Spiel 49: Noch darf sich das Pferd schonen

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Ist es jetzt bedauerlich Gimli, Sohn von Gloin, den noch immer endlässigen Sascha Goc oder, ja, warum denn nicht, auch Matt Pelech nicht mehr sehen zu dürfen? Oder muss man sich mit den Thomas Sabo Ice Tigers freuen, dass sie sowohl in der greisen Punkterunde als auch in der schönsten Zeit des Jahres nicht mehr gegen die Schwenninger Wild Wings spielen müssen? Egal. Wichtig an diesem 4:2 war ja ohnehin nur, dass der Joker wieder aus voller Überzeugung grinsen kann. Weiter lesen

Spiel 48: Playoffs, Baby! (Update)

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Foto: Sportfoto Zink/Matthias Winter

Nicht immer muss es von Nachteil sein, wenn man es nicht rechtzeitig zum Auftritt des Bullykinds schafft. Tatsächlich erhöht sich die Chance auf einen guten Parkplatz – selbst wenn nebenan Fußclub und Kleeblatt aufeinander losgelassen werden. Und nicht immer verpasst man etwas, wenn man die ersten Minuten eines Eishockeyspiels nicht sieht. Beim 3:1 gegen Köln hätte man getrost auch die ersten 37 Minuten versäumen können und danach trotzdem noch einen netten Abend in der Arena verbracht. Durch das 3:1 gegen Köln setzen die Thomas Sabo Ice Tigers ihre Saison nach Spieltag 52 erst im Viertelfinale fort (zumindest behauptet das Martin Jiranek und dem Sportdirektor muss man bekanntlich alles glauben), weshalb man sich schon ein wenig Vorfreude leisten darf auf die Jahr für Jahr erstaunliche Metamorphose des Eishockeys im Frühjahr. Noch wurde allerdings kein Playoff-Eishockey geboten – selbst wenn das ein ehemaliger NHL-Trainer anders gesehen hat. Weiter lesen

Spiel 46: Dreikampf vorerst beendet

Foto: Zink/Matthias Winter

Foto: Zink/Matthias Winter

Er gab sich unaufmerksam. Beobachtete aber seinen Gegner. Wartete auf einen Fehler. Wie ein Falke. Ein Falke auf flachen Schlittschuhen, in dicken Hosen. Zudem redete er, freundlich wie immer, geistreich wie meistens. Brachte seine Zuhörer zum schmunzeln. Und als es niemand erwartete, schlug er zu und spukte seine Gegenüber unmerklich zwischen die Beine. Five hole. Sein Gegner, also ich hatte gar nichts gemerkt. „Och, das ist mir jetzt aber unangenehm.“ Sein Grinsen aber verriet, dass ihm das so unangenehm gar nicht war. Ein Teufelskerl, dieser Andreas Jenike. Ein ziemlich guter Torhüter ist er obendrein. Und der Hauptdarsteller der Geschichte dieses 4:1 gegen Straubing. Weiter lesen

Spiel 44: War doch klar!

besko

Foto: Roland Fengler

Gut haben sie ausgesehen in ihren fleckigen Unterhemden, mit ihren Vokuhila-Haarschnitten, unter ihren Schweißbändern, die an diesem Abend längst kapituliert hatten, in ihren Ballonseide-Säcken, hinter ihren grellen Sonnenbrillen und eben sonst so allem, was die Muttis an einem Sonntagmorgen in Crakau, Benrad oder Bockum aus dem Schrank kramen. Aber erst nach dem Eintauchen in diese kleine grölende Gruppe junger Männer war mir klar, warum sie von Beamten in täuschend echten SEK-Kostümen bewacht worden waren. Die Gäste-Fans sahen nach dem 1:3 für Krefelder noch immer großartig aus, hatten dabei einen Dunst entwickelt, der Hyänen ganz wild gemacht hätte. Wenn du also denkst, es kann gar nicht schlimmer kommen als dieses 1:3 gegen den Tabellenletzten – dann kommt dir dessen ausdünstender Gaudiwurm in 80er-Jahre-Optik entgegen. Entsprechend schlecht gelaunt geht es nach dem Klick weiter. Weiter lesen