Spiel vier: Sergio wer?

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Eigentlich haben am Eingang heute die Jungs gefehlt, die sich so furchtbar hart finden, dass sie Vodka aus Flaschen trinken. Die, die die Baseballcaps mit dem Schirm seitlich auf den Kopf setzen, die, die die XXL-Footballtrikots tragen, die Hosen in der Größe von Günter Strack und obendrein verkehrt herum, die, die einen Arm aus dem Ärmel hängen lassen, die, die die nicht gehen, sondern Schlendern und sofort die Fäuste sprechen lassen, wenn man es wagt, den Blick in den ihrer Freundin zu richten. Ja, genau, die Jungs eben, die wir alle kennen von den Autoscootern dieser Welt, die Rächer aller Schulabbrecher, die das Gymnasiastenblut fließen lassen. Die Arena am Kurt-Leucht-Weg, sie war heute ein Autoscooter, einer, in dem es alle paar Sekunden krachte und schepperte. Aber es waren keine lächerlichen Plastikwagen mit Gummilippen, es waren große, starke, Thomas Sabo Ice Tigers, die aus Iserlohn nach zehn Minuten bereits jeglichen Mut herausgecrashed hatten, als kämen sie vom Seilersee-Gymnasium und hätten nicht nur in die Richtung der Frauen Oblinger, Segal, Steckel geblickt, sondern es gewagt, ihnen auf den Hintern zu starren. Das Ergebnis dieser 60 Minuten Kirmeshockey war verheerend für die Gäste: 7:1 (2:0, 2:0, 3:1) – und Iserlohn steht bereits am Abgrund des Playoff-Berges. (Ein gemeinsames Blogwerk von Christoph Benesch und Sebastian Böhm)

Ein Satz, ein Stockschlag

  • Diese Mannschaft der Ice Tigers wurde für die Playoffs gebaut – seit dem ersten Drittel heute besteht daran wirklich überhaupt kein Zweifel mehr.
  • Nach dem ersten Drittel stand es Selbstbewusstsein zu Angst, nach dem zweiten Ekstase zu Frust, nach dem Dritten Spaß zu Depression.
  • 7:1, ohne ein einziges Power-Play-Tor – das ist sowohl beeindruckend als auch bedenklich.
  • 7:1 und nur ein Spieler punktet doppelt – das ist ausschließlich beeindruckend.
  • Wer in Gottes Namen verliert während eines Eishockey-Spiels einen Porscheschlüssel und ein Gebiss?

Das Spiel (präsentiert von den Eltern von Dieter Orendorz)

„Play with passion. It hurts to win, boys. But it’s worth it.“ Rob Wilson erzählt das seit Saisonbeginn vor jedem Spiel. Die Roosters wussten spätestens seit Sonntag, dass es weh tun würde, in Nürnberg zu gewinnen. Und sie waren nicht bereit, über diese Schmerzgrenze zu gehen. Die Roosters haben gespielt wie die Ice Tigers von 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2008, 2009, 2011, 2013 und 2014: immer mal wieder bemüht, immer mal wieder hart, aber nicht bereit, über die Schmerzgrenze zu gehen. Die Ice Tigers hingegen haben jegliches Schmerzgefühl durch enormes Selbstvertrauen gelindert. Dieses Selbstvertrauen, das nicht erst im zweiten Spiel dieser Serie entstand, sondern wahrscheinlich schon in der Saisonvorbereitung, machte sieben, zum Teil herrliche Treffer möglich. Dieses Selbstvertrauen machte möglich, dass sich Alexander Oblinger endlich über einen eigenen Treffer freuen durfte. Dieses Selbstvertrauen machte möglich, dass der noch am Freitag ziemlich fahrige Kyle Klubertanz tadellos spielte. Dieses Selbstvertrauen machte ein 7:1 möglich, das man in dieser Arena bislang selten gesehen hatte. Das erste Drittel war eine Langzeitmaterialprüfung für die Bande in der Arena: Möchel gegen Schevyrin. Segal gegen Cote. Weber gegen Sylvester. Ehliz, Pföderl und Steckel gegen alle. Und trotzdem, für die eindrücklichste Szene sorgte Dany Heatley: Brodie Dupont, der nach dem Ellbogencheck gegen Marco Pfleger (Jari Pasanen: „normaler Körpercheck“) überhaupt nicht mehr hätte mitspielen dürfen, ringt Leo Pföderl griechisch-römisch nieder – und wird von Dany Heatley gestellt. Ein Olympiasieger, ein wahrhaftiger NHL-Star spielt den Polizisten für einen jungen Tölzer – für eine solche Prophezeiung wäre man im Insolvenz-Frühling 2009 sofort eingeliefert worden.

Das heutige Playoff-Monster

52 Hauptrundenspiele lang arbeitete Alexander Oblinger am Gegner, an sich selbst und am ersten Tor der Saison. Er arbeitete an Strafzeiten, an Härte, an Kraft, an Gewalt und am ersten Tor der Saison. Oblinger arbeitete an Fäustkämpfen, an Sichtproblemen für die Goalies, am Teamgeist, an Energie für die übrigen Reihen und am ersten Tor der Saison. Alles ist Alexander Oblinger gelungen, das eine besser, das andere schlechter. Oblinger war nicht immer gut, er war aber auch nicht immer schlecht – was blieb war: Oblinger erzielte einfach kein Tor. Er war mit Marc El-Sayed (34 Einsätze) und Christoph Kabitzky (0 Einsätze) der einzige Nürnberger Stürmer, dem kein Treffer gelang. Bis zu diesem verrückten vierten Viertelfinalspiel, als er den Abpraller von Casey Borers Schuss aufnahm und mit etwas Mithilfe des Iserlohner Goalies irgendwie ins Tor hob. Alle waren sich einig: Oblinger hatte es verdient, dieses erste Saisontor, für das er so lange so hart gearbeitet hatte. Und er hat es verdient, aus einer Mannschaft von Playoff-Monstern hervorgehoben zu werden.

Ehrenvolle Erwähnung: Tyler Beskorowany, David Printz, Casey Borer, Kyle Klubertanz, Derek Joslin, Sasa Martinovic, Marco Nowak, Marcus Weber, Patrick Reimer, Steven Reinprecht, Yasin Ehliz, Dany Heatley, David Steckel, Leo Pföder, Matt Murley, Patrick Buzas, Brandon Segal, Marius Möchel, Marco Pfleger, Rob Wilson, Martin Jiranek, Andreas Jenike, Jochen Reimer, Marc El-Sayed, Ralf Neiß, Patrick Billinger, André Dietzsch.

Playoffs, Baby?

Autoscooter-Hockey ist Playoff-Hockey. Wenn die Bande wackelt, wenn die Roosters durch die Arena fliegen, als hätte sich ein Fuchs in den Hühnerstall geschlichen. „Wir sind groß, wir sind stark“, sagte Marco Nowak, „wir sind so viele Checks gefahren, wenn du 13 Stück in einem Spiel bekommst, dann hast du irgendwann keine Lust mehr. Das müssen wir weiter ausnutzen.“ Wie groß die Angst ist, die man mit den krachenden Hits austeilt, konnte man an Iserlohn erkennen. Iserlohn hatte keine Lust mehr, Iserlohn wollte sich nicht quälen, Iserlohn hat nicht in diese Playoff-Einstellung gefunden, wie es Jari Pasanen, ihr Trainer, anschließend feststellte. Die Ice Tigers, sie haben sich ihren Gegner zurecht gestutzt – um ihn dann ordentlich mit 7:1 zu versohlen.  So spielt man Eishockey, sangen die Fans, man hätte auch singen können: und so spielt man Playoff-Eishockey.

„Wir wollen jetzt da nicht zu viel reininterpretieren. Klar, merkt man, dass die oft nicht als Erstes an die Scheibe wollen im eigenen Drittel. Da sind wir einfach giftig. Da gehen wir immer körperlich gut drauf. Das ist unser Spiel. Das zeichnet uns aus. Und so kreieren wir auch unsere Chancen.“ (Marius Möchel)

Gerhard, die Rolle (alles über Torhüter und den ganzen Rest)

7:1 und der Torhüter schafft es in die Three Stars? Sehr wohl, alles richtig gemacht, der Kollege Meyer von den Eishockey News. Tyler Beskorowany hat den diesmal durchaus auffälligen Nick Petersen entnervt, seine Schoner ausgefahren, obwohl er den Puck nicht hatte sehen können, er hat die Fanghand merhmals blitzen lassen, sich nicht von Denis Schevyrin irrirtieren lassen, der sich nicht zu schade war, Beskorowanys Kopf gegen das Gestänge zu rammen und er hat den Roosters niemals das Gefühl gegeben, eine Chance auf ein Comeback in diesem Spiel zu haben. Zuletzt so stark war der Kanadier ebenfalls in einem Viertelfinale: Spiel sieben in Hamburg 2015, als er allein die DEG ins Halbfinale getragen hatte. Natürlich könnte ihn Wilson am Donnerstag in Iserlohn schonen. Doch warum sollte er das machen? Mit Beskorowany hat er die beste Chance, die Serie frühzeitig zu beenden. Danach kann er sich lange genug ausruhen.

Ladies and gentlemen, this is your coach speaking:

„Well, I’m the coach. When I’m not happy with something I let them know. You know what? Maybe we did not attack the power-play the way we could have. But: At this point it’s hard for them mentally as well. We’re already up. And they’re gonna press, ‚cause they don’t want us to score. You know what? I just wanted them to know that we’re have to keep our focus and keep our intensity and keep the tempo high.“ (Rob Wilson hat gegen Ende des Spiels die Bandentür knallen lassen. Das ist seine Antwort auf die Frage, was ihn dazu veranlasst hat. You know what? Sollte seine Mannschaft in diesen Playoffs irgendwann noch einmal nachlassen, liegt das sicher nicht an ihm.)

Unsere Männer auf der Tribüne

Ausverkauft bei 7646 Besuchern – mir wurde mehrfach erklärt, wie das möglich sein kann. So ganz verstanden habe ich es nicht. Ist ja auch einerlei: Die Arena war voll, die Stimmung prächtig. Wobei man durchaus merkte, dass viele Fans Schwierigkeiten hatten, das, was sie da auf dem Eis sahen, einordnen zu können. War das echt? Waren das die Ice Tigers? Wenn ja, wo ist dann Sergio Momesso? Vielleicht erleben wir in diesen Tagen tatsächlich eine Mannschaft, die es schafft, Momesso vergessen zu machen. Im Schlussdrittel war die Stimmung dann grandios. Und auch, wenn sie wahrscheinlich lieber auf dem Eis gestanden hätten, man kann sich kaum vorstellen, dass Jochen Reimer, Marc El-Sayed und Kurtis Foster bei „oh, wie ist das schön…“ nicht mitgesungen haben.

Die Außenansicht (präsentiert von der Firmengruppe Max Bögl)

Thorsten Drenkard ist eine Fantasy-Hockey-Legende, der frühe Datsyuk unter den Fürther Kampfkarpfen (leider im Körper des späten Sven Hannawald), nebenbei noch ein wunderbarer Mensch. Vor allem aber ist er ein Eishockey-Fachmann, der nur leider immer weniger Eishockey-Spiele sieht. Heute hat es der vielbeschäftigte Sportchef des Neumarkter Tagblatts endlich mal wieder in die Arena geschafft. Das ist seine Einschätzung dieses SIEBENZUEINS:

„Bestes erstes Drittel, das ich in der Arena je vom Tigers gesehen habe – wuchtig, entschlossen, spielfreudig. Pure Angst bei überforderten Iserlohnern. Der Rest vom Spiel beeindruckend souverän und seriös vom Team gelöst. Selten so entspannt ein Playoffspiel verfolgt. Hat Spaß gemacht, gerne mehr davon. Nur die Platitüden von Martin Jiranek, das kommende Spiel in Iserlohn nicht zu unterschätzen haben genervt. Auch wenn er natürlich Recht hat, hören wollte ich sie an diesem Festabend nicht. Das Spiel in stimmungsvoller, ausverkaufter Hütte war wunderbar mitzuerleben, Gänsehautmomente inklusive. Das sollte man einfach nur genießen. Morgen kann dann gerne wieder ganz professionell gemahnt und gewarnt werden. Heute bitte nicht.“

Was würde Jens Riewa dazu sagen?

Aua!

Für alle, die das noch einmal nachlesen wollen

Zwischendurch ist mit uns ein wenig durchgegangen. Wer sich fragt, wie man solche Zustände erreicht: Nur durch den Genuss fortgeschrittenen Playoff-Eishockeys. Volker Beck hätte im Frühjahr vielleicht öfter mal bei den Eisbären vorbeischauen sollen, da wäre ihm viel Ärger erspart geblieben. Der Link zu unserem Live-Blog:

Schützenfest am St. Patrick’s day.

Und für alle, die das noch einmal sehen wollen

Diese Zusammenfassung des 7:1 muss gerade erst fertig gestellt worden sein:

10 Kommentare in “Spiel vier: Sergio wer?

  1. Besser geht das nicht! Noch nie so einen beeindruckenden Auftritt der Ice Tigers in der Arena erlebt. Die Roosters drehten ja schon ab sobald ein Spieler von uns nur in der Nähe war. Beeindruckend auch die Leistungen von Borer und Möchel bisher in diesen Playoffs. Auch Murley heute erneut positiv aufgefallen.
    Will man einen Kritikpunkt finden muss man übers PP schimpfen.

    Ab jetzt muss aber volle Konzentration bei Donnerstag liegen – der vierte Sieg ist bekanntlich der Schwerste.

  2. Ein Blogeintrag so wunderbar wie das Spiel.
    Wir haben uns alle für den Obi gefreut. Und schön diese Erleichterung und Genugtuung bei ihm zu sehen. Er hat es wirklich verdient.
    Und es ist beeindruckend wie selbst Reino im Angriffsdrittel Checks fährt. Alle spielen hart. Es ist einfach der Wahnsinn!

    Wir freuen uns auf den Seilersee #9togo

  3. Ich zitiere mal selbstverliebt zwei meiner Tweets gestern:

    1. „Dass ich das noch erleben darf“
    99 hab ichs gefühlt öfter so erlebt, aber seitdem nicht mehr. Kann mich an keine dermaßen dominante Partie der Tiger in einem WICHTIGEN Spiel mehr erinnern.

    2. „1:7. 1:3 nach Spielen für @IEC_Roosters. 6 Stunden Heimfahrt im Bus…

    Erspart uns das hohle „von Spiel zu Spiel denken“ Gelaber…“

    Der Tweet hat einen Like bekommen…vom offiziellen Account der Iserlohn Roosters. Chapeau 👍

    Ansonsten hab ich eben gelesen, dass mit Willi Münch einer der Gründerväter der „80er“ letzte Woche verstorben ist. Ein Wehrmutstropfen, dass er so kurz vor der ersten Meisterschaft seiner Mannschaft von uns gehen musste…RIP

  4. Das war seit langer Zeit das geilste, was ich in der Arena erleben durfte! Was mir sehr positiv auffiel ist auch wie die Jungs auf der Bank sich über das Tor von Obi gefreut haben, es scheint, dass die Chemie in der Mannschaft hervorragend ist.

    Iserlohn hat Angst!!!!

    Unglaublich diese physische Stärke und Präsenz dieser Mannschaft, sie wurde wirklich für die Playoffs gebaut, für die 5. und schönste Zeit des Jahres. Wenn man diese beibehält und auch beibehalten kann, dann kann man dieses Jahr wieder in Badelatschen in die Arena, so wie Martin Jiranem das in der NN so schön geschrieben hat

    Leider muss ich heute nach Hongkong für ein paar Tage aber bin am Fanradio definitiv dabei, beneide alle die am Donnerstag nach Iserlohn fahren

    #9togo #Hauptmarktimapril

  5. What a fu*cking Einshockeyfest! Auch wenn das „Momesso vergessen machen“ natürlich ein Sakrileg sondergleichen ist, das nicht unwidersprochen stehenbleiben darf, ist das wieder ein dem Spiel angemessen geiler Blogartikel. „Eltern von Dieter Orendorz“, he he…

    Viel Richtiges ist schon gesagt, unfassbar, wie der Hauptrunden-Kämpfertruppe Iserlohn komplett der Schneid abgekauft worden ist. Das war von der ersten Sekunde furchteinflößende „Ihr holt hier keinen Blumentopf, also versucht es erst gar nicht“-Mentalität gegen „Aber dann tut uns doch wenigstens nicht so weh“-Wegduckhaltung. Breite Brust gegen eingeklemmter Schwanz. Wille gegen Angst. Der Wahnsinn.

    Drei Sätze – drei Stockschläge noch von meiner Seite:

    – Murley hat ein gutes Spiel gemacht, für seine Verhältnisse ein sehr gutes, aber dass er in die Three Stars gewählt wurde, ist, wie sag ich’s freundlich, nun ja, drollig, da haben sich mindestens zehn Spieler mehr aufgedrängt – er und seine Reihenkollegen sind auch die einzigen Stürmer, die in der Plus/Minus-Statistik gestern Abend keine Pluswerte geholt haben, das sagt ja auch schon was.

    – Hab nach dem Spiel den (immer lesenswerten) Sportal-Liveticker von Olaf Edig nachgelesen; Highlight sein Kommentar nach dem 5:0 oder 6:0: „Die Icetigers haben nicht so viel Playoff-Erfahrung, die spielen auf Torverhältnis.“

    – Mit dem Torwartwechsel hat Pasanen meiner Meinung nach einen großen Fehler begangen; es war zu dem Zeitpunkt mehr als klar, dass das Schützenfest so weitergehen würde – jetzt hat er zwei „angeschossene“ Torhüter mit Minus-Selbstvertrauen für Spiel 5.

  6. Beeindruckende Leistung in den ersten 40 Minuten, selten einen Gegner so an die Wand gespielt. Trotzdem, Jiranek war gestern erfrischend realistisch und zurückhaltend, bei unserer Play-off-Geschichte auch angebracht.

    In der Vorrunde waren Arroganz und Überheblichkeit oft unser größter Gegner. Bin gespannt, wie sich die Mannschaft nach so einer Vorführung wie gestern jetzt in Iserlohn präsentiert.

    Extralob an Obi und vor allem an Möchel, der bisher bockstark in der Serie spielt.

  7. Beeindruckende Leistung und ich hoffe, sie können bereits morgen den Sack zu machen.
    Jetzt ist die Chance da, Iserlohn gar nicht erst wiedererstarken zu lassen.

    Herausragend gestern war, dass von allen 4 Reihen Druck aufgebaut werden konnte.

  8. Das gestern Abend war ein echter Playoff-Leckerbissen.
    Sehr gute Chanchenauswertung mit seherwerten Treffern auf dem Lehrbuch (Heatly, Steckel, Reimer, Möchel) und einem sehr zuverlässigen Besko.
    Besonders erfreulich, dass Spieler wie Obi, Nowak und Buzas getroffen haben. Wir bestimmt ihr Selbstbewustsein stärken.
    Drei Matchbälle sollten genügen um die nächste Runde zu erreichen, vor allem dann, wenn auch das Powerplay funktionniert.
    Also weiter so Jungs.

  9. Da muss ich mich mal wieder kritisch meine Kommentare hier hinterfragen. Nach dem letzten Hauptrundenheimspiel habe ich geschrieben, dass es in erster Linie auf unseren ‚C‘ ankommen würde, wenn was gehen sollte. Dieser Einschätzung lagen natürlich schon auch die Erkenntnisse der Hauptrunde zu Grunde, insbesondere die letzten paar Spiele, die ja auch ziemlich ernüchternd abliefen. Aber Pustekuchen! In den letzten drei Spielen ist hier ein Team am Werk, wo wirklich jeder dazu beiträgt, dass solche Ereignisse wie gestern Abend möglich sind.
    Sicher, die Roosters waren nicht wirklich auf der Höhe (sind ja mehrfach sogar ohne jeglichen Kontakt mit einem Ice Tiger hingefallen), aber in erster Linie war das eine Demonstration der Stärke unseres Teams! Und es ist bei weitem nicht nur die gravierende physische Überlegenheit.

    Einige Spieler noch hervorzuheben ist eigentlich unsinnig und überflüssig, dennoch:

    – der furiose Marius Möchel: wie konnte er nur sein wahres Leistungsvermögen so lange vor uns verborgen halten? Sein Tor zum 3:0 war beinahe alleine das Eintrittsgeld wert.

    – das Unterzahl-Monster David Steckel: nicht erst jetzt in den Playoffs, aber auch hier eine wahre Freude ihm zuzusehen, wie er in Unterzahl dem Gegner zusetzt.

    – Tyler Beskorowany: die Ruhe in Person, rechtzeitig offenbar in Top-Form.

    Hoffe nun, dass das Team morgen weiter so spielt und alles klar macht. Die Gefahr (ja, die Gefahr!), dass man das Ganze angesichts der Überlegenheit der letzten drei Spiele nun etwas lockerer angehen könnte ist schon da, wie wir in der Hauptrunde ja schon gesehen haben. Falls die Mission Halbfinale (vorläufig!) doch noch misslingen solte, haben wir den Titel „Playoff-Deppen“ auf Jahrzehnte sicher.
    Nein!!! Das darf und wird nicht passieren!!!

  10. Hallo,

    genialer Abend, geniales Spiel, sehr guter Blog.

    Ich hab vor Wochen schon gesagt, wenn Oblinger auch noch trifft, werden wir Meister… nun…
    Und Abbitte an Wilson. Keine Verletzten und ein Team, das die Playoffs spielt wie noch nie eine Mannschaft der IceTigers. Dominant. Clever. Unglaublich.

    Der Rest steht schon irgendwo…

    Gruß
    Stefan

    #nurnoch9 #nurderTitel

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