Spiel 14: Der Schlussspurt

Dreißig Minuten ohne Aggressivität. Dreißig Minuten Hinterherlaufen. Dreißig Minuten voller vieler, kleiner Fehler – und zweier großer, die sofort eiskalt bestraft wurden. Nein, die Tabellenführung scheint den Thomas Sabo Ice Tigers irgendwie noch nicht gutzutun, zu ungewohnt vielleicht ist dieses Gefühl, dort zu stehen, wo sonst immer nur Mannheim oder Berlin stehen. In Heimspiel eins nach Schwenningen wollte jeder Einzelne am besten ganz allein alles wieder gut machen, das konnte man bis hinauf in den Oberrang spüren. Nur so war zu erklären, warum defensiv plötzlich all die Ordnung verloren ging, warum Iserlohn mehrfach zum Kontern eingeladen wurde, weshalb alles nur noch schlimmer wurde nach dem 1:2, weil die Ice Tigers die Brechstange noch mehr ansetzten – und die Partie dadurch nach dem 1:3 durch Boris Blank eigentlich schon verloren schien. Hätte es nicht Eiswasser für die erhitzten Köpfe in der Kabine und dann diese bärenstarken letzten zehn Spielminuten gegeben. Und die herausragende individuelle Klasse der Ice Tigers in dieser Saison.

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Spiel 12: Endlich wieder DEL-Eishockey (Ironie aus)

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Du hast dir diesmal Zeit gelassen, Deutsche Eishockey Liga, hast uns bis zu diesem Sonntagabend vorgegaukelt, aufregend zu sein, rassig, interessant, fordernd, jedes einzelne Date wert. Dabei hast du es tatsächlich geschafft, dass wir, Fans, Erfolgsfans, Journalisten, Erfolgsjournalisten, Grantler und Erfolgsgrantler, tatsächlich vergessen hatten, wie langweilig du sein kannst, wie sehr es nerven kann, einen Abend mit dir zu verbringen. Aber natürlich hast du es nicht durchgehalten. Heute hast du dein wahres Gesicht gezeigt. Und die Ice Tigers, dass sie keine Übermannschaft sind. Das kann auch beruhigend sein. Weiter lesen

Spiel 10: Eishockey ist hart

Foto: Matthias Winter/Sportfoto Zink

Foto: Matthias Winter/Sportfoto Zink

Schon wieder Ice Tigers herzen ihre Kinder? Ja, schon wieder, das geht aber auch nicht anders, wenn sich ein Hüne wie Steckel, ungefähr 2,80 Meter auf Schlittschuhen, zu seiner kleinen Rotz und Wasser heulenden Tochter hinunterbeugt, ihr über die nasse Wange streichelt, ihr gut zuredet, sich hinkniet, sie küsst – und sie trotzdem nicht beruhigen kann. Zumindest Steckel hatte abseits des Eises größere Probleme als auf dem Eis mit den Münchnern, die auch nicht viel größer aussahen als seine Tochter und in der zweiten Drittelpause wahrscheinlich auch Rotz und Wasser geheult haben. Weiter lesen