51/52: 300 (DREIHUNDERT)

Zwölf Jahre sind mittlerweile vergangen, seitdem Greg Poss alleine auf der Eisfläche seine Stimme erbeben ließ, um auch die Arena beben zu lassen. Das 1:6 gegen Wolfsburg ließ danach allerdings seltsamerweise so überhaupt keine Playoff-Stimmung aufkommen. Dagegen war dieses 6:4 gegen Bremerhaven genau das, was der Doktor den Thomas Sabo Ice Tigers verschrieben hat: Unangenehmer Gegner, viele Tore, eines davon für die Geschichtsbücher, Riesenstimmung. Der Panther kann kommen.

Warm-up

Rob Wilson wäre gerne nach Wolfsburg gefahren – womit er sicherlich der einzige Nürnberger gewesen ist. Auf ihre Playoff-Nemesis können die Ice Tigers frühestens im Halbfinale treffen. Meine Prophezeiung, dass Nürnberg erst Wolfsburg und dann Mannheim in den Playoffs wird niederringen müssen, um erstmals Meister zu werden, kann aber immer noch eintreten.

Augsburg hingegen ist zunächst einmal der denkbar beste Gegner. Kurze Wege für Mannschaften und Fans (und Journalisten), Derby und die kurze, aber intensive gemeinsame Geschichte in den Playoffs. 1999 hatte die raue Bande um Sergioooo, Sergio Moooomessooooo viel Mühe mit Pierre Rioux, Hakan Ahlund und Klaus Merk. Am Ende verhalfen Jason Miller (Bullygewinn), Liam Garvey (Schlenzer von der blauen Linie) und das Glück Nürnberg in die nächste Runde. Die Geschichte könnte sich achtzehn Jahre später wiederholen. Dieser Augsburger Mannschaft ist wie der Nürnberger Mannschaft alles zuzutrauen.

Ohne Worte (oder doch ein paar: es folgt ein Ausschnitt aus der Scorerrangliste der Ice Tigers, aber eben nicht nur. Vier Spieler eines Teams auf den Plätzen eins bis vier, hat es das schon einmal gegeben?):

Entwarnung: Jesse Blacker geht es gut – oder zumindest so gut, wie es einem Verteidiger nach 46 intensiven Spielen in der DEL gehen kann. Soll heißen, Blacker ist ein bisschen angeschlagen und wird deshalb auch in Schwenningen nicht spielen. Sehr wohl aber am 8. März.

Hoffnung: Milan Jurcina wird von Tag zu Tag wieder ein wenig härter angefasst. Nach zwei freien Tagen zu Beginn der Woche wird sich Wilson mit den Ärzten und Thomas Schinko besprechen. „Hoffentlich können zwölf Tage [bis zum Playoff-Start] einen Unterschied machen.“

Von Colten Teubert gab es derweil keine Neuigkeiten, weder positive noch negative.
Wilson hat ein Außenstürmer-Casting veranstaltet, zum Teil wild rotieren lassen. Dabei blieb Andrew Kozek unauffällig, war Brandon Prust aktiv und Rob Schremp klopfte immerhin nicht ständig aufs Eis. Das muss man schon als Fortschritt ansehen, seine Schussauswahl war hingegen ein weiteres mal fragwürdig.

Der Böhm sitzt doch ohnehin ständig nur im ViP-Raum. Früher habe ich das oft gelesen und es stimmt ja auch – zumindest an diesem Freitag. Allerdings war ich nicht gesessen, als ich mit Werner „Sonne“ Bingold, Peter Sattler, Horst Verhoeven, Paul Heindl, Thomas Müller und Richard Filser unterhalten habe. Sehr ehrenwerte Herren, die zu Recht stolz sein können auf ihre Verdienste um das Nürnberger Eishockey.

Was ist eigentlich aus dem diesem sehr souveränen Schiedsrichter geworden. Lars Brüggemann hat immer noch seine starken Momente und sicherlich war das kein missratenes Spiel, aber dass er normale Situationen ausschweifend erklärt, dass er sich zum Videobeweis entscheidet, als die Spieler schon wieder zum Bully bereitstehen und dass respektierte DEL-Größen anblafft, das alles meinte man vor gar nicht allzu langer Zeit noch nicht von ihm gesehen zu haben.

Meine Meinung über die Pinguins aus Fischtown muss ich leicht abwandeln: Dass da neun Zwei-Pass-Spieler im Aufgebot stehen, ist beschämend – vor allem für die Liga. Im Gegensatz dazu aber sind einzelne Spieler, auch unabhängig von ihrer Gesichts- und Kopfbehaarung, eine Bereicherung für die Liga (in diesem Spiel zum Beispiel: Owens, Hoeffel, Lampl).

Das Spiel

Ein besseren Gegner hätte man kaum für ein letztes Heimspiel vor den Playoffs finden können: unangenehm, aber limitiert, hart, aber nicht gesundheitsgefährdend. Die Fischtown Pinguins gaben sich nie auf, die Ice Tigers mussten die Konzentration also bis zum Ende hochhalten, um den Fans etwas zu bieten, um die nötigen Punkte zu holen, um Platz drei zu halten, um in der Defensive allmählich von leicht überfordert auf konzentriert umzustellen. Dazu kam Patrick Reimers 300. Tor und, voilà, fertig war ein stimmungsvoller Eishockey-Abend. Der Kapitän bemängelte danach die Fehler, kritisierte also auch sich, schloss aber positiv: „Das sind Sachen, die man einfach abstellen kann. Man muss sagen, die Mannschaft hat jedes mal wieder einen Weg gefunden, in Führung zu gehen und das Spiel wieder zu drehen. Wir haben wichtige drei Punkte eingefahren und unsere Pflicht erfüllt.“

Der Moment (präsentiert vom Fähnlein Ems)

Genauso hatten sie diese Situation geplant: „Reino spielt ’nen schönen Pass… hinten in die Füße.“ Patrick Reimer hatte also nurmehr zwei Sekunden Zeit – deshalb schoss er in die kurze Ecke, von der Torlinie aus. Und traf. Genau bei 40:17 Minuten. 40 wie das Alter seines Vorlagengebers, 17 wie die Nummer auf seinem Rücken. Natürlich ist das Zufall, aber ein netter Zufall, wie Patrick Reimer sein historisches Tor, wie so oft, sehr sympathisch verkaufte. Reimer gestand, dass ihn diese Marke zuvor natürlich beschäftigt hatte. „War schwer, nicht daran zu denken, weil man immer wieder darauf angesprochen wird und ich bin froh, dass es jetzt gefallen ist, dann hab ich wieder meine Ruhe.“ Zumindest die nächsten 99 Treffer lang. „Man hat auch gesehen, die Jungs haben sicherlich versucht, mir die Scheibe gelegentlich zu geben. Wobei das machen sie ja regelmäßig. Ich bin einfach froh, dass er reingerutscht ist, jetzt ist auch wieder gut. Alle freuen sich, ich mich auch.“ Für dieses 300. Tor in der DEL brauchte es Schlitzohrigkeit und Präzision. All das hat Reimer im Überfluss und es ist wohl auch nicht mehr nötig, seine bisherige DEL-Karriere zu würdigen. Aber wie er mit dieser Situation umgegangen ist, wie ehrlich und humorvoll er unsere Fragen beantwortet hat, das war dann doch ein weiteres mal bemerkenswert. Für die Ice Tigers kann es deshalb nur gut sein, dass er sich damit in Playoff nicht mehr beschäftigen muss.

Die drei Stars

Man könnte jetzt wieder einmal über Videobeweis und Torraumabseits debattieren. Ihr könnt‘ das gerne machen, ich habe – ehrlich geschrieben – darauf keine Lust mehr. Über Bronson Maschmeyers Check gegen Philippe Dupuis könnte man ebenfalls streiten, im Presseraum standen sich die Parteien unversöhnlich gegenüber. Interessanter aber ist es wahrscheinlich über die Konsequenzen daraus zu schreiben. Brandon Segal attackierte Maschmeyer sofort, weil es natürlich ein unnötiger Angriff auf Dupuis war. Segal nahm die Konsequenzen in Kauf und rückte das Ergebnis wieder gerade – auf Pass von Dupuis. Später schraubte er seine Torbilanz noch auf 16 Treffer. Riesenspiel, nicht das erste in dieser Saison.

Zuletzt 13 Punkte in sieben Spielen, traumhafte Pässe, vorbildliche Zweikampfführung, Spektakel auf dem Eis, viertbester Scorer. Warum überrascht mich die Leistung von Yasin Ehliz trotzdem nicht? Ehliz macht Crossfit. Rob Wilson: „Yasin ist seit einem Monat einer der besten Spieler auf dem Eis: Er gibt uns Energie, ist torgefährlich, trifft gute Entscheidungen und achtet auf den Puck.“

Die Arena. Da war heute niemand, der die Fans daran erinnern musste, dass nach diesem Spiel nur noch die Playoffs kommen. In Playoff-Form haben sich die Zuschauer an diesem Abend schon selbst geschrien, geklatscht und geschimpft. Ein leichtes Beben, in den Playoffs muss da noch ein wenig mehr kommen.

Hörenswert

Kennt Ihr wahrscheinlich alle schon längst, trotzdem:

 

14 Kommentare in “51/52: 300 (DREIHUNDERT)

  1. Man vergisst es immer ein wenig (ich jedenfalls) bei den gezeigten und ziemlich konstanten Leistungen und weil er, im besten Sinne, “zum Inventar“ gehört…

    Yasin Ehliz, gerade auch erst 24 geworden mit bereits 315 DEL Spielen und amtlichen 210 Punkten daraus.

    Fiel mir gerade beim Re-Live des Spiels nur so ein, wie der sehr ordentliche Kommentator Christoph Fetzer beiäufig meinte „Die Icetigers haben nicht nur junge Talente wie Leo Pföderl im Team, sondern auch erfahrene Spieler wie Yasin Ehliz“
    Ist sachlich ja komplett richtig (da Apfel-Birnen…), aber Ehliz ist trotzdem nur 9 Monate älter als Pföderl.


    Nebenbei bemerkt:
    Weil er doch häufig kritisiert wird, sollte man doch auch daran erinnern, dass Oliver Mebus auch nur 5 Monate älter ist als Leo Pföderl und man ihm schon noch ein wenig Zeit und Kredit einräumen sollte. Ich sehe da schon einiges an Potential, wenn gleich er natürlich auch ein bisserl zu oft noch ungeschickte Entscheidungen trifft.


    Noch nebenbeier bemerkt (gibts das?)
    Auf Sportradio360.de gibt es neben der wöchentlichen, meist recht gut hörbaren BigShow mit einem bunten Mix aus verschiedenen Sportarten und mit Gästen aus vielen verschiedenen Bereichen des Sportjournalismus (u.a. der gute alte Marc Hindelang in der aktuellen Woche), auch einen Eishockey-Podcast namens ‚Glatteis‘, den meist oben erwähnter Christoph Fetzer mit wechselnden Gästen bestreitet.

    http://sportradio360.de/glatteis-16_17-periode-6/

  2. Was ich noch bemerkenswert fand, war die Geste von #Eishockeygott #28 #Stevenreinprecht, der nach dem 300. Tor den Puck für Patrick aus dem Tor holte und ihm diesen gab
    Das sagt viel über den Charakter dieses außergewöhnlichen Eishockeyspielers aus!

    Was mir dennoch Angst macht ist die ANZAHL der Gegentreffer, die unser Team zuletzt häufig bekommt

    Ansonsten freue ich mich auf den 8. März
    #Hauptmarkt2017

  3. Hallo,

    wenig bis nix zu ergänzen…

    Außer:
    1.) Mir wäre Wolfsburg lieber gewesen. Augsburg ist formstark, auch wenn Trupp länger ausfallen sollte, und hat nur sehr unglücklich in München verloren und auch gestern gegen Mnhmm nicht schlecht gespielt. Wir hatten beim letzten Spiel in AUG keinen Auftrag. WOB wäre Emotion pur und die Müllmänner haben die Saison meist schlecht gegen uns ausgesehen. Naja, egal. 12 Siege zum Titel…

    2.) Mr. Segal, 2 more years pls. (fan!)

    So, bitte verletzt sich keiner im Schwarzwald, dann kann es los gehen…

    Gruß
    Stefan

    PS: #12togo #nurderTitel

  4. 300: Ich teile die Freude Patrick Reimers darüber, dass uns die Frage, wann der Käptn denn nun sein 300. Tor schießt nicht mit in die Playoffs begleitet. Reimer arbeitet schwer an seinem Legendenstatus und es müsste schon mit dem Teufel zugehen, sollte sein Trikot nach Karriereende nicht unters Hallendach gezogen werden. Diese Gelegenheit könnte man dann nutzen und die vergilbten Trikots durch hübsche und vor allem deutlich sichtbare Banner zu ersetzen.

    Bremerhaven: Man kann es nicht förderlich für das deutsche Eishockey finden, dass in Fischtown für gewöhnlich auch Spieler mit deutschen Pass kaum in der Lage sind, beim Bäcker ein Brot zu bestellen. Man kann auch finden, dass eine dunkle 4500-Zuschauer Halle kein adäquater Ersatz ist für die hochmoderne Arena der Hamburg Freezers. Trotzdem habe ich große Sympathie für das Team aus Bremerhaven, das sich mit viel Leidenschaft und einer extrem unangenehmen Spielweise in die Playoffs gebissen hat. Wie viele, die von sich glauben diesen Sport gut zu kennen, habe ich Fischtown vor der Saison auf dem letzten Platz eingeordnet.

    Brandon Segal: Hat gestern schon die Playoffs eingeläutet. Harte Checks, nahezu unüberwindbar im Zweikampf an der Band, 2 Tore. Viel mehr kann man nicht wollen. Brandon Segal ist im Februar ein anderer Spieler als im Oktober.

    Milan Jurcina: Ich erkläre mich hiermit offiziell dazu bereit, Jurcinas Schulter an den verbleibenden Tagen bis zum Beginn der Viertelfinalserie täglich 3 mal mit Allgäuer Latschenkiefer einzucremen. Seine Genesung muss höchste Priorität haben.

    Schremp-Watch: Auch gestern mit kaum einer auffälligen Aktion. Da hätten die Ice Tigers auch Steven Rupprich nachverpflichten können.

    Augsburg: Eine Mannschaft mit dem Anspruch und dem Leistungsvermögen des diesjährigen Jahrgangs der Ice Tigers muss eine Playoffserie gegen die Augsburger Panther gewinnen. Punkt. Euphorie hin, Offensivstärke her – das Team von Rob Wilson ist klar besser besetzt und kann sich hier in erster Linie selbst schlagen. Entscheidend wird sein, den agilen Augsburger Stürmern keine Räume zu bieten und sie mit hartem Körperspiel zu zermürben. Das muss gelingen. Gleichzeitig ist Augsburg auf der Torhüterposition allenfalls durchschnittlich besetzt. Es wäre wirklich gruselig, sollten die Ice Tigers nach einer so überzeugenden Hauptrunde an Augsburg scheitern.

  5. Augsburg ist es. Sicherlich ein unangenehmer Gegner, aber das sind in den Playoffs alle Teams. Sollten wir uns in der Defensive incl. Torhüter nicht deutlich stabilisieren, könnte es ein böses erwachen geben. Bin wirklich sehr gespannt auf den Ausgang der Viertelfinales. Den in jedem Spiel 4 oder 5 Gegentore das geht gar nicht. Und hoffentlich keine Leistung mehr wie beim 0-4 in Augsburg.
    Das 300 Tor sollte sich befreiend auf die Leistungen von Patric Reimer auswirken, es war zu sehen wie er immer mehr verkrampfte , beseelt das Tor zu Legendenbildung zu erzielen. Zu einzelnen Spielern wollen wir uns während der Playoffs nicht Äußern, dazu ist nach der Saison noch Zeit genug.

  6. Zur Ergänzung: ich durfte mit dem Fanbetreuer der falsch geschriebenen Penguins 🐧 sprechen: er hat kein Auswärtsspiel verpasst, ist gestern um 11 gestartet…und Nürnberg ist einer der NAHEN Auswärtstrips!!! 800 km. Unglaublich.

    Augsburg taugt mir, Spiel 4 wird angepeilt.

    WOB hätt ich gekotzt. Trotz 4 Hauptrundensiegen. Das hatten wir schon mal und sind achtkantig rausgeflogen. Braucht wie die Skoda-Mannschaft einschl. Trainer kein Mensch…

    #12W #Hauptmarkt17

  7. Gratulation an Patrick Reimer! Schon eine Hausnummer. Hoffentlich kann er Reino zu einem weiteren Jahr überreden.

    Zum Spiel braucht man nicht viel sagen, außer dass mir Joker außer Form scheint und beim 1:1 als auch dem 5:4 unglücklich ausschaut. Jenike wird für mich als Starter in die Playoffs gehen.

  8. Eins sollten wir auf keinen Fall machen, den AEV unterschätzen. Das ist eine starke Truppe mit einem sehr guten Trainer. Erwarte mind. 6 Spiele.

  9. Wer Augsburg unterschätzt, dem ist nicht mehr zu helfen. Bei einer ausgeglichenen Bilanz von jeweils zwei Siegen in dieser Saison gibt es auch überhaupt keinen Anlass dazu, zumal Augsburg in den direkten Duellen auch von der Leistung her insgesamt mindestens gleichwertig war. Dieser Gegner hat v.a. eine hohe Qualität in der Offensive. Wenn wir defensiv nicht gewaltig zulegen, haben wir schneller Urlaub als uns lieb ist. Ich hoffe sehr, dass die Jungs in der zehntägigen Pause den Schalter wieder umlegen können und das Eishockey zeigen, das über weite Strecken der Saison so erfolgreich war und uns allen viel Freude bereitet hat.

  10. Wir Fans sind bereit! Support was geht!! Das Team @Ice_Tigers wird auch bereit sein!
    #12togo #GoIceTigersGo

  11. ich denke, dass die wenigsten Augsburg unterschätzen – allerdings sind sie der „leichteste“ Gegner von den 8 Teams, wenn man so will. Playoff unerfahren auf der Goalieposition und mit Trupp sowie Shugg zwei Ausfälle, die den Panthern weh tun. Noch dazu sollten wir unser Team nicht unnötig klein machen trotz der letzten Auswärtspartien.

  12. @ Sebastian:
    Vielleicht ist das hier die Erklärung für das Verhalten von Brüggemann in den letzten paar Monaten:
    https://www.telekomeishockey.de/news/del-lars-brueggemann-ab-1-mai-leiter-schiedsrichterwesen/6602

    Es kann ja einfach sein, dass er sich dachte: „Warum soll ich mich von Spielern anmaulen lassen?! Bald hab ich es geschafft…“

    Ich bin übrigens darüber schockiert, dass die DEL erst jetzt einen hauptamtlichen Mitarbeiter im Bereich Schiedsrichterwesen angestellt hat. Ist es nicht einleuchtend, dass Investitionen in diesem Bereich die Spiele und die Liga besser machen und somit eine absolut nachhaltige Investition darstellen?

    Schiedsrichter müssten meiner Meinung nach auch so entlohnt werden, dass sie sich auf ihre wichtige Aufgabe konzentrieren können. Mir wurde vor einiger Zeit erzählt, dass die Schiedsrichter sogar die Fahrtkosten zu Lehrgängen etc.. selbst übrenehmen müssen? Vielleicht ist das ja nicht mehr so, ich weis es nicht, aber normalerweise müsste man doch als DEL daran interessiert sein einen ausgeschlafenen und fitten Schiedsrichter in eine Partie zu schicken.

    Vielleicht ist der Schritt mit Brüggemann nun ja ein erster kleiner Vorstoß in dieses Thema.

    • Genau daran musste ich auch sofort denken. Wobei sich im Nachhinein natürlich immer behaupten lässt, dass er wie jemand gewirkt hat, der diesen Job nicht mehr allzu lange ausüben wird. Potenziell ist Brüggemann dennoch der beste DEL-Schiedsrichter, diese Position bleibt danach erst einmal vakant.

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