Spiel zwei: Fünf Dellen in der Bande

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Dafür spielen sie das ganze Jahr, sagen sie. Aber wer denkt an Roman Horlamus, der sich dieses ganze Jahr durch die Republik tickert? Wer denkt an die Fanreporter, die dem Pressesprecher in Kleinstwagen hinterherfahren? Und wer denkt an die Fans, die das ganze Jahr über ihre seltsame Sportart mit ihrem seltsamen Modus und ihren seltsamen Riten gegenüber Freunden, Verwandten und Kollegen verteidigen müssen? Playoffs, dafür geben sie ihr Geld aus, dafür arbeiten, leben und leiden sie alle. Playoffs, das ist ihre Zeit im Jahr. Nur dann nimmt das Fußballland Notiz von ihrer Sportart, nur dann macht dieser ganze Blödsinn endlich Sinn. Das 4:2 geht immerhin als kleine Entschädigung durch. Playoffs aber sollten so viel mehr sein als 60 Minuten hartes Eishockey. Achja, die sieben Blogger sind tot (und leben nur in der URL weiter). Es leben die Männer, die auf Tiger starren.

Ein Satz, ein Stockschlag (kurz und schmerzvoll)

  • Vortäuschen einer Strafe ist ein Delikt, das viel zu selten geahndet wird, sollte am Ende dieser Serie aber allein Matt Murley dessen überführt werden, spricht das nicht für Euer Urteilsvermögen, liebe Schiedsrichter.
  • In diesem Zusammenhang: Brad Ross ist eine unglaubliche Nervensäge.
  • Allein Yasin Ehliz hat fünf Dellen in die Bande gecheckt – auch weil das niemand widerlegen kann, behaupte ich, dass eine Nürnberger Playoff-Mannschaft noch nie so viele Checks ausgeteilt hat, wie diese Ice Tigers heute.
  • Starke Leistung der Defensive der Ice Tigers – allerdings gilt das nicht für das Aufbauspiel aller Verteidiger.
  • „Scheiße, Scheiße, Scheiße – Iserlohn“ lässt sich schön singen und war beinahe so etwas wie lustig, als sich Jens Riewa damit zum Hanswurst gemacht, aber nur „Scheiße, Scheiße, Scheiße – Iserlohn“ zu singen, statt zwischendurch auch mal die eigene Mannschaft zu feiern, ist ein bisschen, nunja, irritierend.
  • Großartige Szenen, die man so erst beobachten darf, wenn die Bärte sprießen: Reinprecht und Ehliz versuchen, den Puck ins leere Tor zu arbeiten, verlieren ihn, spurten den Iserlohnern hinterher, Ehliz schiebt dazu noch Reinprecht mit dem Schläger an; Alexander Oblinger pflügt durchs Iserlohner Drittel wie einst Cam Neely, legt den Puck perfekt für Marius Möchel auf; Leo Pföderl ist in jedem Wechsel eine Gefahr für das Tor des Gegners; diese Erleichterung im Gesicht des Spieler des Jahres, wenn er trotz seltsam versteifter Handgelenke und einiger zuvor vergebener Chancen den Schlusspunkt ins leere Tor setzen darf.
  • Gut, Colin Frasers Beitrag zu diesem 4:2 war auch überschaubar, aber kann irgendjemand bezeugen, dass Jason Jaspers an diesem Spiel teilgenommen hat?

Das Spiel (präsentiert von der New Earth Army)

Als die Fans in der Südkurve ihr Spruchband hochgehalten hatten, sah es kurzzeitig so aus, als würde sich Ralf Neiß eine kurze Pause gönnen wollen, um Rob Wilson auf die schöne Geste aufmerksam zu machen. Tatsächlich sprach er nur etwas mit dem Cheftrainer ab und tauchte dann ab, um dem Cheftrainer etwas zu besorgen. Auch Patrick Billinger blickte kurz die Ränge hinauf und konzentrierte sich dann wieder auf seine Arbeit. „Hut ab vor dem was die zwei da leisten“, sagte danach Patrick Reimer. „Die haben ja schon wieder gearbeitet, als wir gemeinsam mit dem Bus angekommen sind. Wir wollten das für sie machen. Aber da beißt du bei den beiden auf Granit.“ Und dann sagte der Kapitän noch, dass der glückliche Ausgang („nicht nur für unsere Jungs, auch für den dritten Unfallteilnehmer“) dieses schweren Zwischenfalls, vor allem aber der Einsatz der beiden Betreuer, „die Mannschaft natürlich positiv beeinflusst hat“. Man übertreibt wohl auch nicht vollends, wenn man behauptet, dass die Spieler Partie zwei auch für Neiß und Billinger gewonnen haben. 20 Minuten lang spielten die Ice Tigers mit Herz und Leidenschaft, nach dem ersten Seitenwechsel spielten sie dann auch noch clever.  Die Geduld war diesmal noch wichtiger als die vielen Checks. Die Hartnäckigkeit, immer wieder schnell umzuschalten, ermöglichte David Steckel das 3:1.

Das 2:1 zuvor war das Ergebnis von Yasin Ehliz‘ Willen und Steven Reinprechts Technik:

Und das 1:1 geht inzwischen als typischer Pföderl durch:

Das heutige Playoff-Monster

Leo Pföderl war der beste Spieler auf dem Eis. Punkt. Pföderl ist ein Torjäger, in den Playoffs aber zeigt er sein 200ft-game. Noch beeindruckender trat nur Yasin Ehliz auf. Seine Checks hinterließen allesamt Wirkung, vor allem aber waren sie alle sauber und nicht alle subtil. Ehliz sucht sich keineswegs nur Spieler aus, die kleiner sind, da wäre die Auswahl ja auch etwas arg überschaubar. Ehliz sucht nach großen Gegnern mit einem gewissen Ruf, deshalb ist David Wolf sein Lieblingsgegenspieler und wenn der gerade schon Golf spielt, nimmt er auch mit seinem künftigen Teamkollegen Colten Teubert Vorlieb. Dass der dann auf sein Knie fällt, kann einen Ehliz kurz aufhalten, aber nicht stoppen. Das einzige Problem: Ehliz ist in dieser Form erneut der beste Spieler des Paradesturms. Für Thomas Sabos geheimes Klonprogramm sind Ehliz und Pföderl jedenfalls zwei vielversprechende Kandidaten.

Ehrenvolle Erwähnung: Sasa Martinovic, Derek Joslin, Marco Nowak.

Playoffs, Baby?

Ja. Mehr kann man auch von einer mit Olympiasiegern, Weltmeistern und Stanley Cup-Siegern besetzten Mannschaft nicht erwarten. In Iserlohn beginnt nun eine best-of-five-Serie und Martin Jiranek erwartet „ein sehr interessantes Spiel, denn beim dritten Spiel in fünf Tagen wird bei beiden Mannschaften, die Müdigkeit einsetzen. Man wird sehen, welche Mannschaft nach zwei harten Spielen das Niveau halten kann. Wir wollen weiterhin hart und schnell spielen. So wie heute. Der Sportdirektor spekulierte dann noch, dass „diese Serie wird länger gehen als kürzer gehen“. Was auch immer das bedeuten mag, da wollen wir uns ganz nach Leo Pföderl richten: Jiranek hat immer Recht.

Gerhard, die Rolle (alles über Goalies, Torhüter und Schlussmänner)

Am Samstag im Bus wollen die Coaches entscheiden, ob sie ihre Möglichkeiten komplett ausschöpfen möchten oder ob Tyler Beskorowany den pre-game-skate trotzdem wieder als erster Torhüter verlassen darf. So früh wird sich also entscheiden, ob sie das Risiko dieser vermeintlichen Stärke im Hinblick auf lange Playoffs vollends gehen wollen, oder Beskorowany dauerbeansprucht wird. „Rein von den Schüssen her hatte Tyler bisher nicht so viel zu tun“, sagte Jiranke. „Aber die Entscheidung, ganz ehrlich, wird nicht leicht.“ Der Kanadier hat den Coaches bisher keinen Grund gegeben, aus sportlichen Erwägungen über einen Wechsel nachzudenken. Das 4:2 war vor allem deshalb kein einfaches Spiel, weil Beskorowany zwischen seinen Paraden immer wieder lange, beschäftigungslose Phasen zu überstehen hatte. Auf der anderen Seite wurde Matthias Lange schön warm geschossen. Bei Steckels 3:1 sah Iserlohns Torhüter trotzdem nicht so souverän aus. Auch Jari Pasanen wird alsbald „eine Entscheidung“ treffen müssen, „die wird, ganz ehrlich, nicht ganz leicht“.

Ladies and gentlemen, this is your captain speaking

„Alle Jungs haben heute einen Superjob gemacht. Marius Möchel am Ende noch einmal mit einem großen Block. Tyler hat ein Superspiel gemacht. Super Mannschaftsleistung. Am Sonntag müssen wir so spielen wie heute. Ganz klar. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn wir mit derselben Einstellung ins Spiel gehen, dann macht das keinen Unterschied ob wir hier spielen oder in Iserlohn.“

Unser Mann auf der Tribüne (für alle, die nicht dabei waren)

Marc El-Sayed dürfte plötzlich ganz heiß geworden sein, als Yasin Ehliz nach einem kurzen Belastungsversuch, wieder behandelt werden musste. Kurtis Foster wiederum wird jeden einzelnen Fehlpass mitgezählt haben, den sich Casey Borer im eigenen Drittel geleistet hat. Wenn Tyler Beskorowany eine Pause bekommt, werden am Sonntag beide mitspielen dürfen. Wenn der Kanadier im Tor steht, wird Rob Wilson seine Aufstellung wohl nicht ändern.

Und was sagt eigentlich Jens Riewa dazu

Iserlohn war klar unterlegen und hatte trotzdem bis zuletzt die Chance, auch Spiel zwei noch zu gewinnen. Offensiv war das nicht beeindruckend, wie die Roosters in Nürnberg aufgetreten sind. Defensiv aber war das bis auf zwei Ausnahmen herausragend.

17 Kommentare in “Spiel zwei: Fünf Dellen in der Bande

  1. War ein fast perfektes Spiel des Teams – einzige Negativpunkte: Chancenauswertung und Klubertanz dumme Strafe.

    Will man Spieler vom Kollektiv herausheben kommt man um die 1. Reihe nicht rum und hier vor allem Ehliz aber auch die anderen waren öfters mal körperlich präsent. Aber auch Borer muss man erneut hervorheben, hat auch gut vor der ersten Pause das wahrscheinliche 1:2 verhindert. Martinovic und Printz sind da hinten eine Bank. Heatley hat heute auch geackert wie ein Verrückter und gemessen an den bisherigen Spielen war Murley heute sehr positiv auffallend.

    Allerdings hat man auch mal wieder gesehen warum Pfleger noch nicht ganz so weit ist wie ein Pföderl. Da ist mir oft zu viel „Zauberpass“ dabei. Daher derzeit zu recht in Reihe 4.

    Schiedsrichter wirkten im ersten Drittel mit einem PO-Spiel überfordert und das im letzten Drittel vier Mann einen klaren Kopfstoß nicht sehen ist auch schon mehr als peinlich.
    Schukies mag ein guter Linesman gewesen sein aber kein guter HSR und Brill macht eh was er will

  2. Eigentlich ganz einfach: Wenn die Ice Tigers weiter mit solcher physischen Präsenz agieren, dann geht’s ins Halbfinale. Aber nur dann. War gestern deutlich zu sehen, wer die bessere Mannschaft ist.
    Bärenstark Yasin Ehliz, zumindest bis zu der Szene, als er angeschlagen kurz vom Eis musste. War aber wohl nicht so schlimm, da er im letzten Drittel selbst in Unterzahl wieder gebracht wurde.
    Die dritte Reihe auch endlich mal wieder mit einer gewissen Power. Der Wechsel Buzas für Pfleger hat sich gelohnt.
    Zu den Schiris wollte ich eigentlich nix mehr sagen. Aber man kann und will sich ja nicht so einfach damit abfinden. Für Deutschlands beste Liga ein Armutszeugnis!

  3. Hallo,

    DAS war endlich PlayOff – Hockey!
    Große Emotionen, hart, aber immer fair, dafür lieben wir diesen Sport…

    Neben der sehr guten Defensivarbeit war für mich vor allem die endlich, endlich gezeigte Physis der Schlüssel. Iserlohn fand offensiv nicht wirklich statt und hatte spätestens nach dem Ausgleich keine wirkliche Chance, das Spiel zu gewinnen. Wie Reimer schon sagt, mit dieser Leistung kann man auch in Iserlohn gegen die Roosters, die Zuschauer und die Schiedsrichter gewinnen.

    •Vortäuschen einer Strafe ist ein Delikt, das viel zu selten geahndet wird, sollte am Ende dieser Serie aber allein Matt Murley dessen überführt werden, spricht das nicht für Euer Urteilsvermögen, liebe Schiedsrichter.

    Danke Sebastian für diese Anmerkung. Dieser Sport hat diese Schiedsrichterleistungen nicht verdient…
    Die Strafe gegen Pföderl mag so im Regelbuch stehen, dumm war sie obendrein… aber wenn das immer konsequent gepfiffen werden würde, hätten wir die Finalserie 2007 KOMPLETT in Überzahl gespielt, Rene Corbet wäre keine Minute der Strafbank entkommen….

    Ansonsten: #nurnoch11 #nurderTitel 🙂

    Herzliche Grüße
    Stefan

  4. Sehr viel Gutes steht schon da. Nur noch: Sollte sich keiner verletzt haben, würde ich die Mannschaft genau so wieder auflaufen lassen.
    Was sagte mein Sohn auf der Heimfahrt: „Das war ein Spiel, warum ich Eishockey so liebe. Und das war ein Spiel, warum PlayOff Hockey süchtig macht.“
    Wir sehen uns Sonntag am Seilersee. #11togo

  5. Ich lese den Blog immer gerne, aber nach dieser Stimmung gestern davon zu sprechen das nur „scheiß Iserlohn“ gesungen wurde ist gelinde gesagt lächerlich.
    Es wurde exakt 4 mal gesungen (vor dem Spiel und nach den ersten 3 Toren) – macht demnach ca. 4 Minuten von 2,5 Stunden Brutto Spielzeit….

    Vielmehr sollte mal erwähnt werden was sich innerhalb von einem Jahr alles zum positiven abseits des Eises verändert hat. Wie viele Spiele hatte man die letzten Jahre gegen WOB, Krefeld oder Schwenningen als man die Spieler auf dem Eis gehört hat? Wie viele Choreographien gab es in den letzten 10 Jahren?

  6. Wenn mal jemand fragen sollte, wie man in den Playoffs erfolgreich Eishockey spielt, zeige ich ihm einfach die Aufzeichnung des gestrigen Spiels.
    Die Mannschaft hat hart gespielt, (fast) ohne durch unnötige Fauls Strafzeiten zu provozieren. Sie hat clever agiert, ohne jedoch überheblich zu sein. Sie war extrem torgefährlich, ohne dafür die defensive Stabilität zu opfern. Und sie hat gezeigt, dass nahezu jeder ihrer Spieler besser ist als das Iserlohner Pendant. Die Roosters waren weitgehend chancelos und hatten keine Antwort auf das dominante Körperspiel der Icertigers. Wenn wir diese Leistung konstant auf das Eis bringen, ziehen wir in Halbfinale ein. Allerdings auch nur dann.
    Einziges Manko: Bei der Anzahl hochkarätiger Chancen muss man eigentlich ein, zwei Tore mehr erzielen. Dann wäre es ein für Playoff-Verhältnisse geradezu geruhsamer Abend geworden.

    Zur Aufstellung: Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund etwas zu ändern. Besko agiert ruhig und war bei beiden Gegentoren chancenlos.

    Die Schiedrichterleistung hat erneut bewiesen, dass praktisch alle Schiedrichter dieser Liga mit der Schnelligkeit, Komplexität und Härte des Spiels überfordert sind. Das mag am 18. Spieltag der Hauptrunde nur ärgerlich sein, in den Playoffs kann das eine Saison zerstören.

    Wollen wir doch mal sehen, ob wir morgen nicht dem Rooster ganz zart ein weiteres Federchen aus seinem Gewand zupfen können. Auf dass der Eishockeygott das Pferd ordentlich peitsche.

    Übrigens: Noch immer müssen die Kommentartexte offenbar in übermenschlicher Geschwindigkeit eingegeben werden um das Time-Out zu überwinden. Naja, die Playoffs sind eine Zeit der Herausforderungen.

  7. Ich kann nicht verstehen es immer alle gegen die Schiedsrichter haben. Die Strafen gegen uns waren alle korrekt. Vielleicht hätte es gegen Iserlohn auch die eine noch geben können. Aber so eine Erwartungshaltung ist unrealistisch. Man kann unmöglich jede Situation 100 prozentig über 60 Minuten richtig erkennen. Wie man bei diesem Spiel gesehen hat, hat die Mannschaft mit der besseren Leistung gewonnen die Schiedsrichter haben keinen Einfluss darauf gehabt

  8. Ich konnte das Spiel gestern nur im TV sehen, daher kann ich nur aus der Perspektive etwas beitragen. Was die Kommentatoren x-mal voller Respekt betont haben und was auch mein Eindruck war, ist, dass die Icetigers das Spiel nicht zuletzt dank besseren Coachings gewonnen haben: ein exakt auf den Gegner abgestimmtes Spiel (natürlich auch perfekt umgesetzt von der Mannschaft). Wenn das kompromisslose Körperspiel kein „Zufall“ aus der Situation bzw. aus den Köpfen der Spieler heraus war, sondern wirklich der vom Coach geplanten Linie entsprach, dann kann man das gar nicht hoch genug würdigen. Uns hat’s in den letzten Jahren in den Playoffs immer an klugem Coaching gemangelt – mal mehr, mal weniger (meistens mehr), ein Defizit war’s irgendwie immer, während uns die Gegner teilweise sauber ausgecoacht haben. Nun ist die Serie noch lang und man darf natürlich, gerade als Nürnberger, noch nicht in Euphorie ausbrechen. Aber der Abend gestern hat Mut gemacht, dass wir auf diesem einen Gebiet seit langen Jahren mal wieder einem Playoffgegner nicht unterlegen sein werden.

    Freu mich, dass das jetzt ein reines Eishockeyblog ist, das war fällig. Der Titel mit hübschem Filmzitat ist klasse, ebenso das „About“-Textchen. Bei mir leben die 7 Blogger allerdings übrigens nicht nur in der URL weiter, sondern auch im Kopfelement, da sind immer noch die 7 Herren beim Ringelpiez zu sehen – das wäre vielleicht gegelegentlich auch noch anzupassen. Aber im Moment gibt es wahrlich Wichtigeres.

  9. Das einzige Problem gestern, war die Chanceverwertung, ich hoffe dass #17 Arme und Handelenke jetzt wieder locker sind nach dem Tor

    Der Blog wie immer klasse, aber bitteeeeeeeeeee in den Playoffs auch nach Auswärtsspielen

  10. @boemsso_nn:
    1.) Fangesang Iserlohn: Der geneigte Tigers – Fan versucht natürlich immer philosophische Zitate einzubauen und Du must zugeben, das mit Iserlohn lag näher als das mit Michelle 😉
    2.) Genialer Name, genialer Film, gut Wahl!

    Gruß
    Stefan

  11. Ich wollte Wolfgang zu den Fangesängen gefühlsmäßig heute nachmittag bereits recht geben, habe ich es doch auch in der Südkurve ganz anders empfunden, als es hier im Blog dargestellt wird. Durch Ihre Meinung, Herr Benesch, die ich sonst sehr schätze, war ich dann aber doch etwas verunsichert. Ergo hab, ich mir (nach gestern abend live und in der N8 als Aufzeichnung) einfach das gesamte Spiel heute zum dritten mal angesehen – diesmal auch mit Augenmerk auf Stimmung und Fangesänge.

    Ich habe mir dabei die Mühe gemacht, eine Liste zu führen, um zu verfolgen, wann welcher Fangesang ungefähr wie lange gesungen wurde. Diese Liste will ich hier nicht in der Gänze breit treten. (Wer will kann mich ja anschreiben und bekommt sie dann per Mail.) Nur soviel: Es war fast die ganze Bandbreite der Songs und Sprechchöre dabei, die Nürnberg drauf hat. Iserlohn war (trotz ständiger Beteuerung der Iserlohner Fans) so gut wie gar nicht zu hören.

    Selbst das „Scheiß Iserlohn“ ging 2 von 4 mal relativ schnell über in „Rot und Blau ein leben lang….“. Das Team wurde – entgegen der Darstellung im Blog – durchaus stark angefeuert. Nach jedem der beiden Gegentore kam bspw. ein sehr energisches und anhaltendes „Auf geht’s Nürnberg, kämpfen und siegen…!“ Insgesamt wurde also tatsächlich ca. 3-4 Minuten „Scheiß Iserlohn“ gesungen.

    Der langen Rede kurzer Sinn: Der Kommentar hier im Blog irritiert mich nun doch sehr. Ich frage mich, woher die unterschiedlichen Wahrnehmungen kommen und wie der Eindruck entstehen konnte, man habe nur „Scheiß Iserlohn“ gesungen und die Mannschaft nicht unterstützt….

    • Gut.
      Ich habe einen Fehler gemacht.
      Mir war das zu viel Scheisse, wahrscheinlich werde ich zu alt für den, naja.
      Aber es war nur ein Satz, den ich vergessen habe, ins Verhältnis zu der ansonsten famosen Stimmung zu setzen. Großartige Choreografie, berührender Gruß an die Betreuer. Da war alles dabei, was man sich von einem Playoffspiel erhoffen darf, fürwahr. Das war es dann auch, wenn man ständig wieder Jens Riewa ins Spiel bringt, sollte man sich nicht beschweren, wenn das andere auch machen.
      Außerdem muss ich jetzt los. Sauerland, ich freue mich auf dir.

  12. Dialog des Abends auf Servus TV: Reimer (nach dem Pfiff gegen Pföderl): „Der berührt ihn doch gar nicht!“ (2×) Brill(e): „Doch. Äh, äh… (stammel, stotter) Der (Lange) hat die Scheibe sicher und er schlägt ihm mit dem Stock gegen die Fanghand“. Reimer: „Ach, hör auf!“ Dann Schnitt, Zeitlupe: Pföderl stochert ihm kurz unten gegen den auf dem Boden liegenden Schoner… Ansonsten waren aber trotz erwiesener Unfähigkeit der beiden Schiris alle wesentlichen Entscheidungen korrekt, so schwer es auch fällt das zuzugeben.

    Ich bleibe trotzdem noch skeptisch; die gestrige Leistung sollte eigentlich eher der Normalfall als die Ausnahme sein. Ich wünsche mir, dass sie es nach 54 Spielen jetzt endlich gerafft haben und morgen nachmittag auch auswärts zeigen, dass sie einfach besser sind als Iserlohn.

  13. Zitat Jens: „Der Blog wie immer klasse, aber bitteeeeeeeeeee in den Playoffs auch nach Auswärtsspielen“

    Ja, ja, bitte! Überhaupt nach jedem Spiel. *fleh*

    Und sonst: Pucki rockt euren neuen Header. Aber sowas von.

Kommentare geschlossen.