewart den „big momentum swing“ durch eine Verzweiflungstat provozieren wollte.
  • Danny Syvret hat erst ein wenig Power-Play spielen dürfen, dann lange gar nicht mehr und mittlerweile steht er bei Überzahl zwei Minuten auf dem Eis. Natürlich liegt das vor allem auch an Jurcinas Verletzung, Syvret aber gibt dieser noch immer etwas wackligen Mannschaft Stabilität.
  • Natürlich ändert das nichts daran, dass das Power-Play die Ice Tigers auch im März 2017 eine Baustelle ist. Auf dieses Baustelle wird zwischen den Spielen konzentriert und fleißig gearbeitet, im Spiel aber kommt gemessen an dem versammelten Talent viel zu wenig heraus. Ein Tor bei elf Gelegenheiten, statistisch ist das Nürnberger Überzahlspiel das schlechteste aller zehn Playoff-Teams. Und genau so sieht das auch weiterhin aus.

Das Spiel

Dieses 5:3 war spektakulär und fürchterlich langweilig, es war wundervoll und grauenerregend, ermutigend und ernüchternd. Im Nachhinein verfestigt sich aber vor allem der Eindruck einer Mannschaft, die sich rechtzeitig ihrer bedeutendsten Stärke besinnt: Diese Ice Tigers finden wieder Wege, auch denkbar komplizierte Spiele zu gewinnen. Rob Wilson sprach danach von den „big momentum swings“, die für nahezu jede Playoff-Serie völlig normal seien. Das ist sicherlich richtig. Das alein erklärt den „big momentum swing“ in der ersten Drittelpause aber auch nicht. Was war das für ein Fest in den ersten 20 Minuten, was waren das für herrliche Tore – wobei es weniger die Tore als die Torvorlagen waren, die Brandon Segals 1:0, Patrick Reimers 2:1 und Steven Reinprechts 3:1 so spektakulär machten. Der Puckgewinn von Philippe Dupuis, vor allem aber sein feiner Rückhandflip; Reinprechts scharfer Querpass, den Patrick Reimer wohl auch zur eigenen Erleichterung präzise veredelte; und dann noch Yasin Ehliz‘ genialer Pass auf Reinprecht – beinahe wäre dann noch Rob Schremps Flanke hinzugekommen, wenn David Steckel die Scheibe nicht knapp am Tor vorbeigeköpft hätte. „Im ersten Drittel, keiner hätte gedacht, wir würden fünf Tore sehen“, merkte Michael Stewart an. Denn wirklich schlecht war auch seine Mannschaft nicht, sie schoss eben nur ein Tor weniger in diesem Drittel, vor allem aber steigerte sie sich nach der Pause. Die Panther der zweiten 20 Minuten wären ein würdiger Halbfinalist. Nürnberg fehlte es hingegen erst an der Ernsthaftigkeit, um den Torhüterwechsel für sich zu nutzen und dann an der Lockerheit, um wieder zur inspirierenden Spielfreude vom Spielbeginn zurückzufinden. Anders als in der defensiv sehr kontrollierten Schlussphase in Spiel zwei, hatten die Ice Tigers diesmal vor allem: Glück. Braden Lambs Schuss an den Innenpfosten, Jesse Blackers Kamikaze-Lauf in Cundari hinein, die verkrampften, zu harten Pässe im Power-Play, die immer wieder zu Augsburger Kontern führten. Nach 40 Minuten und 16:25 Schüssen konnte sich Nürnberg bei seinem Torhüter bedanken – wobei nicht ganz eindeutig ist, wer da zuvor wen etwas nervös gemacht hatte. Aber noch einmal: Die Ice Tigers haben einen Weg gefunden, dieses Spiel zu gewinnen, weil Rob Schremp nicht mehr ausschließlich selbstverliebt, sondern clever spielt, weil Marco Pfleger ziemlich sicher Eiswürfel pinkelt und weil es schlau war, in der Schlussphase mit Steckel, Reinprecht und Patrick Reimer, die drei besten Forechecker der Mannschaft gemeinsam aufs Eis zu schicken. Für den Fortgang könnte es nicht unbedeutend sein, dass Augsburg nach dem dritten ordentlichen Playoff-Auftritt wahrscheinlich ganz zufrieden vom Eis gegangen ist und trotzdem mit einem 1:2-Serienrückstand ins zweite Heimspiel geht.

Das Interview

Als klar war, dass Leo Pföderl in diesen Playoffs nicht mehr würde spielen können, hat Rob Wilson gesagt, dass nun „Jungs wie Pfleger Verantwortung übernehmen müssen“. Offensichtlich ist das manchmal so einfach, oder nicht?
Marco Pfleger: Da lastet schon Druck auf einem, weil man so gut wie möglich den Leo ersetzen will, obwohl dazu wahrscheinlich keiner in der Mannschaft in der Lage ist, weil der Leo ein unglaublicher Torjäger ist. Leo ist ein bisschen ein anderer Spielertyp als ich. Wir müssen ihn als Reihe ersetzen.

Am Freitag sind Sie bereits für Ihre starke Leistung in der Defensive gelobt worden. Heute lief es auch offensiv. Wahrscheinlich ist das kein Zufall, oder?
Pfleger: Ich habe mir vorgenommen, hart zu arbeiten, um gut ins Spiel zu kommen.

Sie haben in jeder Power-Play-Formation gespielt, nahezu in jeder Angriffsreihe. Ist das nun ein Vorteil, wenn man von einem Spiels aufs nächste in eine neue Situation gerät?
Pfleger: Auf jeden Fall. Wichtig ist aber auch, dass man während des Spiels darauf schaut, was die anderen machen. Ich schaue oft auf den Reimi (Patrick Reimer, die Redaktion), was der so macht, weil der, wie wir wissen, der beste Spieler der Liga ist. Da kann man sich einiges abschauen und man versteht sich vielleicht nicht blind, aber man kennt die Laufwege von jedem.

Sie wirken nie so, als würden Sie Ihren Puls in dreistellige Höhen treiben. War das auf dem Weg zu Ihrem Siegtreffer anders?
Pfleger: Wahrscheinlich sieht das nur von außen so aus. Ich weiß, dass ich nicht so euphorisch jubel‘, das ist von klein auf der Fall. Aber mich freut es unglaublich für die Mannschaft, das hat uns wieder in die Spur gebracht. Das war wahrscheinlich das Wichtigste heute.

Und als Sie aufs Tor zugelaufen sind?
Pfleger: Zunächst habe ich gar nicht realisiert, dass ich alleine bin. Aber dann ich schon erkannt, dass es für mich nur einen Trick gibt, wenn ich von der Seite komme – und der hat zum Glück funktioniert.

Captain’s dinner

„Die Leute erwarten einfach zu viel. Playoffs sind anders. Patrick (Reimer) ist ein sehr guter Defensivstürmer, genauso wie Steven Reinprecht. Deshalb sind sie am Ende des Spiels immer auf dem Eis. In allen drei Spielen waren sie defensiv hervorragend, Reino blockt so viele Schüsse, hat immer seinen Schläger im Weg. In den Playoffs geht es nicht darum, wer die meisten Tore schießt. In den Playoffs geht es darum, dass alle Spieler die kleinen Dinge erledigen. Patrick und Reino sind da vorbildlich. Und natürlich ist es gut, dass er zwei Tore geschossen hat. Schon einmal, um die Leute davon abzuhalten, ihre Meinungen über ihn zu teilen.“

(Rob Wilson auf die Frage, ob auch er erleichtert war, als Patrick Reimer mit seinem ersten Playoff-Trefer das 2:1 erzielt hat)

Der Moment (präsentiert vom Landhaus Sigl in Rederzhausen)

Auf dem Weg über das Augsburger Eis kam Rob Wilson die Eingebung. Wie muss man sich das vorstellen, Coach, haben Sie eine Stimme gehört, sahen Sie Jochen Reimer vor Ihrem inneren Auge, hat Gott zu Ihnen gesprochen? „Nein, ich bin einfach über das Eis gelaufen und da war mir klar, dass Jochen spielen sollte. „Mir ist schon klar, dass viele meine Entscheidungen nicht nachvollziehen können. Aber mein Wahnsinn hat Methode. “ Zumindest am Twitterstammtisch erkannte viele den Wahnsinn, die Methode entging ihnen dabei:

Die Entscheidung, den Torhüter ohne Grund zu wechseln, war riskant. Vor allem aber gründete sie auf großes Selbstbewusstsein. Und auch wenn Wilson meine Nachfrage diesbezüglich verneinte, natürlich hat der Cheftrainer dabei auch an ein mögliches Halbfinale gedacht. Allein für das Viertelfinale hätte er Andreas Jenike nicht schonen müssen, für weitere Playoff-Runden schon. Im Nachhinein hat er alles richtig gemacht. Jenike bekam eine Pause und Reimer die Gelegenheit, sich über 60 Minuten einer vernünftigen Playoff-Form anzunähern. Aber natürlich hätte das auch alles ganz anders ausgehen können.

Die drei Stars

Nichlas Torp ist dort angekommen, wo er schon immer hinwollte. Zumindest hat er das behauptet, als er im Februar plötzlich in der Arena stand. Mittlerweile bestätigt er seine Worte mit Leistungen. Torp ist kein eleganter Verteidiger, trotzdem ist sein Spiel unterhaltsam. Wenn er den Kopf zwischen die Schultern nimmt, passiert oftmals etwas Außergewöhnliches, selbst wenn sich das Außergewöhnliche in einer halsbrecherischen Klärungsaktion ausdrückt. Torp ist ein Spieler der Zweikämpfe an der Bande nicht meidet, er scheint sie zu suchen. Und mittlerweile hat er erkannt, dass er in dieser Liga als Verteidiger die Freiheit hat, auch in die andere Richtung die Bande entlangzurumpeln. Schon jetzt deutet sich an, dass für den Rockstar aus Jönköping in der kommenden Saison in der Kabine kein Platz freigehalten wird. In diesen Wochen aber ist Torpedo ein Gewinn für die Ice Tigers.

Alter und Schwerkraft spielen für ihn keine Rolle, Anstrengung und Härte offenbar auch nicht, das soll aber nicht die 753. Lobhudelei auf Steven Reinprecht werden. Belassen wir es das dabei, diesen Eishockeyspieler als einzigartig zu bezeichnen.

Colten Teubert und Milan Jurcina sind Verteidiger, die potenziell 25 Minuten Eiszeit ohne weiteres verkraften können. Diese Eiszeit bekommen nun Marcus Weber, Sasa Martinovic und Oliver Mebus oben drauf. Nun sind die Ice Tigers im März 2017 defensiv noch immer nicht vollends stabil. Gerade die Arbeit dieser drei Verteidiger wird stets unterschätzt.

12 Kommentare in “VF3: „Meinst du das ernst?“

  1. Die Leistung der Schiris sehe ich schon anders. Werde aber selbstverständlich weiter den Blog lesen😉

  2. Schön von Dir im Bog erwähnt zu werden.

    Noch schöner ist dass ich mit meinem Jochen Statement unrecht hatte 😉
    Zu meiner Verteidigung muss ich sagen dass ich das nach dem ersten Drittel gepostet habe und ich glaube da war ich mit meiner Meinung nicht alleine 😉

    Auf ein Neues man Dienstag

  3. Als Mitglied des Twitterspieltagstammtisches konnte ich die Entscheidung pro Joker gestern nicht nachvollziehen und unter dem Eindruck der Leistung erst recht nicht. Reimer war gestern beim 1:1 vogelwild und verlor den Überblick, ansonsten war er mir für ein PO-Spiel zu nervös. Bei Jenike erleben wir derzeit das totale Gegenteil. Sehe den gestrigen Einsatz daher als Verschnaufpause.

    Zum Spiel: relativ starkes Anfangsdrittel mit einer eigentlich konfortablem Führung. Da muss man Ruhe ins Spiel bringen. Beim 3:2 Anschluss war der Unterschied für mich zumindest von der Arbeit im Torraum schon mal ein Unterschied erkennbar. Jenike verteidigt seinen Torraum dann doch etwas aggressiver wie Reimer aber bei einem abgefälschten Schuss braucht man sovieso viel Glück um ihn zu halten. Also von daher kein Ankreiden Reimers am 3:2.
    Im zweiten Drittel konnte man froh sein, dass man nicht zurücklag. Starke, erwarte Drangphase der Panther. Da lies man sich gehörig einschnüren.
    Im letzten Drittel spielte man schon wieder eher das Ice Tigers Hockey der Saison 2016/17 und wurde durch Pflegers Tor belohnt. Meißner tat dann sein übriges ;).
    Was mir aber gestern überhaupt nicht gefallen hat, dass sowohl nach dem Check an Blacker als auch Parkes Aktionen an Reimer keiner vom Team mal ein Zeichen gesetzt hat. Da ist keiner mal hin und hat kurz vorgesprochen. Das waren die Momente, wo ein Prust in den PO wertwoll sein kann.

    Ansonsten geh ich mit Sebastian´s Einschätzung mit den Refs konform. Bis auf ein paar Wackler ganz ordentlich gemacht. Lediglich Spiel 1 hätte man „großzügiger“ gestalten können. Wie es geht hat man gestern gesehen.

    Wenn ich mir Reinprecht derzeit so ansehe kann ich mir nur schwer damit anfreunden, dass es evtl. sein letztes aktives Jahr in der Noris sein wird. Sensationelles Spiel gestern wieder. Auch die jungen Deutschen um Weber und Mebus mussten mit einfachem Defensivspiel zu gefallen.

    Morgen holen wir uns Sieg Nummer 3!

  4. Das erste Drittel hat wohl vielen in der Arena eine Sichtweise auf Jochen Reimer ermöglicht, die alle extrem nervös gemacht hat. Erst die sehr guten Aktionen gegen Ende des zweiten Drittels und am Anfang des dritten Drittels haben wenigstens die Tribünen ruhiger wirken lassen, wenn der Puck auf Reimer zugeflogen kam.

    Was die Schiedsrichter angeht, finde Ich auch, dass man hier doch anders hätte schreiben können. Das Foul an Jesse Blacker waren sicherlich 5 + SD, es sei denn Ich habe das Regelbuch falsch gelesen oder die Situation einfach anders gesehen. 2 Minuten sind hierfür extrem wenig, bei diesem Foul hätte auch die Saison für Blacker beendet sein können und das wäre das Ausscheiden im Viertelfinale gewesen.

    Das was Weber und Martinovic leisten ist stark, wird aber leider nicht von vielen gesehen. Oliver Mebus ist zwar besser geworden, gibt den Puck aber immer noch zu leicht her.

    Syvret gibt dem Powerplay Stabilität, ist aber extrem langsam beim Umgang mit dem Puck und dem weiterpassen. Scheint so, als könnte er nicht schneller. Sehe Syvret und Torp als Kandidaten für den Abgang. Für die beiden Herren ist in Nürnberg kein Platz, denke Ich.

    Die Serie ist eng, es wurde eine sehr enge Serie erwartet, ABER: Schaffen es die IceTigers das morgige Auswärtsspiel zu gewinnen, ist die Serie am Freitag Abend um 21:50 Uhr beendet.

  5. Ich bin sehr froh, dass Syvret in Form gekommen ist, der Ausfall von Jurcina und Teubert wiegt schon schwer genug, zumal seit 2017 ein Blacker auf dem Eis steht, der mit dem Blacker von 2016 wenig zu tun hat, besonders offensiv.

    Torp ist auch ein Gewinn in der jetzigen Phase, auch wenn der gestern vor dem 3-2 einen grauenhaften Pass über 3 Meter gespielt hat und oft im Spielaufbau zu kompliziert agiert.

    Insgesamt war das gestern ein sehr ausgeglichenes Spiel, der AEV hatte ein brutal starkes zweites Drittel. Wichtiges Tor und Pfleger und gütige Mithilfe von Meisner kurz vor Ende. Ein Ausfall von Boutin könnte uns die Karten spielen.

    Bin auf spiel vier gespannt, erwarte aber immer noch eine lange Serie. Zwei Heimspiele müssen wir noch gewinnen.

  6. Als Mitglied des Twitterspieltagstammtisches konnte ich die Entscheidung pro Joker gestern nicht nachvollziehen und unter dem Eindruck der Leistung erst recht nicht. Reimer war gestern beim 1:1 vogelwild und verlor den Überblick, ansonsten war er mir für ein PO-Spiel zu nervös. Bei Jenike erleben wir derzeit das totale Gegenteil. Sehe den gestrigen Einsatz daher als Verschnaufpause.

    Zum Spiel: relativ starkes Anfangsdrittel mit einer eigentlich konfortablem Führung. Da muss man Ruhe ins Spiel bringen. Beim 3:2 Anschluss war der Unterschied für mich zumindest von der Arbeit im Torraum schon mal ein Unterschied erkennbar. Jenike verteidigt seinen Torraum dann doch etwas aggressiver wie Reimer aber bei einem abgefälschten Schuss braucht man sowieso viel Glück um ihn zu halten. Also von daher kein Ankreiden Reimers am 3:2.
    Im zweiten Drittel konnte man froh sein, dass man nicht zurücklag. Starke, erwarte Drangphase der Panther. Da lies man sich gehörig einschnüren.
    Im letzten Drittel spielte man schon wieder eher das Ice Tigers Hockey der Saison 2016/17 und wurde durch Pflegers Tor belohnt. Meißner tat dann sein übriges ;).
    Was mir aber gestern überhaupt nicht gefallen hat, dass sowohl nach dem Check an Blacker als auch Parkes Aktionen an Reimer keiner vom Team mal ein Zeichen gesetzt hat. Da ist keiner mal hin und hat kurz vorgesprochen. Das waren die Momente, wo ein Prust in den PO wertwoll sein kann.

    Ansonsten geh ich mit Sebastian´s Einschätzung mit den Refs konform. Bis auf ein paar Wackler ganz ordentlich gemacht. Lediglich Spiel 1 hätte man „großzügiger“ gestalten können. Wie es geht hat man gestern gesehen.

    Wenn ich mir Reinprecht derzeit so ansehe kann ich mir nur schwer damit anfreunden, dass es evtl. sein letztes aktives Jahr in der Noris sein wird. Sensationelles Spiel gestern wieder. Auch die jungen Deutschen um Weber und Mebus wussten mit einfachem Defensivspiel zu gefallen.

    Morgen holen wir uns Sieg Nummer 3!

    Edit: Rechtschreibung verbessert

  7. Das gestrige Spiel ging sehr glücklich zu unseren Gunsten aus. Mehr muss man nicht kommentieren, haben die anderen treffend beschrieben. Leider sind wir seit dem Ausfall von Jurcina und Teubert sehr instabil in der Abwehr, unabhängig davon wer im Tor steht. Beide Torhüter spielen immer so gut wie die Abwehr ihre Arbeit verrichtet. Und seit Februar 2017 kassieren wie in fast allen Spielen mindestens 3-4 Tore. Wenn der Gegner wie jetzt Augsburg mit hohen Tempo spielt da wird einem schon Angst und Bange. Erstaunlich das wir bisher auch 2 Spiele knapp zu unseren Gunsten gestalten konnten. Was uns auch auffällt ist die nicht mehr vorhandene körperliche Präsenz die uns in der Doppelrunde auszeichnete. Die Gegner haben keinen Respekt mehr und fahren Checks und Fouls ohne etwas befürchten zu müssen. Da geben wir Blackhawk vollkommen recht eine Aktion wie von Trevor Parkes gegen Blacker muss sofort und ohne Wenn und Aber bestraft werden. Die Frage stellt sich nur von wem? Da finden sich momentan nicht viele (Prust-Segal) die einen Zweikampf erfolgreich bestreiten können. Noch ein paar Worte zum Reinprecht, es ist vielleicht seine letzte Chance zum Abschluss seiner Karriere den Meistertitel in der DEL zu holen. Wir würden es Ihm von Herzen gönnen. Ansonsten hoffen wir dass wir uns gegen die sehr starken Augsburger durchsetzen können.

  8. Zu den Themen Torhüter, Referees und „Zeichen setzen“ wurde schon viel Richtiges gesagt.
    Vielleicht wäre ein Tausch von Kozek und Prust angesagt. Bin ich gespannt. Denn sonst machen die Augsburger ungestraft so weiter…
    Es bleibt noch übrig, dass die vierte Reihe am Dienstag hoffentlich wieder so wie in Spiel 2 auftritt (Wechsel bis Mitte ins letzte Drittel). Denn nach dem 3. Gegentor war für #74 kein weiterer und für #21 nur noch zwei kurze Wechsel drin (oder habe ich mich verschaut?). Es wäre zu wünschen, dass wir wieder mit allen vier Reihen so stabil auftreten.
    Und noch: Wer hätte Anfang Dezember gedacht, dass Syvret in den PO mehr als 25min Eiszeit nimmt? Und das zurecht. Wir können froh sein, dass er sich gesteigert hat und wir ihn haben.

    Wird morgen wieder ein enges Match. Freuen wir uns drauf.
    #10togo @Ice_Tigers

  9. Die vierte Reihe hat zwei Gegentore gefressen, dann haben wir nur noch mit 10 Stürmern agiert.

  10. Ich möchte einfach noch betonen, dass Syvret für mich (Sicht Nordkurve) ein bärenstarkes Spiel gemacht hat. Mögliche Defizite in der Offensive sind mir hier nicht so wichtig, aber für mich war er der Turm in der Schlacht im zweiten Drittel, der mit wichtigen Zweikämpfen bzw. Puck-Eroberungen im eigenen Slot für zumindest ein paar wenige Verschnaufspausen sorgen konnte.

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