Spiel sechs: Frohe Ostern!

halbfinale

Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! (Den ultra-emotionalen Einstieg habe ich mir für den Sportteil der Nürnberger Nachrichten aufgehoben – deshalb: dringende Kaufempfehlung am Dienstag)

Halbfinale, hej, hej!

  • In Iserlohn fängt der Sommer 2016 bereits am Karsamstag an.
  • Zum dritten Mal ziehen die Ice Tigers an Ostern in die nächste Playoff-Runde ein (1999 an Gründonnerstag und 2007 an Karsamstag, jeweils ins Finale).
  • Ich mag Ostern.
  • Niemand, der Thomas Sabo in den Playoffs, egal ob nach Siegen oder Niederlagen, aus der Nähe erleben darf, sollte jemals wieder an der Aufrichtigkeit seines Engagements und seiner Liebe zu diesem Sport zweifeln.
  • Dass er trotzdem in Ingolstadt und Iserlohn und überall sonst, wo man noch daran glaubt, dass sich Eishockey durch Eintrittsgelder und ein paar Annoncen vom Stadt-Metzger im Stadionheft finanzieren lässt, beleidigt werden wird, ist sehr bedauerlich, wird sich aber wohl nicht ändern lassen.
  • Dass sich dieser Mann in Eishockey verliebt hat, ist ein Glücksfall für Nürnberg, die DEL und den Eishockeysport in Deutschland.
  • In diesem Zusammenhang: Der offene Brief der Iserlohn Roosters war von der Anrede bis zur Schlussformel sehr gut formuliert – und ein weiteres wichtiges Zeichen in dieser Viertelfinalserie abseits des Eises.
  • Die Ice Tigers haben noch niemals eine Halbfinalserie verloren (das zählt natürlich zum Nürnberger Grundwissen, trotzdem musste mich Andreas Flierl erst daran erinnern, Danke dafür).

Ladies and gents, this ist your captain speaking:

„Wir sind noch lange nicht am Ende unseres Weges angekommen.“

Halbfinale, hej, hej! (Das Spiel)

Der Fanreporter Christian Göbel hat mich danach an eine der legendären Szenen erinnert, die dieser Sport jährlich im Dutzend produziert. Und, ja, er hatte Recht, Spiel sechs hätte gut und gerne ähnlich ausgehen können:

Nun darf man Patrik Stefans berühmteste Einlage natürlich nicht mit Leo Pföderls verhindertem Hattrick vergleichen. Aber es hätte andererseits auch gut eingefügt in diese Nürnberger Playoff-Geschichte, die geprägt ist von grandiosem Scheitern. Der Puck klatscht an den linken Pfosten des verwaisten Iserlohner Tores. Und im Gegenzug mogeln die Roosters den Puck irgendwie doch noch ins Tor. Es wäre maximal unverdient gewesen. Zwei Drittel hatten die Hähne nichts bis wenig dafür getan, den Sommeranfang noch ein bisschen hinauszuzögern. Dabei dominierten die Ice Tigers nicht durch Autoscooter-Eishockey (sticktap to Christoph Benesch), sondern durch Laufbereitschaft, Spielfreude und technische Überlegenheit, also durch jene Qualitäten, die sich die Roosters vor allem selbst gerne zuschreiben. Jari Pasanen hatte so etwas Ähnliches wie eine Trap verordnet, alle fünf Iserlohner versammelten sich zwischen der Mittellinie und der eigenen blauen Linie, um einen spielerischen Eintritt Nürnbergs zu verhindern – vielleicht aber auch, um zu erzwingen, dass die Ice Tigers als Erste in die Ecken mussten. Nach dem Gemetzel vom Dienstag ist es verständlich, dass sie Steckel, Möchel und Segal nicht erneut im Rücken spüren wollten. Darüber vergaßen sie, selbst Offensive zu kreieren. Dass für die Gäste am Ende mehr Schüsse notiert worden, lag vor allem daran, dass die Ice Tigers insbesondere im ersten Drittel den Puck gerne am Tor vorbeigeschossen hatten. 1:0 und 3:0 bewiesen ein weiteres Mal das außergewöhnliche Talent Leo Pföderls. Sein Kapitän, immerhin Spieler und Stürmer des Jahres, sprach danach vom besten Handgelenkschuss der DEL, Matthias Lange dürfte da kaum widersprechen. Seine Geschichte war aber nur eine von vielen bei diesem 3:2: der selbstlose Einsatz von Patrick Reimer, die grandiose Unterzahlarbeit von Steven Reinprecht, die Sicherheit von Sasa Martinovic (sein Verhalten beim 3:2 mal ausgenommen), die Souveränität Tyler Beskorowanys, die sich überschlagenden Ereignisse in den Schlusssekunden. Und dann war da noch das erstaunliche Playoff-Debüt des Spielers mit der Nummer sechs.

Halbfinale, hej, hej! (das Playoff-Monster)

Thomas Sabo winkte Leo Pföderl herbei, klatschte mit ihm ab und dann umarmte er ihn. Und dieses ansonsten mit urbayerischer Endlässigkeit gesegnete Ausnahmetalent grinste nicht mehr, er lachte auch nicht, er war einfach glücklich. Pföderls Tore hatten seiner Mannschaft die nötige Sicherheit gegeben. Das Playoff-Monster dieses schönen Abends war er nicht. Kurtis Foster beendete den Abend mit einer Vorlage (von der ich dachte, dass sie eher dem im Abseits stehenden Dany Heatley hätte gutgeschrieben werden müssen) und einem Treffer, dabei machte er, was man von ihm erwarten durfte: Hart schießen und sicher und routiniert verteidigen. Das reicht auch nicht, um Playoff-Monster genannt zu werden. Aber natürlich ist seine Geschichte die erstaunlichste dieser abschließenden Viertelfinalpartie. Kurtis Foster hatte es sich in Rob Wilsons doghouse bereits bequem gemacht, trotzdem hatten sie jeden Tag miteinander geredet, der Coach und sein vermeintlich erfahrenster Verteidiger. „Natürlich war es nicht einfach, zuschauen zu müssen“, sagte Foster danach, „aber wir haben viele gute Spieler, einer muss sitzen und der Coach hat sich für mich entschieden. Also musste ich in der Kabine jeden Tag der Spieler mit der besten Laune sein.“ Und das war er wohl auch. „Kurtis ist ein guter Spieler. Aber wir haben uns für Klubers Tempo entschieden. Kurtis hat sich wie ein wahrer Profi verhalten“, lobte Wilson. Man muss das nicht immer alles glauben. Aber natürlich spricht es für die Mannschaft, für die Führungsqualitäten von Rob Wilson und nicht zuletzt für Foster, wenn ein Spieler, der bislang traurig vor dem Zaun zum Spielplatz stand, im entscheidenden Moment das abliefert, was man immer von ihm hatte erwarten können (und der dafür mit der Umarmung eines Mannes belohnt wurde, der vor nicht allzu langer Zeit noch gar nicht gut auf ihn zu sprechen war). Nürnbergs Playoff-Monster in dieser Playoff-Viertelfinalserie war die mannschaftliche Geschlossenheit.

Ladies and Gents, this ist your Sportdirektor speaking:

„Es war eine sehr emotionale Rede mit sehr viel Freude. Thomas Sabo hat sich bei allen bedankt und uns viel Glück für die nächste Runde gewünscht. Das ist der Grund, warum er mit dabei ist. Und es freut mich sehr, dass er für sein Engagement, sein Geld und für seine Leidenschaft endlich etwas zurückbekommen hat.“

Halbfinale, hej, hej! (Playoffs, Baby?)

Die Spannung war schwer zu ertragen. Die Stimmung war überragend. Die Tore waren herrlich. Aber natürlich hatte Spiel sechs nicht mehr die Playoff-Intensität der Spiele zwei, drei und vier. Schon in Iserlohn wirkten beide Mannschaften müde. Das war heute nicht anders. Umso wichtiger war es, dass Patrick Reimer im ersten Drittel Zeichen setzte, indem er mit Ryan Button, einen Spieler in die Bande jagte, der ihn in Iserlohn noch mächtig geärgert hatte. Mittlerweile aber schmerzt jeder Antritt, auch deshalb ist es umso erstaunlicher, dass die Ice Tigers nicht nachließen. Dass es am Ende noch einmal so spannend wurde, lag vor allem an zwei Treffern, die sich die Roosters nicht erarbeitet hatten, sondern die ihnen geschenkt wurden. Retrospektiv ist das Kraftmanagement dieser Mannschaft während der Punkterunde entscheidet gewesen für die jetzige Playoff-Form, egal, gegen welches Team wird das Kraftmanagement auch im Halbfinale wichtig werden. Gegen Iserlohn schlugen die Ice Tigers in Spiel drei zu, als die Roosters zuvor lange im Bus saßen und nur bis 14.30 Uhr Zeit hatten, um zu regenerieren. Das 4:1 am Seilersee war das Schlüsselspiel in dieser Serie. Ein solches Timing auch im Halbfinale – und alles ist möglich.

Halbfinale, hej, hej! (Gerhard, die Rolle)

Andrej Mezin. Jean-Francois Labbé. Noch so eine Parallele zu den erfolgreichen Playoff-Runs der Ice Tigers. Denn auch Tyler Beskorowany wird mit sehr, sehr großer Wahrscheinlichkeit in der kommenden Saison nicht mehr im Nürnberger Tor stehen. Man sollte diese Spiele mit diesem in sich ruhenden Riesen genießen. In der Punkterunde sah man Beskorowany stets lächelnd durch die Arena schlappen. Wer jetzt an den Dude denkt, liegt da nicht ganz falsch. Während der Playoffs ist zumindest das Dauerlächeln verschwunden, der Dude ist auf einer Mission.

Halbfinale, hej, hej! (Was sagt Jens Riewa dazu?)

Wie alle anderen Nürnberger bin auch ich froh, am Ostermontag nicht mehr nach Iserlohn fahren zu müssen. Die Eishalle ist auf eine besondere Art und Weise wunderschön, die Stimmung einzigartig und 97 Prozent der Fans sind gute Beispiele für die Anhänger dieses Sports. Die restlichen drei Prozent machen einen Aufenthalt im Sauerland jedoch nicht immer zu einem Vergnügen. Mit den 97 Prozent, Wolfgang Brück und Jari Pasanen darf man aus Nürnberger Perspektive allerdings durchaus Mitleid haben. Die Roosters haben sich selbst durch eine formidable Punkterunde bestraft. Iserlohn stellt nicht die drittbeste Mannschaft der Liga. Die Erkenntnis, dass diese 52 Punkterundenspieltage nichts über das wahre Leistungsvermögen der Klubs aussagen, ist eine unerbittlich und hat die Ice Tigers schon mehrmals hart getroffen. Gerade deshalb war es ein zwischendurch immer mal wieder ein Vergnügen, York, Periard und Macek zuzusehen.

Beim Händeschütteln hat Rob Wilson Colten Teubert bereits den Sommertrainingsplan überreicht.

Und, übrigens:

13 Kommentare in “Spiel sechs: Frohe Ostern!

  1. Hallo,

    es ist einfach wunderbar nach all den Jahre mal wieder in einer Halbfinalserie zu spielen.
    es ist einfach wunderbar mit Thomas Sabo einen Hauptsponsor zu haben, der mit Herz und Leidenschaft dabei ist
    es ist einfach wunderbar unser Team auf dem Eis zu sehen, die Energie, die Geschlossenheit ist bis auf die Ränge zu spüren
    es ist einfach wunderbar unsere grandiose Halbfinalstatistik zu wissen (7 Spiele; 6 Siege; 1 Niederlage n.V.)

    Egal wer da kommen mag, wenn wir dieses Hockey weiter aufs Eis bringen, werden wir unsere Halbfinalstatistik weiter ausbauen.

    Zum Spiel gestern:
    – Es war deutlicher, als es das Ergebnis widerspiegelt
    – Die Physis hat nicht entschieden, vielmehr der Matchplan. Roosters erinnerten 40 Minuten an Udinese Calcio, denen ein 0:0 zum weiterkommen reicht. War mir völlig unverständlich, vor allem nach dem 1:0… (und nix für ungut Udinese…)
    – Forster stark! Gutes Spiel, keine Leberwurst, hungrig!
    – In Nürnberg wird mit Abseits gespielt, Überraschung Iserlohn!
    – Unglaublich faire Serie auf dem Eis, auch gestern keine schmutzigen Aktionen, die ich gesehen hätte…

    Und sonst…:
    Wilson und Jiranek haben fürwahr ein Team für die PlayOffs gebaut. Wo in der Vergangenheit oft das letzte Quäntchen Können/Leidenschaft/Härte/Spirit/Glück/Entschlossenheit… fehlte, ist es dieses Jahr anders. Möchel vielleicht das beste Beispiel, Forster gestern ebenfalls, Reinprecht punktet, Besko, Ehliz, Reimer, alle… Der Unterschied ist der absolut Spürbare Wille zum Erfolg.

    Well done Coaches, well done! Ich weis nicht, was ihr dem Team eingeimpft habt, aber ich hoffe, ihr habt noch genug davon!

    In diesem Sinne schöne Ostertage und viel Vorfreude auf die Halbfinalserie!

    Herzlicher Gruß
    Stefan

  2. Klasse ! Mich freut es aufrichtig für Thomas Sabo, der für sein gesamtes emotionales und vor allem finanzielles Engagement endlich mal ein kleines bisschen von der Mannschaft zurück bekommen hat.

    Grundsätzlich war im Nachhinein die Serie wesentlich deutlicher und einseitiger, als es „gefühlt“ gewirkt hat. Immer, wenn die Icetigers ihr Spiel durchgezogen haben, war Iserlohn nicht mehr als schmückendes Beiwerk (auch gestern über 40 Minuten).

    Zugegebenermaßen war auch ich einer von denen, die nach 98 Sekunden in der Serie den Stab über der Mannschaft gebrochen hat. Umso mehr freue ich mich, dass ich da völlig daneben gelegen habe und die Mannschaft komplett falsch eingeschätzt habe.

    Wer waren für mich die Heroes dieser Serie (Reihenfolge beliebig):
    – Pföderl
    – Möchel
    – Ehliz

    Die „unsung“ Heroes (Reihenfolge ebenfalls beliebig):
    – Murley
    – Segal
    – Borer
    – Printz

    Was hat mir zu denken gegeben:
    – Zuvorderst Colten Teubert, der mich nicht überzeugen konnte im Hinblick auf den „gewünschten“ Nowak Abgang, ein Upgrade für sein neues Team darzustellen.
    – Kyle Klubertanz: Warum hat er eine dermaßen „besch …“ Saison gespielt ?! Wenn er so wie in dieser Serie gespielt hätte, wäre er einer der besseren Allround Verteidiger.
    – Marco Nowak: Siehe Klubertanz

    Aber völlig egal: Ab jetzt gehts weiter in Richtung Finale. Ich wünsche mir München als Gegner, da die in meinen Augen nach der sehr läuferisch betonten Serie gegen Straubing leichte Anpassungsprobleme an das physische Spiel der Icetigers haben sollten. Spiel 1 in München gewinnen und dann auf die Heimstärke setzen.

  3. Ein unschätzbar wichtiger Erfolg für die gesamte Organisation und das Umfeld. Nach neun Jahren, einer Insolvenz und vielen Mannschaften, die weder über den nötigen Willen, noch das Selbstvertrauen oder die physische Präsenz verfügten um in den Playoffs erfolgreich zu sein, darf Nürnberg endlich einmal wieder einen Halbfinaleinzug feiern. Wenn dieses Vorhaben auch mit der aktuellen Mannschaft gescheitert wäre, wären die Erklärungsversuche noch viel verzweifelter als sonst ausgefallen.

    Eine Playoff-Mannschaft hat Jiranek versprochen, spätestens seit gestern Abend ist klar: Wir haben sie bekommen.
    Namen und Lobpreisungen (passend zum Osterfest):

    Reinprecht: Selbst an einem seiner schwächeren Abende noch zu gut für die meisten Gegenspieler. Durch das Körperspiel der Mannschaft entsehen Räume, die der Edeltechniker gnadenlos ausnutzt. Außerdem reicht es nicht mehr, sich auf die erste Reihe zu konzentreiren um diese Icetigers auszuschalten. Beides kommt ihm zu gute.

    Pföderl: Die wenigsten Maurergesellen dürften sich so viel Gefühl im Handgelenk bewahrt haben. Präzision, Kampfgeist, Leidenschaft, Wille, Torinstinkt, bayerische Gemütlichkeit und die Coolness eines Kühltransporters. Das alles macht Leo Pföderl aus.

    Foster: Nach 5 endlos langen Playoff-Spielen aus der Vogelperspektive lieferte er eine fehlerlose Partie. Noch dazu ein Tor, das eines der wichtigeren in seiner Karriere gewesen sein dürfte. Das nennt man dann wohl abgeklärt.

    Buzas: Bekommt erstaunlich viel Eiszeit, rechtfertigt diese aber regelmäßig. Macht kaum Fehler und strahlt in jüngerer Zeit wieder zunehmend Torgefahr aus.

    Printz: Seine Checks fallen nicht mehr besonders auf, nicht, weil der Schwede das verlernt hätte, sondern weil der Rest der Mannschaft es ihm gleichtut. Wird defensiv immer besser.

    Pasanen: Ihh, wer wird denn jetzt über den Feind sprechen wollen. Dass Jari Pasanen ein extrem sympathischer und fairer Sportsmann ist, muss aber trotzdem mal erwähnt werden.

    Thomas Sabo: Seit etwa 6 Jahren engagiert sich Sabo bei den Icetigers. Nicht nur finanziell, sondern in hohem Maße auch persönlich. Zum ersten Mal hat er gestern Abend dafür einen großen Erfolg zurück bekommen. Keinem sei es mehr gegönnt.

    Viele hätten es verdient noch genannt zu werden. Diese Mannschaft ist zu einer Einheit geworden, einer Einheit, die noch mindestens vier weitere Spiele wird bestreiten dürfen. Wahrscheinlich jedoch deutlich mehr.

    Diese Serie hat Kraft gekostet, jeder Einzelne wird die vier Tage bis Mittwoch dringend benötigen um seine Wunden zu lecken. Egal ob München oder Wolfsburg, es wartet ein unangenehmer Gegner, der dem Team alles abverlangen wird. München verfügt über einen hochtalentierten Sturm und über Spieler wie Pinizzotto und Smaby, für die der Fairplay-Preis kein erstrebenswertes Ziel ist. Wolfsburg ist bekanntermaßen extrem laufstark und verfolgt taktische Anweisungen mit geradezu paramilitärischer Disziplin.
    Angst haben müssen die Icetigers des Jahrgangs 2016 aber vor niemandem. Wenn das Team seine Leistung abruft, wird es für jeden Gegner schwer.

    In diesem Sinne: Frohe Ostern!

  4. Halbfinale, Halbfinale, hey, hey! Großartige Leistung, großartiger Abend. Ich schließe mich Sebastian und den Vorkommentieren an: Vor allem Thomas Sabo ist der Halbfinaleinzug so was von zu gönnen. Glückwunsch nicht nur der Mannschaft und den Trainern, sondern auch ihm, das hat er sich wirklich verdient.

    Klaus stimme ich zu, dass die Serie, insgesamt und mit etwas Abstand betrachtet, wirklich ziemlich klar von den IceTigers dominiert wurde, viel klarer, als man das nach dem ersten Spiel und mit dem Viertelfinaltrauma im Hinterkopf die ganze Zeit über „gefühlt“ hat. Und das ist doch mal was: dass wir einen Gegner fast eine komplette Serie hindurch (noch dazu mit Heimnachteil) schlicht und ergreifend beherrschen. Wann hat’s das hier zum letzten Mal so gegeben?

    Wie gebremst Iserlohn in den ersten zwei Dritteln aufgetreten ist (ich sehe es wie BIdole), hat mich auch gewundert; es sah wirklich danach aus, als wäre es deren Gameplan, möglichst lange das 0:0 zu halten, um dann gegen zunehmend nervöse und frustrierte IceTigers zuzuschlagen. Wenn das der Plan war, ist er grandios gescheitert. Und wo wir gerade beim Iserlohner Coaching sind: Bei zwei Toren Rückstand im Wir-dürfen-auf-keinen-Fall-verlieren-Spiel den Torwart erst 90 Sekunden vor Schluss vom Eis zu nehmen – hm. Was ist noch mal das Gegenteil von mutig?

    Einzelne Spieler mag ich nicht herausheben, es hat jeder sein Bestes gegeben, die einen mit mehr, die anderen mit weniger sichtbarem Erfolg, aber alle haben an einem Strang gezogen. Sehr große Teamleistung! Bin gespannt, wer auf die Tribüne muss, wenn (falls?) Borer wieder fit wird; das beeindruckende Spiel von Foster hat die Entscheidung nicht leichter gemacht.

  5. Nachtrag: Die Ticketpreiserhöhung zum Playoffstart fand ich völlig ok. Dass jetzt noch mal saftig erhöht wurde, finde ich dreist.

  6. Ich zahl jetzt 18€ im Halbfinale für ein Ticket wofür ich in Krefeld oder Straubing nächste Saison nicht mal die Hauptrunde seh – soviel zu den Preisen – auch die GmbH muss jetzt wirtschaftlich das beste Ergebnis rausholen.
    Zum Rest wurde alles gesagt.

  7. @Blackhawk: Das ist aber viel zu kurz gedacht. Die paar Euro Mehreinnahmen machen das Kraut nicht fett, da muss man die Kuh nicht melken bis das Euter wund ist. Zumal man ja nichtmal jetzt die Bude komplett voll bekommt. Schau dir mal die Preise für die wenigen brauchbaren Sitzplätze in der Arena an… Da stimme ich Booker vollkommen zu.

    Zum sportlichen Teil: Da es jetzt Wolfsburg wird, hoffe ich auch darauf, dass die Jungs vielleicht noch ein paar Extraprozent aufgrund der Vorgeschichte herausholen und auch diesen Fluch beenden wollen. Es wird wieder ein Fight auf Augenhöhe gegen eine wahnsinnig unangenehme Mannschaft mit dem m.E. besten DEL-Coach. Ich freue mich riesig drauf und würde mich nicht wundern wenn es über die volle Distanz geht. Ach ja: Alle auf die 10… 🙂

  8. @Blackhawk: Wenn du Kinder hast, die gerne mal mitgehen wollen, aber noch zu klein für Stehplätze sind, siehst du die Sache ein bisschen anders, zumal es in den Playoffs im Gegensatz zur Hauptrunde auch keinen Familienrabatt mehr gibt. Da hast du dann quasi drei Erhöhungen auf einen Schlag (kein Familienrabatt, Viertelfinalzuschlag, Halbfinalzuschlag), und das für drei oder vier Tickets. Das läppert sich. Aber das müssen wir jetzt auch nicht weiter auswalzen und uns gegenseitig die gute Laune nehmen, denn die ist nach wie vor da. Freu mich wie ein Schnitzel!

  9. Also wieder mal eine Serie gegen Wolfsburg. Natürlich wäre München näher gewesen. Wir hätten wohl mehr Zuschauer mitgebracht. Es wäre ein bayerisches Derby gewesen. Aber wir haben mit den Grizzlys noch ein paar Rechnungen offen. Und deshalb freue ich mich auf dieses Halbfinale.
    Es wird eng. Es wird spannend. Die Chancen stehen 50-50.
    Ich bin der Meinung, wir sollten das Thema mit der #10 ruhen lassen. Das ist eine gut besetze Mannschaft. Der Unterschied zu vorhergehenden Serien wird sein, dass wir vier Reihen haben, die scoren können. Die Jungs haben gezeigt, dass wir köperlich und spielerisch gut besetzt und schwer auszurechnen sind.
    Ich hoffe, dass Borer und Nowak bald wieder dabei sind. Beide haben bisher sehr stark gespielt und wirklich überzeugt. Wie der Rest der Mannschaft und das Trainerteam…

    Mein Sohn hat mit 15 Jahren in Iserlohn 21,- Euro für den Stehplatz im Gästeblock gezahlt. Wir Erwachsenen zahlen in WOB auch 21,- für den Stehplatz. Die Karten sind in Nürnberg nicht so teuer…

    Mit Jiraneks Worten: Lasst und das Halbfinale genießen 🙂
    #8togo

  10. @FrankStrube:
    ISL und WOB kannst du nicht mit Nürnberg vergleichen, das sind beides Eishallen und keine Multifunktionsarenen, die haben per se ein anderes Preisgefüge: Sitzplätze viel billiger als in MuFus, weil weniger Komfort, dafür Stehplätze relativ teurer, weil irgendwo muss das Geld ja herkommen. Das ist daher m.E. ein Äpfel-und-Birnen-Vergleich. Sonst könnte ich auch sagen: Die teuersten Sitzplätze in WOB 32 Euro, in ISL 36 Euro, bei uns 65 Euro – und schwupps hast du den gegenteiligen Befund, wo es billig ist und wo teuer…

    Mir ging es auch nicht um den Preis an sich, sondern um den Aufschlag in den Playoffs, der macht sich bei Familien, wenn sie denn Sitzplätze haben wollen/müssen, schon echt krass bemerkbar. Rechenbeispiel: Sitzplätze im Unterrang, 3. Kategorie. Da hast du in der Hauptrunde mit 2 Erw. und 1 Kind 68 Euro bezahlt, jetzt zahlst du 96 Euro: 41 % Erhöhung. Bei 2 Erw. und 2 Kindern: Hauptrunde 82 Euro, jetzt 115 Euro, 40 % Erhöhung. Das ist schon ein echt derber Aufpreis. Dass man das als Einzel-Erwachsener, der in der Hauptrunde 15 Euro bezahlt hat und jetzt 18 Euro hinlegt, anders sieht, verstehe ich aber natürlich, das würde mich auch nicht groß jucken.

  11. Das ist unsere neue Strategie, um die SZ-Leser zurückzuholen, lieber Herr Häberlein, wir erwähnen sie alle nach und nach namentlich. Nein, natürlich ist es ganz anders: Zuweilen ist es angebracht, an jene Männer zu erinnern, denen wir dieses Vergnügen zu verdanken haben.

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