Spiel eins: Playoff-Pause

stecks

Es sind wohl noch immer Playoffs. Zumindest behauptet das die Deutsche Eishockey-Liga. Es fühlt sich aber nicht mehr an wie Playoffs. Stimmung wie einst beim Wurmbergpokal und eine Nürnberger Mannschaft, die schon irgendwie wollte, aber wohl nicht mehr konnte, die auf auf dieses 2:6 aber immerhin völlig unbeeindruckt reagierte. Der Höhepunkt des Tages verrät alles über diesen unerfreulichen Ausflug nach Wolfsburg: Wir waren in Pissen. Weiter lesen

Spiel sechs: Frohe Ostern!

halbfinale

Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! Halbfinale, hej, hej! (Den ultra-emotionalen Einstieg habe ich mir für den Sportteil der Nürnberger Nachrichten aufgehoben – deshalb: dringende Kaufempfehlung am Dienstag) Weiter lesen

Spiel fünf: Dann eben wie 2007

Das lange Warten nach dem schnellen Tor: Die Spannung schien sich mit jeder Minute zu potenzieren. Spannung hoch zwei hoch 59 (wer hier einen Mathe-Blog erwartet hat, weiß spätestens jetzt, dass er sich verklickt hat), oder so. Umso befreiender war der Jubel, als tatsächlich klar war, dass es tatsächlich Scott Kings eher zufälliger Treffer war, der den Ice Tigers zum zweiten Mal seit 1999 den Weg ins Finale geebnet hatte. Das 1:0 vom Karsamstag 2007 war vielleicht das spannendste Ice Tigers-Spiel in der Arena. Und wann findet Spiel sechs in der Viertelfinalserie gegen Iserlohn statt? Genau. Weiter lesen

Spiel vier: Sergio wer?

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Eigentlich haben am Eingang heute die Jungs gefehlt, die sich so furchtbar hart finden, dass sie Vodka aus Flaschen trinken. Die, die die Baseballcaps mit dem Schirm seitlich auf den Kopf setzen, die, die die XXL-Footballtrikots tragen, die Hosen in der Größe von Günter Strack und obendrein verkehrt herum, die, die einen Arm aus dem Ärmel hängen lassen, die, die die nicht gehen, sondern Schlendern und sofort die Fäuste sprechen lassen, wenn man es wagt, den Blick in den ihrer Freundin zu richten. Ja, genau, die Jungs eben, die wir alle kennen von den Autoscootern dieser Welt, die Rächer aller Schulabbrecher, die das Gymnasiastenblut fließen lassen. Die Arena am Kurt-Leucht-Weg, sie war heute ein Autoscooter, einer, in dem es alle paar Sekunden krachte und schepperte. Aber es waren keine lächerlichen Plastikwagen mit Gummilippen, es waren große, starke, Thomas Sabo Ice Tigers, die aus Iserlohn nach zehn Minuten bereits jeglichen Mut herausgecrashed hatten, als kämen sie vom Seilersee-Gymnasium und hätten nicht nur in die Richtung der Frauen Oblinger, Segal, Steckel geblickt, sondern es gewagt, ihnen auf den Hintern zu starren. Das Ergebnis dieser 60 Minuten Kirmeshockey war verheerend für die Gäste: 7:1 (2:0, 2:0, 3:1) – und Iserlohn steht bereits am Abgrund des Playoff-Berges. (Ein gemeinsames Blogwerk von Christoph Benesch und Sebastian Böhm) Weiter lesen

Spiel drei: Mit Schimm am schönen Seilersee

BeskoJaspy

Jarkko-, Lemay- und Brüggemann-Trikots. Fanclubs, die sich Sauerländer Bauerntölpel nennen oder Sitzplatzkanacken. Eine Fallblattanzeigetafel. Zuschauer direkt hinter der Bande. Es war ein schöner, ein sentimentaler Trip in die Eishockey-Vergangenheit, dieser Sonntagsausflug an den Seilersee. Und wie schon nach dem Playoff-Qualifikationsspiel im Berliner Wellblechpalast vor einem Jahr war da plötzlich wieder diese Sehnsucht nach dem Linde-Stadion. Eine unerklärliche Sehnsucht, die wohl erst vergehen wird, wenn in der Arena Nürnberger Versicherung mal wieder ein echter Playoff-Erfolg gefeiert werden kann. Eine Aussicht, die nach dem 4:1 in der wunderbaren Atmosphäre in der Eishalle am Seilersee plötzlich wieder realistisch zu sein scheint. Weiter lesen

Spiel zwei: Fünf Dellen in der Bande

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Dafür spielen sie das ganze Jahr, sagen sie. Aber wer denkt an Roman Horlamus, der sich dieses ganze Jahr durch die Republik tickert? Wer denkt an die Fanreporter, die dem Pressesprecher in Kleinstwagen hinterherfahren? Und wer denkt an die Fans, die das ganze Jahr über ihre seltsame Sportart mit ihrem seltsamen Modus und ihren seltsamen Riten gegenüber Freunden, Verwandten und Kollegen verteidigen müssen? Playoffs, dafür geben sie ihr Geld aus, dafür arbeiten, leben und leiden sie alle. Playoffs, das ist ihre Zeit im Jahr. Nur dann nimmt das Fußballland Notiz von ihrer Sportart, nur dann macht dieser ganze Blödsinn endlich Sinn. Das 4:2 geht immerhin als kleine Entschädigung durch. Playoffs aber sollten so viel mehr sein als 60 Minuten hartes Eishockey. Achja, die sieben Blogger sind tot (und leben nur in der URL weiter). Es leben die Männer, die auf Tiger starren.

Weiter lesen

Spiel 51: Sommer in Hamburg, Spaß in Nürnberg

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Wnter

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Was für eine Mannschaft – groß, stark, gemein, ausreichend spielstark, drei kompetente Torsteher, drei, nein, vier deutsche Torjäger. Auf dem Papier ist das schon beeindruckend, wie muss das erst auf dem Eis aussehen? Und dann erst in den Playoffs. Denn für die Playoffs ist diese Mannschaft doch gebaut. Blöd nur, dass die Playoffs ohne diese Mannschaft stattfinden. In Hamburg beginnt der Sommer bereits am späten Sonntagnachmittag. In Nürnberg beginnt der Spaß erst zehn Tage später. Und egal, ob Trikotträger, Hockey-Groupie, Duracell-Trommler, Gelegenheitsstripper oder ahnungloser Berichterstatter – das muss man, Pardon, einfach geil finden. Das unerwartet aufregende 1:2 gegen den Eisbären wird dann bereits vergessen sein. Deshalb wird es dieser letzte reguläre Blogeintrag dieser ordentlichen Saison unsterblich machen. Weiter lesen