Spiel 10: Eishockey ist hart

Foto: Matthias Winter/Sportfoto Zink

Foto: Matthias Winter/Sportfoto Zink

Schon wieder Ice Tigers herzen ihre Kinder? Ja, schon wieder, das geht aber auch nicht anders, wenn sich ein Hüne wie Steckel, ungefähr 2,80 Meter auf Schlittschuhen, zu seiner kleinen Rotz und Wasser heulenden Tochter hinunterbeugt, ihr über die nasse Wange streichelt, ihr gut zuredet, sich hinkniet, sie küsst – und sie trotzdem nicht beruhigen kann. Zumindest Steckel hatte abseits des Eises größere Probleme als auf dem Eis mit den Münchnern, die auch nicht viel größer aussahen als seine Tochter und in der zweiten Drittelpause wahrscheinlich auch Rotz und Wasser geheult haben.

Die Fakten:

Zehn Spiele, sieben Siege, drei Niederlagen, 21 Punkte, 29 Tore, 23 Gegentore – Platz eins.

Die Superlative:

Tore: 6 – Patrick Reimer
Vorlagen: 9 – Yasin Ehliz (Ligaspitze)
Punkte: 13 – Patrick Reimer
Plus: +5 – Patrick Reimer
Minus: -3 – Brandon Segal/Derek Joslin
Strafminuten: 35 – David Printz
Power-Play-Tore: 3 – Dany Heatley
Shorthander: 1 – Patrick Reimer
Game-Winner: 2 – Derek Joslin
Schüsse: 53 – Patrick Reimer (weit vor Derek Joslin/23 und, in der DEL, vor Thomas Greilinger/42)

Nach der Pressekonferenz:

„David macht harte Checks. Ich hoffe, dass sich Uli Maurer nicht schwer verletzt hat.“ (Martin Jiranek hat den Check in Echtzeit nicht gesehen, weil er sich gerade auf den nächsten Wechsel der Verteidiger konzentriert hat. Mit Maurer hat er selbst noch gemeinsam auf dem Eis gestanden.)

„Es war ein harter Check.“ (Martin Jiranek, nachdem er den Check auf dem Handy des Pressesprechers gesehen hat.)

Der NN-Moment (präsentiert von Doppel Spalt Compact):

Is hockey hard? Brendan Shanahan wurde diese Frage gestellt. Das war seine Antwort:

“I don’t know, you tell me. We need to have the strength and power of a football player, the stamina of a marathon runner, and the concentration of a brain surgeon. But we need to put all this together while moving at high speeds on a cold and slippery surface while 5 other guys use clubs to try and kill us, oh yeah did I mention that this whole time we’re standing on blades 1/8 of an inch thick? Is hockey hard? I don’t know, you tell me. Next question.“

Eishockey ist hart. Martin Jiranek weiß das. Uli Maurer weiß das. David Printz weiß es natürlich auch. Und Printz wusste sofort, dass dieser eine Check zu hart war. Es ist sein Job, solche Checks zu fahren. Niemand kann das in dieser Liga besser als er. Printz will keine Spieler verletzen, aber er weiß, dass dieses Risiko immer besteht. Deshalb hat er sich sofort entschuldigt und die Spieldauerdisziplinarstrafe und selbst den Angriff von Daryl Boyle klaglos akzeptiert. Und er wird auch die Sperre klaglos akzeptieren, auch wenn sie wegen der ungerechtfertigten Sperren gegen Ende der Vorsaison länger ausfallen wird. Jiranek hat versucht, den Check noch zu erklären: „Eishockey ist so schnell, es könnte sein, dass er mit der Schulter voran checken wollte, aber im letzten Moment eine Bewegung gemacht hat. Es gibt bei jedem Check einen Moment, in dem du nicht mehr bremsen kannst. Deine Füße sind noch auf dem Eis, aber du hast kein Gewicht mehr auf den Füßen, dann kannst du nicht mehr ausweichen.“ Er hätte Printz aber nicht in Schutz nehmen müssen, Printz ist ein harter, aber kein unfairer Spieler. Printz ist sich der möglichen Konsequenzen seiner Spielweise bewusst – das kann man leider nicht von jedem DEL-Profi behaupten. Es war auch nicht der Check, der das Spiel verändert hat. Die Münchner hatten schon zuvor Respekt vor Steckel, Fraser, Foster, Joslin, Borer und Printz, diesen Massivholz-Bauernschränken auf Schlittschuhen. Das Unterzahlspiel aber hat die Ice Tigers noch kompakter spielen lassen, noch konsequenter. Dass sie ihre spielerische Klasse, das Talent von Reimer, Ehliz, Reinprecht und, jawohl, Joslin, im zweiten Drittel so ungestört vorführen durften, hatte seinen Ursprung in dieser fünfminütigen Unterzahl.

Alles Gute, Uli Maurer.

Die Partie:

Nach zehn Partien, sagte Jiranek auch noch, könne man von einer Tendenz sprechen. Mannheim glaubt er, wird klettern, Ingolstadt auch – aber Nürnberg nicht mehr abrutschen, das sagte er nicht. Nach diesem 4:1 kann man sich nur schwer vorstellen, dass diese Mannschaft, die für die Playoffs zusammengestellt wurde, die Playoffs nicht erreicht. Dominanz im ersten Drittel, Leichtigkeit im zweiten und die Kräfte sparende Zurückhaltung im dritten – so spielen Spitzenmannschaften. Im Oktober. Die Kunst wird nur sein, sich das sicherlich irgendwann eintretende Tief nicht im März oder im April zu leisten.

Aus der Mixed Zone:

„Wir müssen weiter arbeiten und bei unserem System bleiben. Du kannst noch so gute Spieler im Team haben, wenn du nicht hart arbeitest und skatest, wirst du nicht gewinnen. Hart arbeiten, skaten, unserem System treu bleiben, darauf müssen wir uns konzentrieren.“ (Klingt simpel. Steven Reinprecht aber sollte wissen, wie man die Oktober-Form ins Frühjahr rettet.)

Die Außenmeinung (präsentiert von der Deutschen Journalistenschule):

Christian Bernhard ist leider ein seltener Gast in der Arena, wenn die Ice Tigers aber ausnahmsweise mal auch im April noch werden Eishockey spielen dürfen, dann sollte er sich darauf einstellen, des öfteren die A9 in Richtung Norden fahren zu müssen. Bernhard schreibt für die Süddeutsche Zeitung und hat für uns die (zuletzt kaum mehr gestellte) Frage beantwortet, ob Nürnberg an diesem 11. Oktober so gut, oder der EHC München eher schlecht war.

„Der EHC war heute ein dankbarer Gegner und in dieser Verfassung sicher nicht der schwerste Prüfstein, aber was die Ice Tigers gezeigt haben, war trotzdem beeindruckend. Speed, körperliche Präsenz und viel Zug zum Tor: Die „Und so spielt man Eishockey“-Gesänge der Ice Tigers-Fans brachten es auf den Punkt. Besonders beeindruckend: Der gegnerische Slot ist fast immer besetzt – und die Scheibe kommt auch dort hin. In dieser Verfassung und mit der Vielzahl an erfahrenen Spielern im Kader traue ich Nürnberg einiges zu. Vielleicht sogar ein bisschen mehr als das.“

NN-Three Stars:

Bronze: Natürlich, Andreas Jenike hätte mit einem Shutout aus diesem Spiel gehen müssen. Natürlich, das 1:4 war haltbar, aber natürlich auch lässlich, weil das Spiel im Schlussdrittel insgesamt an Intensität eingebüßt hat. Besonders im zweiten Drittel aber machte Jenike erneut den Eindruck eines Torhüters, der vollkommen in sich ruht. Der Jenike, der sich in den Köpfen vieler Beobachter festgesetzt hat, wirkte hingegen immer ein wenig shaky. Wegen ihm reagiert man immer wieder überrascht, wenn sich der Verein und Jenike immer wieder aufs Neue aneinander binden. Aus Sicht der Ice Tigers, weil Jenike in den Playoffs (sieben Spiele, Gegentorschnitt über drei, Fangquote unter 90 Prozent) noch nicht nachgewiesen ein verlässlicher Nummer-eins-Torhüter zu sein. Und Sicht von Jenike, weil man ihn in Nürnberg stets auf die Bank gesetzt hat, wenn die eigentliche Nummer eins wieder fit war. In diesem Herbst aber zählt Jenike zu den besten Torhütern der Liga (Nummer drei bei Fangquote und Gegentorschnitt). Punkt.

Silber: Derek Joslin galt einst als sicherer NHL-Stammverteidiger. In seinem ersten Jahr in Nürnberg hat man gesehen, warum er dieser Prognose nicht gerecht wurde. In seinem zweiten Jahr sieht man, warum ihn die Scouts so gehandelt hatten. Sein dritter Saisontreffer war spektakulär, wichtiger aber sind die kleinen Aufgaben – und die löst er in dieser Spielzeit bislang tadellos.

Gold: Diese Rubrik soll die Auswahl des Kollegen Meyer von den Eishockey News ergänzen, an Abenden wie diesem aber führt kein Weg daran vorbei, den offiziellen First Star auch hier zu würdigen.

Bei jedem anderen Spieler müsste man nach dem 4:0 von unverschämtem Glück schreiben müssen. Bei Steven Reinprecht genießt man einfach nur.

Und noch etwas:

Was hier letzte Woche nach dem 3:0 gegen die Düsseldorfer EG passiert ist, war einfach sensationell. Vielen Dank. Und gerne wieder, gerne auch in der Kommentarspalte unter diesem Eintrag.

12 Kommentare in “Spiel 10: Eishockey ist hart

  1. Gute Besserung an Uli Maurer, war ein recht heftiger Einschlag. Rechne mit mind. 8 Spielen für Printz, auch wenn das sicher keine Absicht war.

    Spiel hat mir sehr gut gefallen, sehr solide Vorstellung der Tigers. Aktuell passt die Mischung aus Erfahrung, harter Harbeit und individueller Genialität einfach.

  2. Hallo,

    großes Spiel, großer Sieg, großes Team…
    wie schon erwähnt, wenn wir diese Form, diesen Spirit bis in die PlayOffs halten… Hurra!

    Three Stars von Sebastian waren es auch für mich:
    Jenike: heut sehr sicher, imo deutlich mehr Ruhe als zuletzt noch gegen Düsseldorf. Leider noch das überflüssige Gegentor…. Schwamm drüber!
    Joslin: Wahnsinn…. Es war wirklich Joslin im Nit22 Jersey… solch eine Aktion wie beim 2:0 hätte ich ihm nie zugetraut… Wille, Können, Speed, alles da… Chapeau Mr. Joslin, what a move!!
    Reinprecht: Ihm traut man das natürlich zu, aber sowas… schon zum Zunge schnalzen… Heute hat man wieder gesehen, unsere erste Reihe geht ins dritte Irrsinnsjahr!

    Schiedsrichter:
    Die Aktion gegen Uli Maurer hab ich nicht gesehen, aber war open Ice… Wie schon mal gesagt, wenn der Check von Hecht gefahren worden wäre… ob das ebenfalls eine 5 + 20 mit langer Sperre geworden wäre? Ich hab da so meine Zweifel…
    Btw.: Für mich der Aufreger waren die 2 Minuten, die Christensen durch nachhaltiges Meckern gegen Fraser gezogen hat. Da war nix angezeigt, erst nach der Reklamation… nur noch lächerlich, wo gibt’s denn sowas? Klar, nur in der DEL…

    Zum Thema, waren die IceTigers so stark oder München so schwach:
    Wenn wir so spielen wie im 2. Drittel, gibt’s wenig Teams in der DEL, die da groß was entgegen zu setzten haben. MUC ist sicher noch nicht in der Frühform wie die Tigers, aber in Summe: Wir waren so stark, was sonst 😉

    Gruß
    Stefan

  3. Eine sehr starke Vorstellung der IceTigers, aber auch der Freitag hängt bei mir natürlich schon auch noch ein wenig im Kopf fest und wenn ich da nochmal in
    http://www.laola1.tv/partner/v4player/index.php?identifier=delorg&menu1=&menu2=&menu3=17223&play=406911
    reingucke und sehe, wie z.B. Foster mehrmals wie ein Verkehrspylon umkreiselt wurde, heißt es schon noch: Kein Grund zum Abheben, aber ein Grund zum Freuen

    Reinprecht allerdings für seine dritte Woche der persönlichen Saisonvorbereitung (Gänsefüssle dazudenken) schon wieder begeisternd. Das 4:0 natürlich sensationell und mittlerweile fragt da auch keiner mehr „Will der das so machen“, aber mich hat auch fasziniert, wie er bei der 2 auf 1 Situation zum 3:0 da stets so daneben gleitet (oder soll man sagen schwebt), dass er immer anspielbar bleibt.
    An alle jungen Eishockeyspieler: Angucken und abspeichern! Lehrbuchverhalten

    Am Rande der Bande:
    Schon interessant zu sehen, wie die #12 bei jedem Feindkontakt an Jenicke zusammenzuckt und für seine Verhältnisse schon halb über die Bande springt. #DoppelbelastungTrainer&Manager

    Daher:
    @Seb
    Neues von der Goalie-Front? Zepp, Treutle, Anyone – Neues vom Pokerspiel?

    #OT @Seb
    sebastianboehm-fanclub.de
    http://www.youtube.com/watch?v=WuXHjtOvrv4
    Schon doll, dieses Internetz 😉

  4. Nach 6 Stunden Football-„Arbeit“ (kleine Werbung: freu mich über jeden Besucher auf http://www.meine-NFL.de) jetzt auch wieder Zeit für Eishockey. Und da passt die Kolumne perfekt vorm Einschlafen – vor allem nach so einem souveränen Spiel.

    Nach dem 2:0 hatte ich nie das Gefühl, dass da noch einmal etwas anbrennen könnte. Klar brauchte man in der 5 Minuten Unterzahl nach dem Printz-Check (den ich auch nicht gesehen hatte) auch etwas Glück, aber ansonsten war ich beeindruckt, wie wenig die Icetigers heute zuließen.

    Dazu dann die wunderschön herausgespielten Tore – das „und so spielt man Eishockey“ war heute mehr als angebracht. Joslin hätte sich sein Tor so wohl selbst nicht zugetraut und es ist immer wieder ein Genuss, wenn der Eishockeygott in der Reinprecht-Verkleidung übers Eis tanzt. Da macht es nichts, wenn Heatley nahezu gar nicht auffällt.

    Selten bin ich nach einem Spiel so zufrieden nach Hause gegangen. Die Zusammenstellung des Kaders sieht im Moment einfach gut aus und wenn jetzt noch ein starker (zweiter?) Torhüter das Team komplettiert, dann träum ich davon, dass der Christian Bernhard im Frühjahr noch oft auf der A9 Kilometer frisst.

    In diesem Sinne ists jetzt (02:25 Uhr) auch wirklich Zeit zum Träumen…und danke für den Blog !!!

  5. @Bidole: Zu den 2 Minuten gegen Fraser: So weit ich mich erinnern kann, wurde Frasers Schläger von Christensen weggeschlagen. Jedenfalls hat Fraser irgendwie den Schläger von Christensen in die Hand bekommen (ich glaube vom Linesman), hat diesen dann mit auf die Bank genommen und dezent Zertrümmert. Christensen hat dann seinen Schläger gesucht und irgendwie ist es doch noch aufgefallen das die Schlägerteile auf der IceTigers Bank nicht unseren Spielern gehören, obwohl Patrick Reimer sie noch schnell unter der Bank verstecken wollte. 😀
    Unsportliches Verhalten wäre in dem Fall die richtige Strafe gewesen, aber Stockschlag trifft es tatsächlich besser.
    Geile Szene!

  6. danke micha, für die erklärung habe ich so nicht gesehen

    es macht zur zeit einfach spass in der arena zu sein!
    ich denke wenn heatley noch fitter ist wird er uns noch sehr helfen, er hatte auch gestern wieder ein paar gute szenen und er wird sicher noch besser

    mal eine frage an die experten: warum darf yasin nicht powerplay spielen?

  7. Eigentlich wurde ja schon alles geschrieben, was zu schreiben ist. Eine Frage sei mir dennoch erlaubt: Wie oft kommt das eigentlich vor, dass der Gegner einem die Chance auf ein Tor nimmt, indem er’s einfach selbst schießt?

    Zyniker, würden wohl behaupten, Daryl Boyle verdirbt Heatley die Statistik… Vielleicht sollte man mit dem Mann mal in Verhandlungen treten, denn wenn er schon Tore für die NIT schießt, ohne dafür Gehalt zu kassieren, wie wird das dann erst, wenn man ihn dafür bezahlt…?!? ^^

    Und wenn ich Reinprecht’s Tore ansehe, fällt mir eigentlich nur ein Songtext der Backstreetboys ein. Auch wenn ich so gar nicht deren Fan bin, hab‘ ich mir mal erlaubt, den Text für unsere Bedürfnisse etwas zu modifizieren:

    Oh my God, he’s back again; Brothers, sisters, everybody sing
    Gonna bring the flavor, show you how; Gotta question for you, better answer now, yeah

    Is he original? Yeah!
    Is he the only one? Yeah!
    Is professional? Yeah!
    Is he everything you need? You better rock your body now!

    Everybody! Yeah! Rock your body! Yeah!
    Everybody! Rock your body right!
    REINO’S BACK, ALRIGHT!

    Wer mitsingen möchte, die Melodie aber g’rade nicht im Kopf hat – bitteschön.
    https://www.youtube.com/watch?v=r4XlyHCWDK0

    Vielleicht mag’s ja irgendwer auch für uns einspielen. Mein Youtube- und Facebook-Like sind ihm gewiss.

  8. Er ist wieder da! Und nein, ich meine nicht den Führer, sondern den beste Eishockeyspieler, den ich je in Nürnberg habe spielen sehen. Das 4:0 war wieder eines dieser Tore, bei denen selbst ich, obwohl zu einem neutralen Auftreten verpflichtet, nicht an mir halten kann.

    Es erneut eine überzeugende Leistung der Ice Tigers. Vor allem die Defensivleistung war wieder beeindruckend. Insbesondere in der spielentscheidenden fünfminütigen Unterzahl zeigte sich die Qualität, die die Verpflichtungen von Fraser und Steckel gerade auch mit sich gebracht haben.

    Beeindruckt bin ich auch nach wie vor vom momentanen Auftreten unserer #22. Als mir die Coaches auf der Rückfahrt mit dem Sonderzug aus WOB von seinen Qualitäten förmlich vorschwärmten, wusste ich nicht so recht, was ich hierauf antworten sollte. Aber aktuell scheint er angekommen zu sein in diesem Team und in dieser Liga. Hoffentlich bleibt es so.

    Den einzig positiven Aspekt, den man aus der wohl etwas länger andauernden Sperre herausnehmen kann, ist die Tatsache, dass sich die Frage nach dem überzähligen AL nicht stellt. Wie Sebastian richtig geschrieben hat, war und ist es Printz‘ Job, harte aber faire Checks zu setzen. Leider war der Uli bei dem Check nicht ganz so aufmerksam. Hoffentlich ist er nicht schwerer verletzt. Gute Besserung auf alle Fälle auch von mir. Die Liga wird Printz dennoch länger aus dem Verkehr ziehen. Auch wenn jetzt Tilo Boos entscheidet und Printz alles andere als ein unfairer Spieler ist.

    Sehen wir mal, wo die Reise noch hingeht in dieser Saison. Die bisher gezeigten Leistungen sowohl zu Hause als auch in Mnnhem stimmen mich frohen Mutes.

    In diesem Sinne wünsche ich eine schöne Woche.

  9. wenn es eine szene in dem spiel gegeben hat, die ausdruck für die münchener hilflosigkeit sein sollte, dann die zwischen fraser und christensen.
    zuerst schlägt ein reichlich genervter christensen fraser den schläger aus der hand, was der mit zwanzig sekunden handschuh im münchener gesicht quittiert. danach klaut er christensen dessen Schlager, fährt raus und zertrümmert ihn … die zwei minuten für stockschlag (ohne dabei überhaupt einen schläger in der hand zu haben) waren dann die cherry on the cake …

    zu printz: ja, der check war hart. allerdings war maurers kopf in der szene verdächtig tief. da kann printz gar nicht mehr rechtzeitig reagieren. ich hoffe, dass die DEL das sieht und im strafmass nicht maßlos überzieht. eine sperre „südlich“ von fünf spielen wäre (auch wenn er wiederholungstäter ist) mehr als ausreichend.

  10. Hallo,

    habe mir erst nochmal die Szene mit Printz/Maurer angeschaut, bevor ich mich hier äußere. „Live“ sah es aus meiner Perspektive erstmal nicht wie ein regelwidriger Check aus. Und nach der Wiederholung würde auch ich eher von einem unglücklichen Zusammenprall, als von Absicht reden. Wenn man die mehr als fragwürdigen Sperren unserer #55 aus der Vorsaison mitrechnet (was den Wiederholungstäter-Faktor reduzieren sollte), hoffe ich ebenfalls auf ein eher geringes Strafmaß.

    Zum Spiel:
    Hätte ich nach dem Spiel in Straubing nicht für möglich gehalten. Dem wohl schwächsten Auftritt bisher folgte sofort der beste. Überzeugende Antwort des Teams!

    Zu den NN-Stars, die völlig zu Recht so ausgewählt wurden, möchte ich noch einige weitere Namen erwähnen, die aus meiner Sicht ebenfalls hier stehen könnten – ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
    – Marcus Weber:
    erstaunlich, wie abgezockt er teilweise agiert. Fehlerquote kaum erwähnenswert. Sehr starker Auftritt.

    – Casey Borer:
    für mich die positive Überraschung bisher. War ehrlichgesagt eher skeptisch, als seine Verpflichtung bekannt gegeben wurde. Gestern wieder bärenstark. Ihn würde ich gerne mal in der Powerplayformation anstelle von Foster sehen, der diesbezüglich die Erwartungen noch nicht so richtig erfüllen konnte.

    Hoffe nun, dass der Platz an der Sonne nun längere Zeit Bestand hat. Sollte machbar sein, wenn man die Leistung von gestern einigermaßen in die nächsten Wochen mitnehmen kann. Das Straubing-Spiel war möglicherweise hilfreich. Das Team weiß nun, wie es nicht geht. Und dass sie wissen wie es geht, haben sie gestern nachdrücklich demonstriert.

  11. @Micha, @Klaus, Dank für die Schilderung der Ereignisse…

    Bleib damit bei meiner Meinung:
    Unabhängig vom Hergang und der dass ich mich wirklich nicht an die letzte 2 Minuten Strafe wegen unsportlichen Verhaltens in der Arena erinnern kann…. Nach meiner Meinung dürfen die Schiris ausschließlich 2 Minuten für Vergehen verhängen, die sie gesehen und für Strafwürdig bewertet haben. Bei 5 Minuten dürfen noch die Linesman darauf hinweisen (Wurde Miller in einer Playoffserie in den frühen 2000ern mal zum Verhängnis…) und bei Tor den Videobeweis zu rate ziehen. Sonst nix.

    Zur 2 Spiele Sperre gegen Prinz: für mich ok.

    Gruß
    Stefan

  12. @Berni: laut Jiranek ist das Thema Zepp auf Eis und Treutle will sich über die AHL für die NHL empfehlen. Wäre zudem nicht die von vielen gewünschte Nummer 1. Ich mach mir derzeit da keine Sorgen. Neulich wurde sogar wo geschrieben, dass wenn einer kommt, ein Backup für Jenike kommt.

    Weber war gegen München sehr stark, evtl schafft er heuer den Sprung

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