Spiel 35: Blinder, dou!

Es ist an der Zeit, den Schiedsrichterbeobachter vorzustellen. Den inoffiziellen Schiedsrichterbeobachter, um ehrlich zu sein. Oder, noch präziser: den Generaldirektor unter den inoffiziellen Schiedsrichterbeobachtern. Der Schiedsrichterbeobachter sitzt in der Verlängerung von Reihe zwei der Pressetribüne – einen besseren Platz hätte er sich gar nicht aussuchen können. In normalen DEL-Spielen dauert es schon so zehn Minuten, bis der Schiedsrichterbeobachter die erste Wertung vornimmt, meist ein verächtliches herausgespienes „Blinder, dou“. Als die 6287 Beobachter des Spiels gegen die Berliner Eisbären noch davon ausgingen, ein solch normales DEL-Spiel zu sehen, wusste der Schiedsrichterbeobachter, dass die Schiesdsrichterleistung heute noch ein wenig schlechter ausfallen könnte. Er widmete den vier Schiedsrichtern also nicht „Blinder, dou“ (fränkisch für: Du Blinder), sondern bediente sich eines Worts, dass in einem feinsinnigen Umfeld nicht wiedergegeben werden sollte. Der Schiedsrichterbeobachter sonderte also bereits nach acht Minuten ein „Arschloch“ ab, so verächtlich ihm das nur möglich war. Sein vernichtendes Urteil stand bereits fest – und selbst wenn seine Wortwahl natürlich zu verurteilen ist, gaben sich Willi Schimm und Jens Steinecke auch in den 58 Minuten danach keine Mühe, den Schiedsrichterbeobachter zu widerlegen.

Der Blog zum 3:2 gegen den Eisbären – nach dem Klick heute endlich wieder mit herrlich unqualifizierter Schiedsrichterschelte.

Die Fakten:

35 Spiele, 19 Siege, zwei davon in Verlängerung, zwei nach Penalty-Schießen, 110 Tore, 103 Gegentore – Platz fünf.

Die Superlative:

Tore: 17 Patrick Reimer
Vorlagen: 23, Patrick Reimer
Punkte: 40, Patrick Reimer (damit wieder auf Platz 1 in der DEL, gleichauf mit Will Acton, der dafür allerdings sechs Spieler weniger gebraucht hat)
Plus: 9, Marcus Weber
Minus: -12, Derek Joslin
Strafminuten: 69, Colin Fraser
Power-Play-Tore: 8, Dany Heatley
Unterzahltore: 2, David Steckel
Siegtreffer: je 3, Derek Joslin, Steven Reinprecht, Dany Heatley und David Steckel
Schüsse: 168, Patrick Reimer (Nummer eins in der DEL vor Schwenningens Damien Fleury, 165)
Schussquote: 23 Prozent, Steven Reinprecht (vor Dany Heatley 22%)

Vor der Umkleidekabine, eins:

„Ich habe vom ersten Tag im August an gesagt, dass das eine Gruppe alter Jungs mit einer Menge Erfahrung ist. Da bringt es nicht, zu schreien oder zu brüllen, wenn es mal nicht so läuft. Aber wenn es wichtig ist, ist diese Mannschaft da. In großen Spielen hat der Kampf bisher immer gestimmt. So wie heute.“ (Rob Wilson spricht)

Das Spiel (präsentiert vom Ursus maritimus Flocke):

Danke, Willi Schimm. Danke Jens Steinecke. Vor der schwer zu ertragenden Entscheidung, David Steckel für ein Foul zum Duschen zu schicken, das er nicht begangen hat, das womöglich selbst noch nicht einmal Marius Möchel anzulasten war, sondern das Forian Buschs Schläger verursacht haben könnte, war dieses Spiel gut, überdurchschnittlich gut sogar, nach der Unterzahlphase der Ice Tigers aber wurde es spektakulär. Nürnberg verteidigte sich während der durch Barry Tallackson freundlicherweise verkürzten Unterzahlphase in einen Rausch – obwohl der beste Penalty Killer der Liga, da bereits seinen eng geschnittenen grauen Mantel anlegte. Danach dominierten sie die Eisbären auch offensiv. Leo Pföderl (Dany Heatley hat zwar Vehanens Schoner, nicht aber den Puck berührt/24.) und Patrick Reimer (33.) erzielten die Treffer, es hätten aber auch Casey Borer (25.) und Marco Nowak (26.) sein können oder Marius Möchel (11.) und Casey Borer (38.). Nürnberg hatte Chancen bester Qualität, Berlin allerdings auch – nur sehr viel weniger. Sven Ziegler scheiterte mit einer schwierigen Direktabnahme in seiner Heimatstadt an Tyler Beskorowany (27.) und Jens Baxmann am Pfosten (37.) – nachdem er ganz lange, ganz alleine vor dem Nürnberger Tor hatte stehenbleiben dürfen. André Rankel verdeutlichte Matt Murley dann den Unterschied zwischen törichtem und cleverem Einsatz, Rankel schickte Murley in die Bande und ließ sich dann kurz vor Beskorowany von Murley foulen – nur eines dieser beiden Vergehen wurde geahndet. Per Penalty traf Rankel (33.). Gefühlt war Nürnberg aktiver, gefühlt spielte Berlin die Ice Tigers im Schlussdrittel aber auch an die Wand, es reichte aber doch nur zum späten Ausgleich durch Mark Olver. Dass Heatley den Sieg durch einen gänzlich humorlos verwandelten Penalty sicherte, war verdient, angesichts einer Schussstatistik von 23 zu 43 aber auch ein wenig glücklich.

Vom Eis, eins:

„Ich hatte allgemein bislang nicht die beste Zeit in Nürnberg. Ich weiß auch nicht, was letztes Jahr mit mir los war. Ich weiß es wirklich nicht. Ich war letztes Jahr auch wirklich froh, dass ich hier bleiben durfte. Im Sommer habe ich mein Training dann umgestellt, ich wollte bestens vorbereitet in die Saison gehen. Ich war dann erst einmal 15 Spiele lang 13. Stürmer, aber ich habe auf meine Chance gewartet. Dass ich dann mit der ersten Reihe aufs Eis durfte, das wird einem nicht zufällig serviert, das muss man sich hart erarbeiten.“ (Patrick Buzas fasst seine bisherige Saison zusammen.)

Der NN-Moment des Spiels (präsentiert von der Kleingartenanlage Harmonie/Berlin):

David Steckel kam im grauen Mantel heraus, Kyle Klubertanz ebenfalls in zivil und Philip Lehr nahm Liam Klubertanz mit aufs Eis. Vielleicht muss man sich allmählich daran gewöhnen, dass diese Mannschaft zusammenhält, dass sie an ihr eigenes Gerede von trust, quality, playoff-team, experience und leadership tatsächlich glauben. Nach Siegen sollte man nach Zeichen für den Spaß, den die Mannschaft miteinander hat, zwar nicht allzu ausgiebig suchen. Diese Ice Tigers hinterließen nach dem 3:2 aber tatsächlich den Eindruck einer Mannschaft, die sich durch Siege gegen Mannheim und Berlin bestätigt fühlt und sich durch ein verunglücktes 3:4 gegen Düsseldorf oder durch ein 2:4 gegen München nicht nervös machen lässt. (Tatsächlich war dieser etwas nichtssagende Absatz nur ein Vorwand, um Liam Klubertanz wieder einmal zu erwähnen.)

Vor der Umkleidekabine, zwei:

„Es war ein harter Pfiff gegen Stecks. Es ist nicht einfach, für die Schiedsrichter, alles zu sehen. Aber was frustrierend ist, ist, dass Marco Nowak zuvor drei Zähne wegen eines hohen Stocks verloren hat. Meines Erachtens nach muss man bei generell bei großen Strafen in Betracht ziehen, ob der Einsatz absichtlich war oder nicht. Wenn Blut fließt, sind für mich zwei plus zwei Minuten okay. Aber fünf Minuten und eine Spieldauerstrafe sind zu hart.“ (Rob Wilson)

Übertriebene Härte:

Blinder, dou und dou und dou. Und dou a. Natürlich hat Rob Wilson Recht, ganz so einfach, wie es von der Tribüne aus aussieht, ist der Job der Schiedsrichter nicht. Trotzdem, halbiert man die folgende unvollständige Liste vermeintlichter Fehlentscheidungen, weil einen die Zeitlupe eines besseren belehrt, dann bleibt immer noch das Bild einer ganz schwachen Leistung des unparteiischen Quartetts zurück:

  • Julian Talbot will Marco Nowak von den Vorteilen der Zahnreinigung durch Eishockeyschläger überzeugen. Drei Zähne muss der Dresdner deshalb künftig gar nicht mehr putzen.
  • Beinahe erfoult sich Alexander Oblinger sein erstes Saisontor, das Karma aber hat anderes mit ihm vor.
  • David Steckel verliert ein Bully, das kommt schon mal vor. Steckel will dem Puck hinterher, bleibt an einem Berliner hängen, wahrscheinlich war es aber Marius Möchels Stecken, der Florian Busch so schwer verletzte, dass die Blutspur an seinem Kind erst auf der Bank richtig gut zu sehen war und Busch einfach weiterspielte. Und wenn DEL-Referees Blut sehen, dann schicken jemanden zum Duschen.
  • Supertrumpf: Nürnberg kann sich nur unerlaubt befreien. Beskorowany kann den Puck sichern, die Ice Tigers aber dürfen nicht wechseln. Es kommt es zu einer lebhaften Diskussion zwischen Florian Busch und Kurtis Foster, die auch Wili Schimm aus nächster Nähe verfolgen will. Schimm und Foster und Busch verlassen gemeinsam den Ort des Geschehens, Busch verschwindet auf der Berliner Bank (er darf wechseln) und Foster auf der Nürnberger Bank, dass er nicht hätte wechseln dürfen, registrieren weder Foster noch Schimm.
  • Der Crosscheck Micky DuPonts gegen Alexander Oblinger (Dupont musste springen, um den Helm des Nürnbergers zu treffen).
  • Völlig neue Interpretationen der Icing-Regel, mehrfach vorgeführt durch die beiden Linesmen.
  • Das Foul zum Alleingang von Leo Pföderl.
  • Der Ellbogencheck von Mark Olver gegen David Printz – kurz vor dem 2:2 durch Mark Olver.

Die NN-Three Stars (präsentiert von schwazem Kaffee):

Bronze: Zunächst einmal Grundsätzliches. Die NN-Threes Stars würdigen nicht etwa die drei besten oder die drei auffälligsten oder die drei wichtigsten Spieler des Spiels. Wer kann das schon entscheiden? Nach welchen Kriterien? Was ist wichtiger: eine Vorlage, eine positive Plus-/Minus- Bilanz, ein Tor? Egal, denn die NN-Three Stars richten sich nur selten nach Zahlen. Weshalb man hier ohne Weiteres auch Casey Borer und Marco Nowak nominieren darf. Nowak vor allem zurecht. Nowak ließ sich von Julian Talbit drei Zähne ausschlagen, kurz behandeln und schmiss sich dann weiter in Schlagschüsse oder tauchte unter einem vielbeinigen Rudel ab, um den Puck zu holen. Starkes Spiel für die Nummer acht.

Silber: Dany Heatley war nicht nur im Penalty-Schießen und im Power-Play erfolgreich, Heatley tauchte auch in der eigene Zone auf, spielte gute Aufbaupässe. Und wer er im Power-Play stets nur als Letzter von Fünf den Puck berührt, dann wird er sein Soll übererfüllen.

Gold: Sein Name allein sollte genügen. Es ist 2:34 Uhr. Patrick Reimer war herausragend. Punkt.

In eigener Sache:

Einer unserer erfahrenen Lesern scheitert trotz weitreichender Kenntnisse in den Grundrechtenarten neuerdings an der Vervollständigung des Captcha. Wer damit enefalls so seine Probleme hätte, soll sich btte bei uns melden, damit wir diesem Problem auf den Grund gehen können.

15 Kommentare in “Spiel 35: Blinder, dou!

  1. Hallo,

    Zunächst muss/darf man resümieren, der Einsatz des Teams war auch gestern famos. Gerade nach dem Pfiff gegen Steckel konnte man das so nicht erwarten. Von daher: Befreiungsschlag… 😉
    Zu dem hat Beskorowany gestern zum erstem mal sicher, teilweise sehr stark gehalten und so dem Team den nötigen Rückhalt gegeben. Dafür wurde er gekauft, starke Leistung!

    Schimm & Co. waren gestern unglaublich schlecht. Leider verhindert die DEL und die Medienpartner eine offene Diskussion darüber. Solange die nicht stattfindet, wird sich weiter durch die Liga gepfiffen.
    Die Aussage „cleverer Aktion“ wenn ein klares Foul nicht gesehen wird, kann ich nicht mehr hören. Das ist schlicht ein versagen eines Akteurs auf dem Eis. War beim Viertelfinale in Mnnhmm so (Hecht, soooo clever), war gestern von Rankel so und war auch bei Leo Pföderl’s Move so (allerdings ohne Effekt auf dem Scoreboard).
    Die Liste der Fehlpfiffe/nicht Pfiffe lässt sich beliebig erweitern, e.g. die Aktion von Petri Vehanen als er unmittelbar vor dem Ausgleich seinen Torraum verlässt, Bein rausstellt und dann den sterbenden Schwan markiert kann als unsportliches Verhalten (Die Strafe, die uns vom Fußball unterscheidet), auf jeden Fall aber als Beinstellen gepfiffen werden…

    Three Stars aus meiner Sicht:
    Bronze: Nowak, seh ich auch so, nicht nur wegen seiner Zähne
    Silber: Beskorowany, siehe oben. Wenn alles richtig gepfiffen worden wäre, ein SO. Mit 41 Save’s aber auch so eine starke Leistung
    Gold: Das Team.

    Vielleicht gibt’s ja doch ein Leben nach Fraser… 😉

    Herzlicher Gruß
    Stefan

  2. PS: CAPTCHA funktioniert, aber euer Timeout ist für uns Amateur-Kommentatoren imo wahnsinnig kurz gesetzt. Ohne Copy & Paste geht da nix mehr…

  3. Zum zweiten Mal ein Spiel in Folge, bei dem die Tiger trotz großer Kulisse nicht enttäuschten. Dass ich das noch erleben darf…

    Trotzdem ein Punkt gegen den Spitzenreiter verloren statt zwei gewonnen. Foul hin oder her – wenn der Gegner zwei Minuten vor dem Ende den Goalie rausnimmt, darf man auch mal ein Empty Net anstreben und nicht nur in der eigenen Zone den Puck kurz über die Bande rausspielen wollen. Hat gegen Düsseldorf schon nicht geklappt und gestern auch wieder nicht (gegen Mnnhm zum Glück schon).

    Etwas schmunzeln musste ich, als mein Kollege mitte des letzten Drittels fragte, ob Reimer heute überhaupt spielt. Der war doch an gefühlt jeder Aktion beteiligt?! Zur Ehrenrettung: seine Brille hatte er heute nicht dabei…wie auch Willi Schlimm und sein Kollege nicht-Aumüllerraus-aber-genauso-schlecht Steinecke.

    Jetzt freu ich ich erstmal auf Football heute abend und nacht – Playoffs im freien TV. Besser gehts nicht (und shameless Eigenwerbung: die Vorschau dazu gibts hier: http://www.meine-nfl.de/artikel/playoffs-baby-wildcard-und-news/ )

  4. Ein paar Gedanken zu dem Spiel gestern Abend:

    – Reimer, Reimer, Reimer!! Ich sehe überall nur Reimer!?!?!?!
    – Unterzahl? Na und? Wir haben gute Special Teams!
    – Powerplay? Gut! Wir haben gute Special Teams!

    Wenn man in den PlayOffs weit kommen will braucht man gute Special Teams (und einen Patrick Reimer)

  5. Am Ende ging Patrick Reimer einfach nicht mehr vom Eis…alle wechselten durch, er schnaufte durch – und spielte einfach weiter. Was er da teilweise leistet ist wirklich Übermenschliches. Er nimmt seinen Job immer zu 1000% ernst. Wenn das alle tun, hat jeder Gegner bei uns verloren.
    Und die Probleme mit dem Cache kenn ich…

  6. Offline: Captcha macht hin und wieder Probleme. Problematisch ist, dass das TimeOut viel zu kurz gesetzt ist, so dass man nicht absenden kann, bevor die Seite neu geladen wird.

  7. Es war ein echt tolles Spiel gestern, zwei gute Manschaften, die sich alles abverlangt haben. Problem ist nur, wenn so ein Spiel von 4 Leuten geleitet wird, die einen rabenschwarzen Tag hatten. Normalerweise muss die Liga das Quartett mal für vier Wochen aus dem Verkehr ziehen. Leider geht das kaum, es mangelt an Alternativen.

    Starker Auftritt der Tigers, Pfleger hat einen guten Job in der ersten Reihe gemacht und Butschi brachte unglaublich viel Energie aufs Eis. Defensiv solide, auch Deiler hatte gestern einige gute Saves und strahlte zumeist Ruhe aus.

    Ansonsten allen ein schönes Wochenende, dou!

  8. Sehr engagierter Auftritt unserer Tigers und überhaupt ein spannendes, gutklassiges Spiel. Zu den Schiris wurde schon alles gesagt. Beiden Eisbären-Treffern gingen klare Fouls voraus, also geschenkte Tore. Im letzten Drittel haben die Berliner nochmal richtig Druck gemacht und den einen Punkt dadurch auch irgendwie verdient.
    Ob das die Trendwende war wird sich noch zeigen. Jetzt muss ein ähnlich engagierter und entschlossener Auftritt auch mal gegen einen weniger „prominenten“ Gegner her. Nächste Gelegenheit morgen in Straubing.

  9. To-do-Liste für die kommende Arbeitswoche:
    Bei unserem Blogkanzler anrufen;
    Fragen, was ein TimeOut ist;
    Zwei, drei Vorschläge für eine Blog-Umbennenung einfallen lassen;
    Die Blogosphäre bitten, bessere Vorschläge zu ergänzen;
    Nachrechnen, an wie vielen 5-gege-5-Toren Reimer und Reinprecht zuletzt beteiligt waren;
    Martin Jiranek nach dem Kabitzky-Wechsel fragen;
    Vorschlafen für die Blognacht am Freitag.

  10. Ergänzung der To-do-Liste:

    Martin Jiranek fragen, welche Eindrücke er bei seiner Scoutingspielen gewonnen hat.
    Martin Jiranek fragen, ob der Vertrag von Steckel bereits verlängert ist.

    Obwohl, Steckel…..das ist doch der mit diesem bösen Stockstich gegen Florian Busch….nein, sowas wollen wir hier in Nürnberg nicht sehen…solche Spieler machen den Sport kaputt! 😉

  11. Wo hier gerade von technischen/äußerlichen Änderungen des Blogs die Rede ist: Es ist für einen Blog vielleicht unüblich, aber ich fände es ganz großartig, wenn die Blogger auch zu den Auswärtsspielen jeweils einen (meinetwegen leeren) Eintrag einstellen würden, zu dem dann die Leser, die vor Ort waren, per Kommentar etwas sagen könnten (findet sich bestimmt bei den meisten Auswärtsspielen jemand, der hier in die Rolle des Gast-Bloggers schlüpfen könnte, muss natürlich nicht so ausführlich und feingeschliffen sein). Ich vermisse total kompetente subjektive Eindrücke von Auswärtsspielen, der Spielbericht auf der Icetigers-Seite ist unangenehm rosabebrillt, das Forum ist ja garade bzgl. Spieltagsthreads so gut wie tot, mich ins Facebook-Geschwurbel hineinlesen mag ich nicht, und Printausgabe NN/NZ, nun, wie sag ich’s – das ist bei Auswärtsspielen ab und zu auch schon mal ein bisschen mager. Das hier wäre ein toller Ort für so was, ich fände das ein schönes Experiment – und wenn es nicht funktioniert, also kein Auswärtsfahrer was schreibt, kann man es ja wieder sein lassen.

  12. wenn wir schon mit der Kaderplanung munkeln möchte ich auch was einwerfen, vllt mag das Depthchart sogar Jiranek:

    Foster – Klubertanz/Joslin/Holzer/AL
    Printz – Martinovic
    Teubert – Weber
    Schwarz

    Offensiv:

    Ehliz – Reinprecht – Reimer
    Heatley – Steckel – Pföderl
    Segal – AL/Schütz – Pfleger
    Möchel – Buzas – Oblinger

    Goalies dürften klar weiterhin Jenike und Reimer sein. Bei Reinprecht und Steckel hoffe ich stark auf einen Verbleib. Heatley mit dem Scoringtouch und als Deutscher fast ein Muss. Lass den eine komplette Vorbereitung mitmachen und er ist noch „besser“.
    Holzer wäre ein Wunsch, wenn er nicht mehr zwischen AHL und NHL pendeln möchte und man ihn einen 3-4 Jahresvertrag anbietet. Anders wird man ihn kaum bekommen. Bei Joslin und Klubertanz wird es im Falle entweder mMn auf einen der beiden raus laufen oder eine komplett neue AL sollte Holzer nicht wollen/machbar sein.

  13. zum Captcha bzw Timeout: das Timeout ist zu kurz gesetzt. Bis man fertig geschrieben hat ist das Captcha abgelaufen. Ist aber erst seit 2 oder 3 Blogs so.

  14. Kaderplanungen sind zu diesem Zeitpunkt immer Phantasieprodukte. Wir wollen uns ein bisschen beteiligen. Jeder hat seine Favoriten und Lieblingsspieler. Wir haben folgende Meinung zum Kader für 2016/17.
    Torhüter : Jenike und Reimer, wobei wir beim Reimer immer Bauchschmerzen haben ob er seine gesundheitlichen Probleme jemals in den Griff bekommt. Es drohte zeitweise sogar Sportinvalidität.
    Abwehr: Foster bleibt leider noch ein Jahr, Teubert freuen uns (wenn er kommt),
    Martinovic (sehr gut integriert im Team) , Weber spielt sehr solide
    Schwarz braucht deutlich mehr Spielzeit auf dem Eis
    Joslin – Klubertanz -Borer –Nowak möchten wir in der nächsten Spielzeit nicht mehr im Trikot der Ice Tigers sehen. Sie müssen sich alle verändern. Sollten sich beim Printz keine Alternativen ergeben, sollte er noch eine Saison dranhängen. Einen Korbinian Holzer mit einem Vertrag über 4 Jahre zu ködern, käme einem Finanziellen Harakiri gleich. Man sieht es in Köln und Sulzer die ihn für horrendes Geld verpflichtet (5 Jahre) haben, aber nur durchschnittliches geboten bekommen.
    Angriff:
    Ehliz – Reinprecht – und Reimer, wobei man beim Reinprecht schon die Jahre merkt. Es fällt ihm immer schwerer dem hohen Tempo zu folgen. Sollte er seine Karriere beenden wollen, sollte man den beiden einen erfahrenen kräftigen Mittelstürmer a la Momesso verpflichten (Wunschdenken). Steckel sollte demnächst unterschreiben oder er geht eben nach Saisonende. Heatley sollte sich überlegen ob er die Strapazen einer kompletten Vorbereitung auf sich nimmt, wenn ja dann sollte er bleiben.
    Heatley – Steckel- Pföderl
    Segal- ?? – Pfleger- ??
    Möchel – Buzas – ??
    Ob Oblinger nach den letzten 2 Jahren noch zu halte ist wagen wir zu bezweifeln.
    Ansonsten wird noch viel passieren bis diese Saison zu Ende gespielt wird und die neue beginnt. Es werden auch sehr viele Namen durch die Medien genannt, lassen wir uns überraschen.
    Man sollte sehr sparsam mit den Lizenzen umgehen, wissend das auch ab September durchgängig sehr gute Spieler auf dem Markt zu bekommen sind.

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