51/52: 300 (DREIHUNDERT)

Zwölf Jahre sind mittlerweile vergangen, seitdem Greg Poss alleine auf der Eisfläche seine Stimme erbeben ließ, um auch die Arena beben zu lassen. Das 1:6 gegen Wolfsburg ließ danach allerdings seltsamerweise so überhaupt keine Playoff-Stimmung aufkommen. Dagegen war dieses 6:4 gegen Bremerhaven genau das, was der Doktor den Thomas Sabo Ice Tigers verschrieben hat: Unangenehmer Gegner, viele Tore, eines davon für die Geschichtsbücher, Riesenstimmung. Der Panther kann kommen. Weiter lesen

50/52: Leider geil

An solchen Abenden kann man nur scheitern. Iserlohn an einem Dienstagabend, der aktuelle Text für die Tageszeitung schreibt sich beinahe von alleine, mit Schlusspfiff fertig zu sein, ist da schon lange keine Herausforderung mehr. Doch dann dreht dieses Spiel in den letzten fünf Minuten durch, man versucht zu retten, was nicht mehr zu retten ist. Beim Verlassen des Pressebereichs hört man einen Fan mit großen Augen sagen: „Was für ein geiles Spiel.“ Nicht erst da erkennt man, dass der Zeitungsleser nicht wird nachfühlen können, warum dieses lange Zeit sehr, sehr durchschnittliche 5:4 vielleicht tatsächlich ganz geil war. Gut, dass man hier noch ein bisschen nachjustieren kann. Weiter lesen

MiP, MVP und BHV

180 Minuten Eishockey und vielleicht ein klein wenig mehr stehen noch aus, ehe wir alle belohnt werden sollen für eine mitunter großartige Punkterunde, die am Ende, wie so viele Punkterunden vor ihr, ein wenig zäh wurde. Eine Aufgabe aber steht noch aus, wir müssen den most valuable player wählen, jenen Spieler, der in dieser Punkterunde so bedeutend wie kein zweiter Ice Tiger für die Nürnberg war, und den most improved player, jenen Spieler also, der sich in dieser Punkterunde im Vergleich zur vorigen Punkterunde bemerkenswert verbessert hat. Und um eine Tradition zu begründen sollen diese Online-Trophäen Namen berühmter (und nicht ganz so berühmter) Vorbilder tragen. Stolz stellen wir vor: Weiter lesen

46/52: Schießen, einfach schießen

Foto: Zink/Matthias Winter

Mit den Ice Tigers hätte man mal reden müssen. Weil sie so schöne Videos machen und weil sie den langen Weg aus dem Langwasser Helsinkis gekommen waren, um sich im Langwasser Nürnbergs ein Eishockeyspiel anzusehen. Ich war dann allerdings ungefähr 87 Bier zu spät. Juha, Antti und Petteri waren nicht mehr ansprechbar. Also geht es nach dem Klick doch nicht um die Ice Tigers aus Espoo, sondern erneut um die Ice Tigers aus Thomas Sabo. Weiter lesen

Nichlas Torp: Rock’nRoll auf dem Eis

Nichlas Torp lacht viel. Er redet über seinen Wechsel nach Nürnberg, seine Ziele, die DEL, seine Oma und, natürlich, über Rock’n’Roll. Dass vorige Woche Robert Dahlqvist, der Gitarrist von Torps Liebelingsband, gestorben ist, das ergoogle ich erst nach dem Interview mit dem Neuzugang der Thomas Sabo Ice Tigers. Offensichtlich hatte auch Torp(edo) in den stressigen letzten Tagen keine Zeit, deshalb betrübt zu sein. Der Schwede scheint sich sehr auf sein erstes Auslandsabenteuer zu freuen. Weiter lesen

44/52: Der mit dem Puck tanzt

Foto: Zink/Matthias Winter

Nach der Pressekonferenz stand er wieder am Tresen. Ein Bier in der Hand, zufrieden, entspannt, ohne Berührungsängste, stets mit diesem angedeuteten Lächeln. Don Jackson ist einer der wenigen echten Sympathieträger in dieser Liga. Pure Class würde man in Nordamerika schreiben. Und bisher sieht alles danach aus, als würde ihm Rob Wilson künftig in dieser Kategorie Gesellschaft leisten. Wonach es überhaupt nicht aussah? Als würde Münchens Meistertrainer diese vierte Niederlage gegen Nürnberg belasten. Und auch das hatte er mit seinem Nürnberger Kollegen nach dem 3:2-Penaltysieg der Ice Tigers gemein. Was es für die Playoffs bedeute, dass der EHC Red Bull Thomas Sabo auch im vierten Anlauf nicht bezwingen können, wurde Wilson gefragt. Wilsons Antwort: „Nothing.“ Weiter lesen