Spiel drei: Eishockey ist, na, Sie wissen schon

Rob Wilson kam noch einmal zurück. „Guys“, begann er, „off records.“ Legt den Stift aus der Hand, beendet den Aufnahmemodus eurer Smartphones, sollte das heißen. Natürlich werde ich mich daran halten, dabei ging es für den Eishockey-Trainer nur um Vergewisserung. War seine Mannschaft gerade eben nicht zum zweiten Mal in Folge die bessere? Hatte er das so falsch wahrgenommen? Nein. Aber: So ist Eishockey eben. Und, off records: Manchmal ist Eishockey einfach Scheiße. Noch mehr tiefschürfende Playoff-Wahrheiten? Bitte sehr, die sind nur einen Klick entfernt.

Ein Satz, ein Stockschlag

  • Für die Ice Tigers spielen Reinprecht, Reimer, Heatley, Pföderl, Joslin, Klubertanz, Foster, Murley, Segal und Ehliz – trotzdem haben sie seit 280 Playoff-Minuten kein Power-Play-Tor geschossen.
  • Mit einer Power-Play-Quote ist weltweit noch nie eine Mannschaft in ein Playoff-Finale eingezogen.
  • Also, sehr wahrscheinlich.
  • Ich habe noch nie ein Spiel gesehen, in der eine Mannschaft (Nürnberg) so aktiv, zuweilen dominant war und trotzdem keine Chance hatte, ein Tor zu erzielen.
  • Ich habe selten ein Spiel gesehen, in der sich eine andere Mannschaft (Wolfsburg) so sicher sein konnte, mit einem zynischen System erfolgreich zu sein.
  • Und ich kann mich an kein Spiel erinnern, dass so schnell und zugleich so ereignislos war.
  • In der NHL waren bislang einhunderteinundachtzig Teams durch ein 0:3 vom Ausscheiden bedroht, nur vier davon gelang es, die Serie noch mit 4:3 zu gewinnen.

  • Nach drei Niederlagen vier zu Spiele zu gewinnen, halte ich in der DEL für ausgeschlossen – wenn eine Mannschaft dazu fähig ist, dann diese.
  • Es tut weh mitansehen zu müssen, wie Patrick Reimer, dieser großartige Eishockey-Spieler und nebenbei sehr pfundige Mensch, in den Playoffs an sich selbst verzweifelt.
  • David Steckel ist ein Unterzahlspezialist, Dany Heatley war ein Power-Play-Spezialist und Mark Voakes ist ein Spezialist für Empty-Netter.

Das Spiel

Wolfsburg hat einen neuen Rekord für geblockte Schüsse und unerlaubte Weitschüsse aufgestellt. Meine Quellen kann ich nicht preisgeben, soll mir doch erst einmal einer das Gegenteil beweisen. Wenn man als neutraler Beobachter nicht ein unerklärliches Faible für empty net goals hat, war das ein unerfreulicher Eishockey-Nachmittag. Für Eishockey-Zyniker war es hingegen ein großes Vergnügen. In Spiel eins hatten die Wolfsburger die mentale und körperliche Müdigkeit Nürnbergs eiskalt ausgenutzt, seitdem lassen sie die Ice Tigers anrennen und an ihrer kompakten Defensive verzweifeln. Trotzdem: Im Gegensatz zu 2013 und 2014 wird Nürnberg nicht ausgecoacht. Sowohl am Freitag in Nürnberg als auch heute konnte man sehen, dass die Ice Tigers im Forechecking und auch im eigenen Aufbau taktisch bestens auf ihre Gegner eingestellt waren. Das 0:1 entstand aus einem Fehler, wie ihn die Ice Tigers auf der anderen Seite in Dutzenden erzwungen hatten. Kein Vorwurf an Casey Borer und Yasin Ehliz, aber diese eine Chance brauchte die erste Reihe um den omnipräsenten Sebastian Furchner, um dieses Spiel zu gewinnen. Davor und danach dominierten die Ice Tigers, ohne sich wirklich aussichtsreiche Chancen zu erarbeiten. So viel Aufwand, gar kein Ertrag.

Das Playoff-Monster

Marius Möchel hatte schon zwei große Momente, sogar Alexander Oblinger hat getroffen – da bleibt nur wenig Aufmerksamkeit für die anderen stillen, fleißigen Arbeiter. Dabei muss man diese Vorstellung Marcus Webers so wie viele zuvor nicht auf diese unsexy Attribute reduzieren. Der Verteidiger spielte ein 200-feet-game. Weber checkte alles, was sich bewegte, bis es sich nicht mehr bewegte. Weber pinchte. Weber rannte und rannte und rannte. Mit Ausnahme von Dany Heatley, von dem man durchaus erwarten darf, dass er all seine Routine, Übersicht und Torgefahr in solchen Spielen etwas nachdrücklicher einbringt (insbesondere nach dem Alleingang am Freitag), hatte kein Nürnberger tadelnde Worte verdient. Webers Leistung aber war beeindruckendsten.

Ehrenvolle Erwähnung: David Printz, der nach schwächeren Spielen wieder zu alter (auch läuferischer) Stärke fand; David Steckel, der das Bully vor Mark Voakes erstem Empty-Netter gewonnen hatte, von den Schiedsrichtern aber im Nachhinein dabei aber einer angeblichen Regelverletzung bezichtigt wurde; Patrick Reimer, der wieder unglücklich agierte, dessen Schüsse aber selbst in größter Verzweiflung stets gefährlich blieben.

Playoffs, Baby?

Offense wins games, defense championships, Ihr kennt das. Nur will das jemand sehen? Wolfsburg hat die richtigen Schlüsse aus dem Halbfinalkollaps vor einem Jahr gezogen, das ist legitim. Aber Respekt muss man vor dieser Spielweise sicher nicht haben. Von den eigenen Fans wurden sie dafür trotzdem gefeiert, das wäre in Nürnberg nicht anders gewesen. Mit einer spektakuläreren Spielweise wäre der Baumarkt aber vielleicht sogar mal ausverkauft gewesen. Das klingt ein wenig zu sehr nach einem enttäuschten Ice Tigers-Fan? Nein, das klingt nach einem Eishockey-Fan, der sich ein wenig mehr Spektakel und etwas weniger Wagenburg-Eishockey in den Playoffs wünscht.

Gerhard, die Rolle

Tyler Beskorowany ist die Nummer eins der Ice Tigers, das wird sich in diesen Playoffs wohl nicht mehr ändern. Und trotz der Auswahl und den ständigen Verweisen auf diese seltene Qualität ist das gut so. Beskorowany wirkte nur in Halbfinalspiel eins wacklig, seitdem gibt er seine Mannschaft jede Möglichkeit, Wolfsburg zu besiegen. Für Wolfsburg wurde nur ein Schuss weniger notiert. Das lag zum einen daran, dass ein Drittel, der Nürnberger Schüsse geblockt wurde und das zweite Drittel am Tor der Gastgeber vorbeiflog (Brandon Segal!). Für Beskorowany war das ein denkbar ungünstiger Spielverlauf. Trotzdem löste er alle Aufgaben mit Bravour. Oder: beinahe alle.

(Un)gesund gestrichen

Casey Borer hätte am Freitag schon wieder spielen sollen. Da war Marco Nowak aber noch nicht einsatzbereit, weshalb sich Rob Wilson zwischen Borer und Kurtis Foster hatte entscheiden müssen. Am Sonntag waren beide Verteidiger so fit, dass ein Playoff-Spiel nur noch ein kleines Risiko für ihre Gesundheit darstellte. Borer war vor allem in Unterzahl gefragt, mit beiden war Wilson ebenso wie zuvor mit Kurtis Foster (drei Punkte in drei Spielen) sehr zufrieden. Für Dienstag wird der Cheftrainer erneut seine Optionen prüfen. „Vielleicht brauchen wir mehr Offensive“, sagte Wilson – das spräche wiederum für Foster.

Ladies and gentlemen, this is your coach speaking

„Ich glaube, dass die Jungs daran glauben. Ich glaube wirklich daran, dass wir eine Chance haben. Ich glaube wirklich daran. Natürlich sind wir nicht blöd, wir wissen, dass es hart wird (it’s gonna be an uphill-race). Aber ich glaube daran.“

10 Kommentare in “Spiel drei: Eishockey ist, na, Sie wissen schon

  1. Wir können das natürlich noch schaffen. Alles ist möglich. Ich habe schon über 1100 Spiele gesehen und viele Serien und dabei bin ich knapp Volljährig :)! Und das zeigt einen einfach, dass alles möglich ist.

    In der tschechischen Extraliga gibt es ein Team dass ähnliches Eishockey wie WOB es in dieser Serie präsentiert spielt und das dauerhaft und trotzdem ist es möglich dieses Anti – Eishockey zu knacken. Man muss nur Geduld haben und daran glauben.

    Am Dienstag ist ein Sieg drin und dann sehen wir weiter. Männer die auf Tiger starren – Ihre Saisonarbeit ist noch nicht vorbei und sie wird es auch so schnell nicht sein 😉

    #Let’s Go Tigers! Kill the Grizzlys!

  2. Bei mir ist der Glaube verloren gegangen, spätestens nach heute. Man muss das Eishockey der Wolfsburger nicht mögen, aber es ist effektiv, clever und bisher sehr erfolgreich. Einer offensivstarken Mannschaft in drei Spielen nur drei Torw zu geben ist am Ende des Tages auch ein Qualitätsnachweis.

    Trotzdem, als Nürnberger kann man erhobenen Hauptes aus dieser Saison gehen, auch Spiel zwei und drei gegen Wolfsburg war absolut in Ordnung.

    Eventuell ein bißchen viel Abgesang von mir breites nach Spiel drei, aber ich glaube einfach nicht an ein Wunder.

    Schönen Restsonntag.

  3. @Sebastian + Christoph … und andere findige Leser und Mitwirkende

    Kommt, ist doch Euere Spielwiese hier, haut mal, mit all Eurem Eishockeysachverstand raus, wie man die orangene (Volks-)Wagenburg knacken kann.

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich noch daran glaube oder mich nur nicht damit abfinden kann, so gegen dieses WOB rauszugehen. Ja, Eishockey ist ein Ergebnissport, aber die Icetigers sind das bessere/talentiertere/unterhaltsamere Team.
    WOB ist ja nicht die erste Mannschaft, die so spielt und eine solche Taktik wurde ja auch schon geknackt.

    Also so eine KeysToWin-Nummer…
    (Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen)


    Ich fang mal an und probiere es mit mehr oder weniger ernstgemeinten KlugscheiXertipps als Couch-Trainer und jahrelanger NHL-Diddl-Erfahrung…

    – Klar, das Powerplay ist wichtig und sollte wieder funktionieren. Es ist einfach notwendig den Puck schneller zu bewegen, um Lücken aufzumachen. Mit dem talentierten Spielermaterial, speziell bei den Stürmern, sollte die machbar sein. Warum es seit ~8 Wochen nicht mehr zündet, ist mir nicht klar.

    – Beim Abschluß steckt in den Köpfen irgendwann dieses Blocken drin. Nicht so sehr den perfekten Schuß suchen, sondern einfach draufhalten. Jeder der Spieler ist in der Lage den Puck an einem vor ihm stehenden, liegenden, rutschenden Spieler vorbeizubekommen.
    Wahrlich nicht alle Tore von Klubertanz im IceTigers-Trikot waren „Granaten“, sondern irgendwelche geschlenzten Eier, die einfach aufs Tor kamen, den die, die eng vorm Tor stehen, nehmen auch dem Goalie die Sicht, egal welches Trikot sie tragen. Das Tor der Wolfsburger in Spiel 2 war auch ein krummes Ei, das reinrutscht.
    Also lieber mal den Quick-Release-Button drücken.

    – Goalie-Wechsel – Reihen-Wechsel – Weiß nicht. Würde ich situativ handhaben, je nachdem wie die Stimmung und der Glaube bei den Spielern ist und ob ein Impuls hilfreich erscheint.

    – Der Captain – vielleicht mal nachgucken, ob noch wo ein Vorrat vom Cherbayev zu finden ist und ihm vorm Spiel einen Kurzen anbieten. Notfalls geht auch Melissengeist oder andere „Krampflöser“ 😉

  4. Eine Busfahrt nach so einem Spiel ist lang. Natürlich viel länger, als wenn man einen Auswärtssieg erringt. Aber die Gespräche, der Austausch mit anderen Fans sorgt dafür, das die anfängliche, verständliche Niedergeschlagenheit dann doch verfliegt. Natürlich haben wir uns genau so gefühlt, wie unser Hauptsponsor, der beim Abpfiff in sich zusammen gesunken auf seinem Sitz kauerte…

    Aber es war kein schlechtes Spiel unserer Mannschaft. Die Jungs haben alles gegeben, geackert und gekämpft. Null komma Null Vorwurf aus unserem Bus. Was Reino geleistet hat, war unglaublich. Höchster Respekt! Die konnten erhobenen Hauptes vom Eis gehen. Auch wenn das nach einer Niederlage nicht leicht fällt.

    Wer hätte nach dem Viertelfinale gedacht, das die Special Teams so wichtig werden würden. Wir haben doch 4 Reifen die scoren können. Doch die Grizzlys sind ein anderes Kaliber. Es fällt uns schwer bei 5to5 Fehler zu nutzen (die machen sehr sehr wenige). Und unser Überzahl ist leider keines. Schon die letzten 10 Spiele der Hauptrunde waren wir bei 11,8% mit keiner guten Tendenz. Und jetzt sind wir bei 8,3%. Gegen Wob 0 Tore aus 10 Möglichkeiten.
    Zu wenig. Zu statisch. Zu kompliziert. Zu viele abgefangene Querpässe. Zu wenig Bewegung. Zu schlechtes Stickhandling (weil zu kompliziert). Zu wenig Zug zum Tor. Zu oft geht der Schuss von der blauen Linie in den Schlittschuh des Gegners oder am Tor vorbei.
    Also: Die Scheibe viel schneller zum Tor bringen. Der Heatley sollte mal wieder Betrieb vorm Tor machen. Nach dem Schuss fährt sofort ein zweiter Mann in den Slot. Das wäre ein Punkt…

    Und zur Durchschlagskraft bei 5to5: Wenn man zurückliegt und irgendwie das Gefühl da ist, in dem Lineup fällt (vielleicht) kein Tor mehr, dann:
    #77 ist richtig gut drauf. Er erarbeitet Scheiben, die unsere #93 verwerten kann. Also Möchel-Steckel-Pföderl. Das wäre viel mehr Energie in der Reihe. Die #15 musste diese Saison auch schon ein paar mal in der 4. Reihe antreten. Ein paar Shifts zur Entlastung in der vierten. Fertig. Namen zählen jetzt nicht mehr…

    Und noch:
    Ein Twitterer (einige Tweets die letzten Tage unbekannter Weise ausgetauscht) hat mich spontan in der Drittelpause auf ein Bier eingeladen. Nette Eishockey Fans gibt es überall 🙂

    Wir sehen uns morgen Abend in der Arena. ich freue mich auf das Spiel. Wir werden dieses Spiel gewinnen. Es muss einfach sein. Es wird so sein. #8togo

  5. Wie groß ist die Chance, die Serie noch zu drehen? Unmöglich ist es nicht, so knapp wie die Spiele waren. Ich rechne aus Quatsch mal (mit natürlich vollkommen fiktiven, subjektiven Werten) hoch, wie wahrscheinlich es wäre, ein Spiel 7 zu erzwingen (Rosa-Brille-Überlegung: Immerhin haben wir in den nächsten drei Spielen, die wir gewinnen müssten, um ins siebte Spiel zu kommen, den Heimvorteil…):

    Spiel 4: WOB ist sicher heiß drauf zu sweepen, andererseits gehst du es bei 3-0 vielleicht etwas ruhiger an, zumal eine Niederlage ein weiteres Heimspiel bedeutet. NIT sicher ziemlich motiviert, sich nicht sweepen zu lassen und wenigstens vor heimischem Publikum sich mit einem Sieg zu verabschieden. Siegchance NIT 60 %.

    Spiel 5 (Spiel 4 wurde gewonnen): WOB will zu Hause den Sack zumachen, NIT hat Blut geleckt und weiß jetzt, wie man WOB knackt. Mit wieder einer großen Horde an Auswärtsfans im Rücken Siegchance NIT 40 %.

    Spiel 6 (4+5 wurden gewonnen): Mit zwei Siegen im Rücken vor Heimpublikum haben die NIT sicher trotz 2:3-Serienstand den Vorteil auf ihrer Seite. Siegchance NIT 70 %.

    Wenn meine Schulstochastik mich nicht trügt, multipliziert man die Werte, um auf die Gesamtwahrscheinlichkeit zu kommen. Damit wäre die Chance, die nächsten drei Spiele zu gewinnen, 16,8 %. Das ist wenig, aber nicht nichts. Und bei einem Spiel 7 in WOB mit drei Siegen hintereinander im Rücken würde ich tatsächlich NIT vorne sehen.

    Alberne und sinnlose Rechnerei, ich weiß, aber irgendwie muss man den Frust ja bekämpfen.

  6. @Berni: wieder das Körperspiel der VF-Serie zeigen und auch im Slot des Gegners giftiger sein und den Freiraum erarbeiten. Das PP muss dringend stärker werden und schneller – so knackst du den Wolfsburger Defensivverbund im PP und dazu einen Tanker vor Brückmann stellen. Dazu die Wolfsburger „müde“ schießen. Jeder geblockte Schuss samt Rebound schmerzt. Dann die Checks. Dann bist du in den Köpfen der Spielern. So klappt es.
    Ansonsten spielen wir eine gute Serie wären da nicht das verdammte PP und die Chancenverwertung. Es ist noch nicht vorbei.

    Gross weiß nämlich ganz genau, wenn der Tanker „Nürnberg“ ins Fahren kommt, wird es eng für seine Mannen. Rechne sogar damit, dass er sich morgen erst recht hinten reinstellt und den WOBler-Bus vor dem Tor parken wird.

  7. Es ist nur ein Wörtchen, aber dass die Bilderstrecke zum Spiel auf nordbayern.de mit „Icetigers verlieren auch in Spiel drei klar“ überschrieben ist, wundert mich dann doch – wer in der Sportredaktion ist denn der Meinung, dass das eine „klare“ Niederlage war? Das war doch so ziemlich das Gegenteil von einem klaren Spielausgang.

  8. Hallo,

    um 4 Spiele zu gewinnen, muss außergewöhnliches passieren. 2 mal in WOB gewinnen, für ein Tigers – Team fast unmöglich.

    Dennoch… wenn das Team noch an sich glaubt, gibt’s noch eine Chance…
    Gameplan hat Mannheim hat es letztes Jahr vorgemacht. Nie aufhören, nie aufstecken, an sich glauben, checken, Torhüter die Sicht nehmen, Strafen provozieren. Puck aufs Tor bringen, Erfolg erzwingen.
    WOB ist nicht schlecht, aber nicht besser, ist physisch deutlich unterlegen und konditionell nicht mehr so stark wie in der regulären Saison. Motivator Gross fällt nur Eishockey – Catenaccio ein, keine Umwerfende Taktik…

    Fazit: Wenn einmal das Ding rein fällt und wir (Endlich mal…) in einem Spiel führen, muss Groß seinen Gameplan ändern und offensiv spielen lassen. In einem solchen Schlagabtausch werden die Karten neu gemischt und wir sind sicherlich nicht chancenlos.

    Daher muss die Arena morgen noch mal beben (dabei muss ich immer noch schmunzeln…), 750 Karten rum sind wohl noch da, lasst uns das Ding morgen voll machen und Playoffs zelebrieren!

    Herzlicher Gruß & bis morgen!
    Stefan

  9. Servus zusammen!

    Meiner Meinung nach muss es zunächst mal das vordergründige Ziel sein, überhaupt ein Spiel, also das heutige, zu gewinnen und damit die absolute Demütigung in Form des Sweeps zu verhindern. Über ein Weiterkommen braucht man nach den bisherigen Darbietungen und aufgrund des Rückstands überhaupt nicht zu reden. Die Jungs müssen heute definitiv einiges anders machen als in den absolvierten drei Playoff-Spielen gegen Wolfsburg. Dazu gehört aber v.a. auch, dass unser Trainergespann sich taktisch nochmal etwas einfallen lässt und nicht hinterher schulterzuckend enttäuscht und verwundert ist, weil man trotz optischer Überlegenheit wieder verloren hat.
    Also: Die Marschroute muss aus meiner Sicht sein, keinen Gedanken an das Ausscheiden oder die notwendigen vier Siege zum Weiterkommen zu verschwenden, sondern das heutige Spiel isoliert zu betrachten und alles zu tun, um diesen einen Sieg „für die Ehre“ zu holen.
    Auf geht’s!

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