Spiel 6: 47 in ’16?

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So, aufgepasst, der Blog-Onkel erzählt von früher, als die Stimmung noch gut, die Winter noch kalt und das Linde-Stadion der schönste Eishockeytempel der Welt war: Eishockey-Spiele haben auch in dieser wunderbaren Zeit bereits 60 Minuten gedauert, allerdings habe ich davon allenfalls 30 Minuten mitbekommen, weil ich das Geschehen nur dann mit voller Aufmerksamkeit verfolgt hatte, wenn Wayne Thompson und/oder Ray Podloski daran beteiligt waren. Zwei Ausländer waren damals erlaubt und als der Gretzky-gleiche Spielmacher und sein großer Torjägerkumpel an der Äußeren Bayreuther wirbelten, war ich erstmals reif für diese Sportart. Selbst zu Zeiten von Coldwell, Kosturik oder Richter war mir die Lachssemmel meist wichtiger als das Spiel selbst. Dass Peter Netzsch ein großartiger Arbeiter war und dieser Martin Müller auch kein ganz schlechter Spieler, bekam ich schon mit, voll konzentriert aber war ich nur, wenn Podloski und Thompson über die Bande sprangen. Nur dann konnte etwas Außergewöhnliches passieren, nur dann erstrahlte das Linde-Stadion. 25 Jahre später kehrte die selektive Wahrnehmung zurück. Dany Heatley materialisierte sich auf Nürnberger Eis – und wahrscheinlich ging es nicht nur mir so, dass man stets nur Wechsel der ersten Reihe herbeisehnte. Zum Glück hat der Heater früh getroffen – sonst hätte man so manch bemerkenswerte Szene verpasst. (Ein Blogeintrag von Christoph Benesch und Sebastian Böhm) Weiter lesen