50/52: Leider geil

An solchen Abenden kann man nur scheitern. Iserlohn an einem Dienstagabend, der aktuelle Text für die Tageszeitung schreibt sich beinahe von alleine, mit Schlusspfiff fertig zu sein, ist da schon lange keine Herausforderung mehr. Doch dann dreht dieses Spiel in den letzten fünf Minuten durch, man versucht zu retten, was nicht mehr zu retten ist. Beim Verlassen des Pressebereichs hört man einen Fan mit großen Augen sagen: „Was für ein geiles Spiel.“ Nicht erst da erkennt man, dass der Zeitungsleser nicht wird nachfühlen können, warum dieses lange Zeit sehr, sehr durchschnittliche 5:4 vielleicht tatsächlich ganz geil war. Gut, dass man hier noch ein bisschen nachjustieren kann.

Warm-up

Vielen Dank, Martin Jiranek. Natürlich sollen Sportjournalisten auch in Zeiten herannahender Playoffs informieren, nur will niemand der Spielverderber sein, der irgendeinem Armin Wurm verraten hat, dass es sich lohnen könnte, Colten Teuberts Rücken zu bearbeiten oder Milan Jurcinas Schulter. Dass der Sportdirektor nun verraten hat, dass es nicht gut um Nürnbergs wichtigste Verteidiger steht, kann man durchaus als schlechte Nachricht interpretieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass beide am 8. März in die Playoffs starten, entspricht derzeit den Chancen der Düsseldorfer EG auf eine Playoff-Teilnahme.

Der sich überschlagende Irrsinn der Schlussminuten hat das frühe Nürnberger 1:0 in verborgene Hirnregionen verdrängt. Schade eigentlich. Ein schöneres Eigentor habe ich zumindest live noch nicht gesehen (in diesem Zusammenhang). Ryan Button hat eine Grenze überschritten, vielleicht wollte er einfach mal ausprobieren, wie es sich anfühlt, den Puck ins Tor zu kicken, absichtlich, bei vollem Bewusstsein. Ich bin mir sicher, dass diese Konsequenz selbst Tyler Haskins und Vlado Kasalo beeindruckt hat.

Sasa Martinovic‘ sich plötzlich aufdrängende Torjägerqualitäten wurden hier schon ausgiebig besprochen. Am Dienstag stand er wieder genau da, wo ein Defensivverteidiger nie stehen muss. Fünf Saisontore, damit hat der Allgäuer seine bisherige Saisonbestleistung im Profibereich verbessert. Erstaunlich ist, dass dieser Ausbeute nur zwei Vorlagen gegenüberstehen.

Zum vierten Spiel von Rob Schremp könnt man viel schreiben, man könnte sein Defensivverhalten bei den ersten beiden Gegentreffern kritisieren oder seine Schussauswahl. Oder man kopiert einfach folgende Zeilen aus diesem schönen Text des NHL-Torjägers James Neal für Players‘ Tribune (sticktap an Dr. Enkard):

„I’ll tell you one more thing you might not know about my job: You cannot, under any circumstances, tap your stick on the ice to call for a pass, no matter how open you are. I did this once during my first year in Dallas. Brad Richards was my linemate. The guy is one of the best teammates I ever had. Brad was coming down on a rush with the puck and I found some space. I thought I was open, so I started banging my stick on the ice like we were playing street hockey. When we got back to the bench, he looked over at me and shook his head. Instantly, I realized: Oh, man. Conn Smythe. Stanley Cup. Brad Richards. I think I messed up. He goes, “Kid, if you ever bang your stick on the ice again, you’ll never get another pass from me.”

Natürlich lässt sich das leicht schreiben, wenn man die Möglichkeit hatte, sich die letzten fünf Minuten noch einmal genauer von Telekom Eishockey vorführen zu lassen, aber die digitale Iserlohner Empörung über die Schiedsrichterleistung kann ich nicht nachvollziehen: Oliver Mebus Check war vollkommen korrekt, mal abgesehen davon, dass David Dziurzynski den Puck nicht einmal annähernd unter Kontrolle hatte – Behinderung war exakt die richtige Strafe. Die Entscheidung auf zu viele Spieler auf dem Eis war hingegen sicherlich falsch, vor allem aber auch, weil sie 44 Sekunden zu spät getroffen wurde. Bei Caporussos 4:3 waren zuvor schließlich eindeutig sechs Iserlohner auf dem Eis, mindestens. Und natürlich hatte sich auch Caporusso seine zwei Minuten wegen Hakens hart erarbeitet, danach wollte er nur noch Duschen gehen dürfen – auch korrekt (zumal auch Jason Jaspers wegen Beinstellen/goalie interference hätte herausgestellt werden müssen).

Und, das nur nebenbei: Bereits nach Spieltag 50 lässt sich feststellen, dass nur zwei Vorgängermannschaften dieser Thomas Sabo Ice Tigers von 2016/2017 erfolgreicher waren. 1,96 Punkte holte die Mannschaft von Rob Wilson im Schnitt, auf 2,04 Punkte im Schnitt kam Peter Ihnacaks legendäre Bande 1999, auf 2,05 Benoit Laportes Viertelfinalisten 2008.

Das Spiel

Rob Wilson wollte noch einmal über jene jüngsten drei Auswärtsspiele sprechen, die Nürnberg das Heimrecht bis ins Finale gekostet hatten. Zur Erinnerung, vor zehn Tagen hatten die Ice Tigers in Mannheim einen Punkt geholt, seither fliegt der Adler und wird seine Tabellenführung wohl nicht mehr abgeben. Der Ice Tiger hingegen schlitterte zur Unzeit in eine Krise, die Wilson natürlich niemals als solche bezeichnen würde: „Ich glaube nicht, dass wir körperlich müde sind, mental wahrscheinlich schon. Wir haben so viel Energie in diese drei Auswärtsspiele gesteckt und haben sehr wenig dafür zurück bekommen.“ Der Cheftrainer war auch der Meinung, dass seine Ice Tigers diese drei Spiele allesamt hätten gewinnen müssen. Über das Spiel gegen Iserlohn sagte er diesbezüglich nichts. Wir fassen zusammen: Ein dominantes Drittel gefolgt von einem verheerenden und einem wilden, in dem die Ice Tigers immerhin ihren Siegeswillen wiederbelebten. Nürnberg ließ Iserlohn unnötigerweise wieder ins Spiel kommen, motivierte Mikrowellenspieler wie Jaspers und Caporusso zu späten Leistungssteigerungen und frustrierte Roosters-Fans vor dem Stream, weil sie erkennen mussten, was auch in diesem Jahr möglich gewesen wäre. Hätte Iserlohn so ausdauernd und wuchtig um die Playoffs gekämpft wie im letzten Drittel an Spieltag 50, hätte sich Luc Robitaille den Flug nach Berlin sparen können. Dann hätte Anschütz die Eisbären wohl vorzeitig aufgegeben. Dass Jari Pasanen seinen Torhüter 29 Sekunde vor dem gefühlten Saisonende vom Eis nahm, war diese eine weitere Wendung, die dieses 5:4 besonders erinnerungswürdig macht. Das gilt allerdings auch für das Defensiverhalten der drei verbliebenen Iserlohner in den letzten 6,5 Sekunden. Vor dem Siegtreffer sollte man wohl auch das spielerische Vermögen von Patrick Reimer und Danny Syvret loben, deren schnelle Auffassungsgabe Steckels 5:4 erst möglich gemacht haben. Nur auf die letzten fünf Minuten bezogen, muss man wohl tatsächlich feststellen: „Was für ein geiles Spiel.“

Das Interview

Ein solcher Spielverlauf samt dieses wilden Endes, ist das vielleicht genau das, was die Ice Tigers in dieser schwierigen Phase gebraucht haben?
Patrick Reimer: Weiß ich nicht. Was wir gebraucht haben, sind die drei Punkte. Und alles andere müssen wir uns vielleicht noch einmal anschauen. Es wird nicht immer so laufen, aber ziehen wir das Positive draus und freuen uns darüber, dass wir vielleicht noch Plätze gut machen können.

Aus Ihren Worten kann man durchaus eine gewisse Unzufriedenheit heraushören. Wie erklären Sie sich, dass die Ice Tigers ihre Tugenden, die Defensivstärke, die Abgebrühtheit, die Fähigkeit, auch komplizierte Spiele zu gewinnen, dass sie diese Tugenden zu verlieren scheint? Oder ist es normal, weil jeder Spieler nur noch den Playoff-Start im Hinterkopf hat?
Reimer: Jein. Es war klar, dass irgendwann die Phase kommt, in der wir irgendwann einbrechen und es fehlen nun mal zwei wichtige Spieler, wobei man das auch nicht drauf schieben kann, dass die Defensive so wackelt, weil da stehen immer noch fünf Jungs auf dem Eis plus Torhüter. Da müssen wir einfach schlauer sein, die Tore entstehen ja oft auf Unkonzentriertheiten und das müssen wir einfach wieder abstellen. Wenn wir wieder solider hintendrin stehen, kommt das Selbstvertrauen auch wieder, das wir lange Zeit hatten und die Selbstverständlichkeit, dass wir wenig Tore abgeben.

Eine offensichtliche Stärke dieser Mannschaft ist die mannschaftliche Geschlossenheit. Kann es sein, dass diese Geschlossenheit mit jedem Fehler ein bisschen mehr bröckelt?
Reimer: Jetzt zeigt, ob wir wirklich eine gute Truppe sind. Wir haben jetzt noch zwei Spiele, die wir auch noch erfolgreich gestalten wollen, dann müssen wir bereit sein. Wir haben das ganze Jahr darüber gesprochen, dass das Team für den großen Wurf gebaut ist und unsere Aufgabe wird jetzt sein, dass wir wieder zusammenrücken, die Fehler abstellen und dann voll konzentriert in die Playoffs starten können.

Der Moment

Das Eigentor wurde bereits behandelt, ebenso der Siegtreffer (wobei man Syvrets ungläubigen Blick zum Videowürfel empor nicht vergessen sollte). Rob Schremps Einlagen wollen hier nicht behandelt werden (wenn Brandon Prust am Freitag zurückkehrt, wird man darauf endgültig wieder verzichten können). Und Brett Festerlings Aussetzer vor dem 4:4 ist auch keine genauere Schilderung wert, weil sie gegenüber seiner bisherigen Gesamtleistung in dieser Saison unbedeutend erscheint. Was bleibt dann? Nur noch Jari Pasanens wunderbare Worte an Colten Teubert und die Ice Tigers – mögen sie nicht in ein paar Wochen noch bitterer erscheinen:

Drei Stars

209 Schüsse, 51 Punkte, bislang 299 DEL-Tore – Patrick Reimers Saisonleistung wird an anderer Stelle sicherlich noch prominenter gewürdigt werden. In diesem Spiel gegen Iserlohn hat er nicht getroffen und war trotzdem ungemein wichtig, wegen seiner zwölf Schüsse, wegen seiner Vorlage zum 5:4, wegen seines Willens, dieses Spiel noch zu gewinnen. Nürnbergs Kapitän wird formstark in die Playoffs gehen, davon ist jetzt schon auszugehen.

Mit drei Punkten hat Yasin Ehliz am Dienstag seine bisherige Saisonbestmarke eingestellt. Die Bedeutung des zähen Nationalspielers aber ist nicht immer in Zahlen zu bemessen, sein Verhalten an der Bande, sein schneller Aufbau, seine Hartnäckigkeit wird oft übersehen, wenn es um die Leistungsträger der Ice Tigers geht. Heute und hier nicht, auch wenn ich auch noch immer nicht verstanden habe, wie genau das 3:2 gefallen ist.

Bleibt ein Spieler, der statistisch kaum mehr auffallen wird, in dieser Saison. Nichlas Torp hat seine Stärken keineswegs im Offensivspiel, gegen Iserlohn aber hat erstmals gezeigt, dass er den Ice Tigers genau das geben kann, wonach sie gesucht haben. Der junge Schwede hatte starke Szenen an diesem Dienstagabend, überzeugte durch Konsequenz und einfaches Spiel. Ein Verb wird man ihm nicht widmen, aber das muss auch nicht sein, wenn er das Nürnberger Spiel weiterhin stabilisiert.

12 Kommentare in “50/52: Leider geil

  1. Sorry Sebastian, ich widerspreche nur ungern, aber Du hast die 2007/08 Truppe vergessen.
    115 Punkte bei 56 Spielen ergibt 2,05 Punkte im Schnitt.

    • Ich weiß nicht, was Du meinst? Steht doch so im Text… also, jetzt. Vielen Dank für den Hinweis.

  2. Hmmmm, das ist mir alles gerade ein bisschen zu „positiv“ … die Mannschaft macht derzeit serienweise verherende Fehler in der Rückwärtsbewegung und irrlichtert unter Druck durchs eigene Drittel, das einem geneigten Beobachter Angst und Bange werden kann. Mit Blick auf die PlayOff sind jetzt noch zwei Wochen Zeit, um diese Widrigkeiten in den Griff zu bekommen, allerdings ist die Mannschaft in der jetzigen Verfassung Kandidat Nr.1 für die PlayOff-Überraschung im Viertelfinale … leider für die negative Überraschung.
    Beruhigend ist, das wir alle wissen, dass die Mannschaft das Können un die Bereitschaft hat, das alles in den Griff zu bekommen, allerdings habe ich ohne Jurcina und Teubert mehr als massive bedenken, dass es ein langer Ritt in den April wird.
    Bei Schremp gebe ich Sebastian recht, Bei Torp leider nicht: Der ist gestern im Defensivverhalten ein ums andere Mal (selbstverschuldet) in üble Schwierigkeiten gekommen.
    Unterm Strich bleibt die Hoffnung, irgendwie noch sechs Punkte aus den letzten beiden Spielen zu holen … und danach alle sofort in die Kirche gehen und Kerzen für eine schnelle Genesung unserer beiden Top-Verteidiger anzuzünden … ohne die beiden werden wir große Probleme bekommen.

    • Kann ich nicht nachvollziehen. Mein Eindruck dieses Spiels war keineswegs positiv und denke auch nicht, dass mein Text einen solchen falschen Eindruck transportiert hat. Trotzdem war es doch gute Unterhaltung, weitaus bessere Unterhaltung als ich erwartet hatte.
      In den Playoffs werden die Ice Tigers wieder anders auftreten, konzentrierter, konsequenter, härter. Ob das reicht, das Viertelfinale ohne Teubert und Jurcina zu überstehen? Keine Ahnung. Solche Spiele halte ich allerdings für völlig normal, zumal die jüngsten Partien gezeigt haben, wie nahe Euphorie und gefühlte Krise in dieser Liga beieinander liegen. Die Halbfinalserie gegen Wolfsburg 2016 hat zudem gezeigt, dass man vieles richtig machen und trotzdem scheitern kann.
      Lange Zeit wurde auch hier die Abgebrühtheit dieser NHL-Truppe gepriesen und genau so spielt sie jetzt auch. Es sieht so aus, als würden sich Steckel, Prust, selbst Reinprecht auf das wirklich Wichtige konzentrieren. Und wirklich wichtig wird es nunmal erst am 8. März.

  3. Die sichtlich falsche Entscheidung auf „zu viele Spieler auf dem Eis“ erscheint bei genauem Videostudium als vollkommen korrekt, wenn auch selten so konsequent geahndet.

    Sieht man sich die Wiederholung des Spiels kurz vor der vermeintlich falschen Strafe nochmal an.
    Die Kamera zeigt das Nürnberger Verteidigungsdrittel. Man sieht ganz deutlich einen Iserlohner-Spieler beim Forecheck.
    Schwenk in Richtung der Iserlohner-Spielerbank. Hier sieht man nun 6 Iserlohner. Zwei von ihnen sind „auf dem Weg zum Wechseln“ und befinden sich im Bereich der Tür. Die für sie einwechselnden Spieler nehmen aktiv am Spiel Teil. Der vordere der beiden wechselnden Spieler hat den Fuß schon in der Luft. Er zählt somit als ausgewechselt. Bleiben immer noch fünf und der Forechecker.

    Der hintere Spieler steht jedoch an der Tür „Schlange“ und wartet darauf auch auf die Bank zu können.

    In diesem Fall (und für die Ice Tigers sehr glücklich): korrekte Entscheidung.

  4. Mir den zu letzt gezeigten Leistungen und ohne die beiden Top Verteidiger wird es mal wieder im Viertelfinale enden, leider, denn eigentlich hatte diese Mannschaft alles was es für ein Finale braucht. Die Nachverpflichtung von Schrempp kann man guten Gewissens als Griff ins Klo bezeichnen. Torp ist ganz ok aber eben kein Ersatz für Jurcina. Auch erscheinen mir die Torhüter seit der Verletzung von Andi Jenike etwas nachgelassen zu haben. Vielleicht ist die eine Woche Pause ganz gut für unser Team bevor es in die 5. Jahreszeit geht. Also ich fang jetzt schon mal mit den Kerzen an 😉

  5. Ich weiß auch nicht, wie ich das alles einschätzen soll. Irgendwie habe ich ein mulmiges Gefühl, wenn ich auf die Playoffs blicke – unabhängig davon, welcher Tabellenplatz (und damit welcher Gegner) es am Sonntag wird. Das sieht nicht besonders gut aus momentan. Ein Hoffnungsschimmer: Es gab ja kürzlich das Spiel in Mannheim, bei dem sich das Team auf Top-Niveau präsentierte. Also doch in erster Linie eine Frage der Einstellung/Konzentration?
    Zu Schremp: Ganz klar, wenn man neu in ein Team kommt bei dem es nicht richtig läuft, dann ist es nicht ganz leicht. Trotzdem: So wie er sich bisher präsentiert kann man wohl nur von Fehleinkauf sprechen.

  6. Ein typisches Dienstagsspiel kurz vor den Playoffs – das langt als Kommentar.
    Die Aussage James Neals passt hervorragend. Wer macht nur bei uns den Richards? Hoffe einfach, dass da seine Kumpels aus Jugendtagen noch eingreifen.
    Nicht umsonst hat Basti Schwele gesagt, dass Schremp gerne noch so spielen würde wie in der Juniorenliga.
    Mein Tipp: keine 8 Spiele wird Schremp in den POs machen.

  7. Alles nicht ganz leicht zu bewerten. Und man kann leicht in Trübsal zu den PlayOff Chancen verfallen, wenn man die Defensivleistungen der letzten zwei Spiele betrachtet und auch die Gesundheit von Teubert/Jurcina berücksichtigt. Aber auch: Das waren zuletzt drei Gegner, die um ihr Überleben gekämpft haben, was unser Team nicht mehr musste (und gegen die DEG war das Puckglück nicht auf unserer Seite). Da hat auch die Abwehr in den letzten beiden Spielen – alle fünf Spieler – der Ice Tigers nicht absolut konsequent gearbeitet.

    Exkurs: In der der letzten Saison haben wir von den letzten neun Spielen sechs Stück verloren. Die letzten vier Auswärtsspiele und auch zuhause Zwei gegen eher schwächere Teams. Nach dem Verlust des Heimrechts und der ersten Partie bei den heimstarken Iserlohnern kam schon fast der Abgesang…

    Bei dem ein oder anderen Spieler ist eine gewisse Müdigkeit zu erkennen. Körperlich oder mental ist schwer auszumachen. Aber wir beginnen ja erst am 09.03. In diesen 10 Tagen wird der Coach die Mannschaft auf die Playoffs fokussieren. Und auch in der Defensive werden wir stabil auftreten. Mit oder ohne die Beiden. Die letzten Top-Spiele gegen München und Mnnhm haben gezeigt, dass es defensiv klappt, wenn es nötig ist. Wir werden uns reinbeissen. Wird schon…

    Erinnern wir uns an die Worte (meines Lasse-Kopitz-Trophy Gewinners) Brandon Segal:
    „Aber dieses Jahr haben wir noch etwas zu erledigen (unfinished business)“

    #IceTigersInPlayOffsWirdNeGeileZeit 😉

  8. Das Problem vieler Fans ist doch offensichtlich. Hätten wir diese absolut positiv stimmende Serie nicht im Dezember und im Januar durchlebt, sondern im Februar, wären sich alle sehr sicher gewesen. Niemand hätte sich ausdenken können, dass uns eine Mannschaft vier Mal in kürzester Zeit schlagen könnte.

    Diese drei Niederlagen und das teils unschöne Spiel gegen die Iserlohn Roosters hätten auch Mitte Dezember kommen können. Aber niemand hätte sich so extrem beschwert. Bei der Bilanz aus der Saison kann sich wirklich niemand ernsthaft über das präsentierte beschimpfend aufregen.

    Unsere Spieler sind meiner Ansicht nach im Kopf schon längst beim 8. März angekommen. Sie sind alle bereit, sie wollen endlich anfangen. Sie wollen endlich wissen, beziehungsweise zeigen, dass sie die Meisterschaft zu uns in die Stadt holen können. Wenn dann ein Team wie Iserlohn kommt, oder am Sonntag Schwenningen, ist man eben nicht komplett dabei.

    Das Colten und Milan einfach nicht kommen werden, was den Start der Viertelfinalserie betrifft, wird nicht unbedingt ein Problem werden müssen, wenn die Mannschaft wieder zusammenwächst und sich an allen Punkten unterstützt. Man hatte in den letzten Wochen nicht mehr das Gefühl, dass sie alle für den anderen da sind und alles geben.

    Ich erwarte eine Viertelfinalserie gegen Augsburg, oder gegen den ERC Ingolstadt. Beide sind Derbyserien und beide werden schwer werden. Trotzdem glaube Ich, dass Mister Wilson (egal ob mit Martin oder Mike zusammen) den passenden Gameplan aufstellt und die Mannschaft perfekt vorbereitet, so wie er es fast ausnahmslos in dieser Saison getan hatte.

    Und wenn es dann nicht klappt – mit dem Einzug ins Halbfinale – dann müssen wir uns auch alle damit abfinden. So ist der Eishockeysport nunmal. Aber der Sport hat auch eine andere Seite und das ist die höchst emotionale Ebene, vor Allem dann, wenn Patrick Ende April den Pott in die Luft hebt!

    Für viele Fans sollte gelten: „Einfach locker bleiben, die machen das schon!“

    Und ich bin mir nahezu sicher: Sie machen das schon!

  9. Man sollte nicht den Fehler machen und Torp mit Jurcina vergleichen. Ein Spieler mit der Qualität von Jurcina kann man nicht 1-1 ersetzen.

    Torp ist körperlich sehr stabil, kann giftig spielen und hat läuferische Klasse. Und, er hat sicherlich noch Luft nach oben. Bis zum Viertelfinale hat er noch Zeit, und er macht mir Hoffnung.

    Schremp hat deutlich beweisen, warum ein Spieler, def die OHL nach Belieben dominiert hat, es nie in der NHL geschafft hat. Im Powerplay kann er durchaus effektiv sein, bei 5-5 ist er eher ein Problem als ein Faktor für die eigene Mannschaft.

    Jammern hilft uns allerdings gar nicht, am 8. März geht es um alles. Das Team muss bereit sein. Wir auch.

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