11/52: Eine Ehrenrunde für alle

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Am 21. Oktober, um 21:47 Uhr, da konnten sie zum ersten Mal in dieser DEL-Saison alle zufrieden sein: die Ice Tigers- und die Eishockey-Fans, die Erfolgs- und die Objektivfans, die Aumüllerraus- und die Blinder-dou-Fans, die Syvret- und die Mebus-Fans, der Cheftrainer und der Mann, der tatsächlich Thomas Sabo heißt (an diesem Abend aber nicht in der Arena weilte). Selbst Jochen Reimer dürfte nach dem 5:2 bester Stimmung gewesen sein, über ein Eigentor kann dieser humorbegabte Mensch nur lächeln. Und auch die Männer, die auf Tiger starren, wollen nicht klagen, weil es immer angenehmer ist, über Heimsiege zu schreiben als über Spiele, die zu Heimsiegen hätten werden müssen.

Wayne Gretzky/Brent Gretzky

„Vor allem für die Fans war das wichtig“, sagte Rob Wilson danach. / Der Cheftrainer der Thomas Sabo Ice Tigers wird insgeheim aber sicher nicht unzufrieden damit sein, dass das Power-Play erstmals geklickt hat und dass es am Ende nur fünf Tore waren und nicht durchaus mögliche zehn (allzu selbstbewusst sollte diese Mannschaft zu diesem frühen Saisonzeitpunkt nicht werden).

Rob Wilson erwähnte auch, dass Schwenningen am Dienstag bereits in München hatte antreten müssen. / Bei aller Zurückhaltung bei der Beurteilung eines solchen Ergebnisses, muss man aber auch feststellen, dass man auch müde Schwenninger erst einmal so lange in ihr Drittel drücken muss – die erste Parade durfte Jochen Reimer zeigen, da waren bereits 35 Minuten gespielt.

Auf den neuen Schwenninger Stefano Gilati konnte man gespannt sein, seine Schnelligkeit konnte er tatsächlich andeuten. / Nur war er nicht annähernd so schnell wie Jesse Blacker.

Weil man ihn aus Nürnberg als angenehmen Menschen in Erinnerung hatte, wünschte man Marc El-Sayed ein gutes Spiel. / Dann verlor die 91 von Schwenningen das erste Bully gegen Nürnbergs 91 – das war das letzte Mal, dass Marc El-Sayed in diesem Spiel auffiel.

Patrick Buzas spielt bislang eine bockstarke Saison – und hat mit Marco Pfleger und Vladislav Filin inzwischen auch zwei keineswegs talentfremde Kollegen an seiner Seite. / Warum nur zeigt sich das nicht in seiner Statistik?

Bei allem Respekt vor Pat Cortina und starken Spielern wie Will Acton, Stefano Gilati und Jerome Samson und einer Legende wie Sascha Goc: Schwenningen sollte in dieser Saison kein Gradmesser für die Ice Tigers sein. / Schwenningen hat bislang nur fünf Punkte weniger geholt als die Ice Tigers.

Steven Reinprechts Rückhand ist immer wieder großartig. Keine Pointe.

Das Spiel

Um zu beweisen, dass sie unter der Woche mehr machen als mit der Mannschaft jeden Tag eine Stunde auf dem Eis zu stehen, erwähnen Eishockey-Trainer gerne, wie oft sie sich zur Vorbereitung den Mitschnitt des jüngsten Spiels der Gegners angesehen haben. Mir als oberflächlichem Beobachter von Eishockey-Spielen entgeht dann meist, inwiefern sich die Ice Tigers ihrem jeweiligen Gegner angepasst haben. Die drei Power-Play-Tore gegen Schwenningen aber führte Rob Wilson vor allem auf die individuelle Spielvorbereitung zurück oder vielmehr auf das individuelle Power-Play-Training zurück. Ihm sei da beim Video-Scouting was aufgefallen, „was“ präzisierte Wilson nicht. Aber weil die Power-Play-Spezialeinheit das so gut umgesetzt habe, besserten die Ice Tigers nebenbei auch noch ihre Überzahlstatistik auf. „Das entscheidende Tor“ (Cortina, ich und alle anderen auch) aber fiel in Unterzahl. Schon im ersten Drittel hatte Nürnberg hart gearbeitet, vermeintlich bereits härter als gegen Augsburg, Straubing und Bremerhaven, der Unterschied war diesmal, dass diese harte Arbeit im zweiten Drittel sofort fortgesetzt wurde. Durch einen genialen Laufweg hatte Colten Teubert seinen Kapitän dazu gezwungen, ihm die Scheibe perfekt aufzulegen. Bedenkt man, dass der Defensivverteidiger als Profi überhaupt erst 15 Mal getroffen hatte, kann man davon ausgehen, dass er so viele Shorthander dann doch noch nicht erzielt hat. Danach bewies Andrew Kozek, dass er auch passen kann (und Philippe Dupuis, dass er nicht nur hinter dem Tor torgefährlich ist). Leo Pföderl tat, was man von ihm inzwischen erwarten kann: score goal scorer’s goals. Das gilt auch für Andrew Kozeks 5:0. Die sogenannten Wild Wings waren an diesem Abend ohnehin schon ein wenig kurzatmig – dass ihnen die Ice Tigers den Atem bis zur zweiten Drittelpause so konsequent nahmen, ist der Hauptgrund für diesen Sieg, der weitaus klarer war, als es das Ergebnis aussagt.

Bewegtbilder, zusammengefasst von Telekom-Eishockey.

Der NN-Moment des Spiels (präsentiert von Gustav Arctic Vodka)

Eishockey ist schnell, zu schnell, um Szenen genauer zu betrachten. Manchmal aber entwickelt sich das Geschehen abseits des Geschehens derart kurios, dass man hernach froh ist, nicht noch ein Tor oder eine vermeintliche Aumüllerraus-Fehlentscheidung verpasst zu haben. Diesmal war dafür ein Nebendarsteller verantwortlich. Petteri Väkiparta ist Eishockey-Trainer mit einem erstaunlichen Werdegang (zumindest wenn man ihn allein über eliteprospects.com nachvollzieht). Väkiparta verteidigte für Heinolan Kiekko, als Trainer wurde er, warum auch immer, zum Assistenten von Helmut de Raaf – zunächst bei den Jungadlern, später auch in Schwenningen. De Raaf ging, Väkiparta blieb und zeigte an diesem Freitagabend volles Engagement, als er nach einem Wechselfehler den armen Alex Trivelato so formvollendet anbrüllte, dass wohl selbst Hans Zach beschwichtigend eingeschritten wäre – wäre er denn Zeuge dieses Wutausbruchs geworden. Wahrscheinlich ist Väkiparta allein der Grund, warum die Wild Wings wenigstens das Schlussdrittel gewonnen haben. Nachdem man Cortinas Co-Trainer in der Öffentlichkeit gesehen hat, will man sich gar nicht vorstellen, was er in der Kabine veranstaltet.

Ehrenvolle Erwähnung: Arena-Sprecher Christian Rupp fragt Rob Wilson sehr journalistisch, ob mit Jochen Reimers drittem Einsatz in Folge denn die Zeit der Goalie-Rotation beendet sei. Rob Wilson sagt: „No. I don’t even know what that question means.“ Man kann davon ausgehen, dass am Sonntag in Wolfsburg Andreas Jenike auflaufen wird.

Die NN-Three-Stars (präsentiert von Aumüller-Korbwaren, weltberühmt wegen des Baldrian-Katzenkissens)

Unter dem jüngsten Blogeintrag wurde diskutiert, was es zu bedeuten habe, dass Andrew Kozek in der Schlussphase des Spiels gegen Mannheim sitzen bleiben musste. Nicht unter dem Eindruck des heutigen Spiels schreibe ich: gar nichts. Andrew Kozek wurde geholt, um Tore zu schießen, sein Richtwert sind 15 Treffer. Er selbst will sich zu einem kompletten Angreifer entwickeln, wenn Wilson die Intensität erhöhen will, wird es aber immer wieder vorkommen, dass Kozek bei Fünf-gegen-Fünf nicht mehr aufs Eis darf. Mit sieben Punkten aus elf Spielen ist er bislang voll im Soll. Seine Vorlage auf Dupuis zeigt zudem, dass er auch Tore vorbereiten kann.

Selbstbewusst soll er sein, technisch stark, aber noch zu leicht für die DEL. Das hieß es vor der Saison über Vladislav Filin, beinahe alles hat er bislang bestätigt. Natürlich ist Filin leicht, die fehlenden Kilogramm aber macht er durch Cleverness im Bandenzweikampf wett. Und im Gegensatz zu so manchem schmächtigen Edeltechniker zeigt Filin keinerlei Angst – vorige Woche hatte er sich bereits mit David Wolf angelegt, heute schien er große Freude am Zweikampf mit allen Schwenningern zu haben.

Zu guter Letzt muss ich doch noch auf einen naheliegenden und von Joachim Meyer bereits gewählten Spieler zurückgreifen: Leo Pföderl mag eine naheliegende Nominierung gewesen sein, aber auch Yasin Ehliz hat sich seine Berufung in die deutsche Auswahl für den Deutschland Cup verdient. Ehliz spielt wieder ein 1800-Quadratmeter-Spiel, wirkt beweglicher und robuster denn je. Das stand hier wahrscheinlich schon öfter: Ehliz profitiert natürlich von Reinprecht/Reimer. Reinprecht/Reimer profitieren aber mindestens genau so sehr von Ehliz.

Nachtrag zu den großen Zehn

Dass ich Benny Neubauer vergessen habe, ist ein handwerklicher Fehler, der mich sehr ärgert. Und dass ich Dana Johnson noch nicht einmal in der Blog-Version erwähnt habe, ist peinlich. Ansonsten bin ich mit meiner Auswahl weiterhin ganz zufrieden. Vor allem aber darf ich feststellen, welch großes Vergnügen mir und offenbar auch ein paar anderen diese Wahl bereitet hat. Beizeiten werden wir das wiederholen. Wer dafür Ideen hat, soll sie uns keineswegs verschweigen. Solche Listen sind Quatsch, aber ein ganz wunderbarer Quatsch.

16 Kommentare in “11/52: Eine Ehrenrunde für alle

  1. Hallo,

    auch wenn es nach den Trainern keine „Pflichtsiege“ gibt und jeder jeden schlagen kann, war das gestern die Erfüllung der Erwartungen. Hätte ich ebenso in den Spielen gegen Straubing und Augsburg erwartet, von Bremerhaven ganz zu schweigen.

    Schwenningen war, wie eigentlich die anderen auch, nicht auf Augenhöhe. Gestern wurde zwei Binsenweisheiten wieder deutlich:

    1) Um Gegner zu besiegen ist ein funktionierendes Powerplay enorm hilfreich
    Rob Wilson hatte das ja unter der Woche trainieren lassen, offenbar hat es geholfen. Allerdings sollte Pat Cortina und die Schwenninger Unterzahl schon wissen, Reinprecht alleine mit der Rückhandseite auf das Tor laufen zu lassen ist keine gute Idee. Unterzahl hin oder her… Wie das gegen stärkere Penaltykiller läuft muss sich noch zeigen.

    2) Das Team sollte 60 Minuten Eishockey spielen
    Gestern auch wieder nur zu 40 Minuten gereicht. Allerdings ist das in dieser einer solchen Saisonphase mit einem solchen Ergebnis im Rücken und einem so klar dominierten Gegner zugegebener Weise sicher extrem schwierig.

    Positiv waren die wirklich sehr schönen Tore, wirklich bemerkenswert. Mein Favorit war das 3:0, großes Kino.

    Daher:
    War ein schöner Abend und 3 Pflichtpunkte. Dankeschön.

    Gruß
    Stefan

  2. Einen schönen Abend – 24 Stunden nach dem Spiel:

    Wie immer, amüsanter und schöner Eishockeyblog. Sehr gelungen.

    Meine Gedanken zum Spiel (um meinen Vorredner Stefan aufzugreifen):

    Das man das Spiel gegen Schwenningen gewinnen musste, stimmt. Aber manche Fans, die in der Arena waren, waren bei der Aussage von Marcus Weber beim Tiger Talk etwas verunsichert, als er ein 5:1 – Sieg vorhersagte. Soll heißen – nicht jeder war sich eines Sieges sicher.

    Das wir im POWER PLAY endlich funktionieren, ist klasse. Um Ruppis Worte aufzunehmen: „It is finally clicking!“

    Ein Wort noch zu dem Fakt, dass man nur 40 Minuten 100% geleistet hat. Natürlich hat man das (?). Warum auch nicht? Es war klar, dass hier 3 Punkte in NBG bleiben, nachdem Andrew das 5:0 gemacht hatte. Auch das 4:0 von Leo war schon der Punkt, an dem das klar geworden sein sollte.

    Wenn man weiß, dass in 2 Tagen der „Angstgegner“ WOB wartet, spielt man da natürlich lätschert, um Kraft zu sparen. Fand ich auf keinen Fall schlimm!

    Das Sonntagspiel in WOB kann auch locker gewonnen werden, wenn Rob wieder einen guten GAME PLAN aufstellt und er wird es mit Mike sicher hinbekommen.

    Nächste Woche wartet dann „endlich“ der erste Mottospieltag auf uns, gegen einen vermeindlich unattraktiven Gegner „Iserlohn“ (wie so manche sagen würden).

    Ein 6 – Punkte Wochenende ist locker drin, eine 9 Punkte Woche auch. Auf geht’s Tigers.

    Und um die Worte von Rob zu nutzen: „You know what…“ – Am Freitag werden sich viele viele viele Eishockeyfans und auch normale „Zuschauer“ in der Arena zur Red PARTY zusammen finden – ob es manche für wahr haben wollen oder nicht. Die Arena wird voll und sie wird beben.

    Let’s GO Tigers! Let’s GO Boys!

    Gruß,
    Oli

  3. Irgendwie ist das schon seltsam. Wenn wir mal mit zwei Siegen nach vorne kommen können, wird es nichts. Wir haben nach 12 Spieltagen 7 Punkte Rückstand auf Wolfsburg. Wir sind bei 53% der möglichen Punkte. Es ist eine reine Achterbahnfahrt.
    Unser Powerplay ist die ganze Saison eine absolute Katastrophe (Schwenningen hat eine Unterzahl Quote von 60% oder so ähnlich – dies ist null wert).
    Und unsere Tabellennachbarn sind Ingolstadt (noch fast erwartet), Krefeld, Iserlohn und Bremerhaven. Bleibt zu hoffen, dass es nicht mal ein Null-Punkte Wochenende gibt. Dann ist mal schnell mal zehnter.
    Die Zahl der individuellen Fehler ist weiterhin sehr hoch. Und die Zahl der Strafzeiten leider auch. So wird es echt eine zähe Saison. Uff. Ein wenig mehr erwartet…
    Ich hoffe, dass die Red Party ein anderes Spiel bringt als die letzten zwei Jahre…

    • Das war tatsächlich ein etwas zähes Spiel, aber ist diese Einschätzung nach einem 1:2 bei der derzeit stärksten Mannschaft der Liga nicht etwas arg pessimistisch? Die Ice Tigers haben bislang kein einziges Spiel mit zwei oder mehr Toren Rückstand verloren. Das Power-Play ist auch weiterhin gruselig, im Gegensatz zu einem grundsätzlichen Defensivverhalten, zu Einstellung und der wichtigen Systemtreue kann man das relativ leicht auch noch während der Saison korrigieren. Ich bezweifle auch, dass die Zahl der individuellen Fehler außergewöhnlich hoch ist.
      Beeindruckend ist allerdings auch weiterhin, wie konsequent es Danny Syvret auch weiterhin schafft, bei so viel Eiszeit mit den besten DEL-Scorern der letzten Jahre ohne Punkte zu bleiben.

  4. Ich bin mir da nicht sicher. Es kann auch schnell nach oben gehen. Könnte aber auch nach unten gehen. (Einen echten Durchhänger hatten wir noch nicht. Kommt sicher auch noch) Und einen Fehler wie das unnötige Foul am Goalie von der #21 sehe ich auch als individuellen Fehler. Und von den Strafzeiten (als unnötigen Fehler) gab es leider wieder zuviel. Sicher ist WOB derzeit das beste Team. Sehe ich auch so. Pessimist bin ich sowieso nicht. Versuche nur zu interpretieren. Fällt mir derzeit sehr schwer…

  5. Auch mich hat die Partie in Wolfsburg zu fortgeschrittener Stunde nochmal auf die Seiten dieses Blogs getrieben.
    Ich hätte mir durchaus auch gewünscht, dass es den Ice Tigers mal gelingt, 6 Punkte an einem Wochenende zu holen. Wenn die Mannschaft zu den Topteams zählen will, sollte das eher die Regel als die Ausnahme sein. Trotzdem ist natürlich klar: In Wolfsburg kann man verlieren, besonders wenn sich die Grizzlies in derart starker Form zeigen. Schwerer wiegen die wirklich gruseligen Heimniederlagen gegen Straubing, Bremerhaven etc. Auch im Herbst.
    Danny Syvret ist für mich bislang tatsächlich der Prototyp eines Fehleinkaufes. Wirkt pomadig, strahlt geradezu sedierende Harmlosigkeit aus, ist weder für einen gefährlichen Schuss noch einen kreativen Pass zu gebrauchen. Opa Steidl würde nicht wesentlich schlechter aussehen auf dieser Position.
    Bemerkenswert ist auch, wie man mit so vielen torgefährlichen Spielern ein derart berechenbares Powerplay spielen kann. Alle suchen Patrick und der darf aus allen möglichen und unmöglichen Lagen schießen. Würde mich nicht wundern, wenn der Mannschaftsarzt bei Reimer bald einen Ermüdungsbruch in der linken Schulter feststellen würde. Kinder, Kinder.
    Aber gut. Die Ice Tigers sind 6. Es hat schon weitaus dramatischere Situationen in der Nürnberger Eishockeygeschichte gegeben. Knabbern wir an einer Baldriantablette und legen uns schlafen.

  6. Das mit den Strafzeiten ist so eine Sache: Natürlich war die Strafzeit von Buzas haarsträubend – obwohl ich mir nicht sicher bin, ob er Vogl tatsächlich treffen wollten.
    Es gibt auch aber Szenen bei denen man geteilter Meinung sein kann: Beispielsweise als Foucault nach dem Abseitspfiff noch einen Schuss abfeuert und ihn Segal in die Schranken weist. Klar, das ist nicht zwingend notwendig. Da kann man sagen: Dumme Strafzeit. Ich denke aber es gehört zum Eishockey, in solchen Situationen auch mal giftig zu reagieren. Mit Vernunft alleine kommt man auch nicht weit.

  7. Ich vermisse trotz der en masse vorhandenen (NHL-)Erfahrung in unseren Reihen eine gewisse Cleverness und Kaltschnäuzigkeit in unserem Spiel.

    Auch wenn WOB das derzeit „heißeste“ Team der Liga ist, ist es doch symptomatisch, dass der Voglistnervös (wie immer gegen uns!) das Tor vernagelt und auch noch entscheidend gefoult wird, dass der in Köln aussortierte Weiß in WOB wieder wer ist und dass der Furchner uns zum x-ten mal abschießt.
    Es ist frustrierend, wie es WOB schafft, mit einer Mannschaft, die im Schnitt stets gefühlt 1,70 cm klein ist, meistens giftiger und cleverer (vor allem in den spielentscheidenden Situationen) als unser Team auftritt und so seit Jahren 3/4 der Spiele gegen uns gewinnt. Völlig egal wer bei uns spielt/gespielt und egal wer uns coacht/gecoacht (hat). Das, finde ich, ist schon extrem auffällig.

    Aber klar, die Saison ist noch jung und wir hatten bisher in jedem Spiel wirklich die Chance auf einen Sieg. Positiv sehe ich auch, dass unsere Abwehr oder das gesamte Abwehrverhalten gegenüber den letzten Jahren besser geworden ist.
    Besorgniserregend ist der hohe Aufwand, der bisher zum Toreschießen betrieben werden muss und auch das zu statisch und zu ausrechenbar vorgetragene Powerplay.
    Ohne Wenn und Aber ist die Punktausbeute (gemessen am Kader) zu gering und der Trend aus dem Vorjahr, als man punktemäßig in einer Achterbahn unterwegs war, hat sich bisher leider fortgesetzt. Und das, bin ich der Meinung, dürfte mit so einer Truppe nicht so häufig passieren, dass man enge Spiele zu oft verliert.

  8. Nur einige Anmerkungen zum Spiel in Wolfsburg. Man kann und wird noch viele Spiele verlieren wie in Wolfsburg. Überzahl (grauenhaft die Bully Bilanz eines Steven Reinprecht) und leicht Auszurechnen, in dieser Formation kaum Aussichten auf Erfolg. Danny Syvret! was der bei Überzahl auf dem Eis verloren hat ist uns ein Rätsel. Ein Unruheherd in der eigenen Abwehr, verunsichert seine Nebenleute, keine körperliche Präsenz! vom Spielaufbau und feiner Technik oder läuferischen Vermögen ganz zu schweigen. Wilson sollte seinem vermeintlichen Leistungsträger kommendes Wochenende eine Ruhepause gönnen, auffallen wird es niemandem. Leider ist auch die 4 Reihe nicht in der Lage körperlich dagegenzuhalten.

  9. Das man in Wolfsburg verliert,kann man nicht vorwerfen,WOB war wiedermal bärenstark und Defensiv top aufgestellt.
    Aber dass das Powerplay so schlecht läuft ist schon sehr ärgerlich.
    Syvret ist für mich eine große Enttäuschung,Weber auf der Tribüne zu lassen ist für mich unverständlich.
    Von Pfleger bin ich bisher auch enttäuscht,strahlt null Torgefahr aus.

  10. Am meisten hat mich gestern der Kommentator geärgert,neutral war da nix und qualitativ war er auch nicht.

  11. Was jetzt schon eigentlich wieder zu sagen ist: WOB sollte man in den PO aus den Weg gehen. Gross ist einfach einer der Besten hinter der Bande.

    Zu Syvret: teile mittlerweile die Einschätzungen vieler hier. Leider nicht die erhoffte Verstärkung. Ehrhoff ist ja jetzt leider von Markt.
    Warum ein Syvret oder auch ein Mebus weiterhin einem Weber vorgezogen wird versteh ich nicht. Fand Weber letztes Jahr schon stärker als Nowak. Da wird eine Vertragsverlängerung schwer.

    Zum PP: ich hatte es ja schon mal bei einem anderen Spiel geschrieben: Reimer macht für mich gefühlt fast jeden Shift im PP und das trotz Leuten wie Blacker, Jurcina und potenziell Syvret. So wird man auf Dauer ausrechenbar.

    @Dani: Pfleger war mir schon in der letzten Saison zu verspielt und zu viel auf „Zauberpässe“ aus. Sehe bei ihm eher eine Stagnation in der Entwicklung.

  12. „Auch wenn WOB das derzeit „heißeste“ Team der Liga ist, ist es doch symptomatisch, dass der Voglistnervös (wie immer gegen uns!) das Tor vernagelt und auch noch entscheidend gefoult wird, dass der in Köln aussortierte Weiß in WOB wieder wer ist und dass der Furchner uns zum x-ten mal abschießt.
    Es ist frustrierend, wie es WOB schafft, mit einer Mannschaft, die im Schnitt stets gefühlt 1,70 cm klein ist, meistens giftiger und cleverer (vor allem in den spielentscheidenden Situationen) als unser Team auftritt und so seit Jahren 3/4 der Spiele gegen uns gewinnt. Völlig egal wer bei uns spielt/gespielt und egal wer uns coacht/gecoacht (hat). Das, finde ich, ist schon extrem auffällig.“

    Amen. Exakt so sehe ich das auch. Allein ein Rezept, wie man das zukünftig ändern kann, will mir nicht so recht einfallen. Ich habe auch das Gefühl, Wolfsburg ist immer cleverer und mental stärker. Vielleicht muss man gegen die wirklich mal ein ganz mieses Spiel mit ein paar bösen Checks, Angriffen auf den Goalie etc. machen. Dieses Spiel würde man vermutlich auch nicht gewinnen, womöglich aber würde man das seit Jahren andauernde Momentum der Wolfsburger wieder auf die richtige Seite holen. Die Tatsache, dass ich Lösungen außerhalb der Grenzen des Regelwerkes vorschlage, darf durchaus auch als Symptom meiner Verzweiflung gewertet werden.

  13. Eine Statement zum Erhoff !, wer in seinem Alter einen 5 Jahresvertrag seines angeblich so geliebten Vereins ausschlägt (fadenscheinige Begründung Olympia und WM Vorbereitung) dann weiß man das es Ihm nur ums Geld geht. Was absolut legitim ist. Wir sind froh dass er nicht bei uns den finanziellen Rahmen sprengt. Die sportliche Erwartung wäre für ihn eine Bürde die er nicht erfüllen könnte. Ob er der erwartete Messias in der Abwehr seines neuen Vereins wird werden die nächsten Jahre zeigen. Zweifel sind angesichts der Höhe des finanziellen Engagements angebracht. Wir sind nicht in der NHL. Also sollte man in Nürnberg über solche Verpflichtungen nicht spekulieren, geschweige denn solche zu verpflichten.

  14. @Otto: der Mann hat über 50 Mio USD in der NHl verdient. Dem geht es wie Heatley wahrlich nicht mehr ums Geld. Wenn ich die Wahl zwischen den KEC und KEV habe würde ich auch zum KEC gehen allein schon, da ich da die größere Chance auf den Titel hab. Wäre es ihm nur um Geld gegangen wäre er jetzt in München. Laut div. Berichten hat Sturm ihn zu den Haien geraten. Über seine Qualitäten braucht man nicht diskutieren. Für die DEL langt es allemal und er wird das PP der Haie verstärken, da bin ich mir sicher.

  15. Blackhowk es ist außerordentlich schwierig für uns Außenstehende zu beurteilen warum er nach Köln gegangen ist (Finanzen, sportliche Aussichten auf den Titel, Laufzeit des Vertrages und sonstiges von dem wir nichts Wissen und erfahren werden). Natürlich spielte auch das liebe Geld bei seiner Entscheidung eine gro0e Rolle, wie aus Krefelder Kreisen zu Hören war.
    „Letztendlich konnten wir beim Wettbieten der Großen nicht mithalten.“
    Wolfgang Schulz, Aufsichratsvorsitzender der Krefeld Pinguine.
    Man kann nur hoffen er findet in Köln sein Glück und die Kölner bei Ihrer Sauteuren Mannschaft keinen Schiffbruch in den Playoffs erleiden. Das finanzielle Desaster folgt meistens hinterher.

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