Viertelfinale, Spiel eins: Geht Bäume anschreien

Foto: Zink/Matthias Winter

Der Mann, den sie „die Rasierklinge“ nannten, schien ratlos zu sein. Benoit Laporte musste das nicht spielen, er saß ja nur mit einem Journalisten in seinem überdimensionierten Büro, indem die Ice Tigers von heute ihre Videositzungen abhalten. Laporte schien also ratlos zu sein, weniger ob der zwei Playoff-Spiele, die seine Mannschaft gerade vergeigt hatte. Laporte verstand einfach nicht, warum die Ice Tigers in dieser Stadt schon aufgegeben wurden, er vermisste die Zuversicht, die gute Stimmung im Umfeld und war entsetzt darüber, dass die Ice Tigers von ihren eigenen Fans ausgepfiffen wurden. Nach dem 2:3 in Hannover war er um sieben Uhr laufen gegangen, „um ein paar Bäume anzuschreien“. Vier Spiele später hatte sich seine Mannschaft fürs Halbfinale qualifiziert. Ja, Nürnberg hat eine Geschichte des Versagens im Viertelfinale, in Nürnberg aber hat man nun auch schon des öfteren erlebt, um was es in den Playoffs geht. Mag sein, dass auch Spiel zwei an Augsburg geht, entschieden ist deshalb noch lange nichts. Und gerade das ist doch großartig nach einem etwas ernüchternden 1:4 zum Auftakt.

Warm-up

Das 4:1 in Nürnberg war der erste Augsburger Playoff-Sieg seit der sensationellen Finalqualifikation gegen Wolfsburg vor sieben Jahren. Nach den Wolfsburg-Jahren fällt es mir schwer, diesem Klub, Mike Stewart und seinen Spielern diesen Erfolg nicht zu gönnen.

Der Sportinformationsdienst hat den Abgesang auf die Ice Tigers bereits vorbereitet, in einem Text über Patrick Reimer, schrieb der Nürnberger Thomas Häberlein: „Am Mittwoch sah es auch nicht so aus, als solle es in diesem Jahr etwas werden für Reimer und die von ihm angeführten Nürnberg Ice Tigers. […] Reimer, der Kapitän, blieb wirkungslos, wie so oft, wenn es nach der Hauptrunde um die Wurst geht. Elf Schüsse gab er ab, sieben flogen aufs Tor – doch dort stand ein Teufelskerl namens Jonathan Boutin.“ Das kann man einfach mal so stehen lassen und auf die Die drei Stars verweisen.

Thomas Häberlein war nicht einzige namhafte Journalist, der die Kompetenz auf der Nürnberger Pressetribüne mit einem mal potenzierte. Günter Klein ist einer der wenigen Eishockeyjournalisten in diesem Land, die diese Bezeichnung als Ehre verstehen dürfen. Sein „Die Droge Eishockey“ ist optisch grauenerregend (als Redakteur der Nürnberger Nachrichten kann ich das beurteilen), inhaltlich aber längst ein moderner Klassiker. Es ist bedauernswert, dass er sein Können an so fade Themen wie den FC Bayern München oder die Fußballnationalmannschaft verschwendet. Wenn man seine Texte kennt, ist es keineswegs verwunderlich, dass er auf Twitter zur Sportschickeria zählt und mittlerweile von 4952 Menschen (Stand, Donnerstag 15:52 Uhr) verfolgt wird. Natürlich hat er auch aus der Arena gesendet. Zum Beispiel das hier:

Oder das hier:

Nürnberger, für die die Playoffs bereits begonnen haben: Jenike, Mebus, Festerling, Syvret, Ehliz, Dupuis, Möchel, Buzas, Reinprecht, Reimer.

Nürnberger, die offenbar noch auf den Playoff-Start warten: Steckel, Prust, Kozek, Segal, Pfleger, Weber, Martinovic, Torp, Blacker.

Nürnberger, die erst einmal eine Pause einlegen müssen: Pföderl, Prust.

Jurcina, Teubert, Pföderl – allmählich ist es legitim von Verletzungspech zu sprechen. Das gilt allerdings auch für Augsburg, die wohl weiterhin auf Schugg, Trupp und neuerdings auch auf Davies verzichten müssen.

Auch wenn er das in der Punkterunde noch nicht ansatzweise bewiesen hat: Natürlich hat Rob Schremp das Potenzial diese Serie zu prägen. Am Freitag hat er in Augsburg dazu erstmals die Möglichkeit. Ein Importspieler wird ihm weichen müssen. Die Frage, wer das sein wird, Kozek oder Prust, lässt sich mit einer Gegenfrage beantworten: Wer hat dem Nürnberger Spieler am Mittwoch weniger geschadet? Richtig.

Schlüsselszene: Auch wenn in den zwei Minuten danach kein Tor fiel, die Doppelstrafe gegen Prust und Steckel hat das Nürnberger Spiel verändert.

Rob Wilson zu diesem Thema:

„Wir haben über Disziplin geredet, zehn Tage lang. Und wir hatten auch nach diesem Spiel eine Diskussion darüber. Sie müssen verstehen, dass du dir in den Playoffs keine schlechten Strafzeiten erlauben kannst. Ob man die Entscheidungen der Schiedsrichter mag, oder nicht. Schiedsrichter machen nur ihren Job. Wir müssen in dieser Hinsicht besser werden. Es wird eine lange Serie, vielleicht war es eine gute Zeit, um dazuzulernen.“

Das Spiel

Das erste Foul entsprang durchaus im Wortsinn der Freude darüber, dass die Playoffs endlich begonnen hatten. Nun sollte gerade ein Spieler wie Brandon Prust wissen, dass der Unterschied zwischen einem guten Hit und einem schlechten Bandencheck nicht mehr als einen halben Meter beträgt. Aber Prust verkörperte schon in den Tagen zuvor Nürnbergs Vorfreude auf dieses Spiel. Nach dem Bandencheck hätten die Ice Tigers den Puck nur erstochern müssen und alles wäre gut gewesen. David Steckel aber versuchte stattdessen Prust zu imitieren. Dass Marcus Brill beide auf die Strafbank verwies, war nicht kleinlich, sondern konsequent. Danach schien es zwar so, als hätte dieses gekillte Drei-gegen-Fünf die Ice Tigers und die Arena weiterhin euphorisiert. Aber als Steckel und Prust mit ihrer Erfahrung von 995-NHL-Spielen auf die Bank zurückkehrten und vom 203-Spiele-BISL-Veteran Rob Wilson zusammengestaucht wurden, da konnte man schon ahnen, dass diese beiden Strafen etwas am Nürnberger Auftreten ändern würden. Wilson sprach danach von Emotionen, durch die man während des Spiels ginge und dass er sich die Szenen noch einmal ansehen müsse. Steckel fand danach aber nahezu überhaupt nicht mehr statt, sein eigenes Foul, vielleicht auch die unmittelbaren Folgen schienen nicht nur ihn zu bremsen. Die Ice Tigers hatten danach noch vier Minuten Zeit, um in Überzahl die Führung auszubauen und zu ihrem strukturierten und konsequenten Spiel aus den ersten fünf Minuten zurückzufinden. Nach den Fouls von Leo Pföderl, der Michael Davies hakend am Schuss hinderte, und Brandon Segal, der offenbar darauf zu vertrauen schien, dass die Schiedsrichter nicht mit zwei doppelten Unterzahlsituationen gegen Nürnberg in die Serie starten wollten, aber bewiesen Braden Lamb und Trevor Parkes, was ohnehin schon alle wussten: Augsburg hat jenes funktionierende Power-Play, nach dem sie in Nürnberg seit Saisonbeginn suchen. Bis zum 1:1 hatten die Ice Tigers phasenweise wieder wie jene Mannschaft gewirkt, die in November und Dezember höhere Ambitionen anmeldete. Starkes und schnelles Umschaltspiel, beeindruckende Zweikampfbilanzen, Tempo, Tempo, Tempo – spätestens im zweiten Drittel war davon nur noch wenig zu sehen. Das 1:2 fiel noch unter dem Eindruck eines flügellahm zur Bank schleichenden Leo Pföderl. Als Pföderl wieder zurückkehrte, schien das seine Kollegen wieder zu motivieren. Nürnberg kam noch einmal mit voller Wucht, aber eben nur mit Wucht, nicht mit der nötigen Lockerheit, nicht mit der nötigen Präzision. Mit jedem Schuss, den Jonathan Boutin abwehren musste, allein weil er da war, wurde der Augsburger Torhüter zudem stärker. Die dennoch reelle Chance auf einen Ausgleich in der unmittelbaren Schlussphase machte dann Prust zunichte, indem er Steckel und sich selbst in der Rangliste der überflüssigsten Fouls an diesem Abend überholte.

Das Interview

Oliver Mebus, seit zehn Tagen erzählen Trainer und Spieler, dass die Ice Tigers hart, aber smart spielen müssen. Warum hat es im Ernstfall dann nicht geklappt, dass auch umzusetzen?
Oliver Mebus: Ach, warum hat das nicht geklappt? Ich denke, dass was wir uns vorgenommen haben, haben wir größtenteils auch umgesetzt. Ich denke, wir haben ein gutes Spiel gemacht. Man spricht immer gerne über Statistiken, ich denke auch die sprechen einigermaßen für uns heute. Wir haben mehr Schüsse gehabt, waren über weite Strecken auch spielbestimmend. Blöde Strafen haben wir wieder genommen, das wird, glaube ich, auch irgendwo der Schlüssel der Serie werden, dass man diszipliniert bleibt. Augsburg spielt das absolut rigoros, da im Power-Play. Aber ich denke, wir brauchen uns keine allzu großen Sorgen machen, das ist eine lange Serie. Wir haben sieben Spiele, müssen vier gewinnen. Jetzt haben wir eins vergeben, was denke ich kein Problem. Am Freitag fahren wir nach Augsburg und holen es uns wieder.

Aber wie schafft man es, die Balance zu finden zwischen der Härte, die euch stark macht, und der Härte, die euch schadet?
Oliver Mebus: Wir sind jetzt alle nicht ganz neu in diesem Sport und wissen schon, wie man einen Zweikampf führen kann. Natürlich ist das immer problematisch mit den Schiedsrichtern, da fällt ein Augsburger schnell, da werden zwei Minuten gegeben. Dann fällt ein Nürnberger schnell, da gibt es auch zwei Minuten. Das ist ein Hin-und-Her, das ist ein Geben und Nehmen. Wir müssen zusehen, dass wir disziplinierter spielen und die blöden Strafzeiten, insbesondere gegen Ende, weglassen. Dann sehe ich da keine Schwierigkeiten.

Man hat in den ersten fünf Minuten gesehen, wie sehr ihr diesen Playoffs entgegengefiebert habt. Haben die 55 folgenden Minuten diese Freude getrübt?
Oliver Mebus: Absolut nicht. Ich denke, wir haben heute 60 Minuten lang mit Freude agiert. Und wir haben uns seit eineinhalb Wochen mit Freude darauf vorbereitet, dass wir heute 60 Minuten spielen können und mehr. Und die nächsten, ja, wenn es gut läuft, vier Spiele. Wir haben heute ein gutes Spiel gemacht. Natürlich kannst du den Gegner nicht über 60 Minuten kontrollieren. Aber selbst das haben wir heute größtenteils geschafft. Daran müssen wir am Freitag einfach anschließen.

Das Playoff-Monster

Natürlich hätte es gut in das Nürnberger Eishockeybild gepasst, wenn Aleksander Polaczek schuld gewesen wäre. Wenn überhaupt sah diese Szene aber nur nach einer Strafe für Leo Pföderl aus. Wobei die Ice Tigers eine Zwei-Minuten-Pause sicherlich präferiert hätten. Am Freitag fällt das Playoff-Monster von 2015 zunächst einmal aus. Die Ärzte und Rob Wilson wollen von Tag zu Tag entscheiden, ob und wie es mit dem Nationalspieler weitergeht. Umso erstaunlich ist, dass Pföderl noch einmal zurückgekommen ist, seine Schmerzen will man sich lieber nicht vorstellen. Allein deshalb ist der Tölzer wieder einmal das Nürnberger Playoff-Monster.

Der Moment

Noch einmal zurück in die siebte Minute. Nürnberg erwacht meistens dann, wenn es sich ungerecht behandelt fühlt. Und tatsächlich hatte es zunächst so ausgesehen, als wäre dieses Doppelboarding ein Geschenk für die Ice Tigers. Die Arena habe ich jedenfalls noch nie so laut erlebt, wie in dem Moment, als Steckel und Prust aufs Eis zurückkehrten. An einen solchen Roarrrr kann ich mich in dieser Halle nicht erinnern. Andere auch nicht. Benoit Laporte wird das egal sein, aber Nürnberg kann mittlerweile Playoffs. Mal sehen, ob das auch noch für Spiel drei am Sonntag gilt.

Die drei Stars

30 Spiele, 16 Punkte – das ist die Playoff-Bilanz von Patrick Reimer als Angestellter der Thomas Sabo Ice Tigers. Das ist enttäuschend, keine Frage. Aber es ist vollkommen übertrieben, allein den Kapitän für die Niederlage in Spiel eins verantwortlich zu machen. Reimer hatte viele gute Aktionen im Backchecking, Reimer hatte sieben Schüsse und mindestens zwei Großchancen. Es gab Nürnberger, die an diesem Abend weit hinter ihren Möglichkeiten zurückblieben – Patrick Reimer zählt nicht dazu.

Zwei plus zwei ist übrigens tatsächlich fünf, Oliver Mebus hat uns das verraten. Und die Ice Tigers haben offenbar gewonnen, zumindest mag das glauben, wer nur das Interview mit ihm gelesen hat. Wahrscheinlich hatte Mebus einfach nur von sich auf andere geschlossen. Sein Auftritt gab abermals eine überzeugende Antwort auf die Frage, warum ihm Sportdirektor Martin Jiranek gleich einen Drei-Jahres-Vertrag hat unterschreiben lassen. Mebus hat sein Spiel einfach gehalten, er hatte keine Probleme damit, die Balance zwischen hart und smart zu halten.

Er hatte das 1:0 vorbereitet, indem er den Hit nahm. Er hätte auch das 2:2 vorbereitet, wenn sich Patrick Reimer den Puck im letzten Moment doch noch auf die Vorhand zurückgelegt hätte. Er arbeitete hart, erlief sich Pucks, war stets anspielbereit, suchte oftmals den direkten Weg zum Tor – Yasin Ehliz war der beste Nürnberg an diesem Abend.

Lesenswert

Dieses Interview dreht sich um Thomas Vanek, wer allerdings ein wenig Geduld hat, wird mit einer sehr schönen Aussage über den Steven Reinprecht belohnt (sticktap an Peter Dörr).

Und noch einmal Günter Klein, aber das hier kennt ihr ja wahrscheinlich schon alle.

10 Kommentare in “Viertelfinale, Spiel eins: Geht Bäume anschreien

10 Comments
  1. Abputzen, weitermachen … viel mehr gibt es nicht zu sagen. Erst ab einem 0-3 würde ich mir Gedanken machen.
    Augsburg hat ohne Powerplay überhaupt keine Chance gegen uns, daher sollte das „Rezept“ einfach zu finden sein …

  2. Na ja Mund abputzen und weitermachen ist sehr honorig, aber um erfolgreich gegen Augsburg zu bestehen bedarf es schon etwas mehr. Übrigens ein 0-3 in den Playoffs hat unseres Wissens noch keine Mannschaft in der DEL gedreht, da sollten wir keine Sehnsucht danach haben. Zu Strafzeiten wir hatten 12 Minuten die Augsburger 10 Minuten, der Unterschied bei uns lief wenig und sie machten was daraus. Was uns nachdenklich stimmt, die körperliche Präsenz (nicht verwechseln mit überflüssigen Fouls) der Doppelrunde ist irgendwie nicht mehr vorhanden und auch die Gegner haben jeglichen Respekt vor der Mannschaft abgelegt. Jetzt hoffen wir auf eine positive Reaktion des Teams in Augsburg. Zu einzelnen Spielern wollen wir während der Playoffs keine Beurteilungen abgeben.

  3. Sehr pomadiger Auftritt, einige Totalausfälle (Prust, Steckel, Kosek, Segal), wenige sinnvolle Checks (Syvret). Stecken und Prust wirkten wie gelähmt. Powerplay ohne Struktur, ausrechenbar, statisch, kein direkter Pass.
    Wann kommt endlich Jurcina wieder?
    Fehlt uns an allen Ecken und Enden.
    Hoffentlich können wir die Auswärtsschwäche morgen abstellen, sonst wirds schwer.

  4. Schöner Artikel von Günther Klein.
    Ansonsten… genug gesagt, morgen liegt die Wahrheit auf dem Eis. Wir müssen ein Tor mehr als Augsburg schießen. Das ist machbar. Auf geht`s!!!
    Gruß
    Stefan

  5. Wir schießen in 57 Minuten (bis zur 2ten Strafe von Prust) 1 Tor, lassen 5 eigene Überzahlsituationen liegen, kassieren 1 Tor in Unterzahl und egal wo man hinschaut, es wird nur über die Strafen von uns und vor allem Brandon Prust diskutiert.

    Offensivspiel? Harmlos. Körperspiel? Nicht vorhanden. Insgesamt ein über weite Strecken erschreckend blutleerer Auftritt. Und es wird nur über die Strafen diskutiert. Ich verstehe den Gedankengang einfach nicht…

  6. Ich habe da noch die Serie gegen Iserlohn aus der letzten Saison im Gedächtnis (teilweise dann auch noch gegen WOB), als die Ice Tigers den Gegner mit knallhartem Körperspiel sichtbar beeindruckten. So ähnlich war das sicher auch gestern geplant und das wurde ja anscheinend auch trainiert. Nur zu sehen war davon gestern wenig bis nix. Augsburg teilweise sogar bissiger und cleverer in den Zweikämpfen, der Sieg von daher nicht unverdient. Wobei es mit etwas Glück natürlich auch anders hätte laufen können.
    Dass die dummen Strafzeiten zur Niederlage beitrugen (3× 3-5) ist klar, aber auch nur ein Teil der Wahrheit. Der andere: Erneut schwaches Überzahlspiel (ausrechenbar, zu statisch), aber auch grundsätzlich schwaches Offensivspiel. Mit nur einem erzielten Tor gewinnt man im Eishockey nunmal nicht besonders oft.
    Bei den Three-Stars würde ich noch Syvret nennen, der wenigstens ansatzweise etwas Struktur ins Angriffsspiel brachte und auch hinten gut aufräumte. Ehliz war auch für mich bester Ice Tiger. Dass mit Pföderl (nicht in Topform, wie auch einige andere) nun ein weiterer, eventuell längerer Ausfall droht zählt nicht. Vom Verletzungspech sind auch die Augsburger betroffen, wie bereits richtig angemerkt wurde.
    Natürlich hoffe ich sehr, dass unser Team nun endlich wieder an die starke Form vom Dezember/Januar anknüpfen kann. Allerdings würde es mich nicht wundern, wenn es am Freitag richtig eins auf den Helm gibt.

  7. Nun ja, Augsburg hat 3 mal ne 5 auf 3 bekommen, ob berechtigt oder nicht, zumindest kleinlich – und hat daraus 2 Tore gemacht. Wir haben keine 5 auf 3 bekommen, trotz 2er !! Klarer Fouls der Augsburger bei unserer Überzahl. Von dem Ellenbogencheck ins Gesicht von ? red ich gar net… eine klare Linie sieht anders aus und irgendwie wirkten unsere dadurch verunsichert… nach den Strafen gab es sogut wie gar kein Körperspiel mehr.

    Wir müssen zu unserem fairen Körperspiel zurückfinden, dann wirds auch was (und die Augsburger Fouls ebenso konsequent gepfiffen werden..)
    Augsburg ist gut, ohne Frage… trotzdem sind wir besser!

    Letztes Jahr haben wir doch auch das erste verloren, oder…

  8. Norbert hoffentlich ist das Spiel nicht schon wieder nach 36 Minuten entschieden, wie am 5.2.2017. Über einzelne Spieler zu diskutieren wäre zum jetzigen Zeitpunkt falsch, es haben sich fast alle in einer schwachen Verfassung (die wenigen Ausnahmen sind erlaubt) präsentiert.

  9. Abhaken. Morgen gehts weiter. Powerplay viel zu sehr auf Patrick Reimer ausgerichtet. Darauf war Augsburg vorbereitet, schön im Relive zu sehen.
    Ansonsten wurde gestern auf Twittee gut diskutiert und der die zwei mal Boarding machten das Team nervös.

    Wenn ich und Eishockey Deutschland eines diese Saison gelernt haben, dann dass du Nürnberg nie abschreiben darfst!

    Pack mers statt Pessimismus!

  10. Ein verdammt gehaltvoller und guter Blog (ok, dafür kam er auch echt spät…. ;-)), dem nicht viel hinzuzufügen ist. Ein paar Kleinigkeiten möchte ich dann aber doch noch anmerken.

    Patrick Reimer: Die Beobachtung, dass Reimer in den Playoffs dazu neigt, seinen Schläger etwas zu fest in den Händen zu halten ist nicht neu. Sie ist und bleibt auch richtig. Trotzdem finde ich es kritisch, nach nur einem Spiel schon wieder Kritik an Reimer zu lesen. Ich erinnere an den Satz von Sabo, dass, wenn alle Spieler so ticken würden wie Patrick Reimer, dieser Club schon mindestens einen Meistertitel errungen hätte. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Topspieler in den Playoffs unterdurchschnittlich scoren. Einfach, weil sie natürlich besonders bewacht werden. Bei einer Topreihe wie der unseren ist es nicht verwunderlich, dass der Gegner sich besonders intensiv darauf konzentriert, diese auszuschalten. Umso wichtiger ist das secondary scoring. Immer nur auf Reimer zu warten ist zu wenig und manchmal auch kontraproduktiv. Siehe unser grauenvolles Powerplay.

    Strafzeiten: Bei seinem Bandencheck möchte ich Brandon Prust in Schutz nehmen. Ich bin der Meinung, dass man so einen Check zu Beginn einer Playoff-Serie durchaus mal fahren kann. Gerade als Tough-Guy. Auch gegen Augsburg. Die dann folgende Aktion von Steckel war allerdings haarsträubend und erinnerte an einen übermotivierten Nachwuchsspieler. Auch Segals sekundenlanges Haken war alles andere als clever. Den Vogel schoss dann aber Prust ab, der 3min vor Schluss nichts besseres zu tun hat als auf die Fanghand von Boutin zu schlagen. Es ist schon bemerkenswert, dass gerade drei sehr erfahrene Spieler für die dümmsten Aktionen im Spiel verantwortlich zeichnen. Trotzdem kann, und ich meine wird, jeder einzelne von ihnen noch sehr wichtig werden. Prust tut ein Spiel auf der Tribüne vielleicht ganz gut auch wenn meine Vorfreude, Rob Schremp seine ebenso emotions- wie wirkungslosen Kringel drehen zu sehen überschaubar ist.

    Hart aber fair: Zahlt sich nicht nur für Frank Plasberg aus. Sollte auch die Devise der Ice Tigers gegen Augsburg sein. Hartes Körperspiel ist zwingend notwendig, ist das doch der Bereich in dem in Panther klar unterlegen sind. Die Vermeidung unnötiger Strafzeiten ist jedoch ebenso ein Schlüssel zum Sieg. Das allerdings ist nicht erst seit Mittwoch klar. Noch glaube ich den Worten von Oliver Mebus, dass die Mannschaft diese Balance finden wird.

    Heute Abend wird es ganz hässlich. Ohne Teubert, ohne Jurcina, ohne Pföderl. Dafür mit euphorisierten Augsburger Fans und einem mutmaßlich tendenziell überforderten Schiedrichtergespann. Ein 0:2 in der Serie wäre nicht verwunderlich. Dieser Mannschaft ist aber nach wie vor alles zuzutrauen.

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