25/52: Rechtschaffenheit

Foto: Zink/Matthias Winter

Foto: Zink/Daniel Marr

Ich mag es, wenn der Boulevard auf unseren Sport aufmerksam wird. „Brutalo-Duell, Teil II“, „Schmuck-Rüpel“ – allein die Berichterstattung des Express verhilft zwei gutklassigen, aber weitgehend normalen DEL-Punkterundenspielen zu unverhoffter Aufmerksamkeit. Und wenn man es nicht besser wüsste, könnte man glauben, dass sich die Ice Tigers und die Haie darauf geeinigt hatten, diese Art von Journalismus noch ein wenig lächerlicher zu machen, als er das selbst vermag. Rob Wilson, Brandon Prust oder Colten Teubert aber lesen den Express nicht, der Express ist ihnen ebenso egal, wie dieses kleine Blog. Wilson, Prust und Teubert wollten nur verhindern, dass ihnen die Haie noch einmal drei Punkte klauen. Dabei kam ein Spiel heraus, das sicher nicht als das unterhaltsamste in die Geschichte dieser Saison eingehen, das aber wie bislang kein anderes gezeigt hat, dass diese Mannschaft für eine ganz lange Saison gebaut worden ist.

Warm-up

Für ein vernünftiges Aufwärmen ist es zu spät, 20 Stunden nach dem Spiel braucht es keine einleitenden Gedanken. Außerdem will ich nach Hause zu meinen kleinen Goons. Sorry, mir ist bewusst, dass dieses Spiel noch viel mehr hergegeben hätte, aber das könnt ihr ja in den Kommentaren nachholen. Wie immer. Einen Grund, warum mir gerade die Zeit ausgegangen ist, kann man auf der Donnerstagsseite des Stadtanzeigers (liegt NN und NZ bei) nachlesen: 245 Zeilen über Adam Spylo, Oleg Mikulchik und andere Vögel.

Das Spiel

Im Laufe ihrer Karrieren wird jeder Trainer einer Profi-Mannschaft irgendwann einmal von irgendjemandem mal als akribisch beschrieben. Klingt immer schön, so ein Fremdwort. Was aber bedeutet, konnte man sehr gut an diesem Dienstagabend beobachten. Gerade in Heimspielen dürften die Ice Tigers die neutrale Zone kaum wahrgenommen haben, so schnell wie sie die überwunden hatten. An diesem Dienstag schien sich oftmals unüberwindbar zu sein – und zwar in beide Richtungen. Köln unterband das schnelle Umschaltspiel der Ice Tigers und die langen Pässe. Nürnberg unterband den geordneten Aufbau der Haie. dazu kamen die vielen Details, überraschende Aufstellungen (drei Oberbayern, ein Allgäuer und ein US-Amerikaner bei Fünf-gegen-Drei – allesamt Angreifer), die zum 1:0 führten oder das 1:1 verhinderten (der schnelle Wechsel von Pföderl gegen Prust kurz vor Ende des zweiten Drittel), gutes Torhüter-Scouting und offenbar die richtige Ansprache nach dem nur leicht außer Kontrolle geratenen 1:3 in Köln. Dieses 2:1 zeigte auch, wie Eishockey gerne von außen wahrgenommen wird und wie es innen tatsächlich gelebt wird. Beide Coaches hatten Härten sicher nicht verhindern wollen. Offenbar hatten sie das aber ihren Tough Guys überlassen. Brandon Prust fragte, Dane Byers wollte nicht. Das war’s. Der Rest war taktisch großartiges, sehr konzentriertes und exaktes und deshalb so diszipliniertes Eishockey. Oder: ein großes Vergnügen.

Der NN-Moment des Spiels (präsentiert von Christoffer Hurtik)

Was hat wohl Christoffer Hurtik an diesem Dienstagbabend gemacht? Hat er einen Zugang zu Telekom Eishockey? Hat er sich das Spiel angesehen, für das eigentlich er eingeteilt gewesen war? Und wenn ja, was hat er dabei gesehen? Hurtik war kurzfristig ersetzt worden. Nun habe ich die Gründe nicht recherchiert. Da statt Hurtik aber der ehemalige Ice Tiger Lars Brüggemann auf dem Eis stand, kann man schon davon ausgehen, dass die DEL nach den Vorkommnissen in Köln, vor allem aber aufgrund der Reaktionen der Kölner (und hoffentlich nicht allein wegen der Berichterstattung in Express und Eishockey News) entschieden hat, dass dieses Spiel den besten Schiedsrichter benötigt, den es in Deutschland gibt. Und auch, wenn man sich fragen kann, wie das Hurtik und seine Kollegen, die nicht Lars Brüggemann heißen, so finden und ob es ein gutes Zeichen ist, um das Vertrauen in die DEL-Schiedsrichter zu stärken, war es eine gute Entscheidung. Beide Mannschaften wollten in Nürnberg überhaupt nichts eskalieren lassen, man hätte trotzdem nicht sehen wollen, was zum Beispiel Marc Iwert und Jens Steinecke aus einer abermaligen Bewährungschance gemacht hätten. Brüggemann und Piechaczek pfiffen sich jedenfalls ganz nahe an etwas heran, was eigentlich gar nicht geben kann: die perfekte Schiedsrichterleistung. Bestes Beispiel dafür: Als Brandon Prust plötzlich ohne Helm in der Rundung stand und hätte in Unkenntnis der Regel 555 wohl weitergespielt, als Brüggemann ihm in Kenntnis der DEL-Erfahrung Prusts klar bedeutete, dass er jetzt sofort zur Bank fahren sollte, um seiner Mannschaft ein Unterzahlspiel zu ersparen. Eine ganz große Szene, bei der sich Christoffer Hurtik vor dem Fernseher im besten Fall gedacht hat: Hätte ich auch so gemacht.

Three-Stars

Marco Pfleger läge nahe, weil es großen Spaß macht, an der Fanmeinung vorbeizuschreiben. Oder Andrew Kozek, weil dieser Schuss zum 2:0 grandios war. Diese Three Stars aber sollen den Defensivarbeitern gehören, den cleveren Spiellesern, von denen die Ice Tigers in dieser Saison so viele haben. Zum Beispiel: Colten Teubert. Warum hat der Mann bislang so wenig Strafminuten? Weil er es nicht nötig hat. In und gegen Köln und auch schon gegen München hat er gezeigt, wie hart er spielen kann, wenn er das für angemessen hält. Dazu kommt diese Schnörkellosigkeit, der schnelle erste Pass oder der schnelle Befreiungsschlag. Dass die NHL in den letzten Jahren selbst für große und ordentlich schnelle und ordentlich bewegliche Verteidiger wie Teubert zu schnell geworden ist, ist das Glück der DEL und der Ice Tigers.

Marius Möchel ist immer dann gefragt, wenn er zwischendurch einmal ein Tor schießt oder an den Toren anderer beteiligt ist. Dabei sind es oft die Spiele, die in seiner persönlichen Statistik nicht auftauchen, in denen man beobachten kann, wie wichtig der Nürnberger für Nürnberg geworden ist. In Köln war sein Unterzahlspiel herausragend, gegen Köln brillierte er vor allem im ersten Drittel mit kurzen schnellen Pässen, mit Hartnäckigkeit an der Bande und einer Beweglichkeit, die man diesem Kerl nicht immer zutraut.

Und dann waren da noch Yasin Ehliz, Patrick Reimer und Gustaf Wesslau, die gemeinsam für die sportlich wertvollste Szene des Spiels sorgten. Ehliz mit einem feinen Flippass, Reimer mit der platzierten Direktabnahme und Wesslau mit dem unfassbaren Fanghand-Save. Eine Szene, die mich innerlich hat ausrasten lassen, die von den Fans in der Nordkurve aber fränkisch gelassen registriert wurde. Auf dem Eis schüttelte Reimer lächelnd den Kopf.

Und: Rob Wilson

„Oh my goodness. Das ist interessant. Für einen Kommentar darauf muss ich aber ein paar Tage überlegen. Menschen können ihre Meinungen haben, sie können uns für Rüpel halten oder für Eiskunstläufer, mir ist das egal. Ich will nur, dass unsere Mannschaft rechtschaffen spielt. Und ich denke, dass machen wir. Wenn wir eine Mannschaft sein wollen, die mit ein paar anderen Teams um die Meisterschaft kämpft, müssen wir physisch spielen. Wenn andere uns deshalb für Rüpel halten, soll das so sein. Wenn wir Rüpel wären, würden die Liga nach Strafminuten anführen.“

Tun sie aber nicht, die Ice Tigers. Tun sie wohl, die Kölner Haie. Rob Wilson hat da übrigens auf die Frage des Kollegen Jennemann geantwortet,  ob er denn mitbekommen habe, dass der Express die Ice Tigers zu „Jewellery-Bullies“ beförderte und was er davon so hielte.

11 Kommentare in “25/52: Rechtschaffenheit

  1. Das Spiel war von beiden Teams gut geführt mit zwei sehr guten Goalies. Die Ice Tigers haben gleich mal im ersten Drittel gezeigt, dass es Köln heute weh tun wird. Das hat die Kölner beeindruckt und ich meine danach einen gewissen Respekt und Angst vor Zweikämpfen ausgemacht zu haben. Das Byers nicht auf Prust einging sagt eigentlich viel aber genau dahin wollen wir ja. Das es unangenehm wird gegen uns.
    Prust fiel zudem noch positiv durch einen „geretteten“ Icing-Pfiff auf. Seine Art färbt auch auf Buzas bereits ab. Da können wir uns in ein paar Wochen auf was freuen.

    Ansonsten weiterhin ein katastrophales Powerplay. Schade, dass in solchen Momenten eine der „schlechten“ Seiten P. Reimers deutlich wird. Er will zuviel alleine und verkrampft dann teilweise.

    Im letzten Drittel war schön zu sehen, dass die Kölner gefrustet waren. Hospelt und Reinhart haben sich auf ihrer Bank bestimmt nicht über eine gemeinsame Silvesterfeier ausgetauscht, wenn man deren Blicke zueinander so deutet.

    Referees mit sehr guter Arbeit. Liefen auch viel laufen und das Spiel seinen Verlauf nehmen. So sollte es immer sein.

    Zu den Three-Stars gehört für mich unbedingt neben Jurcina Festerling. Bisher eine starke Saison und gestern hinten fast ohne Fehler und stark an der Bande. Weiterer erwähnt gehört für mich natürlich unser Arbeitstier Möchel – sehr gute Form derzeit.

    Reinprecht derzeit mit weniger Glück am Schläger aber arbeitet trotzdem sehr viel.

    Beim Gegentor macht sich aus meiner Sicht Reimer den Shutout selbst mit kaputt, da hat er wohl die Beine nicht ganz zusammen bekommen.

    Ich frage mich wirklich, ob der Steven Reinprecht der Eishockeyblogs wirklich nur wegen der Fanmeinung Pfleger nominieren will oder ob er außer dem Tor viel positives sah? 😉
    Pfleger für mich bis auf das Tor erneut mit vielen Puckverlusten auch gleich nach seinem Tor und weiterhin viel zu wenig Körpereinsatz, das sah bei ihm schon mal besser aus.

    • Hab ich nicht. Deshalb hab ich es auch unterlassen.
      Und: Mit Reinprecht möchte ich nicht mehr in einem Satz genannt werden. Ich sehe da, wenn überhaupt, eher einen Vergleich mit Sepp Wassermann.

  2. Gestern habe ich zum ersten Mal ein Eishockeyspiel in dem Bewustsein angesehen, hinterher einen Bericht darüber verfassen zu müssen (verbunden übrigens mit der Ehre, gemeinsam mit dem Bloggott im Presseraum zu stehen). Der Respekt vor den Leuten, die das regelmäßig tun, ist dabei nochmal deutlich gestiegen. Von einem Spiel nicht einfach nur profan zu berichten, sondern die kleinen Geschichten, Momente und Szenen wahrzunehmen, deren Erwähnung aus einem Sachtext eine lesenwerte Reportage machen, war auch für mich, einem durchaus geübten Beobachter des Pucksports, eine echte Herausforderung.
    Die Disziplin beider Mannschaften war gestern mehr als beeindruckend. Unkundige Beobachter mögen die Begegnung phasenweise als langweilig empfunden haben, in Wahrheit legte das Spiel gleich mehrere Tatsachen offen:
    1. Beide Mannschaften können taktisch perfektes Defensiveishockey spielen.
    2. Gustaf Wesslau ist ein Goalie für den die DEL eigentlich eine Nummer zu klein ist. Bei seinem Fanghand-Save gegen Patrick Reimer ist mir vor Ehrfurcht das Monokel aus der Augenhöhle gerutscht. Gut, dass Jochen Reimer immer wieder ein ähnliches Niveau abrufen kann.
    3. Beide Mannschaften haben großen Respekt, vor den körperlichen und spielerischen Qualitäten des jeweils anderen Teams. Eine Beobachtung, die auch Martin Jiranek nach dem Spiel bestätigte.
    4. Brandon Prust kann nicht nur Faustkampf. Brandon Prust produziert nicht notwendigerweiße Strafzeiten am Fließband. Brandon Prust kann auch einfach nur ein cleverer und unangenehmer 4. Reihe – Stürmer sein.
    5. Spiele wie das gestrige werden nicht selten von Spielern entschieden, die normalerweiße nicht im Fokus stehen. Dieser Jahrgang der Ice Tigers scheint auch abseits von Reimer und Reinprecht ausreichend Torgefahr zu bieten zu haben.

    Zu den Schmuck-Rüpeln: Auf „Berichterstattung“, die erst dann einsetzt, wenn sich vermeintliche oder tatsächliche Skandale ereignet haben, kann ich lebhaft verzichten. Vielleicht hat sich da eine Boulevardzeitung mal wieder dem intellektuellen Niveau ihrer Leser angenährt.

  3. Lieber Sebastian,

    bezüglich des Absatzes über Christoffer Hurtik und Lars Brüggemann eine kleine Anmerkung von mir.

    So sehr Du Brüggemann lobst, so sehr haust Du Hurtik m. E. in die Pfanne. Dies ohne Grund und, wie Du selbst schreibst, ohne Recherche. Und (noch ein und) aus meiner Sicht auch völlig unnötig.
    Nur so viel. Die Geschehnisse unseres Sonntagsspiels in Köln haben nichts mit der Umbesetzung zu tun.
    Außerdem ist die korrekte Regel, die Du heranziehst, die Nr. 155 😉

    Stoische Grüße

  4. Vorweg mal ein Dank, dass das Blog weitergeführt wird, denn obwohl ich in dieser Saison wenig Zeit für mehr oder weniger sinnvolle Ergüsse hier in den Kommentaren hatte, war ich stets der ruhige freudige Mitleser.

    #Pfleger
    Ich glaube, die Kritik am Pfleger Marco darf man schon differenziert betrachten.
    Für den „klassischen DEL-4.Reihe-Spieler ist er natürlich ein guter Spieler, der Eishockeyexperte, der glaubt, in mir zur leben ahnt jedoch nunmal über die letzten Jahre hinweg, dass eben dieser Marco Pfleger vom Eishockey-Gott mit einer durchaus überdurchschnittlichen Begabung in Punkto ‚gute Hände, Schußstärke, läuferisches Vermögen und Spielauffassung‘ gesegnet hat, diese Begabungen jedoch über die letzten Jahre nicht vollends zum Tragen kommen, da die körperliche Verfassung nicht Schritt gehalten hat (vgl Ehliz, Pföderl), die Einsatzfreude häufig überschaubar wirkt und das Defensivverhalten durchaus Luft nach oben hat.

    Die Kritik oder vielleicht sogar die Verärgerung über das, was Marco Pfleger zumeist auf dem Eis spielt ist also nicht zwingend darauf bezogen, was er macht, sondern auf das, was man/ich glaubt, was er eigentlich da unten abliefern könnte.

    Oder um es mit Leos Worten nach den Skills-Competion zu sagen „Ja, Rumzipfeln, des kann er scho“ (…und in meinem Kopfkino impliziert dieses „des“ dann eben auch unbewußt das große ABER).

    Günther Bosch sagte einmal über seinen Schützling Boris Becker nach dessen zweiten Wimbledonsieg: „Es mag sicher einige Dutzend Spieler geben, die talentierter sind als Boris, aber um im Spitzensport erfolgreich zu sein, bedarf es mehr als Talent und hinsichtlich Fleiß, Trainingseifer und Willensstärke ist Boris vermutlich der Stärkste“

    „Jewellery-Bullies“ sollte man sofort auf T-Shirts und Caps drucken. Ach was, lasst uns ein Pond-Hockey-Team mit dem Namen gründen. Genial!

    Gibt es eigentlich irgendwelche interessanten bis glaubwürdigen Erklärungsansätze, dass Patrick Reimer mit ‚-5‘ derzeit in dieser Statistik der zweitschlechteste Eistiger ist?
    Und, als Ergänzung dazu:
    Wie schafft es Steven Reinprecht in dieser Wertung auf ‚+1‘? So häufig sind die ja nun wirklich nicht getrennt auf dem Eis.

    Apropos +/- …
    In den letzten paar Spielen sehe ich bei Dani Syvret eine zarte Aufwärtstendenz. Geht da wer mit? Sebastian?

  5. @Berni: das mit Pfleger trifft es, denk ich, ganz gut. Er war auf einem sehr guten Weg nach seinem Jahr als Föli in Frankfurt unter Chernomaz. Viel davon seh ich derzeit allerdings nicht mehr. Ob es daher auch langfristig zu einen Reihe-4-Stürmer in einem Top-6 langt? Ich weiß es nicht. Aber man kann sein Talent auch vergeuden, wenn der Willi nicht da ist.
    Das mit Reimer ist mir auch schon aufgefallen. Ich kann es mir nur so erklären, dass die bei mir gefühlte mehr Eiszeit bei Reimer auch wirklich so ist.

    Syvret zuletzt aufsteigend, gegen Köln aber wieder mit einigen Patzern.

  6. Der Sieg am Dienstag ist Rob Wilson wahrscheinlich 10mal lieber als das z.T. überhebliche Geschiebe gegen Düsseldorf oder das wunderbare aber nervenaufreibende Spiel gegen RB.
    Sehr stabil hinten, effektiv vorn, klasse Torwart und diszipliniert zugmacht, dann läufts auch gegen ein Topteam mit Titelambitionen, besser geht’s nicht. Diese ganze „heute geht’s mal richtig ab und halt so auf die Fresse und so“ war komplett überflüssig vorallem wenn die Presse das noch pusht.
    Schön reagiert von beiden Teams natürlich mit dem passenden Schiri, thx Lars.
    Marco Pfleger tut mir echt leid, viel Spielintelligenz und Rumzipfeln (Eishockeywort 2016) läuft bei ihm, leider bringt er nicht diese notwendige 4.Reihe Energie ala Möchel mit, der früher oder später dort wieder landen wird. Pfleg(i) haha wird in der Reihe mit Prust(i) ha und Buzi(i) wird er aber nicht wirklick viel reißen. Ist wahrscheinlich wirklich der Odd-Man-Out.
    Ich frag mich echt ob Reinprecht 100% fit ist, denn so richtig rund schaut das irgendwie alles nicht aus. Vielleicht gibt’s mal ne Info vom Coach naja wohl eher ned.
    Zu Prust nur soviel, 4.Reihe is a Schmarrn, das Eis ist noch zu groß und die eventuellen KaffeeKLATSCH-Termine für die POs werden bereits geklärt, gell Byers du Hosenscheisser.

    Kozek wird ganz ganz langsam zum Hockey Mintal, geile Schusstechnik und sonst ned wirklich auffallen.
    Das nach nem schlechten bayrischen Krimi klingende mit Ottfried Fischer: 4 Bayern und a gschärrder Ami Powerplay war mal ne interessante Abwechslung und wird hoffentlich öfter mal versucht. Mit dem zünftigen bayrischem Powerplay sam mer wida beim Pfleger dem Rumzipfler.

  7. Die Kritik an Pfleger ist berechtigt. Was mich bei ihm allerdings optimistisch stimmt, dass er noch ein Guter werden kann: Das was man nicht lernen kann (Talent) ist bei ihm vorhanden. Das andere (Einsatzwillen, Feuer, Kampfgeist, Durchsetzungsvermögen, oder wie man es sonst nennen möchte) sollte er sich durchaus noch aneignen können – wenn er denn mag. Dann wäre deutlich mehr drin, als ein ewiger talentierter 4. Reihe-Spieler.

    #Berni
    Bei Syvret lässt sich in der Tat feststellen, dass die Böcke weniger werden. Insofern könnte man schon von aufsteigender Tendenz sprechen. Insgesamt ist er allerdings nach wie vor DER Unsicherheitsfaktor in der Verteidigung, auch gegen Köln in zwei drei Situationen wieder zu sehen. Auch wenn ich mich wiederhole (und Wilson dieser BLOG ja egal ist): mir ist rätselhaft, warum der defensiv deutlich stabilere und mit sehr geringer Fehlerquote spielende Martinovic auf der Tribüne sitzt.

  8. Am Ende einer langen Saison wird sich kaum einer an dieses Spiel an einem kalten Dienstag erinnern, trotzdem war der Sieg für die Entwicklung der Mannschaft enorm wichtig, gerade nach den Ereignissen vom Sonntag.

    Ein bisschen „Bad Boy Image“ kann nicht schaden, ganz im Gegenteil. Gerade in den Playoffs wird kein Team gerne gegen uns spielen wollen.

    Bei Pfleger reicht die Qualität nicht für einen Platz in einer Scoring-Line in ein DEL-Spitzenmannschaft, für eine vierte Reihe passt sein Spiel nicht.

    Kozek hatte am Dienstag noch weniger Bindung zum Spiel als sonst, aber nicht jeder DEL-Stürmer trifft aus vollem Lauf so platziert ins lange Eck. Typisch Torjäger. Dafür wurde er auch verpflichtet.

    Festi weiter in guter Form, Jurcina sehr solide, guter erster Pass. Weber gefällt mir auch wieder besser, hoffentlich verlängert er seinen Vertrag.

    Syvret hat zwei positive Ansätze bisher, er hat sich intensiv um Prust bemüht und zum Glück nur einen Jahresvertrag unterschrieben. Gerade im PP würde ich viel lieber Jurcina sehen, der hat wenigstens einen mächtigen Schuss.

  9. @Sebastian Böhm: Ich wollte dich eigentlich ansprechen, leider hat es sich nicht ergeben. Vor dem Spiel hast du dich angeregt mit anderen Journalisten (ich nehme mal an, Kollegen von der NZ und Eishockey-News) und Roman Horlamus unterhalten, da wollte ich nicht stören. In den Drittelpausen warst du dann leider nicht mehr im Presseraum, wahrscheinlich weil du da jetzt immer Videos machst.
    Ich schreibe regelmäßig als freier Mitarbeiter für die NZ (hauptsächlich für die Seite Hochschule und Wissen). Am Dienstag hab ich die Vertretung der erkrankten Hockeyweb-Redakteurin übernommen. War mein erster Bericht über ein Eishockeyspiel: http://www.hockeyweb.de/del/nuernberg-siegt-mit-reimer-und-disziplin-86796

Kommentare geschlossen.